Regionalliga Nordost: Staffeltag per Videokonferenz

Wie geht es in diesen Corona-Zeiten mit der Saison 2020/2021 weiter? / Der Spielbetrieb soll so gut wie möglich fortgesetzt werden / Neue Bewertung der Lage zum Jahresende

 

Angesichts der bundesweit dramatisch ansteigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus und nicht zuletzt auch aufgrund der schon jetzt aus Hygiene- und Sicherheitsgründen erfolgten und sich weiter ankündigenden Spielabsagen in der Regionalliga Nordost – hiervon sind insbesondere die Frauenmannschaften aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt betroffen - hat der RSA-Vorsitzende und Regionalspielwart Uwe Näthler zu einen Staffeltag per Videokonferenz angeregt, um mit den Vereinen die Lage und das weitere Vorgehen in dieser Saison zu besprechen. Neben den beiden Staffelleitern Daniela Raßmann (Männer) und Albrecht Pfefferkorn (Frauen) nahmen Vertreter fast aller Regionalligamannschaften an dieser Premiere am 23. Oktober teil.

Nach dem gegenwärtigem Stand zeichnet sich ab, dass die Rückrunde nicht oder zumindest nicht komplett ausgetragen werden kann. Uwe Näthler unterbreitete deshalb einen Vorschlag, wonach nach der Hinrunde ein Splittung der Männer- und Frauenstaffeln erfolgt, um gegebenenfalls eine einfache Meisterrunde (Plätze 1 bis 6) sowie eine einfache Abstiegsrunde (Plätze 7 bis 12, Frauen bis Platz 13) auszutragen. In der fast anderthalbstündigen Videokonferenzschaltung wurden Für und Wider engagiert diskutiert. Deutlich wurde auch, dass die Vereine auf der Grundlage von Hygienekonzepten mit viel Engagement dabei sind, eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Das betrifft beispielsweise auch die ständig kontrollierte Maskenpflicht der Zuschauer, der Spielerinnen und Spieler auf der Ersatzbank und vieles mehr.

Fest steht allerdings, dass sich die Risikolage in den jeweiligen Gebieten schnell ändert, was die zuständigen Gesundheitsbehörden und andere Ämter auch zu wechselnden Entscheidungen veranlasst. Von daher müsse Woche für Woche, von einem Spieltag auf den anderen entschieden werden, ob der Spielbetrieb stattfinden kann oder abgesagt werden muss. Überlegungen hinsichtlich einer „kollektiven Spielpause“, um je nach regionaler Entwicklung in vier oder acht Wochen über den Fortgang der Saison neu zu entscheiden, wurden mehrheitlich verworfen.

Nahezu einmütiger Tenor war, auch unter den widrigen und unkalkulierbaren Umständen vorerst die Saison mit der Hinrunde fortzusetzen und zu einem späteren Zeitpunkt etwa Ende Dezember über neue Varianten zu entscheiden. Gefordert wurde eine größtmögliche Transparenz der Absagegründe. Die Vereine mahnten in diesem Zusammenhang mit Nachdruck an, dass die corona-bedingten Spielabsagen gegenüber den Staffelleitern glaubhaft gemacht und die Absagegründe konkret benannt werden müssen, um eine mögliche Wettbewerbsverzerrung oder Manipulation auszuschließen. Übereinstimmung gab es auch dahingehend, dass die Spielabsagen keine Sanktionen, wie sie in der Regionalspielordnung vorgeschrieben sind, nach sich ziehen. Auch wurde auf einen Katalog von Maßnahmen unter diesen speziellen Bedingungen verzichtet. Oberstes Gebot sei, dass sich alle mit größter Konsequenz an die Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen halten. Nur dann könne man hoffen, dass der Volleyballsport nicht auf Dauer weiteren Schaden nimmt.

Jürgen Holz

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