Start in die Saison 2021/2022 der Regionalliga Nordost - Teil 2

Eine Umfrage: Wie gehen die Frauen- und Männermannschaften in die neue Saison?

 

Letzte aktualisierte Fassung mit DKJ Westen 23 Berlin - Stand 16. Oktober 2021 um 12 Uhr

 

Nun ist die Saison 2021/2022 in der Regionalliga Nordost bei den Frauen und Männern endlich losgegangen. Diese 33. Spielzeit in der Geschichte der 1991 eingeführten Regionalliga Nordost unterscheidet sich von ihren Vorgängerinnen insofern, als die Frauen ihre Meisterschaft nach einem veränderten Spielsystem austragen. Aufgrund der Staffelstärke mit 13 Mannschaften wird das Frauenfeld zunächst in zwei Vorrundenstaffeln A und B aufgeteilt. Nach den üblichen Hin- und Rückspielen werden dann in einer Final- und einer Abstiegsrunde der Titelträger und die drei Absteiger ermittelt.

Bei den Männern nehmen 11 Mannschaften die neue Saison auf. Hier wird nach dem bislang üblichen Hin- und Rückspielmodus "jeder gegen jeden“ gespielt. Vorgesehen ist, dass ab der Saison 2022/2023 generell nach dem bei den Frauen erstmals praktizierten Modus verfahren wird. Dazu hat der Regionalspielausschuss (RSA) Nordost eine Umfrage unter allen Regionalligamannschaften der Frauen und Männer gestartet, die spätestens am 25. März 2022 endet. Für die Einführung des neuen Spielsystems ist allerdings eine Zweidrittelmehrheit notwendig.

 

Der langjährige Regionalpressewart JÜRGEN HOLZ hat vor zehn Tagen auf dieser Website eine Umfrage unter den Frauenmannschaften gestartet und den Teams, Trainern und Betreuern vier Fragen gestellt. Die ersten Antworten von VT Rudow-Altglienicke, Marzahner VC und VC Olympia Berlin II sind auf dieser Homepage nachzulesen. Heute wird die Umfrage unter den Frauen- und Männermannschaften fortgesetzt. Weitere Umfrageergebnisse werden folgen, sobald die noch ausstehenden Antworten vorliegen.

Zur besseren Orientierung hier noch einmal die Zusammensetzung der Starterfelder bei den Frauen und Männern:

Frauenstaffel A (7 Mannschaften)

(in Klammern die Platzierung bei Abbruch der Saison 2019/2020)

WSG Reform Magdeburg (7.)

VC Blau-Weiß Brandenburg (8.)

Marzahner VC (9.)

VC Bitterfeld-Wolfen (10.)

VT Rudow-Altglienicke (Aufsteiger Berlinliga)

VfK Berlin-Südwest (Aufsteiger Berlinliga)

VC Olympia Berlin II (Sonderspielrecht)

Frauenstaffel B (6 Mannschaften)

(in Klammern die Platzierung bei Abbruch der Saison 2019/2020)

SV Braunsbedra (1.)

SG Rotation Prenzlauer Berg II (Berlinliga)

TSV Berlin Wedding (Aufsteiger Berlinliga)

BBSC Berlin III (11.)

Berliner VV (Absteiger Dritte Liga Nord)

KSC ASAHI Spremberg (Aufsteiger Brandenburgliga)

Männerstaffel (11 Mannschaften)

(in Klammern die Platzierung bei Abbruch der Saison 2019/2020)

TSGL Schöneiche II (1.)

SG Prieros / KW (4.)

SG Rotation Prenzlauer Berg (7.)

DJK Westen 23 Berlin (8.)

USV Halle Volleys (9.)

TKC Wriezen (Rückzug Dritte Liga Nord)

VfK Berlin-Südwest (Absteiger Dritte Liga Nord)

Berliner TSC (Aufsteiger Berlinliga)

Burger VC 99 (Aufsteiger Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

Cottbuser VV (Aufsteiger Brandenburgliga)

Elsterwerdaer SV 94 (Aufsteiger Brandenburgliga)

 

Die vier Fragen

1. Wie hat die Mannschaft die so lange volleyballfreie Zeit überbrückt?

2. Wie sieht die Mannschaft für die neue Saison aus?

3. Mit welchen Erwartungen geht man in die neue Saison?

4. Wer sind für euch die Titelfavoriten?

 

Kristin Rumi, Trainerin und Spielerin des SV Braunsbedra

1. Die volleyballfreie Zeit gestaltete jede der Spielerinnen unterschiedlich. Während sich die einen neue Hobbys suchten oder einfach mal ihre Freizeit ohne sportliche Verpflichtungen genossen, hielten sich andere mit Individualsport fit. Letztlich fanden alle bisherigen Spielerinnen glücklicherweise aus ihrer Komfortzone wieder zurück in die Trainingsstätte.

2. Bereits in der letzten Saison war der Kader mit 10 Spielerinnen sehr dünn besetzt. Nachdem wir vier Abgänge im Sommer verbuchen mussten, können wir erfreulicherweise auch vier neue Teammitglieder begrüßen. Die Neuzugänge sorgen für frischen Wind, stellen uns jedoch zugleich vor eine große Herausforderung, zumal vor allem die spielentscheidende Zuspielposition ein neues Gesicht bekommt. Da wir leider auch weiterhin keine/n offizielle/n Trainer/in finden konnten, obliegt das Amt folglich weiterhin einer Spielerin.

3. Aufgrund der langen Spielpause ist die Liga nur schwer einzuschätzen. Man weiß nicht, mit welchen Spielerinnen die Teams mittlerweile besetzt sind und wie diese nach fehlender Praxiserfahrung jetzt agieren, zumal alle auch älter geworden sind. Genau wegen des steigenden Alters und des Zuwachses der Volleyballfamilie sind wir zufrieden mit dem neuen Modus, der weniger Spieltage und damit mehr Freizeit bedeutet. Unser Ziel ist in erster Linie, gesund zu bleiben und uns im weiteren Saisonverlauf spielerisch weiterzuentwickeln. Ob es für die A-Finalrunde reicht, schauen wir nach den ersten Spieltagen. Als Titelfavoriten sehen wir in dieser Saison ganz klar andere.

4. Betrachtet man die letzten zwei Saisons, so stehen am Saisonende aus unserer Sicht der Drittliga-Absteiger Berliner VV sowie der Regionalliga-Aufsteiger KSC ASAHI Spremberg
unter den Top 3.

 

Sebastian Pfeiffer, Trainer des VC Blau-Weiß Brandenburg

1. Für die erste Zeit des Winter-Lockdowns konnten sich die Spielerinnen um private Angelegenheiten kümmern bzw. durften einige der Spielerinnen noch Landeskadertraining wahrnehmen. Ab 2021 starteten wir neben den optionalen Heimtrainingsplänen für drinnen und draußen auch mit einem vereinsübergreifenden Onlinetraining, welches einige der Spielerinnen wahrgenommen haben, einige regelmäßiger, andere unregelmäßiger. Als es die Temperaturen und Verordnungen zuließen, sind wir auf Rasen und Sand im Freien ausgewichen. Zwei der älteren Spielerinnen hatten in der Zwischenzeit unseren Kader verlassen, aber der Lockdown war nur ein Anlass, nicht der Grund.

2. Wir konnten weiterhin - wie in der letzten Saison geplant - Jugendspielerinnen aus unseren Nachwuchsteams in unsere Mannschaft integrieren. Weiterhin gelang es uns, weitere zwei Spielerinnen für den Mittelblock und Außenangriff zu gewinnen. Eine ist inzwischen nach Brandenburg gezogen, die andere pendelt aus Potsdam mit einer Freundin, die bereits bei uns spielte.

3. Den neuen Modus begrüße ich sehr. Da wir uns in der Regionalliga immer noch im Freizeitbereich bewegen, kommt uns die Entzerrung des Spielplans in Bezug auf die freien Wochenenden entgegen. So haben Trainer und Spielerinnen hin und wieder etwas mehr Luft für Privates oder aber auch für zusätzliche Tests oder Vereinsmaßnahmen. Ich glaube, so gelingt es uns eher, dass Mannschaften nachhaltig der Liga und überhaupt dem Sport erhalten bleiben. Unser Ziel für diese Saison ist es, die obere Runde der zweiten Saisonhälfte zu erreichen. Das gäbe uns frühzeitig Planungssicherheit für die nächste Saison und Ruhe bezüglich des Wunsches, in der Regionalliga zu bleiben.

4. Ich glaube, dass es jede Mannschaft schwer haben wird, den Aufsteiger KSC ASAHI Spremberg zu schlagen, wenn diese konstant in Bestbesetzung antreten können. Über den Saisonverlauf betrachtet sollten wir jedoch die jungen Talente vom VCO Berlin nicht unterschätzen. Viele der Mädchen kenne ich bereits aus Jugendmaßnahmen und weiß, dass viel Potenzial in dem Team steckt.

 

Thomas Murach, Vizekapitän der Männer des TSGL Schöneiche II

1. In den ersten Monaten nach Ende des Spielbetriebs im Oktober 2020 herrschte zunächst Funkstille. Gegen Ende des Jahres 2020/Anfang 2021 begann die Durchführung regelmäßiger, aber fakultativer Fitnesseinheiten, bei denen jeder Teilnehmer zu Hause Übungen durchführte, dabei aber online mit anderen per Video und Ton verbunden war. Dies war für das Vereins- und Mannschaftszugehörigkeitsgefühl sehr wertvoll. Ins direkte Volleyballtraining sind wir erst vor einem Monat eingestiegen.

2. Wir haben relativ wenige Verluste zu beklagen. Ein Zuspieler hat uns Ende der vergangenen Saison verlassen, ebenso ein Mittelblocker. Neu an Bord haben wir einen Außenangreifer sowie einen Zuspieler. Ein weiterer Mittelblock fällt verletzungsbedingt zunächst aus. Da wir nach Ende der Saison 2019/2020 ebenfalls einige personelle Veränderungen zu kompensieren hatten, ist für die neue Saison zu erwarten, dass wir uns noch ein wenig im Kampf erproben und finden müssen.

3. Trotz großer Unsicherheiten über unsere eigene Leistung sowie der Leistung der anderen Mannschaften streben wir den Meistertitel an. Zum Spielmodus kann ich noch nicht viel sagen.

4. Ich zähle uns als Titelverteidiger dazu sowie den USV Halle oder die SG Prieros.

 

Thomas Rühl, Mannschaftsverantwortlicher der Männer des USV Halle

1. Die spielfreie Zeit wurde durch Alternativsportarten wie Wandern, Klettern, Laufen und Dart überbrückt. Der ein oder andere hat sich auch als Gamer für Videospiele probiert. Die Lust am Volleyball hat aber keiner verloren, eher im Gegenteil. Zur Vorbereitung waren sehr viele neue Gesichter in der Halle.

2. In erster Linie sieht die Mannschaft gut aus. Das Grundgerüst der Stammspieler wurde gehalten. Wir konnten uns mit gesetzten Spielern und ein paar jungen Ergänzungsspielern, die noch ins Team reinwachsen müssen, verstärken. Die wichtigsten personellen Veränderungen gab es auf der Zuspielposition durch den Abgang des Zuspielers nach Dessau in die Dritte Liga Nord sowie im Mittelblock durch den Gewinn eines Mittelblockers vom VC Bitterfeld-Wolfen aus der 2. Bundesliga.

3. Klares Ziel ist der Klassenerhalt und uns als Mannschaft zu finden.

4. Als Titelfavorit gilt die TSGL Schöneiche II. Wir würden uns als "Geheimfavoriten" sehen.

 

Jens Möbius, 2. Mannschaftsverantwortlicher der Männer des Elsterwerdaer SV 94

1. Der größere Teil des Teams hat sich individuell fit gehalten mit dem Fahrrad oder Laufen. Mancher hat daran auch dauerhaft Gefallen gefunden. So hat die Trainingsbeteiligung gegenüber dem letzten Jahr deutlich abgenommen. Bei einigen hat sich der Fokus deutlich verschoben. Was heißt: Die meisten sind dem Sport insgesamt treu geblieben. Aber bei anderen steht Volleyball nicht mehr unbedingt an erster Stelle.

2. Wir haben einen Abgang zu verzeichnen. Doch 50 Prozent des Teams wird auch nur noch zu 50 Prozent für die Spiele zur Verfügung stehen. Dies liegt vor allem an familiären Dingen. Zwei aktuell verletzte Spieler erschweren die Planung gleich zum Saisonstart.

3. Da nicht immer klar ist, wer uns an welchem Tag zur Verfügung steht, nehmen wir die Dinge, so wie sie sich entwickeln. Wir wollen aber versuchen, aus unseren Möglichkeiten das Beste herauszuholen. Zum angekündigten neuen Modus: Weniger Spieltage sind aus unserer Sicht in jedem Fall der richtige Weg.

4. Im Laufe der Saison kann vieles passiert. Entscheidend wird sein, dass es am Ende der Saison - im Gegensatz zu den beiden Vorsaisons - auch tatsächlich einen Meister geben wird. Wie der dann heißt, ist letztlich nicht ganz so wichtig.

 

David Delly, Zuspieler und 2. Mannschaftsverantwortlicher der Männer Cottbuser VV

1. Nach der Einstellung des Spielbetriebes im Herbst vorigen Jahres haben einige Spieler versucht, sich selbstständig fit zu halten. Hierzu gab es neben diversen Posts in Chat-Gruppen und Social-Media-Kanälen auch Online-Kurse, die durch den Verein organisiert wurden. Mit dem Ende des Lockdowns ging es für die Spieler wahlweise in die Halle oder in den Sand. Um wieder etwas gemeinsam erleben zu können, traf man sich draußen und führte verschiedene Leichtathletik- oder Beachvolleyballeinheiten in lockerer Runde durch. Hierbei wurden Spieler der ersten und zweiten Männermannschaft sozusagen gemixt. Da viele Spieler in Cottbus zu Hause sind und eine Familie haben, sind nur wenige Abgänge zu verzeichnen. Anzumerken ist, dass die Lust am Volleyball nicht weniger, sondern mit dem Entgegenfiebern der neuen Saison sogar noch größer geworden ist.

2. Der Kern der Mannschaft ist erhalten geblieben. Ein Spieler hat aufgrund von Familie und Studium den Volleyball vorerst an den Nagel gehängt und zwei weitere leben ihre Leidenschaft zum Volleyball künftig in der zweiten Mannschaft aus. Dafür haben wir aus der zweiten Mannschaft drei Spieler für die Regionalliga begeistern und hinzugewinnen können. Da auch unser bisheriger Trainer ein Volleyball-Sabatical eingelegt hat, wurde mit Sebastian Fritsche ein neuer Trainer gesucht und auch gefunden, was im Cottbuser Raum nicht so einfach ist. Er war vormals Spieler der ersten Männermannschaft und langjähriger Trainer im Jugendbereich beim SV Energie Cottbus.

3. Trotz der wenigen Abgänge und Zugänge geht die Mannschaft mit gemischten Gefühlen die Saison an. Der Aufstieg im letzten Jahr hat uns bisher nur wenige Einblicke in die Regionalliga Nordost gegeben, so dass der Großteil der Mannschaften für uns unbekannt ist. Wir werden versuchen, unsere bestmögliche Leistung abzurufen und mit unserer Spielphilosophie den einen oder anderen herauszufordern. Im Idealfall kann die Liga gehalten werden, so dass in der Lausitz Regionalliga-Volleyball weiterhin vertreten ist. Was den Spielmodus anbelangt, so wird der angedachte Modus einer zweigeteilten Staffel bei den Männern in dieser Saison nicht angewendet. Grund hierfür ist, dass nur 11 statt der geplanten 12 Mannschaften antreten. Daher können wir den Modus in der Praxis nicht beurteilen, wobei wir diesen grundsätzlich begrüßen. Dadurch wird der Spielplan entzerrt und die Fahrwege werden reduziert.

4. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ein eindeutiger Titelfavorit nur schwer auszumachen ist. Schaut man auf die Volleyballlandkarte, so sind sicherlich die Berliner und Randberliner Mannschaften Anwärter auf den Meisterthron, da sie in der Regel über ein dichtes Leistungsspektrum von potenziellen Spielern verfügen und auch ein Wechsel zwischen den Teams wesentlich einfacher ist.

 

Alex Kuhrt, Teamverantwortlicher der Männer der SG Prieros/KW

1. Am Anfang im November des letzten Jahres haben wir uns via Zoom versucht, fit zuhalten, wobei dies - je länger der Lockdown dauerte und desto mehr abzusehen war, dass die Saison abgebrochen werden wird - eingebrochen ist. Ab dem Frühjahr 2021 hat sich der Großteil des Teams mit Beachvolleyball fitgehalten. Ansonsten ist bei uns keiner abgesprungen, weil er keine Lust mehr am Volleyball hat.

2. Wir haben zwei Abgänge und einige Spieler, die sich aus privaten oder dienstlichen Gründen teilweise zurückziehen bzw. uns nur teilweise zur Verfügung stehen. Demgegenüber stehen bei uns fünf Neuzugängen, die entweder auch „nur“ teilweise oder komplett zur Verfügung stehen.

3. Wir haben uns als Ziel Top 3 gesetzt. Da die Regionalliga diese Saison weiterhin im bekannten Modus (Vor- und Rückrunde) spielt, ändert sich hier dementsprechend erstmal nichts für uns. Wie es ab der kommenden Saison aussieht, wird die aktuell laufende Umfrage unter den Teams im März entscheiden.

4. Titelkandidat ist meiner Meinung nach auf alle Fälle wie jedes Jahr die zweite Mannschaft der TSGL Schöneiche, die eigentlich immer oben mitspielt. Ansonsten denke ich, dass noch ein oder zwei Teams als „Geheimfavoriten“ oben mitspielen werden, die man aktuell absolut gar nicht auf dem Schirm hat.

 

Tilo Fischer, Trainer der SG Rotation Prenzlauer Berg

1. Wir hatten neun Monate kein Hallentraining und elf Monate kein Spiel mehr, aber abgesprungen ist deswegen keiner. Es gab nur einige berufs- und wohnortbedingte Abgänge.

2. Es gibt keine wichtigen personellen Veränderungen. Der Spielerstamm ist zusammengeblieben.

3. Wir spielen bei den Männern bekanntlich nach dem alten Modus. Von daher ändert sich nichts. Unser Ziel ist ein guter Mittelfeldplatz.

4. Ich tippe, dass Schöneiche wieder Meister wird.

 

Johannes Kilanowski, Trainer der Männer von DJK Westen 23 Berlin

1. Wir haben bis zum Sommer die Füße stillhalten müssen. Der eine oder andere hat die Zeit genutzt, um sich in den heimischen vier Wänden athletisch in Form zu bringen, manch anderer aber auch nicht. So sind wir mit recht heterogenen Voraussetzungen in eine kurze aber intensive Beachsaison gegangen. Mittlerweile sind nach der Hallenvorbereitung die meisten wieder auf einem hohen technischen und athletischen Niveau angekommen.

2. Abgesprungen ist coronabedingt keiner, aber ein paar leichte Verschiebungen im Kader haben sich aus familiären Gründen ergeben. Große personelle Veränderungen gab es aber keine. Unser Kader ist relativ groß, so dass wir im Training regelmäßig ein 6 gegen 6 hinbekommen. Der Kader umfasst allerdings auch einige Spieler im durchaus fortgeschrittenen Alters, die nicht mehr jede Trainingseinheit oder jedes Spiel mitmachen können, auch weil sie familiär sehr eingebunden sind. Unsere wichtigsten Neuverpflichtungen stammen noch aus der letzten Saison und kommen in dieser (hoffentlich kompletten!) Saison endlich voll zum Tragen. So haben wir einen technisch versierten Zuspieler und eine starke Mitte für uns gewinnen können, die beide auch gleich in den ersten Spielen dieser Saison voll eingeschlagen haben.

3. Unser klares und nicht unrealistisches Ziel ist es die Liga zu halten. Nach unserer erfolgreichen Debütsaison 2019/2020 freuen wir uns darauf, mit der gewonnen Erfahrung in unserer zweiten (dritten) Saison in der Regionalliga noch konstanter zu spielen und uns klar im Mittelfeld positionieren zu können. Auf Grund unseres Kaders, der seit der Bezirksligazeit vor vier Jahren nur punktuell verändert wurde, hängt das aber auch davon ab, wie verletzungsfrei unsere Leistungsträger durch die Saison kommen. Was den neuen Modus anbelangt, so sehen wir in eher kritisch. Ein echter Wettkampf kommt unserer Meinung nach nur auf, wenn alle Teams gegeneinander spielen. Die Spielstärke der jeweiligen Mannschaften ist vor der Saison nur bedingt einzuschätzen, so dass die Staffeleinteilungen zu großen Ungleichgewichten führen können. Wem das in der Regionalliga zu viele Spiele sind, der muss sich halt zurück in die Landesoberliga orientieren und jüngeren, ambitionierteren Teams und Spielern den Platz überlassen. Durch dieses System würde meines Erachtens die Lücke zu den Bundesligen nur noch weiter vergrößert.

4. Selbstverständlich sind die Favoriten wieder Schöneiche auf Grund ihres talentierten und spielstarken Kaders sowie Prieros/KW auf Grund ihrer Erfahrung.

Jürgen Holz

 

Anmerkung in eigener Sache: Leider hat es von etlichen Vereinen/Mannschaften bislang noch keine Rückmeldung gegeben. Es ergeht noch einmal die dringende Bitte an sie, bis zum Ende der nächsten Woche (Freitag, 15. Oktober) die Fragen zu beantworten.

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