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Regionalspielausschuss Nordost tagte zum Saisonabschluss

Positive Bilanz zum Spieljahr 2017/2018 / Weitreichender Beschluss mit der Meldung von Pflichtschiedsrichtern / André Zander als neuer Regionalschiedsrichterwart Nachfolger von Sven Schlegel / Regionalpokal am 7./8. Oktober 2017 ausgelost

Der Regionalspielausschuss (RSA) Nordost kam unter Vorsitz von Uwe Näthler am 13. Mai 2017 zu seiner turnusgemäßen Jahrestagung am Ende des Spieljahres 2016/2017 in Fredersdorf bei Berlin zusammen. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswertung der Saison 2016/2017 und die Vorbereitung der neuen Saison 2017/2018. Näthler, zugleich auch RSA-Spielwart, verwies in seiner Einschätzung auf die sportlichen Eckpunkte mit dem Aufstieg des Frauenmeisters TSV Tempelhof-Mariendorf und des Meisterschaftsvierten und Siegers der Aufstiegsspiele, SV Braunsbedra, in die Dritte Liga Nord. Bei den Männern wechselte Meister SSV 80 Gardelegen in die dritthöchste deutsche Spielklasse.

Absteiger aus der Regionalliga sind Marzahner VC und USC Magdeburg (Frauen) sowie SG Prieros, SG Rotation Prenzlauer Berg, MTV 1862 Wittenberg und BV Vorwärts II (Männer). Dem eigentlichen Frauenabsteiger SF Brandenburg 94 gelang der Klassenverbleib als Sieger der Relegationsrunde. Den Sprung aus den drei Landesligen in die Regionalliga schafften bei den Frauen der TSV Wedding (Berlin), SG Einheit Zepernick (Brandenburg), USV Halle (Sachsen-Anhalt) und die VSG Altglienicke (Berlin) als Zweiter der Relegation. Bei den Männern sind MTV Mariendorf (Berlin), TSGL Schöneiche II (Brandenburg) und PSV 90 Dessau Volleys (Sachsen-Anhalt) die Aufsteiger. Als Absteiger aus der Dritten Liga Nord spielen in der kommenden Saison die Männer des BV Vorwärts und des USC Magdeburg in der Regionalliga.

Als Gewinner der Wertung „Wertvollster Spieler“/“Wertvollste Spielerin“, die in der zurückliegenden Saison mit einem veränderten Punktemodus erfolgte, wurden im Zusammenhang mit der vom RSA vorgenommenen Meisterehrung Regina Mapeli Burchardt (TSV Tempelhof-Mariendorf) und Philipp Lenz (SSV 80 Gardelegen) ausgezeichnet.

Die positive Bilanz der Saison 2016/2017 bestätigten auch die beiden Staffelleiter Lothar Albrecht (Männer) und Dr. Albrecht Pfefferkorn in ihren Kurzberichten. Bei den Männern mussten durch den Staffelleiter 16 Ordnungsstrafen (Gesamthöhe 2194 Euro) sowie durch die Schiedsrichter 13 Einzelbestrafungen ausgesprochen werden. Bei den Frauen hob Dr. Pfefferkorn die hohe Disziplin und die geringe Quote von lediglich zwei Ordnungsstrafen (Gesamthöhe 41,40 Euro) hervor. Insgesamt kamen im Verlaufe der Saison 2775,40 Euro an Ordnungsstrafen zusammen, darin einbegriffen eine Spielverlegung und 500 Euro wegen des fehlenden B-Trainers sowie zwei Strafen wegen fehlender unterer Teams mit je 750 Euro.

Neuer Passus in der RSO:

Meldepflicht von Schiedsrichtern

RSA-Mitglied Sven Schlegel, der berufsbedingt aus dem Amt als Regionalschiedsrichterwart und damit aus dem RSA ausscheidet, hob in seinem Bericht hervor, dass in der Regionalliga alle Spiele mit Schiedsrichtern besetzt werden konnten. Jedoch müsse angemerkt werden, dass die Anzahl an Spielverlegungen in der Saison sehr hoch war. Die Situation bei den Schiedsrichtern sei aber nach wie vor kritisch. Alle Appelle an die Mannschaften, bei der Gewinnung von Schiedsrichter aktiv zu werden, seien leider erfolglos geblieben. Deshalb beantragte der Regionalschiedsrichterausschuss (RSRA) eine Änderung in der Regionalspielordnung (RSO) Nordost, die einstimmig vom Regionalspielausschuss beschlossen wurde und mit Beginn der Saison 2017/2018 in Kraft tritt. Dabei geht es darum, dass zur künftigen Absicherung des Spielbetriebs der Regionalliga die Vereine zur Mitarbeit bei der Gewinnung von Schiedsrichter verpflichtet werden. Jede Mannschaft ist zur Meldung von Schiedsrichtern mit mindestens C-Lizenz verpflichtet, die zusammen wenigstens 12 Schiedsrichtereinsätze verbindlich wahrnehmen müssen. Dabei kann der Verein einen oder mehrere Schiedsrichter melden. Sie müssen dem jeweiligen Landesverband (Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) und können dem eigenen Verein angehören. Sie dürfen nicht dem Schiedsrichterkader ab Regionalliga aufwärts angehören. Für Mannschaften mit außerordentlichem Spielrecht (Stützpunktmannschaften wie VC Olympia Berlin) gilt dieser Passus laut Bundesspielordnung nicht.

Dabei gibt es noch eine Besonderheit: Die Anzahl der wahrzunehmenden Schiedsrichtereinsätze halbiert sich, wenn die betreffende Mannschaft mehr als 50 Prozent ihrer Heimspiele an einem Sonntag wahrnimmt. Bekanntlich führt die terminliche Dichte von überwiegend Sonnabendspielen (und folglich nur wenigen Sonntagspielen) dazu, dass es mehr und mehr Probleme bereitet, alle Sonnabendspiele zu besetzen. Das Ausweichen auf den Sonntag würde eine spürbare Entlastung zur Folge haben. Dafür sollen die Mannschaften im Zusammenhang mit der Schiedsrichter-Meldepflicht hinsichtlich der Schiedsrichtereinsätze belohnt werden.

Der neue Passus in der RSO Nordost unter 2.4 legt auch die entsprechenden Strafen bei Verstößen gegen diese Meldepflicht und gegen die geforderten Pflichteinsätze fest. Im Extremfall können der betreffenden Mannschaft in der Tabelle drei Punkte abgezogen oder sogar die Zulassung zur Regionalliga Nordost entzogen werden. Nachzulesen ist der neue Punkt 2.4 in der RSO Nordost auf dieser Homepage unter Satzung und Ordnungen. Auf dem Staffeltag der Männer und Frauen am 17. Juni 2017 in Berlin werden der RSA-Vorsitzende Uwe Näthler und der neue Regionalschiedsrichterwart André Zander zu diesem Beschluss weitere Erläuterungen geben.

Näthler dankte schließlich dem scheidenden Regionalschiedsrichterwart Sven Schlegel für seine langjährige erfolgreiche Arbeit. Schlegel übte diese Funktion seit 2010 mit hoher Sach- und Fachkenntnis, großem Einsatz und viel Umsicht aus. Neuer Regionalschiedsrichterwart und damit RSA-Mitglied ist André Zander, der bis zum Verbandstag des VVB noch Landesschiedsrichterwart von Berlin ist.

Im Zusammenhang mit den verabschiedeten RSO-Änderungen wurde auch die Meldepflicht der Heimmannschaft 15 Minuten nach Spielschluss mit dem Ergebnis an den Regionalpressewart ersatzlos gestrichen. Diese Regelung ist praktisch schon mit Beginn der zweiten Halbserie zu Beginn des Jahres 2017 in Kraft getreten, da es seitdem mit der Wochenumschau eine veränderte Form der Regionalliga-Berichterstattung gibt, zu der dem RSA ein schriftlicher Informationsbericht durch den Regionalpressewart Jürgen Holz vorlag. Dieser Bericht soll ebenfalls auf dem Staffeltag den Mannschaften zur Kenntnis gebracht werden.

Zu den weiteren Festlegungen des RSA auf dieser Jahrestagung gehören für die am 16./17. September 2017 beginnende Saison 2017/2018 das Startgeld von 200 Euro und die Schiedsrichter-Einsatzpauschale von 1500 Euro, beide in unveränderter Höhe.

Auslosung des Regionalpokals

Wie üblich wurde auf der RSA-Jahrestagung der Regionalpokal ausgelost. Daran nehmen die jeweils drei Pokalsieger (PS) von 2017 aus den Landesverbänden Berlin (VVB), Brandenburg (BVV) und Sachsen-Anhalt (VVSA) sowie die beiden Cupverteidiger von 2016 teil. Gespielt wird bei den Frauen am 7. Oktober 2017 in Oranienburg und bei den Männern am 8. Oktober 2017 in Bitterfeld.

Frauen-Halbfinals

VSV Havel Oranienburg (PS BVV/DL Nord) – SV Braunsbedra (PS VVSA/DL Nord)

Berlin-Brandenburger SC (Finalist VVB/2. BL Nord) – Berlin-Brandenburger SC II (ehemals Köpenicker SC Berlin II/Cupverteidiger/DL Nord)

Männer-Halbfinals

CV Mitteldeutschland (Cupverteidiger/2. BL Nord) – VC Bitterfeld-Wolfen (PS VVSA/2. BL Nord)

Berliner VV (PS VVB/Regionalliga) – SV Lindow-Gransee (PS BVV/2. BL Nord)

Jürgen Holz, Regionalpressewart