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Mit ganzer Leidenschaft für den Volleyball

Uwe Näthler, Vorsitzender des Regionalspielausschusses Nordost und Regionalspielwart, begeht am 6. April seinen 65. Geburtstag

Nun ist er „richtiger Rentner“: Uwe Näthler begeht am 6. April im Kreise seiner Familie am Stadtrand von Berlin, in Fredersdorf-Vogeldorf, seinen 65. Geburtstag. Gratulation von allen Seiten!

Rentner haben bekanntlich niemals Zeit. Da macht auch Uwe Näthler keine Ausnahme. Nicht nur, weil er immer wieder auf „Bespaßungstouren“, wie er sich ausdrückt, mit seinen Enkelkindern unterwegs ist; nicht nur, weil er sich mehrmals im Jahr zusammen mit seiner Frau Gudrun musikalisches Gehör in den Konzertsälen da und dort verschafft; nicht nur, weil er auch als Rentner einem Nebenjob nachgeht – nein, vor allem natürlich, weil er sich mit ganzer Leidenschaft für den Volleyball engagiert. Und das, obwohl er niemals selbst so richtig in einem Verein Volleyball gespielt hat. „Meine Berührung mit diesem Sport“, so erzählt er, „rührt aus früheren Zeiten her, als Volleyball sozusagen Dienstsport war.“

Als es den gebürtigen Stralsunder 1972 nach Berlin verschlug, wurde Schritt um Schritt Volleyball sozusagen seine zweite Liebe. In Berlin-Marzahn traf er auf eine Volleyballtruppe, die sein Interesse weckte. Schließlich landeten seine Tochter und sein Sohn auch beim Volleyball. Kein Wunder also, dass Uwe Näthler Anfang der neunziger Jahre schließlich Jugendwart beim SCC Marzahn wurde. Bekanntlich unterstützte der Männer-Erstbundesligist aus dem westlichen Bezirk Charlottenburg nach besten Kräften die Nachwuchsarbeit, die im Osten, in Marzahn, nach der Wende geleistet wurde.

Und so lag es auf der Hand, dass Näthler vom Regionalspielausschuss, der sich in einer personellen Klemme befand, weil das Ehrenamt des Regionaljugendwartes eine Zeitlang nicht im nötigen Umfang besetzt war, gefragt wurde, ob er sich für die Übernahme dieser Funktion bereit erklären würde. Gefragt – getan. Näthler zögerte nicht lange. So wurde er am 1. Februar 1999 von den Landesjugendwarten aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zum Regionaljugendwart gewählt. In dieser Eigenschaft nahm er auch einen Platz im Regionalspielausschuss Nordost ein. Mit gewohnt viel Umsicht und Eifer übte Näthler sein Amt bis zum November 2003 aus. Sein ehrenamtliches Wirken war damit aber nicht beendet. Denn am 1. Mai 2004 löste er Günter Hoffmann als Vorsitzenden des Regionalspielausschusses Nordost und Regionalspielwart ab. Hoffmann, ein Urgestein der Berliner Volleyballszene, stand seit Gründung dieses Ausschusses im Januar 1991 ununterbrochen an der Spitze und legte nun mit über 70 Jahren das Amt in jüngere Hände.

So gesehen also kein leichtes Erbe für Uwe Näthler. Aber er war auch hier mit großem leidenschaftlichem Engagement bei der Sache und erwarb sich in den zurückliegenden 13 Jahren als „Kopf des Regionalspielausschusses“ und als Regionalspielwart uneingeschränkt hohe Anerkennung im Ausschuss selbst und vor allem bei den Vereinen. „Man kann sich bisweilen das Ehrenamt auch leichter machen und sich uneingeschränkt auf seine Mitstreiter im Ausschuss stützen – aber das ist nicht mein Stil“, sagt Näthler. „Mir war und ist es wichtig, ständig in Kontakt mit den Regionalligavereinen und eben auch bei ihnen vor Ort zu sein, um deren Probleme und Sorgen zu kennen und zu helfen.“ Und so ist es keine Seltenheit, dass er an die 30 Spiele pro Saison – ob in Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt – besucht. Dass er obendrein auch als stellvertretender Vorsitzender des Spielausschusses der Dritten Liga Nord aktiv ist und deswegen nicht selten auch zu den Vereinen aus dem Nordbereich reist, darf natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Wenn Näthler auf all die Jahre seiner Tätigkeit im Nordostdeutschen Volleyball zurückblickt, so freut ihn besonders der geradezu „familiäre Charakter“, den die Regionalliga besonders bei den Frauenmannschaften umgibt. Sportlich gesehen, so Näthler, habe die „Regionalliga mit der Einführung der Dritten Liga etwas an Substanz verloren, weil die besten Teams aus dem Nordost-Bereich in diese dritte Liga aufgerückt sind und hoffentlich auch weiterhin aufrücken werden“. Allerdings sei an der Spitze der Regionalliga sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen das Niveau durchaus beachtlich. Näthler, dem seit jeher die Entwicklung des Nachwuchses am Herzen liegt, ist bei diesem Thema jedoch eher gespalten: „Bei den Frauen-Regionalligisten zeichnet sich erfreulicherweise schon über Jahre ab, dass zunehmend mehr Mannschaften auf den Nachwuchs zurückgreifen und ihm in der vierthöchsten deutschen Spielklasse eine Chance geben. Bei den Männern bestimmen nach wie vor weitgehend noch die älteren Spieler die Liga. Sie schaffen es eben immer wieder, sich gegen die jüngeren durchzusetzen. Aber auch hier zeichnet sich da und dort ein neuer Trend ab. Das stimmt mich zuversichtlich.“

Fakt ist jedenfalls: Die Regionalliga Nordost mit den besten Frauen- und Männerteams aus den Landesverbände von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat über seine Grenzen hinaus einen anerkannten Ruf. Und das ist nicht zuletzt auch Uwe Näthler und seinem emsigen Wirken zu verdanken!

Danke, Uwe, und alles Gute für noch viele erfolgreiche Jahre an der Spitze des Regionalspielausschusses Nordost!

Jürgen Holz, Regionalpressewart