Wie gehen die Männer in die am Wochenende beginnende neue Regionalliga-Saison 2020/2021?

Umfrage unter den Trainern und Mannschaftsverantwortlichen bei den Männern und weitere Stimmen von den Frauenteams

Aktueller Nachtrag am 14. Oktober von den Frauen des TSV Wedding

 

Nachdem vor einer Woche die Frauen mit vier Partien die Regionalliga-Saison 2000/2021 eröffnet haben, ziehen nunmehr die Männer an diesem Wochenende (10./11. Oktober) mit einem kompletten Programm mit sechs Spielen nach. Diese seit Gründung der Regionalliga Nordost 1991 nunmehr 30. Spielzeit ist zweifellos die ungewöhnlichste in der Geschichte dieser überregionalen Liga. Nachdem die Vorsaison im März vorzeitig abgebrochen und kein Regionalmeister ermittelt wurde, schwebt über der neuen Saison das Damoklesschwert – nämlich die Coronavirus-Pandemie. Dieser Tatsache ist auch der verspätete Saisonbeginn geschuldet, denn ursprünglich war der Start Mitte September vorgesehen, aber bekanntlich hat die Corona-Krise eine Verlegung erforderlich gemacht.

Der Start ist allerorten mit einem Hygiene- und Sicherheitskonzept der beteiligten Mannschaften verbunden, sonst hätten die zuständigen regionalen Ämter und Behörden in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kein „Okay“ gegeben. Unterm Strich bleibt zu hoffen, dass die ungewöhnlichste Volleyballsaison aller Zeiten zu einem glücklichen Ende geführt werden kann.

 

Wie sehen die Erwartungen bei den Männern aus?

Vor dem Saisonstart bei den Männern wollten wir von den Trainern oder Mannschaftsverantwortlichen wissen, wie sie in die neue Saison gehen. Dazu hatten wir ihnen die nachfolgenden drei Fragen gestellt. Leider haben von den 12 Vereinen die Mannschaften TKC Wriezen, VfK Berlin-Südwest, SG Rotation Prenzlauer Berg, USV Halley Volleys und MSV Zossen 07 nicht geantwortet.

 

1. Wie hat sich die Mannschaft unter der Corona-Pandemie auf die neue Saison vorbereitet?

2. Welche personellen Veränderungen gibt es im Vergleich zur vorigen Saison?

3. Mit welchen Zielen geht die Mannschaft ins neue Spieljahr?

 

Renè Jerratsch vom Regionalmeister TSGL Schöneiche II

Personalien: Renè Jerratsch ist seit dieser Saison nicht mehr der verantwortliche Trainer. Er gönnt sich eine kleine Auszeit und wird sich dem Jugendbereich widmen.

1. Corona-bedingt haben wir zunächst nur unter erheblichen Einschränkungen trainieren können. Vorbereitungsturniere sind ausgefallen sowie weitere übliche Maßnahmen, die wir gern in dieser Zeit mit den Männern gemacht hätten. Viel zu spät kamen auch die Führungsspieler, die eigentlich gleich zu Beginn hätten mit an Bord sein müssen, in das Training hinzu. Nun stehen jedoch alle im Training, wenn auch mehr oder weniger vollständig, da es immer wieder zu corona-bedingten Ausfällen kommt. Um keine Ansteckungen zu riskieren, wird der eine oder andere Spieler immer wieder vom Training ausgeschlossen. Mehrfach kam es vor, dass für das ganze Team ein Trainingsverbot ausgesprochen werden musste. Insofern sehen wir dem ersten Spieltag mit einiger Spannung entgegen.

2. Mit dem Abgang von Ole Irrmisch (in unsere Drittligamannschaft) sowie Martin Grüneberg (in die 3. Mannschaft) verliert das Team gleich zwei wesentliche Stützen. Wir freuen uns aber, dass wir mit Tobias Horst aus der ersten Mannschaft sowie Tobias Stöckel (vormals SV Lindow-Gransee) zwei sehr eifrige neue Spieler gewinnen konnten. Unser bisherige Libero Pascal Haase wechselte ebenfalls in die 1. Mannschaft. Er wird durch Maurice Körber aus der 3. Mannschaft ersetzt. Einen weiteren Neuzugang gibt es mit Adrian Zetzsche aus Rüdersdorf. Er ist so etwas wie ein Rohdiamant, der auch seine Chancen im Team der ersten Mannschaft bekommen soll. Es bleibt abzuwarten, wie er das Training in der für ihn zwei Ligen höher spielenden Regionalliga-Mannschaft verkraften wird, um sich über den Umweg für die „Erste“ anzubieten.

3. Ziele haben wir uns keine gesetzt. Zunächst wird es darum gehen, sich mit dem neuen Team zurecht zu finden. Gleichwohl ist allen bewusst, dass wir als quasi zweifacher Titelverteidiger besonders im Fokus der gegnerischen Teams stehen. Mit Jürgen Treppner als neuen Coach haben wir einen erfahrenen Mann gewinnen können, mit dem wir voller Spannung der neuen Herausforderung entgegensehen.

 

Alexander Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher des SV Prieros/Königs Wusterhausen

1. Wir konnten uns in Brandenburg leider erst im September wieder spieltechnisch vorbereiten. Davor haben wir versucht, uns mit Fitness- und Techniktraining an den Ball gewöhnen. Durch den Saisonabbruch im März und dem Umstand, dass unsere Halle erst nach den Sommerferien (ab 10. August) geöffnet wurde, haben wir recht spät das Hallentraining aufnehmen können.

2. Was die personellen Änderungen im Kader anbelangt, so hat uns leider Tobias Huschke aus privaten Gründen verlassen und ist zum Ligarivalen MSV Zossen 07 gewechselt. Felix Fischer musste leider seine Karriere verletzungsbedingt (Bandscheibenvorfall) vermutlich endgültig beenden. Ansonsten haben wir keinen Neuzugang, aber einen erneuten Wechsel auf der Trainerposition. Firas El-Dik und Jonathan Sommerfeld haben aufgrund privater Gründe das Amt des Spielertrainers an Philipp Kochinka abgegeben. Als Co-Trainer konnten wir unseren ehemaligen Spieler Stefan Fröhlich gewinnen.

3. Wir peilen wieder das obere Tabellendrittel an und hoffen natürlich, dass durch die Corona-Pandemie die Saison nicht wieder vorzeitig abgebrochen werden muss.

 

Sebastian Behr, Mannschaftsverantwortlicher des Burger VC 99

Personalien: Als Oldie war Sebastian Behr bis zur letzten Saison Spieler des Teams und hat sich nach 25 Jahren beim Burger VC entschlossen, etwas kürzer zu treten. Er spielt fortan in der zweiten Mannschaft des Vereins in der Landesliga und fungiert darüber hinaus noch als Mannschaftsverantwortlicher des Regionalligateams.

1. Der Abbruch der vorigen Saison kam natürlich auch für uns überraschend. Wir hatten es ja grundsätzlich noch in eigener Hand, den Landesmeistertitel zu gewinnen. Das wurde uns leider verwehrt. Aber dank des Verzichts des MTV Wittenberg wurde unser Traum vom Aufstieg in die Regionalliga zum Glück doch noch wahr. Auch wir haben eine ganze Zeit lang kein Training in Gemeinschaft abhalten können. Jeder hielt sich so gut es eben ging in Eigenregie fit. Anfang Juli begann dann die Vorbereitung auf die neue Saison. Zu Beginn traf sich das Team im Stadtpark in Magdeburg. Auf dem Programm standen Konditions- und Krafttrainingseinheiten. Anfang August ging es zuerst in eine kleine Ausweichsporthalle, da wir die eigentliche Spielhalle erst im Anschluss an die Sommerferien nutzen konnten. Im Fokus standen auch hier Ballgewöhnung und Konditionsaufbau. Ab Anfang September konnten wir in der für uns neuen Spielhalle trainieren. Die alte Spielhalle wird von Grund auf saniert. Im Fokus stand vermehrt der taktische Bereich. Ich würde sagen: Das Team ist gut vorbereitet auf die erste Saison in der vierten Liga.

2. Das Gros des Teams ist weiterhin dabei. Es gibt lediglich zwei Abgänge zu verzeichnen. Der Jugendspieler Jan Seeger, der an das Sportgymnasium in Magdeburg gewechselt ist, hat größere Ambitionen und ging zum USC Magdeburg in die Dritte Liga Nord. Neuzugänge sind Marco Braun, bislang Zuspieler aus den Reihen der Polizeiauswahl, und Max Groß von der WSG Reform Magdeburg für die Außenannahme. Er hat mit 17 Jahren sogar schon Regionalligaluft schnuppern können und wird uns sicher in der Zukunft viel Spaß bereiten.

3. Als Aufsteiger der Landesoberliga Sachsen-Anhalts ist für uns in allererster Linie der Klassenerhalt als Ziel. Aber wir sind uns unserer Heimstärke bewusst. Unsere Fans fiebern dem Saisonstart entgegen. Ich bin mir sicher, dass das Team alles daran setzen wird, um die „weiße Weste“ zu Hause so lange wie möglich zu behalten. Jedenfalls wollen wir uns langfristig in der Regionalliga etablieren.

 

Johannes Kilanowski, Trainer von DJK Westen 23 Berlin

Personalien: Johannes Kilanowski (35 Jahre alt) ist Zuspieler und Spielertrainer in Personalunion. Der Grundschullehrer spielt beim DJK mit einer vierjährigen Unterbrechung seit 17 Jahren.

1. Wir konnten uns ziemlich normal vorbereiten. Ab Ende Juli sind wir wieder in die Halle gegangen und konnten auch sofort mit dem gesamten Kader trainieren. Zwei Vorbereitungsspiele, wo wir unter anderem den Ligarivalen Prieros/Königs Wusterhausen schlugen, und ein gelungenes Vorbereitungsturnier rundeten die Saisonvorbereitung ab. Durch den verspäteten Saisonstart konnten wir über zweieinhalb Monate intensiv an uns arbeiten und sind bereit für eine tolle zweite Saison in der Regionalliga.

2. Wir haben uns mit einer starken Mitte aus der Berlinliga verstärkt und konnten einen talentierten Zuspieler aus der Türkei verpflichten – unser erster offizieller internationaler Transfer in der Mannschaftsgeschichte.

3. Klares Ziel ist der erneute Klassenerhalt. Platz 6 bis 8 scheint angesichts der vielen Aufsteiger auch möglich und wird wohl auch nötig sein, da von oben wahrscheinlich viele Mannschaften absteigen werden.

 

David Delly, Mannschaftsverantwortlicher beim Cottbuser VV

Personalien: Der 32-jährige David Delly spielt seit 2010 beim HSV Cottbus, und zwar von der Landesklasse bis nun zur Regionalliga. Noch vor der Saison wurde das Spielrecht an den Cottbuser VV übertragen. Als eigentlicher Trainer wird der 37-jährige Norman Zahnow fungieren. Der gebürtige Cottbuser, der seine Ausbildung beim USV Cottbus erfuhr und von daher Regionalliga-Erfahrung mitbringt, fungierte bisher als Mannschaftsverantwortlicher der ersten Männermannschaft.

1. Wir haben mit der Saisonvorbereitung bereits Anfang Juli beginnen können. Allerdings war unabhängig von der Situation geplant, zweimal wöchentlich in den Sand zu gehen. Ziel waren neben dem Ballgefühl grundsätzlich die Körper in Wallung zu bringen und ein Teamgefüge entstehen zu lassen. Zum Glück konnte das eine oder andere Beachvolleyballturnier mitgenommen werden. Als Cottbuser waren wir zudem in der glücklichen Lage, bereits seit Ende des Lockdowns (Ende Mai/Anfang Juni) wieder in der Halle trainieren zu können. So konnten wir mit Sommerferienende in der Halle trainieren und am Zusammenspiel arbeiten. Das Erreichte konnten wir jedoch erst Ende September bei einem Vorbereitungsturnier in Brandenburg ausprobieren.

2. Die Männer des HSV Cottbus haben bekanntlich ihr Spielrecht an den Cottbuser VV übertragen. Glücklicherweise können wir im Vergleich zur vergangenen Saison auf bestehende Strukturen aufbauen. So haben fast alle Spieler den Wechsel mitgemacht und bleiben der ersten Mannschaft treu. Neben zwei Abgängen, die aufgrund persönlicher Umstände einen Schritt kürzer treten und in der zweiten Mannschaft in der Landesliga aktiv sein werden, gibt es auch zwei Zugänge aus dem Nachwuchsbereich und – ein wenig kurios - durch einen Wechsel vom Handball zum Volleyball.

3. Als Ziel haben wir uns grundsätzlich den Klassenerhalt gestellt. Mannschaftlich gesehen geht es darum, zusammenzuwachsen und eine Harmonie aufzubauen. Wir haben viele Egoisten und sehr gute Einzelspieler. Daraus muss ein Team geformt werden. Das ist eine enorme Herausforderung.

 

Jens Möbius, Mannschaftsverantwortlicher des Elsterwerdaer SV 94

Personalien: Steffen Schmidt trainiert den Elsterwerdaer SV 94 mittlerweile seit zirka vier Jahren allein, wobei er auch immer noch der Matchwinner auf dem Feld ist. Einen gleitenden Übergang vom Führungsspieler zum erfolgreichen Abschluss des B-Trainer-Scheines im letzten Jahr ermöglichten rechtzeitig den nächsten Schritt im sehr zeitaufwendigen Volleyballleben Steffens größte Stärke: Als Mister „Zuverlässigkeit“ ist er immer da und hat auch bei den kleinsten Trainingsgruppen ein Programm parat.

1. Die Vorbereitung gestaltete sich schwierig. Besonderheiten in unserer Region sind, dass die Spieler nahezu alle aus dem Elbe-Elster-Kreis (Volleyball wird in Elsterwerda und Herzberg aktiv vorangetrieben) stammen, aber mittlerweile die Arbeits- und Lebensräume in Berlin oder Dresden haben. Zielgerichtetes Training geht dann nur mit strukturierter Planung. Zudem kam die Absage der Spiele im September. Wenigstens konnte ein Turnier gespielt werden.

2. Der sportliche Reiz hat zwei Spieler wieder zurück in das Team geführt. Hinzu kommt ein für Elsterwerda ungewöhnlicher Neuzugang, der uns aufgrund seiner Tätigkeit verstärkt. Glücklicherweise blieben ein paar „Eigengewächse“ in der sportlichen Heimat. Wir sind auch sehr froh darüber, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs in eine neue Aufgabe zu gehen zu können.

3. So wie in den letzten zwei Spielzeiten werden wir von Spiel zu Spiel schauen müssen. Der Kader wird wegen der vorgenannten Konstellation nie komplett sein können. Von daher nehmen wir es wie es kommt.

 

Victor Petrov, Trainer des Berliner TSC

Personalien: Victor Petrov kommt ursprünglich aus Bulgarien und hat dort sein Bachelor in der National Sports Academy mit Volleyball Coaching absolviert. Er hat viel Erfahrung in der 1. und 2. Bundesliga als Co-Trainer und Statistiker gesammelt. Seit einem Jahr widmet er sich dem Jugendbereich. Nun betreut er als Chefcoach den Aufsteiger aus der Berlinliga. Sein Co-Trainer Tobias Grösch hat jahrelang im Nachwuchsbereich des SC Charlottenburg gearbeitet und ist momentan dabei, seine A-Trainerlizenz zu erwerben.

1. Grundsätzlich konnten wir uns ganz normal vorbereiten. Während des Lockdowns haben wir regelmäßig digitale Athletiktrainings durchgeführt. Unter Beachtung der neuen Hygienevorschriften in Berlin haben wir seit Ende der Sommerferien eine normale Vorbereitung für die Mannschaft absolvieren können. Mit drei Ball- und einer Athletikeinheit versuchen wir, die Spieler schnellstmöglich an das höhere Spielniveau in der Regionalliga zu gewöhnen.

2. Der Aufstiegskader wurde aus verschiedenen Gründen komplett umstrukturiert. Als erstes wurden im Sommer die Trainerpositionen mit mir und Tobias Grösch neu besetzt. BTSC-Cheftrainer Michael "Gustav" Lenck hat die Mannschaft zum Aufstieg geführt und wird in dieser Saison im jüngeren Bereich weitere Jungs ausbilden. Aufgrund des Studiums in anderen Städten sind einige Nachwuchs-Leistungsträger der Mannschaft in der Regionalliga nicht mehr dabei und stehen dem Verein nur noch zu den Jugendmeisterschaften zur Verfügung. Demzufolge wurde der Kader der letzten Saison mit jüngeren Spielern aufgefüllt, so dass die Jahrgänge 2004 bis 2005 in der Regionalliga zum Einsatz kommen. Wir gehen also fast ausschließlich mit Nachwuchsspieler in die neue Spielzeit.

3. Die Mannschaft ist als Aufsteiger vermutlich das jüngste Team in der Regionalliga. Nichtsdestotrotz möchten wir uns immer auf die beste Art und Weise präsentieren und sind hoch motiviert. Wir glauben daran, dass unsere Vorbereitung ausreichend war, um uns so hoch wie möglich in der Tabelle zu platzieren.

 

Wie gehen die Frauen in die neue Saison?

Vor einer Woche hatten wir an dieser Stelle vier Trainer und Trainerinnen aus der Frauenstaffel für die neue Saison 2020/2021 zu Wort kommen lassen. Heute folgen weitere Trainerstimmen, wobei von den insgesamt 13 Mannschaften der TSV Wedding, VC Blau-Weiß Brandenburg und VC Bitterfeld-Wolfen nicht auf die drei nachfolgenden Fragen geantwortet haben.

 

1. Wie hat sich die Mannschaft unter der Corona-Pandemie auf die neue Saison vorbereitet?

2. Welche personellen Veränderungen gibt es im Vergleich zur vorigen Saison?

3. Mit welchen Zielen geht die Mannschaft ins neue Spieljahr?

 

Björn Matthes, Trainer des SC Potsdam II

Personalien: Björn Matthes ist seit vier Jahren in Potsdam tätig. Neben seinem Traineramt beim Regionalligisten ist er auch Landestrainer und Stützpunktverantwortlicher Trainer beim Olympiastützpunkt.

1. Im Lockdown konnten wir ähnlich wenig am Ball arbeiten wie andere Ballsportarten, stattdessen haben wir uns mit Grundlagentraining und sportlichen Herausforderungen fit gehalten. Ab Mai durfte man am Stützpunkt unter sehr strengen Auflagen wieder trainieren. Das war und ist sicher ein Vorteil gegenüber anderen Teams. Die Vorbereitungsphase lief eigentlich wie gewohnt ab, bis zu dem Moment, an dem in Brandenburg das Sportverbot für Ü27-Jährige verhängt wurde und sich die Saison damit nochmal um einen Monat verschoben hat.

2. Wie jedes Jahr stellt sich das Perspektivteam des SC Potsdam neu auf und muss sich neu finden. Der Saisonauftakt mit dem 3:0-Heimsieg gegen Braunsbedra ist aber schon ganz gut gelungen.

3. Im Fokus liegt die individuelle Entwicklung der Spielerinnen, aber auch als Team möchte sich die Mannschaft weiterentwickeln und einen Platz im Vorderfeld der Tabelle erreichen.

 

Janine Dreher, Trainerin der WSG Reform Magdeburg

Personalien:Janine Dreher spielt selbst schon viele Jahre Volleyball und hat auch einige Jugend- und Erwachsenenmannschaften trainiert. Nachdem sie vor ihrer Babypause als Libera agierte, steigt sie nun in dieser Saison als Trainerin und gelegentliche Lückenfüllerin wieder ein.

1. Mit der Möglichkeit unter Beachtung der Hygieneregeln wieder beachen gehen zu können, haben wir einmal pro Woche trainiert. Seit Schuljahresbeginn stehen wir wieder regelmäßig in der Halle.

2. Unsere Jugendspielerinnen sind zum Lokalrivalen USC Magdeburg gewechselt, um sich in der Dritten Liga Nord zu bewähren. Zwei Spielerinnen konnten wir dazu gewinnen. Das Traineramt teilen sich Frank Weißleder und ich.

3. Wir schauen von Spiel zu Spiel und hoffen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

 

Jörg Papenheim, Trainer des Berliner VV Vorwärts

Personalien: Der 46-jäjrige Jörg Papenheim hat die B-Trainerlizenz und ist mit Unterbrechungen seit 1994 Trainer im weiblichen Bereich - mit einem einjährigen Ausflug zu einer Männermannschaft.

1. Wir haben Anfang Juli wieder mit Hallentraining begonnen, davor haben die Spielerinnen gebeacht und andere Sportarten betrieben. Seither haben wir zwei Mal die Woche trainiert und absolvierten vor dem ersten Saisonspiel unser fünftes Vorbereitungsspiel.

2. Mit Linda Damerau, Chantal Vogel und Rike Rupf gibt es drei Abgänge. Neuzugänge sind Marie Hoffmann (Mittelblock), Anne Pape (Mittelblock) und Lisa Timm (Zuspiel), die letzte Saison schon ausgeholfen hat, sowie Rückkehrerin Nicole Stadie (Mittelblock). Somit haben wir aktuell einen 20er Kader, was für die Trainingsarbeit herausfordernd ist.

3. Unser Ziel ist der direkte Wiederaufstieg in die Dritte Liga Nord. Zudem wollen wir sowohl vom Spielsystem her, als auch von der individuellen Entwicklung der Spielerinnen einen weiteren, spürbaren Entwicklungsschritt machen.

 

Stefan Klosz, Trainer des BBSC Berlin III

Personalien: Der 32-jährige Stefan Klosz arbeitet in Berlin als Entwicklungsleiter für Analysentechnik in der Spurenanalytik für Wasser im Kraftwerksbereich. In der Vergangenheit engagierte er sich eigentlich als Trainer beim BBSC für die U16 und die Kreisliga, aber als der letztjährige Trainer der Regionalliga wegfiel, hat er sich entschlossen, die Mannschaft in dieser Saison zu unterstützen. Zusammen mit seinem Co-Trainer Michael Irrling. betreut das Duo jetzt also die Mannschaften des BBSC III (Regionalliga), BBSC VI (Kreisliga), BBSC VII (Neueinsteiger) sowie die Jugendkader der U16 und U18 II.

1. Der BBSC hat ein aufwendiges Hygienekonzepte erstellt, das zum einen die Vermischung von Trainingsgruppen und die Gruppengröße klar begrenzte. Auch wird eine Nachverfolgung eines jeden Kontakts durch aufwendige Dokumentation gewährleistet. Das Training und damit auch die Sichtungstermine für potenzielle Neuzugänge begannen Ende Juni.

2. Die Mannschaft hat sich personell stark verändert. Zum einen gibt es einen neuen Trainerstab mit Stefan Klosz und Michael Irrling. Zum anderen konnte trotz vieler Abgänge ein Kader von 16 Mädchen zusammengestellt werden, bei dem vor allem die weitere Förderung junger Sportlerinnen im Vordergrund steht.

3. Angesichts der neuen Konstellation will sich die Mannschaft natürlich erst einmal finden und als Team zusammenwachsen. Wichtig für uns alle ist es, so glaube ich, dass wir eine Volleyballsaison auch unter diesen besonderen Umständen spielen können. Natürlich wollen wir die Liga halten und uns nach der letzten doch sehr schwierigen Saison in der Regionalliga beweisen.

 

Kristin Rumi, Trainerin des SV Braunsbedra

Personalien: Kristin Rumi ist Spieler-Trainerin und wurde als Mittelblockerin zur Zuspielerin sozusagen umgepolt.

1. Da in Sachsen-Anhalt die Infektionszahlen vergleichsweise niedrig waren, verlief die Vorbereitungsphase weitestgehend ähnlich wie in den Vorjahren. Dank des großräumigen und gut ausgestatteten Vereinsgeländes startete eine kleine Spielerinnengruppe Ende Juli mit Beachvolleyball und Athletiktraining im Leichtathletik-Stadion. Ab Mitte August stießen dann weitere Spielerinnen, die bis dato im Urlaub waren, hinzu. So konnten wir die Saisonvorbereitung in der Halle fortführen. Die Abstandsregelungen, die aufgrund der Corona-Eindämmungsverordnung nötig waren, zwangen uns bis Anfang September vorerst nur ein spielnahes Training durchzuführen. Seit etwa vier Wochen absolvieren wir das Balltraining mit Spielsimulationen, das mit dem Training vor der Corona-Pandemie vergleichbar ist. Leider sind wir derzeit jedoch vom Verletzungspech geplagt. Fünf Spielerinnen des 12er Kaders trainieren derzeit nur eingeschränkt, so dass ein richtiges Mannschaftstraining bislang auf der Strecke geblieben ist. Aus diesem Grund konnten wir auch an keinem Vorbereitungsturnier teilnehmen. Der spätere Saisonstart kam uns damit quasi gelegen. Jetzt hoffen wir auf schnelle Genesung aller, damit wir möglichst bald gemeinsam trainieren können.

2. Der Spielerkader hat sich nur minimal verändert. Während wir nur einen Abgang zu verzeichnen haben, ergänzen eine Ehemalige, eine Jugendspielerin und eine Oberliga-Erfahrene den dezimierten Kader der letzten Saison. Abgesehen von der Integrierung der neuen Teammitglieder ist die größere Herausforderung jedoch den Positionswechsel im Zuspiel zu kompensieren. Auf diesen zentralen Posten gehen wir in die Saison mit einer Mittelblockerin, die ab sofort das Spiel aus einer anderen Perspektive leiten muss. Unsere langjährige Zuspielerin sorgt für Nachwuchs und fällt damit vorerst als Spielerin aus. Sie unterstützt uns jedoch auf der Trainerbank. Denn auch hier mussten wir einen herben Verlust verkraften. Der Bundesliga-Spieler des benachbarten Zweitligisten Chemie Volley Mitteldeutschland, der uns letzte Saison coachte, steht aufgrund seiner neuen Vertragsverpflichtung beim VC Bitterfeld-Wolfen nicht mehr an der Seitenlinie. Da wir bisher keinen Nachfolger gefunden haben, wurde das Amt folglich wieder intern vergeben und liegt erneut in den Händen der Spieler-Trainerin, deren Doppelfunktion ich weiter ausübe.

3. Aus unserer Sicht wird die Regionalliga mit fünf neuen Mannschaften neu gemischt und ist damit zunächst schwer einzuschätzen. Hinzu kommt die Neuformierung des eigenen Kaders, der nach dem jetzigen Stand noch einige Zeit brauchen wird, um an die Leistung aus dem Vorjahr anzuknüpfen. Auch wenn es nach einer Floskel klingt, aber unser Ziel in erster Linie gesund zu bleiben und uns im Saisonverlauf spielerisch weiterzuentwickeln. Nach der Hinrunde schauen wir mal, wo die Reise zum Ende hingehen kann – vorausgesetzt, sie endet nicht wieder vorzeitig in einem Lockdown.

 

Franziska Brauns, Trainerin des Marzahner VC

Personalien: Die 27-jährige Franziska Brauns ist im zweiten Jahr als Trainerin beim Marzahner VC. Nach zwei Knie-Operationen im letzten Jahr hat sie sich entschieden, nicht auf das Spielfeld zurückzukehren, sondern auf die Trainerbank zu wechseln. In den Jahren davor war sie bereits drei Jahre als Spielertrainer unterwegs und kennt also den Großteil der Mädchen gut.

1. Natürlich gab es viel mehr Vorbereitungszeit als in den vergangenen Jahren. Das ist grundsätzlich für den Trainer immer positiv. Allerdings hatten meine Co Trainerin und ich irgendwann schon das Gefühl, dass die Mädchen ein „Ziel“ brauchen. Wir wussten ja anfangs gar nicht, wann und wie überhaupt die Saison starten wird. Daher gab es bei uns viele Testspiele, damit wenigstens ein wenig der Wettkampf simuliert werden konnte.

2. Wir haben im Vergleich zur letzten Saison einige Abgänge und konnten die meisten Stammkräfte halten. Allerdings hat uns unsere erste Zuspielerin verlassen und unsere Annahme-sicherste Außenangreiferin macht Babypause, was uns natürlich erstmal vor Probleme gestellt hat. Allerdings konnten wir sechs Neuzugänge vermelden, darunter sind drei Jugendspielerinnen aus unserem Verein. Das Team ist also wesentlich jünger als im letzten Jahr.

3. Oberste Priorität hat der Klassenerhalt. Wir sind uns bewusst, dass diese Saison durch und durch eine besonders ist und am Ende vier Teams absteigen müssen. Durch die Neuformierung des Teams liegt meine Priorität erst einmal darauf, dass die Mannschaft ins Spiel findet und als Einheit auftritt. Ich denke, damit haben wir zunächst genug zu tun.

 

Sarah Stather vom TSV Wedding

Personalien: Der Trainer Erik Lachmann ist im Urlaub ist. Die Antworten hat Sarah Stather jetzt erst übermittelt.

1. Während des Verbots für Kontaktsportarten haben wir uns regelmäßig (über online) getroffen und zumindest über Skype gemeinsam an der Fitness gearbeitet, ansonsten war jeder individuell tätig. Im Sommer waren wir regelmäßig im Team sowie individuell beachen. Mit der Öffnung des Verbots für Indoorsportarten haben wir wieder regelmäßig einmal die Woche den Trainingsbetrieb aufgenommen, da unsere normale Trainingshalle momentan noch Schadstoff-belastet ist und wir auf alternative Hallen ausweichen mussten.

2. Es hat vier Abgänge sowie zwei temporäre Abgänge durch Schwangerschaft und Auslandsaufenthalt gegeben. Hinzu gekommen sind drei Spielerinnen.

3. Zunächst freuen wir uns erstmal, überhaupt den Wettkampfbetrieb wieder starten zu können. Für die Saison ist das Zusammenwachsen wichtig. Wir wollen unter den gegebenen Umständen das Beste daraus machen. Das ist Ziel der Klassenerhalt.

Jürgen Holz, langjähriger Regionalpressewart Nordost

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