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Spiele um die „goldene Ananas“: VfK Berlin-Südwest gewinnt die Relegation bei den Frauen

Die Südwestlerinnen in dem Dreierturnier ungeschlagen, aber ihre Aufstiegshoffnungen in die Regionalliga sind mehr als minimal

Mit Abschluss der Meldefrist für die Regionalliga Nordost am 2. Mai 2019 für die Saison 2019/2020 gibt es nach gegenwärtigem Stand bei den Frauen durch den überraschenden freiwilligen Rückzug des SV Braunsbedra aus der Dritten Liga Nord keinen freien Platz. Da Braunsbedra für die Regionalliga Nordost gemeldet hat, muss der Regionalliga-Achte VT Rudow-Altglienicke gemäß der Regionalspielordnung (RSO) als zusätzlicher vierter Absteiger diese Spielklasse verlassen. Sollte es allerdings bis zum 31. Mai 2019 tatsächlich noch freie Plätze geben, wäre Rudow-Altglienicke noch vor den in der Relegation spielenden Mannschaften erster Anwärter auf den freien Regionalligaplatz.

Trotz dieser Sachlage wurde vom Regionalspielwart Uwe Näthler für den Fall aller Fälle vorsorglich ein Relegationsturnier angesetzt, um für alle Eventualitäten zu einem späteren Zeitpunkt gewappnet zu sein. Somit spielten am 5. Mai bei der Relegation der Frauen der bestplatzierte Regionalliga-Absteiger TSV Spandau 1860 (9.) sowie die beiden Vizemeister aus der Berlinliga, VfK Berlin-Südwest, und aus der Brandenburgliga, VSB offensiv Eisenhüttenstadt, praktisch um die „goldene Ananas“. Eisenhüttenstadt war Gastgeber des Dreierturniers. Aus Sachsen-Anhalt hatte es keinen weiteren Aufstiegsbewerber gegeben.

In dieser Dreierrunde setzte sich der VfK Berlin-Südwest ungeschlagen durch. Die Südwestlerinnen schlugen zum Auftakt die Gastgeberinnen aus Eisenhüttenstadt mit 3:1 (25:23, 25:19, 13:25, 25:15) und waren auch im Schlussspiel gegen die zuvor ebenfalls siegreichen Spandauerinnen, die sich gegen Eisenhüttenstadt mit 3:1 (25:16, 25:20, 26:28, 25:22) behauptet hatten, mit 3:0 (25:19, 25:17, 25:17) erfolgreich. Damit holte sich der Berlinligist VfK Berlin-Südwest ungeschlagen mit sechs Punkten und 6:1 Sätzen den Relegationssieg, gefolgt vom Ex-Regionalligisten Spandau (3 Punkte/3:4 Sätze) und dem Außenseiter Eisenhüttenstadt (0 Punkte/2:6 Sätze). Nunmehr müssen sich die Südwestlerinnen gedulden, ob ihnen der Erfolg in der Relegation etwas einbringt und sie – aus welchen Umständen auch immer – doch noch in die Regionalliga aufsteigen. Doch wie gesagt: Die Chancen sind mehr als minimal.

Im Gegensatz zu den Frauen geht es bei der Relegation der Männer am 12. Mai in Zossen durch den freiwilligen Rückzug des Regionalligisten CV Mitteldeutschland II tatsächlich um einen freien Platz. Dabei treffen der bestplatzierte Regionalliga-Absteiger MTV Mariendorf (11.) – der USV Potsdam als Zehnter hatte auf sein Teilnahmerecht verzichtet – und der Drittplatzierte aus der Brandenburgliga, der gastgebende MSV Zossen 07, ab 15 Uhr aufeinander. Aus Berlin und Sachsen-Anhalt hatten keine weiteren Aufstiegsbewerbungen vorgelegen.

Jürgen Holz, Regionalpressewart