News

Saisonabschlusstagung des Regionalspielausschusses Nordost

Zahlreiche Beschlüsse gefasst / Änderungen in der Regionalspielordnung (RSO) hinsichtlich des Liberoeinsatzes / Regionalpokal wurde ausgelost

Zur traditionellen Saisonabschlusstagung kam der Regionalspielausschuss (RSA) Nordost am 11. Mai in Fredersdorf bei Berlin unter Vorsitz des Regionalspielwarts Uwe Näthler zusammen. Dabei ging es im Wesentlichen um die Einschätzung der abgeschlossenen Saison 2018/2019 und mit Blick auf die neue Saison 2019/2020 um etliche neue Beschlüsse und Änderungen in der Regionalspielordnung hinsichtlich des Liberoeinsatzes.

Der RSA-Vorsitzende und Regionalspielwart Uwe Näthler informierte darüber, dass laut Bundesspielausschuss (BSA) ab 2019/20 alle Senioren und Seniorinnen eine Spielerlizenz für die Deutschen Meisterschaften 2020 in Berlin und 2021 in Rüsselsheim benötigen. Seitens des DVV wurde mit knapper Mehrheit die Möglichkeit der Einführung einer zentralen Staffelleitung für alle Dritten Ligen beschlossen. Mit der Saison 2019/2020 erhöht sich das Schiedsrichtereinsatzgeld für die Dritten Ligen auf 75 Euro und für die Regionalligen ab 2020/2021 auf 60 Euro. Der elektronische Spielbericht gilt künftig in allen Regionalligen. Laut Beschluss des BSA sieht die Bundesspielordnung vor, dass die bisherige Abmeldefrist "vor dem Staffeltag" neuerdings auf den 31. Mai des jeweiligen Jahres vorverlegt wurde.

Ein spezielles Problem hat sich in der Praxis hinsichtlich der Libero-Regelung u.a. bei 14 Spielern inclusive zwei Liberos ergeben. Mitunter gaben die Mannschaften zur Auskunft: „Der zweite Libero kommt noch, er ist noch nicht da.“ Die Mannschaft spielte mit 13 (!) Spielern, inclusive nur einem Libero. Die künftige Regelung sieht vor: Bei allen Liberos wird verlangt, dass diese bei Abschluss der Mannschaftsliste anwesend sind und am Einspielen mit Trikot teilnehmen. Bei Nichtanwesenheit des zweiten von zwei Liberos muss vor Abschluss der Spielerliste entweder ein Feldspieler gestrichen oder einer der anwesenden Feldspieler zum Libero erklärt werden. Der RSA Nordost fügt deshalb einen entsprechenden Satz in die RSO ein (siehe auch http://www.volleyball-nordost.de/rl-frauen.html bzw. bei Männer), dass eingetragene Liberos spätestens zur Auslosung anwesend sein müssen. Nähere Erläuterungen: siehe unter den FAQs. Eine weitere beschlossene Ordnungsänderung ist: der Schreiber (auch für SAMS-Score) muss die Schiedsrichter-D-Lizenz besitzen, da der Schreiber bei Ausfall des PCs das Führen eines herkömmlichen Spielprotokolls beherrschen muss.

Zum Saisonverlauf gab es seitens des Regionalspielwarts keine Besonderheiten. Für die neue Saison, so informierte er weiter, ist das neue Ergebnismeldesystem DVV-SAMS zu beachten, das bei der „Volleyball IT GmbH“ in Vorbereitung ist. Die bisherige Ergebnismeldepflicht über das Portal des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt (VVSA) gibt es damit nicht mehr. Auch die beiden Staffelleiter Dr. Albrecht Pfefferkorn (Frauen) und Daniela Raßmann (Männer) berichteten von einem reibungslosen Saisonverlauf. Der Regionalschiedsrichterwart André Zander konnte im Rückblick auf die Saison drauf verweisen, dass die Supervision von Beobachtern sehr gute Ergebnisse erbracht hat. Probleme habe es bei der Besetzung der nordostdeutschen Meisterschaften gegeben, die im Regionalschiedsrichterausschuss (RSRA) ausgewertet werden. Vor allem die Besetzung der NOM der U16 und U14 muss vom RSRA kritisch analysiert werden. Hinsichtlich der Regionalliga, wo bis auf ein Spiel alle Partien zumindest besetzt wurden, könnte es künftig eine Hilfe sein, wenn Vereine mit zwei Regionalligamannschaften (also Männer und Frauen) hintereinander spielen, was den Schiedsrichterbedarf reduzieren würde. Auch der Informationsfluss bei Spielverlegungen muss verbessert werden

Die drei Landesspielwarte aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt berichten über ihre Erfahrungen bei der Einführung der Online-Systeme SAMS und Phönix. Ralf Lüttig informierte über eine neue Pokalstruktur im VVSA. Dort wird im Mai der Landespokal mit Mannschaften bis zur Landesoberliga ausgespielt. Am 7. September wird dann der Verbandspokal (Landespokalsieger plus Teams aus der 2. bis 4. Liga) ausgetragen. Der Verbandspokalsieger ist somit Teilnehmer am Nordostdeutschen Regionalpokal.

Der Regionalpokal Nordost der Männer und Frauen wird am 6. Oktober 2019 ausgespielt, und zwar bei den Männern in Berlin (TSV Spandau 1860) und bei den Frauen in Sachsen-Anhalt.

Frauen

Halbfinals

BBSC Berlin II (Pokalsieger Berlin/Dritte Liga) - VSV Havel Oranienburg (Pokalsieger Brandenburg/Dritte Liga)

Pokalsieger Sachsen-Anhalt - BBSC Berlin I (Pokalverteidiger/2. Bundesliga)

Männer

Halbfinals

Pokalsieger Sachsen-Anhalt - TSV Spandau 1860 (Pokalsieger Berlin/Dritte Liga)

TSGL Schöneiche (Pokalsieger Brandenburg/Dritte Liga) - SV Lindow-Gransee (Pokalverteidiger/2. Bundesliga)

Weitere Festlegung: Das Startgeld für die Regionalliga Nordost in der Saison 2019/2020 beträgt 214 Euro, 14 Euro MwSt. müssen über den DVV an das Finanzamt abgeführt werden. Die Schiedsrichter-Einsatzpauschale beträgt aufgrund des höheren Schiedsrichtereinsatzgeldes 1.700 Euro. Ab der Saison 2020/2021 ist mit etwa 2.100 bis 2.200 Euro zu rechnen.

Eine weitere Änderung betrifft auf Antrag des Regionalspielwarts die Neufassung des Ethik-Kodex der Regionalliga Nordost (siehe unter https://www.volleyball-nordost.de/ordnungen nordost.html).

Jürgen Holz, Regionalpressewart