Ligageschehen Regionalliga Nordost 2018-2019

24.03.2019

Wochenumschau nach 21. Spieltag: Schöneiche holt sich einen Spieltag vor Saisonende den Männer-Meistertitel - Spandau leistet Schützenhilfe

Nun neigt sich die 28. Saison der Regionalliga Nordost wirklich dem Ende zu, denn es steht nur noch ein Spieltag aus. Der wird allerdings erst nach einer erneuten Pause am 6. April (Männer) und 7. April (Frauen) ausgetragen. Gibt es bis dahin überhaupt noch offene Entscheidungen? Die Antwort: Nein. Hinsichtlich der Titelvergabe bei den Männern zwischen der TSGL Schöneiche II und dem TSV Spandau 1860 sind die Würfel einen Spieltag vor Saisonende für die Schöneicher gefallen. Bei der Frage nach den womöglich vierten Absteigern in beiden Staffeln lagen die Antworten sogar schon vor dem Anpfiff zum 21. Spieltag vor: Weder bei den Männern und noch bei den Frauen gibt s einen vierten Absteiger. Dennoch war dieser vorletzte Spieltag alles andere als langweilig!

Schöneiche erkämpft drei Punkte,

Spandau muss einen Punkt abgeben

Bei den Männern war das eigentliche Titel-Fernduell zwischen dem Spitzenreiter Schöneiche und dem zwei Punkte dahinter liegenden Verfolger Spandau diesmal gemeinsam am Sonnabend angesetzt, wobei Schöneiche bei CV Mitteldeutschland II um 15 Uhr antrat und Spandau vor heimischer Kulisse ab 18 Uhr die harte Nuss SG Prieros/Königs Wusterhausen zu knacken hatte. Die Schöneicher ließen gegen Mitteldeutschland nichts anbrennen und taten mit dem 3:1 (23, -19, 17, 20)-Auswärtssieg einen entscheidenden Schritt zum Titelgewinn. Sie konnten dem Abendspiel der Spandauer gelassen entgegensehen. Aber wie würde sich Spandau gegen Prieros aus der Affäre ziehen? Angesichts ihres bis dato 2-Punkte-Vorsprung war für die Schöneicher klar, dass sie sich in zwei Wochen im letzten Heimspiel der Saison gegen die Dessau Volleys sogar eine 2:3-Niederlage leisten können, ohne den Meistertitel noch einzubüßen.

Doch es kam für sie noch besser. Die Spandauer hatten im Heimspiel gegen Prieros/Königs Wusterhausen alle Mühe, um den Gegner in Schach zu halten. Prieros, das Anfang März dem favorisierten Gastgeber Schöneiche mit 3:0 ein Bein gestellt und damit den Titelkampf wieder offener gemacht hatte, schien erneut in die Rolle des „Favoritenschrecks“ zu schlüpfen. Der Brandenburg-Meister der vorigen Saison führte nach Sätzen bereits mit 2:0, ehe die Spandauer das Blatt noch zum 3:2 (19, -20, 16, 22, 18) wenden konnten. Das 20:18 in Entscheidungssatz verdeutlicht die Dramatik dieses Spitzenspiels.

Aber dieses 3:2 und die Einbuße eines Punktes hat Folgen für die Spandauer, die damit drei Punkte hinter Schöneiche liegen. Das bedeutet im Klartext: Selbst wenn Schöneiche am finalen Spieltag am 6. April gegen Dessau mit 0:3 verlieren und im Gegenzug die Spandauer beim Absteiger MTV Mariendorf mit 3:0 gewinnen würden, wäre Schöneiche der Meistertitel nicht mehr zu nehmen. Beide Spitzenteams wären dann zwar punkt- und sieggleich, aber nach der neuen 3-Punkte-Regel wird in einem solchen Fall der Satzquotient für die Platzierung herangezogen. Und der wäre für Schöneiche mit 2,63 besser als der der Spandauer mit 2,34.

Gratulation also an die Schöneicher Männer und ihren Trainer René Jerratsch zum vorzeitigen Titelgewinn und für die tolle Saison. Mannschaftskapitän Robert Brandt reagierte ganz cool: „Wir haben 3:1 gewonnen, mehr kann man dazu nicht sagen. Aber Prieros holt einen Punkt in Spandau. We love Prieros.“ Neben der Gratulation sollte man daran erinnern: Die TSGL Schöneiche II war 2017 aus der Brandenburgliga in die Regionalliga aufgestiegen und hatte am Ende der Saison 2017/2018 als Neuling den beachtenswerten vierten Platz belegt. Eine Saison später gelang nun der große Wurf mit dem zweiten Titelgewinn in der Schöneicher Vereinsgeschichte. Für den ersten Meistertitel in der Regionalliga hatte Schöneiches erste Mannschaft 2007 gesorgt, die sich danach sechs Spielzeiten in der 2. Bundesliga Nord und anschließend in der Dritten Liga Nord etablierte.

Offen ist zur Stunde die Frage nach dem Meisterschaftsdritten: USC Magdeburg oder Prieros/Königs Wusterhausen? Beide lagen vor dem Anpfiff dieser Punkterunde einen Punkt auseinander. Nach dem 2:3 von Prieros/Königs Wusterhausen in Spandau hatte sich über Nacht ein Punktegleichstand ergeben. Aber die Magdeburger hatten am Sonntag in ihrem letzten Heimspiel gegen den SV Lindow-Gransee II die Chance, sich mit einem Sieg weiter abzusetzen, was schließlich auch mit einem 3:0 (22, 19, 24) gelang. Magdeburg liegt nun mit 43 Punkten und 48:27 Sätzen weiterhin auf Platz drei vor Prieros/Königs Wusterhausen mit 40 Punkten und 47:31 Sätzen. Das kann für beide also noch ganz eng werden. Der Clou: Am letzten Spieltag in zwei Wochen treffen beide direkt aufeinander, wobei Prieros/Königs Wusterhausen Heimvorteil hat.

Der auf den Drittliga-Aufstieg ambitionierte USV Halle musste bei der SG Rotation Prenzlauer Berg antreten und erlitt eine unerwartete 1:3 (-20, 22, 20, 19)-Niederlage, so dass schon jetzt abzusehen ist: Mehr als der fünfte Rang wird für den unterm Strich dennoch eine gute Saison spielenden Aufsteiger aus Halle nicht herausspringen. Der Regionalliga-Rückkehrer Prenzlauer Berg wiederum baute durch diesen Heimsieg als Tabellensiebenter seinen Vorsprung auf den Tabellenachten Lindow-Gransee auf sechs Punkte aus. Aber die Prenzelberger hatten schon vorher ihren Regionalligaplatz für die nächste Saison sicher, was gleichermaßen für den Neuling Lindow-Gransee zutrifft. Denn die Lage vor dem Anpfiff besagte: Es gibt keinen vierten Absteiger!

In zwei weiteren Sonntagspielen waren mit dem USV Potsdam (auswärts gegen die Dessau Volleys) sowie mit dem SV Energie Cottbus im Direktduell gegen MTV Mariendorf alle drei Direktabsteiger beteiligt. Dessau schlug Potsdam mit 3:1 (-23, 15, 25, 22) und Cottbus verlor gegen Mariendorf mit 1:3 (-23, 22, -14, -15). Am Abstieg und an der Rangfolge dieses Trios änderte sich nichts: Potsdam 10. (16 Punkte), Mariendorf 11. (13 Punkte) und Cottbus 12. (7 Punkte).

Neuling SV Lindow-Gransee II

bleibt in der Regionalliga

Spätestens an dieser Stelle sind wir beim über weite Strecken der Saison dominierenden Abstiegskampf, bei dem es in dieser Saison angesichts des 12er-Feldes neben den drei Direktabsteigern auch um einen möglichen vierten Absteiger ging. Das ist aber sozusagen nur die halbe Wahrheit. Denn nach der Regionalspielordnung (RSO) 2.1.20.3 a) verbleibt ein gegebenenfalls vierter Absteiger in der Regionalliga, wenn ein Platz frei ist. Weiter heißt es unter 2.1.20.3 b): „Sollten in der Regionalliga weitere freie Plätze vorhanden sein, so werden diese in einem Turnier vergeben, an dem der bestplatzierte Absteiger der Regionalliga, bei Verhinderung oder Verzicht der nächstplatzierte Absteiger und eine Mannschaft jedes Landesverbandes, die hinter der aufgestiegenen Mannschaft platziert ist, teilnehmen. Dieses Recht endet beim Fünftplatzierten eines Landesverbandes.“

Genau das, nämlich ein freier Platz, ist eingetreten, so dass Lindow-Gransee II als Viertletzter in der Regionalliga verbleibt. Der Hintergrund: Nach einer Information des Regionalspielwarts Uwe Näthler haben noch vor dem Meldeschluss für die Aufstiegsabsicht zur Regionalliga Nord und zur Dritten Liga Nord am 31. März 2019 für den Aufstieg in die Dritte Liga der TSV Spandau 1860 und der USV Halle gemeldet. Da also mindestens eine Mannschaft in die Dritte Liga Nord aufsteigt, von dort aber kein Nordost-Vertreter absteigt, wird aus dem 12er-Feld wieder ein obligatorisches 11er-Feld mit drei Direktabsteigern. Ein vierter Absteiger entfällt. Möglicherweise ergeben sich sogar noch weitere freie Plätze, wenn es noch einen weiteren Drittliga-Aufsteiger oder keine drei Direktaufsteiger aus den unterklassigen drei Landesligen (Berlinliga, Brandenburgliga und Landesoberliga Sachsen-Anhalt) gibt. Von dort liegt dem Regionalspielwart erst eine offizielle Aufstiegsmeldung vom bereits feststehenden brandenburgischen Landesmeister SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen vor. Aber es ist ja noch Zeit bis zum Meldeschluss am 31. März 2019. „Aus Sachsen-Anhalt könnte vermutlich der Ex-Regionalligist MTV 1862 Wittenberg, der 2014 und 2017 abgestiegen war, melden, während aus Berlin ein Aufsteiger fraglich ist“, mutmaßt Uwe Näthler.

Gäbe es tatsächlich weitere frei Plätze bei den Männern, würde am 4. Mai eine Relegation in Sachsen-Anhalt gespielt werden. Bisher inoffiziell hat dafür der VC Blau-Weiß Brandenburg sein Interesse bekundet. An diesem Turnier nähme auch der bestplatzierte Direktabsteiger teil, was in diesem Falle der USV Potsdam wäre. Die Potsdamer haben allerdings schon jetzt ihren Relegationsverzicht erklärt, so dass dieses Teilnahmerecht dem MTV Mariendorf zufiele.

Meisterehrung für die Frauen

der SG Rotation Prenzlauer Berg III

Bei den Frauen musste der bereits seit dem 18. Spieltag feststehende Meister SG Rotation Prenzlauer Berg III gleich zweimal ran: am Sonnabend zum Nachholspiel vom 20. Spieltag zu Hause gegen den USC Magdeburg und tags darauf beim Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Dabei gab es erwartungsgemäß den 17. und 18. Saisonsieg: mit 3:0 (15, 17, 16) gegen Magdeburg und mit noch einmal 3:0 (8, 14, 21) gegen Erkner, das damit die Saison beendete – und zwar mit der ungewöhnlichen Bilanz von nur einem Punkgewinn aus dem 2:3-Spiel auswärts gegen den USC Magdeburg am 3. Spieltag am 30. September 2018! „Lehrgeld, Stolz und vorsichtiger Optimismus“ – so hatten die Frauen aus Erkner nach ihrem Aufstieg als brandenburgischer Meister im Herbst vorigen Jahres ihren Start in der Regionalliga überschrieben. Geblieben ist davon nur eines: das Lehrgeld, das sie tüchtig haben zahlen müssen! Vor sechs Jahren hatte Erkner noch den Sprung in die Dritte Liga Nord gefeiert. Die schönen Zeiten sind endgültig vorüber!

Für die Prenzelbergerinnen gab es an diesem Wochenende aber nicht nur zwei weitere Siege zu feiern. Sie wurden nach dem Heimspiel am Sonnabend vom Vorsitzenden des Regionalspielausschusses (RSA) und Regionalspielwart Uwe Näthler als Regionalmeister geehrt. Näthler würdigte den souveränen Auftritt dieser jungen Mannschaft, die sich mit dem unglaublichen Vorsprung von 16 Punkten den Titel gesichert hatte – für den Berliner Traditionsverein nach 2009, 2013 bis 2015 und 2018 bereits die sechste Meisterschaft bei den Frauen. Ein unangefochtener Rekord in der Regionalliga! Noch einmal Gratulation an das Team und Trainer Max Filip (siehe Foto oben)!

Ein besonderes Duell verhieß die Paarung USV Halle kontra Berliner Volleyballverein Vorwärts zu werden - nicht nur weil der Zweite auf Dritten traf und beide nur ein Punkt trennte. Vor allem deshalb, weil inzwischen sowohl der BVV als auch Halle für den Aufstieg in die Dritte Liga Nord gemeldet haben. Somit ging es in dieser Begegnung darum, wer von beiden das direkte Aufstiegsrecht als Besserplatzierter erwirbt. Die Antwort: der BVV, der mit einem 3:1 (-13, 26, 21, 17)-Auswärtssieg seinen zweiten Tabellenplatz nicht nur behauptete, sondern seinen Vorsprung auf uneinholbare vier Punkte ausbaute. Neuer Tabellendritter ist die SG Einheit Zepernick, die VT Rudow-Altglienicke mit 3:0 (13, 20, 22) besiegte, während die punktgleichen Hallenserinnen auf Rang vier zurückfielen.

VT Rudow-Altglienicke und

Reform Magdeburg bleiben oben

Was den möglichen vierten Absteiger anbelangt, so ist es bei den Frauen wie bei den Männern: Es gibt auch hier keinen vierten Absteiger. Dadurch dass es mit Sicherheit einen Aufsteiger in die Dritte Liga Nord gibt, für die der BVV und Halle gemeldet haben, aber von dort der SC Potsdam II zurückkehrt, bleibt es beim obligatorischen 11er-Feld. Der Neuling WSG Reform Magdeburg und VT Rudow-Altglienicke können also für die nächste Regionalligasaison planen. Somit waren die Fernduelle dieser beiden Mannschaften um den vermeintlich sicheren Nichtabstiegsplatz 7 gegenstandslos. Reform Magdeburg stieß mit dem 3:1 (-21, 14, 22, 18)-Erfolg im Sonntagspiel beim SV Energie Cottbus sogar vom siebenten auf den fünften Rang vor, während Rudow-Altglienicke (0:3 in Zepernick) auf dem achten Platz verblieb, der aber eben kein vierter Abstiegsrang mehr ist.

Gegebenenfalls werden bei den Frauen sogar weitere Plätze frei, die in einer Regelation am 4. Mai 2019 in Brandenburg ausgespielt werden unter Teilnahme des bestplatzierten Absteigers TSV Spandau 1860 als Drittletzter (9.). Direktabsteiger sind unverändert der TSV Spandau 1860 (9.), der SV Energie Cottbus (10.) und der VSV Grün-Weiß 78 Erkner (11.). Spandau hatte zuletzt mit 3:1 (22, -20, 16, 23) über den BBSC Berlin III ein Erfolgserlebnis. Freie Plätze können sich auch dann ergeben, wenn aus den drei unterklassigen Ligen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt keine drei Aufsteiger melden. Bislang hat aus Berlin der aufstiegsberechtigte Landesmeister Marzahner VC gemeldet. Aus Brandenburg könnte der Landesmeister VC Blau-Weiß Brandenburg und aus Sachsen-Anhalt der VC Bitterfeld-Wolfen hinzukommen, von denen derzeit aber noch keine offizielle Aufstiegsmeldung vorliegt. Auch hier sei daran erinnert, dass die Aufstiegsmeldefrist noch vor dem finalen Spieltag am 31. März 2019 endet. Aus Berlin hat übrigens auch der Vizemeister VfK Berlin-Südwest für den Aufstieg gemeldet, der gegebenenfalls in eine Relegation müsste, wenn es tatsächlich zu freien Plätzen kommt. Wichtig ist noch der Hinweis: In Sack und Tüten ist alles definitiv erst mit dem offiziellen Meldeschluss für die Regionalliga am 2. Mai 2019.

Die Spiele im Überblick

Männer, 21. Spieltag am 23. März 2019: TSV Spandau 1860 – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:2, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Halle 3:1. Am 24. März 2019: Dessau Volleys – USV Potsdam 3:1, SV Energie Cottbus – MTV Mariendorf 1:3, USC Magdeburg – SV Lindow-Gransee II 3:0.

Frauen, Nachholspiel (vom 20. Spieltag) am 23. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – USC Magdeburg 3:0.

Frauen, 21. Spieltag am 23. März 2019: USV Halle – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3, TSV Spandau 1860 – BBSC Berlin III 3:1, SG Einheit Zepernick – VT Rudow-Altglienicke 3:0. Am 24. März 2019: VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, SV Energie Cottbus – WSG Reform Magdeburg 1:3.

Die Spiele bis zum Finale

Männer, Nachholspiel (vom 15. Spieltag) am 30. März 2019: CV Mitteldeutschland II – SG Rotation Prenzlauer Berg.

Männer, 22. und letzter Spieltag am 6. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, USV Potsdam – SG Rotation Prenzlauer Berg, TSGL Schöneiche II – Dessau Volleys, SV Lindow-Gransee II – CV Mitteldeutschland II, SG Prieros/Königs Wusterhausen – USC Magdeburg, MTV Mariendorf – TSV Spandau 1860.

Frauen, 22. und letzter Spieltag am 7. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, VT Rudow-Altglienicke – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SG Rotation Prenzlauer Berg III – SG Einheit Zepernick, BBSC Berlin III – USC Magdeburg, WSG Reform Magdeburg – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 22. und letzten Spieltag am 7. April 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

17.03.2019

Wochenumschau nach 20. Spieltag: Schöneiche schlägt Magdeburg und greift nach dem zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte

Geht womöglich noch dem einen oder anderen auf der Zielgeraden die Puste aus? Wer hat wiederum noch genug Durchsetzungsvermögen? Nach dem 20. und damit drittletzten Spieltag der 28. Saison der nordostdeutschen Regionalliga gibt es einige, aber eben nicht alle Antworten. Dafür bleiben nunmehr noch zwei Spieltage am 23./24. März mit der 21. Punkterunde und schließlich mit dem finalen Spieltag am 6. April für die Männer und am 7. April für die Frauen Zeit.

Bei den Männern war an diesem drittletzten Spieltag der Kampf um den Regionalmeistertitel de facto ein ungleicher. Denn die mit einem 2-Punkte-Vorsprung die Tabelle anführende TSGL Schöneiche II traf im Heimspiel auf den starken Tabellendritten USC Magdeburg, der im Falle eines Nichtaufstiegs von Schöneiche und des Verfolgers TSV Spandau 1860 eigene Aufstiegsambitionen nicht ausgeschlossen hat. Der Tabellenzweite TSV Spandau 1860 wiederum empfing das Schlusslicht SV Energie Cottbus. Zwei völlig gegensätzliche Gegner für das Spitzenduo also. Denn für Spandau schien der Sieg eine sichere Bank zu sein, für Schöneiche hingegen waren die Chancen auf einen Sieg eher mit Fragezeichen verknüpft. Die Konstellation für das Spitzenduo war eindeutig: Eine Niederlage der Schöneicher und ein gleichzeitiger Sieg der Spandauer würde zu einem spektakulären Wechsel an der Tabellenspitze führen. Spektakulär deswegen, weil Schöneiche immerhin schon seit dem vierten Spieltag ununterbrochen an der Tabellenspitze steht!

Spandau legte mit dem Heimsieg vor –

doch Schöneiche hielt dem Druck stand

Die Spandauer gingen bereits am Sonnabend aufs heimische Parkett. Sie kamen erwartungsgemäß zum ungefährdeten 3:0 (18, 16, 19)-Erfolg. Damit übernahmen sie zumindest vorübergehend die Tabellenspitze und erhöhten den Druck auf Schöneiche, das am Sonntag im Spitzenspiel auf Magdeburg traf. Die Schöneicher waren zweifellos in der Favoritenrolle, denn immerhin hatten sie von ihren bisherigen neun Heimspielen nur eines verloren: vor zwei Wochen mit 0:3 gegen die SG Prieros/Königs Wusterhausen. Durch diese unerwartete Niederlage war ihr Vorsprung auf zwei Punkte geschrumpft.

Auf der Gegenseite waren die Magdeburger hoch motiviert angereist. Sie hatten im Hinspiel im Dezember des letzten Jahres vor heimischer Kulisse dem Favoriten beim 1:3 lange Zeit einen Kampf auf Augenhöhe geliefert. Inzwischen betrug der Abstand zwischen beiden Teams aber schon neun Punkte, so dass Magdeburg mit dem Meistertitel wie auch mit der Vizemeisterschaft kaum noch etwas zu tun hat. Nichtsdestotrotz wollte das Team um Kapitän Lorenz Teege in dem David-Goliath-Duell nichts unversucht lassen. Dabei konnte sich USC-Trainer Marko Schulz auf den gewohnten starken Kader stützen. Auch Cedrik Moede, der zuletzt aus persönlichen Gründen nicht dabei war, verstärkte wieder den USC-Sechser, der in der „Höhle des Löwen“ ein Wörtchen mitreden wollte. Als Marschrichtung gab Marko Schulz denn auch vor: „Schöneiche ist zwar Favorit, aber wir wollen dagegenhalten und eine Leistung wie in Spandau (dort hatte es am 16. Spieltag nach einer couragierten Leistung einen 3:2-Auswärtssieg gegeben/Anm. d. Red.) abrufen. Dann wird Einiges möglich sein.“

Das Match, das zumindest in den ersten beiden Sätzen umkämpft war, ging schließlich nur über drei Sätze und endete mit einem verdienten 3:0 (22, 22, 14)-Heimsieg der Schöneicher. Damit rückte Schöneiche wieder an die Tabellenspitze und hält Kurs auf den zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte. 2007 war die erste Mannschaft der TSGL Schöneiche als Regionalliga-Neuling auf Anhieb nordostdeutscher Regionalmeister geworden und damals in die 2. Bundesliga Nord aufgestiegen, der sie sechs Jahre lang angehörte. Inzwischen spielt sie in der Dritten Liga Nord.

Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt kommentierte das Spitzenspiel gegen Magdeburg so: „Die Vorbereitungen auf unserer Seite waren insofern interessant, weil es zunächst so schien, als würden Urlauber in Österreich und Brasilien Besseres vorhaben, zudem tat ein Magen-Darm-Virus sein Übriges. Doch pünktlich zum Spiel kamen auch die Urlauber zurück, und auch die Krankheit wurde besiegt. Kurzum: 14 Mann gegen die Magdeburger Garde. Beiden Teams war die Bedeutung des Spiel bewusst. Die Gäste starteten gut ins Spiel. Mit starken Aufschlägen machten sie uns das Leben schwer. Aber wie so oft in dieser Saison: Wir stabilisierten uns und kamen immer besser ins Spiel. Besonders im Angriff wurden wir besser und diktierten allmählich das Spiel. Verdient gewannen wir den ersten Satz mit 25:22. Das zweite Satz begann furios: mit einer 8:2-Führung für uns. Magdeburg kam aber wieder ins Spiel zurück und konnte zwischendurch ausgleichen. Doch die Gäste machten in der entscheidenden Phase viele einfache Fehler und spielten uns somit in die Karten – wiederum 25:22 für uns. Befreit und voll motiviert war dann der dritte Satz mit 25:14 schnell gegessen. Nun reisen wir nächste Woche mit voller Mannschaft zum CV Mitteldeutschland II.“

Auf Magdeburger Seite konstatierte man ernüchternd, dass „gegen den Spitzenreiter leider nicht viel zusammenlief“, wie Anja Bechmann berichtete. Vor allem im dritten Durchgang habe es an präzisen Aufschlägen und am Druck im Angriff gemangelt. Zudem habe eine zu hohe Eigenfehlerquote es dem Gastgeber leicht gemacht, einen klaren Satzgewinn (25:14) zu verbuchen. Magdeburgs Trainer Marko Schulz: „Es ist extrem schade, dass wir unsere Leistung nicht konsequent abrufen können. So haben wir es Schöneiche zeitweise viel zu einfach gemacht.“

Und was wäre, wenn der

Titelkampf noch aus dem Ruder läuft?

Wie geht es nun weiter? Die restlichen beiden Gegner Schöneiches mit CV Mitteldeutschland II (auswärts) und die Dessau Volleys (zu Hause) kommen aus Sachsen-Anhalt. Neben dem 2-Punkte-Vorsprung hat Schöneiche einen knappen Siegvorteil von 18:17. Das Restprogramm der Spandauer mit der SG Prieros/Königs Wusterhausen (auswärts) und dem MTV Mariendorf (zu Hause) könnte mit Prieros einen Stolperstein beinhalten.

Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass es am Ende zwischen beiden Mannschaften zum Punkt- und Sieggleichstand kommt, wenn Spandau zwei Siege mit sechs Punkten einfährt, Schöneiche aber nur noch einmal siegt und einmal 2:3 verliert. Dann würde nach der 2013 eingeführten Drei-Punkte-Wertung der bessere Satzquotient (gegebenenfalls auch der Ballquotient) über die Platzierung entscheiden. Das bisherige Subtraktionsverfahren wurde mit der neuen Regel durch das Divisionsverfahren abgelöst. Allerdings liegt in beiden Fällen im Augenblick Schöneiche mit dem besseren (weil höheren) Quotienten vorn!

Prenzlauer Berg verschaffte sich

im Kampf um den Klassenerhalt Luft

Der USC Magdeburg (40 Punkte), der nunmehr 12 Zähler hinter Schöneiche (52) und 10 Punkte hinter Spandau (50) liegt, wird also Kurs auf den dritten Meisterschaftsrang nehmen, hart bedrängt von der SG Prieros/Königs Wusterhausen (39) und dem USV Halle (36), die beide an diesem 20. Spieltag zu Hause erfolgreich waren: Prieros/Königs Wusterhausen gegen den SV Lindow-Gransee II mit 3:0 (20, 18, 18) und Halle im Sachsen-Anhalt-Derby gegen die Dessau Volleys mit 3:1 (21, 17, -23, 23).

Für Lindow-Gransee war es eine bittere Niederlage. Denn der Aufsteiger lag bis dato nach Punkten gleichauf mit dem Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg. Für beide geht es um den vor dem Abstieg ganz sicheren achten Tabellenplatz, den die Prenzelberger mit einem 3:0 (24, 26, 17)-Auswärtssieg beim Absteiger MTV Mariendorf nunmehr auf einen 3-Punkte-Vorsprung ausbauten – und das bei einem Spiel weniger.

Der neben dem SV Energie Cottbus und dem MTV Mariendorf feststehende dritte Direktabsteiger, der USV Potsdam, scheiterte zu Hause gegen den CV Mitteldeutschland II mit 2:3 (23, 16, -21, -22, -9) und dürfte damit – trotz des einen Punktgewinns - seine letzte Minichance auf eine Rettung verspielt haben.

Der BVV scheiterte erneut,

Entscheidung im Abstieg vertagt

Bei den Frauen war der Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III erneut spielfrei, so dass der Verfolger Berliner Vollballverein Vorwärts erneut in die Lage versetzt war, den 15-Punkte-Rückstand auf die bereits als Regionalmeister feststehenden Prenzelbergerinnen zu verringern. Aber mit der WSG Reform Magdeburg war der Auswärtsgegner kein leichter, denn die WSG-Frauen peilen den vor dem Abstieg ganz sicheren siebenten Tabellenplatz an, den vor diesem Spieltag VT Rudow-Altglienicke mit einem 1-Punkt-Vorsprung behauptete. Rudow-Altglienicke wiederum hatte im Heimspiel gegen den Tabellenletzten und Absteiger VSV Grün-Weiß 78 Erkner die leichtere Aufgabe zu lösen und konnte also seinen kleinen Trumpf weiter in der Hand behalten.

Da diese beiden einzigen Sonntagspiele zu unterschiedlichen Zeiten angepfiffen wurden – in Berlin-Adlershof um 12 Uhr und in Magdeburg um 15 Uhr -, konnte das vor Saisonbeginn neuformierte Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke sozusagen „vorlegen“ und damit den Siegdruck auf die Magdeburgerinnen erhöhen. Rudow-Altglienicke ließ denn auch gegen Erkner nichts anbrennen und siegte klar und deutlich mit 3:0 (15, 17, 12).

Wie würde die WSG Reform Magdeburg als Außenseiter gegen den Tabellenzweiten Berliner Volleyballverein Vorwärts antworten? Trotz eines 0:1-Satzrückstandes brachte die WSG-Frauen aus der Elbestadt den Berlinerinnen mit 3:1 (-23, 16, 23, 21) die sechste Saisonniederlage bei, so dass es beim 1-Punkt-Abstand zwischen VT Rudow-Altglienicke und der WSG Reform Magdeburg bleibt. Die Entscheidung ist also auf die letzten beiden Spieltage vertagt.

Für den BVV bedeutete die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen, dass der Abstand zu Prenzlauer Berg inzwischen auf 18 Punkte angewachsen ist und der BVV höllisch aufpassen muss, dass er nicht noch von dem auf der Lauer liegenden Tabellendritten USV Halle verdrängt wird. Die Hallenserinnen kamen beim 2:3 (15, 26, -19, -22, -13) im Heimspiel gegen die SG Einheit Zepernick wenigstens noch zu einem Punkt, nachdem sie die ersten beiden Sätze gewonnen hatten und schon wie der sichere Sieger aussahen. Dann aber gerieten sie auf die Verliererstraße.

In der Begegnung TSV Spandau 1860 kontra SV Energie Cottbus standen sich zwei bereits feststehende Direktabsteiger gegenüber. Die Spandauerinnen fertigten die Gäste beim 3:0 (7, 14, 18) geradezu ab. Ein eher peinlicher Auftritt der Lausitzerinnen bei ihrer 14. Saisonniederlage!

Die Spiele im Überblick

Männer, 20. Spieltag am 16. März 2019: TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus 3:0, MTV Mariendorf – SG Rotation Prenzlauer Berg 0:3, USV Halle – Dessau Volleys 3:1, USV Potsdam – CV Mitteldeutschland II 2:3. Am 17. März 2019: TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg 3:0, SG Prieros/Königs Wusterhausen – SV Lindow-Gransee II 3:0.

Frauen, 20. Spieltag am 16. März 2019: TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus 3:0, USV Halle – SG Einheit Zepernick 2:3. Am 17. März 2019: WSG Reform Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:1, VT Rudow-Altglienicke – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0.

Die nächsten Spiele bis zum Finale

Männer, 21. Spieltag am 23. März 2019: TSV Spandau 1860 – SG Prieros/Königs Wusterhausen, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Halle. Am 24. März 2019: Dessau Volleys – USV Potsdam, SV Energie Cottbus – MTV Mariendorf, USC Magdeburg – SV Lindow-Gransee II.

Männer, Nachholspiel (vom 15. Spieltag) am 30. März 2019: CV Mitteldeutschland II – SG Rotation Prenzlauer Berg.

Männer, 22. und letzter Spieltag am 6. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, USV Potsdam – SG Rotation Prenzlauer Berg, TSGL Schöneiche II – Dessau Volleys, SV Lindow-Gransee II – CV Mitteldeutschland II, SG Prieros/Königs Wusterhausen – USC Magdeburg, MTV Mariendorf – TSV Spandau 1860.

Frauen, Nachholspiel (vom 20. Spieltag) am 23. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – USC Magdeburg.

Frauen, 21. Spieltag am 23. März 2019: USV Halle – Berliner Volleyballverein Vorwärts, TSV Spandau 1860 – BBSC Berlin III, SG Einheit Zepernick – VT Rudow-Altglienicke. Am 24. März 2019: VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SV Energie Cottbus – WSG Reform Magdeburg.

Frauen, 22. und letzter Spieltag am 7. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, VT Rudow-Altglienicke – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SG Rotation Prenzlauer Berg III – SG Einheit Zepernick, BBSC Berlin III – USC Magdeburg, WSG Reform Magdeburg – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 21. Spieltag am 24. März 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

10.03.2019

Wochenumschau nach 19. Spieltag: Wie sehen die Konstellationen im Auf- und Abstieg drei Runden vorm Saisonfinale aus?

Nach dem 19. Spieltag in der Regionalliga Nordost und angesichts von nur noch drei Spieltagen bis zum Saisonfinale am 6. April (Männer) und 7. April (Frauen) rücken die Fragen nach den Aufstiegs- und Abstiegskandidaten noch stärker in den Fokus, wobei letztendlich die Antworten definitiv erst am 2. Mai 2019 feststehen.

Ausgangslage bei den Männern

Nach momentaner Faktenlage ist bei den Männern von einem Aufsteiger in die Dritte Liga Nord auszugehen. Mit der TSGL Schöneiche II, dem TSV Spandau 1860 und dem USC Magdeburg gäbe es drei potenzielle Anwärter. Für die auf Meisterkurs liegenden Schöneicher käme der Aufstieg allerdings nur in Betracht, wenn die in der Dritten Liga Nord spielende erste Mannschaft den Sprung in die 2. Bundesliga Nord wagen würde, für die sie sich zur Vorlizensierung entschlossen hat. Gegenwärtig ist Schöneiche drei Spieltage vor Schluss Tabellendritter, allerdings ist ein Bundesligaaufstieg eher unwahrscheinlich. Bei einem Verzicht kämen somit Spandau und Magdeburg als Drittliga-Aufsteiger in Betracht. Da aus der Dritten Liga Nord kein Nordost-Vertreter absteigt, wäre im Falle eines Aufstiegs von Spandau oder Magdeburg gegebenenfalls ein Staffelplatz frei.

Diese Konstellation hat folgenden Hintergrund: Bekanntlich spielt die Männerstaffel in dieser Saison ausnahmsweise mit 12 statt mit elf Mannschaften, weil dem ursprünglichen Absteiger MTV Mariendorf auf Beschluss des Regionalspielausschusses (RSA) ein Startplatz eingeräumt wurde. Um wieder auf die vor Jahren vom RSA beschlossene Staffelstärke von elf Mannschaften zu kommen, gäbe es also vier Direktabsteiger, die nach derzeitigem Stand der SV Energie Cottbus (12.), der MTV Mariendorf (11.) und der USV Potsdam (10.) wären. Hinzukäme als Vierter der SV Lindow-Gransee II (9.) oder die SG Rotation Prenzlauer Berg (8.), die nach dem 19. Spieltag punkt- und sieggleich sind. Die Prenzelberger sind allerdings mit einem Spiel in Rückstand und haben somit eine Chance mehr, um Punkte für den sicheren achten Tabellenplatz zu erkämpfen.

Unter der Voraussetzung, dass es aus den unterklassigen Landesligen (Berlin-Liga, Brandenburgliga, Landesoberliga Sachsen-Anhalt) drei Aufsteiger gibt, wäre demzufolge – wie eingangs erwähnt - ein Platz frei. Die Rechnung ginge so: 12 Teams minus ein Drittliga-Aufsteiger, minus vier Absteiger plus drei unterklassige Direktaufsteiger = 10 Teams. Somit würde bei weiteren Regionalliga-Bewerbern aus den unterklassigen Landesligen eine Relegationsrunde mit Teilnahme des besten Absteigers (Platz 9) gespielt. So gesehen haben Prenzlauer Berg als Achter und Lindow-Gransee als Neunter zwei Chancen, um dem Abstieg zu entgehen: erstens Rettung aus eigener Kraft auf den Nichtabstiegsplatz 8 oder zweitens als Tabellenneunter Klassenverbleib über den Umweg der Relegation.

Schöneiche wahrte 2-Punkte-Vorsprung

An der Situation hat sich bei den Männern am 19. Spieltag mit den siegreichen Auswärtsauftritten des führenden Duos nichts geändert, wobei die Begegnungen mit Schöneiche gegen Lindow-Gransee und Spandau gegen Prenzlauer Berg zugleich Fernduelle der beiden gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften waren. Schöneiche behauptete mit 3:0 (23, 17, 20) gegen Lindow-Gransee seinen knappen 2-Punkte-Vorsprung auf Spandau, das sich gegen Prenzlauer Berg mit 3:1 (21, 20, -20, 15) durchgesetzt hatte. Am nächsten Spieltag trifft Schöneiche zu Hause auf den auf den Aufstieg ambitionierten USC Magdeburg, der zuletzt zum 3:1 (17, 21, -25, 21)-Heimerfolg über den USV Potsdam, der mit dieser Niederlage nur noch theoretisch vor dem Abstieg zu retten wäre, gekommen war. Spandau hat dagegen nach der Papierrechnung mit dem Heimgegner SV Energie Cottbus die leichtere Hürde zu überspringen. Kommt es womöglich kurz vor Toresschluss doch noch zu einem Wechsel an der Tabellenspitze?

Auch für die beiden Verlierer Prenzlauer Berg und Lindow-Gransee, die beide um den rettenden Nichtabstiegsplatz kämpfen, ist es beim Punkt- und Sieggleichstand geblieben, wobei die Prenzelberger den Vorteil eines noch ausstehenden Nachholspiels vom 15. Spieltag am 30. März 2019 beim CV Mitteldeutschland II auf ihrer Seite haben.

Der USV Halle rutschte durch eine 0:3 (-20, -22, -15)-Niederlage bei CV Mitteldeutschland II auf den fünften Tabellenplatz ab und musste der SG Prieros/Königs Wusterhausen, die beim Schlusslicht SV Energie Cottbus mit 3:1 (12, 17, -27, 21) gewann, den Vortritt lassen. Weiterhin Sechster sind die Dessau Volleys, die gegen den Absteiger MTV Mariendorf zum 3:1 (13, -22, 21, 21)-Heimerfolg kamen.

Ausgangslage bei den Frauen

Bei den Frauen, die in einem 11er-Feld spielen, könnte der Umstand eintreten, dass am Saisonende keiner in die Dritte Liga Nord aufsteigt - weder der schon feststehende Meister SG Rotation Prenzlauer Berg III, dessen zweite Vereinsmannschaft bereits in dieser Spielklasse vertreten ist, noch die souveränen Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts und USV Halle. Definitive Entscheidungen beim BVV und in Halle liegen derzeit nicht vor, wobei noch am ehesten aus Halle ein Aufstiegssignal zu erwarten wäre.

Aus der Dritten Liga Nord steigt das Schlusslicht SC Potsdam II, das einen Spieltag vor Saisonende als Absteiger bereits feststeht, ab. Es ist also davon auszugehen, dass es keinen Drittliga-Aufsteiger, aber einen Drittliga-Absteiger gibt, so dass die Staffel mit zwölf statt elf Teams besetzt wäre. Genau deswegen ist im Saisonverlauf immer wieder darauf hingewiesen worden, dass es neben den drei Direktabsteigern, die inzwischen mit VSV Grün-Weiß 78 Erkner (11.), SV Energie Cottbus (10.) und TSV Spandau 1860 (9.) feststehen, noch einen zusätzlichen vierten Absteiger geben könnte. Das würde die WSG Reform Magdeburg (8.) oder VT Rudow-Altglienicke (7.) treffen, die beide nach wie vor nur ein Punkt trennt.

Das muss aber nicht so kommen angesichts der gegenwärtigen Ungewissheit, ob aus den unterklassigen Ligen auch tatsächlich drei Mannschaften für die Regionalliga melden. Träfe das ein, hätte der vermeintliche vierte Absteiger gute Karten, um in der Regionalliga zu bleiben. Es gäbe also folgende denkbaren Rechnungen für die 11er-Staffel: ein Drittliga-Absteiger, kein Regionalliga-Aufsteiger, vier Regionalliga-Absteiger, drei unterklassige Direktaufsteiger = 11 Mannschaften. Oder: ein Drittliga-Absteiger, ein Drittliga-Aufsteiger, drei Regionalliga-Direktabsteiger, nur zwei statt drei unterklassige Direktaufsteiger = 10 Mannschaften, womit es sogar noch einen freien Regionalligaplatz gäbe. Doch wie gesagt: Ein Schlussstrich wird erst am 2. Mai 2019 gezogen!

Verfolger BVV verkürzte Rückstand

Was hat sich bei den Frauen mit dem 19. Spieltag verändert? Da der Spitzenreiter Prenzlauer Berg III spielfrei war, konnte der zuletzt unerwartet mit 0:3 beim Absteiger SV Energie Cottbus gescheiterte Tabellenzweite Berliner Volleyballverein Vorwärts nach Punkten wieder näher an die Prenzelbergerinnen heranrücken. Dafür war aber ein Sieg zu Hause gegen den Abstiegskandidaten TSV Spandau 1860 notwendig. Für die BVV-Frauen schien das aber in weite Ferne zu rücken, denn sie lagen schon 0:2 zurück, wendeten aber noch das Blatt mit drei Satzgewinnen in Folge. Mit dem 3:2 (-17, -18, 18, 23, 13)-Sieg verringerte sich der Rückstand auf den Spitzenreiter von 15 auf 13 Punkte.

Auch der drittplatzierte USV Halle hatte mit dem VSV Grün-Weiß 78 Erkner einen Absteiger zum Gegner – allerdings im Auswärtsspiel. Mit dem erwartungsgemäßen 3:0 (13, 11, 18)-Erfolg bleiben die Hallenserinnen (33 Punkte) auf Tuchfühlung zum BVV (35 Punkte). Der Tabellendritte USC Magdeburg (29 Punkte) verpasste dagegen die Chance, mit einem Heimsieg über das Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke weiterhin engen Kontakt nach vorn zu halten. Rudow-Altglienicke, das aus eigener Kraft den sicheren Nichtabstiegsplatzes (Rang 7) behaupten will, kam in Magdeburg zum umkämpften 3:2 (16, 21, 23, -22, 16)-Auswärtssieg und liegt damit weiterhin vor der WSG Reform Magdeburg, die bei der SG Einheit Zepernick nach einem 0:2-Satzückstand ebenfalls noch mit 3:2 (-22, -18, 16, 20, 12) gewinnen konnte. Beide Teams liegen aber nur einen Punkt auseinander, wobei sich Magdeburg gegenüber Rudow-Altglienicke im Falle einer Punktgleichheit auf einen 9:8-Siegvorteil stützen kann!

Wichtige Termine im Überblick

Angesichts der geschilderten Sachlagen bei den Männern und Frauen sollten alle Beteiligten die nachfolgend aufgeführten wichtigen Termine im Blick haben:

31. März 2019: Meldeschluss für Aufstiegsabsicht zur Regionalliga 2019/2020

31. März 2019: Meldeschluss für Aufstiegsabsicht Dritte Liga Nord 2019/2020

2. Mai 2019: Meldeschluss zur Regionalliga Nordost 2019/2020

4. Mai 2019: Relegation in Sachsen-Anhalt zur Regionalliga der Männer

5. Mai 2019: Relegation in Brandenburg zur Regionalliga der Frauen

Die Spiele im Überblick

Männer, 19. Spieltag am 9. März 2019: SV Energie Cottbus – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, CV Mitteldeutschland II – USV Halle 3:0, SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860 1:3. Am 10. März 2019: SV Lindow-Gransee II – TSGL Schöneiche II 0:3, USC Magdeburg – USV Potsdam 3:1, Dessau Volleys – MTV Mariendorf 3:1.

Frauen, 19. Spieltag am 9. März 2019: SG Einheit Zepernick – WSG Reform Magdeburg 2:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1860 3:2. Am 10.März 2019: USC Magdeburg – VT Rudow-Altglienicke 2:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – USV Halle 0:3.

Die Spiele bis zum Saisonfinale

Männer, 20. Spieltag am 16. März 2019: TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus, MTV Mariendorf – SG Rotation Prenzlauer Berg, USV Halle – Dessau Volleys, USV Potsdam – CV Mitteldeutschland II. Am 17. März 2019: TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg, SG Prieros/Königs Wusterhausen – SV Lindow-Gransee II.

Männer, 21. Spieltag am 23. März 2019: TSV Spandau 1860 – SG Prieros/Königs Wusterhausen, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Halle. Am 24. März 2019: Dessau Volleys – USV Potsdam, SV Energie Cottbus – MTV Mariendorf, USC Magdeburg – SV Lindow-Gransee II.

Männer, Nachholspiel (vom 15. Spieltag) am 30. März 2019: CV Mitteldeutschland II – SG Rotation Prenzlauer Berg.

Männer, 22. und letzter Spieltag am 6. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, USV Potsdam – SG Rotation Prenzlauer Berg, TSGL Schöneiche II – Dessau Volleys, SV Lindow-Gransee II – CV Mitteldeutschland II, SG Prieros/Königs Wusterhausen – USC Magdeburg, MTV Mariendorf – TSV Spandau 1860.

Frauen, 20. Spieltag am 16. März 2019: TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus, USV Halle – SG Einheit Zepernick. Am 17. März 2019: WSG Reform Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts, VT Rudow-Altglienicke – VSV Grün-Weiß 78 Erkner.

Frauen, Nachholspiel (vom 20. Spieltag) am 23. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – USC Magdeburg.

Frauen, 21. Spieltag am 23. März 2019: USV Halle – Berliner Volleyballverein Vorwärts, TSV Spandau 1860 – BBSC Berlin III, SG Einheit Zepernick – VT Rudow-Altglienicke. Am 24. März 2019: VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SV Energie Cottbus – WSG Reform Magdeburg.

Frauen, 22. und letzter Spieltag am 7. April 2019: USV Halle – SV Energie Cottbus, VT Rudow-Altglienicke – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SG Rotation Prenzlauer Berg III – SG Einheit Zepernick, BBSC Berlin III – USC Magdeburg, WSG Reform Magdeburg – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 20. Spieltag am 17. März 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

03.03.2019

Wochenumschau nach 18. Spieltag: Prenzlauer Bergs Frauen vorzeitig Meister - Kostet Schöneiches Männer der Fehltritt der Titel?

Aktualisierte Fassung - Montag, 4. März 2019 um 18.30 Uhr

Erneut hatte die Regionalliga Nordost pausiert. Nach dem 17. Spieltag wurde die Saison regulär erst am 2./3. März 2019 mit dem 18. Spieltag fortgesetzt. In der Zeit dazwischen gab es vor einer Woche ein Nachholspiel bei den Männern sowie zwei vorgezogene Partien bei den Frauen. Mit Abschluss der 18. Punkterunde liegen vor den Regionalligisten nunmehr nur noch vier Spieltage. Die Devise ist also klar: Volle Konzentration auf den Saisonendspurt. Aber schon dieser 18. Spieltag hatte es in sich. Während sich die Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg III vorzeitig den Meistertitel erkämpften, ist die Meisterschaft bei den Männern durch einen Fehltritt von Schöneiche wieder völlig offen. Auch im Kampf um den Klassenerhalt werden die Karten teilweise neu gemischt. Wie sehen die Trainer vor dem Saisonendspurt die Situation um Aufstieg und Abstieg?

Spandau bedrängt im Titelkampf

Schöneiche und will nach oben

Bei den Männern hatte Trainer René Jerratsch vom Spitzenreiter TSGL Schöneiche II jüngst signalisiert, dass sich „die Mannschaft die einmalige Chance zum Gewinn des Meistertitels nicht entgehen lassen will“. Zu diesem Zeitpunkt besaßen die Schöneicher einen komfortablen 5-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger TSV Spandau. Es schien, als hätten die Schöneicher bei noch vier ausstehenden Spielen gegen SV Lindow-Gransee II (auswärts), USC Magdeburg (zu Hause), CV Mitteldeutschland II (auswärts) und am Finaltag gegen die Dessau Volleys (zu Hause) den Meistertitel ganz fest im Visier. Das ist über Nacht plötzlich ein wenig anders geworden. Denn ausgerechnet zu Hause unterlag Schöneiche dem Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen und kassierte mit dem 0:3 (-27, -17, -11) die zweite Saisonniederlage. Dabei glich der dritte Satz einem Offenbarungseid. Kostet den Schöneichern diese Niederlage womöglich die fast sichere Meisterschaft?

Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt konstatierte nach der Niederlage ernüchternd: „Prieros hat uns vollkommen überrollt und machte das beste Spiel der Saison. Nur im ersten Satz spielten wir mit. Glückwünsche an Prieros. Vielleicht war es ein kleiner Weckruf an Schöneiche. Noch haben wir es in der Hand, Meister zu werden.“

Die Folge dieser Schlappe: Die Spandauer, die sich zu Hause gegen die Dessau Volleys klar mit 3:0 (13, 16, 20) durchsetzen konnten, verkürzten ihren Rückstand auf zwei Punkte, wobei Schöneiche nach Siegen mit 16:15 im Vorteil liegt. Aber schon eine 2:3-Niederlage macht alle Vorteile zu Makulatur. Unter diesen neuen Vorzeichen werden sich die Spandauer nicht mehr mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Da nicht genau feststeht, ob Schöneiche im Fall des Falles als Meister überhaupt in die Dritte Liga Nord aufsteigen will, kommt nun noch stärker als bisher Spandau ins Spiel. Würden die Spandauer, die letzte Saison aus der Dritten Liga abgestiegen waren, überhaupt die Aufstiegsoption wahrnehmen? Dazu gibt es von Spandauer Seite inzwischen eine knappe, aber klare Aussage, die Sebastian Salb so auf den Punkt bringt: „Wir möchten vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen und in die Dritte Liga aufsteigen, wenn möglich.“

In Magdeburg schon erste Gespräche

mit dem Management über den Aufstieg

Und der USC Magdeburg, der als gegenwärtiger Tabellendritter neuerdings eine Rückkehr in die Dritte Liga ins Spiel gebracht hat? Die Magdeburger mussten im Sachsen-Anhalt-Derby beim Aufsteiger USV Halle eine harte Nuss knacken. Das Hinspiel hatten sie zu Hause in drei Sätzen gewonnen. Nun peilte das Team um Kapitän Lorenz Teege gegen den Tabellennachbarn einen erneuten Sieg auch auswärts an. Die Spielvorbereitung war höchst akribisch. Im Training wurde viel an der Ballsicherheit gearbeitet, und mittels Videoanalyse des Hinspiels wollte man sich taktisch auf den Gegner einstellen. „Unser Ziel ist, das Derby zu gewinnen und damit unsere Platzierung unter den besten drei abzusichern“, so Trainer Marko Schulz.

Doch diese Pläne durchkreuzten die Hallenser, die einen 3:0 (21, 22, 14)-Heimerfolg feierten. Trainer Marko Schulz hielt sich nach dem Schlusspfiff nicht mit Kritik zurück: "Im dritten Durchgang lief kaum noch etwas zusammen. Von Anfang an war keine Spannung in den Aktionen und kein Aufbäumen erkennbar. Der Wille zum Sieg hat deutlich gefehlt. Mit einer solchen Einstellung kann man nicht in ein Regionalligaspiel und schon gar nicht in ein Derby gehen. In dem Spiel fehlte es an Allem. Damit haben wir es Halle sehr leicht gemacht.“

Die Magdeburger bleiben trotz der Niederlage Dritter (37 Punkte), gefolgt von Halle und Prieros/Königs Wusterhausen (je 33 Punkte), aber der Rückstand von sieben Punkten auf Spandau macht die Vizemeisterschaft zur Illusion. Doch was passiert, wenn Schöneiche nicht aufsteigen kann und Spandau letztendlich doch nicht aufsteigen will? Magdeburgs Trainer Marko Schulz: „Wir denken von Spiel zu Spiel. Das sportliche Ziel heißt, dass wir den dritten Platz sichern wollen. Das könnte dann unter Umständen einen Aufstieg bzw. die Teilnahme an der Relegation zur Dritten Liga ermöglichen. Mit dem Management des Vereins sind diesbezüglich bereits Gespräche gelaufen. Nach dem Spiel in Halle wird sich das Team zusammensetzen, Situation und Perspektiven der einzelnen Spieler besprechen. Danach wird es eine Entscheidung geben, ob wir in Richtung Dritte Liga denken oder nicht.“

Wer muss als Viertletzter absteigen:

Prenzlauer Berg oder Lindow-Gransee?

Mit der Abstiegszone hatten wir uns schon in der letzten Wochenumschau detailliert beschäftigt. Die Kernaussage war: Mit der SG Rotation Prenzlauer Berg, dem SV Lindow-Gransee II und dem USV Potsdam kämpfen drei Mannschaften um den rettenden achten Tabellenplatz, den nach wie vor Prenzlauer Berg einnimmt. Am 18. Spieltag behaupteten die Prenzelberger mit einem hart erkämpften 3:0 (23, 23, 22)-Sieg beim Schlusslicht SV Energie Cottbus den achten Rang. Aber Lindow-Gransee, das vor einer Woche in einem Nachholspiel vom 14. Spieltag in Cottbus mit 3:1 (28, -11, 1, 22) erfolgreich war, punktete weiter und liegt nach dem hoch wichtigen 3:1 (-23, 20, 16, 22)-Auswärtssieg gegen den USV Potsdam nunmehr gleichauf mit Prenzlauer Berg (je 20 Punkte). Bitter für die Potsdamer, deren Aussichten auf den Nichtabstiegsplatz angesichts eines 6-Punkte-Rückstandes auf ein Minimum gesunken sind.

Aus dem Trio im Rettungskampf ist also ein Duo geworden: Prenzlauer Berg oder Lindow-Gransee – wer rettet sich? Torsten Spiller, Spielertrainer bei Lindow-Gransee, reagiert gelassen: „Was gibt es da zu hoffen oder zu erwarten? Natürlich hoffen wir darauf, den achten Platz zu erreichen. Aber unser Restprogramm ist eher schwierig. Denn wir treffen noch zu Hause auf Schöneiche sowie auswärts auf Prieros/Königs Wusterhausen und USC Magdeburg und empfangen zum Schluss Mitteldeutschland. Der neunte Platz, den wir derzeit belegen und der den Abstieg bedeuten würde, ist wohl eher realistisch.“

Bliebe schließlich noch der Heimauftritt des Absteigers MTV Mariendorf gegen CV Mitteldeutschland II zu erwähnen. Die Mariendorfer waren beim 0:3 (-19, -18, -14) weitgehend chancenlos. Ihr Abstiegsschicksal ist ohnehin besiegelt, während Mitteldeutschland im gesicherten Mittelfeld liegt und auf jeden Fall eine bessere Saison spielt als noch vor einem Jahr.

Prenzlauer Berg vorzeitig Frauenmeister,

aber wer übernimmt das Aufstiegsrecht?

Bei den Frauen trat der zuletzt spielfreie souveräne Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III wieder in Aktion, und das gleich zweimal auf heimischem Parkett. Gegner am 18. Spieltag war der BBSC Berlin III, der eine Woche zuvor in einem vorgezogenen Spiel vom 19. Spieltag beim Tabellenvorletzten SV Energie Cottbus mit 3:2 (20, 24, -27, -20, 14) siegreich war. Einmal mehr setzten sich die Prenzelbergerinnen auch gegen den BBSC mit 3:0 (19, 14, 14) durch. Einen Tag später waren sie im Nachholspiel vom 17. Spieltag gegen VT Rudow-Altglienicke ebenfalls mit 3:0 (21, 19, 15) siegreich.

Angesichts ihres inzwischen auf 15 Punkte (!) angewachsenen Vorsprungs auf den Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts, der allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat, ist der Meistertitel vorzeitig vergeben. Selbst wenn Prenzlauer Berg alle drei noch ausstehenden Spiel verlieren und der BVV seinen vier Partien ausnahmslos gewinnen würde, hätten die Prenzelbergerinnen noch einen Vorsprung von drei Punkten. Für die Frauen des Berliner Traditionsvereins ist es nach 2009, dem Hattrick von 2013 bis 2015 sowie zuletzt 2018 die sechste regionale Meisterschaft. Gratulation! Das hat noch kein anderer Regionalligist geschafft!

Da die Spannung aus dem Titelkampf raus ist, geht es für den Verfolger BVV um die Vizemeisterschaft. Doch das BVV-Team ist mittlerweile ins Straucheln geraten. Nachdem in der 17. Punkterunde unerwartet mit 1:3 beim BBSC Berlin III drei Punkte eingebüßt wurden, gab es am 18. Spieltag eine weitere Niederlage mit 0:3 (-25, -13, -13) beim Tabellenvorletzten und feststehenden Absteiger SV Energie Cottbus.

BVV-Trainer Jörg Papenheim war vor dem Auftritt seiner Mannschaft in Cottbus „mit dem Saisonverlauf außerordentlich zufrieden, insbesondere mit der Hinrunde“, wie er betonte. Dabei hob er vor allem hervor: „Meine Spielerinnen haben schon letzte Saison sehr intensiv an ihrer Athletik und dem neuen Spielkonzept gearbeitet. Dies hat sich schon in der Rückrunde 2017/2018 ausgezahlt und fand ihre Fortsetzung in der Hinrunde 2018/2019. Leider muss die Mannschaft seit Anfang Dezember 2018 mit dem Ausfall von drei Stammspielerinnen bis zum Saisonende umgehen. Darüber hinaus bringen uns individuelle Urlaubsplanungen sowie Verletzungen momentan hart an den Rand der Spielfähigkeit und limitieren unsere Möglichkeiten erheblich. Daher müssen wir auch unsere Planung für die Restsaison entsprechend anpassen. Wenn wir es schaffen, sechs Punkte aus den verbleibenden fünf Spielen zu erzielen, ist dies unter den gegebenen Umständen schon ein Erfolg. So gesehen kommt dem Spiel gegen Cottbus mit dem letzten Aufgebot besondere Bedeutung zu. Wir wollen punkten.“ Auch wenn daraus nichts wurde, ist die Vizemeisterschaft (33 Punkte) – zwar hart bedrängt vom USV Halle (30 Punkte) – durchaus in greifbarer Nähe. Was im Falle des möglichen Aufstiegsrechts in die Dritte Liga Nord passiert, hält sich der Coach mit einer konkreten Aussage (noch) zurück. „Wir besprechen das bei Zeiten sowohl mannschaftsintern als auch mit unserem Verein.“

Der Aufsteiger USC Magdeburg

sieht für sich keine Aufstiegsoption

Ein weiterer Aufstiegsmitbewerber wäre statistisch gesehen neben dem USV Halle (30 Punkte) auch der USC Magdeburg (29 Punkte), der schon vor einer Woche in einem vorgezogenen Spiel vom 18. Spieltag herausgefordert war. Dabei ging es auswärts im umkämpften Sachsen-Anhalt-Derby gegen den USV Halle. Die Hallenserinnen feierte trotz eines 0:2-Satzrückstandes am Ende mit 3:2 (-23, -23, 15, 17, 12) einen Heimsieg und überflügelten damit den Tabellendritten, der mit einem dezimierten Kader mit nur neun Spielerinnen um das bestmögliche Ergebnis kämpfte, was am Ende mit dem einen Punkt auch gelang. „Wir haben als Aufsteiger gegen Halle, das letztes Jahr souverän auf Platz drei die Saison beendet hatte, zwar verloren, aber einen wichtigen Punkt mitgenommen. Letztendlich ist uns der schmale Kader zum Verhängnis geworden“, meinte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann, die auf eine erfolgreiche Saison des Aufsteigers zurückblickt: „Bisher läuft die Saison ganz gut. Wir denken von Spieltag zu Spieltag und wollen so viele Punkte wie möglich sammeln, um im ersten Jahr in der Regionalliga die Klasse zuhalten. So gesehen denken wir auch nicht an einen Aufstieg, selbst wenn es am Saisonende von der Platzierung her womöglich diese Option gäbe. Unser primäres Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt.“ Und der ist für die am 18. Spieltag spielfreien Elbestädterinnen, die durch die Niederlage auf den vierten Rang zurückfielen, nur noch theoretisch gefährdet.

Optimismus bei WSG Reform Magdeburg:

„Für Abgesänge ist es viel zu früh“

Ab Platz sieben beginnt de facto die Abstiegszone. Dabei ist zumindest insofern klar, dass als Direktabsteigern mit dem TSV Spandau 1860 (9.), dem SV Energie Cottbus (10.) und dem VSV Grün-Weiß 78 Erkner (11.) drei feststehen, woran im Falle der Spandauerinnen deren 3:1 (23, -18, 23, 24)-Heimsieg über Zepernick daran nichts ändert. Sechs Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz von Rudow-Altglienicke sind zu viel.

Bleibt die Frage nach einem vierten Absteiger: VT Rudow-Altglienicke (7.) oder WSG Reform Magdeburg (8.)? Die zu Saisonbeginn aufgestiegene WSG Reform Magdeburg hat tatsächlich noch Chancen, nicht wieder in die Landesoberliga von Sachsen-Anhalt zurückkehren zu müssen. Da Rudow-Altglienicke gegen den Spitzeneiter aus Prenzlauer Berg mit 0:3 unterlag und Reform Magdeburg zu Hause gegen das sieglose Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner mit einem 3:1 (10, -22, 17, 11) drei wichtige Punkte erkämpfte, verringerte sich der ursprüngliche 4-Punkte-Rückstand der Magdeburgerinnen auf Rudow-Altglienicke auf einen Zähler. Bei vier noch ausstehenden Spielen ist also noch alles drin!

Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind jedenfalls beim WSG-Team beträchtlich gestiegen. Trainer Frank Weißleder sieht die Situation so: „Grundsätzlich besteht natürlich die Hoffnung, die Klasse zu halten, was ja auch dem gemeinsam formulierten Saisonziel entspricht. Nur wusste natürlich zum damaligen Zeitpunkt niemand etwas von eventuell vier statt drei Absteigern. Bei der Leistungsdichte im Mittelfeld trifft es unter diesen Umständen am Ende einige Teams unerwartet - womöglich auch uns. Mit der Hinrunde und Platz fünf war ich sehr zufrieden. Wir haben auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften wie USV Halle, BBSC Berlin III und SG Einheit Zepernick Punkte sammeln können. Leider waren aufgrund einiger Verletzungen zusätzlich zu den durch Schwangerschaft pausierenden Spielerinnen immer wieder Umstellungen erforderlich. Das führte zu fehlender Leistungskonstanz. Dieses Manko versuchen wir durch entsprechenden Kampfgeist zu kompensieren. Wenn uns das auch im weiteren Saisonverlauf gelingt, traue ich uns Einiges zu. Auf jeden Fall ist es für Abgesänge noch viel zu früh!“

Steigen überhaupt vier

Frauenmannschaften ab?

Eigentlich gibt es bei den Frauen nur drei Direktabsteiger, wie die Regionalspielordnung vorsieht. Nach Lage der Dinge kommt allerdings am Ende dieser Saison der SC Potsdam II aus der Dritten Liga Nord in die Regionalliga zurück. Daraus ergäbe sich zunächst einmal, dass aus der Regionalliga eine vierte Mannschaft absteigen müsste. Aber bekanntlich gibt es hierbei viele Unwägbarkeiten. Dazu gehört, ob es aus den drei Landesligen von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt auch tatsächlich drei Aufstiegsbewerber gibt. Es könnte also durchaus sein, dass ein Platz in der Frauenstaffel frei wäre, so dass nicht zwangsläufig eine vierte Mannschaft die Spielklasse verlassen müsste. So gesehen wären die WSG Reform Magdeburg wie auch VT Rudow-Altglienicke gerettet. Aber das alles steht definitiv erst am 2. Mai 2019 fest. Bis dahin heißt es nicht nur, Geduld zu üben, sondern auch alle Unwägbarkeiten im Blick zu haben...

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel (vom 14. Spieltag) am 24. Februar 2019: SV Energie Cottbus – SV Lindow-Gransee II 1:3.

Männer, 18. Spieltag am 2. März 2019: TSGL Schöneiche II – SG Prieros/Königs Wusterhausen 0:3, TSV Spandau 1860 – Dessau Volleys 3:0, MTV Mariendorf – CV Mitteldeutschland II 0:3, USV Halle – USC Magdeburg 3:0, USV Potsdam – SV Lindow-Gransee II 1:3. Am 3. März 2019: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg 0:3.

Frauen, vorgezogenes Spiel (vom 18. Spieltag) am 23. Februar 2019: USV Halle – USC Magdeburg3:2. Vorgezogenes Spiel (vom 19. Spieltag) am 24. Februar 2019: SV Energie Cottbus – BBSC Berlin III 2:3

Frauen, Nachholspiel (vom 17. Spieltag) am 3. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg – VT Rudow-Altglienicke 3:0.

Frauen, 18. Spieltag am 2. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – BBSC Berlin III 3:0, TSV Spandau 1860 – SG Einheit Zepernick 3:1.b> Am 3. März 2019: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, WSG Reform Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1.

Nächste Spiele

Männer, 19. Spieltag am 9. März 2019: SV Energie Cottbus – SG Prieros/Königs Wusterhausen, CV Mitteldeutschland II – USV Halle, SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860. Am 10. März 2019: SV Lindow-Gransee II – TSGL Schöneiche II, USC Magdeburg – USV Potsdam, Dessau Volleys – MTV Mariendorf.

Frauen, 19. Spieltag am 9. März 2019: SG Einheit Zepernick – WSG Reform Magdeburg, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1960. Am 10.März 2019: USC Magdeburg – VT Rudow-Altglienicke, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 19. Spieltag am 10. März 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

17.02.2019

Wochenumschau nach 17. Spieltag: Rette sich, wer kann! Prenzlauer Berg, Potsdam oder Lindow-Gransee?

Nach der durch die Winterferien bedingten Pause setzte die Regionalliga Nordost ihre 28. Saison mit dem 17. Spieltag fort. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen konzentriert sich weiterhin alles vornehmlich auf die nach wie vor offene Titelvergabe und den Klassenerhalt, der in dieser Saison besonders umkämpft ist, dieweil es nach Lage der Dinge in beiden Staffeln vier statt drei Direktabsteiger geben wird. Nach diesem 17. Spieltag tritt erneut eine Spielpause ein, ehe die Saison mit dem 18. Spieltag am 2./3. März 2019 fortgesetzt wird. Mal sehen, was uns dann alles erwartet…

Schöneiches Trainer René Jerratsch:

„Spekulationen nicht relevant“

Bei den Männern war der Spitzenreiter TSGL Schöneiche II mit einem soliden 5-Punkte-Vorsprung vor dem Verfolger TSV Spandau 1860 in die kurze Winterpause gegangen. Allerdings trafen die Schöneicher im Heimspiel am 17. Spieltag auf den gegen den Abstieg kämpfenden USV Potsdam, der mit Siegen in den zurückliegenden beiden Spielrunden (3:1 zu Hause gegen USV Halle und 3:2 beim MTV Mariendorf) der Konkurrenz im Abstiegskampf signalisiert hatte: Wir leben noch und haben uns noch nicht aufgegeben! Doch realistisch betrachtet hätte schon ein Wunder geschehen müssen, wenn sich die zu Hause ungeschlagenen Gastgeber, die überhaupt erst ein Saisonspiel mit 1:3 Mitte Januar in Spandau verloren hatten, ausgerechnet von den Potsdamern Punkte wegnehmen lassen würden. Am Ende kam es wie erwartet: Schöneiche setzte sich mit eindeutigen Satzständen ohne Satzverlust mit 3:0 (15, 17, 14) durch. Der Gastgeber startete gut in die Partie und gewann ohne Probleme den ersten Satz. Die Potsdamer wehrten sich im zweiten Satz und hielten Schöneiche über weite Strecken auf Trab. Bis zum 14:14 war es ein Spiel auf Augenhöhe. Dann legten die Randberliner noch einmal zu und fertigten den Gegner mit 25:17 ab. Danach setzte der Gastgeber dort fort, wo er aufgehört hatte, und machte mit dem 25:14 das 3:0 perfekt.

Der Höhenflug der Schöneicher in Richtung Meistertitel geht also weiter, denn fünf Spieltage vor Saisonschluss bleibt es beim 5-Punkte-Vorsprung. Nicht allzu viel, aber immerhin! Wie schätzt Schöneiches Trainer René Jerratsch die Lage bei den Randberlinern ein: „Wir haben bisher als zweite Mannschaft eine grandiose Saison gespielt. Natürlich kommt das nicht ganz unerwartet, da wir als Team einfach super gut funktionieren und wir punktuelle Verstärkungen aus der sehr starken Jugend erhalten haben. Trotzdem sind wir positiv überrascht, dass wir im Moment mit fünf Punkten Vorsprung Tabellenführer sind. Nun haben wir die für uns vielleicht einmalige Chance, die Meisterschaft zu holen. Dafür heißt es aber gerade jetzt noch einmal Konzentration, Trainingsfleiß, Trainingsehrgeiz und Selbstdisziplin zu halten oder sogar zu erhöhen, damit wir dieses Ziel gemeinsam realisieren können. Gerade aus diesem Grund sind für uns Spekulationen über die kommende Saison nicht relevant. Wir genießen den Augenblick.“

Stichwort Spekulationen: Dahinter steckt eine denkbare Option. Denn die in der Dritten Liga Nord spielende erste Mannschaft von Schöneiche reichte unlängst den Vorlizensierungsantrag für die 2. Bundesliga Nord ein. Damit tauchte zwangsläufig die Frage auf: Würde im Fall des Falles, dass Schöneiche in die 2. Bundesliga geht, die zweite Mannschaft als potenzieller Meister ihr Aufstiegsrecht für die Dritte Liga Nord wahrnehmen? Dazu René Jerratsch: „Es ist richtig, dass es die sportliche Möglichkeit eines Aufstiegs geben könnte. Jedoch kommen weitere Gegebenheiten hinzu, die zunächst abgestimmt werden müssen. Damit wird sich unser Vorstand auseinandersetzen und gemeinsam mit uns zu gegebener Zeit das Gespräch suchen.“ Mit einem Wort: Alles noch Zukunftsmusik und tatsächlich reine Spekulation. Nur in einem Punkt wird in Schöneiche nicht spekuliert: Die Mannschaft will den Meistertitel!

Überraschend neue Töne aus

dem Umfeld des USC Magdeburg

An der Spitze der Regionalliga ist es auch nach diesem 17. Spieltag wie seit Wochen: Hinter Schöneiche (46 Punkte) ist der TSV Spandau 1860 (41) der erste Verfolger, gefolgt vom USC Magdeburg (37). Beide Verfolgerteams lösten ihre Aufgaben problemlos. Spandau schlug Gastgeber CV Mitteldeutschland II mit 3:1 (23, 21, -25, 21, und Magdeburg war zu Hause mit einem glatten 3:0 (20, 18, 16) über den Fast-Absteiger MTV Mariendorf erfolgreich. Magdeburgs Trainer Marko Schulz resümierte nach dem Spiel: „Die Jungs haben zwar keine Glanzleistung aufs Parkett gebracht, aber in knappen Situation und bei langen Ballwechseln konnten sie überzeugen.“

Im Vorfeld der Partie gegen den Tabellenvorletzten hatten völlig neue Töne aus Magdeburg aufhorchen lassen. „Für uns ist das ein Pflichtspiel“, hatte der Coach Marko Schulz vor dem Anpfiff geäußert und aufschlussreich hinzugefügt: „Es ist ein Spiel, das Punkte einbringen muss, damit der Abstand nach oben nicht zu groß wird und es immer noch eine Optionen in Richtung Dritte Liga geben kann.“ Die Lesart ist unzweideutig: Die Magdeburger wollen sich ganz offensichtlich die Möglichkeit des Aufstiegs offen halten. Bis dato hatte es geheißen, dass man eine Rückkehr in die Dritte Liga Nord ziemlich ausschließe. Doch auch hier gilt wie für Schöneiche: Abwarten!

Trio mit Prenzlauer Berg, Potsdam

und Lindow-Gransee auf Rettungskurs

Neben der Titelvergabe steht der Kampf um den Klassenerhalt in dieser Saison unter ganz besonderen Vorzeichen, weil diesmal vier statt drei Mannschaften absteigen. Nicht mehr zu retten ist das Schlusslicht SV Energie Cottbus (7 Punkte). Die Cottbuser verloren zuletzt glatt mit 0:3 (-21, -21, -20) bei den Dessau Volleys. Nur wer in der Lausitz an Wunder glaubt, klammert sich noch an den rettenden Strohhalm. Auch der Tabellenvorletzte MTV Mariendorf (10 Punkte) hat zwar rein rechnerisch noch Chancen auf den Klassenerhalt, aber so recht glauben kann man daran nicht.

Somit fokussiert sich die Frage nach den beiden übrigen Absteigern auf ein Trio mit SG Rotation Prenzlauer Berg (17 Punkte), SV Lindow-Gransee II und USV Potsdam (je 14). Wer erreicht am Ende den rettenden achten Tabellenplatz? Alle drei haben am 17. Spieltag verloren, aber Prenzlauer Berg erkämpfte beim 2:3 (-16, -16, 25, 18, -11) auswärts gegen die SG Prieros/Königs Wusterhausen einen hochwichtigen Punkt und vergrößerte den Abstand auf Lindow-Gransee und Potsdam auf nunmehr drei Punkte. Auch nicht sonderlich viel, aber besser als gar nichts. Lindow-Gransee verlor das Heimspiel gegen den USV Halle mit 1:3 (-22, 16, -21, -24) und Potsdam unterlag - wie eingangs beschrieben – Schöneiche mit 0.3.

Bei den Prenzelbergern regiert

ein stückweit die Zuversicht

Zieht man den augenblicklichen Stand heran, so hält Prenzlauer Berg trotz des knappen 3-Punkte-Vorsprungs die besten Karten in der Hand. Tilo Fischer, Trainer des alteingesessenen Regionalligisten, der nach dem Abstieg 2017 auf Anhieb die Rückkehr in die angestammte vierhöchste Spielklasse schaffte, ist sich der schwierigen Lage mit seinem Team bewusst und holte bei seiner Antwort auf die Ursachen weit aus: „Das Aufsteigerteam hat sich natürlich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt. Platz 6 wurde dazu als Orientierung ausgegeben. Dass wir aktuell auf Platz 8 stehen, hat mit vielen Faktoren zu tun. So ist zum einen die Einbindung von neuen Spielern in die Mannschaft noch nicht ganz abgeschlossen. Zum anderen lässt das Zeitbudget auch bei einigen tragenden Säulen aus den Vorjahren oftmals nur eine Trainingseinheit pro Woche zu. Wenn man beispielsweise einen Musiker aus einem Berliner Sinfonieorchester in den eigenen Reihen hat, Rechtsanwälte, dazu Abiturienten, Studenten, Lehrer, Architekten, Freischaffende - dann muss man damit leben, dass diese Spieler nur begrenzt Zeit für ihr sportliches Hobby haben. Auch das Altersspektrum der Spieler von 18 bis 49 Jahren ist eine ganz schöne Herausforderung, denn Familie und Kinder fordern ihr Recht.“

Doch Prenzlauer Bergs Coach fügte selbstbewusst hinzu: „Wir sind trotz alledem guter Dinge und freuen uns darauf, einige Teams aus der oberen Tabellenhälfte bei uns zu Hause begrüßen zu dürfen. Im März spielen wir an allen Wochenenden, das ist gut für die Abstimmung auf dem Feld. Und zudem freuen wir uns schon darauf, dass unsere Frauen aus der Dritten Liga uns tüchtig anfeuern werden.“ Aus den Worten des Coaches klingt Optimismus und Zuversicht, dass das Abstiegsgespenst verjagt und der rettende achte Tabellenplatz behauptet wird. Die Rotationer spielen in dieser Reihenfolge noch gegen SV Energie Cottbus (auswärts), TSV Spandau 1860 (zu Hause), MTV Mariendorf (auswärts), USV Halle (zu Hause), CV Mitteldeutschland II (auswärts/Nachholspiel vom 15. Spieltag) und zum Saisonfinale gegen USV Potsdam (auswärts), was zum Schlüsselspiel werden könnte. Wenn Prenzlauer Berg am nächsten Spieltag in Cottbus dreifach punktet, sieht die Welt sogar noch besser aus.

Die Potsdamer Männer

sind eher zurückhaltend

Wie sieht man beim Widerpart USV Potsdam die Lage? Nach dem 0:3 gegen den Spitzenreiter Schöneiche meinte Trainer Thomas Schulze: „Es war am Ende die Klatsche, die man im Vorfeld befürchten konnte. Im ersten Satz liefen wir früh einem Rückstand (3:9, 9:17) hinterher und profitieren erst zum Ende von Unkonzentriertheiten der Gastgeber. Im zweiten Satz führten wir dank guter Angriffsquote und druckvollerem Aufschlag mit 13:8, ehe der Tabellenführer ernst machte und wir den Satz noch 17:25 verloren. Grund dafür war letztlich eine instabile Annahme, aus der wir keinen wirklichen Angriffsdruck mehr aufbauen konnten. Auch der dritte Satz war dann relativ zeitig gelaufen, wie die Zwischenstände mit 5:9, 8:15, 10:19 zeigten. Ehrlich gesagt: In dieser Form spielt Schöneiche in einer eigenen Liga und steht zu Recht an der Spitze.“

Die Krise, in der die Potsdamer stecken, kommt nicht ganz unerwartet, wie Thomas Schulze schlüssig erklärt: „Wir haben in der Sommerpause fast unseren gesamten Stamm an jungen Spielern wie Robert Müller, Richard Dalbock, Christian Burkhardt, Jakob Krüger, Patrick Reimann und Marcel Baron verloren, die zum größten Teil zum SC Potsdam abgewandert sind, teils in die Dritte Liga Nord, teils in die zweite Mannschaft. Daher stand das Team kurz vor der Auflösung – und das, nachdem wir gedacht hatten, die Generationenwende nun endlich vollzogen zu haben. Von unseren alten Recken sind in dieser Saison nur noch Andreas Scheuerpflug und Jens Reimann zum Einsatz gekommen, wobei man festhalten muss, dass Scheuerpflug aufgrund einer Knieverletzung seine Karriere im November endgültig beenden musste und Reimann wohl nicht mehr für uns auflaufen wird. Spieler wie Andreas Jurisch, Erik Heidemann, Lars Hurtig und Mario Kuss sind ebenfalls nicht mehr einsatzfähig. Das bedeutet im Klartext: Von den restlichen Spielern kann nicht jeder alle 22 Spiele abdecken, was schließlich dazu führte, dass wir fast immer nur sieben oder acht Spieler pro Partie einsetzen konnten. Das wird sich auch nicht ändern. In diesem Wissen haben wir uns bisher eigentlich recht gut geschlagen. Erfreulicherweise hat die Serie von acht Niederlagen in Folge nicht zu einer schlechten Stimmung innerhalb des Teams geführt, da wir uns der ausweglosen Situation von Anfang an bewusst waren.“

Auf die Frage, wie hoffnungsvoll die Mannschaft nach den zuletzt zwei Siegen in Folge auf den weiteren Saisonverlauf blickt, meinte Thomas Schulze: „Genau genommen waren es drei Siege, wobei das Spiel beim MTV Mariendorf, wo wir den ersten Satz mit 40:38 gewinnen und bei einem 1:2-Satzrückstand ein 12:20 aufholten und in ein 3:2-Sieg verwandeln, sicher eine Art Wendepunkt war. Die folgenden Siege gegen Halle und Prieros geben uns sicher Selbstbewusstsein, aber wir wissen nach wie vor um die Schwere der Aufgabe, am Ende auf dem Nichtabstiegsplatz acht zu stehen. Personell haben wir, verglichen mit der Konkurrenz, sicher die schlechtesten Voraussetzungen, auch wenn wir mit Matthias Siegemund im November eine Verstärkung auf der Diagonalposition integrieren konnten. Es gibt keinen Rettungsplan. Wir versuchen weiter, mit Spaß und ohne Druck Volleyball zu spielen.“ Der Coach weiß indes, dass der Hoffnungsgrad schmal ist, weshalb er klipp und klar sagt: „Sollten wir am Ende absteigen, wovon wir ausgehen, geht die Welt auch nicht unter.“

Doch soweit ist es ja noch nicht, denn die Würfel könnten tatsächlich erst am Finaltag fallen. Unterdessen treffen die Potsdamer auf SV Lindow-Gransee II, USC Magdeburg (jeweils auswärts), CV Mitteldeutschland II (zu Hause), Dessau Volleys (auswärts) und schließlich Prenzlauer Berg (zu Hause). Wägt man die anstehende Gegnerschaft von Prenzlauer Berg und Potsdam ab, so dürfte es schwierig sein, eine verlässliche Prognose abzugeben. Und schließlich ist da auch noch im Trio der Abstiegskandidaten der SV Lindow-Gransee II. Ist er womöglich der lachende Dritte?

Verfolger BVV konnte den Rückstand

auf den Spitzenreiter nicht verkürzen

Bei den Frauen war der unangefochten führende Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III, der bis dato auf einen üppigen 9-Punkte-Vorsprung verweisen konnte, am 17. Spieltag spielfrei. Das bot dem ärgsten Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts die Chance, bei gleicher Anzahl von Spielen den Rückstand auf die Prenzelbergerinnen auf sechs Punkte zu verkürzen, wenn auswärts der BBSC Berlin III besiegt wird. Doch dazu kam es überraschend nicht. Der BVV scheiterte mit 1:3 (-23, -23, 21, -19), so dass es bei der 9-Punkte-Differenz bleibt. Sie dürfte aber ausreichen, um Prenzlauer Berg den Meistertitel einzubringen. Für den BBSC Berlin III wiederum war es ein Top-Wochenende, denn am nächsten Tag gab es im Nachholspiel vom 16. Spieltag einen 3:2 (27, -18, 20, -27, 15)-Auswärtssieg gegen VT Rudow-Altglienicke.

Da auch der Drittplatzierte USV Halle pausierte, nutzte der zwei Punkte hinter den Hallenserinnen liegende USC Magdeburg die Gelegenheit, auf den dritten Rang vorzurücken. Möglich wurde das durch einen umkämpften 3:2 (-22, -14, 21, 19, 11)-Heimsieg im Stadt-Derby gegen den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg. Dabei setzte USC-Trainerin Anja Bechmann mit Erfolg auf eine andere Starting-Six. Pia Stodal, die auf der Außenposition gestartet war, ging auf die Mitte und Blanca Simon, die nach viermonatiger Auslandspause zurück in Deutschland ist, startete auf Außen. Das Duell wurde aber letztendlich erst im fünften Satz entschieden. Hier war es einmal mehr Außenangreiferin Melanie Polter, die die Nerven behielt, den gegnerischen Block ausspielte und die Bälle vom Parkett kratzte. Mit einer spielentscheidenden Aufschlagserie von sechs Punkten wurde sie nach Matchende verdient zur „wertvollsten Spielerin“ gewählt. „Das wir einen 0:2-Rückstand noch umdrehen können, ist einfach nur fantastisch“, freute sich Spielführerin Melanie Baake. Für die WSG Reform Magdeburg war der eine Punktgewinn im Kampf ums Überleben zu wenig. Die Abstiegskrise hält beim Ortsnachbarn weiter an.

Ein schmaler Hoffnungsgrad für

Reform Magdeburg und Spandau

Von den im Abstiegskampf verstrickten Mannschaften erkämpfte der TSV Spandau 1860 beim 3:1 (21, -20, 21, 18) gegen den Tabellenletzten VSV Grün-Weiß 78 Erkner seinen vierten Saisonsieg, der am Abstieg der Spandauerinnen aber wenig ändert. Der Tabellenvorletzte SV Energie Cottbus hatte gleich zweimal das Nachsehen: vor einer Woche im Nachholspiel vom 12. Spieltag zu Hause mit 0:3 (-27, -17, -17) gegen VT Rudow-Altglienicke und dieses Wochenende mit 0:3 (-16, -23, -19) bei der SG Einheit Zepernick. Erkner (1 Punkt) und Cottbus (9 Punkte) sind schon so gut wie abgestiegen.

Die beiden weiteren Abstiegskandidaten sind Spandau (14 Punkte) und Reform Magdeburg (19 Punkte). Wollen sie noch ihren Kopf aus der Schlinge ziehen, müssen sie mindestens den Tabellensiebenten – derzeit Rudow-Altglienicke (23 Punkte) – überflügeln. Anders ausgedrückt: Spandau müsste neun Punkte aufholen, was kaum realistisch ist. Und Magdeburg müsste vier Zähler wettmachen, was in diesem Falle nicht ganz so unmöglich erscheint.

Die Spiele im Überblick

Männer, 17. Spieltag am 16. Februar 2019: SG Prieros/Königs Wusterhausen – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:2, CV Mitteldeutschland II – TSV Spandau 1860 1:3. Am 17. Februar 2019: Dessau Volleys – SV Energie Cottbus 3:0, TSGL Schöneiche II – USV Potsdam 3:0, SV Lindow-Gransee II – USV Halle 1:3, USC Magdeburg – MTV Mariendorf 3:0.

Frauen, Nachholspiel (vom 12. Spieltag) am 9. Februar 2019: SV Energie Cottbus – VT Rudow-Altglienicke 0:3. Nachholspiel (vom 16. Spieltag) am 17. Februar 2019: VT Rudow-Altglienicke – BBSC Berlin III 2:3.

Frauen, 17. Spieltag am 16. Februar 2019: SG Einheit Zepernick – SV Energie Cottbus 3:0, BBSC Berlin III – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:1. Am 17. Februar 2019: USC Magdeburg – WSG Reform Magdeburg 3:2, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – TSV Spandau 1860 1:3.

Nächste Spiele

Männer, Nachholspiel (vom 14. Spieltag) am 24. Februar 2019: SV Energie Cottbus – SV Lindow-Gransee II.

Männer, 18. Spieltag am 2. März 2019: TSGL Schöneiche II – SG Prieros/Königs Wusterhausen, TSV Spandau 1860 – Dessau Volleys, MTV Mariendorf – CV Mitteldeutschland II, USV Halle – USC Magdeburg, USV Potsdam – SV Lindow-Gransee II. Am 3. März 2019: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg.

Frauen, vorgezogenes Spiel (vom 18. Spieltag) am 23. Februar 2019: USV Halle – USC Magdeburg. Vorgezogenes Spiel (vom 19. Spieltag) am 24. Februar 2019: SV Energie Cottbus – BBSC Berlin III.

Frauen, 18. Spieltag am 2. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – BBSC Berlin III, TSV Spandau 1860 – SG Einheit Zepernick. Am 3. März 2019: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts, WSG Reform Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner.Nachholspiel (vom 17. Spieltag) am 3. März 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III - VT Rudow-Altglienicke.

(Das obige Foto wurde uns freundlicherweise vom Fotografen Gerold Rebsch kostenlos zur Verfügung gestellt.)
Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 18. Spieltag am 3. März 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

04.02.2019

Wochenumschau nach 15. und 16. Spieltag: Schöneiches Männer bauen auf dem Weg zum Meistertitel ihre Spitzenposition weiter aus

Nach den beiden zurückliegenden Punktspielrunden, dem 15. Spieltag vor einer Woche und dem 16. Spieltag am letzten Wochenende, ist die Ausgangslage so, dass die meisten Männermannschaften bis zum Saisonfinale am 6. April noch sechs Begegnungen zu bestreiten haben. Bei den Frauen ist das derzeitige Tabellenbild verwirrender, so dass bis zum Saisonschlusspfiff am 7. April mehrheitlich noch fünf bis sechs Spiele anstehen. Mit anderen Worten: Die 28. Saison der Regionalliga Nordost biegt in Kürze auf die Zielgerade ein!

Wie ist nun die Lage nach den beiden zurückliegenden Spieltagen? Bei den Männern wollte der Spitzenreiter TSGL Schöneiche II, der nach seiner 1:3-Auwärtsniederlage am 14. Spieltag gegen den ärgsten Verfolger TSV Spandau 1860 nur noch über einen minimalen 2-Punkte-Vorsprung gegenüber den Spandauern verfügt, natürlich weitere Punktverluste vermeiden, um im Titelrennen weiter vorneweg zu marschieren. Das Heimspiel vor einer Woche gegen den Außenseiter und Fast-Absteiger MTV Mariendorf war bestens geeignet, um Wiedergutmachung zu betreiben. Das gelang schließlich auch mit dem souveränen 3:0 (21, 23, 23)-Heimerfolg.

Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt sah in dieser Begegnung zwar keine besondere Herausforderung, aber ein Glanzlicht setzte das Team nicht: „Das 3:0 wiederspiegelt nicht ganz das Spielgeschehen, denn Mariendorf war unterbesetzt angereist und spielte eigentlich guten Volleyball. In allen drei Sätzen hielten die Mariendorfer mit uns mit und gingen teilweise sogar in Führung. Es war nicht unser bestes Spiel, aber es reichte jedes Mal irgendwie zum Satzgewinn. Damit bleiben wir zu Hause ungeschlagen.“

Die Aufgabe für die Schöneicher am letzten Wochenende beim Tabellenfünften USV Halle, der zuvor unerwartet beim Abstiegskandidaten USV Potsdam mit 1:3 (-23, 16, -22, -21) verloren hatte, war nach der Papierform ungleich schwerer, aber halt auch nicht unlösbar. Die Hallenser, die als Fünfter der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt in der Vorsaison über den Umweg als Relegationsdritter in die Regionalliga aufgestiegen waren, hatten als Neuling bislang eine ganz passable Saison gespielt. Auf der Habenseite standen neun Siege und sechs Niederlagen, so dass sie in keiner Phase vom Abstiegsstrudel betroffen waren. Im Heimspiel gegen den souveränen Spitzenreiter hatten sie zwar am Ende mit 0:3 (-24, -22, -22) das Nachsehen, aber die Satzstände verdeutlichen, wie sehr sich der Gastgeber gegen diese Niederlage stemmte.

Das bestätigte auch Schöneiches Kapitän Robert Brandt: „Die Gastgeber hatten sich anscheinend viel vorgenommen. Sie boten alles auf, was sie zur Verfügung hatten. Wir waren dagegen personell etwas geschwächter, da die Urlauber Florian Thiel und Noah Lachmund ebenso nicht zur Verfügung standen wie Tomek Groß, der erkrankt zu Hause bleiben musste. Trotzdem reisten wir mit einer starken 11-Mann-Truppe nach Halle. Das Spiel begann ausgeglichen. Halle machte Druck im Aufschlag und Angriff. Erst nach einem geschickten Wechsel von Trainer René Jerratsch kamen wir besser ins Spiel und glichen aus. Doch es blieb ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem wir zum Schluss die Nerven behielten und den ersten Satz mit 26:24 knapp gewannen. Man hätte denken können, dass die Hallenser davon beeindruckt gewesen wären. Doch dem war nicht so. Wieder verlief der Satz auf Augenhöhe. Doch der Gastgeber beraubte sich seiner Chancen selbst. Denn er war in der Folgezeit etwas mehr mit dem Schiedsgericht beschäftigt als mit dem Spiel. Das führte letztendlich auch zu unserem zweiten Satzgewinn. Der dritte Satz war ein Spiegelbild des zweiten Durchgangs. Halle spielte guten Volleyball, verlor aber in den entscheidenden Situationen die Fassung und die Konzentration. Am Ende gab es sogar noch eine rote Karte, so dass der dritte Satzgewinn für Schöneiche die Folge war. Insgesamt war es ein gutes Spiel. Die Hallenser brauchen sich aber nicht zu verstecken. Die zum Teil sehr junge Mannschaft hat gutes Potenzial.“

Dem Verfolger TSV Spandau 1860

geht die Puste aus: drei Punkte Verlust

Schöneiche kassierte also an diesen zwei Spieltagen sechs Punkte ein. Würde der hartnäckigste Verfolger TSV Spandau 1860 weiter dranbleiben? Die Spandauer hatten zunächst mit dem Neuling SV Lindow-Gransee II, der gegen den Abstieg kämpft, eine vermeintlich leichtere Auswärtshürde zu überspringen und empfingen danach den Tabellendritten USC Magdeburg, der durchaus ein Stolperstein sein konnte. Doch gestolpert waren die Spandauer schon gegen Lindow-Gransee, wo sie beim 3:2 (17, -23, 20, -23, 16) einen Punkt abgeben mussten und sogar am Rande einer Niederlage standen: Zwei Sätze gingen mit jeweils 23:25 verloren, und im Tiebreak stand ihnen beim 18:16 das Glück zur Seite. Geht den Spandauern allmählich die Puste aus?

Der einstige Drittligist kam schließlich eine Woche später in eigener Halle gegen den USC Magdeburg völlig aus dem Tritt. Die Elbestädter, die sich in der Spielrunde zuvor zu Hause gegen den Tabellenletzten SV Energie Cottbus, der erstmals nach langer Zeit wieder unter dem krankheitsbedingt ausgefallenen Trainer Javor Takev antrat, sicher mit 3:0 (16, 22, 16) durchgesetzt und zu ihrem ersten Sieg im neuen Jahr gekommen waren, boten den Spandauern die Stirn. Zwar mussten sie nach einer 2:1-Satzführung noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen, waren aber im Entscheidungssatz cool genug, um am Ende den 3:2 (23, -22, 23, -23, 13)-Auswärtserfolg perfekt zu machen. Für die Magdeburger dürfte es eine Genugtuung gewesen sein, wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein.

Dabei waren die Vorzeichen für die Magdeburger vor dem Spandau-Spiel nicht gerade vorteilhaft, denn sie mussten auf ihren etatmäßigen Libero Justin Spiegel verzichten. Dieser Ausfall schmerzte umso mehr, weil momentan nur Fabian Lübke diese Position besetzen kann. Trainer Marko Schulz fehlte aber nicht nur der eingespielte Libero, sondern mit Lübke zwangsläufig auch ein Außenangreifer, der zuletzt einige gute Partien gespielt hatte. Umso bemerkenswerter ist der Magdeburger 3:2-Auswärtssieg in einem von beiden Seiten hoch gelobten Topspiel der Liga Zweiter gegen Dritter.

Spandaus Trainer Stephan Schulz

nach der Niederlage: "Ein geiles Spiel."

Bereits im ersten Durchgang lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe und machten dem Titel „Spitzenspiel“ alle Ehre. Mit viel Druck im Aufschlag und einem sicheren Angriffsspiel sicherten sich die Elbestädter den ersten Durchgang (25:23) und belohnten damit ihr Engagement. Im zweiten Satz konnte dann die Spannung nicht mehr gehalten werden. Sowohl die Kommunikation als auch die Konzentration ließen bei den Gästen nach – ein gefundenes Fressen für die Berliner, die sich bis zur Satzmitte eine deutliche Führung erspielen konnten. Nach klaren Worten von Trainer Marko Schulz konnte sich das USC-Team zwar nochmal steigern, den 22:25-Satzverlust aber nicht mehr verhindern. Mit dem Schwung aus dem zweiten Durchgang gingen die Magdeburger in den dritten Satz, bauten schnell eine Führung auf und agierten nun wieder kontrollierter in allen Elementen. Doch die Berliner machten wieder mehr Druck und zwangen die USC-Männer zu Fehlern. Zum Satzende waren die Elbestädter aber wieder top und sorgten mit dem 25:23 für eine 2:1-Satzführung. Mit dem Rücken zur Wand wollten sich die favorisierten Berliner aber noch nicht geschlagen geben, sodass sich abermals ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte. Zur Crunchtime wurde es auf Magdeburger Seite etwas hektisch, was zum 23:25 und damit zum 2:2-Satzausgleich führte. So musste die Entscheidung im fünften Durchgang fallen. Mit viel Elan und Spannung hatten die Elbestädter hier das glücklichere Händchen und wechselten mit einer Zwei-Punkte-Führung (8:6) die Seiten. Beim Stand von 12:13 nutze Magdeburgs Coach seine letzte Auszeit und brachte seine Männer noch einmal auf Kurs. Mit Christian Ihle im Aufschlag und drei Punkten in Serie aus der Abwehr heraus machten die Magdeburger dann den Sack mit dem 15:13-Satzgewinn zu.

Magdeburgs Trainer Marko Schulz war voll des Lobes: „Das war eine tolle Leistung in einem echten Spitzenspiel auf beiden Seiten. Am Ende haben meine Jungs die Ruhe bewahrt und Nervenstärke gezeigt. Das war die beste Leistung in dieser Saison – Hut ab.“ Auch auf der Gegenseite schwärmte Spandaus Trainer Stephan Schulz: „Das war ein geiles Spiel.“

Nunmehr ist die Tabellenkonstellation an der Spitze so, dass Schöneiche (43 Punkte) seine Führung gegenüber Spandau (38) auf fünf Punkte ausbauen konnte und Magdeburg (34) bis auf vier Punkte an Spandau herangerückt ist. Hinsichtlich der Titelvergabe dürften die Schöneicher nichts mehr anbrennen lassen. Offen aber ist der Kampf um die Vizemeisterschaft zwischen den beiden Ex-Drittligisten Spandau und Magdeburg.

Hinter dem Spitzentrio

drängelt sich ein Quartett

Hinter dem Spitzentrio lagen vor der 15. und 16. Runde der USV Halle, die SG Prieros/Königs Wusterhausen und CV Mitteldeutschland II auf der Lauer, um ihre Position zu verbessern. Der Abstand nach vorn ist inzwischen zu groß, um in die Phalanx des führenden Trios einzudringen. Auch die Dessau Volleys – vorige Saison noch Meisterschaftsdritter - rechnen sich noch gute Chancen aus, die Saison letztendlich versöhnlich abzuschließen, als das nach der gegenwärtigen Tabellenplatzierung der Fall sein würde. Dieses Quartett bildet gleichwohl das gesicherte Mittelfeld, was bis zum Saisonfinale auch so bleiben wird. Halle büßte zuletzt an Boden ein durch das 1:3 beim USV Potsdam und das 0:3 gegen Schöneiche. Auch der Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen verlor zu Hause mit 2:3 (14, -20, -22, 24, -7) gegen die Dessau Volleys und anschließend mit 1:3 (-22, 12, -23, 21) beim USV Potsdam, rückte aber durch den einen Punktgewinn gegen Dessau auf den vierten Rang (28 Punkte) vor, gefolgt von Halle und Dessau (je 27) und Mitteldeutschland (24), das tatenlos zusehen musste, dass man auf den siebenten Platz zurückfiel. Denn die Heimbegegnung am 15. Spieltag gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg musste kurzfristig auf den 30. März verlegt werden, weil die Spielhalle wegen einer anderen Veranstaltung gesperrt war, und am 16. Spieltag war Mitteldeutschland sowieso spielfrei.

Im Abstiegskampf ringt weiterhin

ein Trio um den rettenden Platz

Im Kampf um den Klassenerhalt hat der USV Potsdam durch seine beiden 3:1-Siege gegen Halle und Prieros/Königs Wusterhausen wertvollen Boden gut gemacht, auch wenn von Rettung noch keine Rede sein kann. Aber mit nunmehr 14 Punkten hat Potsdam als Drittletzter mit dem Viertletzten SV Lindow-Gransee II nach Punkten gleichgezogen, wobei Lindow-Gransee ein Spiel weniger ausgetragen hat. Auch Lindow-Gransee punktete zuletzt beim 2:3 zu Hause gegen Spandau und beim 3:0 (17, 23, 16) auswärts gegen MTV Mariendorf. Den rettenden fünftletzten Platz angesichts von vier Direktabsteigern nimmt Prenzlauer Berg (16 Punkte) ein. Da der SV Energie Cottbus (7 Punkte) und der MTV Mariendorf (10 Punkte) so gut wie sichere Absteiger sind, kämpfen in der sich nun ankündigenden Meisterschaftsschlussphase Prenzlauer Berg, Lindow-Gransee und Potsdam um den rettenden Nichtabstiegsplatz. Zwei müssen also noch weichen. Aber wer?

Rudow-Altglienicke und Reform Magdeburg

im Kopf-an-Kopf-Rennen um Nichtabstiegsplatz

Bei den Frauen knüpfte der souveräne Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III nach seiner zuvor erlittenen unerwarteten 0:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten TSV Spandau 1860 erwartungsgemäß wieder an seine Erfolgsserie mit zuvor 12 Siegen am Stück an: zuerst mit einem 3:1 (11, -24, 22, 24)-Heimerfolg gegen den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg und anschließend mit dem 3:1 (-23, 14, 25, 12)-Sieg beim USV Halle. Der 9-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts blieb indes unverändert, dieweil auch der BVV seine beiden Spiele gewinnen konnte, und zwar mit 3:1 (17, 11, -15, 20) beim Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner und mit 3:0 (18, 13, 16) zu Hause gegen die SG Einheit Zepernick.

Dagegen fiel der Drittplatzierte USV Halle nach Punkten zurück. Zwar war beim VT Rudow-Altglienicke mit 3:1 (-19, 22, 16, 16) gewonnen, aber anschließend – wie schon erwähnt – zu Hause gegen Prenzlauer Berg mit 1:3 verloren worden. Nunmehr müsste Halle gegenüber dem BVV immerhin fünf Punkte aufholen, um noch Vizemeister zu werden – und das bei einem Spiel mehr als der Tabellenzweite. Es sieht also ganz so aus, als seien im Vorderfeld die Messen weitestgehend gesungen. Allerdings kündigt sich noch ein heißer Kampf der beiden Teams aus Sachsen-Anhalt mit USV Halle (3.) und USC Magdeburg (4.) an. Denn beide trennen jetzt nur noch zwei Punkte. Die Elbestädterinnen schlugen erwartungsgemäß in eigener Halle den Tabellenvorletzten SV Energie Cottbus mit 3:1 (-19, 13, 23, 13) und waren auch beim Drittletzten TSV Spandau 1860 knapp mit 3:2 (20, 18, -18, -22, 10) erfolgreich, wobei sie einen komfortable 2:0-Satzführung beinahe noch komplett aus der Hand gegeben hätten. Für die abstiegsbedrohten Spandauerinnen ist der eine Punktgewinn zu wenig, um sich noch aus dem Abstiegsstrudel befreien zu können. Da womöglich auch bei den Frauen vier Mannschaften absteigen müssen, bleibt es zwischen VT Rudow-Altglienicke (7./19 Punkte) und WSG Reform Magdeburg (8./18 Punkte) weiterhin spannend, wer von beiden am Ende den siebenten Platz belegt, der zum Klassenerhalt nötig wäre.

Eigentlich hätte der im gesicherten Mittelfeld liegende Aufsteiger BBSC Berlin III zweimal aufs Parkett gemusst. Nachdem das Heimspiel gegen die SG Einheit Zepernick mit 1:3 (-19, 20, -24, -19) verloren wurde, fand eine Woche später die Auswärtsbegegnung gegen VT Rudow-Altglienicke erst gar nicht statt – sie war schon im Vorfeld auf den 17. Februar 2019 verlegt worden.

Gleich zwei Spielpausen

dicht hintereinander

Die Saison erfährt nunmehr eine einwöchige Pause – bedingt durch die Winterferien. Der 17. Spieltag steht somit erst am 16./17. Februar 2019 auf dem Programm. Und danach schließt sich eine weitere Pause bis zum 18. Spieltag am 2./3. März 2019 an, wobei in dieser Phase bei den Männern ein Nachholspiel und bei den Frauen zwei vorgezogene Spiele ausgetragen werden.

Die Spiele im Überblick

Männer, 15. Spieltag am 26. Januar 2019: CV Mitteldeutschland II – SG Rotation Prenzlauer Berg verlegt auf den 30. März 2019, USV Potsdam – USV Halle 3:1, TSGL Schöneiche II – MTV Mariendorf 3:0. Am 27. Januar 2019: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus 3:0, SG Prieros/Königs Wusterhausen – Dessau Volleys 2:3, SV Lindow-Gransee II – TSV Spandau 1860 2:3.

Männer, 16. Spieltag am 2. Februar 2019: USV Potsdam – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:1, USV Halle – TSGL Schöneiche II 0:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – Dessau Volleys 2:3, TSV Spandau 1860 – USC Magdeburg 2:3, MTV Mariendorf – SV Lindow-Gransee II 0:3.

Frauen, 15. Spieltag am 27. Januar 2019: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus 3:1, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3, BBSC Berlin III – SG Einheit Zepernick 1:3, VT Rudow-Altglienicke – USV Halle 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg III – WSG Reform Magdeburg 3:1.

Frauen, 16. Spieltag am 2. Februar 2019: USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg III 1:3, TSV Spandau 1860 – USC Magdeburg 2:3. Am 3. Februar 2019: VT Rudow-Altglienicke – BBSC Berlin III verlegt auf den 17. Februar 2019, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Einheit Zepernick 3:0.

Nächste Spiele

Männer, 17. Spieltag am 16. Februar 2019: SG Prieros/Königs Wusterhausen – SG Rotation Prenzlauer Berg, CV Mitteldeutschland II – TSV Spandau 1860. Am 17. Februar 2019: Dessau Volleys – SV Energie Cottbus, TSGL Schöneiche II –USV Potsdam, SV Lindow-Gransee II – USV Halle, USC Magdeburg – MTV Mariendorf.

Frauen, Nachholspiel (vom 12. Spieltag) am 9. Februar 2019: SV Energie Cottbus – VT Rudow-Altglienicke. Nachholspiel (vom 16. Spieltag) am 17. Februar 2019: VT Rudow-Altglienicke – BBSC Berlin III.

Frauen, 17. Spieltag am 16. Februar 2019: SG Einheit Zepernick – SV Energie Cottbus, BBSC Berlin III – Berliner Volleyballverein Vorwärts. Am 17. Februar 2019: USC Magdeburg – WSG Reform Magdeburg, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 17. Spieltag am 17. Februar 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

20.01.2019

Wochenumschau nach dem 14. Spieltag: Beide Spitzenreiter erleiden erste Saisonniederlage – Meisterschaftsvorentscheidung bei den Männern vertagt

Aktualisierte Fassung - Montag, 21. Januar 2019 um 9.30 Uhr

Was für ein turbulenter 14. Spieltag in der Regionalliga Nordost! Bei beiden bisher so souverän aufspielenden Spitzenreitern TSGL Schöneiche II (Männer) und SG Rotation Prenzlauer Berg III (Frauen) riss die Ungeschlagenen-Serie - bei den Schöneichern im 14. und bei den Prenzelbergerinnen im 13. Saisonspiel.

Alle vorherigen Spekulationen

wurden zu Makulatur

Bei den Männern konnte man darauf spekulieren, dass es womöglich zu einer Meisterschaftsvorentscheidung kommt. Denn der Spitzenreiter aus Schöneiche hatte es in der Hand, dem ärgsten Verfolger TSV Spandau 1860 so weit zu enteilen, dass man den Meistertitel vorzeitig hätte an die Randberliner vergeben können. Schöneiche war in allen bisherigen 13 Saisonspielen ungeschlagen geblieben (elfmal 3:0- oder 3:1-Siege, zweimal 3:2) und hatte mit 39:12 Sätzen auch das mit Abstand beste Satzverhältnis. Und die Schöneicher gaben sich vor dem Duell bei den Spandauern ungemein selbstbewusst. „Wir sind heiß“ hatte schon vor einer Woche Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt angekündigt. Bei einem Sieg wäre ihr Vorsprung gegenüber dem härtesten Konkurrenten auf acht Punkte anwachsen. Fast schon die halbe Miete, wie man in einem solchen Fall zu sagen pflegt.

Die Spandauer wiederum, die das Hinspiel in Schöneiche am fünften Spieltag Mitte Oktober des vorigen Jahres ganz knapp mit 2:3 (-16, -21, 26, 17, -13) verloren hatten und bei elf Siegen und zwei Niederlagen mit derzeit 32 Punkten fünf Zähler hinter dem Favoriten lagen, waren durchaus zuversichtlich, diesmal den Bock umstoßen zu können. Der Absteiger aus der Dritten Liga Nord peilt zwar nicht, wie vor Saisonbeginn zu hören war, den direkten Wiederaufstieg an, schließt ihn aber auch nicht aus, wenn die Saison womöglich mit dem Gewinn des Meistertitels endet, wie Spandaus Trainer Stephan Schulz hatte durchblicken lassen. Was würde von all den Prognosen bleiben?

Vorweg noch ein Wort zum Aufstieg: Der ist für die TSGL Schöneiche II kein Thema, weil er - wie auch immer die Saison endet – ausgeschlossen ist. Denn in der Dritten Liga Nord ist bereits die erste Mannschaft des Vereins präsent. Die nimmt dort gegenwärtig den fünften Tabellenplatz ein. Nicht ausgeschlossen wäre am Saisonende, dass Schöneiche für den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord infrage käme. Aber eine Rückkehr der „Ersten“ in die 2. Bundesliga, der Schöneiche sechs Jahre lang von 2006 bis 2013 angehört hatte, dürfte kaum zu vermuten sein.

Spandau machte schnell klar,

wer hier der Herr im Hause ist

Soweit die Vorgeschichte. Was sich schließlich auf dem Parkett in Spandau zutrug, war durchaus spektakulär. Denn die ziemlich schnell mit 2:0 in Führung gegangenen Gastgeber machten frühzeitig deutlich, wer hier Herr im Hause ist. Am Ende hieß es 3:1 (20, 21, -17, 23) für die Spandauer, die damit den Rückstand auf Schöneiche bis auf minimale zwei Punkte verringerten und dafür sorgten, dass die vermutete Meisterschaftsvorentscheidung vertagt wurde.

Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt zum Spielgeschehen: „Es war das versprochene Spitzenspiel! Eine tolle Kulisse in Spandau mit top Fans, die ihr Team unterstützen. Unsere Vorbereitungen wurden durch krankheitsbedingte Ausfälle etwas durcheinander gewürfelt. Aber trotzdem waren wir heiß, wie ich das schon vor einer Woche gesagt habe. Spandau demonstrierte von Anfang seine Heimstärke und machte uns mit sehr guten taktischen Aufschlägen das Leben schwer. Dazu kam der gute Spandauer Block. Ihr erster Satzgewinn war völlig verdient. Im zweiten Satz führte Spandau schon deutlich, doch wir kamen noch einmal zurück ins Spiel, aber zum Satzgewinn reichte es nicht. Im dritten Satz zeigten wir dann endlich unsere Stärken. Mit guten Aufschlägen und einem variablen Angriffsspiel holten wir uns verdient den Satzgewinn. Der vierte Satz war geprägt von Kampf, Emotionen und tollem Volleyball auf beiden Seiten. Mit 25:23 machte Spandau das 3:1 perfekt. Ein mehr als würdiger Gewinner. Ein tolles Spiel, eine tolle Atmosphäre! Beide Teams stehen nicht umsonst ganz oben in der Tabelle. Nun wird es nochmal spannend an der Tabellenspitze.“

Das weitere Verfolgerduo mit

Magdeburg und Prieros ließ Federn

Der auf Platz drei liegende Verfolger USC Magdeburg fuhr guter Hoffnung zum Regionalliga-Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg, gegen den in der Hinrunde Mitte Oktober 2018 vor heimischer Kulisse ein deutlicher 3:0-Sieg einfahren wurde. Dennoch wollten die Elbestädter den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nachdem sie mit einer knappen Niederlage in das neue Jahr gestartet waren, sollte es die ersten Punkte in 2019 geben. Dafür hatte Trainer Marko Schulz zu mehr Disziplin aufgefordert. Insbesondere im eigenen Aufbauspiel sollte trotz mutiger Spielweise die Eigenfehlerquote minimiert werden. Um das gegen Prenzlauer Berg umzusetzen, wurde in der vergangenen Trainingswoche an Komplexsituationen aus der eigenen Annahme heraus gefeilt. „Wenn das Engagement stimmt“, so Marko Schulz, „können wir die Punkte mit nach Hause bringen.“ Personell mussten die Magdeburger auf ihren Diagonalangreifer Jonas Röske aufgrund einer Verletzung am Handgelenk verzichten. Für ihn kam abermals Friedemann Steinwerth zum Einsatz. Der knapp 1,80 m große Angreifer gilt im Team als Sprunggarant und Motivationstyp.

Doch das löbliche Vorhaben der Elbestädter platzte. Denn in dem 5-Satz-Spiel setzte sich am Ende der Gastgeber aus Prenzlauer Berg knapp mit 3:2 (-20, 19, 22, -15, 14) durch, wobei der Entscheidungssatz mit 16:14 eine mehr als enge Kiste war. In diesem fünften Satz lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beim Stand von 14:12 für den Gastgeber sorgten ein Fehler der Berliner und ein Magdeburger Servicewinner für den 14:14-Ausgleich. Dann aber verhalfen zwei Eigenfehler auf Seiten der Magdeburger den Berlinern doch noch zum Sieg.

Die Prenzelberger festigten mit dem 3:2 als Tabellenachter ihren Nichtabstiegsplatz mit einem 5-Punkt-Abstand auf die nachfolgenden vier Abstiegskandidaten, von denen der Neuling SV Lindow-Gransee (9./10 Punkte) und Schlusslicht SV Energie Cottbus (7 Punkte) diesmal spielfrei waren.

Auch der Tabellenvierte SG Prieros/Königs Wusterhausen hatte im Duell beim Tabellennachbarn USV Halle, der mit 24 Punkten drei Zähler hinter Prieros lag, das Nachsehen, so dass beide Mannschaften ihre Plätze tauschten. Mit 3:1 (32, 20, -15, 17) triumphierten die Hallenser. Spektakulär dabei der erste Satz mit 32:30!

Das Fazit: In der Tabelle rückten die Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 5 enger zusammen: vorneweg Schöneiche (37 Punkte), gefolgt von Spandau (35), Magdeburg (29), Halle und Prieros (je 27). Dahinter folgen CV Mitteldeutschland II (24) und die Dessau Volleys (23 Punkte), die sich im einzigen Sonntagsspiel der Männer direkt gegenüber standen. Dabei verlor Dessau das erste Heimspiel im neuen Jahr mit 1:3 (-19, 21, -20, -16), so dass beide Teams ihre Tabellenplätze tauschten.

Ein dramatisches 5-Satz-Spiel lieferten sich die beiden weiteren Abstiegskandidaten MTV Mariendorf (10.) und USV Potsdam (12.). Eine weitere Niederlage des Schlusslichtes aus Potsdam wäre wohl der „Todesstoß“ gewesen. Aber die schon abgeschlagenen Potsdamer gaben ein bemerkenswertes Lebenszeichen von sich. Nach einem 1:2-Satzrückstand wendeten sie noch das Blatt zum umkämpften 3:2 (38, -26, -20, 23, 10)-Auswärtssieg. Der von den Potsdamern mit 38:36 (!) gewonnene erste Satz dürfte in die Rekordlisten eingehen.

Prenzlauer Berg erwischte es

glatt mit 0:3 in Spandau

Bei den Frauen gibt es keine Zweifel am Titelgewinn der SG Rotation Prenzlauer Berg III (mit mehrheitlich Spielerinnen aus dem Kaderkreis des VC Olympia Berlin II) angesichts des zwar nunmehr auf neun Punkten geschmolzenen Vorsprungs und der in 12 Spielen überlegenen Art und Weise, wie die Prenzelbergerinnen durchmarschieren, auch wenn ausgerechnet im 13. Saisonspiel die Siegesserie riss. Bekanntlich geht jede Serie einmal zu Ende. Dass es aber ausgerechnet die bis dato auf dem vorletzten Rang liegenden Frauen des TSV Spandau 1860 sein würden, die Prenzlauer Berg ein Bein stellen, verblüffte schon – obendrein auch noch mit 3:0 (19, 22, 21). Eine für die Prenzelbergerinnen folgenlose Niederlage, während die Spandauerinnen mit dem dritten Saisonsieg um einen Rang auf Platz 9 vorrückten. Das wäre immer noch ein Abstiegsplatz, und wenn durch den möglichen Abstieg des SC Potsdam II aus der Dritten Liga Nord gar vier Teams die Regionalliga verlassen müssten, sind es immer noch mindesten neun Punkte bis zum Rang sieben, dem rettenden Nichtabstiegsplatz. Ein wirklich sehr schmaler Hoffnungsgrad!

Prenzlauer Berg kann noch in

gehörige Rückzugsturbulenzen geraten

An dieser Stelle noch ein Wort zum designierten Meister SG Rotation Prenzlauer Berg III. Er kann nicht aufsteigen, weil schon die zweite Mannschaft in der Dritten Liga Nord spielt. Doch es kann noch kurioser für den Berliner Traditionsverein kommen: Es droht nämlich der Abstieg der ersten Mannschaft aus der 2. Bundesliga Nord, in die sie erst zu Saisonbeginn aufgestiegen ist. „Es ist zu hoffen“, so Prenzlauer Bergs Abteilungsleiter Klaus Helmke, „dass die Mannschaft aus eigener Kraft den Klassenerhalt schafft, denn ein Einsatz von Spielerinnen aus der so erfolgreichen zweiten Mannschaft aus der Dritten Liga Nord, die sich mehrheitlich auf Spielerinnen Anfang 20 und einige ältere Spielerinnen stützt, wird nicht in Betracht gezogen. Aber das Ziel Nichtabstieg ist angesichts der 0:3-Auswärtsniederlage gegen den BBSC Berlin am letzten Wochenende nun noch schwieriger geworden.“

Käme es tatsächlich zum Abstieg der „Ersten“ von Prenzlauer Berg, müsste die in der Dritten Liga gegenwärtig an der Tabellenspitze liegende zweite Mannschaft in die Regionalliga Nordost zurückkehren – und die dortige dritte Mannschaft müsste trotz des vermuteten Titelgewinns wieder in die Berlinliga zurück, wo sie letzte Saison Berliner Meister geworden und somit direkt in die Regionalliga aufgestiegen war. Natürlich hätte Prenzlauer Berg als Meister der Dritten Liga Nord ein Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga Nord, womit alle vorgenannten Optionen entfielen. „Wenn diese vorgenannte Konstellation wirklich eintritt, wird die Leitung des Gesamtvereins zu gegebener Zeit über die Konsequenzen entscheiden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man dazu gar nichts sagen“, so Klaus Helmke weiter.

Was sich im Kampf der Verfolger

und Abstiegskandidaten abspielte

Der unmittelbare Verfolger des Spitzenreiters, der Berliner Volleyballverein Vorwärts, hielt sich im Heimspiel gegen den USC Magdeburg glatt mit 3:0 (18, 23, 23) schadlos und verkürzte somit den Rückstand auf den Tabellenführer von 12 auf 9 Punkte – bei einem Spiel weniger als Prenzlauer Berg. Die mit einem dezimierten Kader angereisten und daher mit veränderter Startaufstellung spielenden Magdeburgerinnen hielten anfangs gut mit (12:12), ehe die Berlinerinnen das Spiel drehten. Auch im zweiten Durchgang sahen die Gäste nicht wie Verlierer aus, weil Mara Kriebitzsch, die sonst als Zuspielerin den USC-Sechser unterstützt, diesmal ein ums andere Mal clever im Diagonalangriff agierte und Melanie Polter und Laura Slabon die BVV-Abwehr mit platzierten Angriffen unter Druck setzten. Doch zum Satzgewinn reichte es nicht, der ging mit 25:23 an die Gastgeberinnen. Doch Magdeburg gab sich noch nicht geschlagen. Die motivierenden Worte von Spielführerin Melanie Baake zeigten Wirkung: Mit stabiler Annahme sowie schnellen Angriffen von Pia Stodal und Stefanie Lindner wurde immer wieder gepunktet. Doch am Ende führte nach 76 Minuten ein glücklicheres Händchen zum 25:23-Satzgewinn des BVV.

„Wir sind mit einem kleinen Kader in das Spiel gegangen und wussten um die Favoritenrolle der Gastgeberinnen. <unser Ziel war es daher, so viel Druck wie möglich auf den Gegner auszuüben. Da ist uns sehr gut gelungen. Die Niederlage ist deshalb so ärgerlich, weil mehr drin gewesen wäre“, resümierte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann.

Während der BVV drei Punkte holte, ließ der bisherige Tabellendritte BBSC Berlin III beim Tabellennachbarn USV Halle mit 1:3 (-18, -14, 22, -21) Federn und fiel auf Rang 5 zurück. Er musste sogar noch der SG Einheit Zepernick den Vortritt lassen, die zu Hause den sieglosen Aufsteiger VSV Grün-Weiß 78 Erkner, der nicht mehr vor dem Abstieg zu retten ist, mit 3:0 (13, 15, 18) geschlagen nach Hause schickte.

Im einzigen Sonntagsspiel bei den Frauen standen sich der Neuling WSG Reform Magdeburg (8.) und die neuformierte Mannschaft VT Rudow-Altglienicke (7.) gegenüber, die zwei Punkte trennte und die – wenn es tatsächlich vier Absteiger gibt – um den rettenden siebenten Tabellenrang kämpfen. Gastgeber WSG Magdeburg setzte sich nach einem 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (-20, -20, 14, 16, 7) durch und reduzierten den Abstand zur Rettung auf einen Punkt. Es bleibt also auch hier spannend.

<b>Die Spiele im Überblick

Männer, 14. Spieltag am 19. Januar 2019: USV Halle – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:1, TSV Spandau 1860 – TSGL Schöneiche II 3:1, MTV Mariendorf – USV Potsdam 2:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – USC Magdeburg 3:2. Am 20. Januar 2019: Dessau Volleys – CV Mitteldeutschland II 1:3.

Frauen, 14. Spieltag am 19. Januar 2019: USV Halle – BBSC Berlin III 3:1, TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg III 3:0, SG Einheit Zepernick – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USC Magdeburg 3:0. Am 20. Januar 2019: WSG Reform Magdeburg – VT Rudow-Altglienicke 3:2.

Nächste Spieltage

Männer, 15. Spieltag am 26. Januar 2019: CV Mitteldeutschland II – SG Rotation Prenzlauer Berg, USV Potsdam – USV Halle, TSGL Schöneiche II – MTV Mariendorf. Am 27. Januar 2019: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus, SG Prieros/Königs Wusterhausen – Dessau Volleys, SV Lindow-Gransee II – TSV Spandau 1860.

Männer, 16. Spieltag am 2. Februar 2019: USV Potsdam – SG Prieros/Königs Wusterhausen, USV Halle – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – Dessau Volleys, TSV Spandau 1860 – USC Magdeburg, MTV Mariendorf – SV Lindow-Gransee II.

Frauen, 15. Spieltag am 27. Januar 2019: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – Berliner Volleyballverein Vorwärts, BBSC Berlin III – SG Einheit Zepernick, VT Rudow-Altglienicke – USV Halle, SG Rotation Prenzlauer Berg III – WSG Reform Magdeburg.

Frauen, 16. Spieltag am 2. Februar 2019: USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg III, TSV Spandau 1860 – USC Magdeburg. Am 3. Februar 2019: VT Rudow-Altglienicke – BBSC Berlin III, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Einheit Zepernick.

Die nächste Wochenumschau erscheint erst unmittelbar nach dem 16. Spieltag am 3. Februar 2019 mit einem Rückblick auf den 15. und 16. Spieltag. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

13.01.2019

Wochenumschau nach 13. Spieltag: Mit vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr – wem ist das am besten gelungen?

Wer ist nach der vierwöchigen Winterpause im neuen Jahr am besten aus den Startlöchern gekommen? Denn nur auf den ersten Blick ist es noch eine lange Wegstrecke bis zum Ende der 28. Saison der Regionalliga Nordost am 6. April für die Männer und am 7. April für die Frauen. Da hat jeder der noch anstehenden zehn Spieltage, die im Handumdrehen absolviert sind, besonderes Gewicht.

An vielen guten Vorsätzen für das neue Jahr dürfte es überall nicht gemangelt haben. Die einen peilen den Meistertitel an, die anderen kämpfen um eine gute Saisonplatzierung und für etliche Mannschaften geht es schlichtweg um den Verbleib in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Dabei sind die Abstiegsmodalitäten in dieser Saison hart. Denn es trifft nicht nur vier statt sonst üblich drei Männermannschaften, sondern möglichweise auch vier (statt drei) Frauenteams, wenn der SC Potsdam II – gegenwärtig Tabellenletzter in der Dritten Liga Nord – tatsächlich den Gang zurück in die Regionalliga antreten muss. Wer war am 13. Spieltag am besten drauf, um die guten Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen?

Schöneiche wahrte weiße Weste,

auch Spandau holte drei Punkte,

Magdeburg mit Fehlstart zu Hause

Bei den Männern hatte es eine Woche vor der offiziellen Fortsetzung der Saison mit dem 13. Spieltag ein vom 16. Spieltag vorgezogenes Spiel mit der Begegnung SV Energie Cottbus gegen CV Mitteldeutschland II gegeben. Dabei konnte der Tabellenvorletzte aus der Lausitz seine abstiegsbedrohte Lage nicht im Geringsten verbessern, denn die Gäste aus Mitteldeutschland setzten sich mit 3:1 (23, -19, 22, 23) durch, wobei die Satzstände so eng waren, dass die Cottbuser durchaus wenigstens einem Punktgewinn nahe waren.

Dass die Cottbuser am 13. Spieltag dann ausgerechnet beim souveränen Tabellenführer TSGL Schöneiche II antreten mussten, der alle bisherigen 12 Saisonspiele durchweg gewonnen hatte, traf die Männer aus der Lausitz im Kampf um den Klassenverbleib natürlich hart. Denn es drohte die zweite Niederlage in Folge im neuen Jahr, was ihre bedrohliche Lage um keinen Deut verbesserte. Das Erwartete trat dann auch ein. Schöneiche wahrte seine weiße Weste und setzte sich mit 3:1 (-23, 18, 10, 10) durch, wobei mit dem 23:25-Satzverlust und dem 0:1-Rückstand gleich im ersten Spiel des neuen Jahres wohl kaum einer bei den Randberlinern gerechnet hatte.

„Es war ein Spiel mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite 12 Spieler des ungeschlagenen Tabellenführers, auf der anderen 6,5 Spieler beim Tabellenvorletzten“, beschrieb Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt die Ausgangslage. „Gefühlt war es auch Jung gegen nicht mehr ganz so jung. Cottbus hatte im ersten Satz den besseren Endspurt hingelegt und nicht unverdient gewonnen. Danach war aber sprichwörtlich Schluss mit lustig, und die Schöneicher zeigten, wer der Herr im Haus ist. Unterm Strich: Für das erste Spiel im neuen Jahr eine solide Leistung. Nächste Woche geht es zum TSV Spandau 1860. Wir sind heiß.“ Kein Wunder, bei einem Schöneicher Sieg könnte man mit Fug und Recht von einer Meisterschaftsvorentscheidung sprechen.

Von den beiden Verfolgern TSV Spandau 1860, der vor dem Anpfiff fünf Punkte hinter Schöneiche lag, und USC Magdeburg, den sieben Punkte zum Spitzenreiter trennten, schienen die Spandauer von der Papierform her mit ihrem Gastspiel beim Tabellenletzten USV Potsdam die leichtere Hürde überspringen zu müssen. Auch hier trat das Erwartete mit dem 3:1 (-15, 17, 24, 16)-Auswärtssieg ein, wobei auch hier – welche Duplizität der Ereignisse – der Favorit den ersten Satz ziemlich sang- und klanglos mit 15:25 an die Potsdamer abgeben musste. Was zählt, ist das, was unterm Strich steht: elfter Saisonsieg und Wahrung der 5-Punkte-Differenz zum Tabellenführer.

Die Magdeburger empfingen zum Jahresauftakt im Sachsen-Anhalt-Derby ausgerechnet die im Mittelfeld platzierten Dessau Volleys, gegen die sie vor der Winterpause auswärts mit 1:3 verloren hatten, so dass sie sich mit einer unerwarteten Niederlage aus dem alten Jahr verabschiedeten. Im Vorfeld des Lokalderbys sprachen die Magdeburger von einer „Schlüsselpartie“, von Revanche und Wiedergutmachung. So nutzte Magdeburgs Trainer Marko Schulz das spielfreie erste Wochenende des neuen Jahres für ein Trainingslager und eine erste Standortbestimmung in Sachen Kondition und Athletik. Da das Trainingslager aber nicht von allen Spielern besucht werden konnte, wurde unter Woche viel in Mannschaftskomplexen trainiert. Der Coach machte dabei dem Team unmissverständlich klar, dass in Dessau mindestens ein Punkt liegen gelassen wurde, „weil wir nicht konstant genug agiert haben. Das darf uns nicht noch einmal passieren.“ Die Dessauer wiederum, die letzte Saison noch Meisterschaftsdritter waren und deren bisheriger Saisonverlauf eher einer Berg- und Talfahrt glich, können sich bei Ausschöpfung ihres wirklichen Leistungspotenzials durchaus weiter nach vorn spielen. Eine interessante Konstellation also.

Die mahnenden Worte des Magdeburger Trainers fielen aber nicht auf sonderlich fruchtbaren Boden, denn der Gastgeber verlor nach einer 2:1-Satzführung unnötig mit 2:3 (-21, 18, -16, 14, -13), so dass die Rechnung offen bleibt. Der Gastgeber bestrafte sich mit vielen Eigenfehlern am Ende selbst, auch wenn der Kapitän Lorenz Teege mit viel Verantwortungsgefühl voranging und für eine mutige Spielweise, hohes Engagement und flexiblen Angriff sorgte. Im Entscheidungssatz musste sich der Gastgeber aber recht schnell eingestehen, dass ein Sieg viel Arbeit bedeuten würde. Beim Stand von 4:8 wurden die Seiten gewechselt. Doch die Magdeburger konnten den Rückstand zwar auf zwei Zähler minimieren, für einen Sieg reichte es aber nicht mehr (13:15). Trainer Marko Schulz: „Wir haben nicht einen Punkt gewonnen, sondern zwei Punkte verschenkt. Leider konnten die Jungs ihre Leistung nur punktuell abrufen.“ Mit dieser fünften Saisonniederlage vergrößerte sich der Rückstand der Elbestädter auf den Spitzenreiter auf neun Punkte und den Tabellenzweiten Spandau auf vier Punkte.

Aus dem Quartett hinter dem

Spitzentrio patzte nur einer

Was sich im Quartett hinter dem Spitzentrio zutrug, ist schnell auf einen kurzen Nenner gebracht: drei siegten, einer patzte. Der Aufsteiger und Rückkehrer SG Prieros/Königs Wusterhausen hatte es im Heimspiel gegen CV Mitteldeutschland II, das mit sieben Siegen und sechs Niederlagen in bislang 13 Spielen im Gegensatz zur Vorsaison eine nahezu ausgeglichene Bilanz aufzuweisen hat, in der Hand, als Tabellenvierter am führenden Trio dranzubleiben. Mitteldeutschland wiederum wollte mit dem achten Saisonsieg weiter vorrücken und dem Spitzenfeld bis auf drei Punkte nahekommen. Am Ende hatte Prieros mit 3:0 (21, 12, 21) die Nase vorn, womit der vierte Tabellenrang gefestigt wurde, während Mitteldeutschland als einziges Team aus dem Verfolger-Quartett weiter an Boden einbüßte und auf den siebenten Rang zurückfiel.

Davor liegen der USV Halle als Fünfter nach dem 3:0 (21, 12, 21) im Heimspiel gegen den Drittletzten MTV Mariendorf und die Dessau Volleys (3:2 in Magdeburg), die auf den sechsten Rang vorgerückt sind. Halle trifft am nächsten Spieltag zu Hause auf Prieros, und Dessau empfängt Mitteldeutschland II. Sind da wieder Tabellenturbulenzen angesagt?

Aus der drohenden Abstiegsgefahr konnte sich der Regionalliga-Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg mit dem 3:2 (16, -22, -22, 20, 9) beim abstiegsbedrohten SV Lindow-Gransee II ein Stück befreien. Denn nun verfügen die auf einen Nichtabstiegsplatz liegenden Prenzelberger über einen 3-Punkte-Vorsprung gegenüber Lindow-Gransee. Der Aufsteiger führt das Abstiegs-Quartett an (10 Punkte), gefolgt von Mariendorf (9), Cottbus (7) und Potsdam (6). Für die Potsdamer kann die nächste Partie beim MTV Mariendorf schon ein „Schicksalsspiel“ sein. Und wenn Prenzlauer Berg zu Hause die mit einem Fehlstart ins neue Jahr gegangenen Magdeburger besiegt, dürfte deren Vizemeisterschaft ein Traum bleiben und Prenzlauer Berg das Abstiegsgespenst weiter verjagt haben.

In der Lausitz sieht es bei

beiden Teams weiter trübe aus

Auch bei den Frauen gab es vor einer Woche eine vom 16. Spieltag vorgezogene Partie zwischen dem SV Energie Cottbus und dem sieglosen Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Dabei gelang den Cottbuserinnen ein aufmunternder erfolgreicher Jahreseinstand. Mit dem 3:0 (22, 13, 17)-Heimsieg feierten sie den dritten Saisonsieg und verringerten vorübergehend den Rückstand auf den vor ihnen liegenden Aufsteiger WSG Reform Magdeburg, der gegenwärtig einen Nichtabstiegsplatz einnimmt, wenn es bei der eigentlichen Dreier-Abstiegsquote bliebe.

Aber wie bei den abstiegsbedrohten Männern aus der Lausitz wartete auch auf die Frauen am 13. Spieltag auswärts ein harter Brocken mit dem vor einem Durchmarsch stehenden Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III. 11 Siege und 33 Punkte sowie 33:3 Sätze – eine geradezu traumhafte Bilanz der Prenzelbergerinnen, die so makellos bleiben sollte. Erwartungsgemäß hatte Cottbus beim 0:3 (-22, -17, -17) außer dem Kampfgeist wenig entgegenzusetzen.

Da der ärgste Verfolger von Prenzlauer Berg, der neun Punkte hinter dem Tabellenführer auf Platz zwei liegende Berliner Volleyballverein Vorwärts, spielfrei war, wuchs der Vorsprung der Prenzelbergerinnen vorübergehend auf 12 Punkte an – bei einem Spiel mehr als der BVV. Dahinter machte sich vor dem ersten Ballwechsel ein mit 19 Punkten gleichauf liegendes Trio mit USC Magdeburg, BBSC Berlin III und USV Halle natürlich Hoffnungen, den Abstand zum Spitzenduo verkürzen zu können. Das gelang dem neuen Tabellendritten BBSC Berlin III mit einem 3:1 (13, 21, -17, 19) zu Hause gegen das Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner und auch dem auf den vierten Rang vorgerückten USV Halle, der das Sachsen-Anhalt-Derby zu Hause gegen den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg mit 3:1 (22, 21, -23, 23) gewinnen konnte.

Aus dem Verfolgertrio musste der USC Magdeburg beim 3:2 (17, 14, -23, -17, 15) in heimischer Halle gegen die SG Einheit Zepernick einen Punkt abgeben und fiel vom dritten auf den fünften Platz zurück. Fast wäre es noch böse ausgegangen, wenn nicht der umkämpfte Tiebreak in der Verlängerung mit 17:15 gewonnen worden wäre. Die Magdeburgerinnen gingen selbstbewusst und siegeswillig auf das Feld und lieferten in den ersten beiden Durchgängen des spannenden Spiels sehr gute taktische und herausragende spielerische Leistungen ab. Sowohl im Aufschlag als auch im Angriff und im Block konnten sie sich gegen die Gäste in den ersten beiden Sätzen durchsetzen. Danach riss der Spielfaden. Im entscheidenden fünften Satz überzeugten die Elbestädterinnen wieder mit viel Motivation und gelungener Spieltaktik, was letztendlich den Ausschlag zum 17:15-Satzgewinn gab.

Nach dem Sieg im ersten Heimspiel 2019 resümierte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann: „Wir haben in den ersten beiden Durchgängen unsere Leistungen abrufen können. Satz drei und vier blieben wir dann unter unseren Möglichkeiten. Aber ich bin stolz auf die Mädels, die im fünften Satz Nerven wie Drahtseile offenbarten.“ Die Trainerin lobte die tolle Stimmung in der Campushalle 3 der Otto-von-Guericke-Universität. "Die Stimmung war fantastisch. Das Publikum fieberte mit und Fangesänge durchströmten die Halle.“

Der Tabellenvorletzte TSV Spandau 1860 behielt beim Gastgeber VT Rudow-Altglienicke nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (-21, -23, 23, 22, 5) die Oberhand. Zwar war der Jubel verständlich, aber das Damoklesschwert schwebt nach wie vor über den Spandauerinnen, die mit nunmehr sieben Punkten nach wie vor zum Dreier-Abstiegskreis mit Cottbus (9 Punkte) und Erkner (1 Punkt) gehören. Käme schließlich sogar ein vierter Absteiger in Betracht, so wären gegenwärtig Reform Magdeburg (16 Punkte), Rudow-Altglienicke (18 Punkte) und Zepernick (19 Punkte) am stärksten bedroht. Und viel Zeit bis zum Saison-Halali bleibt nicht, wie eingangs beschrieben…

Die Spiele im Überblick

Männer, vorgezogenes Spiel am 5. Januar 2019 (vom 16. Spieltag): SV Energie Cottbus – CV Mitteldeutschland II 1:3.

Männer, 13. Spieltag am 12. Januar 2019: TSGL Schöneiche II – SV Energie Cottbus 3:1, USV Halle – MTV Mariendorf 3:0, USV Potsdam – TSV Spandau 1860 1:3. Am 13. Januar 2019: SV Lindow-Gransee II – SG Rotation Prenzlauer Berg 2:3, USC Magdeburg – Dessau Volleys 2:3, SG Prieros/Königs Wusterhausen – CV Mitteldeutschland II 3:0.

Frauen, vorgezogene Partie am 5. Januar 2019 (vom 16. Spieltag): SV Energie Cottbus – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0.

Frauen, 13. Spieltag am 12. Januar 2019: USV Halle – WSG Reform Magdeburg 3:1. Am 13. Januar 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – SV Energie Cottbus 3:0, USC Magdeburg – SG Einheit Zepernick 3:2, BBSC Berlin III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1, VT Rudow-Altglienicke – TSV Spandau 1860 2:3.

Nächster Spieltag

Männer, 14. Spieltag am 19. Januar 2019: USV Halle – SG Prieros/Königs Wusterhausen, TSV Spandau 1860 – TSGL Schöneiche II, MTV Mariendorf – USV Potsdam, SG Rotation Prenzlauer Berg – USC Magdeburg. Am 20. Januar 2019: Dessau Volleys – CV Mitteldeutschland II.

Frauen, 14. Spieltag am 19. Januar 2019: USV Halle –BBSC Berlin III, TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SG Einheit Zepernick – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USC Magdeburg. Am 20. Januar 2019: WSG Reform Magdeburg – VT Rudow-Altglienicke.

Die nächste Wochenumschau erscheint unmittelbar nach dem 14. Spieltag. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

16.12.2018

Wochenumschau nach 12. Spieltag: Abschied vom alten Jahr mit Start in die Rückrunde ohne Überraschungen

Aktualisierte Fassung vom Montag - 17. Dezember 2018 zu den Dessau Volleys

Auf ein Neues noch im alten Jahr! Denn mit dem 12. Spieltag ging die Regionalliga Nordost kurz vor Jahresultimo in die Rückrunde. Welche Hoffnungen werden sich in der anstehenden Spielzeit bis zum Saisonfinale am 6./7. April 2019 erfüllen? Welche Befürchtungen werden eintreten – Abstieg oder Klassenerhalt? Eine spannende Zeit also. Nun aber steht erst einmal eine vierwöchige Pause an, bevor die Saison im neuen Jahr mit dem 13. Spieltag am 12./13. Januar fortgesetzt wird. Für vier Mannschaften wird die Pause schon am 5. Januar unterbrochen, denn bei den Männern und Frauen gibt es jeweils eine vom 16. Spieltag vorgezogene Partie.

Kein Ruhmesblatt

für die Dessau Volleys

Bevor wir uns dem 12. Spieltag zuwenden, ist noch ein unrühmlicher Vorgang nachzutragen. Das Spiel der Männer vom 11. Spieltag zwischen den gastgebenden Dessau Volleys und dem USV Halle, das ursprünglich mit einem 3:2-Sieg der Dessauer endete, musste wegen eines Regelverstoßes der Dessauer mit 3:0 für Halle gewertet werden. Der Grund: Dessau hatte einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt. Konkret ging es um einen Jugendspieler, der am gleichen Tag schon zwei Spiele bei den Männern in der Landesklasse Südost bestritten hatte, so dass sein Einsatz in der Regionalliga das dritte Spiel am gleichen Tag war. Die Bundesspielordnung schränkt zum Schutz der Jugendspieler allerdings ein, dass es für sie nur maximal zwei Erwachsenenspiele an einem Tag sein dürfen. Leider waren die Dessauer ein schlechter Verlierer, denn sie verbreiteten über diese Entscheidung am „grünen Tisch“, wie sie sich mokierten, auf Facebook unwahre Behauptungen und griffen die Hallenser massiv und beleidigend an. Stattdessen kein Wort der Dessauer über ihre eigenen Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Regelkenntnisse. Kein Ruhmesblatt für die Dessau Volleys!

Das Spitzentrio bleibt

unverändert beieinander

Mit der TSGL Schöneiche II ging bei den Männern der inoffizielle Halbzeitmeister in die Rückrunde. Die Schöneicher führten vor diesem Spieltag mit 31 Punkten die Tabelle an, gefolgt vom TSV Spandau 1860 (26 Punkte) und dem USC Magdeburg (24 Punkte), der eine Woche zuvor in einem Nachholspiel vom 4. Spieltag im Sachen-Anhalt-Derby bei den Dessau Volleys mit 1:3 (19, 16, 23, 24) den Kürzeren gezogen hatte. Für die Magdeburger war es nach dem 1:3 eine Woche zuvor zu Hause gegen Schöneiche die zweite Niederlage in Serie. Bei diesen Punktabständen blieb es auch nach dem 12. Spieltag!

Schöneiche hatte beim Rückrundenstart auswärts gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg wenig Probleme und setzte sich mit 3:1 (23, 14, -9, 3) durch und bleibt weiter ungeschlagen. Mannschaftskapitän Robert Brandt kommentierte das Geschehen so: „Ohne den Dauer-MVP Bastian Grothe und den Mannschaftskapitän waren die Vorzeichen für das letzte Spiel des Jahres nicht die allerbesten für uns. Doch es zeigte sich wieder einmal, dass Schöneiche halt ein richtiges Team ist. Fällt jemand aus, rückt der nächste ohne Qualitätsverlust nach. So war das auch gegen Prenzlauer Berg, das trotz der 1:3-Niederlage guten Volleyball spielte und uns im dritten Satz mit 9:25 regelrecht zerlegte. Aber insgesamt waren wir einfach wieder etwas besser, so dass der Sieg verdient war. Man merkte allerdings, dass alle Gegner motiviert sind, wenn sie gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter spielen. Sie wollen uns ärgern. Doch wir sind darauf eingestellt. Nun freuen wir uns erst mal auf die Spielpause.“

Auch der erste Verfolger, der TSV Spandau 1860, löste seine Heimaufgabe gegen den USV Halle beim 3:1 (-24, 18, 19, 17) souverän, auch wenn der erste Satz denkbar knapp abgegeben werden musst. Und wie zog sich der zweite Verfolger, der USC Magdeburg, beim Rückrundenstart aus der Affäre? Nach der 1:3-Niederlage zuletzt in Dessau war Magdeburgs Trainer Marko Schulz reichlich unzufrieden: „Wir konnten nicht wirklich durchgehend überzeugen. Nach einem starken ersten Satz verloren wir komplett den Faden und ließen Dessau wieder ins Spiel kommen.“ Dennoch bezeichnete er die Hinrundenbilanz mit Platz 3 und 8 Siegen und 3 Niederlagen als „gut“, wobei er verständlicherweise daran erinnerte, dass sein Team letzte Saison beinahe abgestiegen wäre.

Doch im letzten Spiel des alten Jahres bei der Bundesligareserve CV Mitteldeutschland II wolle man wieder mehr Fahrt aufnehmen, um eine gute Rückrunde folgen zu lassen. Trotz des besseren Tabellenrankings und der Tatsache, dass das Hinspiel gegen CVM Ende September deutlich in drei Sätzen gewonnen werden konnte, warnte der Trainer vor dem Sachsen-Anhalt-Derby: „Im Hinspiel haben wir zwar drei Punkte holen können, aber wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Denn wir haben aus dem instabilen Spiel des Gegner profitiert.“

Diesmal alles besser machen – das war die Devise des mit dem kompletten altbewährten Kader in Braunsbedra antretenden Teams. Das gelang mit dem glatten 3:0 (16, 18, 17) – und das ohne Libero Justin Spiegel, der sich kurzfristig krank meldete. „Der Sieg war wichtig, um nicht den Anschluss nach oben weiter zu verlieren. Aber wenn man ehrlich ist, war Mitteldeutschland kein großer Prüfstein. Wir haben nicht unbedingt gut gespielt, aber dafür deutlich weniger Eigenfehler produziert. Das war der Schlüssel zum Sieg“, so Trainer Marko Schulz. Fröhliche Weihnachten also an der Elbe, zumal die U20-Jugend, in der auch einige Akteure aus der ersten Mannschaft spielen, mit weiteren vier Siegen ungeschlagen den Landesmeistertitel gewinnen konnte. Mit der erfolgreichen Titelverteidigung qualifizierte sich das Team um Kapitän Lukas Pockrandt für die Nordostdeutsche Meisterschaft, die Ende März in Magdeburg stattfinden wird.

„Rote Laterne“ an altgedienten

Regionalligisten USV Potsdam

In der Abstiegszone verloren drei Abstiegskandidaten: der MTV Mariendorf zu Hause gegen die SG Prieros/Königs Wusterhausen mit 1:3 (-22, 15, -23, -24) und der SV Lindow-Gransee auswärts gegen die Dessau Volleys mit 0:3 (-26, -24, -19). Im Direktduell der beiden Abstiegskandidaten SV Energie Cottbus (12.) gegen USV Potsdam (11.), die zwei Punkte trennte, erlebte der altgediente Regionalligist aus Potsdam eine böse Überraschung. Denn die Cottbuser fertigten den Gegner mit 3:1 (12, -16, 16, 15) ab und feierten mit diesem überzeugenden Heimsieg den zweiten Erfolg im 12. Saisonspiel. Damit übernahm der USV Potsdam die „rote Laterne“. Eine schöne Bescherung für die Potsdamer Altmeister!

Auch der BVV kann Prenzlauer Berg

nicht aufhalten – sechster Titel in Sicht!

Auch bei den Frauen hatte es vor einer Woche noch ein Nachholspiel vom 3. Spieltag zwischen den beiden Aufsteigern BBSC Berlin III und WSG Reform Magdeburg gegeben, das die Magdeburgerinnen mit 3:0 (21, 20, 27) für sich entschieden. Diese Paarung gab es dann gleich zum Rückrundenstart mit umgekehrtem Heimrecht, wobei sich diesmal die Gäste aus Berlin mit 3:0 (20, 21, 23) revanchierten.

Die Spitzenpaarung dieses 12. Spieltages war zweifellos die Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten Berliner Volleyballverein Vorwärts und dem inoffiziellen Halbzeitmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III, der sechs Punkte vor dem BVV lag. Ein weiterer Sieg der Prenzelbergerinnen käme praktisch einer Titelvorentscheidung gleich. Denn das würde bedeuten: neun Punkte Plus auf den BVV und 14 Punkte Vorsprung auf das Trio USC Magdeburg, BBSC Berlin III und USV Halle. Die diesmal spielfreie SG Einheit Zepernick rutschte vom dritten auf den sechsten Rang ab und hat einen Rückstand zum Spitzenreiter von 15 Punkten – bei einem Spiel weniger als die Konkurrenten.

Die Prenzelbergerinnen siegten gegen den gastgebenden BVV in einem bewegten Spiel mit 3:0 (21, 24, 21). Angesichts von elf Saisonsiegen am Stück dürfte auch in den ausstehenden neun Begegnungen für den Neuling aus Prenzlauer Berg kein Gegner in Sicht sein, der die Mannschaft auf dem Weg zum sechsten Titelgewinn in der Regionalliga der Frauen des Vereins nach 2009, 2013, 2014, 2015 und 2018 stoppen könnte. Selbst eine Niederlage würde sie nicht umwerfen.

Die beim Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner gastierenden drittplatzierten Magdeburgerinnen wollten mit einem Erfolg als Aufsteiger das Jahr ausklingen lassen. Das gelang mit 3:1 (18, -21, 12, 23). Trainerin Anja Bechmann musste allerdings nach dem Verlust des zweiten Satzes, in dem nichts mehr zu sehen war von der zuvor stabilen Annahme und auch das späte Aufbäumen den Satzverlust nicht mehr verhinderte, klare Worte sprechen und die Mannschaft wach rütteln. Mit einer konsequenten und disziplinierten Spielweise und gelungenen Abwehraktionen kehrten die Magdeburgerinnen wieder in die Erfolgsspur zurück. Der Aufsteiger kann mit sieben gewonnen Spielen und Rang drei zufrieden dem Jahreswechsel entgegengehen.

Bliebe noch die Begegnung zwischen dem Tabellenvorletzten TSV Spandau 1860 und dem USV Halle, der mit dem 3:1 (7, 17, -24, 24)-Auswärtssieg vom siebenten auf den fünften Rang vorrückte und als Meisterschaftsdritter der letzten Saison wenigstens einen versöhnlichen Jahresausklang feiern konnte. Zeichnet sich nach der bislang durchwachsenen Saison eine Trendwende im neuen Jahr ab?

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel am 9. Dezember 2018 (vom 4. Spieltag): Dessau Volleys – USC Magdeburg 3:1.

Männer, 12. Spieltag am 15. Dezember 2018: MTV Mariendorf – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – TSGL Schöneiche II 1:3, SV Energie Cottbus – USV Potsdam 3:1, TSV Spandau 1860 – USV Halle 3:1. Am 16. Dezember 2018: CV Mitteldeutschland II – USC Magdeburg 0:3, Dessau Volleys – SV Lindow-Gransee II 3:0.

Frauen, Nachholspiel am 9. Dezember 2018 (vom 3. Spieltag): BBSC Berlin III – WSG Reform Magdeburg 0:3.

Frauen, 12. Spieltag am 15. Dezember 2018: TSV Spandau 1860 – USV Halle 1:3. Am 16. Dezember 2018: WSG Reform Magdeburg – BBSC Berlin III 0:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – USC Magdeburg 1:3.

Nächster Spieltag

Männer, vorgezogenes Spiel am 5. Januar 2019 (vom 16. Spieltag): SV Energie Cottbus – CV Mitteldeutschland II.

Männer, 13. Spieltag am 12. Januar 2019: TSGL Schöneiche II – SV Energie Cottbus, USV Haller – MTV Mariendorf, USV Potsdam – TSV Spandau 1860. Am 13. Januar 2019: SV Lindow-Gransee II – SG Rotation Prenzlauer Berg, USC Magdeburg – Dessau Volleys, SG Prieros/Königs Wusterhausen – CV Mitteldeutschland II.

Frauen, vorgezogene Partie am 5. Januar 2019 (vom 16. Spieltag): SV Energie Cottbus – VSV Grün-Weiß 78 Erkner.

Frauen, 13. Spieltag am 12. Januar 2019: USV Halle – WSG Reform Magdeburg. Am 13. Januar 2019: SG Rotation Prenzlauer Berg III – SV Energie Cottbus, USC Magdeburg – SG Einheit Zepernick, BBSC Berlin III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, VT Rudow-Altglienicke – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint unmittelbar nach dem 13. Spieltag. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Notwendiger Nachtrag zur

Reaktion der Dessau Volleys

Im vorstehenden Text sind die Vorgänge zum Männer-Regionalligaspiel Dessau Volleys gegen USV Halle, das wegen eines Regelverstoßes der Dessauer statt mit 3:2 für Dessau mit 3:0 für Halle gewertet worden, und die Dessauer Reaktionen daraufhin auf Facebook beschrieben. Inzwischen meldete sich Dessaus Trainer Ingo Häntschel zu Wort: „Von einem massiven Angriff auf den USV Halle kann überhaupt keine Rede sein und unsere eigene Unzulänglichkeit haben wir in unserem Bericht erwähnt. Wir kannten diese Regelung nicht - klar unser Fehler. Die diffamierenden Worte gegen uns auf der Homepage Volleyball-Nordost sind weit überzogen.“

Dazu stellt der Regionalpressewart klar: Was in Dessau über Facebook verbreitet wurde, verstößt eindeutig gegen das Fairplay. Erst auf Intervention des Regionalspielwarts Uwe Näthler wurde der Text überarbeitet und entschärft. Bis dahin konnten ihn lange Zeit andere User nachlesen. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail: Denn es geht im Kern um Regeln. Die können nicht beliebig interpretiert oder gar ignoriert werden, auch wenn dem einen oder anderen der BSO-Passus hinsichtlich des begrenzten Einsatzes von Jugendspielern nicht passt. Insofern spricht aus der öffentlich gemachten Meinung von Ingo Häntschel "Wir haben uns dadurch keinen Wettbewerbsvorteil verschafft. Wir haben einen Jugendspieler eingesetzt und keinen Bundesligaspieler" eine gewisse Abwehrhaltung gegenüber der BSO-Regel und ist eine Irreführung. Denn es geht nicht um einen Vor- oder Nachteil, sondern um einen Regelverstoß, der korrekt geahndet wurde, und für den - und das ist hier ausdrücklich zu sagen - der USV Halle am wenigsten kann.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

02.12.2018

Wochenumschau nach 11. Spieltag: Schöneiches Punktlandung – mit 3:1-Sieg in Magdeburg inoffizieller Halbzeitmeister bei den Männern

Bei den Männern fokussierte sich der 11. und letzte Spieltag der ersten Halbserie auf die Spitzenbegegnung Tabellenzweiter USC Magdeburg kontra Spitzenreiter TSGL Schöneiche II. Die Schöneicher gingen mit einem 4-Punkte-Vorsprung aus bislang zehn Begegnungen in die Partie gegen die heimstarken Elbestädter, die allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben. Ihr letztes Spiel aus der ersten Halbserie findet erst in einer Woche am 9. Dezember mit dem Sachsen-Anhalt-Derby bei den Dessau Volleys statt. Aus dieser Konstellation ergibt sich: Schöneiche würde bei einem Sieg in Magdeburg unangefochten inoffizieller Halbzeitmeister werden. Punkten dagegen die Magdeburger sowohl gegen Schöneiche als auch danach gegen Dessau, stünde es zwischen beiden Teams nach Siegen ausgeglichen 10:10. Doch kämen die Magdeburger in diesen zwei Spielen auf mindestens fünf Punkte, würde dieser inoffizielle Titel an die punktbesseren Männer aus der Elbestadt gehen.

Statistisch kaum Vor- oder

Nachteile für beide Spitzenteams

Die Stärken beider Teams zu Hause und auswärts unterschieden sich bislang nur minimal: Magdeburg war in fünf Heimspielen viermal siegreich. Die einzige Heimniederlage und damit auch die einzige Saisonniederlage hatte es am siebenten Spieltag mit 0:3 gegen den punktgleichen Tabellendritten TSV Spandau 1860 gegeben. Die Schöneicher können wiederum auf eine makellose Auswärtsbilanz verweisen: fünf Spiele - fünf Siege. Magdeburgs Trainer Marko Schulz gab vor dem Anpfiff aber nicht klein bei: „Meine Jungs haben in der Saison schon einiges geleistet, und heute gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter wird sich zeigen müssen, ob wir dem Druck standhalten und gegen den Favoriten mithalten können. Dabei wird wichtig sein, die Nerven zu behalten.“ Der Coach erinnerte daran, dass seine Mannschaft in der zurückliegenden Saison in beiden Ligaspielen das Nachsehen hatte und sich dabei sogar immer ohne eigenen Satzgewinn geschlagen geben musste. „Das soll sich am Sonntag nicht wiederholen“, hoffte er und verwies auf „die gute Trainingswoche, in der noch einmal die eigenen Stärken herausgestellt wurden“. Und er setzte darauf, dass er für dieses Spitzenspiel fast auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Einzig auf Lukas Murra und Andreas Kusnezov musste er verzichten.

Alle Hoffnungen der Magdeburger auf einen Überraschungscoup erhielten schon im ersten Satz einen Dämpfer, als Schöneiche überlegen mit 25:12 auftrumpfte. Zwar schafften die Gastgeber danach mit dem 25:20-Satzgewinn den 1:1-Ausgleich, aber zu mehr reichte es nicht. Mit dem 3:1 (12, -20, 19, 21)-Erfolg vollbrachte die TSGL Schöneiche II einen klare Punktladung und sicherte sich ungeschlagen (!) den inoffiziellen Halbzeitmeistertitel. Gratulation an die Mannschaft und das Trainerteam um René Jerratsch!

Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt schilderte die Situation vor dem Spitzenspiel so: „Beide Teams waren heiß auf das Spiel. Leider mussten wir auf beide etatmäßigen Diagonalangreifer und ohne unseren Trainer antreten. Aber Florian Thiel auf der Diagonalposition als auch Jürgen Treppner, eigentlich Trainer unserer ersten Mannschaft, die in der Dritten Liga spielt, waren letztendlich mehr als würdige Vertreter.“ Zum Spiel selbst meinte Robert Brandt: „Der erste Satz war bis zum 10:10-Stand ausgeglichen. Danach spielten wir uns in einen regelrechten Rausch, so dass Magdeburg nichts mehr hinbekam. Im zweiten Satz zeigte sich aber, warum beide Teams ganz oben in der Tabelle stehen. Schöneiche führte zwar, aber die insgesamt stark aufspielenden Magdeburger kamen bärenstark zurück und erkämpften sich verdient den 1:1-Satzausgleich. Die beiden folgenden Sätze verliefen sehr ähnlich. Schöneiche führte und Magdeburg kam zurück, machte sich dann aber mit einfachen Fehlern das Leben selbst schwer. Somit ging der Sieg verdient an Schöneiche.“

Auch auf Seiten des Verlierers sah man den Spielausgang ungeschminkt. Der Tenor: Mit viel Kampf und hoher Motivation konnte man lediglich einen Satz auf der Habenseite verbuchen. Anfangs noch auf Augenhöhe mit Schöneiche wechselten später Licht und Schatten. Magdeburgs Trainer Marko Schulz konstatierte denn auch: „Wir haben unsere Chancen nicht gut genug genutzt und auch unsere Fehlerquote war zu hoch.“

Durch diese Niederlage fiel Magdeburg hinter Schöneiche und dem TSV Spandau 1860 auf den dritten Rang zurück. Allerdings hatten die Spandauer beim 3:2 (-20, -23, 22, 13, 13)-Auswärtssieg gegen den SV Energie Cottbus alle Hände voll zu tun, um am Ende wenigstens zwei Punkte mitzunehmen. Die schon nach Sätze mit 2:0 führenden Cottbuser waren nämlich drauf und dran, ihren zweiten Saisonsieg einzufahren, aber mit dem 25:22 im dritten Durchgang wendeten die Spandauer die drohende Niederlage noch ab.

Zieht man einen Strich unter die erste Halbserie (bei einem noch ausstehenden Nachholspiel am 9. Dezember zwischen Dessau und Magdeburg), so zeichnet sich ab, dass die Entscheidung über den Meistertitel zwischen dem Spitzentrio Schöneiche (31 Punkte), Spandau (26 Punkte) und Magdeburg (24 Punkte) fallen dürfte. Doch wer auch immer aus diesem Dreigestirn den Titel holt, hinterlässt augenblicklich ein Fragezeichen hinter dem Aufstieg in die Dritte Liga Nord. Schöneiche scheidet dafür aus, weil dort schon die erste Mannschaft des Vereins präsent ist, die dort gegenwärtig den dritten Platz belegt und somit durchaus ein Aufstiegskandidat für die 2. Bundesliga Nord wäre. Ob Magdeburg nach der Talfahrt von der 2. Bundesliga bis in die Regionalliga noch einmal so inspiriert ist, den Sprung in die Drittklassigkeit zu wagen, ist vor Saisonbeginn ziemlich ausgeschlossen worden. Und Spandau, der jüngste Drittliga-Absteiger? Hier könnte es im Falle des Gewinns des Meistertitels durchaus noch einmal ein Umdenken hinsichtlich der postwendenden Rückkehr in die dritthöchste deutsche Spielklasse geben.

Das Abstiegsfeld reicht

bis zum Tabellenachten

Die Bilanz der ersten Halbserie in punkto Abstieg ist ziemlich eindeutig. Da am Ende dieser Saison aufgrund des Zwölferfeldes vier statt sonst drei Mannschaften absteigen, sind nach jetziger Lage ab Platz acht fünf Mannschaften bedroht: Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg (11 Punkte), Neuling SV Lindow-Gransee II und Fast-Absteiger der letzten Saison MTV Mariendorf (beide je 9 Punkte) sowie USV Potsdam (6 Punkte) und Schlusslicht SV Energie Cottbus (4 Punkte), wobei die Lausitzer schon vor Beginn dieser Saison erwogen hatten, ihre Mannschaft aus der Regionalliga zurückzuziehen.

Aus diesem Kandidatenkreis punkteten am 11. Spieltag nur Rotation Prenzlauer Berg zu Hause gegen den mitbedrohten MTV Mariendorf mit 3:2 (21, -14, 20, -22, 12) und verschaffte sich damit ein minimales 2-Punkte-Polster gegenüber dem übrigen abstiegsbedrohten Quartett. Neben Cottbus (gegen Spandau) kassierten auch Lindow-Gransee II zu Hause gegen die SG Prieros/Königs Wusterhausen mit 0:3 (-29, -17, -16) und der USV Potsdam bei CV Mitteldeutschland II mit 1:3 (23, -21, -18, -17) weitere Niederlagen. In der Partie zweier im Mittelfeld liegenden Teams mit den Dessau Volleys und dem Aufsteiger USV Halle gab es ein weiteres Sachsen-Anhalt-Duell, das Dessau mit 3:2 (-19, 20, 15, -20, 9) knapp für sich entschied.

Prenzlauer Bergs Frauen

sind einfach nicht zu schlagen

Auch bei den Frauen gab es in Magdeburg ein Spitzenspiel zwischen dem bis dato auf Platz drei liegenden gastgebenden USC-Team und dem souveränen Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III, der schon vor zwei Wochen vorzeitig inoffizieller Halbzeitmeister geworden war und seine bisherigen neun Saisonspiele durchweg gewinnen konnte. Die Magdeburgerinnen hatten zuletzt eine unerwartete 0:3-Auswärtsniederlage gegen VT Rudow-Altglienicke erlitten. Gegen den haushohen Favoriten wollte das Team um Kapitän Melanie Baake zu Hause nunmehr mit viel Mut aufs Parkett gehen. An eine wirkliche Wiedergutmachung glaubte angesichts der Dominanz der Prenzelbergerinnen ernsthaft sowieso keiner. Das Erwartete trat schließlich ein. Prenzlauer Berg entschied mit eindeutigen Sätzen und einen 3:0 (15, 14, 21) diese Begegnung. Die Magdeburgerinnen fielen dadurch gleich auf den fünften Tabellenplatz zurück. Prenzlauer Berg feierte hingegen den zehnten Sieg im zehnten Spiel und wird nach diesem Durchmarsch auch in der zweiten Halbserie kaum zu schlagen sein – höchstens von sich selbst!

„Prenzlauer Berg war eine Nummer zu groß für uns. Die jungen Berlinerinnen, körperlich und kräftemäßig überlegen, überzeugten in drei Sätzen. Die Bundesstützpunktspielerinnen machten dabei von Anbeginn deutlich, dass sie nicht ohne Sieg den Rückweg antreten wollten“, räumte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann unumwunden ein. Allerdings habe man im dritten Satz erstmals länger mithalten können (7:7). Dabei sei die gegnerische Abwehr durch druckvolle Angriffe, insbesondere von Laura Slabon und Bianca Bialek, zu Fehlern gezwungen worden. Zur Crunchtime hätten ihre Spielerinnen auch mit Spielwitz geglänzt und mit einem letzten Aufbäumen sich wenigstens noch 21 Punkte erkämpft, aber am Ende habe man sich dem Jugendnationalkader beugen müssen. Aber man geht beim USC Magdeburg nach der Hinrundenbilanz mit sechs Siegen in zehn Begegnungen zuversichtlich in die Rückrunde am 16. Dezember auswärts gegen VSV Grün-Weiß 78 Erkner.

Erster Verfolger des Spitzenreiters ist nach wie vor der Berliner Volleyballverein Vorwärts, der im Heimspiel den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg ebenfalls mit 3:0 (16, 11, 18) abfertigte und damit weiterhin sechs Punkte hinter Prenzlauer Berg (30 Punkte) liegt. Neuer Tabellendritter ist die SG Einheit Zepernick (18 Punkte), die auf heimischem Parkett dem in dieser Saison nicht richtig Tritt fassenden USV Halle mit 3:1 (22, -22, 18, 19) das Nachsehen gab. Die Hallenserinnen scheiterte auch tags darauf im Nachholspiel vom 5. Spieltag beim BBSC Berlin III mit 1:3 (-22, -19, 20, 9) und drifteten mittlerweile auf den siebenten Tabellenplatz ab. Kein Ruhmesblatt für den Meisterschaftsdritten der letzten Saison!

Der Hoffnungsgrad

wird immer schmaler

An den übrigen beiden Begegnungen dieses Spieltages waren mit dem Aufsteiger VSV Grün-Weiß 78 Erkner gegen VT Rudow-Altglienicke sowie mit SV Energie Cottbus gegen TSV Spandau 1860 drei Abstiegskandidaten beteiligt. Erkner konnte beim 1:3 (22, -18, -28, -15) einmal mehr nicht punkten, obwohl im dritten Durchgang ein Satzgewinn greifbar nahe war, und ist somit unverändert siegloses Schlusslicht (1 Punkt). Dafür feierten die Cottbuserinnen zu Hause beim 3:1 (-15, 20, 21, 14) gegen Spandau ihren zweiten Saisonsieg und rückten mit sechs Punkten um einen Rang vor Spandau (5 Punkte) vor.

Bei nüchterner Betrachtung muss man allerdings zu der Feststellung kommen: Für das Trio Cottbus, Spandau und Erkner wird der Hoffnungsgrad immer schmaler. Denn es besteht angesichts von sieben und mehr Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur wenig greifbare Hoffnung, am Ende der Saison die Spielklasse zu halten. Bitter vor allem für Spandau (letzte Saison 4.) und Cottbus (letzte Saison 6.) nach ihren guten Platzierungen in der zurückliegenden Meisterschaft!

Die Spiele im Überblick

Männer, 11. Spieltag am 1. Dezember 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – MTV Mariendorf 3:2, CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam 3:1. Am 2. Dezember 2018: SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860 2:3, Dessau Volleys – USV Halle 3:2, USC Magdeburg – TSGL Schöneiche II 1:3, SV Lindow-Gransee II – SG Prieros/Königs Wusterhausen 0:3.

Frauen, 11. Spieltag am 1. Dezember 2018: SG Einheit Zepernick – USV Halle 3:1, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – VT Rudow-Altglienicke 1:3. Am 2. Dezember 2018: SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860 3:1, Berliner Volleyballverein Vorwärts – WSG Reform Magdeburg 3:0, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3.

Nachholspiel am 2. Dezember 2018 (vom 5. Spieltag): BBSC Berlin III – USV Halle 3:1.

Nächster Spieltag

Männer, Nachholspiel am 9. Dezember 2018 (vom 4. Spieltag): Dessau Volleys – USC Magdeburg.

Männer, 12. Spieltag am 15. Dezember 2018: MTV Mariendorf – SG Prieros/Königs Wusterhausen, SG Rotation Prenzlauer Berg – TSGL Schöneiche II, SV Energie Cottbus – USV Potsdam, TSV Spandau 1860 – USV Halle. Am 16. Dezember 2018: Dessau Volleys – SV Lindow-Gransee II, CV Mitteldeutschland II - USC Magdeburg.

Frauen, Nachholspiel am 9. Dezember 2018 (vom 3. Spieltag): BBSC Berlin III – WSG Reform Magdeburg.

Frauen, 12. Spieltag am 15. Dezember 2018: TSV Spandau 1860 – USV Halle. Am 16. Dezember 2018: WSG Reform Magdeburg – BBSC Berlin III, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Rotation Prenzlauer Berg III, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – USC Magdeburg.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 12. Spieltag am Montag, dem 17. Dezember 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

25.11.2018

Wochenumschau nach dem 10. Spieltag: Männer der TSGL Schöneiche auf dem Weg zur inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft

Aktualisierte Fassung - Montag, 26. November 2018 um 18.40 Uhr

Nun steht die Regionalliga Nordost mit dem hinter uns liegenden 10. Spieltag unmittelbar vor dem Ende der ersten Halbserie, die mit dem 11. Spieltag in einer Woche am 1./2. Dezember abgeschlossen wird, wobei dann noch jeweils ein Nachholspiel bei den Männern und Frauen am 9. Dezember ansteht. Danach gibt es am 15./16. Dezember noch in diesem Jahr den 12. Spieltag, ehe es dann über Weihnachten und Neujahr in eine vierwöchige Pause geht. Die Saison 2018/2019 wird schließlich im neuen Jahr mit dem 13. Spieltag am 12./13. Januar fortgesetzt.

Zwischen dem 9. und 10. Spieltag waren die meisten Mannschaften spielfrei. Denn es standen vor einer Woche lediglich drei Nachholspiele an. Bei den Männern war die Begegnung zwischen dem Aufsteiger SV Lindow-Gransee II und den Dessau Volleys insofern von Interesse, weil der Gastgeber in dieser vom 3. Spieltag nachzuholenden Partie die Chance hatte, seine missliche Tabellensituation zu verbessern. Bei einem Sieg würde Lindow-Gransee als Drittletzter um zwei Plätze vorrücken und als Tabellenachter mit neun Punkten Anschluss ans Mittelfeld finden. Mit dem 3:2 (25, 21, -21, -17, 12)-Heimsieg, der nach der 2:0-Satzführung fast noch in Gefahr geriet, nutzten die Randberlinern diese Chance und holten zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Dessauer konnten sich als Tabellensiebenter hingegen nicht weiter verbessern.

Bei den Frauen wurde am Nachholspieltag von den Mannschaften aus dem Spitzenfeld lediglich der Tabellenvierte USV Halle im Sachsen-Anhalt-Derby vom gastgebenden Aufsteiger WSG Reform Magdeburg herausgefordert – und scheiterte prompt. Durch die 2:3 (20, -21, -20, 21, -9)-Niederlage verloren die Hallenserinnen den Kontakt zum Spitzentrio und rutschten auf den fünften Rang ab. Überflügelt wurden sie von der SG Einheit Zepernick, die in der vom 1. Spieltag nachzuholende Begegnung beim VT Rudow-Altglienicke mit 3:1 (18, -26, 21, 18) die Oberhand behielt. Soweit das „Vorgeplänkel“ zum eigentlichen 10. Spieltag.

Schöneiche ließ sich vom Aufsteiger

nicht vom Weg abbringen

Was brachte nun diese vorletzte Punkterunde vor dem Abschluss der ersten Halbserie? Bei den Männern traf Spitzenreiter TSGL Schöneiche II zu Hause auf die zuletzt im Nachholspiel erfolgreiche Mannschaft des SV Lindow-Gransee II. Doch angesichts der souveränen Art und Weise, wie die Schöneicher bislang durch die Saison spaziert sind, wäre alles andere als ein Heimsieg gegen den Neuling eine faustdicke Überraschung gewesen. Zudem wollten die Randberliner der Halbzeitmeisterschaft einen Schritt näher kommen. Ihr Vorsprung gegenüber den beiden Mitkonkurrenten USC Magdeburg (bei einem Spiel weniger!) und TSV Spandau 1860 betrug vor diesem Spieltag vier Punkte. Dieses Plus sollte unbedingt behauptet werden.

Das gelang schließlich mit dem 3:0 (12, 21, 20)-Erfolg. Schöneiches Kapitän Robert Brandt kommentierte das Geschehen gegen Lindow-Gransee kurz und bündig so: „Wir spielten Lindow gleich im ersten Satz förmlich an die Wand. Die Gäste wollten uns als Favoriten ein bisschen ärgern, was ihnen im zweiten Satz auch ansatzweise gelang. Aber insgesamt war es eine klare Angelegenheit für uns. Nun geht es nächste Woche zum Verfolger nach Magdeburg. Wir freuen uns auf dieses Topspiel.“

Mit diesem Heimerfolg sind die Schöneicher auf dem besten Wege zur inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft. Doch perfekt ist die Sache noch nicht. Denn es gibt noch einen Haken: Zum einen steht zum Abschluss der Halbserie am 11. Spieltag (2. Dezember) noch die Begegnung gegen den heimstarken USC Magdeburg an. Und zum anderen gibt es am 9. Dezember noch das Nachholspiel vom 4. Spieltag mit Dessau Volleys kontra Magdeburg. Gibt Schöneiche in Magdeburg drei Punkte ab und die Magdeburger schlagen danach auch Dessau, so kämen Schöneiche und Magdeburg auf je zehn Siege, aber die Elbestädter hätten im Falle von zwei 3-Punkte-Siegen 30 Zähler und Schöneiche aber nur 28. Dann ginge der inoffizielle Halbzeitmeistertitel an den neuen Spitzenreiter aus der Elbestadt. Spannung pur also!

Das Spitzentrio hält die

Konkurrenz weiter auf Distanz

Und wie zogen sich die beiden ärgsten Verfolger aus der Affäre? Der USC Magdeburg schien mit dem Gegner USV Potsdam vor keiner sonderlichen Herausforderung zu stehen. Einmal mehr gingen die Magdeburger gegen den Tabellenvorletzten als Favorit in die Partie, wobei in der vergangenen Saison sowohl Magdeburg als auch Potsdam das Heimspiel jeweils deutlich in drei Sätzen gewinnen konnten. Dennoch warnte USC-Trainer Marko Schulz vor einem Selbstläufer: „Gegen Potsdam müssen wir von Anfang an 100 Prozent geben. Auch wenn die Potsdamer momentan weit unten in der Tabelle stehen, haben sie mit ihren Altmeistern doch genug Erfahrung, um einem jungen Team die Stirn zu bieten.“ Um eine unliebsame Überraschung auszuschließen, wurde zuletzt im Training besonders am Kombinationsspiel und an der Stabilität im Komplex eins gearbeitet. Verzichten mussten die Elbestädter allerdings verletzungsbedingt auf Mittelblocker Lukas Murra, und auch Mittelblocker Andreas Kusnezov fehlte.

Am Ende gab es den erwarteten Spielausgang mit dem 3:0 (16, 19, 24) der Magdeburger, die allerdings nicht restlos überzeugen konnten. Dabei gab es personell manche Überraschung, denn Kapitän Lorenz Teege saß zunächst auf der Bank. Auch sah sich der Trainer veranlasst, einige Doppelwechsel im zweiten Satz mit Eric Schlese und Friedemann Steinwerth sowie im dritten Satz vorzunehmen, da Zuspieler Tom Heidecke und Diagonalspieler Jonas Röske den Faden verloren hatten. In diesem dritten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der von Eigenfehlern auf beiden Seiten gekennzeichnet war. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Den ersten Satzball beim 24:23 hatten die Potsdamer. Doch Cedrik Moede konnte geschickt den Block anschlagen und den 24:24-Ausgleich erzielen. Danach passte es in Block und Feldabwehr. Schließlich verwandelten die Magdeburger ihren Matchball zum 26:24.

„Wir haben einen wichtigen Sieg eingefahren, ohne dabei wirklich zu glänzen“, so Magdeburgs Trainer nach dem Schlusspfiff. „Wichtig war es mir, dass Spieler wie Cedrik Moede heute Einsatzzeit bekamen. Die Erfahrungen werden wir in den nächsten drei Spielen und im neuen Jahr brauchen, um weiter vorn mitspielen zu können. Ärgerlich ist, dass manche Akteure während des Spiels mit dem Mitdenken aufhören, so dass der dritte Durchgang so eng wurde. Nun kommt am nächsten Sonntag der Tabellenführer aus Schöneiche zu uns. Da ist alles offen.“

Auch der TSV Spandau 1860 hielt sich im Heimspiel gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg schadlos und setzte sich mit 3:1 (23, -22, 18, 24) durch, wobei die Spandauer – abgesehen vom dritten Satz – ein gehöriges Stück Arbeit leisten mussten, um den Widerstand der Prenzelberger zu brechen und den Heimsieg perfekt zu machen. Unterm Strich: Das Spitzentrio mit Schöneiche (28 Punkte), Magdeburg und Spandau (je 24) hält die Konkurrenz weiterhin klar auf Distanz. Denn dazwischen liegen immerhin sechs Punkte!

Von den übrigen Verfolgern

lässt nur einer Federn

Von den drei hinter dem führenden Trio folgenden punktgleichen Teams trafen mit dem USV Halle und CV Mitteldeutschland II zwei im Direktduell aufeinander, so dass einer von beiden seine komfortable Situation einbüßen musste, während die SG Prieros/Königs Wusterhausen im Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Energie Cottbus in einer günstigeren Position war. Das Sachsen-Anhalt-Derby zwischen Halle und Mitteldeutschland entschieden die Hallenser mit 3:0 (19, 20, 24) für sich und brachten damit den in den letzten fünf Spielen viermal erfolgreichen Mitteldeutschen eine nicht unbedingt erwartete Niederlage bei. Halle verteidigte damit seinen vierten Tabellenplatz vor der mit 18 Punkten gleichauf liegenden Mannschaft des Aufsteigers SG Prieros/Königs Wusterhausen, der erwartungsgemäß zu Hause Cottbus mit 3:0 (22, 22, 16) die neunte Saisonniederlage beibrachte. Der CV Mitteldeutschland II bleibt trotz der Niederlage Tabellensechster (15 Punkte), hat aber nun die punktgleichen Dessau Volleys im Nacken, die beim abstiegsbedrohten MTV Mariendorf mit 3:1 (16, -20, 21, 19) erfolgreich waren.

Der BVV rückt näher an Prenzlauer

Berg heran, aber Magdeburg büßt ein

Bei den Frauen war der Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg III schon am 9. Spieltag zur inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft gekommen. Am 10. Spieltag waren die rundum dominierenden Prenzelbergerinnen spielfrei. Sie treffen zum Abschluss der Halbserie am 11. Spieltag (2. Dezember) auswärts auf den Verfolger USC Magdeburg. So bot die Spielpause von Prenzlauer Berg dem Tabellenzweiten Berliner Volleyballverein Vorwärts die Möglichkeit, mit einem Sieg im Auswärtsspiel gegen den abstiegsbedrohten TSV Spandau 1860 bis auf sechs Punkte an die Prenzelbergerinnen heranzurücken. Diese Chance ließ sich der BVV nicht entgehen und feierte einen sicheren 3:0 (15, 21, 9)-Auswärtssieg.

Würde auch der erst am Sonntag spielende Tabellendritte USC Magdeburg mit einem Sieg bei VT Rudow-Altglienicke seinen bislang 11-Punkte-Rücktand auf den Spitzenreiter reduzieren können? Die Magdeburgerinnen wussten um die Schwere der Aufgabe und waren sich einig: Nur mit einer hundertprozentigen Leistung von Anbeginn sowie mit viel Mut und taktischem Verständnis würde man dem neuformierten Team Rudow-Altglienicke beikommen können.

Dieses Vorhaben ging schließlich gründlich daneben. Mit 0:3 (-22, -19, -17) erlitten die Magdeburgerinnen eine deutliche Niederlage in Berlin. Sie besitzen somit weiterhin elf Punkte Rückstand auf den Spitzeneiter und bereits ein Minus von fünf Punkten auf den Tabellenzweiten BVV. Nach einer suboptimalen Trainingswoche und mit dezimierten Kader bemühten sich die Elbstädterinnen, noch das Beste rausholen. Zwar erspielte sich Magdeburg im ersten Satz durch gute Aufschläge einen frühen 5-Punkte-Vorsprung, den die Gastgeberinnen beim 10:10 aber wettmachten. Im anschließenden Kopf-an-Kopf-Rennen behielt Rudow-Altglienicke die besseren Nerven und holte sich den Satzgewinn. Im zweiten Durchgang lief Magdeburg aufgrund der cleveren Spielweise von Rudow einem frühen Rückstand hinterher. USC-Trainerin Anja Bechmann brachte gegen Ende des Satzes durch zwei Positionswechsel frischen Wind ins Team. So konnte Mara Kriebitzsch auf der Zuspielposition punkten, und Jugendspielerin Fabienne Recke bekam ihren ersten Einsatz in der Regionalliga. Doch trotz des kurzzeitigen Aufschwungs konnte der Satzverlust nicht verhindert werden. Der dritte Satz glich dann phasenweise einem offenen Schlagabtausch (11:11), doch es dauerte nicht allzu lange, bis sich die Gastgeberinnen mit 16:11 in Führung spielten. Am Ende musste sich Magdeburg mit 17:25 deutlich geschlagen geben. Es war die dritte Saisonniederlage des Neuling, der in einer Woche vor heimischer Kulisse vor dem schweren Spiel gegen den Spitzenreiter steht. „Hier kann die Mannschaft zeigen, was für ein Potenzial wirklich in ihr steckt“, so die USC-Trainerin nach dem enttäuschenden Auftritt in Berlin.

In den übrigen Spielen gab es durchweg Heimsiege nach drei Sätzen. Der neue Tabellenvierte USV Halle - mit nunmehr 16 Punkten gleichauf mit dem USC Magdeburg - schlug den Fast-Absteiger VSV Grün-Weiß 78 Erkner sicher mit 3:0 (18, 18, 13). Auch der BBSC Berlin III setzte sich gegen den abstiegsbedrohten SV Energie Cottbus mit 3:0 (19, 20, 23) durch. Alles keine Überraschung! Ganz anders hingegen die Begegnung des Aufsteigers WSG Reform Magdeburg gegen die deutlich besser platzierte SG Einheit Zepernick. Denn der bisherige Tabellensiebente behielt gegen den vormaligen Tabellenvierten mit 3:0 (23, 17, 19) die Oberhand. Für den Neuling, der schon vor einer Woche zu Hause den favorisierten USV Halle mit 3:2 bezwungen hatte, war es der fünfte Saisonsieg! Damit verbesserte sich das WSG-Team um einen Rang auf Platz sechs und hat mit nunmehr 13 Punkten schon acht und mehr Zähler Vorsprung gegenüber dem Abstiegsfeld mit Spandau (5 Punkte), Cottbus (3) und Erkner (1). Es sieht also ganz danach aus, dass der Aufsteiger aus der Elbmetropole seine Premierensaison in der Regionalliga erfolgreich bestehen wird.

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 3. Spieltag): SV Lindow-Gransee II – Dessau Volleys 3:2.

Männer, 10. Spieltag am 24. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – SV Energie Cottbus 3:0, USV Halle – CV Mitteldeutschland II 3:0, MTV Mariendorf – Dessau Volleys 1:3, TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:1. Am 25. November 2018: TSGL Schöneiche II – SV Lindow-Gransee II 3:0, USV Potsdam – USC Magdeburg 0:3.

Frauen, Nachholspiel am 17. November 2018 (vom 1. Spieltag): VT Rudow-Altglienicke – SG Einheit Zepernick 1:3. Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 4. Spieltag): WSG Reform Magdeburg – USV Halle 3:2.

Frauen, 10. Spieltag am 24. November 2018: BBSC Berlin III – SV Energie Cottbus 3:0, USV Halle – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0, WSG Reform Magdeburg – SG Einheit Zepernick 3:0, TSV Spandau 1860 – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3. Am 25. November 2018: VT Rudow-Altglienicke – USC Magdeburg 3:0.

Nächster Spieltag

Männer, 11. Spieltag am 1. Dezember 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – MTV Mariendorf, CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam. Am 2. Dezember 2018: SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860, Dessau Volleys – USV Halle, USC Magdeburg – TSGL Schöneiche II, SV Lindow-Gransee II – SG Prieros/Königs Wusterhausen.

Frauen, 11. Spieltag am 1. Dezember 2018: SG Einheit Zepernick – USV Halle, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – VT Rudow-Altglienicke. Am 2. Dezember 2018: SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860, Berliner Volleyballverein Vorwärts – WSG Reform Magdeburg, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III.

Nachholspiel am 2. Dezember 2018 (vom 5. Spieltag): BBSC Berlin III – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 11. Spieltag am Montag, dem 3. Dezember 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

11.11.2018

Wochenumschau nach 9. Spieltag: Prenzlauer Bergs Frauen vorzeitig inoffizieller Halbzeitmeister, Schöneiches Männer auf gutem Weg dorthin

Aktualisierte Fassung: Sonntag, 11. November 2018 um 23 Uhr

Nun geht es mit Riesenschritten dem Ende der ersten Halbserie in der Regionalliga Nordost entgegen. Die beiden dafür noch anstehenden Spieltage finden am 24./25. November (10. Spieltag) und 1./2. Dezember (11. Spieltag) statt. Daran schließt sich in diesem Jahr noch eine Runde am 15./16. Dezember (12. Spieltag), ehe die Saison in eine vierwöchige Pause geht und das Spieljahr im neuen Jahr mit dem 13. Spieltag am 12./13. Januar 2019 fortgesetzt wird.

Bei den Männern hat die TSGL Schöneiche II beste Aussichten, inoffizieller Halbzeitmeister zu werden. Die Schöneicher gehen nach dem 9. Spieltag mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die restlichen beiden Begegnungen bis zum Halbserienabschluss. Nachdem sie zuletzt die nicht leichte Auswärtsaufgabe gegen den Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen mit Bravour, aber auch glücklich gemeistert haben, folgen als die beiden Gegner bis zur Halbzeit zu Hause der Aufsteiger SV Lindow-Gransee II (am 25. November) und schließlich auswärts der USC Magdeburg (am 2. Dezember). Vor allem gegen die bislang eine starke Saison spielenden Magdeburger kann es eine unliebsame Überraschung geben. Auch der auf der Lauer liegende Mitverfolger TSV Spandau 1860, der an diesem 9. Spieltag bei den Dessau Volleys einen Punkt abgeben musste, könnte von einem Ausrutscher der Schöneicher profitieren, zumal die beiden nächsten Begegnungen der Spandauer zu Hause gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg und danach auswärts gegen das Schlusslicht SV Energie Cottbus lösbar sind.

Prieros kontra Schöneiche: Ein Volleyballfest

mit glücklichem Sieger - nach Fehlentscheidungen

Mit der Begegnung SG Prieros/Königs Wusterhausen kontra TSGL Schöneiche II trafen am 9. Spieltag zwei Teams aufeinander, von denen Schöneiche als Tabellenführer favorisiert und der Tabellenfünfte Prieros eigentlich Außenseiter war. Schöneiches Kapitän Robert Brandt verwies allerdings darauf, dass „viel Brisanz in der Luft lag, weil sich beide Teams schon sehr lange kennen und es immer ein regelrechtes Volleyballfest“ gewesen sei. „Von daher haben wir uns auch nicht als Favorit gesehen, wenn man von der Papierform absieht. Und nicht zu vergessen die starken Fans des Gastgebers.“

Seine eher zurückhaltende Haltung sollte sich bestätigen, auch wenn am Ende Schöneiche mit 3:1 (17, -17, 20, 23) die Nase vorn hatte. „Das Spiel begann erstklassig. Allein der erste Ballwechsel war schon spektakulär. Besser ins Spiel kam aber Schöneiche, wehrte fast jeden Ball ab und machte dann selbst den Punkt. So endete der erste Satz ziemlich eindeutig zu unseren Gunsten. Im zweiten Satz zeigte aber der Gastgeber, was in ihm steckt. Hier wurde Schöneiche abgefackelt, so dass alles wieder auf Anfang steht. Ab dem dritten Satz griff leider immer mehr das Schiedsgericht ein, wobei das beide Teams gleichermaßen betraf. Aber es war doch etwas schade angesichts des ansonsten schönen Spiels auf Top-Regionalliganiveau. Schöneiche lief im dritten Satz wieder zur Höchstform auf und sicherte sich den auch verdient. Der vierte Durchgang war dann letztendlich der Höhepunkt in vielerlei Hinsicht. Einerseits schenkten sich beide Mannschaften nichts, andererseits griff das Schiedsgerichtes leider spielentscheidend ein, wobei Prieros lange Zeit stets die Nase vorn hatte und diesen Satz unglücklich verlor. Ein fünfter und entscheidender Satz wäre mehr als verdient gewesen. Unterm Strich eine Riesenlob an beide Mannschaften und den Fans in der Halle. Es war ein tolles Volleyballfest! Nun freuen wir uns auf das erste freie Wochenende seit neun Wochen.“

Alex Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher von Prieros/Königs Wusterhausen und selbst Spieler, sprach von "einer unnötige Niederlage gegen den Tabellenführer" und kritisierte auch, dass "das Schiedsgericht das Spitzenderby in der Endphase des vierten Satzes durch unglückliche Fehlentscheidungen beeinflusst" habe. Weiter konstatiert Kurth: "Leider griff das Schiedsgericht in der Endphase des vierten Satzes unglücklich ins Spielgeschehen ein. Hier konnten die Angreifer zweimal in Folge den Schöneicher Block deutlich anschlagen, aber in allen Fällen wurden die Angriffe gegen den Gastgeber gewertet. Aufgrund dessen hieß es nicht zweimal Satzball, sondern der Tabellenführer kam Stück für Stück an Prieros/Königs Wusterhausen heran und erspielte sich den Matchball beim 23:24. Prieros bekommt aber aufgrund spielentscheidender Fehler des Schiedsgericht nicht den Punkt zum Satzball. Der Tiebreak wäre mehr als verdient gewesen. Es ist sehr traurig, dass das heutige Schiedsgericht am Ende das Spiel entschieden hat. Ein mehr als unglückliches Ende eines guten Spiels von beiden Seiten."

Magdeburg nimmt das Derby

gegen Halle nicht auf die leichte Schulter

Während der hinter den Schöneichern auf dem zweiten Platz liegende TSV Spandau 1860 bei den Dessau Volleys beim hart umkämpften 3:2 (-20, 16, 25, -21, 14)-Sieg einen Punkt abgeben musste, feierte der bis dato Drittplatzierte USC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Derby zu Hause gegen den Aufsteiger und Tabellenvierten USV Halle einen 3:0 (22, 15, 22)-Sieg und rückte damit auf den zweiten Platz vor, nach Punkten (21) gleichauf mit Spandau.

Im Vorfeld dieser Begegnung war betont worden, dass das letzte Aufeinandertreffen mit den Hallensern schon eine Weile zurückliege, so dass Prognosen schwer fallen. Die Magdeburger Männer waren letzte Saison Meisterschaftsneunter in der Regionalliga, und die Hallenser Männer spielten da noch in der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt und belegten den fünften Platz. Als Relegationsdritter schafften sie schließlich den Aufstieg in die Regionalliga.

Das USC-Team um Kapitän Lorenz Teege konnte bisher fünf Saisonspiele gewinnen, aber Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Doch gerade vor heimischer Kulisse wollten die Elbestädter mit den eigenen Fans im Rücken an den letzten Erfolg gegen den MTV Mariendorf anknüpfen und sich weiter in der Spitzengruppe festsetzen. Dabei setzte Trainer Marko Schulz auf die bewährte Starting-Six, die unter der Woche nochmals auf Herz und Nieren geprüft wurde. Dabei stand im Training insbesondere der Aufschlag auf dem Plan, denn den konnten die USC-Männer in der letzten Begegnung nur suboptimal einbringen. Aber nicht nur im technischen Bereich wurde in den Trainingseinheiten gearbeitet, auch das Spielverständnis in kritischen Situationen wurde gefestigt, so dass die Erwartungen gegen die Hallenser in einen 3-Punkte-Sieg gipfelten.

Tatsächlich feierten die Magdeburger mit dem 3:0 (22, 15, 22) einen weiteren Heimsieg. Nach einer kritischen Situation bei den Gästen aus dem Süden Sachsen-Anhalts musste gleich zu Beginn des ersten Satzes das Spiel beim Stand von 2:2 unterbrochen werden, weil es schien, als habe sich auf Hallenser Seite Lukas Kreißl (später MVP) verletzt. Aber er konnte weiter spielen, den Siegeszug der USC-Männer beim 25:22 aber nicht aufhalten. Auch im zweiten Satz dominierten die Gastgeber. Sie zwangen den Gästen ihr Spiel auf und sorgten abermals für eine komfortable Führung (17:10). Libero Justin Spiegel kratzte die gegnerischen Angriffe vom Parkett, und Tom Heidecke (späterer MVP) setzte seine Angreifer gekonnt in Szene. Obendrein glänzte Jugendspieler Fabian Lübke in kritischen Situationen durch ein fehlerloses Agieren, so dass auch dieser Durchgang mit 25:15 gewonnen werden konnte. Im dritten Satz wackelte Magdeburgs Annahme mal wieder, und auch die Angriffe konnten nur wenig druckvoll verwertet werden. So gerieten die Elbestädter ins Hintertreffen (4:6). Wieder war es Fabian Lübke, der diesmal mit einem Service-Winner den Ausgleich erzwang (7:7). Die Hallenser gaben sich aber noch nicht geschlagen, setzten ihrerseits die Gastgeber unter Druck und erspielten sich beim 21:19 einen Vorsprung. Doch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Magdeburger den dritten Satz doch noch mit 25:22 für sich entscheiden.

Ihr Trainer Marko Schulz strahlte nach dem Schlusspfiff bis über beide Ohren: „In Satz eins waren wir noch nicht wirklich im Derby angekommen. Der zweite Satz zeugte hingegen von der Spielqualität der Jungs, und dass wir den dritten Satz zum Ende noch drehen konnten, ist einfach grandios. Auch wenn nur ein Spieler MVP werden kann, möchte ich sehr deutlich das ganze Team loben. Die eingewechselten Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht und uns damit genauso zum Sieg verholfen wie jene auf dem Feld.“ Jetzt heißt es für die Magdeburger erstmal durchatmen und ein freies Wochenende zu genießen, ehe es am 25. November auswärts gegen den USV Potsdam weitergeht.

USV Potsdam rutscht weiter ab,

SV Energie Cottbus gibt Lebenszeichen

Dabei dürften sich die Magdeburger auf eine „bissige“ Potsdamer Mannschaft einstellen müssen. Denn die bislang auf dem zehnten Platz liegende und vom Abstieg bedrohte USV-Mannschaft kassierte unerwartet eine 1:3 (-13, -22, 16, -20)-Auswärtsniederlage gegen den Aufsteiger und bisherigen Tabellenvorletzten SV Lindow-Gransee II. Damit fielen die Potsdamer auf den vorletzten Rang zurück – mit einem dürftigen 3-Punkte-Plus auf das Schlusslicht SV Energie Cottbus.

Die Männer aus der Lausitz gaben nämlich mit dem ersten Saisonsieg beim dramatischen 3:2 (-20, 16, 25, -21, 14)-Erfolg beim Gastgeber SG Rotation Prenzlauer Berg ein erstes Lebenszeichen von sich. Auch wenn ein Punkt abgegeben werden musste, so dürfte die Hoffnung gewachsen sein, über kurz oder lang doch noch den Anschluss zum Mittelfeld herstellen zu können, wobei angesichts von vier Absteigern ein Rückstand von mindestens fünf Punkten aufgeholt werden müsste.

Eine dieser bedrohten Mannschaften ist der MTV Mariendorf, der bei CV Mitteldeutschland II mit dem 1:3 (-21, 17, -16, -19) die siebente Niederlage im neunten Saisonspiel erlitt. Momentan gehören mit Prenzlauer Berg (9 Punkte), Mariendorf (8), Lindow-Gransee II (7), Potsdam (6) und Cottbus (3) fünf Mannschaften zum Kandidatenkreis für den Abstieg.

Prenzlauer Bergs Topkader

trainiert bis zu fünfmal die Woche

Bei den Frauen ist dem von Sieg zu Sieg eilenden Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg III die inoffizielle Halbzeitmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Neun Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts und sogar elf Punkte auf den nächsten Verfolger USC Magdeburg, die beide allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben, spricht einen deutliche Sprache über die Dominanz der Prenzelbergerinnen. Sie mussten am 9. Spieltag beim BBSC Berlin III antreten und dominierten den Gegner beim 3:1 (11, 7, -20, 14) eindeutig. Am 10. Spieltag sind die Prenzelbergerinnen spielfrei, und zum Abschluss der Halbserie am 11. Spieltag treffen sie auf den gastgebenden Verfolger USC Magdeburg (2. Dezember),

Glückwunsch an die SG Rotation Prenzlauer Berg III und ihren Trainer Max Filip zur vorzeitigen inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft! „Ja, wir haben bisher eine tolle Serie gespielt“, bestätigte Trainer Max Filip. „Das war nicht so ohne Weiteres zu erwarten, denn für meine Spielerinnen ist die Regionalliga Neuland. Aber die Mädchen – überwiegend 16 oder 17 Jahre jung – trainieren ungemein motiviert und intensiv und wollen das auch im Spiel umsetzen.“ Intensives Training – das heißt für die Mehrzahl der Spielerinnen fünfmal Training in der Woche und dabei täglich zweimal, wie Max Filip dazu ergänzte. So gesehen habe man gegenüber den anderen Regionalligamannschaften natürlich einen deutlichen quantitativen, aber auch qualitativen Vorsprung.

Den Hintergrund für dieses ungewöhnliche Pensum erläutert der 26-jährige Coach, der aus Baden-Württemberg kommt, an der Sporthochschule in Köln studiert hat und gegenwärtig sein Masters in Berlin macht, mit dem aufschlussreichen Hinweis: „Aufgrund der Kooperation von Prenzlauer Berg mit dem VC Olympia Berlin und dessen Nachwuchsförderungskonzept ist für die meisten Mädchen die Regionalliga nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die Bundesligateams des VCO oder sogar bis in die Nachwuchsnationalmannschaften.“

Anders gesagt: Obwohl diese Mannschaft nicht in die Dritte Liga Nord aufsteigen kann, weil dort schon Prenzlauer Bergs zweites Vereinsteam präsent ist, und somit „nur“ um die „goldene Ananas“ (sprich Regionalmeistertitel) spielt, ist angesichts der langfristigen Kaderperspektive der Eifer und Ehrgeiz der Spielerinnen natürlich enorm. Man braucht also kein Prophet zu sein, um festzustellen, dass auf dem Weg zum Titelgewinn nichts an Prenzlauer Berg vorbeiführt.

Magdeburgerinnen kassieren

gegen Halle zweite Saisonniederlage

So gesehen rückt der Kampf um die Plätze dahinter deutlich stärker in den Vordergrund, als man vor Saisonbeginn vermuten konnte. Von den beiden Verfolgern des Spitzenreiters, dem Berliner Volleyballverein Vorwärts und dem USC Magdeburg, hielt sich am 9.Spieltag nur der BVV schadlos, der zu Hause gegen den Tabellenvorletzten SV Energie Cottbus mit 3:1 (19, 14, -22, 16) gewann. Dagegen musste der Aufsteiger USC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Derby gegen den USV Halle seine zweite Saisonniederlage einstecken. Im Gegensatz zum Männerduell Magdeburg kontra Halle waren bei den Frauen die Vorzeichen genau umgekehrt: Die Hallenserinnen waren letzte Saison Meisterschaftsdritter in der Regionalliga, während die Magdeburgerinnen die Landesoberliga als Zweiter beendeten und als Relegationssieger in die vierthöchste deutsche Spielklasse aufstiegen. Die Hallenserinnen waren also favorisiert und demonstrierten das auch mit einem 3:1 (16, -23, 23, 23)-Sieg auf gegnerischem Parkett.

Gleich zu Beginn des ersten Satzes setzten die Hallenserinnen im Aufschlag ein deutliches Zeichen und brachten die Elbestädterinnen wie noch kein Team zuvor in der Annahme zum Wackeln. Das hatte zur Folge, dass die Gastgeberinnen schnell einem Rückstand von zehn Punkten hinterherliefen (5:15). Trotz Fehlerminimierung mussten sich die USC-Frauen mit nur 16 eigenen Punkten geschlagen geben. Auch im zweiten Durchgang gerieten die Magdeburgerinnen in einen frühen Rückstand (0:6), fingen sich diesmal jedoch eher und kämpften sich Punkt für Punkt zurück ins Spiel. Dabei glänzte vor allem Außenangreiferin Melanie Polter (spätere MVP), die sowohl in der Annahme als auch im Angriff Verantwortung übernahm und das Team zum Satzerfolg führte (25:23). Endlich schienen die Magdeburgerinnen im Derby angekommen zu sein. Nun entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei sich die Hallenserinnen zur Crunch-Time mit zwei Punkten absetzen konnten. Zwei Punkte, die die USC-Frauen aber nicht mehr aufholen konnten und den Satz mit 23:25 abgaben. Mit dem Rücken zur Wand trumpften im vierten Satz dann die Gastgeberinnen auf. Kapitän Melanie Baake brachte ihre Mannschaft mit einem Service-Winner ins Spiel und gestaltete mit einer nun stabilen Annahme ein schnelles Spiel. In einem offenen Schlagabtausch wechselte ständig die Führung, wobei die Hallenserinnen zum Satzende das glücklichere Händchen hatten und den Sack mit 25:23 zumachten. Mit dieser Niederlage fiel Magdeburg hinter Prenzlauer Berg (27 Punkte) und BVV (18) auf den dritten Rang (16) zurück.

Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann resümierte nach dem Spiel: „Gegen Halle kann man verlieren. Es ist nur schade, dass sich die Mädels im ersten Satz unter Wert verkauft haben. In den folgenden Sätzen haben sie es dann dem Vorjahresdritten sehr schwer gemacht.“ Nach acht Spieltagen haben die Elbestädterinnen nun eine Woche spielfrei, die sie unter anderem zur Regeneration nutzen werden, bevor es dann am 25. November auswärts gegen VT Rudow-Altglienicke geht.

In der Abstiegszone verlor der TSV Spandau 1860 bei der SG Einheit Zepernick mit 1:3 (-18, -12, 24, -20), und auch das Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner scheiterte zu Hause im Aufsteigerduell an der WSG Reform Magdeburg mit 0:3 (-19, -22,-16). Hier ist augenblicklich ein Quartett mit Reform Magdeburg (8 Punkte), Spandau (5), Cottbus (3) und Erkner (1) am stärksten vom Abstieg bedroht.

Zum Schluss noch der Hinweis: Der 10. und nächste Spieltag findet erst am 24./25. November 2018 statt. An dem dazwischen liegenden Wochenende (17./18. November 2018) stehen lediglich drei Nachholspiele – zwei bei den Frauen und eines bei den Männern – auf dem Programm.

Die Spiele im Überblick

Männer, 9. Spieltag am 10. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSGL Schöneiche II 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Energie Cottbus 2:3, CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf 3:1. Am 11. November 2018: Dessau Volleys – TSV Spandau 1860 2:3, USC Magdeburg – USV Halle 3:0, SV Lindow-Gransee II – USV Potsdam 3:1.

Frauen, 9. Spieltag am 10. November 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus 3:1, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860 3:1. Am 11. November 2018: BBSC Berlin III – SG Rotation Prenzlauer Berg III 1:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – WSG Reform Magdeburg 0:3, USC Magdeburg – USV Halle 1:3.

Nächster Spieltag

Männer, Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 3. Spieltag): SV Lindow-Gransee – Dessau Volleys.

Männer, 10. Spieltag am 24. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – SV Energie Cottbus, USV Halle – CV Mitteldeutschland II, MTV Mariendorf – Dessau Volleys, TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg. Am 25. November 2018: TSGL Schöneiche II - SV Lindow-Gransee II, USV Potsdam – USC Magdeburg.

Frauen, Nachholspiel am 17. November 2018 (vom 1. Spieltag): VT Rudow-Altglienicke – SG Einheit Zepernick. Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 4. Spieltag): WSG Reform Magdeburg – USV Halle.

Frauen, 10. Spieltag am 24. November 2018: BBSC Berlin III – SV Energie Cottbus, USV Halle – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, WSG Reform Magdeburg – SG Einheit Zepernick, TSV Spandau 1860 – Berliner Volleyballverein Vorwärts. Am 25. November 2018: VT Rudow-Altglienicke – USC Magdeburg.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 10. Spieltag spätestens am Montag, dem 26. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

04.11.2018

Wochenumschau nach 8. Spieltag: Bei den Männern zeichnet sich an der Spitze ein Dreikampf ab

Nach dem 8. Spieltag in der Regionalliga Nordost zeichnet sich bei den Männern an der Spitze ein Dreikampf zwischen der TSGL Schöneiche II, dem TSV Spandau 1860 und dem USC Magdeburg ab. Der Spitzeneiter aus Schöneiche (22 Punkte) büßte allerdings im Auswärtsspiel beim 3:2 (22, 19, -21, -15, 10) gegen den im Abstiegskampf verwickelten USV Potsdam einen Punkt ein. Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt wies darauf hin, dass Schöneiche schon in der Vergangenheit fast immer so seine Probleme mit den Potsdamern hatte. „Die sehr erfahrene und durchaus sympathische Truppe aus Potsdam versteht es, wie man gegen Schöneiche spielen muss. Das wäre auch diesmal beinahe aufgegangen. Denn wir kamen ohne Glanz zur 2:0-Satzführung. Danach schlug Potsdam zu. Mit Stimmung und gutem Volleyball kochten sie uns eiskalt ab und erzwangen mit dem 2:2-Satzgleichstand den entscheidenden fünften Satz. Hier führte Potsdam früh, aber Schöneiche kam ins Spiel zurück und lag beim Seitenwechsel mit 8:7 vorn. Nun setzte Schöneiche zum Endspurt an und entschied den Tiebreak klar mit 15:10 für sich. Unterm Strich bleibt festzustellen: Der Favorit schwankte sehr, fiel aber nicht. Allerdings muss nächste Woche im Auswärtsspiel gegen Prieros eine bessere Leistung her, um ein böses Erwachen zu vermeiden.“

Trainer Stephan Schulz zum

„Erfolgsgeheimnis“ von Spandau

Der bislang vier Punkte hinter dem Spitzenreiter auf dem zweiten Tabellenplatz liegende TSV Spandau 1860 empfing CV Mitteldeutschland II und schickte die Gäste mit 3:0 (23, 14, 22) geschlagen nach Hause. Durch den eigenen Sieg und den Punktverlust der Schöneicher verkürzte sich der Rückstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte. Die Spandauer bestätigten mit ihrem sechsten Saisonsieg ihren Aufwärtstrend. Nach dem Fehlstart zum Saisonauftakt mit dem 0:3 in Prieros wurde danach nur noch einmal mit 2:3 in Schöneiche verloren. Ansonsten gab es durchweg Siege.

Spandaus Trainer Stephan Schulz erklärt das „Erfolgsgeheimnis“ seiner Mannschaft so: „Zum einen ist die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Dritten Liga Nord zusammengeblieben. Es sind nur zwei Jugendspieler in Kooperation mit dem Berliner TSC hinzugekommen. Zum anderen, und das ist der wichtigste Punkt, haben alle Spieler eine Topeinstellung im Training. Sie sind alle hoch motiviert und haben viel Spaß. Das wollen sie auch im Spiel zeigen. Dabei ist es für mich als Trainer natürlich von Vorteil, einen so breiten und guten Kader zu haben, was meine Wechseloptionen ungemein verbessert. Ich denke, wenn diese positive Tendenz anhält und wir womöglich Regionalmeister werden, könnte das Thema Aufstieg in die Dritte Liga wieder eine Option sein. Aber so weit ist es noch längst nicht. Wir stellen uns jedenfalls auf einen Dreikampf mit Schöneiche, Magdeburg und uns ein.“

Mit 19 Punkten liegt Spandau hinter Schöneiche (22) und vor Magdeburg (18). Dahinter folgen mit den beiden Aufsteigern USV Halle und SG Prieros/Königs Wusterhausen zwei punktgleiche Team (15 Punkte). Betrachtet man den Dreikampf an der Spitze genauer, so könnten die Partien am 2. Dezember zwischen Magdeburg und Schöneiche sowie am 19. Januar zwischen Spandau und Schöneiche durchaus vorentscheiden Charakter im Kampf um die Meisterschaft tragen. Da die Spandauer das Hinspiel gegen Magdeburg am 7. Spieltag in Magdeburg glatt mit 3:0 gewonnen hatten, dürften sie für das Rückspiel vor heimischer Kulisse am 2. Februar favorisiert sein. Aber das alles sind natürlich Papierrechnungen, denn bis dahin kann dem einen oder anderen durchaus noch ein Ausrutscher unterlaufen, so dass die Karten neu gemischt werden.

Magdeburg wurde seiner Favoritenrolle

beim MTV Mariendorf gerecht, aber…

Der drittplatzierte USC Magdeburg sah sich im Auswärtsspiel gegen den MTV Mariendorf in der Favoritenrolle und betrachtete die Aufgabe fernab von Überheblichkeit als absolut machbar. Zumindest sprach die Saisonbilanz für sie: Nur ein verlorenes Spiel, während der Gastgeber aus sieben Begegnungen lediglich zwei Siege verbuchen konnte. Die Magdeburger, die diesmal wieder unter ihrem bewährten Trainer Marko Schulz antraten, hatten nach der Heimniederlage in der Vorwoche (0:3 gegen Spandau) viel am Komplex I, an der Annahme und am Zuspiel gearbeitet. Auch das Stellungsspiel wurde noch einmal in den Fokus gerückt. „Wenn es uns gelingt, unser Leistungsvermögen abzurufen und die notwendigen positiven Emotionen auf das Spielfeld kommen, können wir in Berlin drei Punkte holen“, so der USC-Trainer.

Zwar wurden die Magdeburger ihrer Favoritenrolle auch gerecht, aber es gab dennoch einige Schwachstellen. So war im ersten Satz vom Team um Kapitän Lorenz Teege nicht viel von der erwarteten Souveränität zu sehen. Zu viele Eigenfehler, insbesondere im Aufschlag, sorgten für einen offenen Schlagabtausch. Erst der Doppelwechsel Eric Schlese für Friedemann Steinwerth und Cedrik Moede für Tom Heidecke (späterer MVP) brachte den gewünschten 25:22-Satzerfolg. Auch im zweiten Durchgang spielten die Magdeburger mit angezogener Handbremse und lagen schnell mit vier Punkten hinten. Diesmal konnte sich das Team jedoch von innen heraus fangen und das eigene Spiel stabilisieren. Im Satzverlauf gelang dann der Führungswechsel, wobei auch hier wie im ersten Satz der Doppelwechsel Wirkung zeigte und zum 25:23 führte. Mit der 2:0-Satzführung im Rücken liefen die Elbestädter im dritten Durchgang insbesondere im Aufschlag zur alten Form auf und setzten die Berliner bereits mit dem ersten Ball unter Druck. Deutlich weniger Eigenfehler führten zu mehr Chancen, die konsequent zum 25:14-Satz- und damit zum 3:0-Spielgewinn genutzt wurden.

Nach dem Spiel resümierte Trainer Marko Schulz: „Im kompletten Spiel machen wir insgesamt 18 Aufschlagfehler – direkte Punkte für den Gegner. Dadurch sind auch die beiden knappen Sätze zu erklären. Nachdem wir unsere Fehlerquote reduziert hatten, konnte unser eigenes Spiel auch besser aufgebaut werden.“ Der Coach blickte aber schon mahnend voraus: „Wir müssen unsere Eigenfehler minimal halten, wenn es am kommenden Sonntag zu Hause gegen den USV Halle einen weiteren Sieg geben soll.“

Der USV Halle festigte seinen vierten Tabellenplatz durch einen 3:1 (21, 20, -21, 12)-Heimsieg gegen den Mitaufsteiger SV Lindow-Gransee II. Und auch die auf Rang fünf liegende SG Prieros/Königs Wusterhausen hielt den Anschluss zur Spitzengruppe durch einen 3:1 (-20, 23, 21, 18)-Auswärtssieg im Aufsteigerduell gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg. Nach wie vor kritisch ist die Lage des ersten Abstiegskandidaten SV Energie Cottbus, der zu Hause gegen die Dessau Volleys mit 0:3 (-22, -20, -21) den Kürzeren zog und mit nur einem Punkt aus acht Spielen weiterhin das Schlusslicht ist. Wenn man berücksichtigt, dass am Ende dieser Saison vier statt sonst üblich drei Mannschaften absteigen, weil in diesem Spieljahr mit 12 statt elf Teams gespielt wird, wird der Ernst der Lage noch deutlicher. Das betrifft auch den Neuling SV Lindow-Gransee II (11./4 Punkte) und USV Potsdam (10./6 Punkte).

Sechs Punkte für Prenzlauer Berg,

Magdeburger Sieg der Nervenstärke

Der vor einer Woche pausierende souveräne Spitzenreiter bei den Frauen, der Neuling SG Rotation Prenzlauer Berg III, musste an diesem Wochenende gleich zweimal ran: am Sonnabend im Nachholspiel vom 7. Spieltag zu Hause gegen den USV Halle und tags darauf auswärts gegen VT Rudow-Altglienicke. Mit zwei klaren Siegen – 3:0 (22, 24, 16) gegen Halle und 3:0 (18, 18, 21) gegen Rudow-Altglienicke – wurden sechs Punkte geholt, so dass die Prenzelbergerinnen mit nunmehr 24 Punkten einen 8-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger USC Magdeburg haben.

Die Magdeburgerinnen trafen im Stadtderby auswärts auf den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg und feierten beim 3:0 (22, 14, 23) nach 71 Minuten ihren fünften Saisonsieg. Doch bereits im ersten Durchgang wurde deutlich, dass das Derby ein Spiel auf Augenhöhe werden würde. Beide Teams schenkten sich nichts, kratzten in der Abwehr die Bälle vom Boden und setzten im Angriff Akzente. Mit einer kleinen Aufschlagserie von Pia Stodal (spätere MVP) konnten sich die USC-Frauen dann mit drei Punkten absetzen (12:9). Ein zwar nur kleiner Vorsprung, der aber bis zum Satzende gehalten werden konnte (25:22). Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste dann abermals im Aufschlag mit Pia Stodal, dass sie das stadtinterne Duell für sich entscheiden wollten. Neben druckvollen Aufschlägen glänzte man jetzt auch mit dynamischen Angriffen und einer cleveren Spielweise. Insbesondere Melanie Polter platzierte ein ums andere Mal den Ball im gegnerischen Feld und sorgte zudem mit präzisen Aufschlägen für den zweiten Satzerfolg (25:14). Im dritten Durchgang erwischten die Gastgeberinnen die Gäste auf dem falschen Fuß. Die zuvor stabile Annahme wackelte und im Abschluss konnte kaum ein Ball verwertet werden. Trotz des zehn Punkte Rückstandes (1:11) steckten die USC-Frauen aber den Kopf nicht in den Sand, sondern fokussierten sich auf die eigenen Stärken. Auch der Wechsel auf der Zuspielposition zeigte Erfolg. So setzte Mara Kriebitzsch ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene, so dass die Aufholjagd Früchte trug (19:22). Wieder war es dann Melanie Polter, die im Aufschlag die Nerven behielt und den Sack zu machte (25:23). USC-Kapitänin Melanie Baake räumte nach dem Schlusspfiff ein: „In so einem Derby gilt es, die Nerven zu behalten - und das ist uns wunderbar gelungen. Mental waren wir auf der Höhe und konnten unsere Stärken gut ausspielen.“ Bereits am kommenden Sonntag gibt es vor heimischer Kulisse ein weiteres Sachsen-Anhalt-Derby gegen den USV Halle.

Im Duell der Abstiegskandidaten

verliert Erkner gegen Spandau

Wie würde die Wiedergutmachung des vor einer Woche patzenden Verfolgers Berliner Volleyballverein Vorwärts (2:3 in Zepernick) zu Hause gegen den BBSC Berlin III ausfallen, der ebenfalls in der Vorwoche zu Hause gegen Rudow-Altglienicke mit 2:3 verloren hatte und es nun besser machen wollte? Es war ein von beiden Seiten beherzter Kampf um den Sieg, der am Ende über fünf Sätze ging. Dabei hatte der BBSC schon nach Sätzen mit 2:0 geführt und wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch dann drehte der BVV den Spieß um und jubelte nach dem letzten Ballwechsel über den 3:2 (-21, -18, 18, 16, 10)-Heimsieg. Damit hält der BVV als Tabellendritter (15 Punkte) Anschluss zum Spitzenduo.

In den übrigen beiden Begegnungen waren mit dem TSV Spandau 1860, dem VSV Grün-Weiß 78 Erkner und dem SV Energie Cottbus gleich drei Abstiegskandidaten beteiligt. Dabei trafen im Direktduell mit Spandau und Erkner jene beiden Teams aufeinander, die am Schluss der Tabelle liegen: Spandau als Vorletzter (2 Punkte) und Erkner als Schlusslicht (1 Punkte). Die Spandauerinnen konnten mit ihrem 3:1 (15, 15, -16, 20)-Heimerfolg ihre Lage im Abstiegskampf entscheidend verbessern, während Erkner weiterhin Schlusslicht mit nur einem Punkt ist. Der zuletzt erstmals siegreiche SV Energie Cottbus empfing die SG Einheit Zepernick. Doch die Lausitzerinnen hatten beim 0:3 (-10, -17, -16) nicht die Spur einer Chance und fielen wieder auf den vorletzten Tabellenrang zurück. Die 2-Punkte-Differenz gegenüber den davor platzierten Mannschaften Spandau und Reform Magdeburg ist zwar durchaus aufzuholen, aber die Gegner schlafen nicht…

Die Spiele im Überblick

Männer, 8. Spieltag am 3. November 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, USV Halle – SV Lindow-Gransee II 3:1, MTV Mariendorf – USC Magdeburg 0:3, TSV Spandau 1860 – CV Mitteldeutschland II 3:0. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – Dessau Volleys 0:3, USV Potsdam – TSGL Schöneiche II 2:3.

Frauen, 8. Spieltag am 3. November 2018: TSV Spandau 1860 – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick 0:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – BBSC Berlin III 3:2, VT Rudow-Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, WSG Reform Magdeburg – USC Magdeburg 0:3. Nachholspiel am 3. November 2018 (vom 7. Spieltag): SG Rotation Prenzlauer Berg III – USV Halle 3:0.

Nächster Spieltag

Männer, 9. Spieltag am 10. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Energie Cottbus, CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf. Am 11. November 2018: Dessau Volleys – TSV Spandau 1860, USC Magdeburg – USV Halle, SV Lindow-Gransee II – USV Potsdam.

Frauen, 9. Spieltag am 10. November 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860. Am 11. November 2018: BBSC Berlin III – SG Rotation Prenzlauer Berg III, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – WSG Reform Magdeburg, USC Magdeburg – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 9. Spieltag spätestens am Montag, dem 12. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

29.10.2018

Wochenumschau nach 7. Spieltag: Männer aus Schöneiche bauen Spitzenposition aus – Verfolger patzen

Der 7.Spieltag in der Regionalliga Nordost war besonders bei den Männern von Überraschungen gekennzeichnet, denn von den Verfolgern des souveränen Spitzenreiters TSGL Schöneiche II mussten der bisherige Tabellenzweite USC Magdeburg sowie der USV Halle Punkte abgeben. Die auf dem vierten Rang liegenden Hallenser hatten beim Tabellenführer in Schöneiche keine wirkliche Siegeschance. Am Ende behauptete sich Schöneiche sicher mit 3:1 (19, -20, 14, 23). Und das, obwohl die Vorzeichen für den Gastgeber nicht besonders günstig waren, wie Schöneiches Kapitän Robert Brandt schilderte: „Libero Pascal Haase befindet sich im Familienurlaub und unser dreifacher MVP, Zuspieler Ole Irrmisch, verletzte sich im Training in der Woche und fiel somit aus. Zum Glück erklärte sich Maik Haberer bereit, den Libero zu spielen. Und aus der dritten Mannschaft half unser altbekannter Johannes Meixner als Zuspieler aus.“

Die Hallenser wiederum waren ohne Trainer, aber ansonsten komplett angereist. „Wir starteten gut in den ersten Satz und holten den ohne viel Glanz, aber verdient und sicher“, so Robert Brandt weiter. „Halle wurde aber langsam besser und nutzte Unstimmigkeiten auf unserer Seite aus. In der Endphase des zweiten Satzes wechselte unser Trainer noch ein wenig, was auch nicht wirkungslos war, aber es reichte nicht ganz, so dass wir den Satz abgaben. Danach zeigte sich Schöneiche wie ausgewechselt und zeigte dem Gegner beim 25:14 die Grenzen auf. In dieser Phase wurde deutlich, warum wir in der Tabelle ganz oben stehen. Der vierte Satz war dagegen wieder sehr ausgeglichen. Beim Spielstand von 9:9 wurde es etwas unübersichtlich, da anscheinend ein falscher Spieler von Halle auf dem Feld steht. Am Ende erkämpften wir uns einen knappen Vorsprung, den wir knapp ins Ziel retteten. Siebentes Spiel, siebenter Sieg. Es läuft nach wie vor gut bei uns“, resümierte der Kapitän. Da der nächste Gegner am achten Spieltag auswärts der gegenwärtige Drittletzte, der USV Potsdam, ist, kann man zumindest nach der Papierform davon ausgehen, dass diese glänzende Siegesserie der Schöneicher (noch) nicht reißt.

Magdeburgs Erfolgsserie

reißt beim 0:3 gegen Spandau

Darauf hoffte auch der Verfolger USC Magdeburg, der zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf der Lauer lag und in seinen bisherigen fünf Spielen ausnahmslos siegreich war. Doch die Magdeburger empfingen mit dem TSV Spandau 1860 den Tabellendritten und Ex-Drittligisten, der in seinen bisherigen sieben Saisonspielen zweimal verloren hatte: in Pieros mit 0:3 und in Schöneiche mit 2:3. Die Magdeburger gaben sich aber keinen Illusionen über die Schwere der Aufgabe hin und stellten sich auf ein Duell auf Augenhöhe ein. Auch USC-Trainer Marko Schulz warnte vor dem Anpfiff: „Wir haben zwar fünf von fünf Spielen gewonnen, aber gerade erst am letzten Wochenende haben wir erfahren müssen, was passiert, wenn wir zu lax in ein Ligaspiel gehen.“ Gegen Cottbus mussten die Elbestädter im dritten Satz Lehrgeld zahlen und das nur, weil die Einstellung zum Spiel nicht regionalligatauglich war. Um seine Männer auf das schwere Heimspiel gegen Spandau einzustimmen, wurde Mitte der Woche ein zusätzliches Testspiel angesetzt. Gegner war Grün-Weiß Vallstedt, Vierter der Regionalliga Nordwest. Der Härtetest ging mit 3:2 für die Magdeburger aus und das, obwohl Jonas Röske, Justin Spiegel und Christoph Liebsch nicht mit von der Partie waren. „Ich habe viel gewechselt, um zu sehen, wer mit wem gut harmoniert. Lorenz Teege und Fabian Lübke habe ich zudem auch mal als Libero spielen lassen. Insgesamt war es ganz gut, aber gegen Spandau müssen wir uns noch deutlich steigern“, so Trainer Schulz, der wie seine Männer darauf setzte, dass vor heimischer Kulisse einmal mehr die eigenen Fans der Mannschaft den Rücken stärken.

Am Ende musste die Magdeburger allerdings konstatieren, dass Spandau eine Nummer zu groß war. Nach 71 Minuten hatte sich der TSV Spandau 1860 mit 3:0 (23, 23, 17) durchgesetzt. Schon zu Beginn des ersten Satzes mussten die Gastgeber einem frühen Rückstand hinterherlaufen (3:7). Auch nach der gleich darauffolgenden Auszeit gelang es den Elbestädtern nicht, ins Spiel zu finden. Zur Satzmitte hatten sich die USC-Männer dann zwar wieder im Griff und spielten eine Partie auf Augenhöhe (16:16). Dabei übernahmen Jonas Röske und Kapitän Lorenz Teege viel Verantwortung, konnten aber letztendlich nichts am 23:25-Satzverlust ändern. Auch im zweiten Durchgang fiel den Magdeburgern der Start nicht leicht. Wieder mussten sie einen Rückstand in Kauf nehmen (1:3), reagierten diesmal allerdings souveräner und bauten sogar ihrerseits eine Führung aus (17:13). Eine wacklige Annahme, ein wenig flexibles Aufbauspiel und nicht zuletzt fehlende Motivation gab den Berlinern Aufwind (22:22). Auch der spätere MVP Fabian Lübke konnte zur Crunchtime nicht mehr punkten, sodass auch dieser Durchgang zugunsten der Spandauer verlief (23:25). Im dritten Satz waren die Hausherren zwar zu Beginn bei der Sache (3:0), konnten aber anschließend nur noch wenig Brauchbares aufs Parkett bringen. Das schnelle gegnerische Spiel schien die Elbestädter zu überfordern, sodass die Berliner abermals die Oberhand gewannen (12:16). Beim Stand von 21:17 war dann die Luft raus. Den Magdeburgern gelang kein weiterer Punkt mehr und die Gäste freuten sich schließlich über den deutlichen Sieg.

Magdeburgs Interimstrainer Dennis Raab, der Marko Schulz vertrat, äußerte nach der deutlichen Niederlage: „Die ersten beiden Sätze spielten wir ganz gut mit, konnten aber gegen die fast fehlerlos spielenden Spandauer nichts ausrichten. Der dritte Satz war kaum noch der Rede wert.“ Nun ist Wiedergutmachung mit einem engagierten Spiel am kommenden Samstag beim MTV Mariendorf angesagt. Kein leichtes Unterfangen, denn Mariendorf ist auch auf Wiedergutmachung aus, nachdem ausgerechnet beim Tabellenvorletzten SV Lindow-Gransee nach einem dramatischen Tiebreak mit 2:3 (-25, 20, -21, 23, -17) verloren wurde.

Die Dessau Volleys munter

weiter im Auf und Ab

Durch die Niederlage der Magdeburger, die dadurch auf den dritten Tabellenplatz (15 Punkte) hinter Spandau (16 Punkte) zurückgefallen sind, baute der Spitzenreiter Schöneiche (20 Punkte) seine führende Position auf einen 4-Punkte-Vorsprung aus. Vierter ist der Verlierer USV Halle (12 Punkte), der zusammen mit der SG Prieros/Königs Wusterhausen und dem CV Mitteldeutschland II nach Punkten gleichauf ist. Prieros schlug zu Hause den USV Potsdam mit 3:0 (21, 22, 18), und Mitteldeutschland setzte sich zu Hause gegen das Schlusslicht SV Energie Cottbus mit 3:1 (23, 15, -22, 23) durch. Bei den Dessau Volleys regiert nach wie vor das Auf und Ab. Gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg scheiterte die Mannschaft, die letzte Saison noch Meisterschaftsdritter war, zu Hause mit 2:3 (-16, 21, -24, 16, -12) und fiel auf den neunten Rang zurück.

Verfolger BVV muss in

Zepernick Punkte abgeben

Bei den Frauen war der Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III spielfrei. Das hätte der unmittelbare Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts nutzen können, um den 6-Punkte-Abstand zum Tabellenführer zu verkürzen. Genau dieses Vorhaben scheiterte bei der SG Einheit Zepernick, die beim 3:2 (24, 20, -21, -15, 10) dem BVV die zweite Saisonniederlage bereitete, der dadurch auf den dritten Rang zurückfiel.

Ganz anders der Aufsteiger USV Magdeburg, der als Tabellendritter die Gunst der Stunde nutzte und mit einem 3:1 (-18, 18, 18, 16)-Heimsieg über den bislang sieglosen TSV Spandau 1860 um einen Platz vorrückte und als Tabellenzweiter nun erster Verfolger der Prenzelbergerinnen (18 Punkte) ist – mit 13 Zählern gleichauf mit dem BVV. Zwar waren die Magdeburgerinnen als eindeutiger Favorit in dieses Heimspiel gegangen, aber die gute Blockarbeit und tolle Abwehrleistung der Gäste bei gleichzeitig zu hoher Fehlerquote vor allem im Aufschlag bei den Gastgeberinnen führte zum unerwarteten 18:25-Verlust des ersten Satzes. Spätestens jetzt merkten die Elbestädterinnen, dass der Gegner auch guten Volleyball spielen kann, aber im eigenen Spiel noch viel Luft nach oben war, was in den folgenden Sätzen mit 25:18, 25:18 und 25:16 dann auch eine Bestätigung fand. Denn nun imponierten die Magdeburgerinnen mit druckvolleren Aufschlägen sowie erfolgreichen Angriffsszenen und drehten den Spieß um. „Die Weichen im Kopf der Spielerinnen waren nach dem ersten Satzverlust auf Sieg gestellt“, freute sich Trainerin Anja Bechmann. „Ich bin stolz auf das Team und die weiteren drei Punkte für das Regionalligakonto. Der Start in die Saison mit dem Ziel Klassenerhalt ist also mehr als gelungen.“ Am kommenden Sonntag geht es im nächsten Auswärtsspiel im Lokalderby gegen den Neuling WSG Reform Magdeburg.

Im Duell der Tabellennachbarn BBSC Berlin III (6.) kontra VT Rudow-Altglienicke (5.), die beide lediglich ein Punkt trennte, hatten die Gastgeberinnen gegen das neuformierte Volleyballteam mit 2:3 (-21, 18, -12, 21,-17) das Nachsehen, wovon Rudow-Altglienicke als neuer Tabellenfünfter profitierte. Mehr Spannung verhieß das Duell der Abstiegskandidaten VSV Grün-Weiß 78 Erkner (Vorletzter/1 Punkt) gegen den SV Energie Cottbus (Letzter/0 Punkte). Die bislang punkt- und sieglosen Cottbuserinnen jubelten am Ende über ihren hart erkämpften ersten Saisonsieg mit 3:0 (17, 24, 23). Die Folgen: Erkner ist neues Schlusslicht (1 Punkt), und Cottbus ist mit den ersten drei Punkten Drittletzter. Dazwischen liegt Spandau (2 Punkte). Am nächsten Sonnabend gibt es das nächste Duell der Abstiegskandidaten mit Spandau kontra Erkner.

Die Spiele im Überblick

Männer, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus 3:1. Am 28. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Potsdam 3:0, TSGL Schöneiche II – USV Halle 3:1, Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg 2:3, USC Magdeburg – TSV Spandau 1860 0:3, SV Lindow-Gransee II – MTV Mariendorf 3:2.

Frauen, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:2. Am 28. Oktober 2018: BBSC Berlin III – VT Rudow-Altglienicke 2:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SV Energie Cottbus 0:3, USV Magdeburg – TSV Spandau 1860 3:1.

Nächster Spieltag

Männer, 8. Spieltag am 3. November 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – SG Prieros/Königs Wusterhausen, USV Halle – SV Lindow-Gransee II, MTV Mariendorf – USC Magdeburg, TSV Spandau 1860 – CV Mitteldeutschland II. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – Dessau Volleys, USV Potsdam – TSGL Schöneiche II.

Frauen, 8. Spieltag am 3. November 2018: TSV Spandau 1860 – VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick, Berliner Volleyballverein Vorwärts – BBSC Berlin III, VT Rudow-Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg III, WSG Reform Magdeburg – USC Magdeburg. Nachholspiel am 3. November 2018 (vom 7. Spieltag): SG Rotation Prenzlauer Berg III – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 8. Spieltag spätestens am Montag, dem 5. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

21.10.2018

Wochenumschau nach 6. Spieltag: Schöneiche und Prenzlauer Berg sind nicht aufzuhalten

In der Regionalliga Nordost hat es in dieser Saison bei den Männern bislang erst einen Spitzenreiter gegeben, der länger als einen Spieltag die Tabellenführung inne hatte: die TSGL Schöneiche II. Nach der SG Prieros/Königs Wusterhausen (1. Spieltag), dem USV Halle (2. Spieltag) und dem USC Magdeburg (3. Spieltag) liegt Schöneiche nun schon zwei Punkterunden (4. und 5. Spieltag) ganz vorn. Und es stand nach der Papierrechnung zu vermuten, dass sich daran auch am 6. Spieltag im Auswärtsspiel beim Fastabsteiger der letzten Saison, dem MTV Mariendorf, nichts ändern würde. Der Meisterschaftsvierte der zurückliegenden Saison hatte bisweilen harten Widerstand zu brechen und gab auch einen Satz ab, aber das am Ende verdiente 3:1 (20,18, -23, 19) brachte Schöneiche den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel.

Schöneiches Kapitän Robert Brandt machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft als klarer Favorit in das Spiel ging, bestätigte aber, dass sich „Mariendorf mit einem vollen Kader präsentierte und es kein Buffet am Samstag“ war. „Insgesamt war das nicht das schönste Spiel. Viele Aufschlagfehler und nicht so gute Annahmen prägten das Spiel, so dass es für die Zuschauer keine rechte Freude war. Dafür war es aber geprägt von viel Stimmung und Einsatz“, so der Kapitän weiter. „Schöneiche holte sich die ersten beiden Sätze verdient. Der dritte Satz ging knapp, aber verdient an Mariendorf. Der vierte Satz war anfangs ausgeglichen, bis Schöneiche sich absetzen konnte. Ein verdienter Sieg. Auch wenn Schöneiche nicht das beste Spiel ablieferte – drei Punkte sind drei Punkte. Nun kann am nächsten Sonntag mit dem USV Halle einer der Verfolger kommen.“

Der zwei Punkte hinter dem Tabellenführer liegende USC Magdeburg, der in bislang vier Spielen unbesiegt geblieben war, wollte diese Siegesserie nicht ausgerechnet gegen den sieglosen Tabellenletzten SV Energie Cottbus abreißen lassen. Auch wenn die Gäste als Favoriten in dieses Spiel gingen, so war Vorsicht geboten. „Meine Jungs spielen momentan so gut, weil sie die technischen und taktischen Vorgaben umsetzen. Sollte dieses Engagement wegfallen, kann es ganz schnell gegen den Baum gehen“, warnte USC-Trainer Marko Schulz. Um die „weiße Weste“ zu behalten, wurde unter der Woche abermals am Stellungsspiel und der internen Kommunikation gearbeitet, Passvarianten geübt und am druckvollen Aufschlag gefeilt. Der Aufwand wurde belohnt: Am Ende gingen die Magdeburger als 3:1 (20, 17, -21, 22)-Sieger vom Feld und blieben damit weiter ungeschlagen.

Dabei glich der erste Durchgang einem vorsichtigen Abtasten. Erst zum Satzende konnte sich das Magdeburger Team Punkt für Punkt absetzen und den Sack zu machen (25:20). Auch im zweiten Satz dominierten die Gäste. Trotz vieler Eigenfehler, insbesondere im Aufschlag, konnten die Magdeburger den Durchgang mit nur 17 Gegenpunkten für sich entscheiden. Im dritten Durchgang zahlten die Elbestädter dann Lehrgeld und bekamen die Quittung für die zeitweise laxe Einstellung. Die Annahme wackelte und verhalf den Gastgebern zu viel Aufwind, so dass die Magdeburger den Satz mit 21:25 abgaben. Nach deutlichen Worten von Trainer Schulz und mit den Anfeuerungsrufen der Magdeburger Frauen im Rücken, gestaltete sich der vierte Durchgang dann wieder auf Augenhöhe. Die Magdeburger brauchten allerdings vier Anläufe, um den Satzball zum 25:22 zu verwandeln. Verständlich der Jubel der Elbestädter, wahrten sie doch ihre „weiße Weste“.

USC-Trainer Marko Schulz räumte allerdings ein: „Wir hatten heute Glück, dass der Gegner unsere laxe Einstellung zum Spiel nicht bestraft hat. Ich kann nur hoffen, dass jedem Spieler klar geworden ist, dass wir immer an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um in der Regionalliga erfolgreich zu sein. Von daher bin ich zwar mit den drei Punkten zufrieden, mit der Spielweise jedoch absolut nicht. Einzig Justin Spiegel zeigte den nötigen Willen und Ehrgeiz.“ Ehrgeiz und Leistungswillen sind am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellendritten TSV Spandau 1860 nötig, soll die Siegesserie fortgesetzt werden.

Mit diesem Auswärtserfolg blieb es bei der 2-Punkte-Differenz gegenüber dem Spitzenreiter Schöneiche (17 Punkte). Wenn das Kopf-an-Kopf-Rennen ganz vorn so weitergeht, muss man sich wohl auf den elften Spieltag am 2. Dezember 2018 konzentrieren, wenn es zum Direktduell Magdeburg kontra Schöneiche kommt.

Nach wie vor in der Verfolgerrolle als Tabellendritter ist der TSV Spandau 1860, der mit seinem 3:0 (22, 15, 23)-Heimerfolg über den Aufsteiger SV Lindow-Gransee II mit 13 Punkten seinen Tabellenplatz behauptete, gefolgt vom USV Halle (12 Punkte), der den USV Potsdam glatt mit 3:0 (20, 15, 24) abfertigte. Aus den Teams des Vorderfeldes ließ nur der auf dem fünften Rang liegende Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen Federn, der bei den wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrten Dessau Volleys mit 0:3 (-20, -15, -24) das Nachsehen hatte. Für die Dessauer bedeutete das eine Verbesserung um zwei Plätze auf den achten Rang, wobei sechs Punktgewinne noch keine Offenbarung sind, aber der Anschluss nach vorn ist gewahrt. Eine offensichtlich stabilere Saison als die vorherige scheint die Bundesligareserve von CV Mitteldeutschland anzupeilen. Mit dem 3:1 (25, 17, -16, 22)-Auswärtssieg gegen den Regionalliga-Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg schob sich die zweite CVM-Mannschaft mit neun Punkten auf den fünften Rang vor.

BVV rückte hinter Prenzlauer Berg

auf den zweiten Tabellenplatz vor

Im Gegensatz zu den Männern ist bei den Frauen die Lage an der Tabellenspitze absolut überschaubar. Abgesehen vom 1. Spieltag, an dem der Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg III spielfrei und der Berliner Volleyballverband Vorwärts der erste Tabellenführer war, liegen die Prenzelbergerinnen ohne Unterbrechung vorn. Inzwischen haben sie – allerdings bei einem Spiel mehr als die Konkurrenten – einen komfortablen Vorsprung von sechs Punkten auf den BVV. Am 6. Spieltag hatte Prenzlauer Berg als aufgestiegener Berliner Meister eine nicht so schwierige Hürde beim Landesmeister von Sachsen-Anhalt, der WSG Reform Magdeburg, zu überwinden. Am Ende hieß es 3:0 (19, 18, 23) für die Gäste aus Berlin.

Weit weniger zufrieden gewesen sein dürfte der bisherige Verfolger, das neuformierte Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke. Die Berlinerinnen mussten auswärts beim USV Halle – letzte Saison immerhin Vizemeister – antreten und scheiterten prompt mit 1:3 (-15, 11, -19, -20). Dadurch rutschten sie auf den fünften Rang ab.

Neuer Tabellenzweiter ist der Berliner Volleyballverein Vorwärts, der sich zu Hause gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten VSV Grün-Weiß 78 Erkner nicht überrumpeln ließ und als 3:0 (19, 18, 17)-Gewinner vom Feld ging. Erkner bleibt somit bei nur einem Punktgewinn aus fünf Spielen stehen und hat wie Cottbus das Abstiegsgespenst im Nacken.

Nach wie vor auf der Lauer liegt der Neuling USC Magdeburg als Tabellendritter mit einem 2-Punkte-Abstand auf den BVV. Die Elbestädterinnen hatten zuletzt ausgerechnet zu Hause gegen den BVV mit 0:3 ihre erste Saisonniederlage erlitten. Wiedergutmachung war also beim punkt- und sieglosen SV Energie Cottbus angesagt, bei dem allerdings insgeheim darauf gehofft wurde, dass endlich der berühmte Knoten platzt. Die Gäste um Kapitän Melanie Baake waren trotz ihrer Favoritenrolle gewarnt, denn sie konnten in den zurückliegenden drei Regionalligasaisons noch nie gegen Cottbus gewinnen. Diese „schwarze Serie“ wurde mit dem 3:1 (26, 18, -24, 22)-Auswärtssieg endlich durchbrochen. Die Satzergebnisse sollten den Lausitzerinnen im Abstiegskampf aber Mut machen! In dieser Verfassung ist ihnen ein Sieg am nächsten Sonntag beim Vorletzten aus Erkner zuzutrauen. Im ersten Durchgang lieferten sich Cottbus und Magdeburg ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem glücklicheren Ende für die Magdeburgerinnen (28:26). Im zweiten Durchgang ließen die Frauen aus Magdeburg dann nichts anbrennen und dominierte die Gastgeberinnen (25:18). Im dritten Satz war die Luft allerdings raus. Erst zur Crunch-Time rappelten sich die Elbestädterinnen nochmal auf - leider zu spät (24:26). Mit dem vorab formulierten Ziel, drei Punkte zu holen, lieferte man sich im vierten Satz abermals einen offenen Schlagabtausch. Nach 25 Minuten strahlten die Gäste vor Freude, denn mit dem 25:22 stand der 3:1-Sieg fest.

Der Aufsteiger BBSC Berlin III etabliert sich weiter im Mittelfeld. Mit dem 3:1 (-21, 18, 14, 26) bei der SG Einheit Zepernick konnte der Tabellensechste seinen Vorsprung gegenüber der Abstiegszone auf drei und mehr Punkte ausdehnen. Keine Beruhigung, aber immerhin.

Die Spiele im Überblick

Männer, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II 1:3, USV Halle – USV Potsdam 3:0, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II 1:3, TSV Spandau 1860 – SV Lindow-Gransee II 3:0. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg 1:3, Dessau Volleys – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:0.

Frauen, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – BBSC Berlin III 1:3, USV Halle – VT Rudow-Altglienicke 3:1. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg 1:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0, WSG Reform Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3.

Nächster Spieltag

Männer, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus. Am 28. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Potsdam, TSGL Schöneiche II – USV Halle, Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg, USC Magdeburg – TSV Spandau 1860, SV Lindow-Gransee II - MTV Mariendorf.

Frauen, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts. Am 28. Oktober 2018: BBSC Berlin III – VT Rudow-Altglienicke, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SV Energie Cottbus, USV Magdeburg – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 7. Spieltag spätestens am Montag, dem 29. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

14.10.2018

Wochenumschau nach 5. Spieltag: Spitzenreiter Schöneiche gibt gegen Ex-Drittligist Spandau einen Punkt ab – Magdeburg weiter mit weißer Weste in der Verfolgerrolle

Nach dem Top-Wochenende mit Regionalliga-Spieltag und Regionalpokal Nordost konzentriert sich die vierthöchste deutsche Spielklasse wieder allein auf sich und den 5. Spieltag. Hier gab es vor allem bei den Männern drei Spitzenpaarungen. Denn es trafen sämtliche Mannschaften aus dem Vorderfeld, nämlich vom Ersten bis zum Sechsten, direkt aufeinander. Konkret: TSGL Schöneiche II (1./12 Pkt.) gegen TSV Spandau 1860 (4./9 Pkt.), USC Magdeburg (2./9 Pkt.) gegen SG Rotation Prenzlauer Berg (6./6 Pkt.) und SG Prieros/Königs Wusterhausen (3./9 Pkt.) gegen USV Halle (5./6 Pkt.). Welche tabellarischen Konsequenzen hatte das? Wer waren die Nutznießer, wer die Verlierer?

Wenden wir uns zunächst dem Spitzenreiter aus Schöneiche zu, der die aus der Dritten Liga Nord abgestiegenen Spandauer empfing. Auf der einen Seite vier Siege aus vier Spielen, auf der anderen drei Siege und eine Niederlage. Die Partie begann denn auch so, als würde der Gastgeber nichts anbrennen lassen wollen. Die ersten beiden Sätze gingen mit 25:16 und 25:21 ziemlich sicher an Schöneiche. Dann aber wendete sich das Blatt: Spandau glich mit 28:26 und 25:17 zum 2:2-Satzstand aus. Auch im Entscheidungssatz schenkten sich beide Teams nichts. Am Ende hatte Schöneiche mit 15:13 ganz knapp die Nase vorn und feierte einen 3:2 (16, 21, -26, -17, 13)-Heimsieg. Damit wurde die Spitzenposition mit nunmehr 14 Punkten behauptet. Angesichts der Schwere der Aufgabe dürfte der eine Punktverlust Schöneiche nicht wirklich schmerzen.

Schöneiches Kapitän Robert Brandt schilderte: „Beide Teams wussten, dass das kein leichtes Spiel wird. So standen sich auch zwei volle Kader gegenüber. Schöneiche startete gut und erspielte sich einen kleinen Vorsprung. Spandau blieb aber hartnäckig in Lauerstellung. Erst eine Aufschlagserie brachte Spandau im ersten Satz zu Fall. Auch im zweiten Satz schenkten sich beide nicht viel. Schöneiche agierte etwas cleverer und erkämpfte sich den zweiten Satzerfolg. Im dritten Durchgang sah es lange nach einen erneuten Satzgewinn für Schöneiche aus, aber die Spandauer kamen immer besser ins Spiel und machten mit ihrem guten Block unseren Angreifern das Leben schwer. Beim 26:26 unterlief dem Schiedsgericht ein doch recht klarer Fehler. Das brachte den Gastgeber aus dem Konzept und Spandau holte sich nicht unverdient den Satz. Nun lief es bei den Gästen, aber beim Gastgeber nicht mehr. Schöneiches Trainer René Jerratsch handelte und wechselte viel durch. Aber das half auch nicht mehr, um den vierten Satz zu gewinnen. Im entscheidenden fünften Satz spielte Schöneiche wieder wie ausgewechselt, führte zum Seitenwechsel mit 8:3. Aber die Spandauer kämpften sich wieder heran. Am Ende machte Schöneiche mit dem 15:13 alles klar. Insgesamt ein gutes Spiel von beiden Seiten. Auch wenn Schöneiche einen Punkt verloren hat, freute sich das Team über den fünften Sieg in Folge. So kann es weiter gehen.“

Regiert nun bei der TSGL Schöneiche II der Übermut? Der Kapitän verneint das kategorisch: „Das ist natürlich ein Saisonstart nach Maß, keine Frage. Aber ganz überrascht sind wir auch nicht. Die letzte Saison spielten wir schon gut, und durch die gute Jugendarbeit bei uns haben wir auch wieder Verstärkung bekommen. Zum Beispiel Lukas Häring, er ist erst 17 Jahre alt und verstärkt uns auf der Diagonalposition erfolgreich. Allgemein sind wir eine sehr harmonische Truppe, die zusammen einfach Spaß auf und neben dem Feld hat. Und ich denke, das merkt man auch. Natürlich werden wir jetzt nicht abheben. Die Saison ist noch sehr jung, da kann viel passieren. Unser Trainer sorgt schon dafür, dass wir auf dem Boden bleiben. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Trotz der Erfolgsserie bleibt auch

der USC Magdeburg realistisch

Für den Verfolger USC Magdeburg konnte gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg die Devise nur heißen: Dranbleiben! Im Vorfeld dieser Partie war der Tenor bei den Elbestädtern um Kapitän Lorenz Teege einhellig: Wir wollen zu Hause an die letzten Erfolge anknüpfen und punkten. Zwar galten die Magdeburger nach der Papierrechnung als klarer Favorit, zumal die Bilanz für beide Teams unterschiedlich ausfällt: Magdeburg mit drei Siegen in drei Spielen, Prenzlauer Berg mit zwei Siegen und zwei Niederlagen. Aber auf Seiten der Magdeburger wurde immer wieder betont: Wir müssen realistisch bleiben, denn bisher hatten wir es mit Aufsteigern oder Teams aus dem unteren Tabellendrittel zu tun. Daher warnt Trainer Marko Schulz: „Wir müssen immer wieder von neuem unser Spielkonzept durchziehen und uns an die taktischen Vorgaben halten.“ Doch er ließ keine Zweifel aufkommen, dass seine Spieler hochmotiviert und mit viel Spielwitz in die Partie gegen Prenzlauer Berg gehen würden. Was sie dann auch mit dem 3:0 (12, 19, 14) eindrucksvoll bestätigten, womit Magdeburg weiterhin erster Verfolger des Spitzenreiters Schöneiche bleibt – mit zwei statt bisher drei Punkten Abstand. Es bleibt also spannend und wird vermutlich noch eine Weile so gehen. Magdeburgs Trainer Marko Schulz zeigte sich zufrieden: „Das Spiel gegen die Berliner war nicht das erwartet schwere Spiel. Durch unsere starken Aufschläge und den konsequenten Angriff haben wir die Gäste nie wirklich ins Spiel kommen lassen. Das war der Schlüssel für diesen deutlichen Sieg.“

Prieros und Dessau die großen

Verlierer dieses Spieltages

Hinter diesem Spitzenduo büßte der Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen im Heimspiel gegen den USV Halle seinen dritten Platz durch eine glatte 0:3 (-18, -16, -18)-Niederlage ein. Die Randberliner waren der große Verlierer dieser Punkterunde, denn sie fielen vom dritten auf den fünften Platz (9 Punkte) zurück. Ihren Platz nimmt nunmehr der neue Tabellendritte aus Spandau (10 Punkte) ein, gefolgt vorgerückten USV Halle (9 Punkte).

Die restlichen drei Partien führten jene Mannschaften zusammen, die vom siebenten Rang abwärts in der Tabelle platziert sind. Dabei überraschte der USV Potsdam (9.) mit einem 3:2 (-20, 23, 18, -15, 9)-Heimsieg über MTV Mariendorf (7.), und CV Mitteldeutschland II (10.) schlug im Sachsen-Anhalt-Duell die Dessau Volleys (8.) mit 3:1 (-21, 17, 16, 13). Die Dessauer waren nach zweiwöchiger Spielpause wieder auf das Parkett zurückgekehrt. Aber vermutlich hat ihnen die Pause nicht gut getan. Dessaus Trainer Ingo Häntschel hatte zu Saisonbeginn noch darauf verwiesen, dass sein Team weitgehend zusammengeblieben sei und sich mit drei Spielern sogar noch verstärken konnte. „Wir möchten uns wie in der Vorsaison genauso gut präsentieren“, hatte er angekündigt. Im Augenblick ist der Meisterschaftsdritte der letzten Saison davon noch ein Stückchen entfernt.

Durch die Niederlage bei der Bundesligareserve des CV Mitteldeutschland stürzten die Dessau Volleys bis auf den drittletzten Platz ab. Mit drei Punkten ist ihr Vorsprung gegenüber den beiden Schlusslichtern SV Lindow-Gransee II (2 Punkte) und SV Energie Cottbus (1 Punkt) nicht gerade beruhigend. Das Direktduell der beiden am Tabellenende liegenden Teams endete mit einem 3:2 (23, -22, 22, -23, 15)-Heimsieg von Lindow-Gransee II über Cottbus. Für Cottbus war es der erste Punktgewinn in dieser Saison nach fünf Spielen. Sarkastisch gesagt: zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

Prenzlauer Berg zieht

unbeirrt seine Kreise

Bei den Frauen verhießen die vier angesetzten Paarungen, die ausschließlich am Sonntag ausgetragen wurden, auf den ersten Blick weit weniger Spannung, sieht man vom Direktduell der beiden Schlusslichter VSV Grün-Weiß 78 Erkner (10./1 Pkt.) und SG Einheit Zepernick (11./0 Pkt.) ab. Hier konnte die Devise nur heißen: Rette sich wer kann. Zepernick gewann mit 3:0 (13, 20, 14) und ist nun Tabellenachter. Für den Aufsteiger Erkner sieht es als Tabellenletzter mit nur einem Punkt dagegen trübe aus.

Oben an der Tabellenspitze zieht ein anderer Aufsteigers unbeirrt seine Kreise: die SG Rotation Prenzlauer Berg III. Zwar liegen erst fünf Spieltage hinter uns, aber die Frage darf erlaubt sein: Wer stoppt die Prenzelbergerinnen, die von Sieg zu Sieg eilen. Erwartungsgemäß konnte auch der TSV Spandau 1860 den Gastgeber nicht vom Siegkurs abbringen. Mit 3:1 (14, 15, -20, 13) setzten sich die Prenzelbergerinnen zu Hause überlegen durch und sind mit 15 Punkten nach wie vor unangefochtener Spitzenreiter mit einem Vorsprung von sechs Punkten!

Der unmittelbare Verfolger und Neuling USC Magdeburg erlitt ausgerechnet auf heimischem Parkett seine erste Saisonniederlage gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts und büßte seinen zweiten Platz ein. Neuer Tabellenzweiter ist VT Rudow-Altglienicke. Das neugebildete Volleyballteam besiegte zu Hause den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg mit 3:1 (19, 21, -22, 22).

USC-Trainerin: Wechselkarussell

bringt keine Punkte

Im Vorfeld der Partie der Elbestädterinnen um Kapitän Melanie Baake gegen den BVV wurde auf ihre Außenseiterrolle verwiesen, denn der BVV war letzte Saison immerhin Meisterschaftsvierter. So gesehen setzte sich schließlich der Favorit nicht unerwartet mit 3:0 (18, 17, 22) durch und rückte auf den dritten Tabellenplatz vor, während Magdeburg den zweiten mit dem vierten Rang tauschte. Trainerin Anja Bechmann rückte aber die Verhältnisse gerade: „Bisher hatten wir es nur mit dem BVV zu tun, der uns das Spiel und den Sieg nehmen konnte. Wir haben zwar drei von vier Spielen gewonnen, aber man darf auch nicht vergessen, dass die Teams, die wir bezwungen haben, alles Aufsteiger waren oder in der abgelaufenen Spielzeit um den Abstieg gespielt haben. Wir müssen den Ball flach halten. Abgerechnet wird am Ende der Saison. Bis dahin fokussieren wir uns auf jedes Spiel und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.“

Die verlorene Partie gegen den BVV brachte die USC-Trainerin auf den kurzen Nenner: „Wechselkarussell bringt keine Punkte.“ Im Detail beschrieb sie das so: „Mit fast vollem Kader, aber durch Krankheit und private Verpflichtungen in der letzten Trainingswoche nur suboptimal vorbereitet, setzte ich als Trainerin auf die Starting Six aus dem vergangenen Spiel. Bereits zur Mitte des ersten Durchgangs wurde aber deutlich, dass ein Rückstand von fünf Punkten (6:11, 11:16) nicht aufzuholen war. Auch die Berlinerinnen realisierten dies zeitig, setzen uns immer wieder unter Druck und sicherten sich so den ersten Satz. Danach verstärkte ich die Diagonalposition mit Thyra Kratzsch im Angriff, die aber durch Trainingsmangel nur schleppend ins Spiel kam. Auch der sonst souveräne Service wackelte ähnlich wie der Angriffsabschluss. Zum Ende des Satzes rappelten wir uns zwar noch mal auf, konnten aber den erneuten Satzverlust nicht abwenden. Nachdem auch diese Aufstellung nur wenig Erfolg brachte, drehte sich das Wechselkarussell weiter. Pia Stodal (spätere MVP) wechselte von der Mitte auf die Außenposition, Laura Slabon in die Diagonale, Antje Mutzeck auf Libera und Stefanie Lindner kam als Mittelblockerin in die Startaufstellung. Dies zeigte Wirkung und führte zur frühen 5:1-Führung, die bis in die zweite Rotation gehalten werden konnte (11:8). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zum 22:22. Dann häuften sich abermals unsere Eigenfehler, was die Gäste zum Satzgewinn nutzten. Das Fazit: Der BVV war mit Abstand der schwerste Gegner bisher. Gegen dieses Team kann man verlieren.“

Die Spiele im Überblick

Männer, 5. Spieltag am 13. Oktober 2018: USV Potsdam – MTV Mariendorf 3:2, CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys 3:1. Am 14. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Halle 0:3, TSGL Schöneiche II – TSV Spandau 1860 3:2, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0, SV Lindow-Gransee II – SV Energie Cottbus 3:2.

Frauen, 5. Spieltag am 14. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860 3:1, VT Rudow-Altglienicke – WSG Reform Magdeburg 3:1, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Einheit Zepernick 0:3, USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3.

Nächster Spieltag

Männer, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II, USV Halle – USV Potsdam, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II, TSV Spandau 1860 – SV Lindow-Gransee. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg, Dessau Volleys – SG Prieros/Königs Wusterhausen,

Frauen, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – BBSC Berlin III, USV Halle – VT Rudow-Altglienicke. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, WSG Reform Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 6. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 22. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

07.10.2018

Wochenumschau nach 4. Spieltag: Männer aus Schöneiche verdrängen den pausierenden Spitzenreiter aus Magdeburg

Aktualisierte Fassung von Montag, 8. Oktober 2018, um 17 Uhr

Was für ein tolles Volleyball-Wochenende! Neben dem 4. Spieltag in der Regionalliga Nordost stand auch der zweigeteilte nordostdeutsche Regionalpokal 2018 auf dem Programm. Das bedeutete allerdings für die Männer der TSGL Schöneiche II, die sich als Pokalsieger des Brandenburgischen Volleyball-Verbandes (BVV) für die Pokalrunde in heimischer Halle qualifiziert hatte, eine Doppelbelastung: am Sonnabend das Punktspiel beim punkt- und sieglosen Tabellenletzten SV Energie Cottbus und am Sonntag das schwere Pokal-Halbfinale gegen den favorisierten CV Mitteldeutschland, immerhin Meister der 2. Bundesliga Nord in den beiden zurückliegenden Spieljahren.

Männer: Cottbus gegen

Schöneiche chancenlos

Die Schöneicher hatten allerdings die Chance, den pausierenden punktgleichen Tabellenführer USC Magdeburg von der Tabellenspitze zu verdrängen, zumal ein Sieg in Cottbus so ziemlich außer Frage stand. Der gelang dann auch gegen die personell dezimierten Lausitzer mit 3:0 (21, 16, 17). Thomas Murach, selbst Spieler im Team der Schöneicher, kommentierte das Spiel so: „Die Rollen waren klar verteilt und Schöneiche galt als klarer Favorit. Andererseits gingen die in Cottbus ausgetragenen Begegnungen in der Vergangenheit regelmäßig an die Heimmannschaft, daher stand doch eine spannende Partie bevor. In einem relativ glanzlosen und von Eigenfehlern geprägten Spiel schafften es die Schöneicher, konsequent die Oberhand zu behalten. Allerdings hatten die Schöneicher an der erfolgreichen Blockarbeit der Cottbuser gelegentlich zu knabbern. Dennoch dominierte Schöneiche durch variableres Spiel und Routine und siegte ungefährdet.“

Mit diesem 3-Punkte-Erfolg übernahm Schöneiche nach der SG Prieros/Königs Wusterhausen (1. Spieltag), USV Halle (2. Spieltag) und Magdeburg (3. Spieltag) nunmehr die Tabellenführung mit 12 Punkten, gefolgt von Magdeburg, Prieros und TSV Spandau 1860 (je 9 Punkte). Aus dem Verfolgertrio konnten nur Prieros mit dem 3:1 (17, 18, -22, 16) bei CV Mitteldeutschland II und Spandau mit dem 3:1 (22, -23, 26, 20)-Heimsieg gegen USV Potsdam punkten. Verlierer war der USV Halle, der beim MTV Mariendorf mit 1:3 (-19, -20, 18, -23) verlor und vom dritten auf den fünften Rang zurückfiel. Allerdings dürfte sich am nächsten Spieltag die Tabellensituation im Vorderfeld wieder ändern, denn dann greift Magdeburg zu Hause gegen Prenzlauer Berg wieder an und mit Prieros/KW gegen Halle sowie Schöneiche gegen Spandau gibt es zwei weitere Spitzenduelle.

Neben Cottbus ist auch der Neuling SV Lindow-Gransee II weiterhin punkt- und sieglos, nachdem auch im Aufsteigerduell bei der SG Rotation Prenzlauer Berg mit 1:3 (-20, -16, 22, -14) verloren wurde. Keine Frage: Es brechen schon jetzt schwere Zeiten für die beiden am Tabellenende stehenden Mannschaften an. Allerdings kann einer von beiden in einer Woche im Brandenburg-Duell Lindow-Gransee kontra Cottbus seine Lage ein wenig verbessern.

Frauen: Prenzlauer Berg baut

Tabellenführung weiter aus

Bei den Frauen zieht der Neuling SG Rotation Prenzlauer Berg III unbeirrt seine Kreise. Mit dem 3:0 (13, 14, 22)-Auswärtssieg gegen den punkt- und sieglosen SV Energie Cottbus gelang im vierten Saisonspiel der vierte Sieg. Da die beiden unmittelbaren Verfolger USV Halle und Berliner Volleyballverein Vorwärts pausierten, rückte der von Sieg zu Sieg eilende Neuling USC Magdeburg hinter Prenzlauer Berg (12 Punkte) auf den zweiten Platz (7 Punkte) vor. Die Elbestädterinnen schlugen auswärts die sieglose SG Einheit Zepernick mit 3:2 (20, 23, -13, -13, 7), wobei nach einer 2:0-Satzführung der Erfolg noch in Gefahr geriet, doch nach dem 2:2-Gleichstand mit 15:7 im Tiebreak noch perfekt gemacht wurde.

Die Magdeburgerinnen spielten konzentriert und diszipliniert, warteten mit einem guten Stellungsspiel, druckvollen Aufschläge und platzierten Angriffe vor allem über die beiden Außenangreiferinnen Laura Slabon und Melanie Polter auf, was zum ersten Satzgewinn führte. Im zweiten Durchgang liefen die Elbestädterinnen von Beginn an einem Rückstand hinterher, den sie dann aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und viel Mut in brenzligen Situationen zum Satzende relativieren konnten und den Satz mit 25:23 noch gewannen. Im dritten Satz sollte der Sack zugemacht werden, aber es kam anders. Immer wieder schlichen sich kleine Fehler in allen Elementen ein. Nur 13 Punkte - das war wirklich wenig. Ähnlich gestaltete sich auch der vierte Durchgang vier. Ohne viel Gegenwehr ging der erneut mit 13:25 verloren. Im Tiebreak erwachte der Teamgeist. Mit hoher Konzentration, gutem Aufschlag, sicherer Annahme und Abwehr sowie druckvollem Angriff war im Entscheidungssatz schon beim Seitenwechsel mit 8:3 eine Vorentscheidung gefallen. Am Ende hieß es 15:7 für Magdeburg. USC-Trainerin Anja Bechmann meinte danach: „Wir gewinnen das dritte Spiel in Folge und das mit einem stark dezimierten Kader – Hut ab. Dennoch müssen wir auf dem Boden bleiben und nach vorne blicken.“ Sie schickte aber gleich noch eine Warnung hinterher: "Insgesamt können die USC-Frauen zwar von einem gelungenen Regionalligastart sprechen, aber die wirklichen Kracherteams kommen erst noch. So am nächsten Sonntag vor heimischer Kulisse der BVV."

Neuer Tabellendritter ist die neuformierte Mannschaft von VT Rudow-Altglienicke nach einem 3:1 (-20, 20, 21, 16) beim TSV Spandau 1860. Erst dahinter folgen die abgerutschten spielfreien Teams des USV Halle und des BVV (alle 6 Punkte).

Schwere Zeiten dürften neben dem neuen Schlusslicht Cottbus (0 Punkte) und dem Drittletzten Zepernick (1 Punkt) auch dem Neuling VSV Grün-Weiß 78 Erkner (1 Punkt) bevorstehen, nachdem Erkner mit dem 0:3 (-22, -18, -21) zu Hause gegen den BBSC Berlin III die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel erlitt und nunmehr Vorletzter ist. Am nächsten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen Erkner kontra Zepernick.

Die Spiele im Überblick

Männer, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II 0:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II 3:1, CV Mitteldeutschland II – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, MTV Mariendorf – USV Halle 3:1, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam. 3:1.

Frauen, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, SG Einheit Zepernick – USC Magdeburg 2:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – BBSC Berlin III 0:3, TSV Spandau 1860 – VT Rudow-Altglienicke 1:3.

Nächster Spieltag

Männer, 5. Spieltag am 13. Oktober 2018: USV Potsdam – MTV Mariendorf, CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys. Am 14. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Halle, TSGL Schöneiche II – TSV Spandau 1860, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg, SV Lindow-Gransee II – SV Energie Cottbus.

Frauen, 5. Spieltag am 14. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860, VT Rudow-Altglienicke – WSG Reform Magdeburg, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Einheit Zepernick, USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 5. Spieltag voraussichtlich am Monntag, dem 15. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

30.09.2018

Wochenumschau nach 3. Spieltag: USC Magdeburg der dritte neue Spitzenreiter bei den Männern

Der 3. Spieltag setzt eine erfreuliche Tendenz fort, die sich schon durch die ganze vorige Saison gezogen hatte, die allerdings ganz und gar nichts mit den Resultaten zu tun hat. Auch in dieser Punkterunde verteilen sich nämlich die Spiele über zwei Tage. Das war natürlich auch schon in früheren Jahren so, betraf aber vornehmlich die Frauen mit überwiegend einem Sonntagspiel. Für diese Saison sind insgesamt weitaus mehr Sonntagspiele in beiden Staffeln angesetzt. Eine auf den ersten Blick lapidare Feststellung, aber bei genauerer Betrachtung steckt mehr dahinter: Jahrelang hatte nämlich der Regionalschiedsrichterausschuss (RSRA) immer wieder an die Mannschaften appelliert und darum geworben, stärker auf den Sonntag auszuweichen, um aus der Enge der Schiedsrichteransetzungen herauszukommen. Die ergibt sich zwangsläufig, wenn so gut wie alle Begegnungen an ein und demselben Tag ausgetragen werden. Was nun diesen 3. Spieltag anbelangt, so gab es bei den Männern zwei Spiele am Sonnabend und drei am Sonntag, bei den Frauen ein Spiel am Sonnabend und drei am Sonntag.

Bei den Männern Cottbus und

Potsdam mit Personalproblemen

Bei den Männern eröffnete die 3. Runde eine Paarung, die zwar nicht gleich zum „Schicksalsspiel“ apostrophiert werden muss, aber immerhin: Mit dem Gastgeber USV Potsdam und dem SV Energie Cottbus trafen zwei gestandene Regionalligisten aufeinander, die bislang sieglos am Tabellenende lagen. In der vorigen Spielzeit hatten sie nach einer wechselvollen Saison am Ende die Plätze 6 (Cottbus) und 7 (Potsdam) belegt. Unter den neuen Vorzeichen lag es auf der Hand, dass beide Teams ihre „schwarze Serie“ beenden wollten, um nicht schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt in das Abstiegsgetümmel zu geraten. Cottbus hatte beim MTV Mariendorf mit 0:3 und zu Hause gegen den Aufsteiger USV Halle mit 1:3 verloren, Potsdam war mit 1:3 zu Hause am Mitfavoriten Dessau Volleys und danach 0:3 beim Aufsteiger und Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg gescheitert.

Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Was ist eigentlich los beim SV Energie Cottbus und USV Potsdam? Für Cottbus ist die Lage in jeder Beziehung ziemlich dramatisch. Denn trotz des guten sechsten Tabellenplatzes in der vergangenen Saison wurde bei den Lausitzern in der Sommerpause sogar über den Ligaverbleib diskutiert. Der Rückzug der Leistungsträger mit Zuspieler Mario Zimmer, Diagonalspieler David Roy und Libero Lars Zimmermann vornehmlich aus privaten Gründen hatte eine riesige Lücke im Kader hinterlassen. Am Ende entschied sich das Team, das inzwischen auf den langjährigen Trainer Javor Takev verzichten muss, der sich einer erneuten Hüftgelenksoperation unterziehen musste, für eine erneute Meldung in der Regionalliga – und das bei anhaltenden personellen Problemen. Denn trotz vieler Gespräche und Probetrainings mit potenziellen Neuzugängen konnten mit Julian Klos (SV Döbern) und Philipp Schulze (SC Einheit Luckau) am Ende lediglich zwei hoffnungsvolle Neuzugänge präsentiert werden, so dass der aktuelle Kaderkreis gerade mal zehn Spieler umfasst. Aufgrund dieser misslichen Situation mit dem kleinen Kader – gegen Mariendorf reiste Cottbus sogar nur mit acht Spielern an - erklären sich die beiden Auftaktniederlagen.

Auch beim USV Potsdam dominieren die Fragezeichen. Bislang sieht es nämlich nicht danach aus, dass es diese Saison besser läuft als in der Vorsaison, als erst sehr spät der Klassenerhalt gesichert werden konnte. Potsdam stellt das mit Abstand älteste Team der Regionalliga. Dem 15-köpfigen Kader gehören fünf „alte Meister“ an: Andreas Scheuerpflug (51 Jahre), Jens Reimann (49), Mario Kuss (48), Andreas Jurisch (47) und Attila Dahmann (43). Weitere sieben Spieler sind über 30 Jahre, und nur drei liegen darunter, wobei Felix Taubert mit 25 Jahren der Jüngste von allen ist.

Trainer Thomas Schulze beschreibt die Lage ungeschminkt so: „Wir haben in der Sommerpause fast unseren gesamten Stamm an jungen Spielern wie Robert Müller, Richard Dalbock, Christian Burkhardt, Jakob Krüger, Patrick Reimann und Marcel Baron verloren, die größten Teils zum SC Potsdam in die Dritte Liga, teils in die zweite USV-Mannschaft abgewandert sind. Daher stand das Team kurz vor der Auflösung, nachdem wir lange dachten, mit den jungen Leuten die notwendige Generationen-Wende nun endlich vollzogen zu haben. Das ist in meinen Augen auch eine Charakterfrage, ob man seine Mannschaft so im Stich lässt.“ Die Folge dieser personellen Ausdünnung: Die „alten Recken“ müssen vorerst weiter ran. „Von ihnen sind bisher aber nur Scheuerpflug und Reimann zum Einsatz gekommen, die anderen wie Jurisch, Hurtig, Heidemann und Co. sind nur als Notnagel gemeldet worden“, so Thomas Schulze weiter. „Wir müssen den Weg, das Team zu verjüngen, nun quasi von vorn beginnen und darauf hoffen, das auch in der nächsten Saison in der Regionalliga tun zu können. Damit ist unser Saisonziel klar benannt: der Klassenerhalt. Das wird schwer genug, wenn wir weiter nur acht Spieler am Spieltag zur Verfügung haben.“

Für wen brachte das Duell Potsdam kontra Cottbus nun eine gewisse Wende? Potsdam gewann mit 3:1 (-25, 11, 20, 21). „Es gab die erhofften drei Punkte für uns“, war USV-Trainer Thomas Schulze sichtlich erleichtert. „Einen immensen Anteil daran hat der 51-jährige Scheuerpflug, der hinterher vor Freude wie ein junges Reh durch die Halle sprang.“ Der 51-jährigen Alt-Internationale wollte zusammen mit Robert Ließ helfen, den Bock umzustoßen. Dabei war der erste Satz bis zum Ende ausgeglichen. Nach 21:24 konnten die Potsdamer bei 25:24 die Führung übernehmen, kassierte dann jedoch den 25:27-Satzverlust. Auf Cottbuser Seite hinterließen dabei René Andörfer und Marcel Hendel noch den größten Eindruck. Danach tat sich Andi Scheuerpflug als eifriger Punktesammler hervor und etablierte dabei einen taktischen Schachzug, der als „Scheuerschulz’sches Angriffsmanöver“ – initiiert von Scheuerpflug und Thomas Schulze - Einzug in die Volleyball-Lehrbücher finden könnte. Dabei ist es eine alte Kamelle aus Zeiten des USV Potsdam II. Ihn an dieser Stelle zu erläutern, würde zu weit führen. Nur so viel: Mit diesem Angriffsmanöver gelang der 25:11-Satzgewinn. Derart beflügelt von der eigenen taktischen Finesse war der Sieg nur noch eine Frage der Zeit. Die nimmermüde Punktmaschine Scheuerpflug auf der Diagonalen bestimmte den Gegner nach Belieben – 25:20 und 25:21. Der 3:1-Sieg war perfekt. Potsdam rückte auf den neunten Rang vor, während Cottbus siegloses Schlusslicht bleibt – zusammen mit dem spielfreien Aufsteiger SV Lindow-Gransee II.

Erst Prieros, dann Halle

und nun Magdeburg

Was brachte der 3. Spieltag sonst noch? Der Ex-Drittligist USC Magdeburg ist nach den beiden Aufsteigern SG Prieros/Königs Wusterhausen (am 1. Spieltag) und USV Halle (am 2. Spieltag) nunmehr der dritte Tabellenführer – dank des klaren 3:0 (15, 18, 18)-Heimsieges im Sachsen-Anhalt-Derby gegen CV Mitteldeutschland II. Ein Spiel mit angezogener Handbremse und mitunter mangelnder Qualität, aber am Ende mit drei Punkten für die Elbestädter. Mit der Zweisatzführung nach 25:15 und 25:18 im Rücken wurde auch der dritte Durchgang dominiert. Allerdings wollte sich die Bundesligareserve vom CV Mitteldeutschland nicht kampflos nach Hause schicken lassen und erhöhten den Druck auf die Gastgeber, so dass die Partie bis zum 15:14 ausgeglichen war. Erst mit Hilfe eines „Trainer-Punktes“ (Auszeit) fanden die Elbestädter zurück zur Tagesform und beendeten die Partie schließlich zu ihren Gunsten. Trainer Marko Schulz resümierte nach dem Spiel: „Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert, aber haben drei Punkte. Die sind mehr wert als ein schönes Spiel.“

Neuer Tabellenzweiter ist die TSGL Schöneiche II nach dem 3:1 (14, 25, -26, 14)-Heimerfolg über den Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg. Schöneiches Kapitän Robert Brandt fasste das Geschehen so zusammen: „Beide Teams hatten einen annähernd vollständigen Kader zur Verfügung. Schöneiche ging als Favorit ins Spiel und zeigte gleich im ersten Satz, wer der Herr im Hause ist. Der mehr als deutliche erste Satzgewinn mit 25:14 war der verdiente Lohn. Das Niveau des Spiels nahm danach leider immer mehr ab. Prenzlauer Berg machte viele Fehler und Schöneiche ließ sich davon anstecken. Etwas glücklich holt sich Schöneiche auch den zweiten Satz. Danach war es ein knappes Spiel, wobei spielerisch die Schöneicher immer noch nicht zeigen konnten, was sie eigentlich können. So kamen die Gäste besser ins Spiel und punkteten vor allem im Block. Verdient ging der enge Satz mit 28:26 an die Prenzelberger. Nach einer deutlichen Ansage seitens des Trainergespanns René Jerratsch und Co-Trainerin Anja Müller wurde der vierte Satz dann wieder zu einer klaren Sache. Unterm Strich war Schöneiche die klar bessere Mannschaft.“

Die beiden vormaligen Spitzenreiter USV Halle und SG Prieros/Königs Wusterhausen folgen auf den Plätzen 3 und 4. Die Hallenser scheiterten zu Hause am Ex-Drittligist TSV Spandau 1860 mit 1:3 (-21, -22, 19, -25), während der schon am 2. Spieltag zurückgefallene Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen zu Hause den MTV Mariendorf mit 3:1 (19, 16, -19, 19) besiegte und damit seinen vierten Tabellenrang behauptete.

Spitzenspiel bei den Frauen eine

klare Sache für Prenzlauer Berg

Bei den Frauen gab es aufgrund der Tabellensituation schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt ein Spitzenspiel: Der ungeschlagene Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III empfing am Sonntag den ebenfalls ungeschlagenen Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts. Der einzige Unterschied: Die Prenzelbergerinnen hatten mit 6:1 Sätzen gegenüber dem BVV (6:2) einen Verlustsatz weniger auf dem Konto. Mit dem 3:0 (24, 11, 23)-Erfolg übernahmen die Prenzelbergerinnen mit neun Punkten die alleinige Tabellenführung vor dem USV Halle, der sich auf heimischem Parkett gegen den TSV Spandau 1860 mit 3:1 (15, -32, 19, 25) durchsetzte, wobei der zweite Durchgang einem Krimi glich.

Vor einer Woche konnte man bei den Frauen des USC Magdeburg einen umjubelten Doppelerfolg vor heimischer Kulisse feiern, denn unmittelbar nach den Männern waren auch die Frauen siegreich. Diesmal empfingen die USC-Frauen um Kapitänin Melanie Baake den Mitaufsteiger und Ex-Regionalligisten VSV Grün-Weiß 78 Erkner – eine Partie, so war im Vorfeld von Magdeburger Seite zu hören, „die Punkte bringen kann, wenn die Mannschaft nicht bloß ihren Stiefel runterspielt“. Es ging schließlich auch dramatisch zu, denn nach einem 0:2-Satzrückstand schafften es die Magdeburgerinnen tatsächlich, das Spiel zu drehen und als 3:2 (-24, -16, 12, 18, 6)-Gewinner vom Feld zu gehen. Wieder ein Doppelerfolg der heimstarken Magdeburger Volleyballszene.

Ganz anders die Lage beim SV Energie Cottbus: Während die Männer punktloses Schlusslicht sind, stehen die Frauen nicht viel besser da. Nach dem 0:3 (-12, -17, -14) beim VT Rudow-Altglienicke sind die Lausitzerinnen punktloser Tabellenvorletzter, gleichauf mit dem Schlusslicht SG Einheit Zepernick, das allerdings erst ein Spiel bestritten hat. Gehen in der Lausitz allmählich die Volleyball-Lichter aus?

Die Spiele im Überblick

Männer, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Potsdam – SV Energie Cottbus 3:1, USV Halle – TSV Spandau 1860 1:3. Am 30. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – MTV Mariendorf 3:1, TSGL Schöneiche II – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:1, USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II 3:0.

Frauen, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Halle – TSV Spandau 1860 3:1. Am 30. September 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg III – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, VT Rudow-Altglienicke – SV Energie Cottbus 3:0, USC Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:2.

Nächster Spieltag

Männer, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II, CV Mitteldeutschland II – SG Prieros/Königs Wusterhausen, MTV Mariendorf – USV Halle, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam.

Frauen, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SG Einheit Zepernick – USC Magdeburg, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – BBSC Berlin III, TSV Spandau 1860 – VT Rudow-Altglienicke.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 4. Spieltag voraussichtlich am Sonntag, dem 7. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

23.09.2018

Wochenumschau nach 2. Spieltag: Zwei Aufsteiger sind neue Spitzenreiter: Männer des USV Halle und Frauen von Rotation Prenzlauer Berg

Zwei Spieltage haben natürlich überhaupt keine Aussagekraft über den Verlauf dieser Regionalligasaison. Aber es gibt dennoch schon jetzt Bemerkenswertes festzustellen: Bei den Männern imponiert der Topstart des Neulings USV Halle, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung vom Mitaufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen übernahm, der durch seine erste Saisonniederlage beim USC Magdeburg auf den vierten Rang zurückfiel. Bei den Frauen macht ebenfalls ein Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt von sich reden: der Landesmeister WSG Reform Magdeburg, der mit zwei Siegen in die Saison gestartet ist. Dass bei den Frauen die als Berliner Meister aufgestiegene dritte Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg, die an diesem Wochenende ihren Saisonstart vollzog, vorn mitmischt, nachdem sie im Doppelpack zweimal erfolgreich war und damit an die Spitze preschte, ist angesichts ihres Reservoirs an Spielerinnen nicht sonderlich überraschend. Die Prenzelbergerinnen zeichnet seit Jahrzehnten eine bemerkenswerte Arbeit im weiblichen Nachwuchsbereich aus.

Männer: USC Magdeburg stellte

Neuling Prieros ein Bein

Bei den Männern war man gespannt darauf, ob der SG Prieros/Königs Wusterhausen – bis dato Tabellenführer - nach dem 3:0-Heimsieg über den Mitfavoriten TSV Spandau 1860 der zweite Streich beim USC Magdeburg gelingen würde. Die Elbestädter hatten am 1. Spieltag mit 3:1 beim Aufsteiger SV Lindow-Gransee II ebenfalls drei Punkte geholt und wollten bei ihrer Heimspielpremiere gegen den Landesmeister aus Brandenburg unbedingt erneut punkten. Allerdings warnte ihr Trainer Marko Schulz davor, den Gegner zu unterschätzen. Dabei erinnerte er daran, dass seine Männer in der Saisonvorbereitung auf das Team aus Prieros getroffen waren und dabei das Nachsehen hatten. Revanche war also angesagt. „Wir haben uns die damalige Videoaufzeichnung noch einmal angeschaut, um Schwächen und Stärken auf dem Schirm zu haben“, schilderte Marko Schulz und ergänzte: „In den letzten Trainingseinheiten haben wir am Stellungsspiel und am Spielaufbau hart arbeiten.“ Allerdings kam für die Magdeburger erschwerend hinzu, dass man nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen konnte, weil verletzungsbedingt Eric Schlese und Friedemann Steinwerth fehlten. „Wenn wir als Sieger vom Feld gehen wollen, müssen wir konsequent unsere eigenen Stärken ausspielen“, gab der Trainer als Maßgabe vor.

Tatsächlich gelang es den hoch motivierten Magdeburgern, Prieros ein Bein zu stellen, wobei der 3:1 (-28, 24, 22, 16)-Heimerfolg eine mitunter recht enge Kiste war. Schnelles Tempo im Spielaufbau und druckvolle Aufschläge führten zu einer frühen Führung (11:5). Doch das konnte im weiteren Spielverlauf nicht gehalten werden, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte, in dem die Gäste zunächst mit 30:28 im Vorteil waren. Der offene Schlagabtausch ging aber weiter. Beim 25:23-Vorteil für die Magdeburger war es schließlich ihr Kapitän Lorenz Teege, der als Kopf des Teams das Zepter übernahm und die Mannschaft zum Satzausgleich (26:24) führte. Ähnlich stabil ging es auch im dritten Durchgang zu. Zur Crunch-Time wackelte zwar die Annahme, aber die Fehler der Gäste verhalfen zum Satzgewinn (25:22). Mit der 2:1-Satzführung im Rücken spielte der Gastgeber fortan ohne Druck frei auf. Jugendspieler Fabian Lübke sorgte zur Satzmitte mit einer Aufschlagserie für einen komfortablen Vorsprung (15:6). Jonas Röske zauberte über den Diagonalangriff und Lukas Murra war beim 24:16 so präsent über die Mitte, dass der Gegner überrascht wurde und der 25:16-Satzgewinn ungefährdet war. „Wir brauchten zwei Sätze, um die erwartet unbequemen Gäste in den Griff zu bekommen. Erst als wir uns mehr und mehr an das taktische Konzept hielten und mit dem Aufschlag erfolgreicher waren, konnten wir uns durchsetzen“, bilanzierte Magdeburgs Trainer Marko Schulz. Die nächste Möglichkeit für den USC Magdeburg zum Punkten kommt am nächsten Sonntag im Sachsen-Anhalt-Duell gegen CV Mitteldeutschland II.

Übrigens: Vor dem Spiel gab es eine stimmungsvolle würdige Ehrung. VVSA-Ehrenpräsident Theo Struhkamp zeichnete im Namen des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt Achim Dziubiel, langjähriges Mitglied der USC-Volleyballfamilie, für seine Verdienste mit der VVSA-Ehrentafel aus.

Schöneiche knöpfte dem

Mitfavoriten Dessau drei Punkte ab

Neuer Spitzenreiter ist der Neuling USV Halle, letzte Saison Fünfter der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt und in der Relegation „nur“ Dritter. Die Hallenser setzten sich beim SV Energie Cottbus souverän mit 3:0 (12, 23, 15) durch. Sie liegen mit sechs Punkten gleichauf mit dem USC Magdeburg und der TSGL Schöneiche II, die im Duell zweier Sieger vom Saisonauftakt die als Mitfavorit angesehenen Dessau Volleys mit 3:1 (-19, 23, 19, 24) geschlagen vom Feld schickte.

Dessaus Trainer Ingo Häntschel war nach dem verdienten ersten Satzgewinn zuversichtlich, aber am Ende sichtlich enttäuscht, weil sein Team danach nicht richtig ins Spiel fand. „Schöneiche hat verdient gewonnen“, war sein knapper Kommentar. Auf der Gegenseite fasste Robert Brandt, Kapitän und Mannschaftsverantwortlicher bei Schöneiche, das Geschehen so zusammen: „Dessau startet sehr konzentriert und erfolgreich im Aufschlag und im Block. Zwar kamen wir nach einem 9:18-Rückstand noch heran, aber zu mehr reichte es nicht. Danach war es ein umkämpftes Spiel auf einem sehr guten Regionalliganiveau. Schöneiche stabilisierte Annahme und Block und erhöhte den Druck im Aufschlag, was mit zwei Satzgewinnen belohnt wurde. Im vierten Satz war es wieder sehr spannend – mit einem glücklichen Ende für Schöneiche mit 26:24. Insgesamt, so war mein Eindruck, zeigte Dessau nicht sein bestes Spiel, da die Annahme nicht optimal und der Schöneicher Kampfgeist heute einfach eine Nummer besser war.“

Der Mitfavorit TSV Spandau 1860, der zum Auftakt in Prieros unerwartet mit 0:3 punktlos geblieben war, rehabilitierte sich im Heimspiel gegen den Fastabsteiger der letzten Saison, den MTV Mariendorf, mit 3:1 (21, -23, 21, 9). Aber am nächsten Spieltag geht es zum Spitzenreiter USV Halle. Da könnte die Berg- und Talfahrt der Spandauer durchaus eine Fortsetzung finden.

Gestandene Regionalligisten

haben einen schweren Stand

Noch ein Wort zu einigen gestandenen Regionalligisten: Für sie ist der Saisonstart alles andere als optimal verlaufen, stehen sie doch nach zwei Spielen mit null Punkten da. Für Cottbus, das mit dem 0:3 zu Hause gegen USV Halle gleich ans Tabellenende rutschte, dürfte es keine leichte Saison werden. Das gilt gleichermaßen für den USV Potsdam, der letzte Saison fast die komplette Spielzeit vom Abstieg bedroht war und sich erst spät noch bis auf den siebenten Tabellenrang vorschob. Die Potsdamer, die einmal mehr auf die Routine der „alten Meister“ wie Andreas Scheuerpflug (51 Jahre), Jens Reimann (49), Mario Kuss (48) und Andreas Jurisch (47) setzen, kassierten mit dem 0:3 (-16, -14, -21) beim Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg die zweite Saisonpleite. Am nächsten Spieltag kommt es zum Direktduell der beiden sieglosen Teams Potsdam kontra Cottbus. Auch der Neuling SV Lindow-Gransee II steht schon recht frühzeitig mit dem Rücken zur Wand, nachdem bei CV Mitteldeutschland II mit 1:3 (-23, -14, 13 -24) etwas unglücklich verloren wurde.

Frauen: Prenzlauer Berg

mit einem Youngster-Team

Bei den Frauen fasste der Mitfavorit USV Halle nach seiner 1:3-Pleite vor einer Woche beim Berliner Volleyballverein Vorwärts wieder richtig Tritt. Beim SV Energie Cottbus gelang ein 3:1 (16, 22, -21, 11)-Sieg. Der bisherige Spitzenreiter BVV schlug zu Hause das neuformierte Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke ebenfalls mit 3:1 (17, 23, -23, 8), musste aber am Sonntag seine vorübergehend führende Position an die SG Rotation Prenzlauer Berg III abgeben. Der Aufsteiger musste gleich zweimal ran und besiegte zuerst zu Hause den Rückkehrer VSV Grün-Weiß 78 Erkner mit 3:1 (12, -23, 17, 19) und tags darauf auswärts die SG Einheit Zepernick glatt mit 3:0 (19, 21, 8).

Prenzlauer Bergs Trainer Max Filip beschrieb die Situation beim Aufsteiger so: „Der größte Teil der Mannschaft setzte sich aus dem jungen Kader der Jahrgänge 2002/2003 der Vorsaison in der Berlinliga zusammen. Hinzu gekommen sind einigen Spielerinnen des VCO Berlin, ebenfalls aus den Jahrgängen 2002/2003. Anders ausgedrückt: Die Mannschaft ist mit 15 bis 17 Jahren sehr jung, weshalb der Fokus auf der technischen und athletischen Entwicklung der Spielerinnen liegt. Wir möchten uns in diesen Bereichen im täglichen Training verbessern und dies unter Wettkampfbedingungen in der Regionalliga umsetzen. Ziel ist als Aufsteiger unbedingt die Klasse zu halten und die Spielerinnen auf eine hohes Niveau vorzubereiten.“

Den Saisonstart bezeichnete der Coach „sehr positiv“, weil „wir uns trotz einiger verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfällen im Training kontinuierlich steigern und diese Leistung in den ersten beiden Saisonspielen umsetzen konnten“. Beim 3:1-Arbeitssieg gegen die abwehrstarken Gäste aus Erkner habe man sich „häufig schwerer als notwendig getan“, weshalb der Trainer auch nicht in allen Bereichen mit der Leistung seiner Mädchen zufrieden war. „Deutlich positiver“, so Max Filip, „verlief das Spiel am Sonntag in Zepernick. Gegen den Gastgeber mit seinen starken Neuverpflichtungen Nele Trobisch und Thea Jannich konnten wir durch eine durchweg konzentrierte Leistung das Spiel letztlich ungefährdet 3:0 gewinnen. Besonders im Bereich Aufschlag und Angriff konnten wir uns im Vergleich zum Vortag deutlich steigern und den Gegner so unter Druck setzen.“

WSG Reform Magdeburg

„Hecht im Karpfenteich“

Hinter Prenzlauer Berg und dem BVV liegt überraschend die WSG Reform Magdeburg. Der aufgestiegene Landesmeister aus Sachsen-Anhalt ist gegenwärtig so etwas wie der „Hecht im Karpfenteich“. Nachdem die Elbestädterinnen zum Saisonauftakt vor einer Woche zu Hause den SV Energie Cottbus mit 3:1 geschlagen haben, erkämpften sie nun mit dem 3:2 (-23, 21, -12, 16, 13) beim TSV Spandau 1860 den zweiten Saisonsieg. Beide Gegner lagen übrigens letzten Saison im guten Mittelfeld: Cottbus als Vierter und Spandau als Fünfter.

WSG-Trainer Frank Weißleder betreut die Mannschaft, die seit 2015 zusammenspielt, nun im vierten Jahr. Und er ist mit ihr Jahr für Jahr aufgestiegen: von der Landesklasse in die Landesliga und von dort in die Landesoberliga und 2018 als Landesmeister in die Regionalliga Nordost – und das jeweils ohne Spielverlust! Was für ein erstaunlicher Weg dieses mit vielen Routiniers besetzten Teams mit einer Altersspanne von 17 bis 38 Jahren. Immerhin gehören dem 15-köpfigen Kader neun Spielerinnen an, die 30 Jahre und älter sind. Diese Spielerfahrung ist natürlich nicht zu unterschätzen, auch wenn die Landesoberliga sportlich nicht mit der Regionalliga zu vergleichen ist. Der 54-jährige Coach der Magdeburgerinnen ist jedoch nicht einmal überrascht über die zwei Auftaktsiege im ungewohnten neuen Umfeld. Und das, obwohl sein Team nach dem Gewinn des Landesmeistertitels und dem Direktaufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse den Abgang von fünf Spielerinnen verkraften musste. „Aber wir haben uns mit Spielerinnen aus dem Umfeld und aus den eigenen Reihen gut ergänzt“, so der Trainer. Das 3:2 in Spandau kommentierte er mit dem Hinweis auf den „großen Kampfgeist“ in seiner Mannschaft, die zweimal (0:1 und 1:2) zurückgelegen hatten, „aber nach dem 12:25 im dritten Satz doch wieder ins Spiel zurückgekommen“ ist. Und wie! Mit 25:16 und 15:13 wurde der Gastgeber in den letzten Sätzen klar beherrscht.

Die Magdeburgerinnen sind an den nächsten beiden Spieltagen spielfrei, weil die Auswärtspartie am 3. Spieltag gegen den Mitaufsteiger BBSC Berlin III erst am 9. Dezember stattfindet und am 4. Spieltag das Heimspiel mit dem brisanten Lokalderby gegen den Meisterschaftsmitfavoriten USV Halle auf den 18. November verlegt wurde. Sie gehen also erst wieder am 5. Spieltag (14. Oktober) beim VT Rudow-Altglienicke auf Punktejagd und werden sich bis dahin ausschließlich im Training in Form halten und dabei aufpassen müssen, dass sie den augenblicklich guten Spielrhythmus nicht verlieren. Unterdessen wird das Tabellenbild für die WSG Reform Magdeburg ein Zerrbild widerspiegeln. Aber daran dürften sie sich am wenigsten stoßen.

Der im Vorderfeld erwartete Aufsteiger BBSC Berlin III, der vor einer Woche zu Hause Spandau mit 3:2 geschlagen hatte, konnte nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Die Randberlinerinnen verloren beim Mitaufsteiger USC Magdeburg, der beim Heimdebüt mit 3:0 (18, 17, 18) zu seinem ersten Saisonsieg kam. Nach dem Erfolg der USC-Männer im Vorspiel gab es unter den Magdeburger Fans allen Grund zum doppelten Jubel.

Die Spiele im Überblick

Männer, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle 0:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam 3:0, CV Mitteldeutschland II – SV Lindow-Gransee II 3:1, TSV Spandau 1860 – MTV Mariendorf 3:1. Am 23. September 2018: Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II 1:3, USC Magdeburg – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:1.

Frauen, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle 1:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VT Rudow-Altglienicke 3:1, TSV Spandau 1860 – WSG Reform Magdeburg 2:3. Nachholspiel vom 1. Spieltag: SG Rotation Prenzlauer Berg III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1. Am 23. September 2018: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, USC Magdeburg – BBSC Berlin III 3:0.

Nächster Spieltag

Männer, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Potsdam – SV Energie Cottbus, USV Halle – TSV Spandau 1860. Am 30. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – MTV Mariendorf, TSGL Schöneiche II – SG Rotation Prenzlauer Berg, USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II.

Frauen, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Halle – TSV Spandau 1860. Am 30. September 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg III – Berliner Volleyballverein Vorwärts, VT Rudow-Altglienicke – SV Energie Cottbus, USC Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 3. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 1. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können auch weiterhin Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

16.09.2018

Wochenumschau nach 1. Spieltag: Schon zum Auftakt mussten Mitfavoriten Dämpfer hinnehmen

Die 28. Saison der Regionalliga Nordost ist an diesem Wochenende gestartet! Und man will es kaum glauben: Aber der letzte Spieltag – datiert aus der Saison 2017/2018 - liegt exakt 21 Wochen (!) zurück. In dieser Zeit hat sich in beiden Staffeln viel getan. Auffällig dabei: Es gibt viele vertraute Gesichter, einige Rückkehrer und vor allem jede Menge Neulinge in dieser vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Betrachtet man das Feld bei den Männern und Frauen, so scheint es, dass man sich auf eine eher sportlich durchwachsene Saison ohne absolute Titelfavoriten einstellen muss. Sportlich dominante Mannschaften, wie letzte Saison mit den Männern des SC Potsdam sowie den Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg II und des USV Potsdam, die den Aufstieg in die Dritte Liga Nord vollzogen haben, sind rar. Droht ein Verlust an Spielstärke in der Regionalliga? Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Bekanntlich liegt die Wahrheit, wie ein oft zitierter Spruch besagt, auf dem Platz – in diesem Falle auf dem Feld!

Spandau, Dessau und Halle

mit leichten Vorteilen?

Wie aber ist die Ausgangslage? Beim Blick auf die Staffel der Männer mit nunmehr 12 Mannschaften gibt es acht „vertraute Gesichter“: TSV Spandau 1860, der als Regionalmeister 2016 in die Dritte Liga Nord aufgestiegen war und nun als Absteiger wieder in die Regionalliga zurückkehrt ist, Dessau Volleys (letzte Saison 3.), TSGL Schöneiche II (4.), SV Energie Cottbus (6.), USV Potsdam (7.), USC Magdeburg (9.), CV Mitteldeutschland II (10.), der als eigentlicher Absteiger seinen Regionalligaplatz im letzten Moment als Relegationszweiter behauptete, und MTV Mariendorf (11.), der auf Beschluss des Regionalspielausschusses als eigentlicher Absteiger in dieser Spielklasse verbleiben darf. Unter den vier neuen Teams sind zwei, die man aus früheren Regionalligazeiten kennt: So ist der 2017 unerwartet abgestiegene langjährige Regionalligist SG Rotation Prenzlauer Berg als Berliner Meister wieder nach oben gekommen, und auch die SG Prieros/Königs Wusterhausen, die 2017 als Neuling abgestiegen war, meldet sich als Meister Brandenburgs nun wieder zurück. Somit bleiben eigentlich nur zwei „echte Neue“: der Relegationssieger SV Lindow-Gransee II (Dritter der Brandenburgliga) und der Relegationsdritte USV Halle (Fünfter der Landesoberliga Sachsen-Anhalt).

In der Staffel der Frauen gehen 11 Mannschaften in die neue Saison. Vorneweg fünf aus der letzten Saison bekannte Teams: USV Halle (letzte Saison 3.), Berliner Volleyballverein Vorwärts (4.), SV Energie Cottbus (5.), TSV Spandau 1860 (6.) und SG Einheit Zepernick (8.). Nur vom Namen her ein neues Gesicht ist das Volleyballteam VT Rudow-Altglienicke, denn dahinter verbirgt sich nach einer Spielrechtsübertragung der Ex-Regionalligist VSG Altglienicke (letzte Saison 7.). Der Ex-Regionalligist VSV Grün-Weiß 78 Erkner wird als Meister von Brandenburg wieder viertklassig. Das Feld komplettieren vier Neulinge: die beiden Landesmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III aus Berlin und WSG Reform Magdeburg aus Sachsen-Anhalt; hinzukommen der Relegationssieger USC Magdeburg (Zweiter der Landesoberliga Sachsen-Anhalt) und der Relegationszweite BBSC Berlin III (Vierter der Berlinliga).

Übrigens: Für eine im deutschen Frauen-Volleyball nicht alltägliche Konstellation sorgen die SG Rotation Prenzlauer Berg und der BBSC Berlin. Sie sind gleich in drei überregionalen Spielklassen vertreten, und zwar jeweils mit der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga Nord, mit der zweiten in der Dritten Liga Nord und der dritten in der Regionalliga.

Das Fazit: Prognosen über die Meisterschaftsfavoriten sind gewagt. Vielleicht lässt sich so viel sagen: Bei den Männern sollten der Drittliga-Absteiger TSV Spandau 1860 und vor allem die letzte Saison als Neuling erstaunlich vorn mitmischenden jungen Talente der Dessau Volleys eine mitentscheidende Rolle spielen. Bei den Frauen könnte man das am ehesten dem letztjährigen Meisterschaftsdritten USV Halle zutrauen. Doch beim Saisonauftakt mussten einige vermeintliche Mitfavoriten gleich einen Dämpfer hinnehmen.

Männer: Aufsteiger Prieros wollte

gegen Spandau einen Punkt

Bei den Männern traf zum Saisonstart der Rückkehrer TSV Spandau 1860 auswärts auf den Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen. Bei den Spandauern – wie schon zuletzt unter Trainer Stephan Schulz - hat sich nach Auskunft des langjährigen Zuspielers Sebastian Salb, der seit sieben Jahren dabei ist und alle Höhen und Tiefen des Teams mit dem Auf- und Abstieg erlebt hat, nicht allzu viel verändert. „Im Grunde sind wir immer noch das Team, das vor zwei Jahren in die Dritte Liga aufgestiegen war. In dieser Saison werden wir mit Nils Kaden einen Spieler aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft hochziehen. Hinzukommen mit Jonas Herzog als Mittelblocker und Baset Mousavi im Zuspiel zwei Jugendspieler des Berliner TSC mit Doppelspielrecht. Der Rest setzt sich aus einem Mix aus jüngeren und älteren Spieler zusammen, die nun schon seit ein paar Jahren gut aufeinander eingespielt sind“, so Sebastian Salb. Die Frage nach dem Saisonziel beantwortete der 34-Jährige so: „Die oberen Ränge sind das Ziel. Im Vordergrund steht aber eine Integration der jüngeren Spieler, um längerfristig wieder eine starke Truppe für die Dritte Liga aufzubauen.“ Mit anderen Worten: Die sofortige Rückkehr in die Dritte Liga Nord ist nicht das unmittelbare Ziel der Spandauer.

Dass allerdings die Spandauer mit einer glatten 0:3 (-20, -20, 18)-Niederlage beim Gastgeber SG Prieros/Königs Wusterhausen in die Saison gehen, ist ziemlich unerwartet. „Auch wir sind überrascht“, gestand der 27-jährige Alexander Kuhrt, neuer Mannschaftsleiter und selbst Diagonalangreifer im Aufsteigerteam. „Wir wollten von Spandau nicht abgeschossen werden und wollten einen Punkt gewinnen. Doch im Laufe des Spiels hat sich gezeigt, dass wir nicht chancenlos sind und wir Spandau schlagen können.“ Dabei geht Prieros nach zwei Spielerabgängen mit sechs neuen Spielern und einem 18-köpfigen Kader in die Saison. „Für das Auftaktspiel fehlten uns aus Urlaubs- und Verletzungsgründen gleich sechs Spieler“, so Kuhrt weiter. „So gesehen gab es einige Ungewissheiten vor dem ersten Spiel.“

Gewiss ist eines nach dem 1. Spieltag: Prieros steht gemeinsam mit dem Neuling USV Halle, der zu Hause gegen den Mitaufsteiger und Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg ebenfalls mit 3:0 (17, 26, 18) erfolgreich war, an der Tabellenspitze. Zwar erst der Anfang, aber immerhin!

Bei den Dessau Volleys schlägt

der Trainer verhaltene Töne an

Und wie sah es beim Mitfavoriten, den Dessau Volleys, aus? Hier hatte USV-Trainer Ingo Häntschel vor dem Start recht verhaltene Töne angeschlagen: „Unser Team ist weitestgehend zusammengeblieben. Wir konnten unseren Kader mit drei Spielern der eigenen U18 sowie mit Florian Sander ergänzen und verstärken. Aber wir gehen nicht mit dem Muss rein, dass es nach der Saison in die 3. Liga geht. Wir möchten uns wie in der letzten Saison genauso gut präsentieren. Wenn wir das schaffen, spielen wir eine ähnliche Rolle wie zuletzt. Wären wir besser aufgestellt, sollte ein möglicher Aufstieg ein Thema werden. Hinsichtlich der Titelfavoriten habe ich keine Prognose. In vielen Teams gab es Veränderungen, und ich rechne damit, dass es ausgeglichen zugeht.“ Der Start war jedenfalls gelungen, denn beim USV Potsdam gab es einen 3:1 (22, 20, -18, 19)-Sieg.

Ein weiterer Neuling, der SV Lindow-Gransee II, kassierte zu Hause gegen den USC Magdeburg, der letzte Saison geradeso dem Abstieg entgangen ist, eine 1:3 (24, -17, -16, -16)-Niederlage. Die Magdeburger konnten auf eine sehr gute Vorbereitung zurückblicken. „In den Vorbereitungsspielen wurde viel getestet, und die neuen Spieler harmonieren schon gut zusammen. Dennoch besteht im Zusammenspiel viel Potenzial“, so Magdeburgs Trainer Marko Schulz, der jedenfalls optimistisch in die Saison blickt. In der Woche vor dem „scharfen Start“ sei insbesondere am Kombinationsspiel gearbeitet worden. „Noch kann ich nicht von einem rundum harmonischen Team sprechen, aber ich denke, dass es in Gransee ein ordentliches Spiel geben wird. Die Jungs werden alles dafür tun, um die Liga zu halten - und damit beginnen wir gleich in Gransee.“

Der erste Prüfstein wurde vom jungen Magdeburger Team gemeistert. Das vom Trainer erwartete „ausgegliche Spiel“ wurde es nicht, sieht man vom mit 24:26 verlorenen ersten Satz ab. Trainer Schulz resümierte nach dem gewonnenen Spiel: „Wir haben die ersten drei Punkte geholt, obwohl es im ersten Satz nicht danach aussah. Dann aber spielten die Jungs souverän auf – das lässt mich positiv in die nächste Partie blicken.“ Die nächste Begegnung ist dann das erste Heimspiel für das Team um Kapitän Lorenz Teege gegen den Tabellenführer SG Prieros/Königs Wusterhausen.

In den übrigen Spielen waren die Regionalligisten unter sich, und sie endeten mit Heimsiegen: Der MTV Mariendorf schlug den SV Energie Cottbus mit 3:1 (17, -19, 17, 18), und die TSGL Schöneiche II war gegen CV Mitteldeutschland II ebenfalls mit 3:1 (-22, 21, 23, 23) siegreich.

Frauen: BVV und Neuling

Reform Magdeburg an der Spitze

Bei den Frauen, bei denen es zum Saisonstart lediglich drei statt fünf Begegnungen gab, übernahmen die beiden Heimsieger in den Sonntagspielen die Tabellenführung. Dabei war das 3:1 (17, -23, 23, 17) des Neulings WSG Reform Magdeburg gegen den SV Energie Cottbus weit weniger spektakulär als die 1:3 (21, -19, -15, -21)-Pleite des USV Halle beim Berliner Volleyballverein Vorwärts – auch wenn sich USV-Trainer Axel Göbel vor dem ersten Ballwechsel zurückhaltend gab: „Wir hatten nach der letzten Spielzeit fünf Abgänge. Jeder dieser Abgänge wiegt schwer, da die Routine verloren geht und das Selbstverständnis auf dem Feld weg ist. Zwei von drei Mittelblockern und unsere Zuspielerin und Kapitän haben das Team verlassen. Das hat uns sehr getroffen. Es galt also ein enormes Loch zu stopfen. Die offenen Positionen konnten wieder besetzen, und wir sind mit den vorhandenen Kader sehr zufrieden. Es bleibt aber abzuwarten, wann wir wieder so abgeklärt auf dem Feld stehen wie in der letzten Saison. Trotz einiger Schwierigkeiten in der Vorbereitung durch Urlaub, Praktika und Semesterpause sind wir vorsichtig optimistisch für die neue Saison.“

Und das Saisonziel? „Die großen Veränderungen im Team bremsen bei uns etwas den Mut zu einer klaren Aussage“, so Göbel. „Auf jeden Fall wollen wir wieder um die ersten drei Plätze spielen. Wir wollen uns ja entwickeln. Dazu will das Team die Leistungen der vergangenen Saison bestätigen. Was darüber hinaus in dieser Saison möglich ist, hängt von der Integration der neuen Spielerinnen ab. Und ob wir in die Dritte Liga gehen, ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Wir wollen die vorige Saison nicht als Maßstab nehmen. Dort hatten wir einen super Lauf und einige andere Teams gegen uns ein paar Probleme. Trotzdem sind wir uns schon bewusst, was wir können. Sportlich ist es ganz klar unser Ziel, in den kommenden Spielzeiten in der Dritten Liga aufzuschlagen, aber ob das nach dieser Saison klappt, ist schwer zu beantworten. Die Regionalliga ist aus meiner Sicht stärker als vorige Saison. So ziemlich alle Mannschaften haben sich gut ergänzt oder verstärkt. Spandau hat wieder gesunde Spielerinnen, Prenzlauer Berg und der BBSC spielen mit jungen Talenten. Erkner, Magdeburg und Rudow sind schwer einzuschätzen. Es wird also spannend werden. Einen Meistertipp kann ich nicht abgeben. Aber klar ist, dass wir bei der Vergabe der Medaillen mitreden wollen.“

Wie auch immer: Die Auftaktniederlage dürfte dem USV Halle alles andere als geschmeckt haben. Trainer Axel Göbel sah es mit leichtem Sarkasmus: "So stellt man sich einen Sonntagnachmittag nicht vor: schönes Wetter, 13 Spielerinnen und doch nichts in der Hand." Das Geschehen kommentierte er so: "Die Schwierigkeiten, die ich vor dem ersten Spiel beschrieben habe, werden uns noch eine Weile beschäftigen. Wir waren heute nicht in der Lage, gegen einen gut organisierten BVV unseren Rhythmus zu finden. Immer war das Stellungsspiel nicht gut. Im Angriff, besonders im Side out waren wir heute nicht in der Lage, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Am Ende gewinnt der BVV verdient, weil das Spiel des Gastgebers klarer und deutlich fehlerärmer war. Nun gilt es die Fehler anzusprechen und langsam abzustellen. Am nächsten Wochenende wartet Cottbus auf uns. Hier wollen wir was gut machen."

Einen bemerkenswerten Auftritt legte der Neuling BBSC Berlin III zu Hause gegen den TSV Spandau 1860 hin. Denn nach einem 0:2-Satzrückstand feierten die Randberlinerinnen noch einen umjubelten 3:2 (-24, -11, 21, 17, 16)-Heimerfolg.

Die Spiele im Überblick

Männer, 1. Spieltag am 15. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSV Spandau 1860 3:0, USV Potsdam – Dessau Volleys 1:3, USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0, MTV Mariendorf – SV Energie Cottbus 3:1. Am 16. September 2018: TSGL Schöneiche II – CV Mitteldeutschland II 3:1, SV Lindow-Gransee II – USC Magdeburg 1:3.

Frauen, 1. Spieltag am 15. September 2018: BBSC Berlin III – TSV Spandau 1860 3:2. Am 16. September 2018: WSG Reform Magdeburg – SV Energie Cottbus 3:1, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Halle 3:1.

Nächster Spieltag

Männer, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam, CV Mitteldeutschland II – SV Lindow-Gransee II, TSV Spandau n1860 – MTV Mariendorf. Am 23. September 2018: Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II, USC Magdeburg – SG Prieros/Königs Wusterhausen.

Frauen, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VT Rudow-Altglienicke, TSV Spandau 1860 – WSG Reform Magdeburg. Nachholspiel vom 1. Spieltag: SG Rotation Prenzlauer Berg III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Am 23. September 2018: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg III, USC Magdeburg – BBSC Berlin III.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 2. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 24. September 2018. Vereine und Mannschaften können auch weiterhin Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart