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Männer des Absteigers MTV Mariendorf spielen nächste Saison in der Regionalliga

RSA-Jahrestagung in Friedersdorf bei Berlin: Lothar Albrecht zum Ehrenmitglied gewählt / Neue Staffelleiterin bei den Männern / Auslosung des Regionalpokals Nordost / Start- und Schiedsrichtergebühren bleiben unverändert

Der Regionalspielausschuss (RSA) Nordost trat am Sonntag zu seiner traditionellen Jahrestagung in Fredersdorf bei Berlin zusammen, um die zurückliegende Saison 2017/2018 auszuwerten und die neue Saison 2018/2019, die mit dem ersten Spieltag am 15./16. September startet, vorzubereiten. Hinsichtlich der vor Tagen auf dieser Homepage veröffentlichten Staffelzusammensetzung für die neue Saison gab es bei den Männern eine gravierende Änderung: Der eigentliche Absteiger MTV Mariendorf verbleibt in der Regionalliga, so dass das Feld zum gegenwärtigen Zeitpunkt 12 Mannschaften umfasst. Bleibt es bei dieser Quote, dann gibt es am Saisonende vier statt sonst üblich drei Direktabsteiger, um wieder auf die einst vom RSA beschlossene Anzahl von 11 Mannschaften (ohne VC Olympia Berlin) zu kommen.

Der Hintergrund dieser einstimmigen Entscheidung des RSA: Ursprünglich sollten nach Entscheid des RSA-Vorsitzenden und Regionalspielwarts dem CV Mitteldeutschland II wegen eines Regelverstoßes (Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers) Punkte aberkannt werden. Gegen diese Entscheidung legte Mitteldeutschland beim Regionalspielausschuss Protest ein. Der Protest stützte sich im Wesentlichen darauf, dass schon Anfang März der nicht spielberechtigte Jugendspieler, was in Spielprotokolle auch ausdrücklich von den Schiedsrichtern vermerkt wurde, eingesetzt worden war. Dies ließ der Staffelleiter wiederholt durchgehen, so dass Mitteldeutschland davon ausgehen konnte, dass kein Regelverstoß vorliegt. Dieser Sichtweise schloss sich auch der RSA an. Somit schloss Mitteldeutschland die Saison als Tabellenvorletzter und Mariendorf als Letzter ab.

Dennoch liegt ein Regelverstoß vor, denn die Bundesspielordnung kann de facto nicht vom Staffelleiter außer Kraft gesetzt werden. Durch die nicht korrekte Handhabung des Staffelleiters ist Mariendorf faktisch benachteiligt worden, denn eigentlich wäre diese Mannschaft Tabellenvorletzter und Mitteldeutschland Letzter gewesen. Mitteldeutschland nahm allerdings an der Relegation teil, weil nach der Bundesspielordnung erst dann die Änderungen in der Tabelle wirksam werden, wenn alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Das war zum Zeitpunkt der Relegation nicht der Fall. Aufgrund der vorliegenden Benachteiligung und angesichts des Sonderfalles beschloss der RSA, dass dem MTV Mariendorf für die Saison 2018/2019 ein Regionalligaplatz zugesprochen wird. Somit sieht die Männerstaffel nach derzeitiger Lage folgendermaßen aus:

TSV Spandau 1860 (Absteiger DL Nord)

Dessau Volleys (zuletzt 3.)

TSGL Schöneiche II (4.)

SV Energie Cottbus (6.)

USV Potsdam (7.)

USC Magdeburg (9.)

SG Rotation Prenzlauer Berg (Aufsteiger/Meister Berlin)

SG Prieros/Königs Wusterhausen (Aufsteiger/Meister Brandenburg)

SV Lindow-Gransee II (Aufsteiger/Relegationssieger/Dritter Brandenburgliga)

CV Mitteldeutschland II (10. RL NO/Relegationszweiter)

USV Halle (Aufsteiger/Relegationsdritter/Dritter Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

MTV Mariendorf (11.)

Im Übrigen kann noch der Fall eintreten, dass der TSV Spandau 1860 als eigentlicher Direktabsteiger aus der Dritten Liga Nord doch in dieser dritthöchsten deutschen Spielklasse verbleiben kann, so dass dann die Regionalliga mit 11 Mannschaften spielen und es auch nur drei Direktabsteiger geben würde.

Lothar Albrecht RSA-Ehrenmitglied

Daniela Raßmann neue Staffelleiterin

Der RSA beschloss ebenfalls einstimmig, den langjährigen Staffelleiter Lothar Albrecht, der Ende März seinen 84. Geburtstag beging und der zum Saisonende sein Ehrenamt aufgegeben hat, zum Ehrenmitglied des RSA zu ernennen. Lothar Albrecht gehörte zu den Mitbegründern des Regionalspielausschusses Nordost und war über fünf Jahrzehnte ehrenamtlich im deutschen Volleyball tätig. Sein Amt als Staffelleiterin der Männer übernimmt ab sofort Daniela Raßmann, bisher Gleichstellungsbeauftragte im Regionalschiedsrichterausschuss. Anschließend wurde der Frauen-Staffelleiter Dr. Albrecht Pfefferkorn einstimmig als stellvertretender Vorsitzender des RSA wiedergewählt.

Auslosung des Regionalpokals Nordost

Auf der Jahrestagung wurde wie immer die Auslosung des Regionalpokals Nordost vorgenommen.

Männern am 7. Oktober in Brandenburg

1. Halbfinale: Pokalsieger Berlin – SV Lindow-Gransee (Pokalverteidiger/2. BL Nord)

2. Halbfinale: Pokalsieger Brandenburg – CV Mitteldeutschland (2. BL Nord)

Finale: Sieger 1. und 2. Halbfinale

Frauen am 6. Oktober in Berlin

1. Halbfinale: Berlin-Brandenburger SC (Pokalverteidiger/2. BL Nord) – Pokalsieger Berlin

2. Halbfinale: Pokalsieger Brandenburg – SV Braunsbedra (DL Nord)

Finale: Sieger 1. und 2. Halbfinale

Mit dem Blick auf die neue Saison verständigte sich der RSA darauf, das Startgeld für die Regionalliga Nordost wie bisher bei 200 Euro pro Mannschaft und die Schiedsrichter-Einsatzpauschale ebenfalls unverändert bei 1.500 Euro pro Mannschaft zu belassen. Neu sind auch Änderungen der Regionalspielordnung (unter 2. Spielbetrieb). Danach müssen künftig bis spätestens 31. März (bisher 15. März) die Landes(ober)ligisten ihre Bereitschaft zum Aufstieg in die RL Nordost erklären. Verzichtet eine Mannschaft auf die Teilnahme an den Aufstiegs- und Qualifikationsspielen nach dem Meldetermin (Rückzug der Bereitschaftserklärung) wird ein Bußgeld in Höhe von 300 Euro fällig. Neu ist auch: Ist nach Anwendung aller entsprechenden Regelungen ein Platz in der Regionalliga frei, kann auf Antrag durch Beschluss des RSA bestimmt werden, dass eine abstiegsverpflichtete Mannschaft nicht absteigen muss bzw. die Spielklasse durch andere Mannschaften der darunter liegenden Spielklassen komplettiert wird.

Was die Ehrung „Wertvollste Spielerin“/„Wertvollster Spieler“ der Regionalligasaison 2017/2018 anbelangt, so erfolgte sie bei den Männern für Bastian Grothe (TSGL Schöneiche II) beim Landespokal von Brandenburg am letzten Wochenende. Die Ehrung bei den Frauen für Vivien Rechlin (SG Rotation Prenzlauer Berg II) ist beim ersten Spieltag der neuen Saison vorgesehen.

Jürgen Holz, Regionalpressewart