Start in die Saison 2021/2022 in der Regionalliga Nordost

Wie sehen die Trainer bei den Frauenmannschaften die neue Saison: Rückblick und Vorschau

 

Endlich wieder richtig Volleyball unterm Hallendach! Nach der letzten regulären Meisterschaft 2018/2019 der Regionalliga Nordost mit den Titelträgern SG Rotation Prenzlauer Berg III (Frauen) und TSGL Schöneiche II (Männer) wurde die darauffolgende Saison 2019/2020 coronabedingt im März 2020 vorzeitig abgebrochen. Die mit soviel Hoffnungen gestartete Spielzeit 2020/2021 musste schließlich nach nur drei Spieltagen erst vorübergehend und den endgültig abgebrochen werden. Seitdem pausierte der Volleyball unterm Hallendach.

Nun also geht es an diesem Wochenende einmal mehr mit großen Hoffnungen, da und dort auch mit großen Erwartungen in die 33. Spielzeit 2021/2022 der Regionalliga Nordost mit den ersten drei Spielen bei den Frauen, die – im Gegensatz zu den erst am 25. September in die neue Saison gehenden Männer - nach einem neuen Modus ausgetragen wird. Denn aufgrund der Staffelstärke mit 13 Mannschaften wird das Frauenfeld zunächst in zwei Vorrundenstaffeln A und B aufgeteilt. Nach den üblichen Hin- und Rückspielen werden dann in einer Final- und einer Abstiegsrunde der Titelträger und die drei regulären Absteiger (bei drei Aufsteigern aus den unteren Ligen und keinen Absteiger aus der Dritten Liga Nord) ermittelt.

Frauenstaffel A (7 Mannschaften)

(in Klammern die Platzierung bei Abbruch der Saison 2019/2020)

WSG Reform Magdeburg (7.)

VC Blau-Weiß Brandenburg (8.)

Marzahner VC (9.)

VC Bitterfeld-Wolfen (10.)

VT Rudow-Altglienicke (Aufsteiger Berlinliga)

VfK Berlin-Südwest (Aufsteiger Berlinliga)

VC Olympia Berlin II (Sonderspielrecht)

Frauenstaffel B (6 Mannschaften)

(in Klammern die Platzierung bei Abbruch der Saison 2019/2020)

SV Braunsbedra (1.)

SG Rotation Prenzlauer Berg II (Berlinliga)

TSV Berlin Wedding (Aufsteiger Berlinliga)

BBSC Berlin III (11.)

Berliner VV (Absteiger Dritte Liga Nord)

KSC ASAHI Spremberg (Aufsteiger Brandenburgliga)

 

Zum Saisonauftakt spielen aus der Staffel A WSG Reform Magdeburg gegen VT Rudow-Altglienicke, VC Bitterfeld-Wolfen gegen Marzahner VC und VC Blau-Weiß Brandenburg gegen VfK Berlin-Südwest. Spielfrei ist der VC Olympia Berlin II. Die Staffel B nimmt die Saison zeitgleich mit den Männern am 25. September auf.

Der langjährige Regionalpressewart JÜRGEN HOLZ hat sich zunächst bei den Frauen umgehört und an die Mannschaften, Trainer oder Betreuer vier Fragen gerichtet. Die Umfrage wird bei den Frauen fortgesetzt, sobald die angeforderten Antworten aus den Vereinen vorliegen. Bei den Männern wird die Umfrage vor dem Saisonauftakt Ende September gestartet. Die vier Fragen an alle Frauenteams sind:

1. Wie hat die Mannschaft die so lange volleyballfreie Zeit überbrückt?

2. Wie sieht die Mannschaft für die neue Saison aus?

3. Mit welchen Erwartungen geht man in die neue Saison?

4. Wer sind für euch die Titelfavoriten?

 

Morten Gronwald, Trainer des VT Rudow-Altglienicke:

1. Jede Spielerin hat sich fit gehalten soweit es ging. Da ich erst im Mai die Mannschaft übernommen hatte, bleibt vieles im Dunkeln. Aber sobald wir durften, sind wir an den Start gegangen und haben den ganzen Sommer über trainiert.

2. Die Coronazeit hat die „Nachwuchsarbeit“ sozusagen gefördert, wobei die Mütter erst in Zukunft wieder ins Team zurückkehren werden. Eine feste Zusage ist kurz vor Saisonbeginn abgesprungen, aber mit vier neuen Zugängen konnten wir den Kader gut verstärken. Des Weiteren trainieren fünf Nachwuchsspielerinnen mit dem Team und warten auf ihre Chance in der Regionalliga.

3. Der neue Spielmodus ist machbar. Nur nach welchen Gesichtspunkten die beiden Staffeln zusammengestellt wurden, bleibt mir ein Rätsel. Unser Saisonziel ist, in die Final- und damit in die Aufstiegsrunde zu kommen und vor allem natürlich guten Volleyball zu spielen.

4. Aufsteigen wird das Team, das es am Ende auch wirklich will. Da mir die Mannschaften in ihrer Spielweise nicht bekannt sind, möchte ich auch nicht in die Glaskugel schauen und irgendwelche gewagten Prognosen abgeben.

 

Franzi Brauns, Trainerin des Marzahner VC:

1. Es war natürlich eine harte Zeit so ganz ohne Volleyball, der so lange so viel der Freizeit eingenommen hat. Wir haben versucht, uns in der Zeit mit online Treffen und Workouts zu beschäftigen. Insgesamt haben wir eigentlich den Großteil unseres Kaders erhalten können.

2. Es gibt ein paar kleine personelle Veränderungen. Auf der Mittelblockposition werden wir nun vermehrt auf Jugendspieler zurückgreifen müssen. Ansonsten hat sich nicht so viel verändert.

3. Wir sind sehr gespannt, wie positiv oder negativ sich der neue Spielmodus am Ende wirklich auswirken wird. Wir sind offen dafür und auch froh, dass dadurch weniger Wochenenden besetzt sind. Ansonsten ist unser Ziel, dass wir gerade unsere jüngsten gut ins Team aufnehmen können und als Mannschaft nach der langen Spielpause unser optimales Spiel finden.

4. Das ist schwer zu beurteilen. Spannend wird die Saison vor allem dann, wenn es darum geht, wer um die Meisterschaft und wer um den Abstieg spielt. Wir werden sehen, wie alle Teams die lange Pause verkraftet haben.

 

Jens Tietböhl, Bundestrainer Nachwuchs beim Bundesstützpunkt VC Olympia Berlin II:

1. Die Mannschaft ist seit dem 1. August am Bundesstützpunkt Berlin zusammengefasst und wird für ein hoffentlich hohes Volleyballniveau aufgebaut. In der Corona-Zeit konnten die Spielerinnen in ihren Heimatvereinen kaum trainieren.

2. Wir bilden aktuell den Jahrgang 2006/2007 in Berlin aus. Die Spielerinnen kommen aus Berlin, Potsdam, Hamburg, Schwerte, Spelle, Heppenheim, Wiesbaden, Bitterfeld.

3. Wir trainieren, um zu gewinnen! In den ersten Matchs werden wir sicherlich noch viel Lehrgeld zahlen, aber es wird eine Entwicklung geben. Den neuen Modus finden wir sehr gut. Es dürfte oben wie unten richtig spannend werden.

4. Ich glaube, dass Blau-Weiß Brandenburg und Braunsbedra um die Meisterschaft spielen werden.

Jürgen Holz

 

 

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