Ligageschehen Regionalliga Nordost 2018-2019

11.11.2018

Wochenumschau nach 9. Spieltag: Prenzlauer Bergs Frauen vorzeitig inoffizieller Halbzeitmeister, Schöneiches Männer auf gutem Weg dorthin

Aktualisierte Fassung: Sonntag, 11. November 2018 um 23 Uhr

Nun geht es mit Riesenschritten dem Ende der ersten Halbserie in der Regionalliga Nordost entgegen. Die beiden dafür noch anstehenden Spieltage finden am 24./25. November (10. Spieltag) und 1./2. Dezember (11. Spieltag) statt. Daran schließt sich in diesem Jahr noch eine Runde am 15./16. Dezember (12. Spieltag), ehe die Saison in eine vierwöchige Pause geht und das Spieljahr im neuen Jahr mit dem 13. Spieltag am 12./13. Januar 2019 fortgesetzt wird.

Bei den Männern hat die TSGL Schöneiche II beste Aussichten, inoffizieller Halbzeitmeister zu werden. Die Schöneicher gehen nach dem 9. Spieltag mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die restlichen beiden Begegnungen bis zum Halbserienabschluss. Nachdem sie zuletzt die nicht leichte Auswärtsaufgabe gegen den Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen mit Bravour, aber auch glücklich gemeistert haben, folgen als die beiden Gegner bis zur Halbzeit zu Hause der Aufsteiger SV Lindow-Gransee II (am 25. November) und schließlich auswärts der USC Magdeburg (am 2. Dezember). Vor allem gegen die bislang eine starke Saison spielenden Magdeburger kann es eine unliebsame Überraschung geben. Auch der auf der Lauer liegende Mitverfolger TSV Spandau 1860, der an diesem 9. Spieltag bei den Dessau Volleys einen Punkt abgeben musste, könnte von einem Ausrutscher der Schöneicher profitieren, zumal die beiden nächsten Begegnungen der Spandauer zu Hause gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg und danach auswärts gegen das Schlusslicht SV Energie Cottbus lösbar sind.

Prieros kontra Schöneiche: Ein Volleyballfest

mit glücklichem Sieger - nach Fehlentscheidungen

Mit der Begegnung SG Prieros/Königs Wusterhausen kontra TSGL Schöneiche II trafen am 9. Spieltag zwei Teams aufeinander, von denen Schöneiche als Tabellenführer favorisiert und der Tabellenfünfte Prieros eigentlich Außenseiter war. Schöneiches Kapitän Robert Brandt verwies allerdings darauf, dass „viel Brisanz in der Luft lag, weil sich beide Teams schon sehr lange kennen und es immer ein regelrechtes Volleyballfest“ gewesen sei. „Von daher haben wir uns auch nicht als Favorit gesehen, wenn man von der Papierform absieht. Und nicht zu vergessen die starken Fans des Gastgebers.“

Seine eher zurückhaltende Haltung sollte sich bestätigen, auch wenn am Ende Schöneiche mit 3:1 (17, -17, 20, 23) die Nase vorn hatte. „Das Spiel begann erstklassig. Allein der erste Ballwechsel war schon spektakulär. Besser ins Spiel kam aber Schöneiche, wehrte fast jeden Ball ab und machte dann selbst den Punkt. So endete der erste Satz ziemlich eindeutig zu unseren Gunsten. Im zweiten Satz zeigte aber der Gastgeber, was in ihm steckt. Hier wurde Schöneiche abgefackelt, so dass alles wieder auf Anfang steht. Ab dem dritten Satz griff leider immer mehr das Schiedsgericht ein, wobei das beide Teams gleichermaßen betraf. Aber es war doch etwas schade angesichts des ansonsten schönen Spiels auf Top-Regionalliganiveau. Schöneiche lief im dritten Satz wieder zur Höchstform auf und sicherte sich den auch verdient. Der vierte Durchgang war dann letztendlich der Höhepunkt in vielerlei Hinsicht. Einerseits schenkten sich beide Mannschaften nichts, andererseits griff das Schiedsgerichtes leider spielentscheidend ein, wobei Prieros lange Zeit stets die Nase vorn hatte und diesen Satz unglücklich verlor. Ein fünfter und entscheidender Satz wäre mehr als verdient gewesen. Unterm Strich eine Riesenlob an beide Mannschaften und den Fans in der Halle. Es war ein tolles Volleyballfest! Nun freuen wir uns auf das erste freie Wochenende seit neun Wochen.“

Alex Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher von Prieros/Königs Wusterhausen und selbst Spieler, sprach von "einer unnötige Niederlage gegen den Tabellenführer" und kritisierte auch, dass "das Schiedsgericht das Spitzenderby in der Endphase des vierten Satzes durch unglückliche Fehlentscheidungen beeinflusst" habe. Weiter konstatiert Kurth: "Leider griff das Schiedsgericht in der Endphase des vierten Satzes unglücklich ins Spielgeschehen ein. Hier konnten die Angreifer zweimal in Folge den Schöneicher Block deutlich anschlagen, aber in allen Fällen wurden die Angriffe gegen den Gastgeber gewertet. Aufgrund dessen hieß es nicht zweimal Satzball, sondern der Tabellenführer kam Stück für Stück an Prieros/Königs Wusterhausen heran und erspielte sich den Matchball beim 23:24. Prieros bekommt aber aufgrund spielentscheidender Fehler des Schiedsgericht nicht den Punkt zum Satzball. Der Tiebreak wäre mehr als verdient gewesen. Es ist sehr traurig, dass das heutige Schiedsgericht am Ende das Spiel entschieden hat. Ein mehr als unglückliches Ende eines guten Spiels von beiden Seiten."

Magdeburg nimmt das Derby

gegen Halle nicht auf die leichte Schulter

Während der hinter den Schöneichern auf dem zweiten Platz liegende TSV Spandau 1860 bei den Dessau Volleys beim hart umkämpften 3:2 (-20, 16, 25, -21, 14)-Sieg einen Punkt abgeben musste, feierte der bis dato Drittplatzierte USC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Derby zu Hause gegen den Aufsteiger und Tabellenvierten USV Halle einen 3:0 (22, 15, 22)-Sieg und rückte damit auf den zweiten Platz vor, nach Punkten (21) gleichauf mit Spandau.

Im Vorfeld dieser Begegnung war betont worden, dass das letzte Aufeinandertreffen mit den Hallensern schon eine Weile zurückliege, so dass Prognosen schwer fallen. Die Magdeburger Männer waren letzte Saison Meisterschaftsneunter in der Regionalliga, und die Hallenser Männer spielten da noch in der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt und belegten den fünften Platz. Als Relegationsdritter schafften sie schließlich den Aufstieg in die Regionalliga.

Das USC-Team um Kapitän Lorenz Teege konnte bisher fünf Saisonspiele gewinnen, aber Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Doch gerade vor heimischer Kulisse wollten die Elbestädter mit den eigenen Fans im Rücken an den letzten Erfolg gegen den MTV Mariendorf anknüpfen und sich weiter in der Spitzengruppe festsetzen. Dabei setzte Trainer Marko Schulz auf die bewährte Starting-Six, die unter der Woche nochmals auf Herz und Nieren geprüft wurde. Dabei stand im Training insbesondere der Aufschlag auf dem Plan, denn den konnten die USC-Männer in der letzten Begegnung nur suboptimal einbringen. Aber nicht nur im technischen Bereich wurde in den Trainingseinheiten gearbeitet, auch das Spielverständnis in kritischen Situationen wurde gefestigt, so dass die Erwartungen gegen die Hallenser in einen 3-Punkte-Sieg gipfelten.

Tatsächlich feierten die Magdeburger mit dem 3:0 (22, 15, 22) einen weiteren Heimsieg. Nach einer kritischen Situation bei den Gästen aus dem Süden Sachsen-Anhalts musste gleich zu Beginn des ersten Satzes das Spiel beim Stand von 2:2 unterbrochen werden, weil es schien, als habe sich auf Hallenser Seite Lukas Kreißl (später MVP) verletzt. Aber er konnte weiter spielen, den Siegeszug der USC-Männer beim 25:22 aber nicht aufhalten. Auch im zweiten Satz dominierten die Gastgeber. Sie zwangen den Gästen ihr Spiel auf und sorgten abermals für eine komfortable Führung (17:10). Libero Justin Spiegel kratzte die gegnerischen Angriffe vom Parkett, und Tom Heidecke (späterer MVP) setzte seine Angreifer gekonnt in Szene. Obendrein glänzte Jugendspieler Fabian Lübke in kritischen Situationen durch ein fehlerloses Agieren, so dass auch dieser Durchgang mit 25:15 gewonnen werden konnte. Im dritten Satz wackelte Magdeburgs Annahme mal wieder, und auch die Angriffe konnten nur wenig druckvoll verwertet werden. So gerieten die Elbestädter ins Hintertreffen (4:6). Wieder war es Fabian Lübke, der diesmal mit einem Service-Winner den Ausgleich erzwang (7:7). Die Hallenser gaben sich aber noch nicht geschlagen, setzten ihrerseits die Gastgeber unter Druck und erspielten sich beim 21:19 einen Vorsprung. Doch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Magdeburger den dritten Satz doch noch mit 25:22 für sich entscheiden.

Ihr Trainer Marko Schulz strahlte nach dem Schlusspfiff bis über beide Ohren: „In Satz eins waren wir noch nicht wirklich im Derby angekommen. Der zweite Satz zeugte hingegen von der Spielqualität der Jungs, und dass wir den dritten Satz zum Ende noch drehen konnten, ist einfach grandios. Auch wenn nur ein Spieler MVP werden kann, möchte ich sehr deutlich das ganze Team loben. Die eingewechselten Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht und uns damit genauso zum Sieg verholfen wie jene auf dem Feld.“ Jetzt heißt es für die Magdeburger erstmal durchatmen und ein freies Wochenende zu genießen, ehe es am 25. November auswärts gegen den USV Potsdam weitergeht.

USV Potsdam rutscht weiter ab,

SV Energie Cottbus gibt Lebenszeichen

Dabei dürften sich die Magdeburger auf eine „bissige“ Potsdamer Mannschaft einstellen müssen. Denn die bislang auf dem zehnten Platz liegende und vom Abstieg bedrohte USV-Mannschaft kassierte unerwartet eine 1:3 (-13, -22, 16, -20)-Auswärtsniederlage gegen den Aufsteiger und bisherigen Tabellenvorletzten SV Lindow-Gransee II. Damit fielen die Potsdamer auf den vorletzten Rang zurück – mit einem dürftigen 3-Punkte-Plus auf das Schlusslicht SV Energie Cottbus.

Die Männer aus der Lausitz gaben nämlich mit dem ersten Saisonsieg beim dramatischen 3:2 (-20, 16, 25, -21, 14)-Erfolg beim Gastgeber SG Rotation Prenzlauer Berg ein erstes Lebenszeichen von sich. Auch wenn ein Punkt abgegeben werden musste, so dürfte die Hoffnung gewachsen sein, über kurz oder lang doch noch den Anschluss zum Mittelfeld herstellen zu können, wobei angesichts von vier Absteigern ein Rückstand von mindestens fünf Punkten aufgeholt werden müsste.

Eine dieser bedrohten Mannschaften ist der MTV Mariendorf, der bei CV Mitteldeutschland II mit dem 1:3 (-21, 17, -16, -19) die siebente Niederlage im neunten Saisonspiel erlitt. Momentan gehören mit Prenzlauer Berg (9 Punkte), Mariendorf (8), Lindow-Gransee II (7), Potsdam (6) und Cottbus (3) fünf Mannschaften zum Kandidatenkreis für den Abstieg.

Prenzlauer Bergs Topkader

trainiert bis zu fünfmal die Woche

Bei den Frauen ist dem von Sieg zu Sieg eilenden Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg III die inoffizielle Halbzeitmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Neun Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts und sogar elf Punkte auf den nächsten Verfolger USC Magdeburg, die beide allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben, spricht einen deutliche Sprache über die Dominanz der Prenzelbergerinnen. Sie mussten am 9. Spieltag beim BBSC Berlin III antreten und dominierten den Gegner beim 3:1 (11, 7, -20, 14) eindeutig. Am 10. Spieltag sind die Prenzelbergerinnen spielfrei, und zum Abschluss der Halbserie am 11. Spieltag treffen sie auf den gastgebenden Verfolger USC Magdeburg (2. Dezember),

Glückwunsch an die SG Rotation Prenzlauer Berg III und ihren Trainer Max Filip zur vorzeitigen inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft! „Ja, wir haben bisher eine tolle Serie gespielt“, bestätigte Trainer Max Filip. „Das war nicht so ohne Weiteres zu erwarten, denn für meine Spielerinnen ist die Regionalliga Neuland. Aber die Mädchen – überwiegend 16 oder 17 Jahre jung – trainieren ungemein motiviert und intensiv und wollen das auch im Spiel umsetzen.“ Intensives Training – das heißt für die Mehrzahl der Spielerinnen fünfmal Training in der Woche und dabei täglich zweimal, wie Max Filip dazu ergänzte. So gesehen habe man gegenüber den anderen Regionalligamannschaften natürlich einen deutlichen quantitativen, aber auch qualitativen Vorsprung.

Den Hintergrund für dieses ungewöhnliche Pensum erläutert der 26-jährige Coach, der aus Baden-Württemberg kommt, an der Sporthochschule in Köln studiert hat und gegenwärtig sein Masters in Berlin macht, mit dem aufschlussreichen Hinweis: „Aufgrund der Kooperation von Prenzlauer Berg mit dem VC Olympia Berlin und dessen Nachwuchsförderungskonzept ist für die meisten Mädchen die Regionalliga nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die Bundesligateams des VCO oder sogar bis in die Nachwuchsnationalmannschaften.“

Anders gesagt: Obwohl diese Mannschaft nicht in die Dritte Liga Nord aufsteigen kann, weil dort schon Prenzlauer Bergs zweites Vereinsteam präsent ist, und somit „nur“ um die „goldene Ananas“ (sprich Regionalmeistertitel) spielt, ist angesichts der langfristigen Kaderperspektive der Eifer und Ehrgeiz der Spielerinnen natürlich enorm. Man braucht also kein Prophet zu sein, um festzustellen, dass auf dem Weg zum Titelgewinn nichts an Prenzlauer Berg vorbeiführt.

Magdeburgerinnen kassieren

gegen Halle zweite Saisonniederlage

So gesehen rückt der Kampf um die Plätze dahinter deutlich stärker in den Vordergrund, als man vor Saisonbeginn vermuten konnte. Von den beiden Verfolgern des Spitzenreiters, dem Berliner Volleyballverein Vorwärts und dem USC Magdeburg, hielt sich am 9.Spieltag nur der BVV schadlos, der zu Hause gegen den Tabellenvorletzten SV Energie Cottbus mit 3:1 (19, 14, -22, 16) gewann. Dagegen musste der Aufsteiger USC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Derby gegen den USV Halle seine zweite Saisonniederlage einstecken. Im Gegensatz zum Männerduell Magdeburg kontra Halle waren bei den Frauen die Vorzeichen genau umgekehrt: Die Hallenserinnen waren letzte Saison Meisterschaftsdritter in der Regionalliga, während die Magdeburgerinnen die Landesoberliga als Zweiter beendeten und als Relegationssieger in die vierthöchste deutsche Spielklasse aufstiegen. Die Hallenserinnen waren also favorisiert und demonstrierten das auch mit einem 3:1 (16, -23, 23, 23)-Sieg auf gegnerischem Parkett.

Gleich zu Beginn des ersten Satzes setzten die Hallenserinnen im Aufschlag ein deutliches Zeichen und brachten die Elbestädterinnen wie noch kein Team zuvor in der Annahme zum Wackeln. Das hatte zur Folge, dass die Gastgeberinnen schnell einem Rückstand von zehn Punkten hinterherliefen (5:15). Trotz Fehlerminimierung mussten sich die USC-Frauen mit nur 16 eigenen Punkten geschlagen geben. Auch im zweiten Durchgang gerieten die Magdeburgerinnen in einen frühen Rückstand (0:6), fingen sich diesmal jedoch eher und kämpften sich Punkt für Punkt zurück ins Spiel. Dabei glänzte vor allem Außenangreiferin Melanie Polter (spätere MVP), die sowohl in der Annahme als auch im Angriff Verantwortung übernahm und das Team zum Satzerfolg führte (25:23). Endlich schienen die Magdeburgerinnen im Derby angekommen zu sein. Nun entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei sich die Hallenserinnen zur Crunch-Time mit zwei Punkten absetzen konnten. Zwei Punkte, die die USC-Frauen aber nicht mehr aufholen konnten und den Satz mit 23:25 abgaben. Mit dem Rücken zur Wand trumpften im vierten Satz dann die Gastgeberinnen auf. Kapitän Melanie Baake brachte ihre Mannschaft mit einem Service-Winner ins Spiel und gestaltete mit einer nun stabilen Annahme ein schnelles Spiel. In einem offenen Schlagabtausch wechselte ständig die Führung, wobei die Hallenserinnen zum Satzende das glücklichere Händchen hatten und den Sack mit 25:23 zumachten. Mit dieser Niederlage fiel Magdeburg hinter Prenzlauer Berg (27 Punkte) und BVV (18) auf den dritten Rang (16) zurück.

Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann resümierte nach dem Spiel: „Gegen Halle kann man verlieren. Es ist nur schade, dass sich die Mädels im ersten Satz unter Wert verkauft haben. In den folgenden Sätzen haben sie es dann dem Vorjahresdritten sehr schwer gemacht.“ Nach acht Spieltagen haben die Elbestädterinnen nun eine Woche spielfrei, die sie unter anderem zur Regeneration nutzen werden, bevor es dann am 25. November auswärts gegen VT Rudow-Altglienicke geht.

In der Abstiegszone verlor der TSV Spandau 1860 bei der SG Einheit Zepernick mit 1:3 (-18, -12, 24, -20), und auch das Schlusslicht VSV Grün-Weiß 78 Erkner scheiterte zu Hause im Aufsteigerduell an der WSG Reform Magdeburg mit 0:3 (-19, -22,-16). Hier ist augenblicklich ein Quartett mit Reform Magdeburg (8 Punkte), Spandau (5), Cottbus (3) und Erkner (1) am stärksten vom Abstieg bedroht.

Zum Schluss noch der Hinweis: Der 10. und nächste Spieltag findet erst am 24./25. November 2018 statt. An dem dazwischen liegenden Wochenende (17./18. November 2018) stehen lediglich drei Nachholspiele – zwei bei den Frauen und eines bei den Männern – auf dem Programm.

Die Spiele im Überblick

Männer, 9. Spieltag am 10. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSGL Schöneiche II 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Energie Cottbus 2:3, CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf 3:1. Am 11. November 2018: Dessau Volleys – TSV Spandau 1860 2:3, USC Magdeburg – USV Halle 3:0, SV Lindow-Gransee II – USV Potsdam 3:1.

Frauen, 9. Spieltag am 10. November 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus 3:1, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860 3:1. Am 11. November 2018: BBSC Berlin III – SG Rotation Prenzlauer Berg III 1:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – WSG Reform Magdeburg 0:3, USC Magdeburg – USV Halle 1:3.

Nächster Spieltag

Männer, Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 3. Spieltag): SV Lindow-Gransee – Dessau Volleys.

Männer, 10. Spieltag am 24. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – SV Energie Cottbus, USV Halle – CV Mitteldeutschland II, MTV Mariendorf – Dessau Volleys, TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg. Am 25. November 2018: TSGL Schöneiche II - SV Lindow-Gransee II, USV Potsdam – USC Magdeburg.

Frauen, Nachholspiel am 17. November 2018 (vom 1. Spieltag): VT Rudow-Altglienicke – SG Einheit Zepernick. Nachholspiel am 18. November 2018 (vom 4. Spieltag): WSG Reform Magdeburg – USV Halle.

Frauen, 10. Spieltag am 24. November 2018: BBSC Berlin III – SV Energie Cottbus, USV Halle – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, WSG Reform Magdeburg – SG Einheit Zepernick, TSV Spandau 1860 – Berliner Volleyballverein Vorwärts. Am 25. November 2018: VT Rudow-Altglienicke – USC Magdeburg.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 10. Spieltag spätestens am Montag, dem 26. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

04.11.2018

Wochenumschau nach 8. Spieltag: Bei den Männern zeichnet sich an der Spitze ein Dreikampf ab

Nach dem 8. Spieltag in der Regionalliga Nordost zeichnet sich bei den Männern an der Spitze ein Dreikampf zwischen der TSGL Schöneiche II, dem TSV Spandau 1860 und dem USC Magdeburg ab. Der Spitzeneiter aus Schöneiche (22 Punkte) büßte allerdings im Auswärtsspiel beim 3:2 (22, 19, -21, -15, 10) gegen den im Abstiegskampf verwickelten USV Potsdam einen Punkt ein. Schöneiches Mannschaftskapitän Robert Brandt wies darauf hin, dass Schöneiche schon in der Vergangenheit fast immer so seine Probleme mit den Potsdamern hatte. „Die sehr erfahrene und durchaus sympathische Truppe aus Potsdam versteht es, wie man gegen Schöneiche spielen muss. Das wäre auch diesmal beinahe aufgegangen. Denn wir kamen ohne Glanz zur 2:0-Satzführung. Danach schlug Potsdam zu. Mit Stimmung und gutem Volleyball kochten sie uns eiskalt ab und erzwangen mit dem 2:2-Satzgleichstand den entscheidenden fünften Satz. Hier führte Potsdam früh, aber Schöneiche kam ins Spiel zurück und lag beim Seitenwechsel mit 8:7 vorn. Nun setzte Schöneiche zum Endspurt an und entschied den Tiebreak klar mit 15:10 für sich. Unterm Strich bleibt festzustellen: Der Favorit schwankte sehr, fiel aber nicht. Allerdings muss nächste Woche im Auswärtsspiel gegen Prieros eine bessere Leistung her, um ein böses Erwachen zu vermeiden.“

Trainer Stephan Schulz zum

„Erfolgsgeheimnis“ von Spandau

Der bislang vier Punkte hinter dem Spitzenreiter auf dem zweiten Tabellenplatz liegende TSV Spandau 1860 empfing CV Mitteldeutschland II und schickte die Gäste mit 3:0 (23, 14, 22) geschlagen nach Hause. Durch den eigenen Sieg und den Punktverlust der Schöneicher verkürzte sich der Rückstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte. Die Spandauer bestätigten mit ihrem sechsten Saisonsieg ihren Aufwärtstrend. Nach dem Fehlstart zum Saisonauftakt mit dem 0:3 in Prieros wurde danach nur noch einmal mit 2:3 in Schöneiche verloren. Ansonsten gab es durchweg Siege.

Spandaus Trainer Stephan Schulz erklärt das „Erfolgsgeheimnis“ seiner Mannschaft so: „Zum einen ist die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Dritten Liga Nord zusammengeblieben. Es sind nur zwei Jugendspieler in Kooperation mit dem Berliner TSC hinzugekommen. Zum anderen, und das ist der wichtigste Punkt, haben alle Spieler eine Topeinstellung im Training. Sie sind alle hoch motiviert und haben viel Spaß. Das wollen sie auch im Spiel zeigen. Dabei ist es für mich als Trainer natürlich von Vorteil, einen so breiten und guten Kader zu haben, was meine Wechseloptionen ungemein verbessert. Ich denke, wenn diese positive Tendenz anhält und wir womöglich Regionalmeister werden, könnte das Thema Aufstieg in die Dritte Liga wieder eine Option sein. Aber so weit ist es noch längst nicht. Wir stellen uns jedenfalls auf einen Dreikampf mit Schöneiche, Magdeburg und uns ein.“

Mit 19 Punkten liegt Spandau hinter Schöneiche (22) und vor Magdeburg (18). Dahinter folgen mit den beiden Aufsteigern USV Halle und SG Prieros/Königs Wusterhausen zwei punktgleiche Team (15 Punkte). Betrachtet man den Dreikampf an der Spitze genauer, so könnten die Partien am 2. Dezember zwischen Magdeburg und Schöneiche sowie am 19. Januar zwischen Spandau und Schöneiche durchaus vorentscheiden Charakter im Kampf um die Meisterschaft tragen. Da die Spandauer das Hinspiel gegen Magdeburg am 7. Spieltag in Magdeburg glatt mit 3:0 gewonnen hatten, dürften sie für das Rückspiel vor heimischer Kulisse am 2. Februar favorisiert sein. Aber das alles sind natürlich Papierrechnungen, denn bis dahin kann dem einen oder anderen durchaus noch ein Ausrutscher unterlaufen, so dass die Karten neu gemischt werden.

Magdeburg wurde seiner Favoritenrolle

beim MTV Mariendorf gerecht, aber…

Der drittplatzierte USC Magdeburg sah sich im Auswärtsspiel gegen den MTV Mariendorf in der Favoritenrolle und betrachtete die Aufgabe fernab von Überheblichkeit als absolut machbar. Zumindest sprach die Saisonbilanz für sie: Nur ein verlorenes Spiel, während der Gastgeber aus sieben Begegnungen lediglich zwei Siege verbuchen konnte. Die Magdeburger, die diesmal wieder unter ihrem bewährten Trainer Marko Schulz antraten, hatten nach der Heimniederlage in der Vorwoche (0:3 gegen Spandau) viel am Komplex I, an der Annahme und am Zuspiel gearbeitet. Auch das Stellungsspiel wurde noch einmal in den Fokus gerückt. „Wenn es uns gelingt, unser Leistungsvermögen abzurufen und die notwendigen positiven Emotionen auf das Spielfeld kommen, können wir in Berlin drei Punkte holen“, so der USC-Trainer.

Zwar wurden die Magdeburger ihrer Favoritenrolle auch gerecht, aber es gab dennoch einige Schwachstellen. So war im ersten Satz vom Team um Kapitän Lorenz Teege nicht viel von der erwarteten Souveränität zu sehen. Zu viele Eigenfehler, insbesondere im Aufschlag, sorgten für einen offenen Schlagabtausch. Erst der Doppelwechsel Eric Schlese für Friedemann Steinwerth und Cedrik Moede für Tom Heidecke (späterer MVP) brachte den gewünschten 25:22-Satzerfolg. Auch im zweiten Durchgang spielten die Magdeburger mit angezogener Handbremse und lagen schnell mit vier Punkten hinten. Diesmal konnte sich das Team jedoch von innen heraus fangen und das eigene Spiel stabilisieren. Im Satzverlauf gelang dann der Führungswechsel, wobei auch hier wie im ersten Satz der Doppelwechsel Wirkung zeigte und zum 25:23 führte. Mit der 2:0-Satzführung im Rücken liefen die Elbestädter im dritten Durchgang insbesondere im Aufschlag zur alten Form auf und setzten die Berliner bereits mit dem ersten Ball unter Druck. Deutlich weniger Eigenfehler führten zu mehr Chancen, die konsequent zum 25:14-Satz- und damit zum 3:0-Spielgewinn genutzt wurden.

Nach dem Spiel resümierte Trainer Marko Schulz: „Im kompletten Spiel machen wir insgesamt 18 Aufschlagfehler – direkte Punkte für den Gegner. Dadurch sind auch die beiden knappen Sätze zu erklären. Nachdem wir unsere Fehlerquote reduziert hatten, konnte unser eigenes Spiel auch besser aufgebaut werden.“ Der Coach blickte aber schon mahnend voraus: „Wir müssen unsere Eigenfehler minimal halten, wenn es am kommenden Sonntag zu Hause gegen den USV Halle einen weiteren Sieg geben soll.“

Der USV Halle festigte seinen vierten Tabellenplatz durch einen 3:1 (21, 20, -21, 12)-Heimsieg gegen den Mitaufsteiger SV Lindow-Gransee II. Und auch die auf Rang fünf liegende SG Prieros/Königs Wusterhausen hielt den Anschluss zur Spitzengruppe durch einen 3:1 (-20, 23, 21, 18)-Auswärtssieg im Aufsteigerduell gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg. Nach wie vor kritisch ist die Lage des ersten Abstiegskandidaten SV Energie Cottbus, der zu Hause gegen die Dessau Volleys mit 0:3 (-22, -20, -21) den Kürzeren zog und mit nur einem Punkt aus acht Spielen weiterhin das Schlusslicht ist. Wenn man berücksichtigt, dass am Ende dieser Saison vier statt sonst üblich drei Mannschaften absteigen, weil in diesem Spieljahr mit 12 statt elf Teams gespielt wird, wird der Ernst der Lage noch deutlicher. Das betrifft auch den Neuling SV Lindow-Gransee II (11./4 Punkte) und USV Potsdam (10./6 Punkte).

Sechs Punkte für Prenzlauer Berg,

Magdeburger Sieg der Nervenstärke

Der vor einer Woche pausierende souveräne Spitzenreiter bei den Frauen, der Neuling SG Rotation Prenzlauer Berg III, musste an diesem Wochenende gleich zweimal ran: am Sonnabend im Nachholspiel vom 7. Spieltag zu Hause gegen den USV Halle und tags darauf auswärts gegen VT Rudow-Altglienicke. Mit zwei klaren Siegen – 3:0 (22, 24, 16) gegen Halle und 3:0 (18, 18, 21) gegen Rudow-Altglienicke – wurden sechs Punkte geholt, so dass die Prenzelbergerinnen mit nunmehr 24 Punkten einen 8-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger USC Magdeburg haben.

Die Magdeburgerinnen trafen im Stadtderby auswärts auf den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg und feierten beim 3:0 (22, 14, 23) nach 71 Minuten ihren fünften Saisonsieg. Doch bereits im ersten Durchgang wurde deutlich, dass das Derby ein Spiel auf Augenhöhe werden würde. Beide Teams schenkten sich nichts, kratzten in der Abwehr die Bälle vom Boden und setzten im Angriff Akzente. Mit einer kleinen Aufschlagserie von Pia Stodal (spätere MVP) konnten sich die USC-Frauen dann mit drei Punkten absetzen (12:9). Ein zwar nur kleiner Vorsprung, der aber bis zum Satzende gehalten werden konnte (25:22). Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste dann abermals im Aufschlag mit Pia Stodal, dass sie das stadtinterne Duell für sich entscheiden wollten. Neben druckvollen Aufschlägen glänzte man jetzt auch mit dynamischen Angriffen und einer cleveren Spielweise. Insbesondere Melanie Polter platzierte ein ums andere Mal den Ball im gegnerischen Feld und sorgte zudem mit präzisen Aufschlägen für den zweiten Satzerfolg (25:14). Im dritten Durchgang erwischten die Gastgeberinnen die Gäste auf dem falschen Fuß. Die zuvor stabile Annahme wackelte und im Abschluss konnte kaum ein Ball verwertet werden. Trotz des zehn Punkte Rückstandes (1:11) steckten die USC-Frauen aber den Kopf nicht in den Sand, sondern fokussierten sich auf die eigenen Stärken. Auch der Wechsel auf der Zuspielposition zeigte Erfolg. So setzte Mara Kriebitzsch ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene, so dass die Aufholjagd Früchte trug (19:22). Wieder war es dann Melanie Polter, die im Aufschlag die Nerven behielt und den Sack zu machte (25:23). USC-Kapitänin Melanie Baake räumte nach dem Schlusspfiff ein: „In so einem Derby gilt es, die Nerven zu behalten - und das ist uns wunderbar gelungen. Mental waren wir auf der Höhe und konnten unsere Stärken gut ausspielen.“ Bereits am kommenden Sonntag gibt es vor heimischer Kulisse ein weiteres Sachsen-Anhalt-Derby gegen den USV Halle.

Im Duell der Abstiegskandidaten

verliert Erkner gegen Spandau

Wie würde die Wiedergutmachung des vor einer Woche patzenden Verfolgers Berliner Volleyballverein Vorwärts (2:3 in Zepernick) zu Hause gegen den BBSC Berlin III ausfallen, der ebenfalls in der Vorwoche zu Hause gegen Rudow-Altglienicke mit 2:3 verloren hatte und es nun besser machen wollte? Es war ein von beiden Seiten beherzter Kampf um den Sieg, der am Ende über fünf Sätze ging. Dabei hatte der BBSC schon nach Sätzen mit 2:0 geführt und wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch dann drehte der BVV den Spieß um und jubelte nach dem letzten Ballwechsel über den 3:2 (-21, -18, 18, 16, 10)-Heimsieg. Damit hält der BVV als Tabellendritter (15 Punkte) Anschluss zum Spitzenduo.

In den übrigen beiden Begegnungen waren mit dem TSV Spandau 1860, dem VSV Grün-Weiß 78 Erkner und dem SV Energie Cottbus gleich drei Abstiegskandidaten beteiligt. Dabei trafen im Direktduell mit Spandau und Erkner jene beiden Teams aufeinander, die am Schluss der Tabelle liegen: Spandau als Vorletzter (2 Punkte) und Erkner als Schlusslicht (1 Punkte). Die Spandauerinnen konnten mit ihrem 3:1 (15, 15, -16, 20)-Heimerfolg ihre Lage im Abstiegskampf entscheidend verbessern, während Erkner weiterhin Schlusslicht mit nur einem Punkt ist. Der zuletzt erstmals siegreiche SV Energie Cottbus empfing die SG Einheit Zepernick. Doch die Lausitzerinnen hatten beim 0:3 (-10, -17, -16) nicht die Spur einer Chance und fielen wieder auf den vorletzten Tabellenrang zurück. Die 2-Punkte-Differenz gegenüber den davor platzierten Mannschaften Spandau und Reform Magdeburg ist zwar durchaus aufzuholen, aber die Gegner schlafen nicht…

Die Spiele im Überblick

Männer, 8. Spieltag am 3. November 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, USV Halle – SV Lindow-Gransee II 3:1, MTV Mariendorf – USC Magdeburg 0:3, TSV Spandau 1860 – CV Mitteldeutschland II 3:0. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – Dessau Volleys 0:3, USV Potsdam – TSGL Schöneiche II 2:3.

Frauen, 8. Spieltag am 3. November 2018: TSV Spandau 1860 – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick 0:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – BBSC Berlin III 3:2, VT Rudow-Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, WSG Reform Magdeburg – USC Magdeburg 0:3. Nachholspiel am 3. November 2018 (vom 7. Spieltag): SG Rotation Prenzlauer Berg III – USV Halle 3:0.

Nächster Spieltag

Männer, 9. Spieltag am 10. November 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Energie Cottbus, CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf. Am 11. November 2018: Dessau Volleys – TSV Spandau 1860, USC Magdeburg – USV Halle, SV Lindow-Gransee II – USV Potsdam.

Frauen, 9. Spieltag am 10. November 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860. Am 11. November 2018: BBSC Berlin III – SG Rotation Prenzlauer Berg III, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – WSG Reform Magdeburg, USC Magdeburg – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 9. Spieltag spätestens am Montag, dem 12. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

29.10.2018

Wochenumschau nach 7. Spieltag: Männer aus Schöneiche bauen Spitzenposition aus – Verfolger patzen

Der 7.Spieltag in der Regionalliga Nordost war besonders bei den Männern von Überraschungen gekennzeichnet, denn von den Verfolgern des souveränen Spitzenreiters TSGL Schöneiche II mussten der bisherige Tabellenzweite USC Magdeburg sowie der USV Halle Punkte abgeben. Die auf dem vierten Rang liegenden Hallenser hatten beim Tabellenführer in Schöneiche keine wirkliche Siegeschance. Am Ende behauptete sich Schöneiche sicher mit 3:1 (19, -20, 14, 23). Und das, obwohl die Vorzeichen für den Gastgeber nicht besonders günstig waren, wie Schöneiches Kapitän Robert Brandt schilderte: „Libero Pascal Haase befindet sich im Familienurlaub und unser dreifacher MVP, Zuspieler Ole Irrmisch, verletzte sich im Training in der Woche und fiel somit aus. Zum Glück erklärte sich Maik Haberer bereit, den Libero zu spielen. Und aus der dritten Mannschaft half unser altbekannter Johannes Meixner als Zuspieler aus.“

Die Hallenser wiederum waren ohne Trainer, aber ansonsten komplett angereist. „Wir starteten gut in den ersten Satz und holten den ohne viel Glanz, aber verdient und sicher“, so Robert Brandt weiter. „Halle wurde aber langsam besser und nutzte Unstimmigkeiten auf unserer Seite aus. In der Endphase des zweiten Satzes wechselte unser Trainer noch ein wenig, was auch nicht wirkungslos war, aber es reichte nicht ganz, so dass wir den Satz abgaben. Danach zeigte sich Schöneiche wie ausgewechselt und zeigte dem Gegner beim 25:14 die Grenzen auf. In dieser Phase wurde deutlich, warum wir in der Tabelle ganz oben stehen. Der vierte Satz war dagegen wieder sehr ausgeglichen. Beim Spielstand von 9:9 wurde es etwas unübersichtlich, da anscheinend ein falscher Spieler von Halle auf dem Feld steht. Am Ende erkämpften wir uns einen knappen Vorsprung, den wir knapp ins Ziel retteten. Siebentes Spiel, siebenter Sieg. Es läuft nach wie vor gut bei uns“, resümierte der Kapitän. Da der nächste Gegner am achten Spieltag auswärts der gegenwärtige Drittletzte, der USV Potsdam, ist, kann man zumindest nach der Papierform davon ausgehen, dass diese glänzende Siegesserie der Schöneicher (noch) nicht reißt.

Magdeburgs Erfolgsserie

reißt beim 0:3 gegen Spandau

Darauf hoffte auch der Verfolger USC Magdeburg, der zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf der Lauer lag und in seinen bisherigen fünf Spielen ausnahmslos siegreich war. Doch die Magdeburger empfingen mit dem TSV Spandau 1860 den Tabellendritten und Ex-Drittligisten, der in seinen bisherigen sieben Saisonspielen zweimal verloren hatte: in Pieros mit 0:3 und in Schöneiche mit 2:3. Die Magdeburger gaben sich aber keinen Illusionen über die Schwere der Aufgabe hin und stellten sich auf ein Duell auf Augenhöhe ein. Auch USC-Trainer Marko Schulz warnte vor dem Anpfiff: „Wir haben zwar fünf von fünf Spielen gewonnen, aber gerade erst am letzten Wochenende haben wir erfahren müssen, was passiert, wenn wir zu lax in ein Ligaspiel gehen.“ Gegen Cottbus mussten die Elbestädter im dritten Satz Lehrgeld zahlen und das nur, weil die Einstellung zum Spiel nicht regionalligatauglich war. Um seine Männer auf das schwere Heimspiel gegen Spandau einzustimmen, wurde Mitte der Woche ein zusätzliches Testspiel angesetzt. Gegner war Grün-Weiß Vallstedt, Vierter der Regionalliga Nordwest. Der Härtetest ging mit 3:2 für die Magdeburger aus und das, obwohl Jonas Röske, Justin Spiegel und Christoph Liebsch nicht mit von der Partie waren. „Ich habe viel gewechselt, um zu sehen, wer mit wem gut harmoniert. Lorenz Teege und Fabian Lübke habe ich zudem auch mal als Libero spielen lassen. Insgesamt war es ganz gut, aber gegen Spandau müssen wir uns noch deutlich steigern“, so Trainer Schulz, der wie seine Männer darauf setzte, dass vor heimischer Kulisse einmal mehr die eigenen Fans der Mannschaft den Rücken stärken.

Am Ende musste die Magdeburger allerdings konstatieren, dass Spandau eine Nummer zu groß war. Nach 71 Minuten hatte sich der TSV Spandau 1860 mit 3:0 (23, 23, 17) durchgesetzt. Schon zu Beginn des ersten Satzes mussten die Gastgeber einem frühen Rückstand hinterherlaufen (3:7). Auch nach der gleich darauffolgenden Auszeit gelang es den Elbestädtern nicht, ins Spiel zu finden. Zur Satzmitte hatten sich die USC-Männer dann zwar wieder im Griff und spielten eine Partie auf Augenhöhe (16:16). Dabei übernahmen Jonas Röske und Kapitän Lorenz Teege viel Verantwortung, konnten aber letztendlich nichts am 23:25-Satzverlust ändern. Auch im zweiten Durchgang fiel den Magdeburgern der Start nicht leicht. Wieder mussten sie einen Rückstand in Kauf nehmen (1:3), reagierten diesmal allerdings souveräner und bauten sogar ihrerseits eine Führung aus (17:13). Eine wacklige Annahme, ein wenig flexibles Aufbauspiel und nicht zuletzt fehlende Motivation gab den Berlinern Aufwind (22:22). Auch der spätere MVP Fabian Lübke konnte zur Crunchtime nicht mehr punkten, sodass auch dieser Durchgang zugunsten der Spandauer verlief (23:25). Im dritten Satz waren die Hausherren zwar zu Beginn bei der Sache (3:0), konnten aber anschließend nur noch wenig Brauchbares aufs Parkett bringen. Das schnelle gegnerische Spiel schien die Elbestädter zu überfordern, sodass die Berliner abermals die Oberhand gewannen (12:16). Beim Stand von 21:17 war dann die Luft raus. Den Magdeburgern gelang kein weiterer Punkt mehr und die Gäste freuten sich schließlich über den deutlichen Sieg.

Magdeburgs Interimstrainer Dennis Raab, der Marko Schulz vertrat, äußerte nach der deutlichen Niederlage: „Die ersten beiden Sätze spielten wir ganz gut mit, konnten aber gegen die fast fehlerlos spielenden Spandauer nichts ausrichten. Der dritte Satz war kaum noch der Rede wert.“ Nun ist Wiedergutmachung mit einem engagierten Spiel am kommenden Samstag beim MTV Mariendorf angesagt. Kein leichtes Unterfangen, denn Mariendorf ist auch auf Wiedergutmachung aus, nachdem ausgerechnet beim Tabellenvorletzten SV Lindow-Gransee nach einem dramatischen Tiebreak mit 2:3 (-25, 20, -21, 23, -17) verloren wurde.

Die Dessau Volleys munter

weiter im Auf und Ab

Durch die Niederlage der Magdeburger, die dadurch auf den dritten Tabellenplatz (15 Punkte) hinter Spandau (16 Punkte) zurückgefallen sind, baute der Spitzenreiter Schöneiche (20 Punkte) seine führende Position auf einen 4-Punkte-Vorsprung aus. Vierter ist der Verlierer USV Halle (12 Punkte), der zusammen mit der SG Prieros/Königs Wusterhausen und dem CV Mitteldeutschland II nach Punkten gleichauf ist. Prieros schlug zu Hause den USV Potsdam mit 3:0 (21, 22, 18), und Mitteldeutschland setzte sich zu Hause gegen das Schlusslicht SV Energie Cottbus mit 3:1 (23, 15, -22, 23) durch. Bei den Dessau Volleys regiert nach wie vor das Auf und Ab. Gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg scheiterte die Mannschaft, die letzte Saison noch Meisterschaftsdritter war, zu Hause mit 2:3 (-16, 21, -24, 16, -12) und fiel auf den neunten Rang zurück.

Verfolger BVV muss in

Zepernick Punkte abgeben

Bei den Frauen war der Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III spielfrei. Das hätte der unmittelbare Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts nutzen können, um den 6-Punkte-Abstand zum Tabellenführer zu verkürzen. Genau dieses Vorhaben scheiterte bei der SG Einheit Zepernick, die beim 3:2 (24, 20, -21, -15, 10) dem BVV die zweite Saisonniederlage bereitete, der dadurch auf den dritten Rang zurückfiel.

Ganz anders der Aufsteiger USV Magdeburg, der als Tabellendritter die Gunst der Stunde nutzte und mit einem 3:1 (-18, 18, 18, 16)-Heimsieg über den bislang sieglosen TSV Spandau 1860 um einen Platz vorrückte und als Tabellenzweiter nun erster Verfolger der Prenzelbergerinnen (18 Punkte) ist – mit 13 Zählern gleichauf mit dem BVV. Zwar waren die Magdeburgerinnen als eindeutiger Favorit in dieses Heimspiel gegangen, aber die gute Blockarbeit und tolle Abwehrleistung der Gäste bei gleichzeitig zu hoher Fehlerquote vor allem im Aufschlag bei den Gastgeberinnen führte zum unerwarteten 18:25-Verlust des ersten Satzes. Spätestens jetzt merkten die Elbestädterinnen, dass der Gegner auch guten Volleyball spielen kann, aber im eigenen Spiel noch viel Luft nach oben war, was in den folgenden Sätzen mit 25:18, 25:18 und 25:16 dann auch eine Bestätigung fand. Denn nun imponierten die Magdeburgerinnen mit druckvolleren Aufschlägen sowie erfolgreichen Angriffsszenen und drehten den Spieß um. „Die Weichen im Kopf der Spielerinnen waren nach dem ersten Satzverlust auf Sieg gestellt“, freute sich Trainerin Anja Bechmann. „Ich bin stolz auf das Team und die weiteren drei Punkte für das Regionalligakonto. Der Start in die Saison mit dem Ziel Klassenerhalt ist also mehr als gelungen.“ Am kommenden Sonntag geht es im nächsten Auswärtsspiel im Lokalderby gegen den Neuling WSG Reform Magdeburg.

Im Duell der Tabellennachbarn BBSC Berlin III (6.) kontra VT Rudow-Altglienicke (5.), die beide lediglich ein Punkt trennte, hatten die Gastgeberinnen gegen das neuformierte Volleyballteam mit 2:3 (-21, 18, -12, 21,-17) das Nachsehen, wovon Rudow-Altglienicke als neuer Tabellenfünfter profitierte. Mehr Spannung verhieß das Duell der Abstiegskandidaten VSV Grün-Weiß 78 Erkner (Vorletzter/1 Punkt) gegen den SV Energie Cottbus (Letzter/0 Punkte). Die bislang punkt- und sieglosen Cottbuserinnen jubelten am Ende über ihren hart erkämpften ersten Saisonsieg mit 3:0 (17, 24, 23). Die Folgen: Erkner ist neues Schlusslicht (1 Punkt), und Cottbus ist mit den ersten drei Punkten Drittletzter. Dazwischen liegt Spandau (2 Punkte). Am nächsten Sonnabend gibt es das nächste Duell der Abstiegskandidaten mit Spandau kontra Erkner.

Die Spiele im Überblick

Männer, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus 3:1. Am 28. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Potsdam 3:0, TSGL Schöneiche II – USV Halle 3:1, Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg 2:3, USC Magdeburg – TSV Spandau 1860 0:3, SV Lindow-Gransee II – MTV Mariendorf 3:2.

Frauen, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:2. Am 28. Oktober 2018: BBSC Berlin III – VT Rudow-Altglienicke 2:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SV Energie Cottbus 0:3, USV Magdeburg – TSV Spandau 1860 3:1.

Nächster Spieltag

Männer, 8. Spieltag am 3. November 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – SG Prieros/Königs Wusterhausen, USV Halle – SV Lindow-Gransee II, MTV Mariendorf – USC Magdeburg, TSV Spandau 1860 – CV Mitteldeutschland II. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – Dessau Volleys, USV Potsdam – TSGL Schöneiche II.

Frauen, 8. Spieltag am 3. November 2018: TSV Spandau 1860 – VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Am 4. November 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick, Berliner Volleyballverein Vorwärts – BBSC Berlin III, VT Rudow-Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg III, WSG Reform Magdeburg – USC Magdeburg. Nachholspiel am 3. November 2018 (vom 7. Spieltag): SG Rotation Prenzlauer Berg III – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 8. Spieltag spätestens am Montag, dem 5. November 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

21.10.2018

Wochenumschau nach 6. Spieltag: Schöneiche und Prenzlauer Berg sind nicht aufzuhalten

In der Regionalliga Nordost hat es in dieser Saison bei den Männern bislang erst einen Spitzenreiter gegeben, der länger als einen Spieltag die Tabellenführung inne hatte: die TSGL Schöneiche II. Nach der SG Prieros/Königs Wusterhausen (1. Spieltag), dem USV Halle (2. Spieltag) und dem USC Magdeburg (3. Spieltag) liegt Schöneiche nun schon zwei Punkterunden (4. und 5. Spieltag) ganz vorn. Und es stand nach der Papierrechnung zu vermuten, dass sich daran auch am 6. Spieltag im Auswärtsspiel beim Fastabsteiger der letzten Saison, dem MTV Mariendorf, nichts ändern würde. Der Meisterschaftsvierte der zurückliegenden Saison hatte bisweilen harten Widerstand zu brechen und gab auch einen Satz ab, aber das am Ende verdiente 3:1 (20,18, -23, 19) brachte Schöneiche den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel.

Schöneiches Kapitän Robert Brandt machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft als klarer Favorit in das Spiel ging, bestätigte aber, dass sich „Mariendorf mit einem vollen Kader präsentierte und es kein Buffet am Samstag“ war. „Insgesamt war das nicht das schönste Spiel. Viele Aufschlagfehler und nicht so gute Annahmen prägten das Spiel, so dass es für die Zuschauer keine rechte Freude war. Dafür war es aber geprägt von viel Stimmung und Einsatz“, so der Kapitän weiter. „Schöneiche holte sich die ersten beiden Sätze verdient. Der dritte Satz ging knapp, aber verdient an Mariendorf. Der vierte Satz war anfangs ausgeglichen, bis Schöneiche sich absetzen konnte. Ein verdienter Sieg. Auch wenn Schöneiche nicht das beste Spiel ablieferte – drei Punkte sind drei Punkte. Nun kann am nächsten Sonntag mit dem USV Halle einer der Verfolger kommen.“

Der zwei Punkte hinter dem Tabellenführer liegende USC Magdeburg, der in bislang vier Spielen unbesiegt geblieben war, wollte diese Siegesserie nicht ausgerechnet gegen den sieglosen Tabellenletzten SV Energie Cottbus abreißen lassen. Auch wenn die Gäste als Favoriten in dieses Spiel gingen, so war Vorsicht geboten. „Meine Jungs spielen momentan so gut, weil sie die technischen und taktischen Vorgaben umsetzen. Sollte dieses Engagement wegfallen, kann es ganz schnell gegen den Baum gehen“, warnte USC-Trainer Marko Schulz. Um die „weiße Weste“ zu behalten, wurde unter der Woche abermals am Stellungsspiel und der internen Kommunikation gearbeitet, Passvarianten geübt und am druckvollen Aufschlag gefeilt. Der Aufwand wurde belohnt: Am Ende gingen die Magdeburger als 3:1 (20, 17, -21, 22)-Sieger vom Feld und blieben damit weiter ungeschlagen.

Dabei glich der erste Durchgang einem vorsichtigen Abtasten. Erst zum Satzende konnte sich das Magdeburger Team Punkt für Punkt absetzen und den Sack zu machen (25:20). Auch im zweiten Satz dominierten die Gäste. Trotz vieler Eigenfehler, insbesondere im Aufschlag, konnten die Magdeburger den Durchgang mit nur 17 Gegenpunkten für sich entscheiden. Im dritten Durchgang zahlten die Elbestädter dann Lehrgeld und bekamen die Quittung für die zeitweise laxe Einstellung. Die Annahme wackelte und verhalf den Gastgebern zu viel Aufwind, so dass die Magdeburger den Satz mit 21:25 abgaben. Nach deutlichen Worten von Trainer Schulz und mit den Anfeuerungsrufen der Magdeburger Frauen im Rücken, gestaltete sich der vierte Durchgang dann wieder auf Augenhöhe. Die Magdeburger brauchten allerdings vier Anläufe, um den Satzball zum 25:22 zu verwandeln. Verständlich der Jubel der Elbestädter, wahrten sie doch ihre „weiße Weste“.

USC-Trainer Marko Schulz räumte allerdings ein: „Wir hatten heute Glück, dass der Gegner unsere laxe Einstellung zum Spiel nicht bestraft hat. Ich kann nur hoffen, dass jedem Spieler klar geworden ist, dass wir immer an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um in der Regionalliga erfolgreich zu sein. Von daher bin ich zwar mit den drei Punkten zufrieden, mit der Spielweise jedoch absolut nicht. Einzig Justin Spiegel zeigte den nötigen Willen und Ehrgeiz.“ Ehrgeiz und Leistungswillen sind am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellendritten TSV Spandau 1860 nötig, soll die Siegesserie fortgesetzt werden.

Mit diesem Auswärtserfolg blieb es bei der 2-Punkte-Differenz gegenüber dem Spitzenreiter Schöneiche (17 Punkte). Wenn das Kopf-an-Kopf-Rennen ganz vorn so weitergeht, muss man sich wohl auf den elften Spieltag am 2. Dezember 2018 konzentrieren, wenn es zum Direktduell Magdeburg kontra Schöneiche kommt.

Nach wie vor in der Verfolgerrolle als Tabellendritter ist der TSV Spandau 1860, der mit seinem 3:0 (22, 15, 23)-Heimerfolg über den Aufsteiger SV Lindow-Gransee II mit 13 Punkten seinen Tabellenplatz behauptete, gefolgt vom USV Halle (12 Punkte), der den USV Potsdam glatt mit 3:0 (20, 15, 24) abfertigte. Aus den Teams des Vorderfeldes ließ nur der auf dem fünften Rang liegende Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen Federn, der bei den wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrten Dessau Volleys mit 0:3 (-20, -15, -24) das Nachsehen hatte. Für die Dessauer bedeutete das eine Verbesserung um zwei Plätze auf den achten Rang, wobei sechs Punktgewinne noch keine Offenbarung sind, aber der Anschluss nach vorn ist gewahrt. Eine offensichtlich stabilere Saison als die vorherige scheint die Bundesligareserve von CV Mitteldeutschland anzupeilen. Mit dem 3:1 (25, 17, -16, 22)-Auswärtssieg gegen den Regionalliga-Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg schob sich die zweite CVM-Mannschaft mit neun Punkten auf den fünften Rang vor.

BVV rückte hinter Prenzlauer Berg

auf den zweiten Tabellenplatz vor

Im Gegensatz zu den Männern ist bei den Frauen die Lage an der Tabellenspitze absolut überschaubar. Abgesehen vom 1. Spieltag, an dem der Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg III spielfrei und der Berliner Volleyballverband Vorwärts der erste Tabellenführer war, liegen die Prenzelbergerinnen ohne Unterbrechung vorn. Inzwischen haben sie – allerdings bei einem Spiel mehr als die Konkurrenten – einen komfortablen Vorsprung von sechs Punkten auf den BVV. Am 6. Spieltag hatte Prenzlauer Berg als aufgestiegener Berliner Meister eine nicht so schwierige Hürde beim Landesmeister von Sachsen-Anhalt, der WSG Reform Magdeburg, zu überwinden. Am Ende hieß es 3:0 (19, 18, 23) für die Gäste aus Berlin.

Weit weniger zufrieden gewesen sein dürfte der bisherige Verfolger, das neuformierte Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke. Die Berlinerinnen mussten auswärts beim USV Halle – letzte Saison immerhin Vizemeister – antreten und scheiterten prompt mit 1:3 (-15, 11, -19, -20). Dadurch rutschten sie auf den fünften Rang ab.

Neuer Tabellenzweiter ist der Berliner Volleyballverein Vorwärts, der sich zu Hause gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten VSV Grün-Weiß 78 Erkner nicht überrumpeln ließ und als 3:0 (19, 18, 17)-Gewinner vom Feld ging. Erkner bleibt somit bei nur einem Punktgewinn aus fünf Spielen stehen und hat wie Cottbus das Abstiegsgespenst im Nacken.

Nach wie vor auf der Lauer liegt der Neuling USC Magdeburg als Tabellendritter mit einem 2-Punkte-Abstand auf den BVV. Die Elbestädterinnen hatten zuletzt ausgerechnet zu Hause gegen den BVV mit 0:3 ihre erste Saisonniederlage erlitten. Wiedergutmachung war also beim punkt- und sieglosen SV Energie Cottbus angesagt, bei dem allerdings insgeheim darauf gehofft wurde, dass endlich der berühmte Knoten platzt. Die Gäste um Kapitän Melanie Baake waren trotz ihrer Favoritenrolle gewarnt, denn sie konnten in den zurückliegenden drei Regionalligasaisons noch nie gegen Cottbus gewinnen. Diese „schwarze Serie“ wurde mit dem 3:1 (26, 18, -24, 22)-Auswärtssieg endlich durchbrochen. Die Satzergebnisse sollten den Lausitzerinnen im Abstiegskampf aber Mut machen! In dieser Verfassung ist ihnen ein Sieg am nächsten Sonntag beim Vorletzten aus Erkner zuzutrauen. Im ersten Durchgang lieferten sich Cottbus und Magdeburg ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem glücklicheren Ende für die Magdeburgerinnen (28:26). Im zweiten Durchgang ließen die Frauen aus Magdeburg dann nichts anbrennen und dominierte die Gastgeberinnen (25:18). Im dritten Satz war die Luft allerdings raus. Erst zur Crunch-Time rappelten sich die Elbestädterinnen nochmal auf - leider zu spät (24:26). Mit dem vorab formulierten Ziel, drei Punkte zu holen, lieferte man sich im vierten Satz abermals einen offenen Schlagabtausch. Nach 25 Minuten strahlten die Gäste vor Freude, denn mit dem 25:22 stand der 3:1-Sieg fest.

Der Aufsteiger BBSC Berlin III etabliert sich weiter im Mittelfeld. Mit dem 3:1 (-21, 18, 14, 26) bei der SG Einheit Zepernick konnte der Tabellensechste seinen Vorsprung gegenüber der Abstiegszone auf drei und mehr Punkte ausdehnen. Keine Beruhigung, aber immerhin.

Die Spiele im Überblick

Männer, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II 1:3, USV Halle – USV Potsdam 3:0, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II 1:3, TSV Spandau 1860 – SV Lindow-Gransee II 3:0. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg 1:3, Dessau Volleys – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:0.

Frauen, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – BBSC Berlin III 1:3, USV Halle – VT Rudow-Altglienicke 3:1. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg 1:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:0, WSG Reform Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3.

Nächster Spieltag

Männer, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus. Am 28. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Potsdam, TSGL Schöneiche II – USV Halle, Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg, USC Magdeburg – TSV Spandau 1860, SV Lindow-Gransee II - MTV Mariendorf.

Frauen, 7. Spieltag am 27. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts. Am 28. Oktober 2018: BBSC Berlin III – VT Rudow-Altglienicke, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SV Energie Cottbus, USV Magdeburg – TSV Spandau 1860.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 7. Spieltag spätestens am Montag, dem 29. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

14.10.2018

Wochenumschau nach 5. Spieltag: Spitzenreiter Schöneiche gibt gegen Ex-Drittligist Spandau einen Punkt ab – Magdeburg weiter mit weißer Weste in der Verfolgerrolle

Nach dem Top-Wochenende mit Regionalliga-Spieltag und Regionalpokal Nordost konzentriert sich die vierthöchste deutsche Spielklasse wieder allein auf sich und den 5. Spieltag. Hier gab es vor allem bei den Männern drei Spitzenpaarungen. Denn es trafen sämtliche Mannschaften aus dem Vorderfeld, nämlich vom Ersten bis zum Sechsten, direkt aufeinander. Konkret: TSGL Schöneiche II (1./12 Pkt.) gegen TSV Spandau 1860 (4./9 Pkt.), USC Magdeburg (2./9 Pkt.) gegen SG Rotation Prenzlauer Berg (6./6 Pkt.) und SG Prieros/Königs Wusterhausen (3./9 Pkt.) gegen USV Halle (5./6 Pkt.). Welche tabellarischen Konsequenzen hatte das? Wer waren die Nutznießer, wer die Verlierer?

Wenden wir uns zunächst dem Spitzenreiter aus Schöneiche zu, der die aus der Dritten Liga Nord abgestiegenen Spandauer empfing. Auf der einen Seite vier Siege aus vier Spielen, auf der anderen drei Siege und eine Niederlage. Die Partie begann denn auch so, als würde der Gastgeber nichts anbrennen lassen wollen. Die ersten beiden Sätze gingen mit 25:16 und 25:21 ziemlich sicher an Schöneiche. Dann aber wendete sich das Blatt: Spandau glich mit 28:26 und 25:17 zum 2:2-Satzstand aus. Auch im Entscheidungssatz schenkten sich beide Teams nichts. Am Ende hatte Schöneiche mit 15:13 ganz knapp die Nase vorn und feierte einen 3:2 (16, 21, -26, -17, 13)-Heimsieg. Damit wurde die Spitzenposition mit nunmehr 14 Punkten behauptet. Angesichts der Schwere der Aufgabe dürfte der eine Punktverlust Schöneiche nicht wirklich schmerzen.

Schöneiches Kapitän Robert Brandt schilderte: „Beide Teams wussten, dass das kein leichtes Spiel wird. So standen sich auch zwei volle Kader gegenüber. Schöneiche startete gut und erspielte sich einen kleinen Vorsprung. Spandau blieb aber hartnäckig in Lauerstellung. Erst eine Aufschlagserie brachte Spandau im ersten Satz zu Fall. Auch im zweiten Satz schenkten sich beide nicht viel. Schöneiche agierte etwas cleverer und erkämpfte sich den zweiten Satzerfolg. Im dritten Durchgang sah es lange nach einen erneuten Satzgewinn für Schöneiche aus, aber die Spandauer kamen immer besser ins Spiel und machten mit ihrem guten Block unseren Angreifern das Leben schwer. Beim 26:26 unterlief dem Schiedsgericht ein doch recht klarer Fehler. Das brachte den Gastgeber aus dem Konzept und Spandau holte sich nicht unverdient den Satz. Nun lief es bei den Gästen, aber beim Gastgeber nicht mehr. Schöneiches Trainer René Jerratsch handelte und wechselte viel durch. Aber das half auch nicht mehr, um den vierten Satz zu gewinnen. Im entscheidenden fünften Satz spielte Schöneiche wieder wie ausgewechselt, führte zum Seitenwechsel mit 8:3. Aber die Spandauer kämpften sich wieder heran. Am Ende machte Schöneiche mit dem 15:13 alles klar. Insgesamt ein gutes Spiel von beiden Seiten. Auch wenn Schöneiche einen Punkt verloren hat, freute sich das Team über den fünften Sieg in Folge. So kann es weiter gehen.“

Regiert nun bei der TSGL Schöneiche II der Übermut? Der Kapitän verneint das kategorisch: „Das ist natürlich ein Saisonstart nach Maß, keine Frage. Aber ganz überrascht sind wir auch nicht. Die letzte Saison spielten wir schon gut, und durch die gute Jugendarbeit bei uns haben wir auch wieder Verstärkung bekommen. Zum Beispiel Lukas Häring, er ist erst 17 Jahre alt und verstärkt uns auf der Diagonalposition erfolgreich. Allgemein sind wir eine sehr harmonische Truppe, die zusammen einfach Spaß auf und neben dem Feld hat. Und ich denke, das merkt man auch. Natürlich werden wir jetzt nicht abheben. Die Saison ist noch sehr jung, da kann viel passieren. Unser Trainer sorgt schon dafür, dass wir auf dem Boden bleiben. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Trotz der Erfolgsserie bleibt auch

der USC Magdeburg realistisch

Für den Verfolger USC Magdeburg konnte gegen den Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg die Devise nur heißen: Dranbleiben! Im Vorfeld dieser Partie war der Tenor bei den Elbestädtern um Kapitän Lorenz Teege einhellig: Wir wollen zu Hause an die letzten Erfolge anknüpfen und punkten. Zwar galten die Magdeburger nach der Papierrechnung als klarer Favorit, zumal die Bilanz für beide Teams unterschiedlich ausfällt: Magdeburg mit drei Siegen in drei Spielen, Prenzlauer Berg mit zwei Siegen und zwei Niederlagen. Aber auf Seiten der Magdeburger wurde immer wieder betont: Wir müssen realistisch bleiben, denn bisher hatten wir es mit Aufsteigern oder Teams aus dem unteren Tabellendrittel zu tun. Daher warnt Trainer Marko Schulz: „Wir müssen immer wieder von neuem unser Spielkonzept durchziehen und uns an die taktischen Vorgaben halten.“ Doch er ließ keine Zweifel aufkommen, dass seine Spieler hochmotiviert und mit viel Spielwitz in die Partie gegen Prenzlauer Berg gehen würden. Was sie dann auch mit dem 3:0 (12, 19, 14) eindrucksvoll bestätigten, womit Magdeburg weiterhin erster Verfolger des Spitzenreiters Schöneiche bleibt – mit zwei statt bisher drei Punkten Abstand. Es bleibt also spannend und wird vermutlich noch eine Weile so gehen. Magdeburgs Trainer Marko Schulz zeigte sich zufrieden: „Das Spiel gegen die Berliner war nicht das erwartet schwere Spiel. Durch unsere starken Aufschläge und den konsequenten Angriff haben wir die Gäste nie wirklich ins Spiel kommen lassen. Das war der Schlüssel für diesen deutlichen Sieg.“

Prieros und Dessau die großen

Verlierer dieses Spieltages

Hinter diesem Spitzenduo büßte der Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen im Heimspiel gegen den USV Halle seinen dritten Platz durch eine glatte 0:3 (-18, -16, -18)-Niederlage ein. Die Randberliner waren der große Verlierer dieser Punkterunde, denn sie fielen vom dritten auf den fünften Platz (9 Punkte) zurück. Ihren Platz nimmt nunmehr der neue Tabellendritte aus Spandau (10 Punkte) ein, gefolgt vorgerückten USV Halle (9 Punkte).

Die restlichen drei Partien führten jene Mannschaften zusammen, die vom siebenten Rang abwärts in der Tabelle platziert sind. Dabei überraschte der USV Potsdam (9.) mit einem 3:2 (-20, 23, 18, -15, 9)-Heimsieg über MTV Mariendorf (7.), und CV Mitteldeutschland II (10.) schlug im Sachsen-Anhalt-Duell die Dessau Volleys (8.) mit 3:1 (-21, 17, 16, 13). Die Dessauer waren nach zweiwöchiger Spielpause wieder auf das Parkett zurückgekehrt. Aber vermutlich hat ihnen die Pause nicht gut getan. Dessaus Trainer Ingo Häntschel hatte zu Saisonbeginn noch darauf verwiesen, dass sein Team weitgehend zusammengeblieben sei und sich mit drei Spielern sogar noch verstärken konnte. „Wir möchten uns wie in der Vorsaison genauso gut präsentieren“, hatte er angekündigt. Im Augenblick ist der Meisterschaftsdritte der letzten Saison davon noch ein Stückchen entfernt.

Durch die Niederlage bei der Bundesligareserve des CV Mitteldeutschland stürzten die Dessau Volleys bis auf den drittletzten Platz ab. Mit drei Punkten ist ihr Vorsprung gegenüber den beiden Schlusslichtern SV Lindow-Gransee II (2 Punkte) und SV Energie Cottbus (1 Punkt) nicht gerade beruhigend. Das Direktduell der beiden am Tabellenende liegenden Teams endete mit einem 3:2 (23, -22, 22, -23, 15)-Heimsieg von Lindow-Gransee II über Cottbus. Für Cottbus war es der erste Punktgewinn in dieser Saison nach fünf Spielen. Sarkastisch gesagt: zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

Prenzlauer Berg zieht

unbeirrt seine Kreise

Bei den Frauen verhießen die vier angesetzten Paarungen, die ausschließlich am Sonntag ausgetragen wurden, auf den ersten Blick weit weniger Spannung, sieht man vom Direktduell der beiden Schlusslichter VSV Grün-Weiß 78 Erkner (10./1 Pkt.) und SG Einheit Zepernick (11./0 Pkt.) ab. Hier konnte die Devise nur heißen: Rette sich wer kann. Zepernick gewann mit 3:0 (13, 20, 14) und ist nun Tabellenachter. Für den Aufsteiger Erkner sieht es als Tabellenletzter mit nur einem Punkt dagegen trübe aus.

Oben an der Tabellenspitze zieht ein anderer Aufsteigers unbeirrt seine Kreise: die SG Rotation Prenzlauer Berg III. Zwar liegen erst fünf Spieltage hinter uns, aber die Frage darf erlaubt sein: Wer stoppt die Prenzelbergerinnen, die von Sieg zu Sieg eilen. Erwartungsgemäß konnte auch der TSV Spandau 1860 den Gastgeber nicht vom Siegkurs abbringen. Mit 3:1 (14, 15, -20, 13) setzten sich die Prenzelbergerinnen zu Hause überlegen durch und sind mit 15 Punkten nach wie vor unangefochtener Spitzenreiter mit einem Vorsprung von sechs Punkten!

Der unmittelbare Verfolger und Neuling USC Magdeburg erlitt ausgerechnet auf heimischem Parkett seine erste Saisonniederlage gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts und büßte seinen zweiten Platz ein. Neuer Tabellenzweiter ist VT Rudow-Altglienicke. Das neugebildete Volleyballteam besiegte zu Hause den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg mit 3:1 (19, 21, -22, 22).

USC-Trainerin: Wechselkarussell

bringt keine Punkte

Im Vorfeld der Partie der Elbestädterinnen um Kapitän Melanie Baake gegen den BVV wurde auf ihre Außenseiterrolle verwiesen, denn der BVV war letzte Saison immerhin Meisterschaftsvierter. So gesehen setzte sich schließlich der Favorit nicht unerwartet mit 3:0 (18, 17, 22) durch und rückte auf den dritten Tabellenplatz vor, während Magdeburg den zweiten mit dem vierten Rang tauschte. Trainerin Anja Bechmann rückte aber die Verhältnisse gerade: „Bisher hatten wir es nur mit dem BVV zu tun, der uns das Spiel und den Sieg nehmen konnte. Wir haben zwar drei von vier Spielen gewonnen, aber man darf auch nicht vergessen, dass die Teams, die wir bezwungen haben, alles Aufsteiger waren oder in der abgelaufenen Spielzeit um den Abstieg gespielt haben. Wir müssen den Ball flach halten. Abgerechnet wird am Ende der Saison. Bis dahin fokussieren wir uns auf jedes Spiel und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.“

Die verlorene Partie gegen den BVV brachte die USC-Trainerin auf den kurzen Nenner: „Wechselkarussell bringt keine Punkte.“ Im Detail beschrieb sie das so: „Mit fast vollem Kader, aber durch Krankheit und private Verpflichtungen in der letzten Trainingswoche nur suboptimal vorbereitet, setzte ich als Trainerin auf die Starting Six aus dem vergangenen Spiel. Bereits zur Mitte des ersten Durchgangs wurde aber deutlich, dass ein Rückstand von fünf Punkten (6:11, 11:16) nicht aufzuholen war. Auch die Berlinerinnen realisierten dies zeitig, setzen uns immer wieder unter Druck und sicherten sich so den ersten Satz. Danach verstärkte ich die Diagonalposition mit Thyra Kratzsch im Angriff, die aber durch Trainingsmangel nur schleppend ins Spiel kam. Auch der sonst souveräne Service wackelte ähnlich wie der Angriffsabschluss. Zum Ende des Satzes rappelten wir uns zwar noch mal auf, konnten aber den erneuten Satzverlust nicht abwenden. Nachdem auch diese Aufstellung nur wenig Erfolg brachte, drehte sich das Wechselkarussell weiter. Pia Stodal (spätere MVP) wechselte von der Mitte auf die Außenposition, Laura Slabon in die Diagonale, Antje Mutzeck auf Libera und Stefanie Lindner kam als Mittelblockerin in die Startaufstellung. Dies zeigte Wirkung und führte zur frühen 5:1-Führung, die bis in die zweite Rotation gehalten werden konnte (11:8). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zum 22:22. Dann häuften sich abermals unsere Eigenfehler, was die Gäste zum Satzgewinn nutzten. Das Fazit: Der BVV war mit Abstand der schwerste Gegner bisher. Gegen dieses Team kann man verlieren.“

Die Spiele im Überblick

Männer, 5. Spieltag am 13. Oktober 2018: USV Potsdam – MTV Mariendorf 3:2, CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys 3:1. Am 14. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Halle 0:3, TSGL Schöneiche II – TSV Spandau 1860 3:2, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0, SV Lindow-Gransee II – SV Energie Cottbus 3:2.

Frauen, 5. Spieltag am 14. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860 3:1, VT Rudow-Altglienicke – WSG Reform Magdeburg 3:1, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Einheit Zepernick 0:3, USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3.

Nächster Spieltag

Männer, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II, USV Halle – USV Potsdam, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II, TSV Spandau 1860 – SV Lindow-Gransee. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg, Dessau Volleys – SG Prieros/Königs Wusterhausen,

Frauen, 6. Spieltag am 20. Oktober 2018: SG Einheit Zepernick – BBSC Berlin III, USV Halle – VT Rudow-Altglienicke. Am 21. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSV Grün-Weiß 78 Erkner, WSG Reform Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg III.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 6. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 22. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

07.10.2018

Wochenumschau nach 4. Spieltag: Männer aus Schöneiche verdrängen den pausierenden Spitzenreiter aus Magdeburg

Aktualisierte Fassung von Montag, 8. Oktober 2018, um 17 Uhr

Was für ein tolles Volleyball-Wochenende! Neben dem 4. Spieltag in der Regionalliga Nordost stand auch der zweigeteilte nordostdeutsche Regionalpokal 2018 auf dem Programm. Das bedeutete allerdings für die Männer der TSGL Schöneiche II, die sich als Pokalsieger des Brandenburgischen Volleyball-Verbandes (BVV) für die Pokalrunde in heimischer Halle qualifiziert hatte, eine Doppelbelastung: am Sonnabend das Punktspiel beim punkt- und sieglosen Tabellenletzten SV Energie Cottbus und am Sonntag das schwere Pokal-Halbfinale gegen den favorisierten CV Mitteldeutschland, immerhin Meister der 2. Bundesliga Nord in den beiden zurückliegenden Spieljahren.

Männer: Cottbus gegen

Schöneiche chancenlos

Die Schöneicher hatten allerdings die Chance, den pausierenden punktgleichen Tabellenführer USC Magdeburg von der Tabellenspitze zu verdrängen, zumal ein Sieg in Cottbus so ziemlich außer Frage stand. Der gelang dann auch gegen die personell dezimierten Lausitzer mit 3:0 (21, 16, 17). Thomas Murach, selbst Spieler im Team der Schöneicher, kommentierte das Spiel so: „Die Rollen waren klar verteilt und Schöneiche galt als klarer Favorit. Andererseits gingen die in Cottbus ausgetragenen Begegnungen in der Vergangenheit regelmäßig an die Heimmannschaft, daher stand doch eine spannende Partie bevor. In einem relativ glanzlosen und von Eigenfehlern geprägten Spiel schafften es die Schöneicher, konsequent die Oberhand zu behalten. Allerdings hatten die Schöneicher an der erfolgreichen Blockarbeit der Cottbuser gelegentlich zu knabbern. Dennoch dominierte Schöneiche durch variableres Spiel und Routine und siegte ungefährdet.“

Mit diesem 3-Punkte-Erfolg übernahm Schöneiche nach der SG Prieros/Königs Wusterhausen (1. Spieltag), USV Halle (2. Spieltag) und Magdeburg (3. Spieltag) nunmehr die Tabellenführung mit 12 Punkten, gefolgt von Magdeburg, Prieros und TSV Spandau 1860 (je 9 Punkte). Aus dem Verfolgertrio konnten nur Prieros mit dem 3:1 (17, 18, -22, 16) bei CV Mitteldeutschland II und Spandau mit dem 3:1 (22, -23, 26, 20)-Heimsieg gegen USV Potsdam punkten. Verlierer war der USV Halle, der beim MTV Mariendorf mit 1:3 (-19, -20, 18, -23) verlor und vom dritten auf den fünften Rang zurückfiel. Allerdings dürfte sich am nächsten Spieltag die Tabellensituation im Vorderfeld wieder ändern, denn dann greift Magdeburg zu Hause gegen Prenzlauer Berg wieder an und mit Prieros/KW gegen Halle sowie Schöneiche gegen Spandau gibt es zwei weitere Spitzenduelle.

Neben Cottbus ist auch der Neuling SV Lindow-Gransee II weiterhin punkt- und sieglos, nachdem auch im Aufsteigerduell bei der SG Rotation Prenzlauer Berg mit 1:3 (-20, -16, 22, -14) verloren wurde. Keine Frage: Es brechen schon jetzt schwere Zeiten für die beiden am Tabellenende stehenden Mannschaften an. Allerdings kann einer von beiden in einer Woche im Brandenburg-Duell Lindow-Gransee kontra Cottbus seine Lage ein wenig verbessern.

Frauen: Prenzlauer Berg baut

Tabellenführung weiter aus

Bei den Frauen zieht der Neuling SG Rotation Prenzlauer Berg III unbeirrt seine Kreise. Mit dem 3:0 (13, 14, 22)-Auswärtssieg gegen den punkt- und sieglosen SV Energie Cottbus gelang im vierten Saisonspiel der vierte Sieg. Da die beiden unmittelbaren Verfolger USV Halle und Berliner Volleyballverein Vorwärts pausierten, rückte der von Sieg zu Sieg eilende Neuling USC Magdeburg hinter Prenzlauer Berg (12 Punkte) auf den zweiten Platz (7 Punkte) vor. Die Elbestädterinnen schlugen auswärts die sieglose SG Einheit Zepernick mit 3:2 (20, 23, -13, -13, 7), wobei nach einer 2:0-Satzführung der Erfolg noch in Gefahr geriet, doch nach dem 2:2-Gleichstand mit 15:7 im Tiebreak noch perfekt gemacht wurde.

Die Magdeburgerinnen spielten konzentriert und diszipliniert, warteten mit einem guten Stellungsspiel, druckvollen Aufschläge und platzierten Angriffe vor allem über die beiden Außenangreiferinnen Laura Slabon und Melanie Polter auf, was zum ersten Satzgewinn führte. Im zweiten Durchgang liefen die Elbestädterinnen von Beginn an einem Rückstand hinterher, den sie dann aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und viel Mut in brenzligen Situationen zum Satzende relativieren konnten und den Satz mit 25:23 noch gewannen. Im dritten Satz sollte der Sack zugemacht werden, aber es kam anders. Immer wieder schlichen sich kleine Fehler in allen Elementen ein. Nur 13 Punkte - das war wirklich wenig. Ähnlich gestaltete sich auch der vierte Durchgang vier. Ohne viel Gegenwehr ging der erneut mit 13:25 verloren. Im Tiebreak erwachte der Teamgeist. Mit hoher Konzentration, gutem Aufschlag, sicherer Annahme und Abwehr sowie druckvollem Angriff war im Entscheidungssatz schon beim Seitenwechsel mit 8:3 eine Vorentscheidung gefallen. Am Ende hieß es 15:7 für Magdeburg. USC-Trainerin Anja Bechmann meinte danach: „Wir gewinnen das dritte Spiel in Folge und das mit einem stark dezimierten Kader – Hut ab. Dennoch müssen wir auf dem Boden bleiben und nach vorne blicken.“ Sie schickte aber gleich noch eine Warnung hinterher: "Insgesamt können die USC-Frauen zwar von einem gelungenen Regionalligastart sprechen, aber die wirklichen Kracherteams kommen erst noch. So am nächsten Sonntag vor heimischer Kulisse der BVV."

Neuer Tabellendritter ist die neuformierte Mannschaft von VT Rudow-Altglienicke nach einem 3:1 (-20, 20, 21, 16) beim TSV Spandau 1860. Erst dahinter folgen die abgerutschten spielfreien Teams des USV Halle und des BVV (alle 6 Punkte).

Schwere Zeiten dürften neben dem neuen Schlusslicht Cottbus (0 Punkte) und dem Drittletzten Zepernick (1 Punkt) auch dem Neuling VSV Grün-Weiß 78 Erkner (1 Punkt) bevorstehen, nachdem Erkner mit dem 0:3 (-22, -18, -21) zu Hause gegen den BBSC Berlin III die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel erlitt und nunmehr Vorletzter ist. Am nächsten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen Erkner kontra Zepernick.

Die Spiele im Überblick

Männer, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II 0:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II 3:1, CV Mitteldeutschland II – SG Prieros/Königs Wusterhausen 1:3, MTV Mariendorf – USV Halle 3:1, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam. 3:1.

Frauen, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, SG Einheit Zepernick – USC Magdeburg 2:3, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – BBSC Berlin III 0:3, TSV Spandau 1860 – VT Rudow-Altglienicke 1:3.

Nächster Spieltag

Männer, 5. Spieltag am 13. Oktober 2018: USV Potsdam – MTV Mariendorf, CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys. Am 14. Oktober 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – USV Halle, TSGL Schöneiche II – TSV Spandau 1860, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg, SV Lindow-Gransee II – SV Energie Cottbus.

Frauen, 5. Spieltag am 14. Oktober 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – TSV Spandau 1860, VT Rudow-Altglienicke – WSG Reform Magdeburg, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – SG Einheit Zepernick, USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 5. Spieltag voraussichtlich am Monntag, dem 15. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

30.09.2018

Wochenumschau nach 3. Spieltag: USC Magdeburg der dritte neue Spitzenreiter bei den Männern

Der 3. Spieltag setzt eine erfreuliche Tendenz fort, die sich schon durch die ganze vorige Saison gezogen hatte, die allerdings ganz und gar nichts mit den Resultaten zu tun hat. Auch in dieser Punkterunde verteilen sich nämlich die Spiele über zwei Tage. Das war natürlich auch schon in früheren Jahren so, betraf aber vornehmlich die Frauen mit überwiegend einem Sonntagspiel. Für diese Saison sind insgesamt weitaus mehr Sonntagspiele in beiden Staffeln angesetzt. Eine auf den ersten Blick lapidare Feststellung, aber bei genauerer Betrachtung steckt mehr dahinter: Jahrelang hatte nämlich der Regionalschiedsrichterausschuss (RSRA) immer wieder an die Mannschaften appelliert und darum geworben, stärker auf den Sonntag auszuweichen, um aus der Enge der Schiedsrichteransetzungen herauszukommen. Die ergibt sich zwangsläufig, wenn so gut wie alle Begegnungen an ein und demselben Tag ausgetragen werden. Was nun diesen 3. Spieltag anbelangt, so gab es bei den Männern zwei Spiele am Sonnabend und drei am Sonntag, bei den Frauen ein Spiel am Sonnabend und drei am Sonntag.

Bei den Männern Cottbus und

Potsdam mit Personalproblemen

Bei den Männern eröffnete die 3. Runde eine Paarung, die zwar nicht gleich zum „Schicksalsspiel“ apostrophiert werden muss, aber immerhin: Mit dem Gastgeber USV Potsdam und dem SV Energie Cottbus trafen zwei gestandene Regionalligisten aufeinander, die bislang sieglos am Tabellenende lagen. In der vorigen Spielzeit hatten sie nach einer wechselvollen Saison am Ende die Plätze 6 (Cottbus) und 7 (Potsdam) belegt. Unter den neuen Vorzeichen lag es auf der Hand, dass beide Teams ihre „schwarze Serie“ beenden wollten, um nicht schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt in das Abstiegsgetümmel zu geraten. Cottbus hatte beim MTV Mariendorf mit 0:3 und zu Hause gegen den Aufsteiger USV Halle mit 1:3 verloren, Potsdam war mit 1:3 zu Hause am Mitfavoriten Dessau Volleys und danach 0:3 beim Aufsteiger und Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg gescheitert.

Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Was ist eigentlich los beim SV Energie Cottbus und USV Potsdam? Für Cottbus ist die Lage in jeder Beziehung ziemlich dramatisch. Denn trotz des guten sechsten Tabellenplatzes in der vergangenen Saison wurde bei den Lausitzern in der Sommerpause sogar über den Ligaverbleib diskutiert. Der Rückzug der Leistungsträger mit Zuspieler Mario Zimmer, Diagonalspieler David Roy und Libero Lars Zimmermann vornehmlich aus privaten Gründen hatte eine riesige Lücke im Kader hinterlassen. Am Ende entschied sich das Team, das inzwischen auf den langjährigen Trainer Javor Takev verzichten muss, der sich einer erneuten Hüftgelenksoperation unterziehen musste, für eine erneute Meldung in der Regionalliga – und das bei anhaltenden personellen Problemen. Denn trotz vieler Gespräche und Probetrainings mit potenziellen Neuzugängen konnten mit Julian Klos (SV Döbern) und Philipp Schulze (SC Einheit Luckau) am Ende lediglich zwei hoffnungsvolle Neuzugänge präsentiert werden, so dass der aktuelle Kaderkreis gerade mal zehn Spieler umfasst. Aufgrund dieser misslichen Situation mit dem kleinen Kader – gegen Mariendorf reiste Cottbus sogar nur mit acht Spielern an - erklären sich die beiden Auftaktniederlagen.

Auch beim USV Potsdam dominieren die Fragezeichen. Bislang sieht es nämlich nicht danach aus, dass es diese Saison besser läuft als in der Vorsaison, als erst sehr spät der Klassenerhalt gesichert werden konnte. Potsdam stellt das mit Abstand älteste Team der Regionalliga. Dem 15-köpfigen Kader gehören fünf „alte Meister“ an: Andreas Scheuerpflug (51 Jahre), Jens Reimann (49), Mario Kuss (48), Andreas Jurisch (47) und Attila Dahmann (43). Weitere sieben Spieler sind über 30 Jahre, und nur drei liegen darunter, wobei Felix Taubert mit 25 Jahren der Jüngste von allen ist.

Trainer Thomas Schulze beschreibt die Lage ungeschminkt so: „Wir haben in der Sommerpause fast unseren gesamten Stamm an jungen Spielern wie Robert Müller, Richard Dalbock, Christian Burkhardt, Jakob Krüger, Patrick Reimann und Marcel Baron verloren, die größten Teils zum SC Potsdam in die Dritte Liga, teils in die zweite USV-Mannschaft abgewandert sind. Daher stand das Team kurz vor der Auflösung, nachdem wir lange dachten, mit den jungen Leuten die notwendige Generationen-Wende nun endlich vollzogen zu haben. Das ist in meinen Augen auch eine Charakterfrage, ob man seine Mannschaft so im Stich lässt.“ Die Folge dieser personellen Ausdünnung: Die „alten Recken“ müssen vorerst weiter ran. „Von ihnen sind bisher aber nur Scheuerpflug und Reimann zum Einsatz gekommen, die anderen wie Jurisch, Hurtig, Heidemann und Co. sind nur als Notnagel gemeldet worden“, so Thomas Schulze weiter. „Wir müssen den Weg, das Team zu verjüngen, nun quasi von vorn beginnen und darauf hoffen, das auch in der nächsten Saison in der Regionalliga tun zu können. Damit ist unser Saisonziel klar benannt: der Klassenerhalt. Das wird schwer genug, wenn wir weiter nur acht Spieler am Spieltag zur Verfügung haben.“

Für wen brachte das Duell Potsdam kontra Cottbus nun eine gewisse Wende? Potsdam gewann mit 3:1 (-25, 11, 20, 21). „Es gab die erhofften drei Punkte für uns“, war USV-Trainer Thomas Schulze sichtlich erleichtert. „Einen immensen Anteil daran hat der 51-jährige Scheuerpflug, der hinterher vor Freude wie ein junges Reh durch die Halle sprang.“ Der 51-jährigen Alt-Internationale wollte zusammen mit Robert Ließ helfen, den Bock umzustoßen. Dabei war der erste Satz bis zum Ende ausgeglichen. Nach 21:24 konnten die Potsdamer bei 25:24 die Führung übernehmen, kassierte dann jedoch den 25:27-Satzverlust. Auf Cottbuser Seite hinterließen dabei René Andörfer und Marcel Hendel noch den größten Eindruck. Danach tat sich Andi Scheuerpflug als eifriger Punktesammler hervor und etablierte dabei einen taktischen Schachzug, der als „Scheuerschulz’sches Angriffsmanöver“ – initiiert von Scheuerpflug und Thomas Schulze - Einzug in die Volleyball-Lehrbücher finden könnte. Dabei ist es eine alte Kamelle aus Zeiten des USV Potsdam II. Ihn an dieser Stelle zu erläutern, würde zu weit führen. Nur so viel: Mit diesem Angriffsmanöver gelang der 25:11-Satzgewinn. Derart beflügelt von der eigenen taktischen Finesse war der Sieg nur noch eine Frage der Zeit. Die nimmermüde Punktmaschine Scheuerpflug auf der Diagonalen bestimmte den Gegner nach Belieben – 25:20 und 25:21. Der 3:1-Sieg war perfekt. Potsdam rückte auf den neunten Rang vor, während Cottbus siegloses Schlusslicht bleibt – zusammen mit dem spielfreien Aufsteiger SV Lindow-Gransee II.

Erst Prieros, dann Halle

und nun Magdeburg

Was brachte der 3. Spieltag sonst noch? Der Ex-Drittligist USC Magdeburg ist nach den beiden Aufsteigern SG Prieros/Königs Wusterhausen (am 1. Spieltag) und USV Halle (am 2. Spieltag) nunmehr der dritte Tabellenführer – dank des klaren 3:0 (15, 18, 18)-Heimsieges im Sachsen-Anhalt-Derby gegen CV Mitteldeutschland II. Ein Spiel mit angezogener Handbremse und mitunter mangelnder Qualität, aber am Ende mit drei Punkten für die Elbestädter. Mit der Zweisatzführung nach 25:15 und 25:18 im Rücken wurde auch der dritte Durchgang dominiert. Allerdings wollte sich die Bundesligareserve vom CV Mitteldeutschland nicht kampflos nach Hause schicken lassen und erhöhten den Druck auf die Gastgeber, so dass die Partie bis zum 15:14 ausgeglichen war. Erst mit Hilfe eines „Trainer-Punktes“ (Auszeit) fanden die Elbestädter zurück zur Tagesform und beendeten die Partie schließlich zu ihren Gunsten. Trainer Marko Schulz resümierte nach dem Spiel: „Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert, aber haben drei Punkte. Die sind mehr wert als ein schönes Spiel.“

Neuer Tabellenzweiter ist die TSGL Schöneiche II nach dem 3:1 (14, 25, -26, 14)-Heimerfolg über den Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg. Schöneiches Kapitän Robert Brandt fasste das Geschehen so zusammen: „Beide Teams hatten einen annähernd vollständigen Kader zur Verfügung. Schöneiche ging als Favorit ins Spiel und zeigte gleich im ersten Satz, wer der Herr im Hause ist. Der mehr als deutliche erste Satzgewinn mit 25:14 war der verdiente Lohn. Das Niveau des Spiels nahm danach leider immer mehr ab. Prenzlauer Berg machte viele Fehler und Schöneiche ließ sich davon anstecken. Etwas glücklich holt sich Schöneiche auch den zweiten Satz. Danach war es ein knappes Spiel, wobei spielerisch die Schöneicher immer noch nicht zeigen konnten, was sie eigentlich können. So kamen die Gäste besser ins Spiel und punkteten vor allem im Block. Verdient ging der enge Satz mit 28:26 an die Prenzelberger. Nach einer deutlichen Ansage seitens des Trainergespanns René Jerratsch und Co-Trainerin Anja Müller wurde der vierte Satz dann wieder zu einer klaren Sache. Unterm Strich war Schöneiche die klar bessere Mannschaft.“

Die beiden vormaligen Spitzenreiter USV Halle und SG Prieros/Königs Wusterhausen folgen auf den Plätzen 3 und 4. Die Hallenser scheiterten zu Hause am Ex-Drittligist TSV Spandau 1860 mit 1:3 (-21, -22, 19, -25), während der schon am 2. Spieltag zurückgefallene Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen zu Hause den MTV Mariendorf mit 3:1 (19, 16, -19, 19) besiegte und damit seinen vierten Tabellenrang behauptete.

Spitzenspiel bei den Frauen eine

klare Sache für Prenzlauer Berg

Bei den Frauen gab es aufgrund der Tabellensituation schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt ein Spitzenspiel: Der ungeschlagene Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg III empfing am Sonntag den ebenfalls ungeschlagenen Verfolger Berliner Volleyballverein Vorwärts. Der einzige Unterschied: Die Prenzelbergerinnen hatten mit 6:1 Sätzen gegenüber dem BVV (6:2) einen Verlustsatz weniger auf dem Konto. Mit dem 3:0 (24, 11, 23)-Erfolg übernahmen die Prenzelbergerinnen mit neun Punkten die alleinige Tabellenführung vor dem USV Halle, der sich auf heimischem Parkett gegen den TSV Spandau 1860 mit 3:1 (15, -32, 19, 25) durchsetzte, wobei der zweite Durchgang einem Krimi glich.

Vor einer Woche konnte man bei den Frauen des USC Magdeburg einen umjubelten Doppelerfolg vor heimischer Kulisse feiern, denn unmittelbar nach den Männern waren auch die Frauen siegreich. Diesmal empfingen die USC-Frauen um Kapitänin Melanie Baake den Mitaufsteiger und Ex-Regionalligisten VSV Grün-Weiß 78 Erkner – eine Partie, so war im Vorfeld von Magdeburger Seite zu hören, „die Punkte bringen kann, wenn die Mannschaft nicht bloß ihren Stiefel runterspielt“. Es ging schließlich auch dramatisch zu, denn nach einem 0:2-Satzrückstand schafften es die Magdeburgerinnen tatsächlich, das Spiel zu drehen und als 3:2 (-24, -16, 12, 18, 6)-Gewinner vom Feld zu gehen. Wieder ein Doppelerfolg der heimstarken Magdeburger Volleyballszene.

Ganz anders die Lage beim SV Energie Cottbus: Während die Männer punktloses Schlusslicht sind, stehen die Frauen nicht viel besser da. Nach dem 0:3 (-12, -17, -14) beim VT Rudow-Altglienicke sind die Lausitzerinnen punktloser Tabellenvorletzter, gleichauf mit dem Schlusslicht SG Einheit Zepernick, das allerdings erst ein Spiel bestritten hat. Gehen in der Lausitz allmählich die Volleyball-Lichter aus?

Die Spiele im Überblick

Männer, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Potsdam – SV Energie Cottbus 3:1, USV Halle – TSV Spandau 1860 1:3. Am 30. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – MTV Mariendorf 3:1, TSGL Schöneiche II – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:1, USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II 3:0.

Frauen, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Halle – TSV Spandau 1860 3:1. Am 30. September 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg III – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, VT Rudow-Altglienicke – SV Energie Cottbus 3:0, USC Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:2.

Nächster Spieltag

Männer, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II, SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II, CV Mitteldeutschland II – SG Prieros/Königs Wusterhausen, MTV Mariendorf – USV Halle, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam.

Frauen, 4. Spieltag am 6. Oktober 2018: SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SG Einheit Zepernick – USC Magdeburg, VSV Grün-Weiß 78 Erkner – BBSC Berlin III, TSV Spandau 1860 – VT Rudow-Altglienicke.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 4. Spieltag voraussichtlich am Sonntag, dem 7. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

23.09.2018

Wochenumschau nach 2. Spieltag: Zwei Aufsteiger sind neue Spitzenreiter: Männer des USV Halle und Frauen von Rotation Prenzlauer Berg

Zwei Spieltage haben natürlich überhaupt keine Aussagekraft über den Verlauf dieser Regionalligasaison. Aber es gibt dennoch schon jetzt Bemerkenswertes festzustellen: Bei den Männern imponiert der Topstart des Neulings USV Halle, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung vom Mitaufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen übernahm, der durch seine erste Saisonniederlage beim USC Magdeburg auf den vierten Rang zurückfiel. Bei den Frauen macht ebenfalls ein Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt von sich reden: der Landesmeister WSG Reform Magdeburg, der mit zwei Siegen in die Saison gestartet ist. Dass bei den Frauen die als Berliner Meister aufgestiegene dritte Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg, die an diesem Wochenende ihren Saisonstart vollzog, vorn mitmischt, nachdem sie im Doppelpack zweimal erfolgreich war und damit an die Spitze preschte, ist angesichts ihres Reservoirs an Spielerinnen nicht sonderlich überraschend. Die Prenzelbergerinnen zeichnet seit Jahrzehnten eine bemerkenswerte Arbeit im weiblichen Nachwuchsbereich aus.

Männer: USC Magdeburg stellte

Neuling Prieros ein Bein

Bei den Männern war man gespannt darauf, ob der SG Prieros/Königs Wusterhausen – bis dato Tabellenführer - nach dem 3:0-Heimsieg über den Mitfavoriten TSV Spandau 1860 der zweite Streich beim USC Magdeburg gelingen würde. Die Elbestädter hatten am 1. Spieltag mit 3:1 beim Aufsteiger SV Lindow-Gransee II ebenfalls drei Punkte geholt und wollten bei ihrer Heimspielpremiere gegen den Landesmeister aus Brandenburg unbedingt erneut punkten. Allerdings warnte ihr Trainer Marko Schulz davor, den Gegner zu unterschätzen. Dabei erinnerte er daran, dass seine Männer in der Saisonvorbereitung auf das Team aus Prieros getroffen waren und dabei das Nachsehen hatten. Revanche war also angesagt. „Wir haben uns die damalige Videoaufzeichnung noch einmal angeschaut, um Schwächen und Stärken auf dem Schirm zu haben“, schilderte Marko Schulz und ergänzte: „In den letzten Trainingseinheiten haben wir am Stellungsspiel und am Spielaufbau hart arbeiten.“ Allerdings kam für die Magdeburger erschwerend hinzu, dass man nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen konnte, weil verletzungsbedingt Eric Schlese und Friedemann Steinwerth fehlten. „Wenn wir als Sieger vom Feld gehen wollen, müssen wir konsequent unsere eigenen Stärken ausspielen“, gab der Trainer als Maßgabe vor.

Tatsächlich gelang es den hoch motivierten Magdeburgern, Prieros ein Bein zu stellen, wobei der 3:1 (-28, 24, 22, 16)-Heimerfolg eine mitunter recht enge Kiste war. Schnelles Tempo im Spielaufbau und druckvolle Aufschläge führten zu einer frühen Führung (11:5). Doch das konnte im weiteren Spielverlauf nicht gehalten werden, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte, in dem die Gäste zunächst mit 30:28 im Vorteil waren. Der offene Schlagabtausch ging aber weiter. Beim 25:23-Vorteil für die Magdeburger war es schließlich ihr Kapitän Lorenz Teege, der als Kopf des Teams das Zepter übernahm und die Mannschaft zum Satzausgleich (26:24) führte. Ähnlich stabil ging es auch im dritten Durchgang zu. Zur Crunch-Time wackelte zwar die Annahme, aber die Fehler der Gäste verhalfen zum Satzgewinn (25:22). Mit der 2:1-Satzführung im Rücken spielte der Gastgeber fortan ohne Druck frei auf. Jugendspieler Fabian Lübke sorgte zur Satzmitte mit einer Aufschlagserie für einen komfortablen Vorsprung (15:6). Jonas Röske zauberte über den Diagonalangriff und Lukas Murra war beim 24:16 so präsent über die Mitte, dass der Gegner überrascht wurde und der 25:16-Satzgewinn ungefährdet war. „Wir brauchten zwei Sätze, um die erwartet unbequemen Gäste in den Griff zu bekommen. Erst als wir uns mehr und mehr an das taktische Konzept hielten und mit dem Aufschlag erfolgreicher waren, konnten wir uns durchsetzen“, bilanzierte Magdeburgs Trainer Marko Schulz. Die nächste Möglichkeit für den USC Magdeburg zum Punkten kommt am nächsten Sonntag im Sachsen-Anhalt-Duell gegen CV Mitteldeutschland II.

Übrigens: Vor dem Spiel gab es eine stimmungsvolle würdige Ehrung. VVSA-Ehrenpräsident Theo Struhkamp zeichnete im Namen des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt Achim Dziubiel, langjähriges Mitglied der USC-Volleyballfamilie, für seine Verdienste mit der VVSA-Ehrentafel aus.

Schöneiche knöpfte dem

Mitfavoriten Dessau drei Punkte ab

Neuer Spitzenreiter ist der Neuling USV Halle, letzte Saison Fünfter der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt und in der Relegation „nur“ Dritter. Die Hallenser setzten sich beim SV Energie Cottbus souverän mit 3:0 (12, 23, 15) durch. Sie liegen mit sechs Punkten gleichauf mit dem USC Magdeburg und der TSGL Schöneiche II, die im Duell zweier Sieger vom Saisonauftakt die als Mitfavorit angesehenen Dessau Volleys mit 3:1 (-19, 23, 19, 24) geschlagen vom Feld schickte.

Dessaus Trainer Ingo Häntschel war nach dem verdienten ersten Satzgewinn zuversichtlich, aber am Ende sichtlich enttäuscht, weil sein Team danach nicht richtig ins Spiel fand. „Schöneiche hat verdient gewonnen“, war sein knapper Kommentar. Auf der Gegenseite fasste Robert Brandt, Kapitän und Mannschaftsverantwortlicher bei Schöneiche, das Geschehen so zusammen: „Dessau startet sehr konzentriert und erfolgreich im Aufschlag und im Block. Zwar kamen wir nach einem 9:18-Rückstand noch heran, aber zu mehr reichte es nicht. Danach war es ein umkämpftes Spiel auf einem sehr guten Regionalliganiveau. Schöneiche stabilisierte Annahme und Block und erhöhte den Druck im Aufschlag, was mit zwei Satzgewinnen belohnt wurde. Im vierten Satz war es wieder sehr spannend – mit einem glücklichen Ende für Schöneiche mit 26:24. Insgesamt, so war mein Eindruck, zeigte Dessau nicht sein bestes Spiel, da die Annahme nicht optimal und der Schöneicher Kampfgeist heute einfach eine Nummer besser war.“

Der Mitfavorit TSV Spandau 1860, der zum Auftakt in Prieros unerwartet mit 0:3 punktlos geblieben war, rehabilitierte sich im Heimspiel gegen den Fastabsteiger der letzten Saison, den MTV Mariendorf, mit 3:1 (21, -23, 21, 9). Aber am nächsten Spieltag geht es zum Spitzenreiter USV Halle. Da könnte die Berg- und Talfahrt der Spandauer durchaus eine Fortsetzung finden.

Gestandene Regionalligisten

haben einen schweren Stand

Noch ein Wort zu einigen gestandenen Regionalligisten: Für sie ist der Saisonstart alles andere als optimal verlaufen, stehen sie doch nach zwei Spielen mit null Punkten da. Für Cottbus, das mit dem 0:3 zu Hause gegen USV Halle gleich ans Tabellenende rutschte, dürfte es keine leichte Saison werden. Das gilt gleichermaßen für den USV Potsdam, der letzte Saison fast die komplette Spielzeit vom Abstieg bedroht war und sich erst spät noch bis auf den siebenten Tabellenrang vorschob. Die Potsdamer, die einmal mehr auf die Routine der „alten Meister“ wie Andreas Scheuerpflug (51 Jahre), Jens Reimann (49), Mario Kuss (48) und Andreas Jurisch (47) setzen, kassierten mit dem 0:3 (-16, -14, -21) beim Aufsteiger SG Rotation Prenzlauer Berg die zweite Saisonpleite. Am nächsten Spieltag kommt es zum Direktduell der beiden sieglosen Teams Potsdam kontra Cottbus. Auch der Neuling SV Lindow-Gransee II steht schon recht frühzeitig mit dem Rücken zur Wand, nachdem bei CV Mitteldeutschland II mit 1:3 (-23, -14, 13 -24) etwas unglücklich verloren wurde.

Frauen: Prenzlauer Berg

mit einem Youngster-Team

Bei den Frauen fasste der Mitfavorit USV Halle nach seiner 1:3-Pleite vor einer Woche beim Berliner Volleyballverein Vorwärts wieder richtig Tritt. Beim SV Energie Cottbus gelang ein 3:1 (16, 22, -21, 11)-Sieg. Der bisherige Spitzenreiter BVV schlug zu Hause das neuformierte Volleyballteam (VT) Rudow-Altglienicke ebenfalls mit 3:1 (17, 23, -23, 8), musste aber am Sonntag seine vorübergehend führende Position an die SG Rotation Prenzlauer Berg III abgeben. Der Aufsteiger musste gleich zweimal ran und besiegte zuerst zu Hause den Rückkehrer VSV Grün-Weiß 78 Erkner mit 3:1 (12, -23, 17, 19) und tags darauf auswärts die SG Einheit Zepernick glatt mit 3:0 (19, 21, 8).

Prenzlauer Bergs Trainer Max Filip beschrieb die Situation beim Aufsteiger so: „Der größte Teil der Mannschaft setzte sich aus dem jungen Kader der Jahrgänge 2002/2003 der Vorsaison in der Berlinliga zusammen. Hinzu gekommen sind einigen Spielerinnen des VCO Berlin, ebenfalls aus den Jahrgängen 2002/2003. Anders ausgedrückt: Die Mannschaft ist mit 15 bis 17 Jahren sehr jung, weshalb der Fokus auf der technischen und athletischen Entwicklung der Spielerinnen liegt. Wir möchten uns in diesen Bereichen im täglichen Training verbessern und dies unter Wettkampfbedingungen in der Regionalliga umsetzen. Ziel ist als Aufsteiger unbedingt die Klasse zu halten und die Spielerinnen auf eine hohes Niveau vorzubereiten.“

Den Saisonstart bezeichnete der Coach „sehr positiv“, weil „wir uns trotz einiger verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfällen im Training kontinuierlich steigern und diese Leistung in den ersten beiden Saisonspielen umsetzen konnten“. Beim 3:1-Arbeitssieg gegen die abwehrstarken Gäste aus Erkner habe man sich „häufig schwerer als notwendig getan“, weshalb der Trainer auch nicht in allen Bereichen mit der Leistung seiner Mädchen zufrieden war. „Deutlich positiver“, so Max Filip, „verlief das Spiel am Sonntag in Zepernick. Gegen den Gastgeber mit seinen starken Neuverpflichtungen Nele Trobisch und Thea Jannich konnten wir durch eine durchweg konzentrierte Leistung das Spiel letztlich ungefährdet 3:0 gewinnen. Besonders im Bereich Aufschlag und Angriff konnten wir uns im Vergleich zum Vortag deutlich steigern und den Gegner so unter Druck setzen.“

WSG Reform Magdeburg

„Hecht im Karpfenteich“

Hinter Prenzlauer Berg und dem BVV liegt überraschend die WSG Reform Magdeburg. Der aufgestiegene Landesmeister aus Sachsen-Anhalt ist gegenwärtig so etwas wie der „Hecht im Karpfenteich“. Nachdem die Elbestädterinnen zum Saisonauftakt vor einer Woche zu Hause den SV Energie Cottbus mit 3:1 geschlagen haben, erkämpften sie nun mit dem 3:2 (-23, 21, -12, 16, 13) beim TSV Spandau 1860 den zweiten Saisonsieg. Beide Gegner lagen übrigens letzten Saison im guten Mittelfeld: Cottbus als Vierter und Spandau als Fünfter.

WSG-Trainer Frank Weißleder betreut die Mannschaft, die seit 2015 zusammenspielt, nun im vierten Jahr. Und er ist mit ihr Jahr für Jahr aufgestiegen: von der Landesklasse in die Landesliga und von dort in die Landesoberliga und 2018 als Landesmeister in die Regionalliga Nordost – und das jeweils ohne Spielverlust! Was für ein erstaunlicher Weg dieses mit vielen Routiniers besetzten Teams mit einer Altersspanne von 17 bis 38 Jahren. Immerhin gehören dem 15-köpfigen Kader neun Spielerinnen an, die 30 Jahre und älter sind. Diese Spielerfahrung ist natürlich nicht zu unterschätzen, auch wenn die Landesoberliga sportlich nicht mit der Regionalliga zu vergleichen ist. Der 54-jährige Coach der Magdeburgerinnen ist jedoch nicht einmal überrascht über die zwei Auftaktsiege im ungewohnten neuen Umfeld. Und das, obwohl sein Team nach dem Gewinn des Landesmeistertitels und dem Direktaufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse den Abgang von fünf Spielerinnen verkraften musste. „Aber wir haben uns mit Spielerinnen aus dem Umfeld und aus den eigenen Reihen gut ergänzt“, so der Trainer. Das 3:2 in Spandau kommentierte er mit dem Hinweis auf den „großen Kampfgeist“ in seiner Mannschaft, die zweimal (0:1 und 1:2) zurückgelegen hatten, „aber nach dem 12:25 im dritten Satz doch wieder ins Spiel zurückgekommen“ ist. Und wie! Mit 25:16 und 15:13 wurde der Gastgeber in den letzten Sätzen klar beherrscht.

Die Magdeburgerinnen sind an den nächsten beiden Spieltagen spielfrei, weil die Auswärtspartie am 3. Spieltag gegen den Mitaufsteiger BBSC Berlin III erst am 9. Dezember stattfindet und am 4. Spieltag das Heimspiel mit dem brisanten Lokalderby gegen den Meisterschaftsmitfavoriten USV Halle auf den 18. November verlegt wurde. Sie gehen also erst wieder am 5. Spieltag (14. Oktober) beim VT Rudow-Altglienicke auf Punktejagd und werden sich bis dahin ausschließlich im Training in Form halten und dabei aufpassen müssen, dass sie den augenblicklich guten Spielrhythmus nicht verlieren. Unterdessen wird das Tabellenbild für die WSG Reform Magdeburg ein Zerrbild widerspiegeln. Aber daran dürften sie sich am wenigsten stoßen.

Der im Vorderfeld erwartete Aufsteiger BBSC Berlin III, der vor einer Woche zu Hause Spandau mit 3:2 geschlagen hatte, konnte nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Die Randberlinerinnen verloren beim Mitaufsteiger USC Magdeburg, der beim Heimdebüt mit 3:0 (18, 17, 18) zu seinem ersten Saisonsieg kam. Nach dem Erfolg der USC-Männer im Vorspiel gab es unter den Magdeburger Fans allen Grund zum doppelten Jubel.

Die Spiele im Überblick

Männer, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle 0:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam 3:0, CV Mitteldeutschland II – SV Lindow-Gransee II 3:1, TSV Spandau 1860 – MTV Mariendorf 3:1. Am 23. September 2018: Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II 1:3, USC Magdeburg – SG Prieros/Königs Wusterhausen 3:1.

Frauen, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle 1:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VT Rudow-Altglienicke 3:1, TSV Spandau 1860 – WSG Reform Magdeburg 2:3. Nachholspiel vom 1. Spieltag: SG Rotation Prenzlauer Berg III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner 3:1. Am 23. September 2018: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg III 0:3, USC Magdeburg – BBSC Berlin III 3:0.

Nächster Spieltag

Männer, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Potsdam – SV Energie Cottbus, USV Halle – TSV Spandau 1860. Am 30. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – MTV Mariendorf, TSGL Schöneiche II – SG Rotation Prenzlauer Berg, USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II.

Frauen, 3. Spieltag am 29. September 2018: USV Halle – TSV Spandau 1860. Am 30. September 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg III – Berliner Volleyballverein Vorwärts, VT Rudow-Altglienicke – SV Energie Cottbus, USC Magdeburg – VSV Grün-Weiß 78 Erkner.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 3. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 1. Oktober 2018. Vereine und Mannschaften können auch weiterhin Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

16.09.2018

Wochenumschau nach 1. Spieltag: Schon zum Auftakt mussten Mitfavoriten Dämpfer hinnehmen

Die 28. Saison der Regionalliga Nordost ist an diesem Wochenende gestartet! Und man will es kaum glauben: Aber der letzte Spieltag – datiert aus der Saison 2017/2018 - liegt exakt 21 Wochen (!) zurück. In dieser Zeit hat sich in beiden Staffeln viel getan. Auffällig dabei: Es gibt viele vertraute Gesichter, einige Rückkehrer und vor allem jede Menge Neulinge in dieser vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Betrachtet man das Feld bei den Männern und Frauen, so scheint es, dass man sich auf eine eher sportlich durchwachsene Saison ohne absolute Titelfavoriten einstellen muss. Sportlich dominante Mannschaften, wie letzte Saison mit den Männern des SC Potsdam sowie den Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg II und des USV Potsdam, die den Aufstieg in die Dritte Liga Nord vollzogen haben, sind rar. Droht ein Verlust an Spielstärke in der Regionalliga? Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Bekanntlich liegt die Wahrheit, wie ein oft zitierter Spruch besagt, auf dem Platz – in diesem Falle auf dem Feld!

Spandau, Dessau und Halle

mit leichten Vorteilen?

Wie aber ist die Ausgangslage? Beim Blick auf die Staffel der Männer mit nunmehr 12 Mannschaften gibt es acht „vertraute Gesichter“: TSV Spandau 1860, der als Regionalmeister 2016 in die Dritte Liga Nord aufgestiegen war und nun als Absteiger wieder in die Regionalliga zurückkehrt ist, Dessau Volleys (letzte Saison 3.), TSGL Schöneiche II (4.), SV Energie Cottbus (6.), USV Potsdam (7.), USC Magdeburg (9.), CV Mitteldeutschland II (10.), der als eigentlicher Absteiger seinen Regionalligaplatz im letzten Moment als Relegationszweiter behauptete, und MTV Mariendorf (11.), der auf Beschluss des Regionalspielausschusses als eigentlicher Absteiger in dieser Spielklasse verbleiben darf. Unter den vier neuen Teams sind zwei, die man aus früheren Regionalligazeiten kennt: So ist der 2017 unerwartet abgestiegene langjährige Regionalligist SG Rotation Prenzlauer Berg als Berliner Meister wieder nach oben gekommen, und auch die SG Prieros/Königs Wusterhausen, die 2017 als Neuling abgestiegen war, meldet sich als Meister Brandenburgs nun wieder zurück. Somit bleiben eigentlich nur zwei „echte Neue“: der Relegationssieger SV Lindow-Gransee II (Dritter der Brandenburgliga) und der Relegationsdritte USV Halle (Fünfter der Landesoberliga Sachsen-Anhalt).

In der Staffel der Frauen gehen 11 Mannschaften in die neue Saison. Vorneweg fünf aus der letzten Saison bekannte Teams: USV Halle (letzte Saison 3.), Berliner Volleyballverein Vorwärts (4.), SV Energie Cottbus (5.), TSV Spandau 1860 (6.) und SG Einheit Zepernick (8.). Nur vom Namen her ein neues Gesicht ist das Volleyballteam VT Rudow-Altglienicke, denn dahinter verbirgt sich nach einer Spielrechtsübertragung der Ex-Regionalligist VSG Altglienicke (letzte Saison 7.). Der Ex-Regionalligist VSV Grün-Weiß 78 Erkner wird als Meister von Brandenburg wieder viertklassig. Das Feld komplettieren vier Neulinge: die beiden Landesmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III aus Berlin und WSG Reform Magdeburg aus Sachsen-Anhalt; hinzukommen der Relegationssieger USC Magdeburg (Zweiter der Landesoberliga Sachsen-Anhalt) und der Relegationszweite BBSC Berlin III (Vierter der Berlinliga).

Übrigens: Für eine im deutschen Frauen-Volleyball nicht alltägliche Konstellation sorgen die SG Rotation Prenzlauer Berg und der BBSC Berlin. Sie sind gleich in drei überregionalen Spielklassen vertreten, und zwar jeweils mit der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga Nord, mit der zweiten in der Dritten Liga Nord und der dritten in der Regionalliga.

Das Fazit: Prognosen über die Meisterschaftsfavoriten sind gewagt. Vielleicht lässt sich so viel sagen: Bei den Männern sollten der Drittliga-Absteiger TSV Spandau 1860 und vor allem die letzte Saison als Neuling erstaunlich vorn mitmischenden jungen Talente der Dessau Volleys eine mitentscheidende Rolle spielen. Bei den Frauen könnte man das am ehesten dem letztjährigen Meisterschaftsdritten USV Halle zutrauen. Doch beim Saisonauftakt mussten einige vermeintliche Mitfavoriten gleich einen Dämpfer hinnehmen.

Männer: Aufsteiger Prieros wollte

gegen Spandau einen Punkt

Bei den Männern traf zum Saisonstart der Rückkehrer TSV Spandau 1860 auswärts auf den Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen. Bei den Spandauern – wie schon zuletzt unter Trainer Stephan Schulz - hat sich nach Auskunft des langjährigen Zuspielers Sebastian Salb, der seit sieben Jahren dabei ist und alle Höhen und Tiefen des Teams mit dem Auf- und Abstieg erlebt hat, nicht allzu viel verändert. „Im Grunde sind wir immer noch das Team, das vor zwei Jahren in die Dritte Liga aufgestiegen war. In dieser Saison werden wir mit Nils Kaden einen Spieler aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft hochziehen. Hinzukommen mit Jonas Herzog als Mittelblocker und Baset Mousavi im Zuspiel zwei Jugendspieler des Berliner TSC mit Doppelspielrecht. Der Rest setzt sich aus einem Mix aus jüngeren und älteren Spieler zusammen, die nun schon seit ein paar Jahren gut aufeinander eingespielt sind“, so Sebastian Salb. Die Frage nach dem Saisonziel beantwortete der 34-Jährige so: „Die oberen Ränge sind das Ziel. Im Vordergrund steht aber eine Integration der jüngeren Spieler, um längerfristig wieder eine starke Truppe für die Dritte Liga aufzubauen.“ Mit anderen Worten: Die sofortige Rückkehr in die Dritte Liga Nord ist nicht das unmittelbare Ziel der Spandauer.

Dass allerdings die Spandauer mit einer glatten 0:3 (-20, -20, 18)-Niederlage beim Gastgeber SG Prieros/Königs Wusterhausen in die Saison gehen, ist ziemlich unerwartet. „Auch wir sind überrascht“, gestand der 27-jährige Alexander Kuhrt, neuer Mannschaftsleiter und selbst Diagonalangreifer im Aufsteigerteam. „Wir wollten von Spandau nicht abgeschossen werden und wollten einen Punkt gewinnen. Doch im Laufe des Spiels hat sich gezeigt, dass wir nicht chancenlos sind und wir Spandau schlagen können.“ Dabei geht Prieros nach zwei Spielerabgängen mit sechs neuen Spielern und einem 18-köpfigen Kader in die Saison. „Für das Auftaktspiel fehlten uns aus Urlaubs- und Verletzungsgründen gleich sechs Spieler“, so Kuhrt weiter. „So gesehen gab es einige Ungewissheiten vor dem ersten Spiel.“

Gewiss ist eines nach dem 1. Spieltag: Prieros steht gemeinsam mit dem Neuling USV Halle, der zu Hause gegen den Mitaufsteiger und Rückkehrer SG Rotation Prenzlauer Berg ebenfalls mit 3:0 (17, 26, 18) erfolgreich war, an der Tabellenspitze. Zwar erst der Anfang, aber immerhin!

Bei den Dessau Volleys schlägt

der Trainer verhaltene Töne an

Und wie sah es beim Mitfavoriten, den Dessau Volleys, aus? Hier hatte USV-Trainer Ingo Häntschel vor dem Start recht verhaltene Töne angeschlagen: „Unser Team ist weitestgehend zusammengeblieben. Wir konnten unseren Kader mit drei Spielern der eigenen U18 sowie mit Florian Sander ergänzen und verstärken. Aber wir gehen nicht mit dem Muss rein, dass es nach der Saison in die 3. Liga geht. Wir möchten uns wie in der letzten Saison genauso gut präsentieren. Wenn wir das schaffen, spielen wir eine ähnliche Rolle wie zuletzt. Wären wir besser aufgestellt, sollte ein möglicher Aufstieg ein Thema werden. Hinsichtlich der Titelfavoriten habe ich keine Prognose. In vielen Teams gab es Veränderungen, und ich rechne damit, dass es ausgeglichen zugeht.“ Der Start war jedenfalls gelungen, denn beim USV Potsdam gab es einen 3:1 (22, 20, -18, 19)-Sieg.

Ein weiterer Neuling, der SV Lindow-Gransee II, kassierte zu Hause gegen den USC Magdeburg, der letzte Saison geradeso dem Abstieg entgangen ist, eine 1:3 (24, -17, -16, -16)-Niederlage. Die Magdeburger konnten auf eine sehr gute Vorbereitung zurückblicken. „In den Vorbereitungsspielen wurde viel getestet, und die neuen Spieler harmonieren schon gut zusammen. Dennoch besteht im Zusammenspiel viel Potenzial“, so Magdeburgs Trainer Marko Schulz, der jedenfalls optimistisch in die Saison blickt. In der Woche vor dem „scharfen Start“ sei insbesondere am Kombinationsspiel gearbeitet worden. „Noch kann ich nicht von einem rundum harmonischen Team sprechen, aber ich denke, dass es in Gransee ein ordentliches Spiel geben wird. Die Jungs werden alles dafür tun, um die Liga zu halten - und damit beginnen wir gleich in Gransee.“

Der erste Prüfstein wurde vom jungen Magdeburger Team gemeistert. Das vom Trainer erwartete „ausgegliche Spiel“ wurde es nicht, sieht man vom mit 24:26 verlorenen ersten Satz ab. Trainer Schulz resümierte nach dem gewonnenen Spiel: „Wir haben die ersten drei Punkte geholt, obwohl es im ersten Satz nicht danach aussah. Dann aber spielten die Jungs souverän auf – das lässt mich positiv in die nächste Partie blicken.“ Die nächste Begegnung ist dann das erste Heimspiel für das Team um Kapitän Lorenz Teege gegen den Tabellenführer SG Prieros/Königs Wusterhausen.

In den übrigen Spielen waren die Regionalligisten unter sich, und sie endeten mit Heimsiegen: Der MTV Mariendorf schlug den SV Energie Cottbus mit 3:1 (17, -19, 17, 18), und die TSGL Schöneiche II war gegen CV Mitteldeutschland II ebenfalls mit 3:1 (-22, 21, 23, 23) siegreich.

Frauen: BVV und Neuling

Reform Magdeburg an der Spitze

Bei den Frauen, bei denen es zum Saisonstart lediglich drei statt fünf Begegnungen gab, übernahmen die beiden Heimsieger in den Sonntagspielen die Tabellenführung. Dabei war das 3:1 (17, -23, 23, 17) des Neulings WSG Reform Magdeburg gegen den SV Energie Cottbus weit weniger spektakulär als die 1:3 (21, -19, -15, -21)-Pleite des USV Halle beim Berliner Volleyballverein Vorwärts – auch wenn sich USV-Trainer Axel Göbel vor dem ersten Ballwechsel zurückhaltend gab: „Wir hatten nach der letzten Spielzeit fünf Abgänge. Jeder dieser Abgänge wiegt schwer, da die Routine verloren geht und das Selbstverständnis auf dem Feld weg ist. Zwei von drei Mittelblockern und unsere Zuspielerin und Kapitän haben das Team verlassen. Das hat uns sehr getroffen. Es galt also ein enormes Loch zu stopfen. Die offenen Positionen konnten wieder besetzen, und wir sind mit den vorhandenen Kader sehr zufrieden. Es bleibt aber abzuwarten, wann wir wieder so abgeklärt auf dem Feld stehen wie in der letzten Saison. Trotz einiger Schwierigkeiten in der Vorbereitung durch Urlaub, Praktika und Semesterpause sind wir vorsichtig optimistisch für die neue Saison.“

Und das Saisonziel? „Die großen Veränderungen im Team bremsen bei uns etwas den Mut zu einer klaren Aussage“, so Göbel. „Auf jeden Fall wollen wir wieder um die ersten drei Plätze spielen. Wir wollen uns ja entwickeln. Dazu will das Team die Leistungen der vergangenen Saison bestätigen. Was darüber hinaus in dieser Saison möglich ist, hängt von der Integration der neuen Spielerinnen ab. Und ob wir in die Dritte Liga gehen, ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Wir wollen die vorige Saison nicht als Maßstab nehmen. Dort hatten wir einen super Lauf und einige andere Teams gegen uns ein paar Probleme. Trotzdem sind wir uns schon bewusst, was wir können. Sportlich ist es ganz klar unser Ziel, in den kommenden Spielzeiten in der Dritten Liga aufzuschlagen, aber ob das nach dieser Saison klappt, ist schwer zu beantworten. Die Regionalliga ist aus meiner Sicht stärker als vorige Saison. So ziemlich alle Mannschaften haben sich gut ergänzt oder verstärkt. Spandau hat wieder gesunde Spielerinnen, Prenzlauer Berg und der BBSC spielen mit jungen Talenten. Erkner, Magdeburg und Rudow sind schwer einzuschätzen. Es wird also spannend werden. Einen Meistertipp kann ich nicht abgeben. Aber klar ist, dass wir bei der Vergabe der Medaillen mitreden wollen.“

Wie auch immer: Die Auftaktniederlage dürfte dem USV Halle alles andere als geschmeckt haben. Trainer Axel Göbel sah es mit leichtem Sarkasmus: "So stellt man sich einen Sonntagnachmittag nicht vor: schönes Wetter, 13 Spielerinnen und doch nichts in der Hand." Das Geschehen kommentierte er so: "Die Schwierigkeiten, die ich vor dem ersten Spiel beschrieben habe, werden uns noch eine Weile beschäftigen. Wir waren heute nicht in der Lage, gegen einen gut organisierten BVV unseren Rhythmus zu finden. Immer war das Stellungsspiel nicht gut. Im Angriff, besonders im Side out waren wir heute nicht in der Lage, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Am Ende gewinnt der BVV verdient, weil das Spiel des Gastgebers klarer und deutlich fehlerärmer war. Nun gilt es die Fehler anzusprechen und langsam abzustellen. Am nächsten Wochenende wartet Cottbus auf uns. Hier wollen wir was gut machen."

Einen bemerkenswerten Auftritt legte der Neuling BBSC Berlin III zu Hause gegen den TSV Spandau 1860 hin. Denn nach einem 0:2-Satzrückstand feierten die Randberlinerinnen noch einen umjubelten 3:2 (-24, -11, 21, 17, 16)-Heimerfolg.

Die Spiele im Überblick

Männer, 1. Spieltag am 15. September 2018: SG Prieros/Königs Wusterhausen – TSV Spandau 1860 3:0, USV Potsdam – Dessau Volleys 1:3, USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0, MTV Mariendorf – SV Energie Cottbus 3:1. Am 16. September 2018: TSGL Schöneiche II – CV Mitteldeutschland II 3:1, SV Lindow-Gransee II – USC Magdeburg 1:3.

Frauen, 1. Spieltag am 15. September 2018: BBSC Berlin III – TSV Spandau 1860 3:2. Am 16. September 2018: WSG Reform Magdeburg – SV Energie Cottbus 3:1, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Halle 3:1.

Nächster Spieltag

Männer, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam, CV Mitteldeutschland II – SV Lindow-Gransee II, TSV Spandau n1860 – MTV Mariendorf. Am 23. September 2018: Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II, USC Magdeburg – SG Prieros/Königs Wusterhausen.

Frauen, 2. Spieltag am 22. September 2018: SV Energie Cottbus – USV Halle, Berliner Volleyballverein Vorwärts – VT Rudow-Altglienicke, TSV Spandau 1860 – WSG Reform Magdeburg. Nachholspiel vom 1. Spieltag: SG Rotation Prenzlauer Berg III – VSV Grün-Weiß 78 Erkner. Am 23. September 2018: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg III, USC Magdeburg – BBSC Berlin III.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 2. Spieltag voraussichtlich am Montag, dem 24. September 2018. Vereine und Mannschaften können auch weiterhin Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart