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Zwischen Hoffen und Bangen: Wie ist die Ausgangslage für die neue Saison?

Am Wochenende fällt der Startschuss für die 29. Saison der Regionalliga Nordost

Die lange Sommerpause für die Hallenvolleyballer ist nun endgültig vorbei. Die einen oder anderen haben in der zurückliegenden Zeit ihr Glück im Sand gesucht und sich beim Beachvolleyball in Form gehalten. Andere wiederum nutzten die spielfreie Zeit für die Familie und regenerierten intensiv, um für die neue Saison 2019/2020 fit zu sein. Die Spannbreite der Saison reicht zwischen Hoffen und Bangen. Hoffen für die einen auf einen guten Saisonverlauf und einen erfolgreichen Meisterschaftsabschluss, andere wiederum bangen ums Überleben, um am Ende nicht die vierthöchste deutschen Spielklasse (wieder) verlassen zu müssen.

Männer komplett mit 12 Teams,

Frauen mit 11 Mannschaften

Wie ist die Ausgangslage für die Saison 2019/2020? Die beiden Staffeln sind zahlenmäßig unterschiedlich besetzt. Bei den Männern greifen mit dem ersten Spieltag am 14./15. September 12 Mannschaften in das Geschehen ein. Das entspricht der schon vor Jahren vom Regionalspielausschuss (RSA) beschlossenen Quote von elf Teams plus der mit Sonderspielrecht spielenden Mannschaft des VC Olympia Berlin II. Das sieht konkret folgendermaßen aus:

Männerstaffel

(in Klammern Platzierung der letzten Saison)

TSGL Schöneiche II (1.)

USC Magdeburg (3.)

SG Prieros/Königs Wusterhausen (4.)

USV Halle Volleys (5.)

PSV 90 Dessau Volleys (7.)

SG Rotation Prenzlauer Berg (8.)

SV Lindow-Gransee II (9.)

DJK Westen 23 Berlin (Aufsteiger/Vizemeister Berlin)

SG Schulzendorf/NH KW (Aufsteiger/Landesmeister Brandenburg)

WSG Reform Magdeburg (Aufsteiger/Landesmeister Sachsen-Anhalt)

VC Olympia Berlin II (Sonderspielrecht)

MSV Zossen 07 (Sieger der Relegation/3. Brandenburgliga)

Bei den Frauen gehen elf Mannschaften in die Saison. Hier ist das VCO-Talentezentrum aus Berlin nicht vertreten.

Frauenstaffel

(in Klammern die Platzierung der letzten Saison)

SC Potsdam II (Absteiger Dritte Liga Nord)

SV Braunsbedra (freiwilliger Absteiger Dritte Liga Nord)

SG Rotation Prenzlauer Berg III (1.)

USV Halle Hurricanes (3.)

SG Einheit Zepernick (4.)

WSG Reform Magdeburg (5.)

BBSC Berlin III (6.)

USC Magdeburg (7.)

Marzahner VC (Aufsteiger/Landesmeister Berlin)

VC Blau-Weiß Brandenburg (Aufsteiger/Landesmeister Brandenburg)

VC Bitterfeld-Wolfen (Aufsteiger/Vizemeister Sachsen-Anhalt)

Auffallend ist die „bunte“ Zusammensetzung in beiden Staffeln: Bei den Männern sind neben den sieben Vereinen aus der Vorsaison – angeführt vom Regionalmeister TSGL Schöneiche II – noch weitere fünf neue Teams dabei. Neben dem VC Olympia Berlin II sind es die vier neuen Gesichter mit den Aufsteigern DJK Westen 23 Berlin als Vizemeister aus Berlin sowie den Landesmeistern SG Schulzendorf/NH KW aus Brandenburg und WSG Reform Magdeburg aus Sachsen-Anhalt. Vierter im Bunde ist der MSV Zossen 07, der als Dritter der Brandenburgliga an der Aufstiegsrelegation teilnahm und sich gegen den Regionalligisten MTV Mariendorf durchsetzte.

Bei den Frauen sind noch sechs Regionalligisten aus der Vorsaison am Start, auch hier angeführt vom Regionalmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III. Unter den fünf „Neulingen“ sind zwei aus früheren Zeiten bekannte Regionalligisten, die zuletzt in der Dritten Liga Nord spielten: der SC Potsdam II als Absteiger und SV Braunsbedra, der sich freiwillig aus der Dritten Liga zurückzog. Als Aufsteiger nehmen die beiden Landesmeister Marzahner VC aus Berlin und VC Blau-Weiß Brandenburg die neue Saison in Angriff. Dritter Aufsteiger ist der VC Bitterfeld-Wolfen als Vizemeister von Sachsen-Anhalt.

Männer: Titelverteidiger Schöneiche II

mit umformierter Mannschaft

Prognosen für die neue Saison sind wie immer gewagt. Geht man von der zurückliegenden Saison aus, so dürften bei den Männern dem Titelverteidiger TSGL Schöneiche II und dem Meisterschaftsdritten USC Magdeburg die größten Titelchancen eingeräumt werden. Dritter Mitfavorit sollte die SG Prieros/Königs Wusterhausen sein. Von den Neulingen wird vor allem dem MSV Zossen 07 eine gute Rolle zugesprochen. Der Saisonauftaktknüller ist allerdings verschoben worden: Die am ersten Spieltag vorgesehene attraktive Begegnung zwischen Zossen und Schöneiche II ist auf den 20. Oktober verlegt worden. Dafür dürfte es eine andere aufschlussreiche erste Standortbestimmung mit der Partie der spielstarken SG Prieros/König Wusterhausen gegen die Talente des VC Olympia Berlin II geben. Mit der Begegnung SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen kontra DJK Westen 23 Berlin stehen sich beim Saisonstart gleich zwei Neulinge gegenüber.

Wir haben uns bei einigen Trainern umgehört und nachgefragt: Was gibt es personell Neues im Team? Welche Erwartungen bestimmen die Saison? Und wer sind die Meisterschaftsfavoriten?

René Jerratsch, Trainer des Titelverteidigers TSGL Schöneiche II: „Im Moment ist einfach noch zu früh, um fundierte Aussagen zu treffen. Personelle Veränderungen gibt es bei uns einige. Mein sehr wertvoller Kapitän Robert Brandt zieht sich in die dritte Mannschaft zurück und wird dort die Geschicke des Teams leiten. Er möchte sich in Zukunft als Schiedsrichter (B) entwickeln und benötigt hierfür zeitliche Ressourcen. Der zweite Mittelblocker Jan Dombrowski hat uns aus privaten Gründen verlassen. Aber wir konnten zwei neue Spieler dazu gewinnen, was nicht so ganz einfach ist, wenn man noch eine erste Vereinsmannschaft hat, die in der Dritten Liga Nord spielt. Wir werden erst einmal schauen, wieder vollständig zu werden. Tatsächlich wird es auf Grund des neuen Nachwuchskonzeptes für uns neue Möglichkeiten geben, eigene Jugendspieler zu fördern. Das sehe ich zu vorderst als Möglichkeit an. Ole Irrmisch als Zuspieler und Pascal Haase als Libero, ohne die in der Vorsaison eine Meisterschaft aus meiner Sicht nicht möglich gewesen wäre, sind nur zwei der vielen weiteren eigenen Nachwuchsspieler, auf die das neue Spielrecht anwendbar wäre. Einen Titelfavorit kann ich im Moment nicht ausmachen. Es fehle an Informationen aus den jeweiligen Teams. Denn alle Mannschaften suchen nach Personal. Aber ich könnte mir durchaus Dessau, Schulzendorf und Prieros vorstellen, die oben mit dabei sind. Vielleicht greift der Prenzlauer Berg auch nochmal an.“

Marko Schulz, Trainer des USC Magdeburg: „Die Erwartungen an die Saison werden natürlich durch die sehr gute Platzierung in der abgelaufen Spielzeit beeinflusst. Allerdings haben sich die Voraussetzungen grundlegend verändert. Wir mussten nahezu ein komplett neues Team aufbauen. Unser erster Sechser dürfte aber das Niveau haben, in den Top 5 mitzuspielen, aber das wird entscheidend davon abhängen, wie sich die nachgerückten Spieler in der Saison entwickeln. Wenn es uns gelingt, zügig eine homogene Truppe zu formen, damit wir auch taktische Varianten nutzen können, sollte das obere Mittelfeld möglich sein. Personell verlieren wir unseren kompletten U20-Kader. Die Spieler haben die Schule beendet und wollen nun unterschiedliche Wege bestreiten. Außenangreifer Fabian Lübke und Mittelblocker Lukas Murra wechselten in die Bundesliga zum VC Bitterfeld-Wolfen. Zuspieler Eric Schlese zieht es an eine amerikanische Universität. Libero Justin Spiegel wechselte aus beruflichen Gründen nach Berlin und wird sich da einer Mannschaft anschließen, und Diagonalangreifer Friedemann Steinwerth macht ein Jahr Pause und tourt durch Europa. Dass es zwei Spieler in die Bundesliga geschafft haben, zeigt auch die Qualität unserer Nachwuchsarbeit und bestätigt unsere Entscheidung, die Jungs mit in die Regionalliga zu nehmen. Überraschend trifft uns der Weggang des Kapitäns Lorenz Teege, der ebenfalls sein Glück beim Bundesligisten in Bitterfeld sucht. Was die Zugänge anbelangt, so werden wir aus der Jugend Bennet Drebenstedt und Sören Schipper mit in den Kader nehmen. Beide sollen an die Regionalliga herangeführt werden und im Laufe der Saison mehr Spielanteile bekommen. Aus unserer zweiten Mannschaft wird Leon Grün aufrücken. Er wird zunächst in der Oberliga spielen und bei uns trainieren, um an das Regionalliganiveau herangeführt zu werden. Und dann haben wir noch die eine oder andere personelle Option, wobei es hier vom Studienplatz abhängt. Die Frage nach den Titelfavoriten ist schwer zu beantworten. Ich denke, dass Dessau in diesem Jahr weiter vorn mitspielen wird und vermutlich den Aufstieg in die Dritte Liga anpeilt. Beim Titelverteidiger Schöneiche wird es darauf ankommen, wie und ob der Kaderkreis zusammenbleibt. Auch Prieros sollte man auf der Rechnung haben. Ich denke, das Titelrennen ist offen.“

Übrigens wurden die Magdeburger schon eine Woche vor dem scharfen Punktspielstart gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg beim erstmals durchgeführten Verbandspokal des VVSA herausgefordert. Mit dem dritten Platz unter sechs Teams, darunter die Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland und VC Bitterfeld-Wolfen, wurde die Saisonvorbereitung des USC Magdeburg abgeschlossen. Mit fast vollem Kader konnte Trainer Marko Schulz in das Pokalturnier gehen. Hier warteten in der Vorrunde der Bundesligist VC Bitterfeld-Wolfen, bei dem mit Lukas Pockrandt, Lukas Murra, Fabian Lübke und Lorenz Teege gleich vier ehemalige Magdeburger spielen, und der Regionalligist USV Halle. Nach einer 0:2-Niederlage gegen Bitterfeld und einem 2:0-Sieg gegen Halle qualifizierten sich die Magdeburger als Gastgeber für das Halbfinale. Dort trafen sie auf den Regionalligisten Dessau Volleys, der überraschend zuvor den Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland bezwungen hatte. Nach dem 25:18 im ersten Satz gegen Dessau lobte Magdeburgs Coach sein Team: „So stelle ich mir unser Spiel vor.“ Als die Dessauer im zweiten Satz ihre Aufstellung änderten, verloren die Magdeburger immer mehr den Zugriff. Verantwortlich dafür war aber auch, dass die Eigenfehlerquote stieg. „Wir haben den Gegner mit unseren Fehlern stark gemacht und uns selbst aus dem Spiel genommen“, so Schulz nach dem 18:25. Im Entscheidungssatz behielten die Dessauer mit 15:9 die Oberhand und zogen damit ins Finale ein, wo sie abermals auf den Favoriten CV Mitteldeutschland trafen – und erneut mit 2:0 bezwangen. Mit dem Verbandspokal im Rücken gehen die Dessau Volleys nun gestärkt in die neue Regionalligasaison. Auftaktgegner ist zu Hause Aufsteiger WSG Reform Magdeburg.

Alexander Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher der SG Prieros/Königs Wusterhausen: „Unser Saisonziel ist ein Platz im obere Tabellendrittel. Die Titelfavoriten sind meiner Meinung nach TSGL Schöneiche II, USC Magdeburg und Dessau Volleys. Was unsere personelle Situation anbelangt, so haben wir drei Abgänge: Robert Heimann wurde im Sommer Vater und möchte deshalb erstmal wieder einen Schritt zurückgehen. Er wechselt zurück in die Landesliga Süd zu seinem Ex-Verein VC Teltow/ Kleinmachnow. Christian Dentzer hat uns aufgrund beruflicher Veränderungen verlassen. Er wird fortan vermutlich wieder bei der BSG Pneumant Fürstenwalde in der Landesliga Süd spielen. Und Stefan Fröhlich will verletzungs- und familienbedingt kürzer treten und uns nur noch im Notfall zur Verfügung stehen. Bei den Zugängen sind zu nennen: Aron Leonhardt von der TSGL Schöneiche III, Jens Kölbel vom Ex-Regionalligisten MTV Mariendorf und Daniel Urban, der einst in der Netzhoppers Jugend gespielt und dann pausiert hat. Nach nunmehr fünf Jahren ohne Volleyball hat er wieder einen Bock darauf.“

Frauen: Meister Prenzlauer Berg

kontra Absteiger SC Potsdam II

Bei den Frauen dürfte in dieser Saison die einsame Regentschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg III womöglich durch die Rückkehrer SC Potsdam II und SV Braunsbedra gebremst werden. Dem Team des USV Halle Hurricanes ist durchaus zuzutrauen, dass es spielstärker als zuletzt in das Meisterschaftsgeschehen eingreift. Zwei Paukenschläge gibt es schon am ersten Spieltag: Braunsbedra fordert im Heimspiel Prenzlauer Berg heraus, und der Rückkehrer SC Potsdam II empfängt die Hallenserinnen. Auch bei den Frauen gibt es gleich zum Saisonstart ein Aufsteigerduell mit VC Blau-Weiß Brandenburg kontra VC Bitterfeld-Wolfen. Wie sehen einige Trainer die Situation vor dem Saisonstart?

Björn Matthes, Trainer des Absteigers SC Potsdam II: „Wir werden uns als Team, das vorwiegend aus Spielerinnen der Sportschule Potsdam besteht, versuchen bestmöglich zu präsentieren. Für uns sind die Spiele im Erwachsenenspielbetrieb vor allem Ausbildungswettkämpfe. Dennoch möchten wir natürlich gewinnen. Die Chancen dafür sollten besser sein als letzte Saison in der Dritten Liga, vorausgesetzt natürlich, wir schaffen es, unsere Leistung abzurufen. Personell sieht es so aus, dass uns wie jedes Jahr bis auf eine Ausnahme die ältesten Spielerinnen verlassen haben. Dafür sind sehr junge talentierte Spielerinnen nachgerückt, die sich so schnell wie möglich ins Team einfinden müssen und dabei Spaß am Spielen entwickeln. Bei den Titelfavoriten kann ich nur Vermutungen anstellen. Zu ihnen sollte der SV Braunsbedra gehören. Zudem gibt es nach meiner Kenntnis viele Jugendteams, die sich auch bei den Jugendmeisterschaften wiedersehen werden und die auch über viele Talente verfügen. Ich denke, dass es eine sehr junge Liga sein und es am Ende ganz knapp zugehen wird.“

Felix Taege vom Regionalmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III: „Wir starten in die neue Saison mit einem völlig neuen Team. In Kooperation mit dem Bundesstützpunkt Berlin wird der neue Doppeljahrgang 2004/2005 langfristig aufgebaut. Ziel ist es, in der Regionalliga zu bestehen, Spielpraxis zu bekommen und sich individuell weiterzuentwickeln. Die Talente sollen auf eine große Volleyball-Laufbahn vorbereitet werden. Vom erfolgreichen Team der letzten Saison haben es alle Spielerinnen geschafft, sich für den nächsthöheren Level zu empfehlen. Viele sind jetzt U19- Nationalspielerinnen und starten in der 2. Bundesliga für den VC Olympia Berlin oder für die dort spielende erste Mannschaft von Rotation Prenzlauer Berg. Zu meinen Favoritentipps gehören der Absteiger SC Potsdam II und die SG Einheit Zepernick.“

Kristin Rumi, Trainerin des SV Braunsbedra: „Aufgrund unseres freiwilligen Rückzuges aus der Dritten Liga sind wir sportlich gesehen ja keine Absteiger in der Regionalliga. Die finanzielle Mehrbelastung durch die Aufstockung der Dritten Liga bedeuteten für den Verein, dass erstens die Fahrtkosten (Schwerin, Hamburg und Kiel), zweitens die Schiedsrichtergebühren und drittens die Spieler-/Trainerhonorare steigen. Die Meldung für die Regionalliga ist nicht zuletzt durch Veränderungen aus beruflicher, privater und sportlicher Sicht einiger Spielerinnen bedingt. Als ehemaliger Drittligist dürften wir in der Regionalliga zumindest auf dem Papier die Favoritenrolle einnehmen. Durch das Ausscheiden aus der Dritten Liga müssen wir jedoch neun Spielerabgänge kompensieren, so dass die Mannschaft für die neue Saison ein völlig anderes Gesicht hat. Vom 15er-Kader der letzten Saison sind nur noch sechs Spielerinnen zurückgeblieben, von denen leider drei beruflich so gebunden sind, dass die Absicherung von Spieltag zu Spieltag unsicher ist. Die Suche nach potenziellen Spielerinnen gestaltet sich aufgrund der Nähe zu weiteren Regionalligisten in Halle und Leipzig schwierig. Bislang konnten wir aber fünf Spielerinnen hinzugewinnen, die sich der Herausforderung Regionalliga stellen wollen. Einige von ihnen verfügen über Bundesliga-Erfahrungen, standen in den letzten Jahren jedoch nur pro forma in der Halle. Jüngere Spielerinnen sammelten bislang nur Spielpraxis in unterklassigen Teams oder werden aus der Jugend herangezogen. Auch auf der Trainerposition ist die momentane Lösung mit einem Spielertrainer (noch) nicht ideal. Mit einem Wort: Der Wiederaufstieg oder ein Podestplatz wäre zwar wünschenswert, aber die Erwartungen sind andere. Wir freuen uns zunächst auf die Sachsen-Anhalt-Derbys, von denen es in der neuen Saison ja gleich vier gibt. Bei den Titelfavoriten gehe ich davon aus, dass Prenzlauer Berg und SC Potsdam wieder mit jungen Talenten bestückt sind, die gute körperliche Leistungsfähigkeiten mitbringen. Ebenso wie USV Halle und SG Einheit Zepernick können die Teams auf einen großen Pool von Jugendspielerinnen zurückgreifen. Der Mix aus jungen dynamischen Spielerinnen gepaart mit erfahrenen Spielerinnen funktioniert aus unserer Sicht recht gut. Braunsbedra bestand bekanntlich in den letzten Jahren aus Spielerinnen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Ob wir jedoch ebenso zu den Favoriten gehören, ist davon abhängig, wie schnell die Integration der Neuzugänge gelingt.“

Im Vorfeld der Regionalmeisterschaft vereinte der erstmalige VVSA-Verbandspokal beim gastgebenden Regionalligisten WSG Reform Magdeburg mit dem Landespokalsieger VC 97 Staßfurt sowie den Regionalligisten SV Braunsbedra, USV Halle Hurricanes und USC Magdeburg ein prominentes Fünfer-Feld. Verbandspokalsieger wurde der Regionalliga-Rückkehrer SV Braunsbedra, der sich damit für den Regionalpokal Nordost am 6. Oktober in eigener Halle qualifizierte. Braunsbedra dürfte mit diesem Erfolg gestärkt in die Regionalliga-Auftaktpartie zu Hause gegen den Titelverteidiger SG Rotation Prenzlauer Berg III gehen. Von den weiteren Teams aus Sachsen-Anhalt trifft der USV Halle Hurricanes zum Punktspielstart auswärts auf den Drittliga-Absteiger und Titelfavoriten SC Potsdam II und die WSG Reform Magdeburg auswärts auf die SG Einheit Zepernick. Der USC Magdeburg ist dagegen spielfrei und greift erst am 21. September ins Punktspielgeschehen ein. Gegner in der ersten Auswärtspartie ist dann der USV Halle Hurricanes.

Alex Göbel, Trainer des USV Halle Hurricanes: „Vor der letzten Saison hatten wir fünf Änderungen im Personal, und zum Ende der abgelaufenen Saison haben uns sechs Spielerinnen verlassen. Das sind schon enorme Verwerfungen. Auch wenn der Kern erhalten geblieben ist, liegt noch viel Arbeit vor uns; viele Rädchen greifen noch nicht so ineinander, wie wir das möchten. Wir werden also hart arbeiten. Trotz der personellen Veränderungen wollen wir in der oberen Hälfte der Liga mitspielen. Platz drei, wie in den vergangenen beiden Jahren, haben wir natürlich im Auge. Die Mädels sind immer noch hungrig. Favoriten zu benennen, ist immer schwierig. Die Absteigerinnen aus Potsdam werden sicher eine gewichtige Rolle spielen wie auch die jungen Spielerinnen von Prenzlauer Berg und BBSC. Mein Favorit auf den ersten Platz ist aber Zepernick. Hier passt Erfahrung, Jugend, Struktur und Hunger am besten zusammen. Wir werden sehen.“

Der 1. Spieltag

Männer am 14. und 15. September 2019: SG Prieros/Königs Wusterhausen – VC Olympia Berlin II, PSV 90 Dessau Volleys – WSG Reform Magdeburg, SV Lindow-Gransee II – USV Halle Volleys, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg, SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen – DJK Westen 23 Berlin, verlegt auf 20. Oktober 2017: MSV Zossen 07 - TSGL Schöneiche II.

Frauen am 14. und 15. September 2019: BBSC Berlin III – Marzahner VC, SG Einheit Zepernick – WSG Reform Magdeburg, SV Braunsbedra – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SC Potsdam II – USV Halle Hurricanes, VC Blau-Weiß Brandenburg – VC Bitterfeld-Wolfen, spielfrei: USC Magdeburg.

Noch ein Hinweis: Die Wochenumschau nach dem 1. Spieltag erscheint voraussichtlich erst am 17. September 2019. Vereine und Mannschaften können wie bisher Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart