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Nordostdeutscher Regionalpokal 2018: BBSC Berlin bei den Frauen und Lindow-Gransee bei den Männern verteidigten den Cup

Frauen des Zweitbundesligisten BBSC Berlin mit 3:0-Finalsieg gegen den Drittligisten Oranienburg erfolgreich / Im Männer-Finale zweier Zweitbundesligisten SV Lindow-Gransee gegen CV Mitteldeutschland 3:1 siegreich

Aktualisierte Fassung von Montag, 8. Oktober 2018 um 17 Uhr

Beim zweigeteilten nordostdeutschen Regionalpokal 2018 setzten sich mit dem Zweitbundesligisten BBSC Berlin bei den Frauen und dem Zweitbundesligisten SV Lindow-Gransee bei den Männern beide Cupverteidiger erfolgreich durch. Die Ehrungen mit dem Pokal nahm der Vorsitzende des Regionalspielausschusses (RSA) Nordost, Uwe Näthler, vor. Die nordostdeutschen Pokalsieger treffen nun am 21. Oktober in der Qualifikationsrunde zum DVV-Pokal auf die gastgebenden Regionalpokalsieger West. Bei den Männern ist das Moerser SC und bei den Frauen DSHS SnowTrex Köln. Die Gewinner dieser Runde spielen danach gegen die Erstbundesligisten United Volleys aus Frankfurt/Main (Männer) und Ladies in Black Aachen (Frauen).

Die Frauen hatten an diesem Pokal-Wochenende den Vortritt: Sie griffen am Sonnabend ins Pokalgeschehen ein. Ausrichter war der Drittligist TSV Tempelhof-Mariendorf, der die Gegnerschaft nicht in seiner heimischen Halle in Tempelhof empfing, sondern in die Drei-Felder-Halle nach Köpenick umgezogen war, wo die Halbfinals parallel ausgetragen werden konnten. Dabei standen sich im ersten Halbfinale der Ausrichter und Pokalsieger des Volleyball-Verbandes Berlin (VVB) und der Cupverteidiger BBSC Berlin gegenüber. Erwartungsgemäß setzte sich der Zweitbundesligist ungefährdet mit 3:0 (11, 19, 14) gegen den Drittliga-Spitzenreiter Tempelhof-Mariendorf durch. Auch das zweite Halbfinale zwischen den beiden Drittligisten VSV Havel Oranienburg (Pokalsieger des Brandenburgischen Volleyball-Verbandes/BVV) und SV Braunsbedra (Pokalsieger des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt/VVSA) wurde eine klare Angelegenheit. Der gegenwärtige Tabellenvierte der Dritten Liga Nord aus Oranienburg zog mit einem 3:0 (19, 16, 15) über das Drittliga-Schlusslicht aus Sachsen-Anhalt ins Finale ein. Übrigens: Die beiden Halbfinal-Verlierer Tempelhof-Mariendorf und Braunsbedra standen sich einen Tag später im Punktspielduell der Dritten Liga erneut gegenüber.

Auch im Finale gab es einen 3-Satz-Sieg, doch fiel der für das favorisierte Team des BBSC gegen Oranienburg viel knapper aus, als man auf den ersten Blick vermutet. Nach dramatischem Verlauf mit zwei Sätzen, die in die Verlängerung gingen, verteidigte der BBSC Berlin mit 3:0 (24, 21, 25) seinen vorjährigen Pokalsieg mit Erfolg. BBSC-Trainer Robert Pultke, der den Zweibundesligisten schon die zweite Saison betreut, zollte dem Verlierer ein Lob: „Oranienburg hat ein starkes Spiel geboten und dürfte in dieser Form in der Dritten Liga ganz vorn mitmischen.“ Seine Mannschaft, so der 29-jährige Coach weiter, sei gegenüber der Vorsaison erheblich verjüngt worden, weil alle Neuzugänge erst 18, 19 oder 20 Jahre alt sind. „Aber sie sind gut ausgebildet und haben Qualität. Die noch fehlende Nervenstärke und die Führungsqualitäten werden sich mit der Zeit einstellen.“ Im Finale gegen Oranienburg habe er trotz der Enge des ersten und dritten Satzes nie das Gefühl gehabt, das Spiel noch zu verlieren, obwohl es im ersten Satz beim Stand von 23:24 kritisch ausgesehen habe. „Im dritten Satz haben wir phasenweise schon fünf Punkte vorn gelegen, gingen aber mit dem Vorsprung etwas fahrlässig um. Doch insgesamt waren wir immer ein Stück besser als Oranienburg. Nun freuen wir uns auf die nächsten Pokalgegner. Das ist eine willkommene Herausforderung und wird meine Mannschaft weiter voranbringen.“

Die Männer ermittelten am Sonntag beim gastgebenden Regionalligisten TSGL Schöneiche II (Pokalsieger des Brandenburgischen Volleyball-Verbandes/BVV) den nordostdeutschen Cupgewinner 2018. Im ersten Halbfinale standen sich der Drittligist SV Preußen Berlin (Pokalsieger des Volleyball-Verbandes Berlin/VVB) und der Zweitbundesligisten und Cupverteidiger SV Lindow-Gransee gegenüber. Erwartungsgemäß setzte sich Lindow-Gransee mit 3:1 (-30, 19, 13, 15) durch. Auch im zweiten Halbfinale hatte der Gastgeber TSGL Schöneiche II als krasser Außenseiter gegen den Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland (Pokalsieger des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt/VVSA) keine Chance und verlor mit 0:3 (14, 20, 15) ebenfalls.

Somit standen sich im Finale wie im Vorjahr die beiden Zweitbundesligisten Lindow-Gransee und Mitteldeutschland gegenüber. Die Frage war: Würde der CV Mitteldeutschland als Meister der 2. Bundesliga Nord in den beiden vergangenen Jahren diesmal den Bock umstoßen können und Cupgewinner werden? In dem hochklassigen Finale war am Ende einmal mehr der SV Lindow-Gransee mit 3:1 (23, 26, -22, 20) siegreich und verteidigte damit seinen Cupgewinn aus dem Vorjahr mit Erfolg. Aber die Satzergebnisse verdeutlichen, dass es ein gehöriges Stück Arbeit für den Pokalsieger war.

Robert Brandt, Kapitän der TSGL Schöneiche II: "Im Halbfinale gegen Mitteldeutschland war für uns nicht viel mehr als das 0:3 zu holen. Im Finale war Lindow-Gransee gegen Mitteldeutschland etwas cleverer und in manchen Situationen auch bissiger. Am Ende machten aus meiner Sicht Kleinigkeiten den Unterschied aus."

Der RSA-Vorsitzende Uwe Näthler, der an beiden Spielorten weilte, schwärmte hier wie dort: "Beide Ausrichter haben ein ganz großes Lob verdient. Es waren sportlich wie organisatorisch äußerst würdige Pokalturniere."

Die Spiele

Frauen, Halbfinale: BBSC Berlin – TSV Tempelhof-Mariendorf 3:0, VSV Havel Oranienburg – SV Braunsbedra 3:0. Finale: BBSC Berlin – VSV Havel Oranienburg 3:0.

Männer, Halbfinale: SV Preußen Berlin – SV Lindow-Gransee 1:3, TSGL Schöneiche II – CV Mitteldeutschland 0:3. Finale: SV Lindow-Gransee – CV Mitteldeutschland 3:1.

Jürgen Holz, Regionalpressewart