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Regionalspielausschuss Nordost tagte in Berlin

Erste Zwischenbilanz der Halbserie der laufenden Saison / Zustimmung zur neuen Form der Regionalliga-Berichterstattung / Vereine werden aber Saison 2017/2018 in die Pflicht genommen für die Gewinnung von Schiedsrichternachwuchs

Am 20. Januar 2017 kam der Regionalspielausschuss (RSA) Nordost unter Vorsitz von Uwe Näthler zu seiner traditionellen Frühjahrstagung in Berlin zusammen. Nach der einstimmigen Bestätigung der Kassenberichte des Regionalspielwarts und des Regionalschiedsrichterwarts stand eine Zwischenbilanz der ersten Halbserie der laufenden Saison 2016/2017 im Mittelpunkt. Beide Staffelleiter, Lothar Albrecht (Männer) und Dr. Albrecht Pfefferkorn (Frauen), erklärten unisono, dass es bislang einen „unproblematischen Saisonverlauf“ gegeben habe.

Im Bericht des Regionalpressewarts Jürgen Holz wurde kritisch vermerkt, dass die Verlässlichkeit und Pünktlichkeit der bis dato gültigen pflichtgemäßen Anrufe der Heimmannschaften beim Pressewart innerhalb von 15 Minuten nach Spielende deutlich nachgelassen haben. Das dem RSA vorliegende Konzept der neuen Form der Berichterstattung über die Regionalliga ab der zweiten Halbserie wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Danach wird es fortan keine Berichte über jedes einzelne Spiel mehr geben. Dafür wird das Ligageschehen in einer Wochenumschau zusammengefasst, die spätestens mittwochs auf der Homepage Nordost steht. Diese neue Form macht die Anrufe der Vereine nach Spielschluss beim Pressewart komplett überflüssig. Der RSA verständigte sich dahingehend, dass die in diesem Zusammenhang notwendigen Ordnungsänderungen erst auf der RSA-Jahrestagung am 13. Mai 2017 beschlossen werden.

Wie der Regionalschiedsrichterwart Sven Schlegel informierte, wird es ab der Saison 2017/2018 eine Pflicht der Vereine zur Schiedsrichtergewinnung geben. „Wir haben in den letzten drei Jahren immer wieder dafür geworben, dass sich die Vereine mehr um Schiedsrichternachwuchs kümmern. Bisher haben diese Aufrufe zur Freiwilligkeit nicht den gewünschten Schub gebracht“, kritisierte Schlegel. „Tatsache ist daher, dass die Schiedsrichter-Einsatzleitung unausweichlich in eine Krise rutscht, wenn wir nicht gegensteuern. Denn die Zahl der für die Regionalliga verfügbaren Schiedsrichter sinkt, und neue Kollegen kommen nicht im erforderlichen Maße aus den Landesverbänden nach.“ Die Schieds- und Linienrichter der Bundesliga stünden allenfalls noch - bis auf ein paar Ausnahmen - für die Dritte Liga zur Verfügung.

„Wir werden also genötigt, mit entsprechenden Maßnahmen zu handeln“, kündigte Schlegel an. Was das konkret bedeutet, schildert der Regionalschiedsrichterwart so: „Die Vereine werden mit Beginn der Saison 2017/2018 verpflichtet, Schiedsrichter für Einsätze, je nach Lizenz und Zulassung beginnend in der höchsten Landesverbandsliga (Berlin-Liga, Brandenburgliga, Landesoberliga Sachsen-Anhalt), zu melden. Die gemeldeten Schiedsrichter, wenigstens einer, haben bestimmte Voraussetzungen und Anforderungen zu erfüllen. Sofern ein Schiedsrichter gemeldet wird, hat er wenigstens 16 Einsätze wahrzunehmen. In welcher Liga er sie absolviert, hängt von seiner Lizenz, Zulassung und Bewertung durch den jeweiligen Landeschiedsrichterwart und den Regionalschiedsrichterausschuss ab. Für einen Verein ist es erfahrungsgemäß besser, mehr als einen Schiedsrichter zu melden. Ein Schiedsrichter kann aber nur von einem Verein gemeldet werden. Mehrfachmeldungen sind nicht zulässig. Die gemeldeten Schiedsrichter werden entsprechend Fähigkeiten, Leistungsstand und Erfahrungen eingesetzt. Es wird nicht angestrebt, dass Schiedsrichter in der Regionalliga zum Einsatz kommen, die nicht über die nötige Qualifikation und Erfahrung verfügen. Die Beobachtungen in einzelnen Ligen, die Bewertungen der Landesschiedsrichterausschüsse und des Regionalschiedsrichterausschusses sind hierfür maßgebend. Jene Vereine, die keine Schiedsrichter melden oder deren Schiedsrichter nicht die geforderten Einsätze wahrnehmen, müssen künftig mit Sanktionen rechnen. Die konkreten Voraussetzungen und Anforderungen werden demnächst erarbeitet und rechtzeitig vor Beginn der Saison 2017/2018 im RSRA bestätigt und vom RSA beschlossen.“ Die Vereine sind also gut beraten, sich jetzt schon auf diese neue Lage einzustellen.

Jürgen Holz, Regionalpressewart