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Frauen des USV Potsdam und Männer vom VfK Berlin-Südwest Sieger der Aufstiegsspiele zur Dritten Liga Nord

Potsdam schaltete den Nordvertreter SV Warnemünde zu Hause mit 3:1 und im Rückspiel auswärts mit 3:0 aus / Die Südwestler schlugen den Nord-Regionalligisten Eimsbütteler TV II im Hinspiel auswärts mit 3:2 und im Rückspiel zu Hause mit 3:0 / Aufstiegsentscheidung nach dem Meldeschluss am 2. Mai 2018

In den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga Nord hatten die beiden Vertreter der Regionalliga Nordost, der USV Potsdam (Frauen) und der VfK Berlin-Südwest (Männer), gegen die Nord-Regionalligisten SV Warnemünde (Frauen) und Eimsbütteler TV II (Männer) schon in den Hinspielen einen Sieg vorgelegt. Diese günstige Ausgangsposition ließen sie sich auch in den Rückspielen zwei Tage später nicht nehmen.

Die Potsdamerinnen hatten im Hinspiel in heimischer Halle mit 3:1 (23:25, 25:12, 25:22, 25:21) gegen Warnemünde, das die Saison als Fünfer der Regionalliga Nord abgeschlossen hatte, die Oberhand behalten. „Das Spiel war weitaus enger, als man auf den ersten Blick beim 3:1 vermutet“, so Thomas Schulze, langjähriger Trainer der Frauen des USV Potsdam. „Wir haben unnötigerweise den ersten Satz an die abwehrstarken Warnemünderinnen abgegeben. Auch im dritten und vierten Satz lag Warnemünde bis so um den 20. Punkt meist in Führung. Erst danach konnten wir in der eigentlichen Schlussphase des Spiels die Wende zu unseren Gunsten herbeiführen. Es war jedenfalls ein hartes Stück Arbeit. Aber alle sind zuversichtlich, dass wir es auch im Rückspiel packen.“ Zwei Tage später diktierte der Nordost-Vizemeister das Rückspiel in der OSPA-Arena in Rostock zumindest zwei Sätze lang. Am Ende gab es einen 3:0 (25:20, 25:14, 26:24)-Auswärtssieg der Potsdamerinnen.

Bei den Männern hatte sich der VfK Berlin-Südwest im Aufstiegsduell der beiden fünftplatzierten Regionalligisten im Hinspiel auswärts gegen den Eimsbütteler TV II nach einem umkämpften Match erst im Tiebreak mit 3:2 (24:26, 25:17, 25:20, 21:25, 16:14) durchgesetzt. In der Großen ETV-Halle in Hamburg hatten die Eimsbütteler nach dem ersten Satz mit 26:24 die Führung übernommen. In den beiden folgenden Sätzen bestimmten die Berliner mit 25:17 und 25:20 das Geschehen, doch büßten sie ihre 2:1-Satzführung durch den 21:25 im vierten Satz ein und mussten den 2:2-Satzgleichstand hinnehmen. „Wir haben uns das Leben ganz schön schwer gemacht“, kommentierte VfK-Spieler Sören Damerius das Geschehen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Der Tiebreak hätte auch gegen uns enden können.“ Denn hier lagen die Südwestler schon mit 11:13 zurück, erzwangen dann aber das 13:13, gerieten aber postwendend mit 13:14 wieder ins Hintertreffen. Doch mit einer unglaublichen Energieleistung schafften sie den 14:14-Ausgleich und wendeten das Blatt schließlich mit dem 16:14 – mit einem Ass und einem Fehler des Gegners. „Trotz der Enge des Hinspiels sind wir zuversichtlich für das Rückspiel am Sonntag in eigener Halle“, blickte Sören Damerius nach vorn.

Tatsächlich war das Rückspiel in heimischer Halle eine klare Angelegenheit der Südwestler, die sich glatt mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:22) behaupteten. Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter beim VfK, kommentierte das Geschehen so: "Auch das Rückspiel war eine Partie auf ähnlichem Niveau. Eimsbüttel war dabei mit anderer Besetzung angereist. Wir konnten unseren Heimvorteil insofern nutzen, dass unsere Fehlerquote im Aufschlag deutlich geringer als in Hamburg ausfiel. Gleichzeitig lieferte unser Spieler Niklas Henseling ein herausragendes Spiel, das durch eine sehr konzentrierte Spielweise aller Teammitglieder sehr effektiv ergänzt wurde. Wenngleich Eimsbüttel erneut eine äußerst starke Abwehrleistung zeigte, konnten wir besonders vorn am Netz mehrfach Akzente setzen."

Wichtig ist der Hinweis: Ob die beiden erfolgreichen Nordost-Vertreter tatsächlich in die Dritte Liga Nord aufsteigen können, steht erst nach dem Meldeschlusstermin am 2. Mai 2018 fest.

Jürgen Holz, Regionalpressewart Nordost