Spielberichte Regionalliga Nordost 2016-2017

01.05.2017

Wochenumschau nach den Relegationsspielen: Frauen von SF Brandenburg 94 bleiben drin - Auch VSG Altglienicke steigt auf - SV Braunsbedra schafft Sprung in die Dritte Liga Nord

Aktualisierte Fassung - Montag, 8. Mai 2017, um 18 Uhr

Die vor drei Wochen beendete 26. Regionalligasaison Nordost ist wie üblich in die Verlängerung gegangen – mit den Relegationsspielen bei den Frauen und Männern am zurückliegenden Wochenende. Mit dem Schlusspfiff war allerdings für die Sieger und Platzierten dieser Relegation noch nicht entschieden, wohin ihr Weg für die neue Saison 2017/2018 führt. Denn offiziell läuft die Meldefrist am 2. Mai ab. Demzufolge steht für die Regionalliga Nordost auch erst dann fest, ob es überhaupt freie Plätze gibt. Um allerdings nicht urplötzlich vor vollendeten Tatsachen zu stehen, hatte der Regionalspielwart Uwe Näthler vorsorglich sowohl für die Frauen als auch für die Männer für den 29. April Relegationsspiele angesetzt. Schließlich ist es keiner aufstiegswilligen Mannschaft zuzumuten, zu einem noch späteren Saisonzeitpunkt irgendwelche Spiele auszutragen, um sich doch noch für die Regionalliga zu qualifizieren.

Bei den Frauen deutete die Ausgangslage zunächst darauf hin, dass es freie Plätze geben würde. Denn der Regionalmeister TSV Tempelhof-Mariendorf steigt bekanntlich in die Dritte Liga Nord auf, und von dort steigt keine Nordost-Mannschaft in die Regionalliga ab. Zudem hatte der Regionalligist SV Energie Cottbus angekündigt, sich aus dieser Spielklasse freiwillig in die Brandenburgliga zurückzuziehen. Aber kurz vor Ultimo hat Cottbus einen Rückzug vom Rückzug gemacht und doch für die Regionalliga gemeldet. Damit war eigentlich nur noch ein Platz in der Regionalliga frei.

Im Vorfeld der Relegation gab es also jede Menge Unwägbarkeiten. Hinzu kam, dass der SV Braunsbedra als Vierter der Regionalliga Nordost nach oben will. In den dafür nötigen Aufstiegsspielen zur Dritten Liga Nord traf Braunsbedra auf den Kieler TV II, Vierter der Regionalliga Nord. Braunsbedra setzte sich im Hinspiel in Kiel knapp mit 3:2 (25:20, 25:23, 22:25, 21:25, 15:6) und im Rückspiel zwei Tage später in eigener Halle mit 3:0 (25:22, 25:9, 25:21) durch. Doch ob Braunsbedra tatsächlich aufsteigen konnte, war ungewiss, weil es ganz danach aussah, als würde es gar keinen freien Platz in der Dritten Liga Nord geben. Inzwischen ist entschieden: Braunsbedra kann aufsteigen. (Siehe News Dritte Liga Nord.)

Aber das alles war zu Beginn der Relegation mit Gastgeber VSG Altglienicke (Dritter Berlinliga), PSV Halle (Dritter Landesoberliga Sachsen-Anhalt) und SF Brandenburg 94, als Drittletzter eigentlich Direktabsteiger aus der Regionalliga, nicht klar. Dementsprechend umkämpft war diese Dreierrunde. Hier setzte sich im Auftaktspiel Gastgeber Altglienicke mit 3:0 gegen Halle durch. Die Brandenburgerinnen, die um den unbedingten Verbleib in der vierthöchsten deutschen Spielklasse kämpften, schlugen anschließend Halle mit 3:0. Im Topduell der beiden Sieger behauptete sich SF Brandenburg 94 gegen VSG Altglienicke knapp mit 3:2 (25:16, 25:23, 23:25, 16:25, 15:10). Somit wurde Brandenburg ungeschlagen Relegationserster vor Altglienicke und dem sieglosen PSV Halle.

In dem Finalspiel war es schon imponierend, wie das unterklassige Team von Altglienicke einen 0:2-Satzrückstand gegen den Favoriten aus Brandenburg wettmachte und im Tiebreak das Spiel bis zum 6:8 offenhielt. André Hentschel, Teambetreuer bei Altglienicke, war dann auch keineswegs enttäuscht: „Vor einem Jahr hatten wir den Aufstieg in die Regionalliga verpasst, diesmal sind wir Relegationszweiter und müssen abwarten, ob das für den Aufstieg reicht. Nach dem 2:2-Satzausgleich gegen Brandenburg schien es, als würden wir auf Siegkurs sein. Aber die Brandenburgerinnen waren reifer und abgeklärter. Wir hatten ein paar personelle Probleme, weil unsere erste Zuspielerin fehlte. Zudem mussten wir unser Aufgebot mit Spielerinnen aus der Bezirksliga komplettierten.“ Mit dem Blick auf die nächste Saison meinte Hentschel: „Ich denke, dass wir im Falle eines Aufstiegs in die Regionalliga nicht gleich zum Kandidatenkreis der drei Absteiger zählen werden. Dabei setze ich auf die eine oder andere personelle Verstärkung vom BBSC, mit dem wir im Nachwuchsbereich kooperieren."

Der Hoffnungsgrad für Altglienicke auf ein Regionalliga-Debüt war zunächst schmal, aber durch den inzwischen möglichen Aufstieg des SV Braunsbedra in die Dritte Liga Nord wird Altglienickes Aufstiegstraum wahr.

Die Direktaufsteiger bei den Frauen sind TSV Wedding (Vizemeister Berlinliga), SG Einheit Zepernick (Dritter Brandenburgliga) und USV Halle (Vizemeister Landesoberliga Sachsen-Anhalt). Von den Landesmeistern hat die SG Rotation Prenzlauer Berg IV kein Aufstiegsrecht, weil dort bereits die zweite Mannschaft des Vereins vertreten ist. Der SV Energie Cottbus II verzichtet bekanntlich, und auch der Ex-Regionalligist Blankenburger VF 1991 hat den Aufstiegsverzicht erklärt. Die Direktabsteiger sind Marzahner VC und USC Magdeburg. Der eigentlich dritte Absteiger SF Brandenburg 94 wahrte seinen Regionalligaplatz als Sieger der Relegation.

Frauenstaffel für Saison 2017/2018 (in Klammern Platz in Saison 2016/2017)

SG Rotation Prenzlauer Berg II (2.)

USV Potsdam (3.)

VfK Berlin-Südwest (5.)

SV Energie Cottbus (6.)

BV Vorwärts (7.)

TSV Spandau 1860 (8.)

TSV Wedding (Aufsteiger/Vizemeister Berlinliga)

SG Einheit Zepernick (Aufsteiger/Dritter Brandenburgliga)

USV Halle (Aufsteiger/Vizemeister Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

SF Brandenburg 94 (9./1. in Relegation)

VSG Altglienicke (2. in Relegation)

Bei den Männern steigt der Regionalmeister SSV 80 Gardelegen in die Dritte Liga Nord auf. Von dort kehren der USC Magdeburg als Tabellenletzter und der BV Vorwärts als Drittletzter in die Regionalliga Nordost zurück. Das hatte zur Folge, dass es vier statt drei Absteiger mit SG Prieros (Zwangsabsteiger) sowie SG Rotation Prenzlauer Berg, MTV 1862 Wittenberg und BV Vorwärts II als Direktabsteiger gibt. Die drei Direktaufsteiger sind MTV Mariendorf (Zweiter Berlinliga), TSGL Schöneiche II (Meister Brandenburgliga) und PSV 90 Dessau/Dessau Volleys (Meister Landesoberliga Sachsen-Anhalt). Der Berliner Landesmeister BV Vorwärts III kann nicht aufsteigen, weil die erste Mannschaft des BVV aus der Dritten Liga in die Regionalliga absteigt.

Von daher war eigentlich kein Platz in der Regionalliga frei. Doch es gab ein Aufstiegsspiel zur 2. Bundesliga Nord zwischen dem VfL Pinneberg (Vierter Dritte Liga Nord) und dem TV Baden (Dritter Dritte Liga West). Würde sich hier Pinneberg durchsetzen, wäre in der Dritten Liga Nord ein Platz frei, der an den Nordost-Regionalligisten VfK Berlin-Südwest gegangen wäre, der sich zum Aufstieg bereit erklärt hatte. Damit wiederum hätte sich ein freier Regionalligaplatz ergeben. Der allerdings wäre zuerst an die SG Prieros als Zwangsabsteiger gegangen.

Das alles aber war Makulatur: Pinneberg hatte bereits das Hinspiel zu Hause gegen Baden mit 1:3 verloren. Auch das Rückspiel zwei Tage später sah Baden als 3:1-Sieger, so dass damit der TV Baden in die 2. Bundesliga Nord aufsteigt und Pinneberg in der Dritten Liga Nord verbleibt. Ergo: Auch der VfK Berlin-Südwest spielt weiterhin in der Regionalliga Nordost, und demzufolge bleibt auch die SG Prieros als Viertletzter Zwangsabsteiger.

Aber auch bei den Männern galt: Um alle Unwägbarkeiten auszuschließen, die sich aus dem definitiven Meldeschluss am 2. Mai ergeben könnten, wurde eine Relegation mit den drei am Aufstieg interessierten Mannschaften VSG Einheit Rüdersdorf (Dritter Berlinliga), Turniergastgeber VC Blau-Weiß Brandenburg (Dritter Brandenburgliga), und Burger VC 99 (Vizemeister Sachsen-Anhalt) ausgetragen. Als Vierter kam die SG Rotation Prenzlauer Berg hinzu, die als Regionalliga-Neunter eigentlich Direktabsteiger ist. Allen Teilnehmern war so ziemlich klar, dass in dieser Runde über zwei Gewinnsätze sozusagen um die „goldene Ananas“ gespielt würde.

Unterm Strich setzte sich ungeschlagen der Burger VC 99 (6 Punkte/6:2 Sätze) durch. Die drei anderen Konkurrenten nahmen sich gegenseitig die Punkte ab, so dass auf den Rängen hinter Burg mit jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen Prenzlauer Berg und Rüdersdorf (je 3 Punkte/3:4 Sätze) sowie Brandenburg (3 Punkte/3:5 Sätze) folgten. Die Spiele: Rüdersdorf – Burg 0:2, Prenzlauer Berg – Brandenburg 2:0, Brandenburg – Rüdersdorf 2:1, Burg – Prenzlauer Berg 2:1, Rüdersdorf – Prenzlauer Berg 2:0, Brandenburg – Burg 1:2.

Männerstaffel für Saison 2017/2018 (in Klammern Platz in Saison 2016/2017)

USC Magdeburg (Absteiger DL Nord)

Berliner VV (Absteiger DL Nord)

SC Potsdam (vormals VC Potsdam-Waldstadt/2.)

VfK Berlin-Südwest (3.)

SV Energie Cottbus (4.)

KSC ASAHI Spremberg (5.)

CV Mitteldeutschland II (6.)

USV Potsdam (7.)

MTV Mariendorf (Aufsteiger/Zweiter Berlinliga)

TSGL Schöneiche II (Aufsteiger/Meister Brandenburgliga)

PSV 90 Dessau/Dessau Volleys (Aufsteiger/Meister Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

VC Olympia Berlin II (mit Sonderspielrecht)

Hinweis: Bei der Männerstaffel wurde die zum 1. Juli 2017 wirksam werdende Spielrechtsübertragung des VC Potsdam-Waldstadt an den SC Potsdam bereits berücksichtigt. Im Gegensatz zu den Frauen (mit 11 Mannschaften) spielen die Männer mit einer 12er-Staffel, einschließlich VC Olympia Berlin II.

Die nächste Wochenumschau erscheint voraussichtlich nach dem Staffeltag der Männer und Frauen am 17. Juni 2017. Bis dahin können die Mannschaften und Vereine weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

09.04.2017

Wochenumschau nach dem letzten Spieltag: Frauen des TSV Spandau 1860 retten sich in letzter Sekunde vor dem Abstieg

Mit dem auf das Saisonfinale verlegten 13. Spieltag wurde die 26. Regionalligasaison Nordost beendet – eigentlich. Doch für einige Mannschaften sind noch Fragen nach Aufstieg, Klassenerhalt oder Abstieg offen. Das alles ist definitiv erst am 2. Mai entschieden.

Doch der Reihe nach: Bei den Frauen war vor diesem letzten Spieltag noch nicht entschieden, wer denn neben dem schon lange feststehenden Tabellenletzten USC Magdeburg die zwei weiteren Absteiger sein würden. Aus dem Dreiergespann mit SF Brandenburg 94 (8./19 Punkte/6 Siege), TSV Spandau 1860 (9./17 Punkte/5 Siege) und Marzahn VC (10./16 Punkte/5 Siege) konnte sich nur einer retten. Somit standen die Schlusspartien mit Spandau gegen Magdeburg, Brandenburg gegen Vizemeister SG Rotation Prenzlauer Berg II und Marzahn gegen Meister TSV Tempelhof-Mariendorf im Fokus.

Da Brandenburg und Marzahn die schwerste Gegnerschaft zu besiegen hatten, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen, hätte Spandau am Ende der lachende Dritte sein können. Denn bei einem 3-Punkte-Sieg zu Hause gegen Schlusslicht Magdeburg wäre der Klassenerhalt perfekt gewesen – vorausgesetzt, Brandenburg verliert eindeutig gegen Prenzlauer Berg II. Dann nämlich würden die Spandauerinnen mit 20 Punkten Brandenburg überflügeln und auf den viertletzten und damit Nicht-Abstiegsrang vorrücken. Auch Marzahn als Vorletzter hätte bei einem vollwertigen Sieg nach Punkten mit den beiden davor platzierten Teams gleichziehen können. Hätte, hätte – Fahrradkette.

Es wurde schließlich richtig dramatisch und ungewöhnlich eng: Die Spandauerinnen feierten am Ende einen 3:2 (-22, 24, 12,-22, 8)-Heimsieg gegen Magdeburg, obwohl die Partie alles andere als wunschgemäß verlief und mit einem 22:25 verlorenen ersten Satz begonnen hatte. Aber die Mannschaft kämpfte sich zurück und bewahrte nach dem 2:2-Satzgleichstand Nerven und konnte nach einem überzeugenden 15:8 im Tiebreak jubeln. Doch die Rettung hing am seidenen Faden, weil die Spandauerinnen einen Punkt abgeben mussten. Zur gleichen Zeit scheiterte Brandenburg zu Hause an Prenzlauer Berg II mit 0:3 (-18, -25, -11). Damit ergab sich ein Punktgleichstand (je 19 Punkte) und auch ein 6:6-Sieggleichstand zwischen Spandau und Brandenburg.

Die Entscheidung über die Platzierung und damit über Abstieg oder Klassenerhalt musste letztendlich per Taschenrechner fallen. Denn die Regeln schreiben in diesem Falle vor, dass der Satzquotient (nicht wie früher die Differenz beim Satzverhältnis) und danach der Ballquotient herangezogen werden müssen. Spandaus Satzverhältnis lautete 30:51, das von Brandenburg 27:46 – was zu einem nahezu identischen Quotienten von 0,5882 für Spandau und 0,5870 für Brandenburg führte. Mit einem Wort: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Spandauer Vorteil von +0,0012!

Die Begegnung zwischen dem Marzahner VC und dem Meister TSV Tempelhof-Mariendorf war für beide Teams mit einem Abschied aus der Regionalliga verbunden: für Marzahn nach der 0:3 (-17, -14, -19)-Heimniederlage mit dem Abstieg in die Berlinliga und für Tempelhof-Mariendorf, das ungeschlagen die Saison beendete (!), mit dem Aufstieg in die Dritte Liga Nord.

Im Anschluss an diese Begegnung nahm der stellvertretende Vorsitzende des Regionalspielausschusses und Frauen-Staffelleiter, Dr. Albrecht Pfefferkorn, die Ehrung des Frauenmeisters um Trainer Gerald Kanig und die Auszeichnung von Regina Mapeli Burchardt als „Wertvollste Spielerin“ der Saison 2016/2017 vor.

Blieben noch zwei Spiele zu erwähnen, die keinerlei Einfluss auf den Tabellenstand hatten: Der Viertplatzierte SV Braunsbedra schlug zu Hause den BV Vorwärts mit 3:0 (23, 22, 22), und der auf dem fünften Rang liegende VfK Berlin-Südwest setzte sich ebenfalls vor heimischer Kulisse gegen den SV Energie Cottbus mit 3:1 (-19, 23, 22, 22) durch.

Wie immer zu diesem Saisonzeitpunkt brodelt natürlich die Gerüchteküche: So wird gemunkelt, dass die in der 2. Bundesliga Nord spielende Mannschaft des Köpenicker SC Berlin II womöglich mit dem Drittligisten SG Rotation Prenzlauer Berg fusioniert, was hieße, dass in der Dritten Liga Nord bei den Frauen ein weiterer Platz frei werden würde. Doch man ist gut beraten, den endgültigen Meldeschlusstermin 2. Mai 2017 abzuwarten!

Bei den Männern steigt bekanntlich der Meister SSV 80 Gardelegen in die Dritte Liga Nord auf. Der imponierende Neuling im Feld der Regionalligisten behauptete sich in seiner letzten Begegnung in dieser Spielklasse beim SV Energie Cottbus mit 3:1 (9, -22, 22, 11) und beendete die Saison mit der für einen Neuling imponierenden Bilanz von nur einer Niederlage in 20 Spielen!

Ansonsten hatten die letzten Spiele im Wesentlichen nur noch Einfluss auf die Reihenfolge des vier Mannschaften umfassenden Abstiegsfeldes. Retten konnte sich sowieso keiner mehr. Am Ende blieb alles wie gehabt: Der Neuling SG Prieros war aus diesem Kreis der einzige, der mit dem 3:1 (-22, 21, 20, 10) gegen CV Mitteldeutschland II die Saison mit einem Sieg abschloss und damit als Zwangsabsteiger den womöglich für den Klassenerhalt doch noch wichtigen viertletzten Rang verteidigte. Die SG Rotation Prenzlauer Berg scheiterte beim KSC ASAHI Spremberg mit 1:3 (-22, -17, 20, -18) und steigt als Drittletzter in die Berlinliga ab. Auch der MTV 1862 Wittenberg bezog mit dem 1:3 (26, -19, -16, -10) beim VfK Berlin-Südwest eine Niederlage und muss als Tabellenvorletzter in die Landesoberliga von Sachsen-Anhalt wechseln. Bliebe noch der abgeschlagene Tabellenletzte BV Vorwärts II, der schon lange als Absteiger in die Berlinliga feststand und sich bei seinem Abschied gegen Gastgeber VC Potsdam-Waldstadt mit 2:3 (-15, 23, 26, -11, -3) ehrenvoll aus der Affäre zog, sieht man vom Tiebreaksatz ab.

Wie geht es nun weiter?

Mit diesem letzten Spieltag sind noch längst nicht alle Messen in der Regionalliga gelesen. Bei den Frauen sieht es nämlich ganz danach aus, dass es freie Plätze in der Regionalliga geben wird. Das liegt zum einen daran, dass der SV Energie Cottbus – mit Abschluss dieser Saison Meisterschaftssechster - seine erste Mannschaft aus der Regionalliga zurückzieht und die aus der Brandenburgliga aufstiegsberechtigte zweite Cottbuser Mannschaft ihr Aufstiegsrecht als Landesmeister nicht wahrnimmt. Zum anderen könnte der SV Braunsbedra noch als Aufsteiger in die Dritte Liga in Betracht kommen. Denn wenn es in der Dritten Liga freie Plätze geben sollte, was nach derzeitiger Lage mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, käme es voraussichtlich zu einem Relegationsspiel von Braunsbedra gegen den Nordvertreter Kieler TV II. Da die erste Mannschaft des Kieler TV schon als Drittliga-Absteiger feststeht, ist kaum zu erwarten, dass die zweite Kieler Mannschaft so spielstark ist, um Braunsbedra den Weg nach oben zu verlegen. Erfreulich die Anmerkung: In der Dritten Liga Nord hat der drittletzte VSV Grün-Weiß Erkner noch im letzten Moment den Abstieg in die Regionalliga Nordost verhindern können.

Aus der vorgenannten möglichen Konstellation könnten sich vermutlich zwei oder sogar noch mehr freie Plätzen in der Regionalliga ergeben, um die in einer Relegationsrunde am 29. April beim Gastgeber VSG Altglienicke (Dritter der Berlinliga) zusammen mit dem PSV Halle (Dritter der Landesoberliga Sachsen-Anhalt) und dem Drittletzten der Regionalliga, SF Brandenburg 94, der eigentlich Direktabsteiger gewesen wäre, gespielt wird. Aus der Brandenburgliga käme für diese Relegation kein Vertreter infrage, weil Meister SV Energie Cottbus II nicht aufsteigen will, der SC Potsdam III verzichtet und der Drittplatzierte, die SG Einheit Zepernick, bereits Direktaufsteiger ist. Die dahinter platzierten Teams haben auf ein Aufstiegsrecht verzichtet.

Die drei Direktaufsteiger in die Regionalliga sind der TSV Wedding (Vizemeister der Berlinliga), die SG Einheit Zepernick (Dritter der Brandenburgliga) und der USV Halle (Vizemeister der Landesoberliga Sachsen-Anhalt). Von den Landesmeistern hat die SG Rotation Prenzlauer Berg IV kein Aufstiegsrecht, Cottbus II verzichtet bekanntlich und auch der Ex-Regionalligist Blankenburger VF 1991 hat den Aufstiegsverzicht erklärt. Die drei Direktabsteiger aus der Regionalliga sind wie schon erwähnt SF Brandenburg 94 (unter Vorbehalt), Marzahner VC und USC Magdeburg.

Auch bei den Männern können sich noch offene Fragen ergeben: Aus der Dritten Liga Nord steigen zwei Nordost-Vertreter ab: der Ex-Zweitbundesligist und Tabellenletzte USC Magdeburg und BV Vorwärts als Drittletzter. Der davor platzierte VC Olympia Hamburg kann als Nachwuchsleistungszentrum bekanntlich nicht absteigen. Den Berliner VV erwischte es am Schlusstag noch durch ein 2:3-Niederlage beim Drittligameister SV Warnemünde, während der lange Zeit abstiegsgefährdete vorjährige Regionalmeister TSV Spandau 1860 sich noch durch einen 3:1-Heimsieg über Magdeburg in letzter Sekunden rettete!

Das führt bekanntlich dazu, dass es neben den drei Direktabsteigern aus der Regionalliga mit SG Rotation Prenzlauer Berg, MTV 1862 Wittenberg und BV Vorwärts II noch einen Zwangsabsteiger mit der SG Prieros gibt. Als Aufsteiger in die Regionalliga stehen der MTV Mariendorf (Zweiter der Berlinliga), die TSGL Schöneiche II (Meister der Brandenburgliga) und der PSV 90 Dessau/Dessau Volleys (Meister der Landesoberliga Sachsen-Anhalt) fest. Der Landesmeister BV Vorwärts III kann nicht aufsteigen, weil die erste Mannschaft des BVV aus der Dritten Liga in die Regionalliga absteigt.

Sollte tatsächlich ein Platz in der Regionalliga frei werden, was unter der bisherigen Konstellation bei einem vom VfK Berlin-Südwest erwogenen Aufstieg in die Dritte Liga Nord möglich wäre, müsste die SG Prieros als Viertletzter und damit Zwangsabsteiger der Regionalliga nicht in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Um aber alle Unwägbarkeiten auszuschließen, weil es unter Umständen auch mehr freie Plätze geben könnte, wurde auch hier vom Regionalspielwart Uwe Näthler vorsorglich ein Relegationsturnier am 29. April ins Auge gefasst, das die am Aufstieg interessierten Mannschaften VSG Einheit Rüdersdorf (Dritter der Berlinliga), Gastgeber VC Blau-Weiß Brandenburg (Dritter der Brandenburgliga) und Burger VC 99 (Vizemeister von Sachsen-Anhalt) sowie vom Neunten der Regionalliga und eigentlichen Direktabsteiger, die SG Rotation Prenzlauer Berg, bestreiten würden.

Aber auch hier ist der Hinweis notwendig: Wer tatsächlich aus der Regionalliga noch in die Dritte Liga aufsteigt, wer schließlich aus der Regionalliga absteigt oder in diese Spielklasse aufsteigt – das alles ist definitiv am 2. Mai 2017 klar. Bis dahin heißt es „Abwarten!“

Das Saisonfinale

Männer, Nachholspiel vom 12. Spieltag am 1. April 2017: BV Vorwärts II – Cottbus 0:3.

Männer, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 8. April 2017: Potsdam-Waldstadt – BV Vorwärts II 3:2, Prieros – Mitteldeutschland II 3:1, Spremberg – Prenzlauer Berg 3:1, Berlin-Südwest – Wittenberg 3:1, Cottbus – Gardelegen 1:3.

Frauen, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 9. April 2017: Braunsbedra – BV Vorwärts 3:0, Spandau – Magdeburg 3:2, Brandenburg – Prenzlauer Berg II 0:3, Berlin-Südwest – Cottbus 3:1, Marzahn – Tempelhof-Mariendorf 0:3.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach den Relegationsspielen am 29. April 2017. Bis dahin können die Mannschaften und Vereine weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

27.03.2017

Wochenumschau nach 22. Spieltag: Frauentitel an TSV Tempelhof-Mariendorf – Stimmungsvolle Meisterehrung in Gardelegen - Potsdams Männer retten sich vorm Abstieg

Dieser 22. Spieltag – eine Runde vor dem Saisonfinale am 8./9. April – hatte es in sich. Bei den Frauen fiel die vorzeitige Titelentscheidung. Natürlich war es keine Überraschung mehr, dass sich der bis dato ungeschlagene TSV Tempelhof-Mariendorf mit einem 3:0 (14, 21, 18)-Heimsieg über den Berliner VV den ersten Meistertitel des Vereins erkämpfte. „Es ist vollbracht“, jubelte TSV-Trainer Gerald Kanig, als der Titelgewinn nach 19 Siegen in Folge für den Verein unter Dach und Fach war. „Auch ohne Regina und Anita Burchardt fuhren wir einen sicheren 3:0-Sieg ein. Der BVV war speziell im zweiten und dritten Satz gut im Spiel und konnte die Sätze lange ausgeglichen halten. Doch in den Endphasen der Sätze setzten wir uns mit risikoreichen Aufgaben und guter Blockarbeit sicher durch“, schilderte Kanig das Geschehen und fügte schließlich hinzu: „Wir werden jetzt ganz normal weiter trainieren, um ungeschlagen die Saison zu beenden.“ Letzter Gegner ist am 9. April auswärts der Absteiger Marzahner VC.

Angesprochen auf die Stärken der Meistermannschaft hob der Erfolgstrainer Gerald Kanig den „großen Kader“ hervor und den Umstand, dass „alle regelmäßig die Trainingseinheiten auch wahrgenommen haben“. Die weiteren Stärken des Teams beschrieb er so: „Jede Position war doppelt und sogar dreifach (Libero) besetzt, so dass wir Ausfälle ohne Qualitätsverlust kompensieren konnten. Das ist auch der entscheidende Unterschied zu den vergangenen Jahren. Dass eine herausragende Persönlichkeit wie Regina Mapeli Burchardt nicht nur für uns spielt, sondern auch viel Trainingsarbeit mit dem Team leistet, ist ein wichtiger Faktor, der uns auch nächste Saison in Dritten Liga erhalten bleibt.“ Und wann wird gefeiert? „Eine Meisterfeier ist im Moment noch nicht geplant, aber da unsere zweite Frauenmannschaft den Aufstieg in die Berlin-Liga geschafft hat, werden wir es bestimmt demnächst gemeinsam krachen lassen“, so Kanig.

Bei den Männern ist es nunmehr offiziell: Der Meister SSV 80 Gardelegen steigt in die Dritte Liga Nord auf. Dies gab der Verein nach dem letzten Heimspiel der Regionalligasaison gegen den Absteiger Berliner VV II bekannt. Angesichts dieser Botschaft, die eigentlich erst für Ende März angekündigt war, geriet das Duell des vorzeitig feststehenden Meisters gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten, das der SSV-Sechser überlegen mit 3:0 (16, 18, 17) gewann, fast zur Nebensache. Für die über 350 Fans (Rekordkulisse!) gab es Freibier, außerdem wurden ansehnliche Meistershirts nicht nur präsentiert, sondern sogar einige Exemplare an die Zuschauer verlost. Entsprechend gut war die Stimmung in der vollbesetzten Sporthalle „Willi Friedrichs“. Die Fans feierten Titel und Aufstieg stundenlang.

Zuvor war der Meisterpokal an Gardelegens Mannschaftskapitän Arne Kreißl übergeben worden, überreicht vom Regionalspielwart Uwe Näthler, der auch die Ehrung für Gardelegens Zuspieler Philipp Lenz als „Wertvollster Spieler“ der gesamten Liga in der aktuellen Spielzeit vornahm. Näthler würdigte das sportliche Abschneiden des SSV 80 Gardelegen, der sich als Aufsteiger auf Anhieb mit dem Meistertitel in der vierthöchsten deutschen Spielklasse schmückte. Er hob das immer faire Auftreten der Gardelegener Fans und die tolle Stimmung in der Halle hervor. Schließlich gab es noch eine Ehrung: Peter Quenzel, Schiedsrichterwart des Volleyballverbandes Sachsen-Anhalt (VVSA), wurde von Wolfgang Rutenberg als Vertreter des Regionalschiedsrichterauschusses für sein letztes Regionalligaspiel geehrt und mit einem großen Blumenstrauß aus dem Kader der Regionalliga-Schiedsrichter verabschiedet, weil er die vorgeschriebene Altersgrenze erreicht hat.

Das alles unter Konfettikanonen. Überhaupt hatten sich die Gastgeber in der Altmark viel einfallen lassen: So gab es nach dem zweiten Satz eine zehnminütige Pause, die genutzt wurde, um den Sponsoren zu danken und ihnen Meistershirts und Meisterposter zu übergeben. Natürlich fehlte auch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig nicht in der großen Schar der Gratulanten.

Dieser vorletzte Spieltag brachte in der Abstiegsfrage der Männer eine endgültige Entscheidung. Bekanntlich werden statt regulär drei Mannschaften am Ende der Saison vier Teams absteigen, weil es zwei Nordost-Absteiger aus der Dritten Liga Nord geben wird. Der USV Potsdam, der als Fünftletzter nur einen 2-Punkte-Vorsprung auf den Aufsteiger SG Prieros besaß, musste im Direktduell auswärts gegen Prieros unbedingt gewinnen, um die Spielklasse zu halten. Eine nicht ganz leichte Aufgabe für das Regionalliga-Urgestein.. Mit einem 3:1 (23, -22, 23, 26)-Erfolg wurde schließlich der Klassenerhalt gesichert. Es war eine hart umkämpfte Partie voller Höhen und Tiefen. Es sollte auch kein Spiel für schwache Nerven werden. Potsdam war zu seinem letzten Saisonspiel mit Spielern angereist, die erstmals in dieser Spielzeit dabei waren, darunter Piet Karohs, Erik Heidemann und Andreas Jurisch. Durch die kurzfristigen Absagen von Andreas Scheuerpflug (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Robert Ließ (Grippe) schlug Potsdam schließlich mit elf Spielern bei den vollbesetzten Gastgebern auf.

Der erste Satz endete nach einer 21:20-Führung etwas glücklich mit 25:23. Im zweiten Abschnitt einer sehenswerten, umkämpften Partie auf gutem Regionalliga-Niveau lag der USV schnell 10:5 in Führung, ehe ein Rotationsfehler am Aufschlag für Verwirrung sorgte und das Team aus dem Tritt geriet. Über 12:8, 16:17 und 19:24 drohte der schnelle Satzausgleich, doch drei Breaks am Satzende hielten den 22:25-Satzverlust in Grenzen. Im dritten Abschnitt übernahm Piet Karohs das Zuspiel von Thomas Schulze, doch die Potsdamer drohten, unter die Räder zu kommen. Beim Stand von 8:15 beendete Aushilfscoach Erik Heidemann dieses Experiment. Statt auf den Gegner und das Schiedsgericht konzentrierte sich der USV-Sechser nun wieder auf das eigene Spiel, agierte aus einer stabilen Annahme und kam über 13:18, 18:20 und 21:20 zurück in die Partie. Schließlich nutzten die Gäste eiskalt den ersten Satzball zum 25:23. Im vierten Satz zog Potsdam nach dem 14:14-Gleichstand auf 23:17 davon, ehe den eigenen Angreifern reihenweise die Nerven versagten. Tatsächlich mussten die Potsdamer bei 24:25 im Trommelwirbel der Halle noch einen Satzball abwehren, ehe Andreas Jurisch den Matchball zum 28:26 verwandelte. Sekunden später bildeten Spieler und Fans ein blau-oranges Freudenknäuel. Mit 26 Punkten und nur neun Siegen aus 20 Spielen ist dem USV Potsdam den siebente Platz und somit der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.

Als die vier Absteiger stehen Schlusslicht Berliner VV II (11./11 Punkte), der vorjährige Vizemeister MTV 1860 Wittenberg (10./20 Punkte), die SG Rotation Prenzlauer Berg (9./20 Punkte) und die SG Prieros (8./21 Punkte) fest, wobei sich die Reihenfolge am letzten Spieltag noch ändern kann. Die Prenzelberger, die bei einer Potsdamer Niederlage noch Chancen auf den Klassenerhalt gehabt hätten, unterlagen beim VC Potsdam-Waldstadt mit 1:3 (-21, -25, 14, -12), der damit seinen zweiten Tabellenplatz festigte. Erfolglos blieb von den Absteigern neben dem BVV II und Prieros auch Wittenberg. Der Gastgeber KSC ASAHI Spremberg schlug die Wittenberger mit 3:2 (25, -22, 21, -21, 13).

Schließlich verteidigte der SV Energie Cottbus mit einem 3:0 (18, 21, 27)-Heimsieg über CV Mitteldeutschland II seinen vierten Tabellenplatz.

Bei den Frauen ist neben dem Titelgewinn von Tempelhof-Mariendorf (53 Punkte) auch die Platzierung dahinter schon längst entschieden: Vizemeister SG Rotation Prenzlauer Berg II (50 Punkte) schlug im vorletzten Saisonspiel den auf dem vierten Platz liegenden Gastgeber SV Braunsbedra (36 Punkte) mit 3:0 (25, 11 16). Dritter ist der USV Potsdam (45 Punkte), der mit dem 3:0 (23, 34, 12)-Auswärtssieg gegen den abstiegsbedrohten TSV Spandau 1860 seine Saison beendet hat.

In der Abstiegsfrage dürfte es noch einmal spannend werden, da der mitbedrohte SF Brandenburg 94, mit 19 Punkten Viertletzter, sein Heimspiel gegen den SV Energie Cottbus mit 3:1 (16, 12, -21, 14) gewann. Auch der Tabellenvorletzte Marzahner VC siegte zu Hause gegen das vor den Abstieg nicht mehr zu rettende Schlusslicht USC Magdeburg mit 3:0 (12, 22, 16).

Vor dem letzten Spieltag werden noch zwei Absteiger gesucht, und zwar aus dem Kreis Marzahn (16 Punkte/5 Siege), Spandau (17 Punkte/5 Siege) und Brandenburg (19 Punkte/6 Siege). Die Schlusspartien: Spandau – Magdeburg, Brandenburg – Prenzlauer Berg II, Marzahn – Tempelhof-Mariendorf. Da Brandenburg und Marzahn die schwersten Gegner haben, könnte Spandau der lachende Dritte sein und bei einem 3-Punkte-Sieg zu Hause gegen Magdeburg mit dann 20 Punkten Brandenburg überflügeln und auf den drittletzten und damit Abstiegsrang verdrängen.

Ergebnisse im Überblick

Männer, 22. Spieltag am 25./26. März 2017: Gardelegen – Berliner VV II 3:0, Cottbus – Mitteldeutschland II 3:0, Potsdam-Waldstadt – Prenzlauer Berg 3:1, Prieros – USV Potsdam 1:3, Spremberg – Wittenberg 3:2.

Frauen, 22. Spieltag am 25./26. März 2017: Tempelhof-Mariendorf – Berliner VV 3:0, Marzahn – Magdeburg 3:0, Spandau – Potsdam 0:3, Brandenburg – Cottbus 3:1, Braunsbedra – Prenzlauer Berg II 0:3.

Das Saisonfinale

Männer, Nachholspiel vom 12. Spieltag am 1. April 2017: Berliner VV II – Cottbus.

Männer, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 8. April 2017 (alle Beginn 18 Uhr): Potsdam-Waldstadt – Berliner VV II, Prieros – Mitteldeutschland II, Spremberg – Prenzlauer Berg, Berlin-Südwest – Wittenberg, Cottbus – Gardelegen.

Frauen, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 9. April 2017 (alle Beginn 15 Uhr): Braunsbedra – Berliner VV, Spandau – Magdeburg, Brandenburg – Prenzlauer Berg II, Berlin-Südwest – Cottbus, Marzahn – Tempelhof-Mariendorf.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint unmittelbar nach dem letzten Spieltag am 8./9. April 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

20.03.2017

Wochenumschau nach Nachholspielen: Männer des USV Potsdam verpassen Befreiungsschlag, können sich aber noch retten

Ein regulärer Spieltag stand zuletzt nicht auf dem Programm. Dafür gab es insgesamt vier nachzuholende Begegnungen: drei bei den Männern und eine bei den Frauen. Erst am kommenden Wochenende (25./26. März) wird die Saison mit dem regulären 22. Spieltag fortgesetzt. Danach folgt eine einwöchige Pause, ehe es am 8. April mit dem auf diesen Schlusstag verlegten 13. Spieltag zum Saisonfinale kommt.

Die knappe Skizzierung des weiteren Saisonverlaufs verdeutlicht: Die 26. Regionalligasaison ist auf die Zielgerade eingebogen. Dabei steht bei den Männern mit dem SSV 80 Gardelegen der neue Regionalmeister schon seit Anfang März fest. Offen ist die Titelvergabe bei den Frauen. Hier benötigt der aufstiegsbereite Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf angesichts eines 3-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger SG Rotation Prenzlauer Berg II und einem Siegvorteil gegenüber den Prenzelbergerinnen von 18:15 im Grunde genommen nur noch einen vollwertigen Sieg, um erstmals Regionalmeister zu werden.

Bei den Männern waren die drei nachzuholenden Begegnungen nicht ohne Reiz. So empfing der Meister und Spitzenreiter Gardelegen (46 Punkte) den Verfolger VC Potsdam-Waldstadt (33 Punkte). Der Tabellendritte VfK Berlin-Südwest (32 Punkte), der den Drittliga-Aufstieg im Visier hat, wollte im Auswärtsspiel gegen den KSC ASAHI Spremberg seine Position unbedingt behaupten und spekulierte bei einer Niederlage der Waldstädter sogar mit dem Sprung auf den zweiten Meisterschaftsplatz. Und schließlich war da noch das Duell des abstiegsbedrohten USV Potsdam zu Hause gegen CV Mitteldeutschland II. Ein Sieg der Potsdamer würde für sie den Klassenerhalt bedeuten.

Meister Gardelegen setzte sich im vorletzten Heimspiel der Saison gegen Potsdam-Waldstadt mit 3:2 (17, -20, -26, 23, 13) durch, schien aber nach drei Sätzen und einem 1:2-Rückstand der zweiten Saisonniederlage nahe. Doch die Gardelegener, die einen Aufstieg in die Dritte Liga Nord nicht mehr ausschließen, drehten den Spieß noch um und bauten mit dem 3:2-Sieg ihre Erfolgsserie auf 17 Saisonsiege in 18 Spielen aus. Die Männer aus der Altmark ruhen sich also nicht auf dem Meisterlorbeer aus.

Neben dem Titelgewinn steht für die SSV-Männer aber noch eine weitere Ehrung ins Haus. Zuspieler Philipp Lenz steht als „Wertvollster Spieler“ der Saison 2016/2017 ebenfalls vorzeitig fest. Nach Wertungsstand vom 14. März führt Lenz mit 21 Punkten und 10 Siegen und ist nicht mehr von Danny Darge (SG Rotation Prenzlauer Berg/15 Punkte/4 Siege), Alexander Kurth (SG Prieros/14 Punkte/5 Siege), Jakob Violet (VC Potsdam-Waldstadt/13 Punkte/6 Siege) oder David Roy (KSC ASAHI Spremberg/12 Punkte/4 Siege) von der Spitze zu verdrängen. Im Rahmen der Meisterparty der Gardelegener beim letzten Heimspiel am 25. März in der heimischen Willi-Friedrichs-Halle werden das Team und Lenz durch den Regionalspielwart Uwe Näthler geehrt.

Die Niederlage der Waldstädter eröffnete den Südwestlern die Chance, mit einem Sieg in Spremberg Tabellenzweiter zu werden. Diese Gelegenheit ließen sich die Berliner nicht entgehen. Sie fertigten Spremberg mit 3:0 (17, 22, 16) ab und rückten hinter Gardelegen (48 Punkte) auf Rang zwei (35 Punkte) vor, gefolgt von Potsdam-Waldstadt (34 Punkte).

Die größte Brisanz umgab das Nachholspiel des abstiegsbedrohten USV Potsdam gegen die Gäste von CV Mitteldeutschland II. Die vor einer Woche nach dem dritten Sieg in Folge auf einen Nichtabstiegsplatz vorgerückten Potsdamer (7./23 Punkte) waren auf dem besten Wege, dem drohenden Abstieg in die Brandenburgliga noch zu entgehen. Doch ausgerechnet zu Hause platzten alle Hoffnungen beim Regionalliga-Traditionsverein. Der letzte Heimauftritt ging unglücklich mit 1:3 (-19, -24, 18, - 25) verloren. Damit verpassten die Potsdamer um den überragenden 49-jährigen Routinier Andreas Scheuerpflug, der zum dritten Mal in dieser Saison als „Wertvollster Spieler“ ausgezeichnet wurde, den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Nun müssen sie am nächsten Sonntag in ihrem letzten Saisonspiel bei der ebenfalls abstiegsbedrohten SG Prieros unbedingt gewinnen, um in der Regionalliga verbleiben zu können. Der Verlierer dieser Partie steigt definitiv ab!

Vor diesem Spiel gestaltet sich die Abstiegsfrage nämlich so: Derzeit liegt Potsdam mit 23 Punkten bei einem Spiel mehr als die Konkurrenz zwei Punkte vor der SG Prieros (21) und drei Punkte vor SG Rotation Prenzlauer Berg (20) auf dem Nichtabstiegsplatz 7. Gelänge am Sonntag ein 3-Punkt-Sieg, wäre der Klassenerhalt perfekt. Wie schwer dieses Unterfangen jedoch werden wird, zeigte bereits das Hinspiel, dass vor heimischer Kulisse mühevoll mit 3:2 gewonnen wurde. „Wir fahren mit voller Kapelle nach Königs Wusterhausen und werden alles daran setzen, dass wir nicht der Absteiger sein werden“, kündigte Potsdams Zuspieler Thomas Schulze an.

Theoretisch ist es allerdings so, dass die Potsdamer im Falle eines „nur“ 3:2-Sieges auf Schützenhilfe angewiesen wären. Zwar könnten sie mit 25 Punkten beim Saisonfinale von Prieros trotz eines 25:25-Punktgleichstandes wegen ihres 9:8-Siegvorteils nicht mehr überflügelt werden, aber da ist noch die SG Rotation Prenzlauer Berg (20 Punkte). Die Prenzelberger könnten mit zwei 3-Punkt-Siegen in den beiden letzten Auswärtsspielen gegen Potsdam-Waldstadt und Spremberg auf 26 Punkte kommen und läge damit einen Zähler besser als der USV Potsdam. Leisten die Waldstädter am nächsten Spieltag Schützenhilfe für den Lokalrivalen und schlagen Prenzlauer Berg? Momentan sieht alles danach aus, dass die vier Absteiger der BV Vorwärts II, der MTV 1862 Wittenberg, die SG Rotation Prenzlauer Berg und/oder die SG Prieros/USV Potsdam sein werden.

Im einzigen Nachholspiel der Frauen zwischen dem Drittplatzierten USV Potsdam und dem vor dem Abstieg nicht mehr zu rettenden USC Magdeburg ging es für die Potsdamerinnen darum, den drei Punkte hinter ihnen liegenden Verfolger SV Braunsbedra auf Distanz zu halten und Meisterschaftsdritter zu bleiben. Dieses Vorhaben gelang mit einem glatten 3:0 (13, 12, 16)-Heimsieg eindrucksvoll.

Ergebnisse im Überblick

Männer, Nachholspiele am 18. März 2017 vom 14. Spieltag: Gardelegen – Potsdam-Waldstadt 3:2; vom 17. Spieltag: USV Potsdam – Mitteldeutschland II 1:3; vom 20. Spieltag: Spremberg – Berlin-Südwest 0:3.

Frauen, Nachholspiel am 18. März 2017 vom 17. Spieltag: Potsdam – Magdeburg 3:0.

Die Spiele bis zum Saisonfinale

Männer, 22. Spieltag am 25./26. März 2017: Gardelegen – BV Vorwärts II, Cottbus – Mitteldeutschland II, Potsdam-Waldstadt – Prenzlauer Berg, Prieros – USV Potsdam, Spremberg – Wittenberg.

Männer, Nachholspiel vom 12. Spieltag am 1. April 2017: BV Vorwärts II – Cottbus.

Männer, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 8. April 2017 (alle Beginn 18 Uhr): Potsdam-Waldstadt – BV Vorwärts II, Prieros – Mitteldeutschland II, Spremberg – Prenzlauer Berg, Berlin-Südwest – Wittenberg, Cottbus – Gardelegen.

Frauen, 22. Spieltag am 25./26. März 2017: Tempelhof-Mariendorf – BV Vorwärts, Marzahn – Magdeburg, Spandau – Potsdam, Brandenburg – Cottbus, Braunsbedra – Prenzlauer Berg II.

Frauen, letzter Spieltag (verlegter 13. Spieltag) am 9. April 2017 (alle Beginn 15 Uhr): Braunsbedra – BV Vorwärts, Spandau – Magdeburg, Brandenburg – Prenzlauer Berg II, Berlin-Südwest – Cottbus, Marzahn – Tempelhof-Mariendorf.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint spätestens am 28. März 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

13.03.2017

Wochenumschau nach dem verlegten 12. Spieltag: Männer des USV Potsdam mit drittem Sieg in Serie auf Rettungskurs

Der auf Mitte März verlegte 12. Spieltag setzte bei den Männern neue Signale im Abstiegskampf. Denn die stark abstiegsgefährdete Mannschaft des USV Potsdam feierte beim 3:1 (17, 16, -23, 20)-Heimerfolg über den KSC ASAHI Spremberg ihren dritten Sieg in Serie und greift nach dem rettenden Strohhalm. Mit 23 Punkten rückten die Potsdamer auf den siebenten Tabellenrang vor. Dieser Platz würde angesichts von vier Absteigern den Klassenerhalt bedeuten.

Die USV-Männer um Interimscoach Lars Hurtig starteten gegen die kampfstarken Spremberger zunächst etwas nervös, fanden aber mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und hatten über alle Angriffspositionen Erfolg. Im dritten Satz fehlte den Gastgebern das Quäntchen Glück im Block. Letztendlich führten Ungenauigkeiten und nachlassender Aufschlagdruck zum Satzverlust. Im vierten Abschnitt machte sich bei den Potsdamern nach einer sicheren 19:12-Führung noch einmal Nervosität breit, als Spremberg auf 16:19 verkürzen konnte, doch dann ließen sie beim 25:20-Erfolg nichts mehr anbrennen. Am kommenden Sonnabend steht für den USV Potsdam das letzte Heimspiel der Saison an, wenn im Nachholspiel des 17. Spieltages der CV Mitteldeutschland II empfangen wird. Letzter Gegner ist auswärts der abstiegsbedrohte Aufsteiger SG Prieros. Das sieht ganz nach Rettung aus!

Auch die SG Rotation Prenzlauer Berg – ebenso wie der USV Potsdam ein Traditionsverein in der Regionalliga – mobilisiert in der Schlussphase dieser Saison im Kampf um den Klassenerhalt offensichtlich noch einmal alle Kräfte. Nach dem 3:1-Heimsieg am 21. Spieltag vor einer Woche gegen den SV Energie Cottbus war das erneute Heimspiel gegen die SG Prieros eine Art Schlüsselspiel. Bei einer Niederlage wäre auch die letzte Hoffnung für die Prenzelberger dahin. Nach dem ersten Satzverlust mit 19:25 waren die Vorzeichen nicht besonders günstig, aber die Schützlinge von Trainerin Romy Richter wussten, was die Glocke geschlagen hatte und machten mit drei Satzgewinnen in Folge den erhofften 3:1 (-19, 21, 23, 16)-Erfolg perfekt. Damit haben die Prenzelberger als weiterhin abstiegsbedrohter Drittletzter 20 Punkte und konnten den spielfreien und nunmehr auf den vorletzten Rang abgerutschten MTV 1862 Wittenberg (19 Punkte) überflügeln. Vor ihnen liegt Prieros mit 21 Punkten auf dem viertletzten und damit Abstiegsplatz. Es ist eng, aber noch stehen für Prenzlauer Berg zwei Auswärtsbegegnungen gegen VC Potsdam-Waldstadt und KSC ASAHI Spremberg aus, in denen der 3-Punkte-Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz aufgeholt werden müsste. Ohne Schützenhilfe ist der Klassenverbleib des einstigen Regionalmeisters aber nicht drin. Doch bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Abgefahren ist der Zug definitiv für das Schlusslicht den BV Vorwärts II (11 Punkte), der sich letzte Saison als Neunter geradeso hat retten können, diesmal jedoch hoffnungslos verloren ist.

An der Tabellenspitze leistete sich der vorzeitig feststehende Meister SSV 80 Gardelegen keinen Fehltritt und schlug den bisherigen Tabellenzweiten VfK Berlin-Südwest mit 3:1 (23, 22, -22, 13). Damit bauten die Gardelegener ihre Erfolgsbilanz mit 16 Siegen in 17 Saisonspielen aus. Übrigens: Zum neunten Mal in der 26-jährigen Regionalliga-Geschichte hat es mit Gardelegen ein Aufsteiger geschafft, auf Anhieb Regionalmeister zu werden! Zuletzt war das 2015 dem SV Preußen Berlin gelungen, der seitdem Drittligist ist. Nun wartet man gespannt auf das definitive Signal aus Gardelegen zum Aufstieg in die Dritte Liga Nord!

Die auf den Aufstieg in die Dritte Liga Nord ambitionierten Südwestler büßten durch die Niederlage im Spitzenspiel gegen Gardelegen ihren zweiten Tabellenplatz ein. Sie wurden vom VC Potsdam-Waldstadt überflügelt, der zu Hause dem CV Mitteldeutschland II mit 3:0 (23, 18, 18) das Nachsehen gab und mit 33 Punkten um einen Zähler besser dasteht als die Südwestler.

Die Frauen des BV Vorwärts mit

Riesenschritt aus der Abstiegszone

Bei den Frauen bleibt es beim 3-Punkte-Abstand zwischen Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf (50 Punkte), der weiterhin konsequent den Aufstieg in die Dritte Liga Nord anstrebt, und Verfolger SG Rotation Prenzlauer Berg II (47). Beide feierten zuletzt klare Siege: Tempelhof-Mariendorf zu Hause mit 3:0 (15, 17, 17) gegen den VfK Berlin-Südwest und Prenzlauer Berg ebenfalls zu Hause mit 3:0 (15, 13, 20) gegen den TSV Spandau 1860, der als Viertletzter mit 17 Punkten damit weiterhin stark abstiegsgefährdet ist. Bekanntlich gibt es bei den Frauen drei Direktabsteiger.

Für Tempelhofs Trainer Gerald Kanig, der dem Gegner bescheinigte, sich „gut präsentiert und phasenweise ordentlich mitgehalten“ zu haben, war es wichtig, wie er betonte, „dass sich in dieser Partie viele Spielerinnen, die in dieser Saison weniger gespielt haben, ohne Qualitätsverlust gut eingefügt haben“. Angesichts dieser hohen mannschaftlichen Qualität dürften die beiden ausstehenden Spiele zu Hause gegen den BV Vorwärts und auswärts gegen den Marzahner VC keine Hürden auf dem Weg zum Meistertitel sein.

Der drittplatzierte USV Potsdam (39 Punkte) war gleich zweimal gefordert. Zunächst bereits am Freitagabend im Nachholspiel auswärts gegen den abstiegsbedrohten Marzahner VC und einen Tag darauf im Heimspiel gegen einen weiteren Abstiegskandidaten SF Brandenburg 94. Gegen Marzahn drehten die Potsdamerinnen um Kapitänin Martina Gast einen 1:2-Satzrückstand noch in einen 3:2 (-27, 24, -21, 21, 14)-Sieg. Die Potsdamerinnen brachen an diesem ungewöhnlichen Freitagabend-Spieltag auch eine „schwarze Serie“: In den bisherigen beiden Freitagsspielen seit dem Regionalliga-Aufstieg 2014 war man 2015/2016 mit 0:3 bei der SG Rotation Prenzlauer Berg und 2016/2017 mit 1:3 beim TSV Tempelhof-Mariendorf ohne Punktgewinn geblieben. Diesmal ließen sich die Potsdamerinnen unter Co-Trainerin Verena Poppe-Kohlsdorf nicht vom Erfolg abbringen, obwohl sie nur mit neun Spielerinnen nach Marzahn angereist waren – ein Saison-Negativrekord. Tags darauf gewann sie gegen Brandenburg souverän mit 3:0 (7, 14, 23). Für viele der ehemaligen Spielerinnen aus der zweiten USV-Mannschaft, die im Sommer als Landesmeister fast komplett nach Brandenburg gewechselt waren, wurde das Wiedersehen ein absolutes Debakel.

Damit holte der USV Potsdam an diesem Doppelspieltag fünf Punkte und distanzierte den Tabellenvierten SV Braunsbedra, der im Sachsen-Anhalt-Derby beim Absteiger USC Magdeburg mit 3:1 (20, -19, 11, 25) erfolgreich war, aber drei Punkte hinter den Potsdamerinnen liegt.

Der größte Gewinner dieses Spieltages war der BV Vorwärts, der im Duell zweier Abstiegskandidaten zu Hause den Marzahner VC glatt mit 3:0 (19, 15, 18) bezwang und mit diesem Sieg einen Riesenschritt aus der Abstiegszone vollzog. Als Tabellensiebenter mit 20 Punkten liegt der BVV vor TSV Spandau 1860 (17), SF Brandenburg 94 (16) und Marzahner VC (13), der mit zwei Niederlagen an diesem Doppelspieltag der größte Verlierer dieses Wochenendes war. Schlusslicht USC Magdeburg (11 Punkte) ist so gut wie chancenlos, als Aufsteiger die vierthöchste Spielklasse zu behaupten.

Hinweis: Am 18. März gibt es insgesamt vier nachzuholende Begegnungen. Danach geht die Saison am 25./26. März regulär mit dem 22. Spieltag weiter. Nach einer einwöchigen Pause kommt es am 8. April zum Saisonfinale mit dem verlegten 13. Spieltag.

Ergebnisse im Überblick

Männer, verlegter 12. Spieltag am 11. März 2017: Gardelegen – Berlin-Südwest 3:1, USV Potsdam – Spremberg 3:1, Prenzlauer Berg – Prieros 3:1, Berliner VV II – Cottbus verlegt auf 1. April 2017. Nachholspiel vom 1. Spieltag am 12. März 2017: Potsdam-Waldstadt – Mitteldeutschland II 3:0.

Frauen, verlegter 12. Spieltag am 11./12. März 2017: Tempelhof-Mariendorf – Berlin-Südwest 3:0, Potsdam – Brandenburg 3:0, Prenzlauer Berg II – Spandau 3:0, Magdeburg – Braunsbedra 1:3, Berliner VV – Marzahn 3:0. Nachholspiele am 10. März 2017 vom 20. Spieltag: Marzahn – Potsdam 2:3.

Die nächsten Spiele

Männer, Nachholspiele am 18. März 2017 vom 14. Spieltag: Gardelegen – Potsdam-Waldstadt; vom 17. Spieltag: USV Potsdam – Mitteldeutschland II; vom 20. Spieltag: Spremberg – Berlin-Südwest.

Frauen, Nachholspiel am 18. März 2017 vom 17. Spieltag: Potsdam – Magdeburg.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint spätestens am 21. März 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

05.03.2017

Wochenumschau nach 21. Spieltag: Gardelegens Männer feiern vorzeitigen Titelgewinn - Turbulenzen im Auf- und Abstieg

Gratulation an den Neuling SSV 80 Gardelegen!
Die Titelentscheidung bei den Männern ist bereits gefallen. Der souveräne Spitzenreiter und Neuling übersprang auf dem Weg zum ersten Regionalmeistertitel in der Vereinsgeschichte mit dem CV Mitteldeutschland II eine weitere Hürde. Im Nachholspiel vom 11. Spieltag setzten sich die Männer aus der Altmark allerdings erst in einem 5-Satz-Spiel mit 3:2 (-23, -21, 23, 17, 7) durch. Sie können in den letzten drei Heimspielen gegen VfK Berlin-Südwest, VC Potsdam-Waldstadt und Berliner VV II sowie zum Saisonfinale am 8. April auswärts gegen SV Energie Cottbus nicht mehr vom ersten Rang verdrängt werden, selbst wenn sie alles verlieren. Gardelegens Vorsprung gegenüber dem neuen Tabellenzweiten VfK Berlin-Südwest (32 Punkte) beträgt 11 Punkte, die die Südwestler in ihren drei restlichen Spielen nicht mehr aufholen können. Und der Tabellendritte VC Potsdam-Waldstadt hat bei noch vier ausstehenden Spielen einen Rückstand von 13 Punkte. Nichts geht mehr, um Gardelegen noch ein Bein zustellen!

Auch der Verlierer, der auf Platz sechs liegende CV Mitteldeutschland II, konnte jubeln: Mit dem Punktgewinn sind die Männer aus Sachsen-Anhalt dem Klassenerhalt einen ganz entscheidenden Schritt näher gekommen.

Gardelegens Kapitän und Außen-Annahmespieler Arne Kreißl bestätigte, wie schwierig es nach dem 0:2-Rückstand war, den starken Gegner aus Mitteldeutschland noch in den Griff zu bekommen und die zweite Saisonniederlage abzuwenden. „Doch es gelang uns, die Eigenfehler abzustellen und besser aufzuschlagen“, beschrieb der 28-Jährige die erhoffte Wende des Geschehens. Weitaus interessanter als der 3:2-Heimsieg sind allerdings die neuen Töne aus Gardelegen. Denn von dort ist zu hören, dass der lange Zeit weitgehend ausgeschlossene Aufstieg in die Dritte Liga Nord nun doch ein ernsthaftes Thema ist. „Es wird im Team darüber diskutiert“, bestätigte der Mannschaftskapitän. „Es sieht jedenfalls ganz danach aus, dass die Rahmenbedingungen für einen Aufstieg durch den Verein geschaffen werden. Nun geht es in erster Linie darum, wer aus der Mannschaft den Weg nach oben mitgehen will. Hier lässt sich noch nichts Konkretes sagen.“ Arne Kreißl selbst gab eine eher diplomatische Antwort: „Ich freue mich auf jedes Volleyballspiel – egal wo.“ Was die denkbare personelle Verstärkung mit Blick auf die Dritte Liga anbelangt, so sind Spekulationen, dass sich Gardelegen womöglich durch Spieler vom Drittliga-Absteiger USC Magdeburg verstärken könnte, durchaus nicht von der Hand zu weisen.

Die zweite überraschende Nachricht kommt vom VfK Berlin-Südwest, der einen möglichen Aufstieg in die Dritte Liga über einen Umweg nicht mehr ausschließt. Die Mannschaft schlug zuletzt auswärts den Tabellenletzten Berliner VV II mit 3:0 (22, 17, 19) und rückte durch die gleichzeitigen Niederlagen des bisherigen Tabellenzweiten SV Energie Cottbus (1:3 bei der SG Rotation Prenzlauer Berg) und des Tabellendritten VC Potsdam-Waldstadt (2:3 gegen USV Potsdam) auf den zweiten Tabellenrang vor. Das Topduell am nächsten Wochenende (11. März) beim verlegten 12. Spieltag mit Gardelegen kontra Berlin-Südwest hat nur noch einen besonderen Stellenwert für die aufstiegswilligen Südwestler.

Axel Krause, stellvertretender VfK-Mannschaftsleiter, bestätigte die Aufstiegsambitionen: „Wenn sich die Chance zum Aufstieg ergibt, würden wir sie nutzen.“ Die Chance könnte sich in zweifacher Hinsicht ergeben: zum einen beim Verzicht von Gardelegen als Direktaufsteiger als Zweit- oder Drittplatzierter, zum anderen durch eine Relegation, wenn noch Plätze in der Dritten Liga Nord frei sein sollten. Diese Möglichkeit scheint allerdings angesichts des jetzt schon 12 Mannschaften umfassenden Starterfeldes und der Rückkehr des Zweitbundesligisten TSGL Schöneiche sowie der Aufstiegsabsichten von Gardelegen und vom 1. PSV Neustrelitz aus der Regionalliga Nord eher unwahrscheinlich.

Aber was weiß man, was in den nächsten Wochen noch so alles in den Vereinen passiert. Auf jeden Fall ist am 31. März 2017 Meldeschluss für die Bereitschaft zum Aufstieg in die Dritte Liga, und für die Regionalliga ist am 15. März 2017 diesbezüglicher Meldeschluss.

In der Abstiegsfrage kündigen sich bis zum Saisonkehraus am 8. April 2017 noch jede Menge Turbulenzen an. Sieht man vom kaum noch zu rettenden Schusslicht Berliner VV II (11 Punkte) ab, so konzentriert sich das abstiegsbedrohte Feld auf weitere vier Mannschaften: SG Rotation Prenzlauer Berg (10./17 Punkte), MTV 1862 Wittenberg (9./19 Punkte), USV Potsdam (8./20 Punkte) und SG Prieros (7./21 Punkte). Nach wie vor ist die Ausgangslage so, dass aus der Dritten Liga Nord mit dem USC Magdeburg und TSV Spandau 1860 zwei Nordostvertreter in die Regionalliga zurückkehren werden. Auch der Berliner VV hat den Drittliga-Klassenerhalt noch nicht gesichert und könnte von Spandau überholt werden.

Kurzum: Es kommen auf jeden Fall zwei Teams zurück, so dass selbst beim Drittliga-Aufstieg von Gardelegen oder VfK Berlin-Südwest vier statt drei Regionalligisten absteigen – vorausgesetzt natürlich, dass es drei Direktaufsteiger aus den Landesliga von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gibt. So gut wie fest steht übrigens, dass die neu formierte zweite Jungenmannschaft des VC Olympia Berlin nächste Saison nicht in der Dritten Liga, sondern in der Regionalliga spielen wird. Dann würde man voraussichtlich mit 12 Männermannschaften (einschließlich VC Olympia Berlin II) in die nächste Saison gehen.

Wer also rettet sich aus dem bedrohten Quartett? Drei Mannschaften waren am 21. Spieltag siegreich, so dass das Feld enger zusammengerückt ist: Prenzlauer Berg schlug zu Hause Cottbus mit 3:1 (23, 20, -17, 26). Der USV Potsdam behielt in der heimischen Halle in der Heinrich-Mann-Allee im erbittert umkämpften Lokalderby gegen Potsdam-Waldstadt mit 3:2 (-22, -23, 16, 23, 11) die Oberhand. Und schließlich kam der Neuling SG Prieros in Wittenberg zum wichtigen 3:1 (11, 20, -23, 18)-Erfolg. Nun darf man gespannt sein auf den nächsten Spieltag mit den Begegnungen USV Potsdam gegen Spremberg und Prenzlauer Berg gegen Prieros.

Was das Potsdamer Lokalderby anbelangt, so war es ein Duell auf Augenhöhe und mit ansprechendem Regionalliganiveau – allerdings auch mit zwei gelben und zwei roten Karten. Beim USV Potsdam klammert man sich an jeden Strohhalm, um die Klasse zu halten, zumal zuletzt gegen Cottbus (3:2) und Gardelegen (2:3) drei Punkte geholt wurden. Bei den Waldstädtern schielt man auf den dritten Tabellenrang. Nach dem 0:2-Satzrückstand nach 22:25 und 23:25 stand der USV-Sechser mit dem Rücken zur Wand. Doch statt aufzugeben und in interne Reibereien zu verfallen, wie das in der Vergangenheit oft der Fall war, bewies das Team nun Nervenstärke, Willenskraft und taktisches Kalkül. Wie bereits in Cottbus rotierte die von Lars Hurtig und Falko Nowak gecoachte Mannschaft auf drei Positionen und kam vor allem über Mittelblocker Attila Dahmann und Routinier Andreas Scheuerpflug zu sehenswerten Angriffspunkten, so dass im dritten Durchgang mit 25:16 das Blatt gewendet wurde. Im vierten Abschnitt kochte die Derby-Atmosphäre nicht zuletzt aufgrund umstrittener Schiedsrichterentscheidungen. Eine gelbe Karte an Kapitän Jakob Violet (Waldstadt) und zwei rote Karten an Jens Reimann und Andreas Scheuerpflug (beide USV) entschieden fast die Partie, denn der USV lag zu diesem Zeitpunkt mit 15:17 zurück. Zwei Zusatzpunkte gaben den Waldstädter Auftrieb, die flugs auf 21:17 davonzogen und sich schon als Sieger sahen. Doch der Gastgeber kämpft um jeden Punkt und kam dank der langen Flatteraufschläge des eingewechselten Christian Burkhardt noch zum 25:23-Satzgewinn. Im Tiebreak wurden beim 8:6 die Seiten gewechselt. Nun schlug das Pendel endgültig in Richtung des USV aus, ehe die Volleyball-Legende Andreas Scheuerpflug mit dem 15:11 den Schlusspunkt setzte und die Mannschaft und die rund 250 Fans in der Halle über zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf jubelten.

Frauen des SV Braunsbedra

sind weiterhin zuversichtlich

Bei den Frauen behauptete Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf durch einen ungefährdeten 3:0 (19, 16, 16)-Erfolg beim ersten Abstiegskandidaten USC Magdeburg seinen 3-Punkte-Vorsprung gegenüber der SG Rotation Prenzlauer Berg II, die den zweiten Abstiegskandidaten Marzahner VC ebenfalls sicher mit 3:0 (20, 10, 21) beherrschte. Die drei Gegner von Tempelhof-Mariendorf bis zum Saisonfinale sind der VfK Berlin-Südwest, der Berliner VV (jeweils zu Hause) und der Marzahner VC (auswärts). Da sollte man vom Kurs Titelgewinn nicht mehr abkommen.

Mit der Paarung USV Potsdam (Tabellendritter) kontra SV Braunsbedra (Tabellenvierter) stand eine Spitzenbegegnung auf dem Programm, die allerdings nur im zweiten Satz richtig spannend war und ansonsten mit einem doch überraschend sicheren 3:1 (17, 27, -17, 18) für Braunsbedra endete. Damit rückte Braunsbedra (33 Punkte) als Tabellenvierter bis auf einen Punkt an Potsdam (34 Punkte) heran und hat alle Chancen, doch noch Meisterschaftsdritter zu werden. Nach wie ist man in Braunsbedra zuversichtlich, auf dem Umweg noch in die Dritte Liga aufrücken zu können. Reguläre Aufsteiger in das derzeitige 11er-Drittliga-Feld wären der TSV Tempelhof-Mariendorf und der 1.VC Parchim als Meister der Regionalliga Nord. Da der Berlin-Brandenburger SC – gegenwärtig Tabellenzweiter in der Dritten Liga - wie auch der Tabellensechste SC Alstertal-Langenhorn Aufstiegsabsichten in die 2. Bundesliga Nord bekundeten, könnten sich durchaus freie Plätze in der dritthöchsten deutschen Spielklasse ergeben. Und genau darauf baut man in Braunsbedra.

In punkto Abstieg verbesserte sich die Situation für den Berliner VV durch den Punktgewinn bei der 2:3 (22, -21, -12, 19, -6)-Heimniederlage gegen den VfK Berlin-Südwest geringfügig. Nach wie vor sind Magdeburg (11 Punkte) und Marzahn (12 Punkte) am stärksten abstiegsgefährdet. Der dritte Absteiger dürfte aus dem Trio mit SF Brandenburg 94 (16 Punkte), TSV Spandau 1860 und Berliner VV (je 17 Punkte) ermittelt werden. Von den Abstiegskandidaten spielen demnächst Marzahn im Nachholspiel zu Hause gegen Potsdam, Brandenburg auswärts gegen Potsdam, Spandau auswärts gegen Prenzlauer Berg II, Magdeburg zu Hause gegen Braunsbedra und der BVV zu Hause gegen Marzahn. Die Magdeburgerinnen müssen schließlich im Nachholspiel am 18. März in Potsdam antreten. Die Rechnereien können also munter losgehen!

Hinweis: Nach diesem 21. Spieltag wird die Regionalligasaison mit dem auf den 11. März verlegten 12. Spieltag fortgesetzt. Eine Woche später gibt es am 18. März insgesamt vier nachzuholende Begegnungen. Erst danach geht die Saison am 25./26. März regulär mit dem 22. Spieltag weiter. Daran schließt sich eine einwöchige Pause, ehe schließlich am 8. April das Saisonfinale mit dem verlegten 13. Spieltag ansteht.

Ergebnisse im Überblick

Männer, 21. Spieltag am 4. März 2017: Berliner VV II – Berlin-Südwest 0:3, Wittenberg – Pieros 1:3, USV Potsdam – Potsdam-Waldstadt 3:2, Prenzlauer Berg – Cottbus 3:1. Nachholspiel vom 10. Spieltag am 4. März 2017: Gardelegen – Mitteldeutschland II 3:2.

Frauen, 21. Spieltag am 4./5. März 2017: Berliner VV – Berlin-Südwest 2:3, Potsdam – Braunsbedra 1:3, Prenzlauer Berg II – Marzahn 3:0, Magdeburg – Tempelhof-Mariendorf 0:3.

Die nächsten Spiele

Männer, verlegter 12. Spieltag am 11. März 2017: Gardelegen – Berlin-Südwest, USV Potsdam – Spremberg, Prenzlauer Berg – Prieros, Berliner VV II – Cottbus. Nachholspiel vom 1. Spieltag am 12. März 2017: Potsdam-Waldstadt – Mitteldeutschland II.

Nachholspiele am 18. März 2017 vom 14. Spieltag: Gardelegen – Potsdam-Waldstadt; vom 17. Spieltag: USV Potsdam – Mitteldeutschland II; vom 20. Spieltag: Spremberg – Berlin-Südwest.

Frauen, verlegter 12. Spieltag am 11./12. März 2017: Tempelhof-Mariendorf – Berlin-Südwest, Potsdam – Brandenburg, Prenzlauer Berg II - Spandau, Magdeburg - Braunsbedra, Berliner VV – Marzahn. Nachholspiele am 10. März 2017 vom 20. Spieltag: Marzahn – Potsdam. Nachholspiel am 18. März 2017 vom 17. Spieltag: Potsdam – Magdeburg.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 12. Spieltag spätestens am 14. März 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

26.02.2017

Wochenumschau nach 20. Spieltag: Tempelhof-Mariendorf schon mit einer Hand am Meistertitel

Der 20. Spieltag hatte einen ganz besonderen Reiz: Denn zumindest bei den Frauen konnte eine Vorentscheidung bei der Titelvergabe fallen. Die Ausgangsposition: Der TSV Tempelhof-Mariendorf führte die Tabelle mit 42 Punkten und einem 2-Punkte-Plus vor der SG Rotation Prenzlauer Berg II an. Nun empfing der Spitzenreiter den Verfolger. Ein Duell, das seit jeher Brisanz umgab. Zuletzt hatte es in dieser Saison im Hinspiel einen hart umkämpften 3:2-Auwärtssieg für die Tempelhoferinnen gegeben, die nach einer 2:0-Satzführung fast noch gestrauchelt wären und sich erst im Tiebreak mit 15:13 ins Ziel retteten.

Nach der Tabellenlage war klar: Gewinnt das seit dem 8. Spieltag Mitte November 2016 in ununterbrochener Folge die Tabelle anführende Team von Tempelhof-Mariendorf, würde die Meisterschaft zugunsten der Tempelhoferinnen so gut wie entschieden sein. Denn in den letzten vier Saisonspielen gegen USC Magdeburg (Auswärtsspiel), VfK Berlin-Südwest, Berliner VV (jeweils Heimspiel) und Marzahner VC (Auswärtsspiel) sollte die Mannschaft um Trainer Gerald Kanig nicht noch ins Stolpern geraten. Selbst wenn Tempelhof-Mariendorf (44 Punkte) noch drei Punkte abgegeben und Prenzlauer Berg (41 Punkte) seine letzten vier Gegner mit Marzahner VC, TSV Spandau 1860 (beide zu Hause), SV Braunsbedra und SF Brandenburg 94 (beide auswärts) ausnahmslos mit 3-Punkt-Gewinnen bezwingen würde, läge bei Punktgleichheit der Siegvorteil auf Seiten von Tempelhof-Mariendorf (gegenwärtig 16:13). Es müsste also schon alles verquer laufen, wenn der TSV Tempelhof-Mariendorf nicht zum ersten Regionalmeistertitel in seiner Vereinsgeschichte käme!

Das Rückrundenduell war letztendlich eine Doublette des Hinspiels. Denn nach 19:25, 25:19, 16:25 und 25:21 musste erneut der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Zwar hatte Prenzlauer Berg im Gegensatz zum Hinspiel mit 2:1 Sätzen geführt und war damit auf dem Weg zum greifbar nahen Erfolg, doch wie in der Hinrunde fiel die Entscheidung im Tiebreak, den die Gastgeberinnen wiederum mit 15:13 knapp für sich entschieden. Damit war die Chance für die Prenzelbergerinnen, nach 2009, 2013, 2014 und 2015 zum fünften Mal Regionalmeister zu werden, dahin.

TSV-Trainer Gerald Kanig kommentierte das Geschehen folgendermaßen: „So gut und so knapp, wie das Spiel heute war, hätte es eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt. Das zeigt sich auch am Ballverhältnis von 103:100 für Prenzlauer Berg. Dank guter Block- und Abwehrarbeit beider Teams gab es viele sehenswerte lange Ballwechsel. Nach dem 1:2-Satzrückstand standen wir mit dem Rücken zur Wand. Minimum ein Punkt musste her, um aus eigener Kraft das Meisterschaftsrennen zu unseren Gunsten entscheiden zu können. Kompliment an mein Team, wie es sich aus der schwierigen Lage herausgekämpft hat. Leider zog sich im vierten Satz, bei einem Satzball für uns, Melanie Gernert von den Prenzelbergerinnen eine Handverletzung zu, so dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Das war ein Handikap. Im alles entscheidenden fünften Satz lagen wir schon 13:9 vorn, aber Prenzlauer Berg kam durch gute Aufgaben noch zum 13:13-Ausgleich. Beim Stand von 14:13 für uns schlug Andrea Bürger mit viel Wirkung auf, und nach gelungener Abwehr verwandelte Anita Burchardt gleich den ersten Matchball zum 15:13.“ Kanig fügte schließlich noch hinzu: „Vielleicht ist mit diesem 3:2-Sieg eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft gefallen, aber alle Gegner, gegen die wir noch spielen müssen, stecken im Abstiegskampf und haben gegen uns nichts zu verlieren. Wir sind also gewarnt. Für unseren gesamten Kader heißt das, weiter konzentriert und gut vorbereitet in die letzten Saisonspiele zu gehen. Aber ich bin zuversichtlich. Denn wir haben einen großen Kader, der auch regelmäßig die Trainingseinheiten wahrnimmt. Ich denke, der Schlendrian kommt nicht durch.“

Auf Seiten der knapp unterlegenen Prenzelbergerinnen sah Trainer Klaus Helmke das Spiel so: „Es war ein von hohem Leistungsniveau bestimmtes Spiel mit dem besseren Ausgang für Tempelhof-Mariendorf. Das verletzungsbedingte Ausscheiden von Melanie Gernert am Ende des vierten Satzes wirkte sich mental enorm auf unser Team aus. Wir verloren diesen Satz und büßten damit unseren 2:1-Satzvorteil ein. Im fünften Satz kämpften wir uns nach Rückständen bis auf 13:13 heran. Mehr ließ der Gegner aber nicht zu. Geprägt wurde das Spiel auf beiden Seiten von den Zuspielerinnen Vivien Rechlin von Rotation und Anne Oemus von TM, die verdientermaßen auch als wertvollste Spielerinnen ausgezeichnet wurden.“

In den beiden übrigen Begegnungen dieses Spieltages – die Partie Marzahner VC gegen USV Potsdam war auf den 10. März verlegt worden – verblüffte in der Abstiegszone erneut das Schlusslicht USC Magdeburg, das beim Viertletzten Berliner VV mit 3:1 (-20, 14, 18, 21) gewann. Schon in der Vorwoche hatten die Magdeburgerinnen mit dem 3:2 beim VfK Berlin-Südwest überrascht. Nunmehr feierten sie ihren vierten Sieg im 15. Saisonspiel und kämpften sich mit 11 Punkten an den Tabellenvorletzten Marzahner VC (12 Punkte) heran. Davor liegen die SF Brandenburg 94, die zu Hause gegen die Südwestlerinnen mit 1:3 (-20, 24, -21, -18) verloren, und der Berliner VV (je 16 Punkte), wobei die Brandenburgerinnen zwei Spiele mehr ausgetragen haben und der BVV mit einem Spiel mehr dasteht.

Das Schlussduo müsste in seinen ausstehenden fünf Spielen mindestens fünf oder sogar mehr Punkte aufholen, um am Ende nicht zu den drei Direktabsteigern zu gehören. Das dürfte eher unwahrscheinlich sein. Für den Aufsteiger USC Magdeburg wäre der Abstieg die zweite bittere Pille des Vereins in dieser Saison, denn auch die Männer sind als Ex-Zweitbundesligist im „freien Fall“ und als Tabellenletzter in der Dritten Liga Nord nur noch durch ein Wunder vom erneuten Abstieg zu retten.

Gardelegens Männer sind weiter auf Titelkurs

Bei den Männern gab es an diesem 20. Spieltag lediglich vier Begegnung, darunter ein Nachholspiel vom 9. Spieltag. An allen vier Spielen waren Abstiegskandidaten beteiligt. Dabei musste der Tabellenvorletzte SG Rotation Prenzlauer Berg auswärts gegen den Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen und der drittletzte USV Potsdam beim Tabellenzweiten SV Energie Cottbus antreten. Beiden Ur-Regionalligisten aus Prenzlauer Berg und Potsdam, die in früheren Jahren sogar schon zu Titelehren gekommen waren, droht der Abstieg, zumal erschwerend hinzukommt, dass es womöglich vier statt drei Absteiger geben wird.

Gardelegen hatte beim 3:1 (17, 17, 28) gegen Prenzlauer Berg nur im dritten Durchgang Mühe, aber am Ende zählt halt nur der Sieg und nichts weiter. Mit diesem Heimerfolg ist der Neuling mit 41 Punkten weiterhin unbeirrt auf Titelkurs. Noch folgen vier Heimspiele gegen CV Mitteldeutschland II, VfK Berlin-Südwest, VC Potsdam-Waldstadt und Berliner VV II. Letzter Gegner ist zum Saisonfinale am 8. April auswärts der SV Energie Cottbus.

Der Vorsprung gegenüber dem Verfolger SV Energie Cottbus (30 Punkte) konnte sogar noch auf 11 Punkte ausgebaut werden, was daran lag, dass die Cottbuser als Tabellenzweiter ihr Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten USV Potsdam mit 2:3 (-23, 18, -21, 21, -8) verloren und zwei Punkte abgeben mussten. Für die Potsdamer war es ein hochwichtiger 2-Punkt-Gewinn im Abstiegskampf. Als Drittletzter (18 Punkte) vor dem Vorletzten Prenzlauer Berg (14 Punkte) und dem Schlusslicht BVV II (11) haben sie ein gutes Punktepolster, aber da womöglich drei statt vier Mannschaften absteigen, gilt die volle Konzentration nach vorn. Und da hat der USV Potsdam mit diesem Auswärtssieg zum Neuling und Viertletzten SG Prieros aufgeschlossen und nur noch einen Zähler Rückstand auf den MTV 1862 Wittenberg (19 Punkte), der beim VC Potsdam-Waldstadt mit 1:3 (-20, -21, 27, -21) das Nachsehen hatte.

Der Kampf um den Klassenerhalt dürfte für den BV Vorwärts II, der schon in der vorigen Saison gerade so dem Abstieg entgangen war, kaum noch ein realistisches Thema sein. Im Nachholspiel vom 9. Spieltag gab es beim CV Mitteldeutschland II mit 0:3 (-18, -18, -15) die 13. Niederlage im 16. Saisonspiel. Hinzu kommt, dass die erste BVV-Mannschaft in der Dritten Liga Nord neben den beiden Nordost-Vertretern USC Magdeburg und TSV Spandau nach wie vor noch abstiegsgefährdet ist. Dann müsste BVV II ohnehin die Regionalliga verlassen.

Das siegreiche Team aus Mitteldeutschland hat sich hingegen mit 24 Punkten und einem 5-Punkte-Plus gegenüber den im Abstiegskampf mitgefährdeten Wittenbergern aus der Abstiegszone verabschiedet. Die augenblickliche Lage hinsichtlich der vermutlichen vier Absteiger lässt sich so auf den Punkt bringen: Der BV Vorwärts II und Prenzlauer Berg sind die ersten Kandidaten. Potsdam, Prieros und Wittenberg ermitteln die beiden weiteren Absteiger. Eine Art Vorentscheidung könnte hier am 21. Spieltag (4. März) fallen, wenn Wittenberg und Prieros sowie im stets hart umkämpften Lokalderby der USV Potsdam und der VC Potsdam-Waldstadt aufeinandertreffen. Aber selbst die vermeintlich schon abgeschriebenen Prenzelberger scheinen im Heimspiel gegen Cottbus nicht ganz chancenlos zu sein. Es wird also eng, eng und nochmals eng…

Ergebnisse im Überblick

Männer, 20. Spieltag am 25. Februar 2017: Gardelegen – Prenzlauer Berg 3:0, Cottbus – USV Potsdam 2:3, Potsdam-Waldstadt – Wittenberg 3:1. Nachholspiel vom 9. Spieltag am 26. Februar 2017: Mitteldeutschland II – Berliner VV II 3:0.

Frauen, 20. Spieltag am 25. Februar 2017: Brandenburg – Berlin-Südwest 1:3, Berliner VV – Magdeburg 1:3, Tempelhof-Mariendorf – Prenzlauer Berg II 3:2, Marzahn – Potsdam verlegt auf 10. März (19 Uhr).

Die nächsten Spiele

Männer, 21. Spieltag am 4. März 2017: Berliner VV II – Berlin-Südwest, Wittenberg – Pieros, USV Potsdam – Potsdam-Waldstadt, Prenzlauer Berg – Cottbus. Nachholspiel vom 10. Spieltag am 4. März 2017: Gardelegen – Mitteldeutschland II.

Frauen, 21. Spieltag am 4. März 2017: Berliner VV – Berlin-Südwest, Potsdam – Braunsbedra, Prenzlauer Berg II – Marzahn, Magdeburg – Tempelhof-Mariendorf.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 21. Spieltag spätestens am 7. März 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

21.02.2017

Wochenumschau nach 19. Spieltag: Beide Spitzenreiter schwächeln und müssen auswärts einen Punkt abgeben

Der 19. Spieltag hatte es in sich: Von den insgesamt zehn Begegnungen wurden gleich sechs – je drei bei den Männern und Frauen – erst im Tiebreak entschieden, wobei fünf der 5-Satz-Spiele von der gegnerischen Mannschaften gewonnen wurde! Betroffen waren davon auch beide Spitzenreiter: die Männer des SSV 80 Gardelegen und die Frauen des TSV Tempelhof-Mariendorf, die schwächelten und am Ende mit ihrem 3:2-Sieg einen Punkt abgeben mussten. In beiden Fällen war es der Gastgeber USV Potsdam, der die Favoriten herausforderte – und das unter eigentlich misslichen Umständen. Denn von Heimvorteil konnte nicht die Rede sein. Der USV musste kurzfristig seine angestammte Heimstätte in der Heinrich-Mann-Allee gegen die Ballspielhalle am Luftschiffhafen tauschen.

Als erste mussten die Männer aufs ungewohnte Parkett im Olympiazentrum. Sie unterlagen nach einem 0:2-Satzrückstand und eigenem Matchball Gardelegen mit 2:3 (23:25, 20:25, 25:17, 25:20, 15:17). Bei den USV-Männern war die Hoffnung auf einen Sieg gegen den souveränen Tabellenführer aus der Altmark nach der 0:3-Schlappe in der Vorwoche beim Abstiegskandidaten BV Vorwärts II nicht besonders groß. Die ebenfalls tief im Abstiegskampf verstrickten Potsdamer hatten dabei phasenweise den Eindruck erweckt, als würden sie sich schon aufgegeben haben. Sollte ausgerechnet gegen den Ligaprimus alles besser werden?

Zunächst sah es für den diesmal mit elf Spielern angetretenen USV Potsdam unter Interimscoach Lars Hurtig auch ganz gut aus. Im ersten Satz konnten sich die Gastgeber dank einer stabilen Annahme und guten Aufschlägen über 13:8 auf 19:13 absetzen. Doch dann zogen die Gäste an und gingen mit 21:20 in Führung. Am Ende reichte es nicht zum Satzgewinn, der mit 25:23 an Gardelegen ging. Im zweiten Abschnitt folgte der Einbruch gleich zu Beginn mit 0:7. Diese Hypothek war nicht wettzumachen - 20:25. Dann aber trat doch noch die Wende ein, als im dritten Satz die Eigenfehlerquote reduziert wurde und der USV über 7:4, 16:10 und 20:14 auf 25:17 davonzog. Auch im vierten Durchgang kamen die Potsdamer über alle Angriffspositionen regelmäßig zum Erfolg und kämpften sich über 12:7 und 18:12 zum 25:20-Satzgewinn und damit in den Tiebreak. Dort machte der Spitzenreiter nach dem 8:8 noch einmal Ernst. Doch die Potsdamer kamen zurück ins Spiel und drehten den 12:14-Rückstand in einen 15:14-Vorteil. Den Matchball vergaben sie allerdings, so dass sie am Ende mit 15:17 als Verlierer dastanden.

„Dass wir verloren haben, lag an Nuancen“, meinte Zuspieler Thomas Schulze, der noch in der vorigen Saison als Spielertrainer fungierte, bis Falko Nowak im Februar 2016 das Amt übernahm. „Wenn du da unten drin steckst, verlierst du solche Spiele. Aber die heutige Leistung war regionalligareif.“

Am kommenden Wochenende müssen die auf dem drittletzten Rang liegenden Potsdamer beim neuen Tabellenzweiten SV Energie Cottbus unbedingt punkten, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Allerdings sparte Schulze auch nicht mit Kritik, wenn er auf die bisherige Saison blickt: „Der Abstiegskampf scheint noch nicht im gesamten Team angekommen zu sein. Gerade in der aktuell brenzligen Situation fehlt die Unterstützung von allen Spielern. Wir müssen also von Spiel zu Spiel schauen, was noch möglich ist. Wenn sich nichts grundlegend ändert, werden wir absteigen. Wenn wir jedoch die Leistung gegen Gardelegen wiederholen können, sind wir nicht chancenlos im Klassenerhalt.“ Wenn man sich vergegenwärtigt, dass der USV Potsdam ein Urgestein der Regionalliga ist und schon zweimal (1998 und 2003) Meister war, dann wäre ein Abstieg in die Brandenburgliga besonders tragisch und womöglich das Aus dieses Teams. Zumindest würde eine Reise ins Ungewisse folgen.

Die missliche Situation des USV Potsdam wird noch dadurch verstärkt, dass ein ebenfalls prominentes Ligaurgestein, nämlich die SG Rotation Prenzlauer Berg, sogar Vorletzter ist – mit 14 Punkten nur um zwei Zähler schlechter als Potsdam. Schlusslicht ist der Fast-Absteiger BV Vorwärts II (11 Punkte), der im Direktduell bei den Prenzelbergern mit 0:3 (-21, -20, -20) das Nachsehen hatte. Prenzlauer Berg dürfte mit dem 3-Punkt-Gewinn wieder Mut geschöpft haben. Viertletzter und im Fall von vier Absteigern stark bedroht ist der Neuling SG Prieros (18 Punkte), der im Heimspiel gegen den KSC ASAHI Spremberg mit 1:3 (22, -21, -20, -18) den Kürzeren zog. Abstiegsgefährdet ist auch der Tabellensiebente MTV 1862 Wittenberg, der zu Hause beim 2:3 (-22, -25, 22, 21, -7) gegen den neuen Tabellenzweiten SV Energie Cottbus einen wertvollen Punkt erkämpfte.

Der Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen (38 Punkte) kann seinen Punktverlust in Potsdam verschmerzen, zumal der bisherige erste Verfolger, der VfK Berlin-Südwest, im Nachholspiel vom 8. Spieltag beim CV Mitteldeutschland II mit 2:3 (-25, -19, 15, 27, -11) verlor. Gardelegen hat immerhin neun Punkte Vorsprung auf Cottbus und Südwest. Noch stehen für die Altmärker sechs Spiele aus, darunter fünf (!) Heimspiele in Folge. Erst zum Saisonfinale müssen sie auswärts gegen Cottbus antreten. Die nächsten fünf Heimgegner sind Prenzlauer Berg, Mitteldeutschland II, Berlin-Südwest, Potsdam-Waldstadt und BVV II. Genug Stolpersteine also, um den angepeilten Meistertitel womöglich doch noch aus dem Blick zu verlieren…

Viel Dramatik im Titelkampf der Frauen:

Feueralarm in Potsdam - Vorentscheidung am Wochenende

Bei den Frauen hat der USV Potsdam den Kampf um den Meistertitel noch einmal spannend gemacht, obwohl sich die Potsdamerinnen dem ungeschlagenen Ligaprimus TSV Tempelhof-Mariendorf nach 2:37 Stunden knapp mit 2:3 (14:25, 25:20, 25:23, 19:25, 11:15) beugen mussten. Während die Gäste aus Berlin in voller Besetzung angereist waren (lediglich die etatmäßige Libera fehlte beim Spitzenreiter), fehlten beim USV mit Martina Gast (Reha nach erneuter Knie-OP), Verena Poppe-Kohlsdorf (Knochenmarksödem im Sprunggelenk), Madlen Schulze (Familientag) und Martina Stoof und Tina Patzner (verreist) gleich fünf wichtige Akteure. Dafür feierte Susann Sass nach knapp eineinhalb Jahren ihr Comeback im USV-Trikot.

Im ersten Satz kamen die Gastgeberinnen im Angriff selten und im Block überhaupt nicht zum Zuge. Dazu gesellte sich eine durchwachsene Annahmeleistung. Am 14:25 war wenig zu rütteln. Danach tauschte Trainer Thomas Schulze die Positionen der Mittelblocker und der Annahme-Außen, um den gegnerischen Angreifern ein komplett neues Blockbild zu bieten. Der Plan ging auf. Die Gastgeberinnen stabilisierten sich und agierten nun auch aus einer soliden Annahme. Das trug zu einer sehr ansehnlichen Partie bei, die eines Topspiels würdig war. Bis zum 19:20 blieb das Spiel auf des Messers Schneide, dann machte die eingewechselte Karen Amlang am Aufschlag mit den Gästen kurzen Prozess - 25:20 und 1:1-Satzgleichstand. Im dritten Satz strapazierten beide Teams dann die Nerven ihrer Trainer: Nach 0:6 verkürzte der USV auf 6:7, um dann wieder 6:10 zurückzuliegen. Danach ging es eng weiter: 10:12, 11:14, 18:20 und schließlich 21:20-Führung für die Potsdamerinnen. Selbst nach einem 24:21-Vorsprung mussten die Potsdamerinnen noch zittern. Die Gäste wehrten sich nach Kräften, doch ein Angriffsfehler von Ex-Bundesligaprofi Regina Mapeli-Burchardt sorgte für die Entscheidung – 25:23 für den USV.

Mit der 2:1-Satzführung schien sich eine Überraschung anzubahnen. Doch im vierten Satz bekamen die Potsdamerinnen keinen Fuß auf den Boden und fingen sich eine 3:7-Serie ein, was den Gästen wieder zur Führung verhalf. Beide Teams kämpften leidenschaftlich um jeden Ball, ehe ein Feueralarm in der Halle ausbrach. Die Schiedsrichter entschieden sofort auf Spielunterbrechung. Beide Teams mussten die Halle verlassen. Da diese erst nach Eintreffen und Prüfung durch die Feuerwehr wieder betreten werden konnte, ging eine halbe Stunde bei Temperaturen von nur vier Grad ins Land. Der Grund: Ein eingeschlagener Feuermelder am Ausgang der MBS-Arena war beim Verlassen der Ultras des SC Potsdam nach dem Frauen-Bundesligasieg gegen Suhl aktiv geworden.

Nach 15-minütiger erneuter Erwärmung wurde das Spiel beim Stand von 15:19 fortgesetzt. Die Frage, wie beide Mannschaften die Zwangspause wegstecken würden, beantwortete sich bereits nach wenigen Ballwechseln: Beim USV lief verhältnismäßig wenig zusammen, bei Tempelhof-Mariendorf drehte Mapeli-Burchardt nun auf und entschied mit ihren Angriffen den vierten Satz mit 25:19. Im Tiebreak lieferten sich beide Teams noch einmal einen heftigen Schlagabtausch, doch die Ausnahmespielerin auf der Gegenseite stellte früh die Weichen auf Sieg: Nach 2:7 kam Potsdam mit 11:15 unter die Räder. USV-Trainer Thomas Schulze lobte sein Team: "Mit dieser Leistung gegen diesen Gegner muss man sich absolut nicht verstecken."

Das Fazit von TSV-Trainer Gerald Kanig: „Potsdam hat es uns am Anfang leicht gemacht, kam dann aber immer wieder gut ins Spiel. Unter den misslichen Umständen mit der 30-minütigen Zwangspause in der Kälte haben wir zwei wichtige Punkte geholt. Nun gilt die volle Konzentration dem nächsten Spiel gegen den Verfolger Prenzlauer Berg. Auch hier erwarte ich wie im Hinspiel, das wir nach einer 2:0-Führung und einem 15:13 im Tiebreak mit 3:2 gewinnen konnten, wieder ein enges und attraktives Spiel. Wichtig ist, dass alle gesund die Woche durchtrainieren können. Eine spezielle Vorbereitung auf diese wichtige Partie wird es nicht geben. Ich denke, dass meine Spielerinnen gut motiviert in dieses Spiel wie auch in die noch ausstehenden vier Spiele gehen werden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Meister werden und aufsteigen.“

Tatsächlich steht am Wochenende eine Vorentscheidung über die Titelvergabe an, wenn Tempelhof-Mariendorf die Prenzelbergerinnen empfängt. Tempelhof-Mariendorf führt die Tabelle mit 42 Punkten an, gefolgt von Prenzlauer Berg (40), das zuletzt erwartungsgemäß zu Hause den BV Vorwärts mit 3:0 (21, 14, 17) abgefertigt hatte. Sollten die Tempelhoferinnen drei Punkte abgeben, würden sie von Prenzlauer Berg überflügelt werden. Gelänge den Prenzelbergerinnen „nur“ ein 3:2-Sieg, würden sie mit insgesamt 42 Punkten weiterhin hinter Tempelhof-Mariendorf (43) liegen – womit die Meisterschaft angesichts eines 15:14-Siegvorteils für das TSV-Team entschieden wäre. Denn es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Tempelhof-Mariendorf danach in den letzten vier Saisonspiele Punkteinbußen gegen Konkurrenten erleiden würde, die in der Hinrunde souverän geschlagen wurden: USC Magdeburg (Auswärtsspiel), VfK Berlin-Südwest, BV Vorwärts (jeweils Heimspiel), die im Hinspiel durchweg mit 3:0 bezwungen wurden, und Marzahner VC (Auswärtsspiel), der mit 1:3 das Nachsehen hatte.

In den übrigen Spielen der Frauen gab der Tabellenletzte USC Magdeburg (8 Punkte) mit dem 3:2 (-14, -15, 18, 21, 9)-Auswärtssieg gegen den VfK Berlin-Südwest ein Lebenszeichen von sich – aber auch der dritte Saisonsieg ändert am Abstiegsschicksal der Magdeburgerinnen wenig. Auch für den Tabellenvorletzten Marzahner VC (12 Punkte), der beim SV Energie Cottbus mit 1:3 (-16, -11, 20, -21) verlor, sind die Aussichten auf den Klassenverbleib gering, auch wenn es keine Unmöglichkeit ist, einen 4-Punkte-Abstand gegenüber SF Brandenburg 94 und BV Vorwärts aufzuholen. Die Brandenburgerinnen erkämpften im dritten 5-Satz-Spiel der Frauen beim 2:3 (-24, 16, -16, 22, -11) zu Hause gegen den TSV Spandau 1860 einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf.

Ergebnisse im Überblick

Männer, 19. Spieltag am 18. Februar 2017: Prenzlauer Berg – Berliner VV II 3:0, Wittenberg – Cottbus 2:3, USV Potsdam – Gardelegen 2:3. Nachholspiele vom 8. Spieltag am 18. Februar 2017: Mitteldeutschland II – Berlin-Südwest 3:2, Prieros – Spremberg 1:3.

Frauen, 19. Spieltag am 18./19. Februar 2017: Prenzlauer Berg II – Berliner VV 3:0, Berlin-Südwest – Magdeburg 2:3, Brandenburg – Spandau 2:3, Cottbus – Marzahn 3:1, Potsdam – Tempelhof-Mariendorf 2:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 20. Spieltag am 25. Februar 2017: Gardelegen – Prenzlauer Berg, Cottbus – USV Potsdam, Potsdam-Waldstadt – Wittenberg. Nachholspiel vom 9. Spieltag am 26. Februar 2017: Mitteldeutschland II – Berliner VV II.

Frauen, 20. Spieltag am 25. Februar 2017: Brandenburg – Berlin-Südwest, BVV – Magdeburg, Tempelhof-Mariendorf – Prenzlauer Berg II, Marzahn – Potsdam.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 20. Spieltag spätestens am 28. Februar 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

12.02.2017

Wochenumschau nach 18. Spieltag: Rette sich, wer kann! Aber wie?

Aktualisierte Fassung - Montag, 13. Februar 2017, 12.50 Uhr

Nach der dreiwöchigen Pause ab Mitte Dezember über den Jahreswechsel hatte es nun die zweite längere Auszeit in dieser 26. Regionalligasaison mit der zweiwöchigen Winterpause gegeben, ehe am letzten Wochenende der 18. Spieltag über die Bühne ging. Dazwischen lagen noch vier nachzuholende oder vorverlegte Begegnungen.

Blickt man auf das Tabellenbild der Männer und Frauen, so liegt der erste Schluss nahe, dass eigentlich nichts Gravierendes passiert ist. Doch was heißt „eigentlich“? Nun, die beiden souveränen Spitzenreiter entledigten sich ihrer Aufgaben, ohne über sich hinauswachsen zu müssen. Die Männer des Aufsteigers SSV Gardelegen schlugen auf heimischem Parkett den MTV 1862 Wittenberg mit 3:0 (17, 14, 19), so dass die umformierte Mannschaft des vorjährigen Vizemeisters als Viertletzter (18 Punkte) weiter im Abstiegsstrudel treibt.

Auch die Frauen vom Tabellenführer SV Tempelhof-Mariendorf ließen sich vor heimischer Kulisse vom SV Energie Cottbus nicht überraschen und unterstrichen mit dem 3:0 (17, 17, 20)-Heimsieg ihre dominante Stellung. Tempelhof-Mariendorfs Trainer Gerald Kanig kommentierte das Spiel so: "Ich war ganz zufrieden mit dem klaren Sieg gegen Cottbus. Nach dreiwöchiger Spielpause haben wir von Anfang an gezeigt, dass wir nichts anbrennen lassen wollen. Die jungen Mädels aus Cottbus haben sich sportlich gut entwickelt und in jedem Satz ordentlich gegengehalten. Dadurch entstand ein recht ansehnliches Spiel. Wir gehen jedenfalls gut gerüstet in die beiden Spitzenspiele an den nächsten beiden Wochenenden: am 18. Februar auswärts gegen Potsdam und danach am 25. Februar zu Hause gegen Prenzlauer Berg."

Wie aber reagieren die Verfolger? Wie wehren sich die Abstiegskandidaten? Bei den Männern war der Tabellendritte VfK Berlin-Südwest gleich zweimal in Auswärtsspielen gefordert: im Nachholspiel vom 16. Spieltag gegen den VC Potsdam-Waldstadt und am regulären 18. Spieltag gegen den Abstiegskandidaten SG Prieros. Da der Tabellenweite SV Energie Cottbus spielfrei war, eröffnete sich den Südwestlern die Chance, die Cottbuser zumindest vorübergehend zu überflügeln.

Kaum zu glauben, aber die Südwestler vergeigten gleich beide Chancen: die erste mit einem 2:3 (-18, 23, -14, 22, -13) auswärts gegen die Waldstädter, die zweite ebenfalls auswärts und ebenfalls in einem 5-Satz-Spiel mit 2:3 (-21, 16, 17, -22, -15) gegen Prieros. Für Prieros – nunmehr Tabellensiebenter mit 18 Punkten – war es ein wichtiger 2-Punkte-Gewinn im Abstiegskampf! In beiden Partien war der Tiebreak mehr als eng. Waldstadts Kapitän Jakob Violet beschrieb die Situation aus Sicht des Siegers so: „Nachdem den Südwestlern immer wieder der Satzausgleich gelungen war, schwante uns, dass der Tiebreak keine leichte Sache werden würden. So kam es auch. Mit 15:13 lag das bessere, vielleicht auch glücklichere Ende auf unserer Seite.“ Tags darauf in Prieros war es noch dramatischer zugegangen, denn die Berliner zogen im Entscheidungssatz erst nach Verlängerung mit 15:17 den Kürzeren.

Der VfK Berlin-Südwest rückte trotz dieser beiden Spielverluste aufgrund der beiden 1-Punkt-Gewinne aus den 2:3-Spielen auf den zweiten Platz (28 Punkte) vor und ist nunmehr erster Verfolger von Gardelegen (36), gefolgt vom SV Energie Cottbus (27), VC Potsdam-Waldstadt (26) und KSC ASAHI Spremberg (25). Die Waldstädter erkämpften sich den vierten Tabellenplatz mit einem 3:0 (19, 18, 23)-Heimsieg über Spremberg. Die Spremberger, die sich lange Zeit als erster Verfolger von Spitzenreiter Gardelegen hervorgetan und sich gegenüber der Vorsaison als Fast-Absteiger enorm gesteigert hatten, sind inzwischen in der Realität angekommen und auf den fünften Rang zurückgefallen. Immer noch aller Ehren wert!

Hinter diesem Fünfer-Feld folgt ein sechs Teams umfassendes Abstiegsfeld. Hier regiert der Slogan „Rette sich, wer kann!“ Aber wie? Der CV Mitteldeutschland II hält als Tabellensechster mit 19 Punkten gegenwärtig die besten Karten in der Hand, um am Ende nicht zu den womöglich vier Absteigern zu gehören. Nicht zuletzt dank des 3:1 (14, -22, 20, 21)-Heimerfolges im vorgezogenen Spiel des 18. Spieltages gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg. Für die Prenzelberger hat sich die Lage zunehmend verschärft. Der Tabellenvorletzte steckt bei 11 Punkten aus 14 Saisonspielen fest. Um das rettende Ufer zu erreichen, müssen mindestens sieben Punkte aufgeholt werden. Ein schwieriges Unterfangen für ein Team mit einer Minusbilanz von 10 Niederlagen und 4 Siegen. Es droht also tatsächlich dem Ex-Meister und alteingesessenen Regionalligisten der bittere Abstieg in die Berlin-Liga.

Für die leidenden Prenzelberger um Trainerin Romy Richter dürfte es ein schwacher Trost sein, dass der mitgefährdete Drittletzte, der USV Potsdam (15 Punkte), auch nicht von der Stelle kommt. Viel schwerwiegender ist hingegen, dass sich der Tabellenletzte Berliner VV II zurückgemeldet und mit Prenzlauer Berg nach Punkten (je 11 Zähler) gleichgezogen hat. Dem BVV II gelang nach der – standesgemäßen – Niederlage im Nachholspiel von 15. Spieltag in Spremberg mit 0:3 (-18, -14, -21) eine Woche später ein Coup: In eigener Halle ging die Mannschaft gegen den Drittletzten USV Potsdam als 3:0 (22, 19, 27)-Gewinner vom Feld. Es war der dritte Saisonsieg – zuletzt war der BVV zum Auftakt der Rückrunde zu Jahresbeginn zu Hause gegen Prieros mit 3:1 siegreich gewesen. War das ein Aufbruchsignal nach dem Motto „Totgesagte leben länger“? Womöglich gibt es darauf am nächsten Wochenende eine Antwort, wenn es am 19. Spieltag (18. Februar 2017) zum Direktduell der beiden erstrangigen Abstiegskandidaten kommt: Prenzlauer Berg kontra Berliner VV II. Der Verlierer dürfte dann überhaupt nicht mehr zu retten sein.

Verfolger des Spitzenreiters

bleiben weiter dran

Bei den Frauen wahrten alle drei Verfolger des erneut siegreichen Spitzenreiters Tempelhof-Mariendorf (40 Punkte) ihre Tabellenpositionen: der Tabellenzweite SG Prenzlauer Berg II (37 Punkte) mit einem überlegenen 3:0 (13, 16, 15)-Auswärtssieg über den so gut wie feststehenden Absteiger USC Magdeburg; der Tabellendritte USV Potsdam (33 Punkte) mit einem 3:0 (23, 16, 16) beim Berliner VV, der als Tabellensiebenter (16 Punkte) noch am meisten hoffen kann, am Ende nicht zu den drei Direktabsteigern zu gehören; und auch der Tabellenvierte SV Braunsbedra (30 Punkte), der allerdings im einzigen Sonntagspiel zu Hause gegen den SF Brandenburg 94 mit 2:3 (-20, 22, 23, -22, -12) das Nachsehen hatte, so dass sich Brandenburg vom drittletzten auf den viertletzten (Nichtabstiegs-)Platz verbesserte.

Die Tabellenkonstellation in der unteren Hälfte ist – abgesehen von Magdeburg – mehr als eng. Es geht pünktchenweise zwischen dem BVV (16), Brandenburg, Spandau (je 15) und Marzahn (13) zu. Für den derzeit auf einen rettenden siebenten Platz liegenden BVV kann sich die Situation aber schon am nächsten Spieltag (18./19. Februar 2017) ändern, wenn der BVV beim Favoriten Prenzlauer Berg II antreten muss.

Der TSV Spandau 1860 als nunmehr Drittletzter musste gleich zwei Rückschläge im Kampf um den Klassenverbleib einstecken: Im vorgezogenen Spiel vom 21. Spieltag verloren die Spandauerinnen beim SV Energie Cottbus mit 1:3 (13, -19, -24, -19) und anschließend am 18. Spieltag zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest ganz unglücklich nach einer 2:1-Satzführung und einem 18:20 im Tiebreak mit 2:3 (-14, 17, 14, -23, -18). Da sich am nächsten Spieltag mit Brandenburg und Spandau zwei Abstiegskandidaten direkt gegenüberstehen, dürfte das Tabellenbild wieder durcheinandergeraten. Die Saison geht also munter weiter: Rette sich, wer kann…

Ergebnisse im Überblick

Männer am 4. Februar: Nachholspiel vom 15. Spieltag: Spremberg – Berliner VV II 3:0. Vorgezogenes Spiel vom 18. Spieltag: CV Mitteldeutschland II – Prenzlauer Berg 3:1. Am 5. Februar 2017: Nachholspiel vom 16. Spieltag: Potsdam-Waldstadt – Berlin-Südwest 3:2

Frauen am 5. Februar 2017: Vorgezogenes Spiel vom 21. Spieltag: Cottbus – Spandau 3:1.

Männer, 18. Spieltag am 11. Februar 2017: Prieros – Berlin-Südwest 3:2, Potsdam-Waldstadt – Spremberg 3:0, BVV II – USV Potsdam 3:0, Gardelegen – Wittenberg 3:0.

Frauen, 18. Spieltag am 11./12. Februar 2017: Spandau – Berlin-Südwest 2:3, Magdeburg – Prenzlauer Berg II 0:3, BVV – Potsdam 0:3, Tempelhof-Mariendorf – Cottbus 3:0, Braunsbedra – Brandenburg 2:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 19. Spieltag am 18. Februar 2017: Prenzlauer Berg – Berliner VV II, Wittenberg – Cottbus, USV Potsdam – Gardelegen. Nachholspiele vom 8. Spieltag am 18. Februar 2017: Mitteldeutschland II – Berlin-Südwest, Prieros – Spremberg.

Frauen, 19. Spieltag am 18./19. Februar 2017: Prenzlauer Berg II – Berliner VV, Berlin-Südwest – Magdeburg, Brandenburg – Spandau, Cottbus – Marzahn, Potsdam – Tempelhof-Mariendorf.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 19. Spieltag am 21. Februar 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

30.01.2017

Wochenumschau nach 17. Spieltag: Ein mächtiges Hauen und Stechen um den Klassenerhalt

Bis zum Saisonfinale am 8. April 2017 sind es noch zehn Wochen und obligatorische sieben Spieltage – einschließlich der nachzuholenden Punkterunden mit dem 12. Spieltag am 11./12. März und dem 13. Spieltag zum Finale am 8. April. Viel oder wenig – darüber wird man durchaus geteilter Meinung sein. Da im Titelkampf die Würfel so gut wie gefallen sind, die Männer des Aufsteigers SSV 80 Gardelegen und die Frauen des TSV Tempelhof-Mariendorf unbeirrt dem Titelgewinn entgegenstreben, liegt zweifellos die größte Spannung in den nächsten Wochen auf dem Abstiegskampf. Wer werden die womöglich vier Absteiger bei den Männern und die drei Absteiger bei den Frauen sein? Nach der gegenwärtigen Lage wird es noch ein mächtiges Hauen und Stechen um den Klassenerhalt geben! Vorerst geht die Saison – abgesehen von vier nachzuholenden bzw. vorgezogenen Spielen bei den Männern und Frauen am 4./5. Februar – in eine zweiwöchige Pause bis zum 18. Spieltag am 11./12. Februar 2017.

Bei den Männern wird das Szenario mit vier statt drei Absteigern aus der Regionalliga immer realistischer. Denn in der Dritten Liga Nord sind in dem 12er-Feld nach aktuellem Stand mit dem USC Magdeburg (12./8 Punkte), dem TSV Spandau 1860 (11./10 Punkte) und dem Berliner VV (9./13 Punkte) gleich drei Nordost-Vertreter abstiegsbedroht. Nach der Spielordnung der Dritten Liga steigen in aller Regel zwei Mannschaften ab. Allerdings kann am Ende auch der Passus zur Anwendung kommen, dass der Ausschuss der Dritten Liga im Falle von freien Plätzen auf Antrag einer an sich abstiegsverpflichteten Mannschaft beschließen kann, dass diese in der Spielklasse verbleibt. Aber auf solche Wenn-und-aber-Varianten sollte man sich besser nicht einlassen. Und realistisch betrachtet ist es eher wahrscheinlich, dass es vier Regionalliga-Absteiger gibt, zumal es unter den aufstiegsberechtigten Regionalligisten augenscheinlich kein Interesse gibt, in die Dritte Liga Nord zu gehen.

Von den sechs Abstiegskandidaten bei den Männern gingen am zurückliegenden 17. Spieltag gleich vier auf Punktejagd: der mitbedrohte MTV 1862 Wittenberg zu Hause gegen den Tabellenletzten BV Vorwärts II, der zuletzt siegreiche Tabellenvorletzte SG Prenzlauer Berg auswärts gegen VfK Berlin-Südwest sowie der Neuling und Drittletzte SG Prieros zu Hause gegen VC Potsdam-Waldstadt. Die Wittenberger holten bei ihrem 3:2-Heimsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht BVV II zwar nur zwei statt der erhofften drei Punkte, stehen aber mit insgesamt 18 Zählern noch am besten da.

Verschärft hat sich hingegen die Lage für die Prenzelberger, die den Schwung aus dem letzten 3:1-Heimsieg gegen den mitbedrohten USV Potsdam nicht mitnehmen konnten und im Lokalderby beim VfK Berlin-Südwest mit 1:3 das Nachsehen hatten. Als Tabellenvorletzter mit 11 Punkten sind es mindestens schon fünf Punkte Differenz bis zum rettenden Ufer. Und wenn nicht beim nächsten Gegner, dem gastgebenden ebenfalls abstiegsbedrohten CV Mitteldeutschland II (16 Punkte), gepunktet wird, wird es wohl immer düsterer für den alteingesessenen Regionalligisten!

Der Neuling Prieros gab hingegen ein Signal mit dem 3:1 zu Hause gegen VC Potsdam-Waldstadt – zwar auch kein Befreiungsschlag, aber immerhin drei wichtige Punkte, so dass Prieros auf den viertletzten Rang (16 Punkte) vorrückte und den USV Potsdam (15 Punkte) überflügelte.

Im Vorderfeld geht offensichtlich dem KSC ASAHI Spremberg die Luft aus. Nach dem 0:3 beim Spitzenreiter Gardelegen folgte im Nachholspiel vom 6.Spieltag beim Tabellenzweiten SV Energie Cottbus ein 1:3. Nun müssen die auf den vierten Rang abgerutschten Spremberger aufpassen, dass sie nicht noch weiter durchgereicht werden. Das könnte am 18. Spieltag (11. Februar 2017) eintreten, wenn beim VC Potsdam-Waldstadt erneut verloren wird.

Brandenburgs Frauen

überraschten Marzahn

Bei den Frauen könnte der Umstand eintreten, dass sich der SC Potsdam II als Absteiger aus der Dritten Liga verabschieden muss. Das aber hätte für die Regionalliga Nordost keine schwerwiegenden Folgen. Da mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit der gegenwärtige Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf nach oben wechseln wird, bliebe es bei der regulären Quote von drei Absteigern.

Unter den derzeit drei letztplatzierten Mannschaften besaß vor diesem 17. Spieltag der Marzahner VC als Drittletzter (12 Punkte) gegenüber SF Brandenburg 94 (10) und USC Magdeburg (6) die besten Karten, noch das Abstiegsgespenst zu verjagen. Vor allem in Marzahn stemmte man sich mit zuletzt zwei Siegen über den SV Braunsbedra gegen den Abgesang. Die Marzahnerinnen hatten es am 17. Spieltag in der Hand, mit einem Auswärtssieg über die stark abstiegsbedrohten Brandenburgerinnen einen weiteren Befreiungsschlag zu landen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Rettung zu tun. Das Vorhaben ging gründlich in die Hose. Die Brandenburgerinnen schickten die Marzahnerinnen mit einem 0:3 geschlagen nach Hause. Damit bleibt Marzahn Vorletzter (12 Punkte) und musste Brandenburg (13 Punkte) vorbeiziehen lassen. Schlusslicht ist unverändert der Fast-Absteiger USC Magdeburg (6 Punkte).

Brandenburgs Co-Trainer Steffen Buchholz war nach dem wichtigen Heimerfolg sichtlich erleichtert: „Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Dabei waren die Vorzeichen schwierig, denn unser etatmäßige Trainer Torsten Sykora stand nicht zur Verfügung, so dass ich einspringen musste. Die Woche über wurde mit Blick auf dieses Spiel auch intensiv trainiert, besonders das Abwehrverhalten. Das wurde dann auch gut umgesetzt. Die Mannschaft hat gefightet und gefightet und wurde belohnt. Das ist ein Zeichen, dass wir uns noch längst nicht aufgegeben haben.“ Gelingt den Brandenburgerinnen womöglich am 18. Spieltag beim unbeständigen viertplatzierten Team von Braunsbedra noch ein Coup?

Schadlos hielt sich zuletzt die SG Rotation Prenzlauer Berg II, die mit dem 3:0-Auswärtserfolg beim VfK Berlin-Südwest bis auf drei Punkte an den spielfreien Spitzenreiter Tempelhof-Mariendorf heranrückte. Auch Braunsbedra wahrte mit einem 3:0 beim Aufsteiger TSV Spandau 1860, der ebenfalls in Abstiegsnöten steckt, den Anschluss nach vorn. Und der SV Energie Cottbus befreite sich mit dem 3:0-Heimsieg über den bedrohten BV Vorwärts ein wenig aus dem Kreis, der noch in den Abstiegsstrudel gerissen werden könnte. Das Fazit: Schreibt man Magdeburg schon ab, so dürften noch weitere sechs Mannschaften in Betracht kommen, die die zwei weiteren Direktabsteiger unter sich ausmachen!

Ergebnisse im Überblick

Männer, 17. Spieltag: Wittenberg – Berliner VV II 3:2, Berlin-Südwest – Prenzlauer Berg 3:1, Prieros – Potsdam-Waldstadt 3:1. Nachholspiel vom 6. Spieltag: Cottbus – Spremberg 3:1.

Frauen, 17. Spieltag: Berlin-Südwest – Prenzlauer Berg II 0:3, Spandau – Braunsbedra 0:3, Brandenburg – Marzahn 3:0, Cottbus – Berliner VV 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer am 4. Februar: Nachholspiel vom 15. Spieltag: Spremberg – Berliner VV II. Vorgezogenes Spiel vom 18. Spieltag: CV Mitteldeutschland II – Prenzlauer Berg. Am 5. Februar 2017: Nachholspiel vom 16. Spieltag: Potsdam-Waldstadt – Berlin-Südwest.

Männer, 18. Spieltag am 11. Februar 2017: Prieros – Berlin-Südwest, Potsdam-Waldstadt – Spremberg, BVV II – USV Potsdam, Gardelegen – Wittenberg.

Frauen am 5. Februar 2017: Vorgezogenes Spiel vom 21. Spieltag: Cottbus – Spandau.

Frauen, 18. Spieltag am 11./12. Februar 2017: Spandau – Berlin-Südwest, Braunsbedra – Brandenburg, Magdeburg – Prenzlauer Berg II, BVV – Potsdam, Tempelhof-Mariendorf – Cottbus.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 18. Spieltag am 14. Februar 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

23.01.2017

Wochenumschau nach 15./16. Spieltag: Muss bei den Männern ein Ex-Meister in den sauren Apfel des Abstiegs beißen?

Die beiden zurückliegenden Spieltage waren nicht frei von Überraschungen, wenngleich an der Tabellenspitze der Männer unverändert der SSV 80 Gardelegen (30 Punkte) nach zwei klaren Siegen auswärts gegen den Neuling SG Prieros mit 3:1 und im Heimspiel gegen den bis dahin ärgsten Verfolger KSC ASAHI Spremberg mit 3:0 (17, 22, 25) dominiert. Damit baute Gardelegen seinen Vorsprung auf neun Punkte gegenüber dem neuen Tabellenzweiten SV Energie Cottbus (24 Punkte) und auf zehn Punkte gegenüber dem VfK Berlin-Südwest (23) aus. Cottbus ist übrigens auch ein Aufsteiger, der sich als Vizemeister von Brandenburg den Platz in der Regionalliga als Zweiter einer Relegationsrunde erkämpft hatte. Die in dieser Saison bislang so gut spielenden Spremberger (22 Punkte) fielen durch die 0:3-Niederlage gegen Gardelegen auf den vierten Rang zurück.

Angesichts der Tabellenkonstellation an der Spitze scheint der Weg zum Meistertitel für den Aufsteiger Gardelegen frei zu sein. Gelingt Gardelegen der Titelgewinn, so wäre es in der 26-jährigen Geschichte der Regionalliga Nordost das neunte Mal, dass ein Neuling auf Anhieb Meister wird. Zuletzt war das dem SV Preußen Berlin (2015) und dem USC Magdeburg (2014) gelungen.

In der Abstiegsfrage hat sich für den in den letzten beiden Punkterunden spielfreien Tabellenletzten BV Vorwärts II logischerweise nichts geändert. Der BVV hat nach wie vor lediglich sieben Punkte aus elf Spielen. Doch inzwischen ist der Abstand der Berliner zu den davor platzierten Mannschaften weiter angewachsen, so dass die Hoffnung auf den Klassenerhalt gegen null tendiert. Nach wie vor müssen sich neben dem BVV weitere fünf Mannschaften erhebliche Sorgen um den Verbleib in der Regionalliga machen, weil möglicherweise vier statt drei Mannschaften absteigen müssen. Das bedrohte Feld reicht vom Tabellensechsten (CV Mitteldeutschland II) abwärts über den Vizemeister der letzten Saison, MTV 1862 Wittenberg (beide 16 Punkte), sowie den USV Potsdam (15), die SG Prieros (13) und die SG Rotation Prenzlauer Berg (11).

Betrachtet man dieses illustre Feld, so drängt sich die Frage auf: Trifft es am Ende mit der SG Rotation Prenzlauer Berg womöglich eine Mannschaft, die alteingesessener Regionalligist ist und sogar schon einmal Regionalmeister (2013) war? Der Berliner Traditionsverein gehört mit seinen Männern mit zwei Unterbrechungen seit 1995 der Regionalliga an. Zuletzt gab es für die Rotationer einen Hoffnungsschimmer, als am 16. Spieltag zu Hause nach einer bemerkenswerten kämpferischen Leistung der mitgefährdete USV Potsdam mit 3:1 (23, 26, -22, 19) niedergerungen wurde – es war der fünfte Saisonsieg im 12. Spiel!

Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter schilderte die Situation im Team so: „Zuletzt gab es ein intensives Mannschaftsgespräch und untereinander auch einzelne Gespräche. Das Training wird auf der einen Seite versucht, noch individueller und auf der anderen Seite noch spielerischer zu gestalten, so dass Spielwitz und Spiellaune wieder zurückkehren.“ Allerdings räumte sie auch ein, dass „natürlich die Stimmung gedrückt ist und sich alle Sorgen um den Klassenerhalt machen. Aber wir schauen nach vorn. Der Sieg zuletzt macht Mut.“ Das „Prinzip Hoffnung“ kann man auf einen kurzen Nenner bringen: Wenn es bei regulären drei Absteigern bleibt, haben die Prenzelberger durchaus Chancen auf den Klassenerhalt, bei vier Absteigern wird dieses Ziel schon weitaus schwieriger zu erreichen sein. Dann droht ihnen, in den sauren Apfel des Abstiegs beißen zu müssen.

Warum die Frauen des USV Potsdam

keine Aufstiegsambitionen haben

Bei den Frauen ist der Vorsprung des Spitzenreiters TSV Tempelhof-Mariendorf (37 Punkte) auf sechs Punkte gegenüber der SG Rotation Prenzlauer Berg II (31) angewachsen. Angesichts der anhaltenden Dominanz der TSV-Mannschaft um Trainer Gerald Kanig fällt die Prognose leicht, dass nur dieses Team für den Titelgewinn infrage kommt. Zuletzt waren auswärts der TSV Spandau 1860 und zu Hause der Abstiegskandidat SF Brandenburg 94 jeweils mit 3:0 geschlagen worden. Die Gegner waren keine wirkliche Herausforderung, wobei der Coach selbstkritisch feststellte, dass „von uns auch keine berauschende Leistung“ geboten wurde. „Gegen Brandenburg habe wir in den Endphasen mit einer konzentrierten Spielweise klar dominiert.“ Kanigs saloppes Fazit: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss!“

Bei den Teams hinter dem souveränen Tabellenführer wechseln hingegen Licht und Schatten. So verlor Prenzlauer Berg ausgerechnet zu Hause gegen den Tabellendritten USV Potsdam (30 Punkte) unerwartet deutlich mit 0:3 (-14, -22, -17). „Die Potsdamerinnen haben in jeder Hinsicht und auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, räumte Prenzlauer Bergs Trainer Klaus Helmke ein. „Potsdam trat in starker Besetzung an. Das war bei uns nicht der Fall. Uns fehlten gleich drei Stammspielerinnen, und aus Urlaubs- und Verletzungsgründen hatte ich gerade mal sieben Spielerinnen zur Verfügung.“ Schon vor der Saison hatte Helmke davon gesprochen, dass man einen Platz unter die ersten drei anvisiere. „Daran hat sich nichts geändert. Tempelhof-Mariendorf ist ganz klar einen Tick besser als wir und völlig verdient Spitzenreiter. Auch der personell gut besetzte USV Potsdam hat mit seinem Sieg gegen uns zum Angriff auf den zweiten Tabellenplatz geblasen. Uns trennt nur noch ein Punkt. Das ist gar nichts.“

Beim Sieger kommentierte USV-Trainer Thomas Schulze das Geschehen so: „Wir hatten in der Vorwoche innerhalb des Teams ein klärendes Gespräch gesucht, da in den letzten beiden Spielen gegen Cottbus und VfK Südwest der unbedingte Siegeswille fehlte und beide Spiele nur 3:2 gewonnen wurden. Daraufhin steigerte sich die Mannschaft unter der Woche im Training. Wir reisten mit 12 Spielerinnen nach Berlin. Gegen nur sieben Gastgeberinnen gaben wir von Beginn an den Ton an, dominierten den Gegner über weite Strecken und gingen als vollkommen verdienter 3:0-Sieger vom Parkett. Lediglich im zweiten Satz profitierten wir beim 25:22 von zwei glücklichen Schiedsrichterentscheidungen. Hier hätte das Spiel eventuell kippen können. Wir nutzten unsere Wechseloptionen und hätten das Ergebnis durch weniger eigene Fehler noch deutlicher gestalten können. Alles in allem war das die bislang beste Leistung, die eine USV-Mannschaft unter meiner Regie abgeliefert hat. Das macht mich insofern stolz, da ich meinen Trainerjob nach dieser Saison aus persönlichen Gründen an den Nagel hängen werde. Somit bedeutet mir dieser Sieg bei den Prenzelbergerinnen eine ganze Menge.“ Im Übrigen zeige der Erfolg, „dass wir an guten Tagen jeden schlagen können. Prenzlauer Berg und Tempelhof-Mariendorf spielen dennoch in einer eigenen Liga, so dass ein 3:0-Sieg bei Rotation eher die Ausnahme bleiben wird. Unser Ziel und unser Anspruch ist es, die restliche Konkurrenz hinter uns zu lassen.“

Auf die Frage, warum der USV Potsdam in dieser Saison von vornherein auf Aufstiegsambitionen in die Dritte Liga verzichtet hat, antwortete der Coach: „Uns fehlt der organisatorische Unterbau, um die Voraussetzungen für die Dritte Liga stemmen zu können. Das spielerische Potenzial ist leider nicht alles. Ballroller, Wischer, Hallensprecher, 10 000 Euro, einen B-Schiedsrichter - das alles haben wir nicht. Zudem steigt der Altersdurchschnitt der Mannschaft. Viele Spielerinnen haben Kinder, so dass weite Fahrten wie beispielsweise nach Kiel nicht ohne Weiteres zu leisten wären.“

Der SV Braunsbedra dürfte als Viertplatzierter mit 26 Punkten realistisch betrachtet nur noch schwerlich etwas mit den ersten drei Plätzen zu tun haben, auch wenn ein Rückstand von vier Punkten auf den Tabellendritten USV Potsdam keine Unmöglichkeit sind. Aber das Spitzentrio ist ganz offensichtlich spielstärker als die Frauen aus Sachsen-Anhalt, die ihre Ambitionen auf die Dritte Liga nicht aufgegeben haben und dabei auf eine mögliche Relegationsrunde spekulieren, an der alle interessierten Mannschaften aus den Regionalligen Nordost und Nord (ausgenommen die Absteiger) teilnehmen können. In dieser Saison fällt aber auf, dass der SV Braunsbedra wie eine „Wundertüte“ daherkommt. Zuletzt gab es nicht nur 0:3-Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften Prenzlauer Berg und Tempelhof-Mariendorf, auch gegen den Abstiegskandidaten Marzahner VC wurde im letzten Spiel des alten Jahres unerwartet mit 2:3 verloren. Wer nun am 15. Spieltag eine Heimrevanche gegen Marzahn vermutet hatte, wurde enttäuscht: Es gab eine 1:3 (-26, -15, 19, -17)-Heimpleite! Am letzten Wochenende musste Braunsbedra gleich zweimal aufs heimische Parkett. Dabei gab es am Sonnabend gegen den VfK Berlin-Südwest einen 3:1-Erfolg und am Sonntag im vorgezogenen Spiel vom 20. Spieltag gegen den SV Energie Cottbus einen 3:0-Sieg. Beide Erfolge dürften aber nur eine schwache Rehabilitation für das spielerische Auf und Ab der letzten Wochen gewesen sein.

Anders als an der Spitze ist die Entscheidung über den Klassenerhalt nach wie vor offen und spannend. Marzahn hat sich mit dem 3:1 gegen Braunsbedra ein wenig Luft verschafft und war zuletzt beim 2:3 im Heimspiel gegen den TSV Spandau 1860 sogar dem fünften Saisonsieg nahe. Mit 12 Punkten ist Marzahn als Drittletzter den auf den Nichtabstiegsplatz liegenden Spandauerinnen als Viertletzter bis auf zwei Punkte nahe gekommen. Wenn Marzahn am nächsten Spieltag auswärts gegen den Tabellenvorletzten SF Brandenburg 94 gewinnt, wäre das ein weiterer Befreiungsschlag.

Auch wenn der Aufsteiger und Tabellenletzte USC Magdeburg (6 Punkte) zuletzt auf heimischem Parkett in einer hart umkämpften Partie den SV Energie Cottbus mit 3:1 (23, 23, -16, 23) bezwingen konnte, so ist dieser erst zweite Saisonsieg nicht mehr als ein Achtungserfolg. Denn acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind alles andere als eine Kleinigkeit. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt…

Ergebnisse im Überblick

Männer, 15. Spieltag (14./15. Januar 2017): Wittenberg – Prenzlauer Berg 3:0, Berlin-Südwest – USV Potsdam 3:1, Potsdam-Waldstadt – Cottbus 2:3, Prieros – Gardelegen 1:3. 16. Spieltag (21. Januar 2017): Gardelegen – Spremberg 3:0, Cottbus – Prieros 3:1, Prenzlauer Berg – USV Potsdam 3:1, Mitteldeutschland II – Wittenberg 3:2.

Frauen, 15. Spieltag am 14./15. Januar 2017: Brandenburg - Berliner VV 1:3, Cottbus – Prenzlauer Berg II 0:3, Berlin-Südwest – Potsdam 2:3, Spandau – Tempelhof-Mariendorf 0:3, Braunsbedra – Marzahn 1:3. 16. Spieltag am 21. Januar 2017): Braunsbedra – Berlin-Südwest 3:1, Tempelhof-Mariendorf – Brandenburg 3:0, Marzahn – Spandau 2:3, Prenzlauer Berg II – Potsdam 0:3, Magdeburg – Cottbus 3:1 Vorgezogenes Spiel vom 20. Spieltag am 22. Januar 2017: Braunsbedra – Cottbus 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer, 17. Spieltag am 28. Januar 2017: Wittenberg – Berliner VV II, Berlin-Südwest – Prenzlauer Berg, Prieros – Potsdam-Waldstadt. Nachholspiel vom 6. Spieltag am 28. Januar 2017: Cottbus – Spremberg.

Frauen, 17. Spieltag am 28./29. Januar 2017: Berlin-Südwest – Prenzlauer Berg II, Spandau – Braunsbedra, Brandenburg – Marzahn, Cottbus – Berliner VV.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 17. Spieltag am 31. Januar 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

09.01.2017

Wochenumschau zum Rückrundenstart: Das „Spremberger Wunder“ und neue Wege in Tempelhof-Mariendorf

Aktualisierte Fassung - Dienstag, 10. Januar 2017

Der Start in die Rückrunde der Saison 2016/2017 am 7./8. Januar 2017 wurde mit dem 14. Spieltag vollzogen. Eigentlich hätte die Saison mit dem folgerichtigen 12. Spieltag fortgesetzt werden müssen, doch der steht erst am 11. März auf dem Ansetzungsprogramm. Und der nachfolgende 13. Spieltag ist sogar erst für den 8./9. April terminiert und bildet damit das Saisonfinale. Der Rückrundenstart erfolgte nach einer vierwöchigen Wettkampfpause, in der die Mannschaften zumeist auch drei Wochen mit dem Training ausgesetzt hatten. Und trotz des Wintereinbruchs gab es keine Ausrutscher.

Spremberger Männer bleiben erster

Verfolger von Spitzenreiter Gardelegen

Bei den Männern genossen der souveräne Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen (27 Punkte), der im Nachholspiel eine Woche vor Weihnachten mit dem 3:1-Auswärtssieg gegen KSC ASAHI Spremberg einmal mehr seine Dominanz untermauert hatte, ebenso wie der Tabellendritte VC Potsdam-Waldstadt (20 Punkte) noch eine einwöchige Pausenverlängerung. Vor allem die Altmärker konnten angesichts ihres Vorsprungs gegenüber den Verfolgern ganz entspannt auf den Jahresauftakt blicken. Dabei rückte die Begegnung des Tabellenzweiten Spremberg (20 Punkte) beim Tabellensechsten CV Mitteldeutschland II (13 Punkte) besonders ins Blickfeld. Würden die in dieser Saison wiedererstarkten Spremberger nach der Niederlage gegen Gardelegen wieder in ihre Erfolgsspur zurückfinden und in ihrem elften Saisonspiel den achten Sieg feiern?

Die Spremberger hielten sich beim 3:2 (18, 18, -20, -22, 11)-Erfolg zwar schadlos, gerieten aber nach einer 2:0-Satzführung noch in Schwierigkeiten. „Nach den zwei Gewinnsätzen glaubten meine Spieler wohl, dass das Spiel im Handumdrehen zu gewinnen sei, zumal das Team aus Mitteldeutschland zu Hause gerade mal sechs Spieler aufbieten konnte“, so Sprembergs Trainer Ronny Mellack. „Danach aber schlug der Gegner immer besser auf und stellte uns vor Probleme. Erst im vierten Satz, der zwar mit 23:25 verloren wurde, fanden wir wieder zu unserer spielerischen Linie zurück und waren im Tiebreak dann ganz voll da.“

Die Spremberger, die sich letzte Saison gerade noch vor dem Abstieg gerettet hatten, setzten damit ihre erstaunliche Erfolgsserie fort. Fragt man den Coach Ronny Mellack nach den Ursachen des „Spremberger Wunders“, so antwortet er mit einer für ihn einfachen Erklärung: „Wir haben einen elfköpfigen guten Kader, der sich als Mannschaft zusammengefunden hat und nicht wie früher von Einzelspielern geprägt wird. Heute überwiegt der Kampf- und Teamgeist. Wenn jetzt jemand auf dem Feld einen gravierenden Fehler begeht, versucht das der Nebenmann wieder auszubügeln. Das stärkt das Mannschaftsgefühl, und genau das ist in dieser Saison unser großes Plus.“

Mit dem 3:2-Auswärtssieg bleibt Spremberg (22 Punkte) erster Verfolger von Spitzenreiter Gardelegen (27 Punkte), gefolgt vom VfK Berlin-Südwest (20 Punkte), der beim SV Energie Cottbus mit 3:2 die Oberhand behielt. Wie die Spremberger gerieten die Südwestler nach zwei Satzgewinnen von der Rolle und retteten erst im Tiebreak mit 15:12 den Sieg. Für die Spremberg dürfte es am 16. Spieltag (21. Januar 2017) zur „Prüfung der Wahrheit“ kommen, wenn Gardelegen die Spremberger empfängt.

Sechs Mannschaften bilden den

Kreis der Abstiegskandidaten

Was den Kampf um den Klassenerhalt anbetrifft, so sind davon im Augenblick gleich sechs Mannschaften betroffen. Da nach Lage der Dinge möglicherweise sogar vier statt drei Mannschaften abzusteigen drohen, zählt natürlich jeder Punktgewinn. Dabei konnte der BV Vorwärts II als Tabellenletzter mit dem 3:1-Heimsieg über den inzwischen in der Realität angekommenen Aufsteiger SG Prieros (Achter mit 13 Punkten bei 4 Siegen und 7 Niederlagen) zwar mit nunmehr sieben Punkten den Anschluss nach vorn herstellen, aber dem Abstiegsschicksal dürfte der BVV nur schwerlich entgehen können. Denn die erste Mannschaft des BVV ist in der Dritten Liga Nord ernsthaft von der Rückkehr in die Regionalliga Nordost bedroht - und das wäre das Regionalliga-Aus für das zweite BVV-Team, welchen Platz es am Saisonende auch immer einnimmt.

Der diese Saison unheimlich schwächelnde Vizemeister MTV 1862 Wittenberg (Neunter mit 12 Punkten) zog im elften Saisonspiel zum achten Mal den Kürzeren - diesmal mit 1:3 beim USV Potsdam, der mit 15 Punkten als Tabellensechster aber noch längst nicht frei von allen Abstiegssorgen ist. Im Potsdamer Team feierte der Neuzugang Nicolas Handrick sein Debüt. Die USV-Mannschaft um Trainer Falko Nowak musste aufgrund der kurzfristigen krankheitsbedingten Absage von Mario Kuss und der Sperre von Andreas Scheuerpflug umgebaut werden. Der Gastgeber feierte am Ende nicht nur einen wichtigen Sieg, sondern noch ein Kuriosum: Zeitweilig stand eine USV-Mannschaft auf dem Feld, die ein Durchschnittsalter von unter 30 Jahren (!) aufwies. Mit einem Altersdurchschnitt von 29,83 Jahren lag erstmals seit 25 Jahren ein aktiver USV-Kader unter der 30er-Altersgrenze.

Braunsbedra weiter abgeschlagen,

aber dennoch mit Aufstiegsambitionen

Bei den Frauen war man gespannt darauf, ob der TSV Tempelhof-Mariendorf, der zur Halbserie das Feld mit 28 Punkten anführte, dabei gleichauf mit dem diesmal spielfreien Tabellenzweiten SG Rotation Prenzlauer Berg II lag, mit dem SV Braunsbedra (Vierter/20 Punkte) einen weiteren Verfolger abschütteln würde. Braunsbedra war zuletzt außer Tritt geraten, als die Mannschaft im letzten Spiel des alten Jahres beim abstiegsbedrohten Marzahner VC unerwartet mit 2:3 den Kürzeren zog. Dennoch hält die Mannschaft um Trainerin Britta Weiner an den Ambitionen Dritte Liga fest und setzt dabei auf eine mögliche Relegationsrunde.

Die Berlinerinnen ließen sich auch von Braunsbedra nicht vom Titel- und Aufstiegskurs abbringen und gewannen sicher mit 3:0 (18, 21, 17). Damit liegen sie mit 31 Punkten vor Rotation Prenzlauer Berg II (28), dem USV Potsdam (25) und Braunsbedra (20). „Es war ein sehr ordentlicher Auftakt in die Rückrunde von beiden Teams. Braunsbedra hat viel versucht und teilweise gut gegengehalten, aber in den Endphasen der Sätze setzten wir uns sicher durch. Damit sind wir unserem Saisonziel, dem Aufstieg in Dritte Liga, wieder ein Stück näher gekommen“, urteilte TSV-Trainer Gerald Kanig und lobte noch besonders die Einstellung seines Teams nach krankheitsbedingten Ausfällen. Dass unter den Zuschauern auch Klaus Helmke, Manager und Trainer von Prenzlauer Berg, weilte, dürfte kein Wunder gewesen sein. Denn der Prenzelberger Späher wollte sich selbst davon überzeugen, was ihn und seine Mannschaft auswärts in den Spielen gegen Tempelhof-Mariendorf (am 25. Februar) und Braunsbedra (am 26. März) erwartet.

Wie ernsthaft Tempelhof-Mariendorf Titel und Aufstieg im Visier hat, machen neue Wege deutlich. „Wir haben die zuletzt spielfreie Zeit genutzt, um unser Leistungsvermögen zu testen. Auf heimischem Parkett spielten wir gegen den Drittligisten VSV Grün-Weiß Erkner und gewannen mit 3:1. Ich war recht zufrieden mit der Leistung“, erzählte TSV-Trainer Gerald Kanig. Allerdings sieht sich der Coach noch längst nicht als Meister: „Dafür ist es noch ein weiter Weg und augenblicklich noch gar nichts entschieden, höchstens vorentschieden.“

Umso deutlicher stellt Kanig heraus: „Die Stimmung in der Mannschaft ist top, alle Spielerinnen ziehen auch im Training mit.“ Dabei erwähnt er immer wieder seine 33-jährige Co-Trainerin Regina Mapeli-Burchardt, die jahrelang als Profi unter anderen bei den Bundesligisten Vilsbiburg, Wiesbaden und Potsdam unterwegs war. Buchardt steht als Außenannahmespielerin auch selbst auf dem Feld. „Sie sorgt vor allem in kritischen Situationen immer wieder für Stabilität und motiviert ihre Mitspielerinnen. Sie ist unschätzbar wertvoll für die Mannschaft“, ist Kanig voller Lobes über sie.

Ungleich schwerer als die Tempelhoferinnen mühten sich die drittplatzierten Potsdamerinnen in einem 5-Satz-Spiel zu Hause gegen den SV Energie Cottbus zum 3:2-Erfolg. Dabei gab Jana Dotzek ihr Debüt im USV-Trikot, dafür fehlten die noch immer verletzte Verena Poppe-Kohlsdorf und die verreiste Lisa Schröder. „Die junge Gästemannschaft, die seit dieser Saison von Jens Mihm trainiert wird, zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr enorm weiterentwickelt und präsentierte sich vor allem in der Feldabwehr äußerst agil und kämpferisch, was sich auch im 2:2-Gleichstand ausdrückte“, fasste USV-Trainer Thomas Schulze seine Eindrücke zusammen. Auch im Tiebreak blieb das Match bis zum Seitenwechsel ausgeglichen. Erst danach zog Potsdam, das im Entscheidungssatz alle elf anwesenden Spielerinnen einsetzte, auf 15:11 davon und machte den 3:2-Sieg perfekt.

Ein vorentscheidendes Duell im Kampf gegen den Abstieg war die Begegnung des Tabellenletzten USC Magdeburg (3 Punkte) gegen den Tabellenvorletzten SF Brandenburg 94 (7 Punkte). Doch die Magdeburgerinnen konnten auch im neuen Jahr zu Hause den Bock nicht umstoßen und verloren glatt mit 0:3, so dass Brandenburg den vorletzten Rang verließ und nun Drittletzter (10 Punkte) ist – mit einem 2-Punkte-Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz. Den nimmt der TSV Spandau 1860 nach einem 1:3 beim BV Vorwärts ein. Für den Aufsteiger aus Magdeburg schwinden indes die Hoffnungen auf den Klassenerhalt immer mehr. Das gilt auch für den Vorletzten, den Marzahner VC (8 Punkte), der im Lokalderby beim Tabellenfünften VfK Berlin-Südwest mit 1:3 scheiterte.

Nichts wird so heiß gegessen,

wie es gekocht wird

Im Vorfeld der Rückrunde hatte es manche Debatte gegeben angesichts der Ankündigung in unserer Halbzeitbilanz, dass es bei den Männern womöglich vier statt drei Absteiger geben könnte. Denn es kann der Fall eintreten, dass aus der Dritten Liga Nord zwei Nordost-Vertreter den Gang nach unten antreten müssen, aber keiner aus der Regionalliga nach oben geht.

Das ist gegenwärtig natürlich eine theoretische Größe, denn niemand weiß, wie sich die Dritte Liga für die nächste Saison zusammensetzen wird. Geht eine Mannschaft aus der Regionalliga Nord in die Drittklassigkeit? Oder bleibt es beim denkbaren Aufstiegsverzicht eines Vertreters der Regionalliga Nordost? Und schließlich ist da noch die Unbekannte, ob es in allen drei Landesligen von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt tatsächlich jeweils einen Direktaufsteiger gibt oder womöglich ein Landesverband darauf verzichtet. Es bewahrheitet sich also die alte Weisheit: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

In diesem Zusammenhang ist es allerdings nützlich, mit Blick auf die Saison 2017/2018 an die Termine zu erinnern: 15. März Meldeschluss für Aufstiegsabsicht zur Regionalliga, 31. März Meldeschluss für Aufstiegsabsicht Dritte Liga Nord, 28./29.April Qualifikationsspiele zur Dritten Liga Nord (für Regionalliga-Vizemeister), 29. April Relegationsspiele zur Regionalliga Nordost und schließlich 1. Mai Meldeschluss für Regionalliga Nordost.

Ergebnisse im Überblick

Männer, 14. Spieltag (7./ 8. Januar 2017): Cottbus – Berlin-Südwest 2:3, Mitteldeutschland II – Spremberg 2:3, Berliner VV II – Pieros 3:1, USV Potsdam – Wittenberg 3:1.

Frauen, 14. Spieltag (7. Januar 2017): Berlin-Südwest –Marzahn 3:1, Magdeburg – Brandenburg 0:3, Berliner VV – Spandau 3:1, Tempelhof-Mariendorf – Braunsbedra 3:0, Potsdam – Cottbus 3:3.

Die nächsten Spieltage

Männer, 15. Spieltag (14./15. Januar 2017): Wittenberg – Prenzlauer Berg, Berlin-Südwest – USV Potsdam, Potsdam-Waldstadt – Cottbus, Prieros - Gardelegen. 16. Spieltag (21. Januar 2017): Gardelegen – Spremberg, Cottbus – Prieros, Prenzlauer Berg – USV Potsdam, Mitteldeutschland II – Wittenberg.

Frauen, 15. Spieltag (14./15. Januar 2017): Brandenburg - Berliner VV, Cottbus – Prenzlauer Berg II, Berlin-Südwest – Potsdam, Spandau – Tempelhof-Mariendorf, Braunsbedra – Marzahn. 16. Spieltag (21. Januar 2017): Braunsbedra – Berlin-Südwest, Tempelhof-Mariendorf – Brandenburg, Marzahn – Spandau, Prenzlauer Berg II - Potsdam, Magdeburg – Cottbus. Vorgezogenes Spiel (vom 20. Spieltag) am 22. Januar 2017: Braunsbedra - Cottbus.

Hinweis: Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 15./16. Spieltag am 24. Januar 2017. Die Mannschaften und Vereine können weitere Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

18.12.2016

Erste Halbserie abgeschlossen: Männer aus Gardelegen setzen ihre Erfolgsserie fort

Eine Woche vor dem Weihnachtsfest wurde mit zwei nachzuholenden Spielen die erste Halbserie der Saison 2016/2017 abgeschlossen. Dabei kam es bei den Männern zur Toppartie vom 5. Spieltag zwischen dem Tabellenzweiten KSC ASAHI Spremberg (20 Punkte) und dem Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen (24 Punkte). Bei den Frauen stand die Begegnung vom 4. Spieltag zwischen dem Vorletzten Marzahner VC (6 Punkte) und dem Tabellenvierten SV Braunsbedra (19 Punkte) auf dem Programm.

Klar war schon vor dem Anpfiff: Die zu Saisonbeginn aufgestiegenen Männer aus Gardelegen und die Frauen vom TSV Tempelhof-Mariendorf gehen als inoffizielle Herbstmeister in die Rückrunde, die nach der Weihnachts- und Jahreswendepause am 7./8. Januar 2017 beginnt. Allerdings wird die Saison dann nicht mit dem obligatorischen 12. Spieltag (erst am 11./12. März) und dem nachfolgenden 13. Spieltag (erst zum Saisonende am 8./9. April) fortgesetzt, sondern es geht mit dem 14. Spieltag weiter.

Bei den Männern durfte man kurz vor Jahresultimo gespannt darauf sein, ob die Erfolgsserie der Gardelegener mit acht Siegen aus neun Spielen eine Fortsetzung findet. Gardelegen hatte seine einzige Niederlage Ende November im vorverlegten Spiel bei CV Mitteldeutschland II mit 2:3 erlitten – nach sieben Siegen in Folge. Bei den in dieser Saison wiedererstarkten Sprembergern, die letzte Saison als Relegationssieger gerade noch dem Abstieg entgangen waren, wurde der Neuling aus der Altmark mächtig herausgefordert – und er war an diesem Tag auch nicht unschlagbar. Am Ende setzte sich Gardelegen mit 3:1 (23, 23, -22, 18) durch. Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke: „Dieses Spiel hätte tatsächlich auch ganz anders ausgehen können. Knackpunkt war der erste Satz, bei dem wir schon mit 23:19 führen, aber dann 23:25 verlieren. Das hätte nicht sein müssen. Im zweiten Satz war es erneut eng, wobei Gardelegen besser war. Aber wie gesagt: Wenn wir den ersten nicht abgeben, sieht alles ganz anders aus.“ Dennoch bestätigte Andreas Funke den deutlichen Leistungszuwachs seiner Mannschaft gegenüber den Vorsaison: „Wir können ein positives Fazit ziehen. Die Mannschaft hat sich stabilisiert. Es ist jetzt ein Kader, mit dem man vernünftig arbeiten kann, denn meist haben wir zehn, elf Spieler zur Stelle. Mal sehen, was die zweite Halbserie zu bieten hat.“

Während Gardelegen der Konkurrenz mit 27 Punkten schon ganz schön enteilt ist und nach dem Meistertitel greift, liegen dahinter Spremberg und VC Potsdam-Waldstadt (je 20 Punkte) gleichauf, gefolgt von einem punktgleichen Duo mit VfK Berlin-Südwest und SV Energie Cottbus (je 18 Punkte). Glaubt man den Gerüchten, so könnte das derzeitige Team aus Gardelegen nach dem Saisonende Anfang April in der derzeitigen Formation wohl nicht mehr existieren. Deshalb wird in Gardelegen, das vor dem größten Triumph in der Vereinsgeschichte steht, kein einziges Wort über einen möglichen Aufstieg in die Dritte Liga Nord verloren. Inwieweit bei den dahinter platzierten Mannschaften wie Spremberg, Potsdam-Waldstadt, Berlin-Südwest oder Cottbus überhaupt ein Aufstiegsinteresse besteht, ist nach dem derzeitigen Informationsstand ziemlich ausgeschlossen. Es steht also zu vermuten, dass am Ende dieser Saison keiner sein Aufstiegsrecht wahrnimmt.

Steigen womöglich vier

Männermannschaften ab?

Diese Frage ist nicht aus der Luft gegriffen. Denn tatsächlich könnte eine solche Situation bei den Männern eintreten. Bekanntlich wird es ab dieser Saison wieder drei Direktabsteiger (und somit auch drei Direktaufsteiger) geben. Dabei ist nach Lage der Dinge im Augenblick der schon letzte Saison abstiegsbedrohte Berliner VV II mit vier Punkten aus zehn Spielen und einem 8-Punkte-Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz einer der ersten Abstiegskandidaten. Aber es droht noch mehr Ungemach: Aus der Dritten Liga Nord sind mit dem USC Magdeburg, dem Berliner VV und TSV Spandau 1860 gleich drei Mannschaften aus dem Regionalbereich Nordost abstiegsbedroht. Es steht also zu befürchten, dass davon zwei Mannschaften in die Regionalliga Nordost zurückkehren müssen.

Was hätte das für Folgen? Aus dem jetzigen 11er-Feld müsste neben den drei Direktabsteigern eine vierte Mannschaft die Regionalliga verlassen! Mehr lässt die RSO ohnehin nicht zu. Es verblieben also sieben Teams, dazu drei Direktaufsteiger und zwei Absteiger aus der DL Nord. Damit würde man mit einem 12-er-Feld in die nächste Saison 2017/2018 gehen – vorausgesetzt, es steigt nicht doch noch einer auf, was momentan auszuschließen ist. Käme sogar noch der VC Olympia Berlin II wieder zurück, was nach derzeitigem Stand höchstwahrscheinlich ist, kämen die Männer auf 13 Mannschaften. Unter diesen Umständen würde es wieder für jeweils eine Mannschaft an jedem Wochenende einen Doppelspieltag gaben. Die Folgen gingen aber noch weiter: Zum Saisonende 2017/2018 gäbe es erneut vier Absteiger, um wieder auf die laut Reglement festgelegte Quote von elf Mannschaften (plus gegebenenfalls VCO) zu kommen. Es gehört also nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, was diese Konstellation für Auswirkungen auf den Abstiegskampf der Saison 2016/2017 hat, zumal der Kreis der potenziellen Kandidaten gegenwärtig bis ins Mittelfeld reicht.

Der Marzahner VC geht mit

einer Trendwende ins neue Jahr

Bei den Frauen ist davon auszugehen, dass der derzeitige Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf konsequent den Weg in die Dritte Liga Nord einschlägt. Dem punktgleichen Tabellenzweiten SG Rotation Prenzlauer Berg II (beide je 28 Punkte) ist der Aufstieg bekanntlich verwehrt, dieweil bereits die erste Mannschaft von Prenzlauer Berg drittklassig spielt. Der drittplatzierte USV Potsdam – fünf Punkte hinter dem Spitzenduo liegend – hat kein Aufstiegsinteresse. Und der SV Braunsbedra als Vierter mit acht Punkten Rückstand auf die Spitze dürfte letztendlich zu leistungsschwach sein, um Tempelhof-Mariendorf den Sprung nach oben zu verwehren.

Im Abstiegskampf ist die Lage genauso verzwickt wie bei den Männern. Der Marzahner VC konnte im Nachholspiel zu Hause gegen Braunsbedra erneut punkten. Mit dem 3:2 (-17, 14, -22, 15,10)-Heimerfolg gelang der zweite Sieg in Folge (davor 3:0 beim USC Magdeburg), so dass die Mannschaft auf den drittletzten Rang vorrückte, gefolgt von SF Brandenburg 94 (7 Punkte) und Magdeburg (3 Punkte). Es sind nach wie vor die am stärksten gefährdeten Mannschaften, wobei man in Marzahn nach dem dritten Saisonsieg neuen Mut schöpft. Udo Sachansky, 1. Vorsitzender des Vereins, nach dem 3:2-Erfolg: „Ich glaube, Braunsbedra war von uns überrascht. Wir haben auch viel Druck gemacht in diesem spannenden und interessanten Spiel.“ War das die Trendwende, die im neuen Jahr eine Fortsetzung finden soll? „Es war auf jeden Fall ein positiver Schritt in die richtige Richtung“, so Udo Sachansky, „aber der Weg ist noch weit.“

Da bei den Frauen durchaus der Fall eintreten kann, dass aus der Dritten Liga Nord der momentane Tabellenletzte VSV Grün-Weiß Erkner in die Regionalliga Nordost zurückkehren muss, hätte das allerdings keine Auswirkungen auf die Quote mit drei Absteigern – vorausgesetzt, Tempelhof-Mariendorf ginge als potenzieller Meister nach oben.

14. Spieltag – Männer, Sonnabend, 7. Januar 2017: CV Mitteldeutschland II – KSC ASAHI Spremberg (15 Uhr), SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), USV Potsdam – MTV 1862 Wittenberg (19 Uhr). Sonntag, 8. Januar 2017: Berliner VV II – SG Pieros (15 Uhr).

14. Spieltag – Frauen, Sonnabend, 7. Januar 2017: USC Magdeburg – SF Brandenburg 94 (16 Uhr), Berliner VV – TSV Spandau 1860 (16 Uhr), USV Potsdam – SV Energie Cottbus (16 Uhr), TSV Tempelhof-Mariendorf – SV Braunsbedra (19 Uhr).

Wichtiger Hinweis an alle Mannschaften!

Mit Beginn der Rückrunde am 7./8. Januar 2017 tritt eine veränderte Form der Berichterstattung von der Regionalliga Nordost in Kraft. Siehe dazu die Detailinformationen auf der Homepage Nordost unter der Rubrik „News“.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

10.12.2016

11. Spieltag: Gardelegens Männer und Tempelhof-Mariendorfs Frauen inoffizielle Herbstmeister

Aktualisierte Fassung - Sonnabend, 23.15 Uhr

Der 11. Spieltag setzt den Schlusspunkt unter das Jahr, denn danach tritt eine Spielpause ein, ehe es am 7./8. Januar 2017 mit der zweiten Halbserie weitergeht, und zwar kurioserweise mit dem 14. Spieltag. Der Grund für diese unlogische Abfolge ist, dass der 12. Spieltag erst am 11./12. März und der 13. Spieltag sogar erst am 8./9. April ausgetragen wird. Bevor es aber tatsächlich in die Weihnachts- und Jahreswendepause geht, wird es am 18. Dezember noch zwei Nachholspiele geben: bei den Männern die Toppartie vom 5. Spieltag KSC ASAHI Spremberg kontra Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen und bei den Frauen die Begegnung vom 4. Spieltag Marzahner VC gegen SV Braunsbedra.

Was aber brachte der offiziell letzte Spieltag dieses Jahres? Bei den Männern war man gespannt, wie die Rehabilitation des zuletzt erstmals in dieser Saison gescheiterten Spitzenreiters SSV 80 Gardelegen beim Schlusslicht Berliner VV II ausgehen würde. Gardelegens Kapitän Arne Kreißl hatte sich nach der überraschenden 2:3-Auswärtsniederlage am 10. Spieltag gegen CV Mitteldeutschland II – der ersten nach sieben Siegen in Folge - gelassen gezeigt, weil „irgendwann unsere Siegesserie ja mal scheitern musste“. Und er war zuversichtlich, dass seine Mannschaft gegen den Außenseiter BVV II wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Am Ende konnten die Männer aus der Altmark mit dem 3:0-Auswärtssieg im neunten Saisonspiel vorzeitig den inoffiziellen Herbstmeistertitel mit 24 Punkten aus neun Spielen feiern. Das zehnte Saisonspiel der Gardelegener am nächsten Sonntag beim KSC ASAHI Spremberg hat darauf keinen Einfluss mehr. Denn die Verfolger können Gardelegen den Triumph nicht mehr streitig machen. Der bisherige Tabellenzweite VfK Berlin-Südwest (18 Punkte aus 10 Spielen) war spielfrei und rutschte auf den vierten Rang ab, überflügelt von Spremberg (20 Punkte aus 9 Spielen) und VC Potsdam-Waldstadt (20 aus 10 Spielen).

Am Tabellenende stecken SG Rotation Prenzlauer Berg (8 Punkte aus 10 Spielen) und Berliner VV II (4 Punkte aus 10 Spielen) weiterhin in der Krise. Da der USV Potsdam als Drittletzter (12 Punkte aus 10 Spielen) beim 3:2-Sieg zwei Punkte holte, ist der Abstand des abgeschlagenen Duos auf einen Nichtabstiegsplatz noch größer geworden.

Berliner VV II – SSV 80 Gardelegen 0:3 (-21, -13, -18): BVV-Mannschaftsleiter Christopher Tardel meinte nach der Niederlage kurz und bündig: „Wir haben uns gut verkauft, besonders im ersten Satz. Aber danach gab es wieder zu viele individuelle Fehler. Gardelegen war gut, aber heute auch nicht unschlagbar.“

MTV 1862 Wittenberg – KSC ASAHI Spremberg 0:3 (-23, -19, -19): Die Spremberger hatten es beim Vizemeister der letzten Saison nicht leicht. „Für uns war mehr drin gewesen“, konstatierte Wittenbergs Trainer Ulf Jonas nach dem 0:3. „Im ersten Satz haben wir ständig geführt und waren dem Satzgewinn nahe, doch dann schnappte uns Spremberg noch den Sieg weg. Ich glaube, wenn wir den Satz gewonnen hätten, wäre die ganze Partie anders ausgegangen. In den beiden Sätzen danach war Sprembergs Außen-Annahmespieler Jan Koall von uns nicht zu halten gewesen. Er war Sprembergs Joker und verwandelte nahezu jeden Ball. Wir haben gekämpft und Druck zu machen versucht – aber das reichte heute nicht.“

CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus 0:3 (-22, -22, -17): In dieser Partie wollte der auf Rang sechs liegende Gastgeber (13 Punkte), der nach seinem 3:2-Heimsieg über Gardelegen genauso überraschend beim MTV 1862 Wittenberg glatt mit 0:3 verlor, den Anschluss nach vorn nicht aus den Augen verlieren. Das galt aber auch für die auf Platz fünf liegenden Cottbuser (15 Punkte). Tatsächlich waren die Cottbuser in einer Art und Weise dominant, wie man das von Vornherein nicht erwarten konnte. „Wir hatten zuletzt wieder mal personelle Probleme mit sechs einsatzbereiten Spielern. Diesmal waren wir personell zahlenmäßig gut besetzt, aber wir haben außerordentlich schlecht gespielt. Es gelang gar nichts. Dafür gibt es von unserer Seite keine Erklärung. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Cottbuser richtig gut gespielt haben“, kommentierte Mitteldeutschlands Mittelblocker Jonas Liebing, der diesmal nicht selbst mit von der Partie war, das Geschehen.

USV Potsdam – SG Prieros 3:2 (21, 15, -17, -26, 11): Können die Potsdamer Altmeister, die zuletzt im Lokalderby an Potsdam-Waldstadt knapp mit 2:3 gescheiterte waren, davor aber mit zwei Siegen am Stück aufwarteten, zu Hause gegen den Neuling Prieros einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen? Das gelang nach einem ebenso spannenden wie umkämpften Spiel und einer 2:0-Satzführung mit 3:2. „Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten“, urteilte Potsdams Trainer Thomas Schulze. „Nach dem 2:0 riss bei uns durch viele Unzulänglichkeiten und schwacher Abwehr wieder der Spielfaden, wobei es beim 26:28 im vierten Satz ab dem 18:18 immer nur pünktchenweise zum Vorteil für Prieros vorwärts ging. Im fünften Satz waren wir dann wieder abwehrstark und brachten den Satz sicher nach Hause.“

SG Rotation Prenzlauer Berg – VC Potsdam-Waldstadt 1:3 (22, -21, -24, -17): Die nach zuletzt drei Niederlagen in Serie auf den vorletzten Platz abgerutschten Prenzelberger wollten im Kampf um den Klassenerhalt endlich mal wieder punkten und mit dem vierten Saisonsieg in das neue Jahr gehen. Auf der Gegenseite setzten die zuletzt viermal in Folge siegreichen Waldstädter alles daran, diese Erfolgsserie nicht abreißen zu lassen. Das gelang den Gästen dann auch gegen einen Gastgeber, der alles andere als klein beigab. „Wir hatten uns für das letzte Spiel in diesem Jahr viel vorgenommen und wollten noch einmal richtig Stimmung machen“, schilderte Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter. „Das ist uns in den ersten drei Sätzen auch gelungen, denn nach dem 25:22 ging es mit 21:25 und 24:26 doch recht knapp zu. Im vierten Satz sind wir dann eingebrochen, schade.“

Wer wird bei den Frauen inoffizieller Herbstmeister? Auf diese Frage musste der 11. Spieltag eine Antwort geben. Mit dem Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf und dem Tabellenzweiten SG Rotation Prenzlauer Berg II lag ein Duo nach neun Spielten mit je 25 Punkten gleichauf. Daran änderte dieser Spieltag nichts. Während der Tabellenführer seiner Favoritenrolle beim Auswärtsgegner Berliner VV mit 3:0 überzeugend gerecht wurde, mussten die Prenzelbergerinnen auf heimischem Parkett mit dem Tabellenvierten SV Braunsbedra einen härteren Widersacher aus dem Weg räumen, was mit 3:0 gelang. Somit gehen beide Teams mit jeweils 28 Punkten aus zehn Spielen ins neue Jahr und in die zweite Halbserie. Aufgrund des 10:9-Siegvorteils ist Tempelhof-Mariendorf inoffizieller Herbstmeister.

Dem führenden Duo auf den Fersen bleibt der USV Potsdam (23 Punkte aus 10 Spielen). Neues Schlusslicht ist der Aufsteiger USC Magdeburg (3 Punkte aus 10 Spielen), der zu Hause gegen den bisherigen Tabellenletzten Marzahner VC (6 Punkte aus 9 Spielen) mit 0:3 das Nachsehen hatte. Für die Marzahnerinnen war es der zweite Saisonerfolg, der für die zweite Halbserie neuen Mut machen sollte.

Berliner VV – TSV Tempelhof-Mariendorf 0:3 (-15, -13, -16): Die Satzergebnisse verdeutlichen die Dominanz des Spitzenreiters. „Tempelhof-Mariendorf hat mit konsequenten und starken Aufgaben viel Druck gemacht. Dagegen fanden wir überhaupt keine Mittel“, fasste BVV-Trainer Eberhard Harten das Spiel kurz zusammen.

SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Braunsbedra 3:0 (25, 18, 22): „Es war ein wirklich hochkarätiges Spiel auf Augenhöhe. Ein toller Gegner“, lobte Prenzlauer Bergs Manager und Trainer Klaus Helmke. „Wir haben gegenüber dem schon außerordentlich guten Auswärtsspiel mit dem 3:0 gegen USV Potsdam noch eine Kohle draufgelegt. Und auch unsere Wechselspielerinnen waren stark. Unterm Strich entschied unsere Routine und Cleverness das Spiel“, so Helmke, der sich unlängst einer Herzoperation unterziehen musste und einen Herzschrittmacher eingesetzt bekam, aber wieder an der Seitenlinie stand. Weiterhin gesundheitlich alles Gute, Klaus Helmke!

USV Potsdam – TSV Spandau 1860 3:0 (18, 14, 14): Die Potsdamerinnen mussten sich in diesem letzten Heimspiel des Jahres kein Bein ausreißen, um als Siegerinnen vom Parkett zu gehen. „Spandau war erschreckend schwach und zeigte kaum Gegenwehr, so dass meine Mädchen nicht mal eine besondere Leistung zeigen mussten, um drei Punkte zu holen“, meinte Potsdams Trainer Thomas Schulze.

USC Magdeburg – Marzahner VC 0:3 (-22, -18, -20): Abstiegskampf pur zwischen dem Tabellenvorletzten Magdeburg und dem Tabellenletzten Marzahn, die beide mit drei Punkten gleichauf lagen, wobei die Marzahnerinnen ein Spiel weniger ausgetragen hatten. Aber aus dem erhofften Heimsieg der Magdeburgerinnen wurde nichts. „Wir haben zwar gut angefangen, aber letztendlich wurde auch durch personelle Umbesetzungen unser Spiel nicht entscheidend besser“, beklagte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann, die noch hinzufügte: „Irgendwie ist es eigenartig: Wir spielen im Training deutlich besser als im Wettkampf. Nun müssen wir darauf setzen: Neues Jahr neues Glück.“

SV Energie Cottbus – SF Brandenburg 94 3:0 (18, 16, 27): „Wir haben an vielen Stellen gut gespielt“, meinte der Cottbuser Heimspielkoordinator Felix Reschke. „Im ersten Satz haben wir schon klar mit 19:6 vorn gelegen. Im zweiten Satz machten wir einen 2:7-Rückstand wett mit acht Punkten in Serie zum 10:7. Das war die Satzentscheidung. Und im spannenden dritten Satz wechselte die Führung ständig, nach dem 22:22 dann immer mit einem Punkt mal für den einen, mal für den anderen, ehe wir schließlich mit 29:27 den Satzgewinn perfekt machen konnten.“

Nachholspiele, Sonntag, 18. Dezember 2017: Männer vom 5. Spieltag: KSC ASAHI Spremberg - SSV 80 Gardelegen (15 Uhr). Frauen vom 4. Spieltag: Marzahner VC – SV Braunsbedra (15 Uhr).

14. Spieltag – Männer, Sonnabend, 7. Januar 2017: CV Mitteldeutschland II – KSC ASAHI Spremberg (15 Uhr), SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), USV Potsdam – MTV 1862 Wittenberg (19 Uhr). Sonntag, 8. Januar 2017: Berliner VV II – SG Pieros (15 Uhr).

14. Spieltag – Frauen, Sonnabend, 7. Januar 2017: USC Magdeburg – SF Brandenburg 94 (16 Uhr), Berliner VV – TSV Spandau 1860 (16 Uhr), USV Potsdam – SV Energie Cottbus (16 Uhr), TSV Tempelhof-Mariendorf – SV Braunsbedra (19 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

06.12.2016

Gardelegens Höhenflug gestoppt

Das Fazit zwischen dem 10. und 11. Spieltag

Nach den beiden zurückliegenden Spielrunden mit dem 10. Spieltag am 26./27. November und dem nachgeholten 5. Spieltag am 3./4. Dezember gehen die Mannschaften in beiden Staffeln nunmehr Schritt für Schritt der Saison-Halbzeit entgegen. Zwar steht am kommenden Wochenende (10. Dezember) der 11. von 22 Spieltagen an, aber die höchst unterschiedliche Anzahl von Spielen der einzelnen Teams lässt im Augenblick faktisch keinen endgültigen Schlussstrich unter die eigentliche Halbserie zu.

Bei den Männern gab es am 10. Spieltag eine faustdicke Überraschung: Der Höhenflug des in sieben Spielen ungeschlagenen Aufsteigers und Spitzenreiters SSV 80 Gardelegen wurde gestoppt. Die Männer aus der Altmark zogen beim im Mittelfeld platzierten CV Mitteldeutschland II eine 2:3 (-23, 14, -22, 16, -10)-Auswärtsniederlage. Aber ihr Vorsprung vor dem Verfolgerfeld ist nach wie vor komfortabel. Denn der VfK Berlin-Südwest, der am nachgeholten 5. Spieltag zu Hause gegen VC Potsdam-Waldstadt mit 1:3 den Kürzeren zog, liegt drei Punkte hinter Gardelegen (21 Punkte) – hat aber bereits zwei Spiele mehr ausgetragen. Tabellendritter ist unverändert der zuletzt zwei Mal spielfreie KSC ASAHI Spremberg mit 17 Punkten aus acht Spielen, gleichauf mit VC Potsdam-Waldstadt mit neun Spielen.

Angesichts der Tabellensituation dürfte Gardelegen mit ziemlicher Sicherheit nach dem inoffiziellen „Herbstmeistertitel“ greifen. Am kommenden 11. Spieltag ist Schlusslicht Berliner VV II in Gardelegen zu Gast. Es wäre schon eine Sensation, wenn die zu Hause ungeschlagenen Gardelegener dieses Spiel aus der Hand geben würden. Am 18. Dezember geht es dann für die Altmärker im nachgeholten Topduell vom 5. Spieltag auswärts zum KSC ASAHI Spremberg. Und da könnte es durchaus eine weitere Überraschung geben.

Für Gardelegens Kapitän Arne Kreißl ist die 2:3-Niederlage gegen Mitteldeutschland nicht überraschend gekommen: „Irgendwann musste unsere Siegesserie ja mal scheitern, denn wir sind nicht unverwundbar. Allerdings waren wir in diesem Spiel nicht chancenlos, haben uns aber ziemlich dusselig angestellt und immer wieder das Gleiche und damit auch die gleichen Fehler gemacht. Auf der anderen Seite haben die Mitteldeutschen unheimlich gut geblockt und uns damit den Schneid abgekauft.“ Mit dem Blick auf das zehnte Saisonspiel seiner Mannschaft zum Jahresausklang in Spremberg, wo bei einem Sieg die Herbstmeisterschaft gefeiert werden könnte, gibt sich der Kapitän gelassen: „Wir wollen wie so oft in dieser Saison ein spannendes Spiel bieten. Der Ausgang ist tatsächlich offen.“

Schlusslicht ist weiterhin der Berliner VV II (4 Punkte aus 9 Spielen). Auf den vorletzten Rang abgerutscht ist die SG Rotation Prenzlauer Berg (8 Punkte aus 9 Spielen) nach zwei 1:3-Auwärtsniederlagen gegen SV Energie Cottbus und USV Potsdam, der zuvor im Lokalderby gegen Potsdam-Waldstadt mit 2:3 gescheitert war, aber sich durch den Heimsieg über die Prenzelberger als Drittletzter etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hat. Aber da es bekanntlich am Saisonende erstmals wieder drei Direktabsteiger geben wird, ist der Weg zum Klassenerhalt noch weit.

Bei den Frauen gibt unverändert ein Spitzenduo mit TSV Tempelhof-Mariendorf und SG Rotation Prenzlauer Berg II (beide je 25 Punkte aus 9 Spielen) den Ton an. Tempelhof-Mariendorf kam zuletzt zu zwei Siegen (3:0 gegen Aufsteiger USC Magdeburg und 3:1 bei SF Brandenburg 94). Prenzlauer Berg schlug auswärts den Marzahner VC mit 3:0 und feierte am letzten Wochenende im Topduell beim Drittplatzierten USV Potsdam einen überraschend klarten 3:0 (14, 16, 21)-Erfolg. Eine Woche zuvor hatten die Potsdamerinnen den auf Rang vier liegenden mitfavorisierten SV Braunsbedra auswärts mit 3:2 (22, -21, -18, 25, 10) das Nachsehen gegeben.

Mit jeweils drei Punkten liegen der Marzahner VC, bei dem Ralph Barnstorf sein erst zu Saisonbeginn übernommenes Traineramt überraschend wieder aufgegeben hat, und Neuling USC Magdeburg am Tabellenende. Für Marzahn gab es zuletzt den ersten Lichtblick mit dem hart umkämpften 3:2 (-24, -18, 22, 23, 12)-Sieg beim TSV Spandau 1880 – es war Marzahns erster Saisonsieg nach sieben sieglosen Spielen! Aber auch für die Marzahnerinnen gilt: Um den drohenden Abstieg zu vermeiden, müssen Siege her. Und wenn nicht am Wochenende beim Vorletzten USC Magdeburg gewonnen wird, sieht es tatsächlich böse aus für den Marzahner VC…

11. Spieltag – Männer: Sonnabend, 10. Dezember: CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus (15 Uhr), Berliner VV II – SSV 80 Gardelegen (16 Uhr), USV Potsdam – SG Prieros (16 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg – VC Potsdam-Waldstadt (18 Uhr), MTV 1862 Wittenberg – KSC ASAHI Spremberg (18 Uhr).

11. Spieltag – Frauen - Sonnabend, 10. Dezember: SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Braunsbedra (15 Uhr), USC Magdeburg – Marzahner VC (16 Uhr), SV Energie Cottbus – SF Brandenburg 94 (18 Uhr). Berliner VV – TSV Tempelhof-Mariendorf (19 Uhr), USV Potsdam – TSV Spandau 1860 (19 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

19.11.2016

9. Spieltag: Gardelegen dem Herbstmeistertitel wieder einen Schritt näher

Korrigierte Fassung - Montag, 21. November 2016, 20.00 Uhr

Nach neun von 22 Spieltagen nähert sich die 26. Nordostdeutsche Regionalligasaison der Halbzeit. Dabei sieht es bei den Männern drei Spielrunden vor Schluss der Halbserie - neben dem 10. Spieltag am 26./27. November 2016 und dem die Halbserie beschließenden 11. Spieltag am 10. Dezember steht noch dazwischen am 3./4. Dezember der komplett verlegte 5. Spieltag auf dem Programm - ganz danach aus, dass der nach wie vor ungeschlagene Aufsteiger SSV 80 Gardelegen nach dem Herbstmeistertitel greift. Jedenfalls sind die Männer aus der Altmark nach dem 3:0-Auwärtssieg gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. Mit 20 Punkten festigten sie ihre Spitzenposition. Dahinter lagen der VfK Berlin-Südwest (15 Punkte) und KSC ASAHI Spremberg (14) auf der Lauer. Im Direktduell am Sonntag hatten die Südwestler allerdings mit 1:3 das Nachsehen, so dass nunmehr Spremberg (18 Punkte) als Tabellenzweiter erster Verfolger von Gardelegen ist, gefolgt vom VfK Berlin-Südwest (15 Punkte).

Federn lassen musste auch der bisherige Tabellenvierte CV Mitteldeutschland II (11), der mit 0:3 ausgerechnet beim bislang sieglosen Schlusslicht Berliner VV II den Kürzeren zog. Nun bleibt abzuwarten, welche Spuren diese unerwartete Auswärtsniederlage bei den Männern aus Spergau hinterlässt. Denn am nächsten Sonnabend kommt es im vorverlegten Spiel des 21. Spieltages zum Sachsen-Anhalt-Duell Mitteldeutschland II kontra Gardelegen.

SG Rotation Prenzlauer Berg – SSV 80 Gardelegen 0:3 (-16, -20, -20): „Es war das erwartet schwere Spiel“, konstatierte Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter. „Dabei hatte ich gehofft, dass wir Gardelegen ein wenig ärgern könnten. Aber das ist uns nicht annähernd gelungen. Wir kamen schon im ersten Satz nicht richtig ins Spiel. Im zweiten und dritten Satz haben wir zwar mitgespielt, ohne aber in irgendeiner Weise dominant zu ein. Gardelegen war einfach besser.“ Prenzlauer Berg rutschte durch diese Niederlage auf den drittletzten Platz ab.

Berliner VV II – CV Mitteldeutschland II 3:0 (20, 23, 18): Im vorverlegten Spiel vom 20. Spieltag gab das sieglose Schlusslicht BVV II ein Lebenszeichen mit dem ersten Sieg im achten Saisonspiel von sich – und das immerhin gegen den bisherigen Tabellenvierten aus Mitteldeutschland. „Wir sind sichtlich erleichtert“, räumte denn auch BVV-Mannschaftsleiter Christopher Tardel nach dem Heimerfolg ein. „Zwar war der Gegner nur mit sieben Spielern angereist, aber es kam auch im engen zweiten Satz nie die Gefahr auf, dass wir heute das Spiel noch verlieren könnten. Die Mannschaft hat zu sich selbst gefunden und mit starker Annahme und Blockabwehr den Gegner dominiert.“ Mit nunmehr vier Punkten dürfte der BVV II zumindest etwas Mut für den Fortgang der Saison geschöpft haben.

MTV 1862 Wittenberg - VC Potsdam-Waldstadt 1:3 (-18, -21, 18, -21): „Es ist keine besonders günstige Situation bei uns“, erläuterte Wittenbergs Trainer Ulf Jonas nach der fünften Saisonpleite. „Ständig stehen mir andere Spieler zur Verfügung, auch im Training, so dass sich im Grunde genommen die Mannschaft nicht einspielen kann. An dieser personellen Kalamität wird sich so schnell nichts ändern. Im ersten und zweiten Satz hatten wir gravierende Annahmeprobleme gegen die stark aufschlagenden Waldstädter. Im dritten Satz stellte ich die Mannschaft etwas um, so dass es tatsächlich besser lief. Aber im vierten Satz hatten wir dann wiederum keine Chance.“ Das Punktepolster der Wittenberger – letzte Saison Vizemeister – gegenüber einem Nichtabstiegsplatz ist mit einem Punkt denkbar dünn. Gelingt womöglich am nächsten Spieltag gegen den punktgleichen Aufsteiger SG Prieros auswärts ein Befreiungsschlag?

USV Potsdam – SV Energie Cottbus 3:2 (18, -11, -17, 21, 16): Im Duell zweier weiterer Kellerkinder standen beide Teams nach dem Punktgewinn des BVV II unter Zugzwang, wobei die Potsdamer aufpassen mussten, nicht tiefer in den Abstiegsstrudel gerissen zu werden. USV-Spielertrainer Thomas Schulze sprach denn auch vom „erwarteten Kampfspiel“. „Nach drei Sätzen standen wir mit 1:2 mit einem Bein auch schon draußen. Vor allem im zweiten und dritten Satz spielten wir praktisch ohne Annahme und kassierten zwei deutliche Schlappen. Auch im vierten Satz lagen wir schon 4:8 zurück, kämpften uns auf ein 14:14 heran und hatten danach Glück und den längeren Atem. Im Tiebreak hätte alles kippen können, doch wir wehrten gleich drei Satzbälle der Cottbuser ab und setzten uns schließlich mit 16:14 durch.“ Potsdam bleibt zwar Vorletzter (6 Punkte), gefolgt vom Schlusslicht BVV II (4 Punkte), hat aber nunmehr Tuchfühlung nach vorn zu Prenzlauer Berg (8 Punkte). Cottbus wiederum rückte durch den Punktgewinn auf den sechsten Rang vor und ist mit neun Punkten gleichauf mit Prieros und Wittenberg. Aber diese Tabellenkonstellation zeigt, dass schon morgen alles wieder ganz anders aussehen kann.

VfK Berlin-Südwest – KSC ASAHI Spremberg 1:3 (19, -22, -21, -19): "Nach dem ersten Satzgewinn habe ich eine Siegchance für uns gesehen", meinte Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter bei den Südwestlern. "Doch das Niveau aus dem ersten Satz konnten wir gegen die starken Spremberger nicht halten." Für Spremberg war es der sechste Sieg im achten Saisonspiel und einmal mehr eine Bestätigung für den Leistungsaufschwung dieses Teams nach der verflixten letzten Saison, in der man erst in der Relegation dem drohenden Abstieg entgangen war.

USV Potsdam verkürzt Rückstand

zum Spitzenduo auf einen Punkt

Bei den Frauen waren die bislang ungeschlagenen und auf die Dritte Liga Nord ambitionierten Frauen des TSV Tempelhof-Mariendorf diesmal ebenso spielfrei wie der Tabellenzweite SG Rotation Prenzlauer Berg II (beide je 19 Punkte). Daraus konnte der Tabellendritte USV Potsdam insofern Nutzen ziehen, als die Potsdamerinnen mit einem ungefährdeten 3:0-Heimsieg über Schlusslicht Marzahner VC den Rückstand zum Spitzenduo auf einen Punkt verkürzten. Auch der Tabellenvierte SV Braunsbedra (15 Punkte) bleibt nach seinem 3:0-Auswärtssieg am Sonntag gegen den Drittletzten SV Energie Cottbus dem Spitzentrio weiter dicht auf den Fersen. Auch hier ist ein Blick voraus aufschlussreich: In einer Woche empfängt Braunsbedra den USV Potsdam. Es kann also im Vorderfeld noch vor dem Abschluss der Halbserie turbulent zugehen. Am Tabellenende entglitt dem Vorletzten USC Magdeburg beim 2:3 zu Hause gegen den Berliner VV der greifbar nahe zweite Saisonsieg.

USV Potsdam – Marzahner VC 3:0 (17, 21, 16): Die Potsdamerinnen sahen sich erwartungsgemäß vor keine Herausforderung gestellt. „Dennoch haben wir uns durch viele Eigenfehler selbst schwer getan. Aber am Ende haben wir 3:0 gewonnen – und das ist okay“, so USV-Trainer Thomas Schulze, der allerdings nicht verhehlte: „Mit so einer Leistung ist Tempelhof-Mariendorf, Prenzlauer Berg oder Braunsbedra nicht beizukommen. Allerdings hat die Mannschaft größeres Potenzial, das sie leider nicht abruft.“ Für die Marzahnerinnen bleibt die Lage unverändert prekär: Ohne Sieg in sechs Spielen Schlusslicht und lediglich ein Punkt. Da zur gleichen Zeit der Aufsteiger und Tabellenvorletzte Magdeburg zu Hause gegen den BVV wenigstens einen Punkt einfuhr, verschlechterte sich die Lage für Marzahn weiter.

USC Magdeburg – Berliner VV 2:3 (-21, 21, 23, -22, -9): Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann ist in keiner beneidenswerten Situation. Wie motiviere ich meine Mannschaft, die dem zweiten Saisonsieg vor heimischer Kulisse so nahe war und ihn dann nach fünf Sätzen doch verpasste? „Nach unserer 2:1-Satzführung hatte ich auf den Sieg gehofft, aber dann zogen meine Spielerinnen wieder die Handbremse an – und das, obwohl wir im dritten Satz lange zurücklagen, aber die Nerven behalten haben und uns mit 25:23 durchsetzten. Der vierte Satz entglitt uns wieder, weil der BVV immer stärker wurde. Im Tiebreak führten wir 4:1 und lagen bis zum 6:6 mit dem Gegner auf Augenhöhe. Doch nach dem 6:8 waren sozusagen die Messen gesungen.“ Und die Motivation für die weitere Saison? „Ich habe meiner Mannschaft deutlich gemacht, dass heute über weite Strecken wieder eine Leistungssteigerung geboten wurde. Darauf müssen wir von Spiel zu Spiel aufbauen.“ Nun geht es am nächsten Spieltag ausgerechnet auswärts gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf – nicht gerade eine Ermutigung für die Magdeburgerinnen.

VfK Berlin-Südwest - SF Brandenburg 94 3:0 (23, 24, 21): Im ersten Sonntagspiel setzten sich die Südwestlerinnen nach zwei engen ersten Sätzen schließlich glatt mit 3:0 gegen Brandenburg durch. Damit rückte der Aufsteiger auf den fünften Tabellenplatz vor und führt zusammen mit Braunsbedra das Verfolgerfeld an. VfK-Trainer Thoralf Riederer: "Wir hatten insofern Probleme, weil sich unsere Hauptannahmespielerin Nicole Brumm im Training verletzt hatte und nicht eingesetzt werden konnte. Dadurch war ich zu Umstellungen gezwungen, was sich auf unser Spiel nicht immer positiv auswirkte. Im ersten Satz konnten wir nach dem 23:23-Gleichstand entscheidend punkten. Im zweiten Satz wehrten wir einen Satzball der Brandenburgerinnen ab und entschieden damit das Spiel. Im letzten Durchgang lag der Vorteil durchweg auf unserer Seite. Es war ein insgesamt verdienter Sieg meiner Mannschaft. Und wenn ich jetzt auf die Tabelle schaue, dann ist der fünfte Platz schon erstaunlich. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir ein Aufsteiger sind und uns als Dritter der Berlinliga erst über die Relegationsrunde den Aufstiegsplatz erkämpft haben."

SV Energie Cottbus – SV Braunsbedra 0:3 (-19, -11, -23): Die Gäste aus Sachsen-Anhalt wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. "Wir sind schlechter gewesen als Braunsbedra und hatten unsere Schwierigkeiten", fasste der Cottbuser Heimspielkoordinator Felix Reschke den Gesamteindruck zusammen. "Im zweiten Satz lagen wir 5:4 vorn und kassierten dann elf Punkte am Stück zum 5:15, ohne selbst einen Punkt zu machen. Das tut weh. Im dritten Satz stellte der Trainer dann die Mannschaft um, so dass es besser lief." Beim Stand von 22:19 sah es nach einem Satzgewinn der Cottbuserinnen aus, aber Braunsbedra schaffte den 22:22-Ausgleich und setzte sich danach ab.

10. Spieltag – Männer: Sonnabend, 26. November 2016: VfK Berlin-Südwest – Berliner VV II (15 Uhr), SG Prieros – MTV 1862 Wittenberg (18 Uhr), VC Potsdam-Waldstadt – USV Potsdam (19 Uhr), SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg (19 Uhr). Vorverlegtes Spiel vom 21. Spieltag: CV Mitteldeutschland II – SSV 80 Gardelegen (12 Uhr).

10. Spieltag - Frauen: Sonnabend, 26. November 2016: TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus (15 Uhr), Marzahner VC – SG Rotation Prenzlauer Berg (15 Uhr), VfK Berlin-Südwest – Berliner VV (19 Uhr), TSV Tempelhof-Mariendorf – USC Magdeburg (19 Uhr). Sonntag, 27. November 2016: SV Braunsbedra – USV Potsdam (15 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

12.11.2016

8. Spieltag: Gardelegen und Tempelhof-Mariendorf sind nicht zu stoppen

Aktualisierte Fassung - Sonntag, 13. November 2016, 12.45 Uhr

Der 8. Spieltag ging sowohl bei den Männern als auch Frauen ungewöhnlicher Weise geschlossen am Sonnabend über die Bühne. Bei den Männern waren aus dem Spitzenquartett drei Teams erfolgreich. Dabei festigte der ungeschlagene Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen mit seinem 3:0-Heimsieg über den Tabellenvorletzten USV Potsdam seine führende Position (17 Punkte). Erster Verfolger ist nach wie vor der VfK Berlin-Südwest (15 Punkte), der im vorverlegten Spiel des 19. Spieltages zu Hause den bisherigen Tabellendritten CV Mitteldeutschland II souverän mit 3:0 abfertigte. Weiter vorgerückt ist der KSC ASAHI Spremberg, der im ebenfalls vorverlegten Spiel des 19. Spieltages zu Hause mit ebenfalls 3:0 den Aufsteiger SG Prieros geschlagen vom Feld schickte. Am Tabellenende konnte das sieglose Schlusslicht Berliner VV II im Heimspiel gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg zwar punkten, verlor aber denkbar knapp mit 2:3. Da der SV Energie Cottbus auf heimischem Parkett Vizemeister MTV 1862 Wittenberg mit 3:2 schlug und mit acht Punkten Anschluss ans Mittelfeld gefunden hat, wird die Lage für die Kellerkinder, das Schlusslicht BVV II (1 Punkt) und den Vorletzten USV Potsdam (4 Punkte), immer brenzliger.

SSV 80 Gardelegen – USV Potsdam 3:0 (24, 16, 15): Nach dem „verschlafenen ersten Satz“ rüttelte Gardelegens Trainer Gerhard Müller seine Mannschaft wach. „Wir haben in diesem ersten Satz enorm viele Bälle verschlagen, was uns den Satzverlust einbrachte“, schilderte Gardelegens Kapitän Arne Kreißl. „Danach waren wir wieder hellwach gegen die routinierten Potsdamer, die beim 24:24 durchaus Siegchancen hatten. Aber im zweiten und dritten Satz trumpften wir wieder souverän auf.“ Der Kapitän meinte zum bisherigen Saisonverlauf mit sechs Siegen in sechs Spielen und der souveränen Tabellenführung: „Natürlich ist das für einen Aufsteiger eine unerwartete Bilanz, aber schon im Vorfeld hatten uns viele Gegner bescheinigt, dass wir alles andere als ein Aufsteiger sein werden. Das haben wir bestätigt, nicht zuletzt auch dank gewachsener spielerischer Reife gegenüber der Vorsaison in Sachsen-Anhalts Landesoberliga. Ich denke, wir werden auch weiter unser Spiel durchziehen.“ Und wenn am Saisonende sogar der Meistertitelgewinn herausspringt? „Bis dahin ist es noch ein langer Weg“, so Arne Kreißl. „Aber Fakt ist, dass wir im Sommer des nächsten Jahres vermutlich vor einer völlig neuen Situation stehen werden. Für diese Saison konnten wir alle Spieler verpflichten, bei der Stange zu bleiben. Ob das auch für die Zeit danach gilt, ist offen. Es kann also durchaus sein, dass es die bislang so erfolgreiche Mannschaft in dieser Zusammensetzung dann gar nicht mehr gibt. Also viele, viele Fragezeichen.“

VfK Berlin-Südwest – CV Mitteldeutschland II 3:0 (18, 18, 18): Die beiden unmittelbaren Verfolger Berlin-Südwest (2.) und Mitteldeutschland (3.) standen sich im vorverlegten Spiel vom 19. Spieltag im Direktduell gegenüber. Wer einen offenen Ausgang vermutet hatte, wurde durch das Geschehen auf dem Feld enttäuscht. Die Südwestler beherrschten den Gegner nach Belieben. „Ein toller Erfolg. Insgesamt hatten wir darauf gehofft, aber ein 3:0 nicht für möglich gehalten“, schwärmte Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter bei den Südwestlern. „Wir haben eine kompakte Leistung geboten und waren sehr abwehrstark. Da hatte Mitteldeutschland keine Chance.“

KSC ASAHI Spremberg – SG Prieros 3:0 (19, 16, 21): Auch der Tabellenvierte aus Spremberg wollte sich im zweiten vorverlegten Spiel des 19. Spieltages gegen den Aufsteiger SG Prieros (Foto aus dem Spiel oben links) keine Blöße geben und an Gardelegen dranbleiben. Nach dem Aussetzer vor einer Woche zu Hause mit dem 1:3 gegen VC Potsdam-Waldstadt war natürlich Rehabilitation vor eigener Kulisse angesagt. „Die gute Tendenz der bisherigen Saison lebte wieder auf“, so Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke. „Allerdings musste wir wie in der Vorwoche ohne unseren Hauptzuspieler Ronny Mellack auskommen. Aber diesmal arbeiteten wir hart an der guten Annahme, das zahlte sich aus, wobei es uns der Gegner über weite Strecken mit seinen Fehlern auch leicht gemacht hat.“ Nun kommt es am nächsten Sonntag auswärts zum spannenden Direktduell Dritter gegen Zweiter, im Klartext Spremberg (14 Punkte) gegen Berlin-Südwest (15 Punkte).

SV Energie Cottbus – MTV 1862 Wittenberg 3:2 (-23, -20, 23, 19, 12): Für die Cottbuser als Drittletzter ging es darum, sich mit einem Heimsieg etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Würde dafür ausgerechnet der Vizemeister aus Wittenberg (Foto aus dem Spiel oben rechts) der geeignete Gegner sein? Die Wittenberger sind angesichts von bislang zwei Siegen und drei Niederlagen noch nicht so richtig in dieser Saison angekommen, wollten aber den Kontakt zum Mittelfeld nicht verlieren. Genau das aber verdarben ihnen die Lausitzer, die lagen zwar schon nach zwei Sätze mit 0:2 zurück, doch wendeten sie die vierte Saisonniederlage noch ab. „Wir haben in den ersten beiden Sätzen gravierende Fehler gemacht“, schilderte der Cottbuser Heimspielkoordinator Felix Reschke. „Die Stimmung auf dem Feld war insgesamt auch angespannt. Aber dann behielten wir die Nerven und schafften tatsächlich noch den 2:2-Satzausgleich. Im fünften Satz ging es bis zum 12:12 ausgeglichen zu. Erst danach gelangen uns drei Punkte am Stück – ein umjubelter 15:12-Satz- und 3:2-Spielgewinn und ein Mutmacher im Kampf um den Klassenerhalt.“

Berliner VV II – SG Rotation Prenzlauer Berg 2:3 (25, -23, 24, -18, -11): Für den bislang sieglosen Gastgeber schien der erste Saisonsieg zum Greifen nah. Doch nach der 2:1-Satzführung war gegen die Prenzelberger nichts mehr zu holen, so dass der Verlust der beiden folgenden Sätze zur 2:3-Niederlage führten. Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter kommentierte das Geschehen einen Tag später so: "Ich hatte nach dem 1:2-Satzrückstand ehrlich gesagt auch Zweifel, ob wir den Sieg noch rausreißen können. Aber ich habe danach den Sechser gleich auf vier Positionen umgestellt, was sich positiv auswirkte. Im vierten Satz dominierten wir dann den Gegner ab Satzmitte, und im fünften Satz machten wir nach dem 8:7 zum Seitenwechsel dann alles klar und setzten uns ab." Romy Richter verwies schließlich noch auf eine Kuriosität: "Wie schon in der Vorwoche gewannen wir auch diesmal alle unsere Sätze auf ein und derselben Seite." Während für den Verlierer BVV der eine Punkt nur ein kleines Trostpflaster sein dürfte, bedeutet der Erfolg für die Prenzelberger, dass sie den Anschluss zum Mittelfeld hergestellt haben. Am nächsten Wochenende steht für sie aber eine Härteprüfung in eigener Halle an. Dort ist dann der ungeschlagene Tabellenführer aus Gardelegen zu Gast. Der abstiegsbedrohte BVV II empfängt zu Hause die diesmal enttäuschende zweite Mannschaft von CV Mitteldeutschland. Fährt der BVV dann den ersten Saisonsieg ein?

Tempelhof-Mariendorf hält auch

gegen Potsdam Kurs auf den Titel

Bei den Frauen hatte der TSV Tempelhof-Mariendorf zu Wochenbeginn mit dem 3:2-Auswärtssieg im vorverlegten Spiel vom 8. Spieltag gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg II die Tabellenführung übernommen und war auch drei Tage später im Spitzenduell zu Hause vom drittplatzierten USV Potsdam nicht zu stoppen. Das Team hält mit dem 3:1, das dem Kräfteverhältnis entsprach, weiterhin Kurs auf den Meistertitel. Da Prenzlauer Berg erwartungsgemäß mit 3:0 beim Berliner VV die Oberhand behielt, bleiben die beiden führenden Teams mit jeweils 19 Punkten gleichauf – mit 7:6-Siegvorteil für Tempelhof-Mariendorf. Dritter ist nach wie vor der USV Potsdam (15 Punkte). Am Tabellenende wird die Situation für das sieglose Schlusslicht Marzahner VC nach der 1:3-Heimpleite gegen den Vorletzten SV Energie Cottbus immer schwieriger. Auch für den Aufsteiger USC Magdeburg (1:3 zu Hause gegen Mitaufsteiger VfK Berlin-Südwest) ist die Situation – mit zwei Punkten nunmehr Vorletzter – überaus dramatisch.

TSV Tempelhof-Mariendorf – USV Potsdam 3:1 (18, 14, -19, 17): Tempelhofs Trainer Gerald Kanig konstatierte, dass es im Gegensatz zum Spiel drei Tage zuvor gegen Prenzlauer Berg „diesmal nicht das ganz große Niveau war, weil sich beide Teams doch einige unerzwungene Fehler zu viel leisteten. Trotzdem hatten wir das Spiel jederzeit im Griff. Im dritten Satz hat Potsdam gut dagegengehalten und kam verdient zum Satzgewinn.“ Unterm Strich fasste Kanig nach den zwei siegreichen Topbegegnungen zusammen: „Die beiden Siege in dieser Woche gegen die Spitzenteams der Liga zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um unser Ziel, den Aufstieg in Dritte Liga, zu erreichen.“ Mit den Erfolgen über die gemeinhin als die stärksten Mitbewerber eingeschätzten Konkurrenten hat der TSV Tempelhof-Mariendorf Ansprüche als allererster Anwärter auf die Meisterschaft geltend gemacht.

Berliner VV – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3 (-8, 12, -12): Die Satzergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Der gestürzte Spitzenreiter knüpfte an seine einstige Erfolgsserie mit fünf Siegen in Serie an, ehe Tempelhof-Mariendorf ein Stoppzeichen gesetzt hatte. BVV-Trainer Eberhard Harten: „Keine Frage, wir haben außerordentlich schlecht gespielt und hatten nicht die Spur einer Chance gegen den Topfavoriten. Irgendwie war es auch eine Kopfsache. Der Gedanke, wir haben sowieso keine Chance gegen Prenzlauer Berg, wirkte wie eine Blockade und hemmte alle.“

TSV Spandau 1860 – SF Brandenburg 3:2 (19, -20, -23, 25, 14): Der Aufsteiger aus Spandau kippte noch ein schon fast verloren geglaubtes Spiel. Denn nach dem 1:2-Satzrückstand wendeten die Gastgeberinnen mit zwei furiosen und engen Sätze (27:25 und 16:14) noch das Blatt. Diana Soliman aus dem überglücklichen Siegerteam erklärte die Wende so: „Nach dem 1:2-Rückstand haben mutiger gespielt und unsere Annahme stabilisiert. Letztendlich wurden wir für unseren großen Kampfgeist in der Endphase belohnt.“

USC Magdeburg – VfK Berlin-Südwest 1:3 (-18, 30, -14, -24): Im Duell der beiden Aufsteiger waren die Südwestlerinnen die glücklicheren. Für Magdeburg bedeutet diese Niederlage, dass die Mannschaft auf den vorletzten Platz (2 Punkte) zurückgefallen ist – ein Punkt getrennt von Cottbus. Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann verhehlte nicht, dass sie „todunglücklich“ sei. „Ich kann mir selbst die Leistungsschwankungen mit Sätzen von 18:25 und 14:25 nicht erklären. Im vierten Satz stehen bei unserer 24:23-Führung die Zeichen auf Sieg – aber wir verlieren 24:26. Das ist schon tragisch.“ Können die Magdeburgerinnen am nächsten Wochenende zu Hause gegen den Berliner VV punkten und damit neuen Mut schöpfen?

Marzahner VC – SV Energie Cottbus 1:3 (-15, -23, 24, -16): Das Schlusslicht aus Marzahn konnte auch gegen den bisherigen Tabellenvorletzten nicht punkten. „Natürlich hatten wir uns mehr erhofft“, räumte der 1. Vorsitzende des MVC, Udo Sachansky, ein. „Aber Cottbus hat stark gespielt, so dass der Sieg der Lausitzerinnen völlig in Ordnung geht. Unsere Aufgabe wird darin bestehen, weiter hart an unseren Fehlern zu arbeiten und endlich die nötigen Punkte zu holen. Zwei gute Sätze, von denen auch noch einer verlorenging, reichen eben nicht aus. Es wird keine einfache Saison angesichts der Tatsache, dass ab dieser Spielzeit drei Mannschaften direkt absteigen.“ Marzahn hat als Tabellenletzter mit nur einen Punkt aus fünf Spielen schon erheblich an Boden gegenüber einem Nichtabstiegsplatz verloren, so dass es schwer fällt, an eine Wende hin zum Klassenerhalt zu glauben. Der nächste Auftritt am kommenden Wochenende beim Tabellendritten USV Potsdam dürfte auch nicht gerade geeignet sein, viel Optimismus zu verbreiten.

9. Spieltag: Männer – Sonnabend, 19. November 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg – SSV 80 Gardelegen (18 Uhr), MTV 1862 Wittenberg - VC Potsdam-Waldstadt (18 Uhr), USV Potsdam – SV Energie Cottbus (19 Uhr). Vorverlegtes Spiel vom 20. Spieltag: Berliner VV II – CV Mitteldeutschland II (16 Uhr). Sonntag, 20. November 2016: VfK Berlin-Südwest – KSC ASAHI Spremberg (15 Uhr).

9. Spieltag: Frauen – Sonnabend, 19. November 2016: USC Magdeburg – Berliner VV (16 Uhr), USV Potsdam – Marzahner VC (16 Uhr). Sonntag, 20. November 2016: VfK Berlin-Südwest – SF Brandenburg 94 (11 Uhr), SV Energie Cottbus – SV Braunsbedra (15 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

09.11.2016

Vorverlegtes Spitzenspiel: Frauen des TSV Tempelhof-Mariendorf nach 3:2-Sieg gegen Spitzenreiter Prenzlauer Berg II neuer Tabellenführer

Das bei den Frauen auf den 8. November 2016 vorverlegte Spiel vom 9. Spieltag zwischen dem gastgebenden Tabellenführer SG Rotation Prenzlauer Berg II und dem zwei Punkte zurückliegenden drittplatzierten Verfolger TSV Tempelhof-Mariendorf hielt, was es versprach: Es war ein packendes, dramatisches und vor allem auf hohem Niveau stehendes Lokalderby, das am Ende Tempelhof-Mariendorf (Foto oben rechts) nach einer 2:0-Satzführung verdient mit 3:2 (24, 18, -12, -19, 13) für sich entschied. Damit übernahm der TSV Tempelhof-Mariendorf die Tabellenführung vor der punktgleichen SG Rotation Prenzlauer Berg II (je16 Punkte) – nur getrennt durch die Anzahl der Siege: sechs für Tempelhof-Mariendorf, fünf für Prenzlauer Berg. Die Prenzelbergerinnen (Foto oben links) erlitten im sechsten Saisonspiel ihre erste Niederlage, während die Tempelhoferinnen nach wie vor ungeschlagen sind. Die unmittelbaren Verfolger sind der USV Potsdam (15 Punkte) und der SV Braunsbedra (12 Punkte).

„Es war das erwartete Duell auf Augenhöhe“, meinte TSV-Trainer Gerald Kanig und fasste seine Eindrücke vom Geschehen so zusammen: „In den ersten beiden Sätzen waren wir etwas variabler im Zuspiel dank unserer Stellerin Anne Oemus, so dass unser Angriff gut punkten konnte. Diese Sätze haben natürlich viel Kraft gekostet. Im dritten und vierten Satz erhöhte Prenzlauer Berg den Aufschlagsdruck und bekam dadurch Oberwasser. Besonders Melanie Gernert war in dieser Phase von uns kaum zu stoppen. Im entscheidenden fünften Satz gingen wir zunächst mit 4:1 in Führung, lagen aber beim Seitenwechsel mit 6:8 zurück. Danach baute der Gegner seine Führung auf 12:8 aus. Da sah es schon nach einem Sieg für die Prenzelbergerinnen aus. Doch mit den wirkungsvollen Aufgaben von Julia Listringhaus und einer guten Blockarbeit von Karo Vogt erkämpften wir uns beim Stand von 14:12 noch zwei Matchbälle. Den zweiten Matchball beim Stand von 14:13 verwandelte Regina Mapeli Burchardt unter dem Jubel der Mannschaft zum 15:13-Satzgewinn und 3:2-Endstand.“ Kanig verwies aber auch darauf, dass trotz des Sieges gegen den Mitfavoriten zu diesem frühen Saisonzeitpunkt noch nichts entschieden ist. „Genauso spannend wie dieses Spiel wird es auch im weiteren Saisonverlauf bleiben, da die vier führenden Teams leistungsmäßig eng beieinander liegen.“

Auf der Gegenseite anerkannte Prenzlauer Bergs Manager und Trainer Klaus Helmke ohne Umschweife den Sieg der Tempelhoferinnen: „In diesem erwartungsgemäß engen Spiel war die Gastmannschaft in den entscheidenden Phasen einfach besser, cleverer und routinierter als wir und hat verdient gewonnen. Wir haben am Limit gespielt, aber das hat heute nicht ausgereicht, um Tempelhof-Mariendorf zu schlagen – auch wenn wir ganz dicht dran waren.“

Regionalspielwart Uwe Näthler war als Augenzeuge des Spiels sichtlich beeindruckt: „Die Frauen, die mitunter wegen ihres spielerischen Niveaus im Schatten der Männer stehen, haben eindrucksvoll gezeigt, wozu sie fähig sind. Es war eine einzigartige Werbung für die Regionalliga Nordost.“

Nun kommt es bereits am Freitag (11. November 2016) zum Auftakt des 8. Spieltages zu einem weiteren Spitzentreffen zwischen Tempelhof-Mariendorf und den einen Punkt zurückliegenden Potsdamerinnen (20 Uhr). Die Gastgeberinnen könnten mit einem Sieg ihre führende Position festigen, aber durch eine Niederlage auch wieder von Potsdam an der Spitze verdrängt werden. Prenzlauer Berg wiederum dürfte am Sonnabend (12. November) die leichtere Aufgabe beim Berliner VV (16 Uhr) zufallen. Also viel Spannung an der Spitze!

Jürgen Holz, Regionalpressewart

05.11.2016

7. Spieltag: Bei den Männern leistet sich Spitzenreiter Gardelegen keinen Ausrutscher beim Vizemeister Wittenberg, dafür stolpert Verfolger Spremberg zu Hause

Aktualisierte Fassung - Sonntag, 6. November 2016 (17.45 Uhr)

Das Spitzenspiel am 7. Spieltag bei den Männern war das Aufeinandertreffen des ungeschlagenen Tabellenführers und Neulings SSV 80 Gardelegen beim Vizemeister der letzten Saison MTV 1862 Wittenberg, der in der bisherigen Saison je zweimal gewonnen und verloren hatte und mit einen 3-Punkte-Rückstand auf Gardelegen „nur“ Tabellensechster ist. In diesem Sachsen-Anhalt-Derby besaßen die Wittenberger (8 Punkte) die Chance, bei einem 3-Punkt-Sieg zum punktgleichen Spitzenduo Gardelegen und KSC ASAHI Spremberg aufzuschließen. Doch wer auf eine Überraschung spekuliert hatte, wurde enttäuscht. Die eigentliche Überraschung lieferte dafür am Sonntag Spremberg, das zu Hause gegen den VC Potsdam-Waldstadt ins Stolpern kam.

MTV 1862 Wittenberg – SSV 80 Gardelegen 0:3 (-13, -16, -16): Die Gastgeber waren weit davon entfernt, Gardelegen ein Bein zu stellen. „Ich hatte mir auch mehr versprochen“, meinte Wittenbergs Trainer Ulf Jonas. „Aber Gardelegen hat gezeigt, dass diese Mannschaft zu Recht an der Tabellenspitze steht. Bei uns lief wenig zusammen, besonders schwach waren wir in der Annahme. Wir sind letztendlich an unserer eigenen Unfähigkeit gescheitert. Die Gardelegener waren im Angriffsspiel über die Mitte von unseren kleinen Mittelblockern einfach nicht zu bremsen.“

VfK Berlin-Südwest – SG Prieros 3:0 (23, 14, 15): Was von der Papierform her auf ein aufschlussreiches Duell zwischen den beiden punktgleichen Tabellennachbarn schließen ließ, erwies sich beim Aufeinandertreffen Vierter kontra Fünfter als eine unerwartet klare und schnelle Angelegenheit für die Südwestler. „Das hat uns auch überrascht“, bekannte Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter beim VfK Südwest. „Das Spiel hatte zunächst ein hohes Niveau auf beiden Seiten, doch dann wurden die Fehler beim Aufsteiger aus Prieros immer größer und größer, während wir kompakt und konzentriert durchgespielt haben, wie auch die Satzergebnisse zeigen. Der vierte Sieg im sechsten Saisonspiel – wir sind durchaus zufrieden.“ Das so fulminant in die erste Regionalligasaison gestartete Team aus Prieros verlor durch diese dritte Saisonniederlage zunächst den unmittelbaren Kontakt zum Vorderfeld, während die Südwestler zunächst vorübergehend und schließlich durch Sprembergs Niederlage endgültig auf den zweiten Platz (12 Punkte) hinter Gardelegen (14 Punkte) vorrückten.

SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II 2:3 (-20, 13, -16, 23, -12): Der Tabellendritte aus Spergau wollte sich von den wechselhaft spielenden Berlinern nicht überrumpeln lassen und seine gute Tabellenposition nicht leichtfertig einbüßen. Für den Gastgeber ging es wiederum darum, sich als bislang Drittletzter aus der Abstiegszone herauszuspielen. Das gelang Prenzlauer Berg nur bedingt, obwohl der Sieg zum Greifen nah war – doch diesmal wurde das 5-Satz-Spiel nicht noch von ihnen gekippt. Aber wenigstens ein Punktgewinn, der die Prenzelberger etwas vorrücken ließ. „Nein, traurig bin ich nicht“, meinte Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter. „Die Woche über hat die Mannschaft hart an sich gearbeitet, und auch vieles von dem im Training Geübten im Spiel umgesetzt – doch eben nicht alles, was den Sieg gekostet hat. Der Tiebreaksatz war lange Zeit offen. Wir führten 8:7, danach ging es bis zum 11:11 ausgeglichen zu. Aber im Endspurt war Mitteldeutschland besser drauf als wir, zog auf 14:11 davon und entschied schließlich das Spiel nicht unverdient für sich.“ Der CV Mitteldeutschland II (11 Punkte) bleibt also weiter vorn dran.

USV Potsdam – Berliner VV II 3:1 (-24, 16, 13, 9): Die Vorzeichen für das Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder – Potsdam (1 Punkte) Vorletzter, BVV (0 Punkte) Letzter – waren eindeutig: Wer von beiden erneut sieglos bleiben würde, würde den Kontakt zum übrigen Feld vorerst verlieren. „Im kuriosen ersten Satz taten wir uns unheimlich schwer und lagen schnell 0:5 zurück“, schilderte USV-Trainer Thomas Schulze. „Denn wir haben lange gebraucht, um überhaupt ins Spiel zu kommen. Da war viel Nervosität dabei, weil es schließlich darum ging, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Aber wir haben nach dem ersten Satz noch rechtzeitig unsere spielerische Linie gefunden und fortan den Gegner klar in der Hand gehabt.“ Für den weiterhin punktlosen BVV II wird die Saison offensichtlich höchst kompliziert, denn es steigen bekanntlich drei Mannschaften direkt ab – und zum rettenden Nichtabstiegsplatz sind jetzt schon zwei Siege nötig.

KSC ASAHI Spremberg - VC Potsdam-Waldstadt 1:3 (23, -22, -12, -22): Nach dem Schlusspfiff des einzigen Sonntagsspiels gab es lange Gesichter bei den Sprembergern, die eine unerwartete 1:3-Heimniederlage erlitten. "Wir sind natürlich enttäuscht. Doch nach dem erfolgreichen ersten Satz drehten die Potsdamer den Spieß um. Sie waren in der Annahme und im Angriff weitaus stabiler als wir", konstatierte Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke. "Im vierten Satz hätte das Spiel noch zu unseren Gunsten kippen können, als wir mit 22:20 in Führung lagen. Doch insgesamt merkte man unserem Spiel an, dass uns der etatmäßige Zuspieler Ronny Mellack aus beruflichen Gründen diesmal fehlte. Mit unserem zweiten Zuspieler gab es doch einige Abstimmungsprobleme. Irgendwie fehlte der ganzen Mannschaft der richtige Biss." Während Spremberg nach dieser zweiten Saisonniederlage auf den vierten Rang zurückfiel, schob sich Potsdam-Waldstadt auf Platz fünf vor.

Prenzlauer Bergs Frauen unbeirrt

ohne Satzverlust vorneweg

Bei den Frauen trafen aus dem Spitzentrio zwei Teams auf Mannschaften, die im Augenblick bedrohlich in der Abstiegszone stehen: der neue Tabellenführer SG Rotation Prenzlauer Berg II, der bislang noch keinen Satzverlust kassieren musste, zu Hause gegen den Drittletzten USC Magdeburg und der Tabellendritte TSV Tempelhof-Mariendorf auswärts gegen den Vorletzten SV Energie Cottbus. Auch der Tabellenzweite USV Potsdam stand im Heimspiel gegen den Berliner VV vor einer lösbaren Aufgabe. Am Ende gab sich keiner aus dem Spitzentrio eine Blöße, so dass Prenzlauer Berg und Potsdam (je 15 Punkte) weiterhin gleichauf liegen und Tempelhof-Mariendorf (14 Punkte) beiden dicht auf den Fersen ist, was sich am kommenden Dienstag (8. November) ändern könnte, weil dann das vom 9. Spieltag vorgezogene Topduell Prenzlauer Berg kontra Tempelhof-Mariendorf auf dem Programm steht. Und schon drei Tage später (am Freitag, 11. November) kommt es zum Auftakt des 8. Spieltages zu einem weiteren Spitzenspiel mit Tempelhof-Mariendorf kontra Potsdam.

SG Rotation Prenzlauer Berg II – USC Magdeburg 3:0 (7, 10, 18): Die Satzstände sprechen eine deutliche Sprache. Erwartungsgemäß konnte auch der Aufsteiger aus Magdeburg dem Mitfavoriten keinen Satz abknöpfen, so dass die Prenzelbergerinnen nach fünf Spielen mit 15:0 Sätzen völlig makellos dastehen. „Für uns ist der Gradmesser das Heimspiel am Dienstag gegen Tempelhof-Mariendorf. Dabei sehe ich uns nicht in der Favoritenrolle. Ein Sieg von Rotation wäre für mich eine Überraschung“, so Prenzlauer Bergs Manager und Trainer Klaus Helmke, der die Favoritenrolle an den Gegner weitergibt. „TM-Trainer Gerald Kanig, der mit seiner Mannschaft die Dritte Liga Nord anpeilt, wird sein Team bestens auf uns einstellen. Ich habe großen Respekt vor dem Gegner. Für uns wird es entscheidend sein, wie die Mannschaft nach bislang durchweg 3:0-Siegen ausreichend motiviert werden kann.“ Überhaupt würden, so Helmke, die bevorstehenden Spiele gegen die starken Mitkonkurrenten USV Potsdam (am 3. Dezember auswärts) und SV Braunsbedra (am 10. Dezember zu Hause) zeigen, wo man tatsächlich stehe.

SV Energie Cottbus – TSV Tempelhof-Mariendorf 1:3 (-17, -16, 19, -13): Der Titelaspirant aus Berlin, der bisher einen Punkt beim 2:3 auswärts gegen Braunsbedra abgeben musste, dominierte auch auf Lausitzer Parkett gegen den Tabellenvorletzten. Allerdings wehrten sich die Lausitzerinnen tapfer. „Die Mannschaft hat unheimlich gekämpft, aber Kampf allein reicht nicht, um dem Favoriten mehr als einen Satz abzuknöpfen. Vor allem im vierten Satz spielten die Berlinerinnen ihre Dominanz aus“, anerkannte Felix Reschke, Heimspielkoordinator in Cottbus, die Leistung des Siegers.

USV Potsdam – Berliner VV 3:0 (21, 11, 19): Auch der Tabellenzweite aus Potsdam ließ im Heimspiel gegen den im Mittelfeld platzierten BVV nichts anbrennen. Mit dem 3:0 setzten die Potsdamerinnen ihre makellose Serie mit fünf Siegen in fünf Spielen fort und sind vom Spitzenreiter Prenzlauer Berg (15:0 Sätze) nur um einen Satz (15:1) getrennt. „Meine Mannschaft ist auf einem guten Weg“, lobte USV-Trainer Thomas Schulze seine Spielerinnen. „Ich habe als Coach eine gute Truppe zusammen, die souverän aufspielt.“ Allerdings räumte er ein, dass von einem Aufstieg in die Dritte Liga Nord keine Rede sein kann. Anders ausgedrückt: „Wir würden auch als Meister nicht aufsteigen wollen“, so der Trainer. Eine zu diesem frühen Saisonzeitpunkt unmissverständliche Aussage!

SF Brandenburg 94 – SV Braunsbedra 1:3 (21, -22, -12, -12): Der hinter dem Spitzentrio auf der Lauer liegende SV Braunsbedra löste seine Auswärtsaufgabe nahezu souverän, was sich auch in den Satzergebnisse widerspiegelt. Mit diesem Sieg bleibt Braunsbedra mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand erster Verfolger des Spitzentrios. "Gegen Braunsbedra zu verlieren, ist keine Schande", meinte Brandenburgs Trainer Torsten Sykora. "Wir spielten im ersten Satz sehr gut und hielten auch im zweiten Satz lange Zeit mit dem Gegner mit. Dann aber kam bei uns der Einbruch. Durch viele Annahmefehler machten wir den Gegner stark." Der Coach bestätigte, dass er bei dem Potenzial seiner Mannschaft "einen guten Mittelfeldplatz" anstrebe. Aber nach wie vor sei es nicht so einfach, zwei Mannschaften zu einem starken Team zusammenzuführen. Denn es sind zur bisherigen Brandenburger Regionalligamannschaft viele Spielerinnen vom unterklassigen USV Potsdam II dazugekommen.

VfK Berlin-Südwest – TSV Spandau 1860 0:3 (-22, -23, -22): VfK-Trainer Thoralf Riederer war selbst von dieser Niederlage gegen den Aufsteiger überrascht: „Wir hatten personelle Sorgen, weil einige Spielerinnen unter einer Erkältung litten, aber dennoch aufliefen. Aber es machte sich eben doch bemerkbar, dass sie nicht voll auf der Höhe waren, was schließlich zu einer hohen Eigenfehlerquote beitrug. Auf der Gegenseite beeindruckten die Spandauerinnen mit einer tollen Feldabwehr. Das war für die knappen Spielausgänge ausschlaggebend.“

8. Spieltag – Männer: Sonnabend, 12. November 2016: SSV 80 Gardelegen – USV Potsdam (14 Uhr), Berliner VV II – SG Rotation Prenzlauer Berg (19 Uhr), SV Energie Cottbus – MTV 1862 Wittenberg (19 Uhr). Vorverlegte Spiele vom 19. Spieltag: VfK Berlin-Südwest – CV Mitteldeutschland II (19 Uhr), KSC ASHI Spremberg – SG Prieros / NH KW (19 Uhr).

Frauen: vorverlegtes Spiel vom 9. Spieltag am Dienstag, 8. November 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg II – TSV Tempelhof-Mariendorf (20 Uhr). 8. Spieltag: Freitag, 11. November 2016: TSV Tempelhof-Mariendorf – USV Potsdam (20 Uhr). Sonnabend, 12. November 2016: TSV Spandau 1860 – SF Brandenburg 94 (15 Uhr), Marzahner VC – SV Energie Cottbus (15 Uhr), Berliner VV – SG Rotation Prenzlauer Berg (16 Uhr), USC Magdeburg – VfK Berlin-Südwest (16 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

29.10.2016

6. Spieltag: Bei den Frauen mit Prenzlauer Berg und Potsdam ein neues Spitzenduo

Aktualisierte Fassung - Sonntag, 18.10 Uhr

Nach einer durch die Schulferien in Berlin und Brandenburg bedingten zweiwöchigen Spielpause wurde die Saison mit dem 6. Spieltag fortgesetzt. Numerisch wäre der 5. Spieltag dran gewesen, aber der ist komplett auf den 3./4. Dezember 2016 verlegt worden, so dass die Saison mit dem 6. Spieltag fortgesetzt wurde.

Bei den Männern standen insgesamt fünf Spiele auf dem Programm, wobei die Begegnung am Sonntag mit KSC ASAHI Spremberg gegen SV Energie Cottbus eine vorgezogene Partie vom 17. Spieltag war. Der bislang souverän aufspielende Neuling und Spitzenreiter SSV 80 Gardelegen (11 Punkte) war diesmal spielfrei, konnte aber dennoch nicht vom ersten Tabellenrang verdrängt werden. Aber im kompletten Verfolgerfeld von Platz 2 bis 9 musste es zwangsläufig tabellarische Veränderungen geben, wobei der bisherige Tabellenzweite KSC ASAHI Spremberg durch einen 3:0-Heimsieg am Sonntag gegen den Aufsteiger SV Energie Cottbus sogar mit Gardelegen (beide 11 Punkte) gleichzog. Auch die Verfolger CV Mitteldeutschland II (3:0 zu Hause gegen USV Potsdam) und VfK Berlin-Südwest (3:1 bei SG Rotation Prenzlauer Berg) hielten mit ihren Siegen und jeweils neun Punkten Anschluss zum Spitzenduo.

CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam 3:0 (16, 23, 21): Der bisherige Tabellendritte aus Spergau bot eine souveräne Leistung gegen einen Gegner, der gerade mal mit sechs Spielern angereist war. Mitteldeutschlands Mittelblocker Jonas Liebing: „Unter diesen Vorzeichen haben wir auch nicht mehr geboten, als uns der Gegner abverlangt hat. Es war also keine Herausforderung für uns.“

SG Rotation Prenzlauer Berg – VfK Berlin-Südwest 1:3 (-21, 22, -19, -16): Im Berliner Lokalderby wollten die auf Rang vier liegenden Südwestler zeigen, dass ihre derzeitige Platzierung kein Zufall ist. Das gelang auch – trotz vieler Eigenfehler, wie Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter bei den Südwestlern, erklärte. „Knackpunkt des Spiels war der dritte Satz, in dem uns Prenzlauer Berg lange Zeit herausgefordert hat. Unterm Strich gab bei uns mehr der Kampfgeist den Ausschlag für den Sieg als die spielerische Linie.“ Auf Seite des Verlierers konstatierte Trainerin Romy Richter: „Der Gegner hat sehr druckvoll gespielt. Bis Mitte des dritten Satzes konnten wir einigermaßen dagegenhalten, aber danach brachte uns der VfK völlig aus dem Konzept.“

VC Potsdam-Waldstadt – SG Prieros / NH KW 1:3 (-22, 18, -21, -20): Von den beiden punktgleichen Teams hat der Aufsteiger Prieros verdient gewonnen, wie Waldstadts Trainer Gregor Steinke einräumte. „Wir haben viele dumme Fehler gemacht und waren im Zuspiel und Diagonalangriff zu schwach, um Prieros zu gefährden.“

KSC ASAHI Spremberg - SV Energie Cottbus 3:0 (17, 21, 20): "Es war ein in jeder Hinsicht verdienter Erfolg", so Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke nach dem Sonntagspiel. "Wir haben das Spiel in allen drei Sätzen dominiert, so dass Cottbus nahezu wirkungslos blieb." Der Lohn für diese couragierte Leistung: Spremberg schloss punktgleich zum Tabellenführer Gardelegen auf. Das Topduell zwischen diesen beiden Teams findet übrigens am 18. Dezember 2016 in Spremberg statt. Aber bis dahin kann an der Spitze noch viel passieren.

Berliner VV II - MTV 1862 Wittenberg 0:3 (-22, -20, -22): BVV-Mannschaftsbetreuer Christopher Tardel nach der erneuten Niederlage des Schlusslichts gegen den Vizemeister: "Es war viel Pech dabei. Eigentlich haben wir besser zusammengespielt als zuletzt, und es scheint, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber in der Endkonsequenz stellt sich der Sieg nicht ein. Im zweiten Durchgang führte wir schon überlegen, brachten aber den Satz nicht durch. Das ist unsere Kalamität. Ich denke, irgendwann kommt die Wende."

Bei den Frauen waren insgesamt sechs Spiele angesetzt. Bereits am 19. Oktober hatte es ein Nachholspiel vom 1. Spieltag mit TSV Spandau 1860 gegen SG Rotation Prenzlauer Berg II gegeben. Durch den souveränen 3:0 (19, 18, 18)-Auswärtssieg waren die Prenzelbergerinnen hinter dem spielfreien Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf (11 Punkte) auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt, gleichauf mit dem USV Potsdam II (beide je 9 Punkte). Am eigentlichen 6. Spieltag bot sich nun für Prenzlauer Berg und Potsdam die Gelegenheit, mit Siegen an Tempelhof-Mariendorf vorbeizuziehen. Diese Chance ließen sich beide Mannschaften nicht entgehen.

SG Rotation Prenzlauer Berg II – VfK Berlin-Südwest 3:0 (21, 16, 20): Einmal mehr hatten die ungeschlagenen Prenzelbergerinnen keine Mühe mit dem Gegner. Rotations Manager und Trainer Klaus Helmke: „Für uns werden die Spiele gegen die Mitkonkurrenten Tempelhof-Mariendorf am 8. November zu Hause, gegen den USV Potsdam am 3. Dezember auswärts und schließlich gegen den SV Braunsbedra am 10. Dezember wiederum zu Hause entscheidend sein, ob wir zu Spitze gehören oder nicht. Auf diese drei Topbegegnungen sind wir fokussiert. Punktverluste gegenüber den übrigen Konkurrenten wären eher ungewöhnlich.“

USC Magdeburg – USV Potsdam 1:3 (-16, -17, 25, -14): „Wir haben zu viele Schwächen in der Annahme und im Aufschlag gezeigt, so dass wir weitgehend chancenlos gegen die favorisierten Potsdamerinnen waren“, kommentierte Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann das Geschehen. „Nur im dramatischen dritten Satz, den wir mit 27:25 gewannen, waren wir auf Augenhöhe mit dem Gegner. Für uns als Aufsteiger bleibt weiterhin das realistische Ziel des Klassenerhalts, denn in der Mannschaft steckt mehr Potenzial, als sie vielfach zeigt. Das auch abzurufen, ist unser Problem.“

Marzahner VC – SF Brandenburg 94 0:3 (-23, -23, -15): Brandenburgs Trainer Torsten Sykora war trotz des Sieges gelassen: „Es war eine gute Mannschaftsleistung, aber wir können mehr, als wir gegen Marzahn gezeigt haben. Der zweite Saisonsieg im fünften Spiel sollte die Mannschaft beflügeln.“ Beim Verlierer konstatierte der sportliche Leiter: „Obwohl wir verloren haben, haben wir gut gespielt. Insgesamt sind wir also nicht unzufrieden, zumal wir wieder einen kompletten Kader zur Stelle hatten. Doch eine Woche ohne Training – bedingt durch die Schulferien – wirkte sich nachteilig aus. Wenn der zweite Satz auch durch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen nicht verloren geht, wäre durchaus eine Wende im Spiel möglich gewesen.“ Die Marzahnerinnen (Foto oben) fielenl durch die vierte Saisonniederlage auf den letzten Tabellenplatz (1 Punkt) zurück.

Berliner VV – SV Energie Cottbus 2:3 (-22, 16, 18, -17, -17): Der bisherige Tabellenletzte aus der Lausitz hatte schließlich das glücklichere Ende für sich. Die Gastgeberinnen lagen nach Sätze schon 2:1 vorn, hatten aber dennoch das Nachsehen. „Die Mannschaft hat bis zum dritten Satz unheimlich gekämpft und auch gut gespielt“, so BVV-Trainer Eberhard Harten, „aber im vierten Satz gelang nicht allzu viel. Am Ende eine unglückliche Niederlage, weil wir beim 17:19 im umkämpften Tiebreak mit 14:13 geführt haben, aber unseren Satzball nicht durchbekamen. Danach liefen wir immer einem Rückstand hinterher.“ Cottbus gab mit diesem Auswärtssieg die „rote Laterne“ an Marzahn ab und hat mit nunmehr zwei Punkten unmittelbaren Kontakt zum Drittletzten, dem USC Magdeburg.

SV Braunsbedra - TSV Spandau 1860 3:2 (17, 13, -19, -25, 13): Im einzigen Sonntagspiel tat sich Gastgeber Braunsbedra gegen den Aufsteiger aus Berlin unerwartet schwer. Braunsbedras Trainerin Britta Weiner: "Nachdem wir die ersten beiden Sätze klar bestimmt haben, gerieten wir im dritten Durchgang unerklärlicherweise aus dem Konzept. Dieses Schwäche setzte sich auch im vierten Satz fort, in dem wir nach einer 24:21-Führung schon wie der Gewinner aussahen, aber am Ende durch Annahmeprobleme mit 25:27 doch das Nachsehen hatten. Im Tiebreak wechselten wir bei einem 6:8-Rückstand die Seiten. Danach fing sich meine Mannschaft wieder, doch es war ein harter Arbeitssieg." Braunsbedra (9 Punkte) büßte durch das 3:2 ein wenig an Boden gegenüber dem führenden Trio Prenzlauer Berg II, USV Potsdam (je 12 Punkte) und Tempelhof-Mariendorf (11) ein.

7. Spieltag – Männer: Sonnabend, 5. November 2016: VfK Berlin-Südwest – SG Prieros (15 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg – CV Mitteldeutschland II (18 Uhr), MTV Wittenberg 1862 – SSV 80 Gardelegen (18 Uhr), USV Potsdam – Berliner VV II (19 Uhr). Sonntag, 6. November 2016: KSC ASAHI Spremberg – VC Potsdam-Waldstadt (15 Uhr).

7. Spieltag – Frauen: Sonnabend, 5. November 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg II – USC Magdeburg (15 Uhr), USV Potsdam – Berliner VV (16 Uhr), SV Energie Cottbus – TSV Tempelhof-Mariendorf (18 Uhr), VfK Berlin-Südwest – TSV Spandau 1860 (19 Uhr), SF Brandenburg 94 – SV Braunsbedra (19 Uhr). Vorverlegtes Spiel vom 9. Spieltag - Dienstag, 8. November 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg II – TSV Tempelhof-Mariendorf (20 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

15.10.2016

4. Spieltag: Gardelegens Männer sind nicht zu bremsen

Wieder einmal ist es ein Aufsteiger, der schon vom Saisonstart weg für Furore sorgt. Diesmal sind es die Männer des SSV 80 Gardelegen, die als Landesmeister von Sachsen-Anhalt in die Regionalliga Nordost aufgestiegen sind. Aus bislang drei Spielen holte sie acht Punkte. Am 4. Spieltag empfingen die Gardelegener mit ihrer zahlenmäßig imponierenden und obendrein stimmgewaltigen Fankulisse im Rücken einen anderen Aufsteiger: die SG Prieros, die mit sechs Punkten den dritten Tabellenrang belegt. Ein unerwartetes Spitzenduell also.

SSV 80 Gardelegen – SG Prieros / NH KW 3:1 (-21, 20, 23, 20): Trotz des ersten Satzgewinns von Prieros war die Siegeszuversicht bei den Gardelegenern ungebrochen – auch dank der erneut imposanten Kulisse von 230 Fans. „Im ersten Satz war Prieros unheimlich stark“, bestätigte Gardelegens Kapitän Arne Kreißl, „wobei wir auch mit vielen Fehlern den Gegner stark gemacht haben. Aber danach hatten wir das Spiel wieder in der Hand und spielten unsere Heimstärke aus.“ Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel bleibt der Neuling als einzige Mannschaft in dem 11er-Feld weiterhin ungeschlagen und Spitzenreiter (11 Punkte), gefolgt von Spremberg (8 Punkte). Prieros rutschte hingegen auf den fünften Rang ab. Dennoch gebührt diesem Aufsteiger ein Lob für seine bislang beherzte Spielweise.

Berliner VV II – KSC ASAHI Spremberg 0:3 (-12, -22, -21): Für den Gastgeber geht der Fehlstart in die Saison mit vier Niederlagen ungebremst weiter. „Schon im ersten Satz waren wir nicht richtig drauf“, schilderte BVV-Mannschaftsbetreuer Christopher Tardel. „In den beiden nächsten Sätze hielten wir lange Zeit mit dem Gegner mit, liefen aber immer einem Rückstand hinterher und waren schließlich am Ende chancenlos.“ Deutet sich beim Fast-Absteiger der letzten Saison eine erneut komplizierte Meisterschaftsserie an? Christopher Tardel verneinte das und verbreitete Optimismus: „Wir werden bald wieder anfangen, richtig mitzuspielen.“ Angesichts der nächsten Gegner - unter anderem Vizemeister MTV 1862 Wittenberg – eine etwas gewagte Prognose. Dennoch: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für Spremberg war dieser dritte Saisonsieg gleichbedeutend mit einem Sprung vom sechsten auf den zweiten Tabellenplatz.

SG Rotation Prenzlauer Berg – MTV 1862 Wittenberg 3:2 (-21, 17, 22, -18, 8): Prenzlauer Bergs Trainerin Romy Richter brachte den zweiten Heimsieg gegen den Vizemeister der letzten Saison auf einen kurzen Nenner: „Vor dem alles entscheidenden fünften Satz habe ich an meine Mannschaft appelliert, sich nämlich daran zu erinnern, dass wir in der Vergangenheit die meisten 5-Satz-Spiele für uns entschieden haben. Diese Ansprachen haben sie mehr als beherzigt und umgesetzt, wie das 15:8 im Tiebreak zeigt. Eine Superleistung – allerdings auch nicht ohne Schwächen.“ Prenzlauer Berg (Achter) und Wittenberg (Neunter) sind nunmehr nach Punkte (5 Zähler) gleichauf.

SV Energie Cottbus – VC Potsdam-Waldstadt 2:3 (23, 20,-20, -25, -9): Für die Cottbuser war es das zweite 5-Satz-Spiel nach dem 3:2 beim VfK Berlin-Südwest am 2. Spieltag. Doch diesmal stand das Glück nicht auf Seiten der Lausitzer. „Wir haben in den ersten beiden Sätzen wahnsinnig gut gespielt“, meinte der Cottbuser Heimspielkoordinator Felix Reschke. „Doch dann fielen wir in ein Motivationsloch. Im fünften und letzten Satz war unsere Fehlerquote einfach zu hoch. Insgesamt eine doch unglückliche Niederlage.“

TSV Tempelhof-Mariendorf

wieder Spitzenreiter

Bei den Frauen gab es lediglich zwei Begegnungen. Dabei bot sich für den Tabellenzweiten TSV Tempelhof-Mariendorf (8 Punkte) im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Spandau 1860 die Chance, mit einem Sieg am spielfreien Spitzenreiter USV Potsdam (9 Punkte) vorbeizuziehen.

TSV Tempelhof-Mariendorf – TSV Spandau 1860 3:0 (16, 13, 19): Für den Meisterschaftsmitfavoriten aus Tempelhof-Mariendorf war dieses Lokalderby keine große Herausforderung. „Ich habe auch etlichen Spielerinnen Spielzeit gegeben“, sagte TSV-Trainer Gerald Kanig. „Wir haben vor allem gut aufgeschlagen und damit den Gegner unter Druck gesetzt.“ Mit diesem Sieg übernahm Tempelhof-Mariendorf die Tabellenführung (11 Punkte) vor dem USV Potsdam (9 Punkte). Allerdings kann es schon am nächsten Spieltag (29./30. Oktober 2016) wieder einen Wechsel an der Spitze geben, wenn der Verfolger aus Potsdam beim Aufsteiger USC Magdeburg antritt, während Tempelhof-Mariendorf spielfrei ist. Was das Saisonvorhaben anbelangt, so meinte Gerald Kanig: „Wenn wir am Ende einen aufstiegsberechtigten Platz belegen sollten, werden wir das Aufstiegsrecht in die Dritte Liga wahrnehmen. Die Mannschaft hat sich das jedenfalls als festes Ziel vorgenommen. Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit.“

SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Energie Cottbus 3:0 (12, 18, 24): Für die Prenzelbergerinnen war nach dem 3:0 zu Hause gegen SF Brandenburg 94 auch das zweite Saisonspiel erneut in eigener Halle keine Hürde. Der Tabellenletzte aus der Lausitz hatte so gut wie keine Chance und blieb auch im dritten Saisonspiel erfolglos. Es scheint, als würde diese Cottbuser Mannschaft das gleiche Schicksal ereilen, wie in der letzten Saison, als man den letzten und damit Abstiegsplatz belegte. Bekanntlich ist Cottbus dennoch in der Regionalliga präsent, weil die zweite Mannschaft als Vizemeister von Brandenburg ihr Aufstiegsrecht wahrnahm. „Wir dominierten zwei Sätze lang die Lausitzerinnen souverän. Dass der dritte Satz mit 26:24 so denkbar knapp ausging, muss ich auf meine Kappe nehmen“, so Prenzlauer Bergs Trainer Klaus Helmke. „Im dritten Durchgang nahm ich etliche Wechsel vor und gab sozusagen der zweiten Reihe eine Einsatzchance. Aber die war offensichtlich noch nicht reif genug, einen so schwachen Gegner zu beherrschen.“ Die eigenen Ambitionen schraubte Prenzlauer Berg angesichts der umformierten Mannschaft doch deutlich zurück. „Ich denke, dass wir an Tempelhof-Mariendorf, Braunsbedra und USV Potsdam nicht vorbeikommen werden. Wenn wir also am Saisonende Vierter wären, würde das unserem Niveau entsprechen“, so Helmke. Im Augenblick liegen die Prenzelbergerinnen genau auf diesem Rang.

Im weiteren Verlauf der Saison tritt nach einer zweiwöchigen Pause ein kurioser Fall ein. Laut Spielplan ist nämlich der nächste Spieltag am 29./30. Oktober 2016 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen als 6. Spieltag angesetzt. Danach folgen weitere Spieltage, ehe der weit hinausgeschobene 5. Spieltag am 3./4. Dezember 2016 zur Austragung kommt.

Nächste Spiele: 6. Spieltag: Männer - Sonnabend, 29. Oktober 2016: CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam (15 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), VC Potsdam-Waldstadt – SG Prieros / NH KW (19 Uhr). Sonntag, 30. Oktober 2016: Berliner VV II – MTV 1862 Wittenberg (15 Uhr). Vorgezogenes Spiel vom 17. Spieltag: KSC ASAHI Spremberg – SV Energie Cottbus (15 Uhr).

Frauen – Nachholspiel vom 1. Spieltag am 19. Oktober 2016: TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg II (20 Uhr). 5. Spieltag: Sonnabend, 29. Oktober 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg II – VfK Berlin-Südwest (15 Uhr), Marzahner VC – SF Brandenburg 94 (15 Uhr), USC Magdeburg – USV Potsdam (16 Uhr), Berliner VV – SV Energie Cottbus (19 Uhr). Sonntag, 30. Oktober 2016: SV Braunsbedra – TSV Spandau 1860 (15 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

08.10.2016

Reservespieltag: Frauen des USV Potsdam sind neuer Spitzenreiter

Der reguläre 4. Spieltag dieser Saison steht erst am kommenden Wochenende (15. Oktober 2016) auf dem Programm. Doch eine Woche zuvor gab es insgesamt fünf Spiele bei den Männern und Frauen. Vier Begegnungen waren vorgezogene Spiele, eine Partie ein Nachholspiel.

Bei den Männern machte der Neuling SG Prieros / NH KW mit dem 3:1-Heimsieg gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg und nunmehr sechs Punkten einen gewaltigen Sprung in der Tabelle, nämlich vom achten auf den dritten Rang hinter SSV 80 Gardelegen (8 Punkte) und CV Mitteldeutschland II (6 Punkte). Und am nächsten Spieltag (15. Oktober 2016) treffen die beiden Neulinge Gardelegen und Prieros direkt aufeinander.

Nachholspiel vom 1. Spieltag: SG Prieros / NH KW – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:1 (16, 18, -20, 20): Der Neuling aus Prieros feierte einen umjubelten und jederzeit verdienten Heimerfolg gegen die Routiniers aus Prenzlauer Berg. „Wir sind als Aufsteiger natürlich über unseren zweiten Heimsieg höchst zufrieden“, schilderte Alexander Kuhrt, stellvertretender Mannschaftsleiter bei Prieros. „Wir hatten den Gegner gut im Griff und spielten über weite Strecken höchst konzentriert. Nach dem Verlust des dritten Satzes war es zunächst im vierten Satz bis zum 15:15 eng, aber dann ließen wir – unterstützt von rund 100 Fans - nichts mehr anbrennen. Überhaupt ist es unser Ziel, unseren Heimvorteil so gut es geht zu nutzen und zu punkten. Das war schon am zweiten Spieltag beim 3:1 über den Berliner VV II der Fall.“ Angesprochen auf das Saisonziel von Prieros, meinte Alexander Kuhrt: „Es nicht natürlich schwierig, weil wir bis auf Energie Cottbus auf Gegner treffen, die wir gar nicht näher kennen. So gesehen ist unser oberstes Ziel der Klassenerhalt.“

Vorgezogenes Spiel vom 4. Spieltag: USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest 0:3 (-12,-19,-16): Der Tabellenvorletzte aus Potsdam, der bislang erst einen Punkt aus zwei Spielen auf seinem Konto hat, wollte gegen den Drittletzten aus Berlin, der aus bislang drei Spielen drei Punkte geholt hat, unbedingt seine Heimchance nutzen und mit einem Sieg in der Tabelle weiter vorrücken. Das misslang gründlich. „Die Südwestler waren einfach stärker, und bei uns war der Wurm drin“, kommentierte Potsdams Trainer Falko Nowak kurz und knapp das Geschehen. „Bekanntlich haben wir in Auswärtsspielen immer personelle Besetzungsschwierigkeiten, weil uns der eine oder andere Spieler auswärts nicht zur Verfügung steht, aber ich hoffe nicht, dass wir im Abstiegskampf verstrickt sind, auch wenn es augenblicklich nicht besonders gut aussieht.“ Die Südwestler schoben sich mit ihrem Auswärtssieg auf die vierte Tabellenposition vor.

Vorgezogenes Spiel vom 12. Spieltag: CV Mitteldeutschland II – VC Potsdam-Waldstadt 3:0 (20, 22, 24): Auch das Team aus Mitteldeutschland konnte sich dank des sicheren 3:0-Heimerfolgs in der Tabelle weiter verbessern und ist nunmehr hinter dem SSV 80 Gardelegen (8 Punkte) Tabellenzweiter – nach Punkten gleichauf mit der SG Prieros und dem VfK Berlin-Südwest (alle je 6 Punkte) – trotz erneut personeller Probleme. „Wir hatten drei verletzungsbedingte Ausfälle, so dass wir auch nur mit acht Spielern antraten und zudem das Team umbauen mussten. Überhaupt steht uns mit maximal zehn Spielern ein zahlenmäßig dünner Kader für diese Saison zur Verfügung“, so Jonas Liebing, Mittelblocker im Team aus Spergauer und Vorstandsmitglied des Vereins. „Aber unterm Strich setzten wir uns gegen Potsdam immer in der Endphase durch. Ein wenig unglücklich verlief das Spiel für die Potsdamer, bei denen der Libero im ersten Satz verletzt ausschied.“

Bei den Frauen gab es zwei vorgezogene Spiele vom 4. Spieltag, wobei eine Begegnung erst am Sonntag ausgetragen wurde. Der USV Potsdam nutzte die Gunst der Stunde und übernahm mit dem sicheren 3:0-Heimsieg über den VfK Berlin-Südwest die Tabellenspitze (9 Punkte) vor dem TSV Tempelhof-Mariendorf (8 Punkte) und dem SV Braunsbedra (6 Punkte).

Vorgezogenes Spiel vom 4. Spieltag: USV Potsdam - VfK Berlin-Südwest 3:0 (18, 18, 20): Potsdams Mannschaftskapitän und Zuspielerin Martina Gast gab die Stimmung im Team so wieder: „Wir sind natürlich höchst zufrieden, dass wir die Tabellenspitze übernommen haben. An unserem Sieg gab es nichts zu deuteln. Da die Mannschaft in dieser Saison mit der aus der Vorsaison, die Platz fünf belegt hat, fast identisch ist, peilen wir das Ziel an, unter die ersten Drei einzukommen.“

Vorgezogenes Spiel vom 4. Spieltag: Berliner VV – SF Brandenburg 94 3:1 (18, 16, -23, 16): Für den gastgebenden BVV war es im vierten Saisonspiel der zweite Sieg, mit dem sich die Mannschaft vom drittletzten Platz auf den fünften Tabellenrang vorschob und damit Anschluss zum Vorderfeld gefunden hat. "Wir sind sehr zufrieden. Es war unser bestes Spiel in dieser noch jungen Saison", urteilte BVV-Trainer Eberhard Harten. "Mit unseren sehr guten Aufschlägen haben wir den Gegner unter Druck gesetzt und ihn vor Probleme gestellt. Stark waren wir auch in der Annahme. Im dritten Satz sind wir in ein Annahmeloch gefallen, kämpften uns zwar wieder heran, aber konnten den 23:25-Satzverlust nicht mehr abwenden. Im vierten Satz waren wir wieder voll auf der Höhe."

Nächste Spiele: 4. Spieltag: Männer - Sonnabend, 15. Oktober 2016: Berliner VV II – KSC ASAHI Spremberg (16 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg – MTV 1862 Wittenberg (18 Uhr), SSV 80 Gardelegen – SG Prieros / NH KW (18 Uhr), SV Energie Cottbus – VC Potsdam-Waldstadt (19 Uhr).

Frauen – Sonnabend, 15. Oktober 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Energie Cottbus (15 Uhr), TSV Tempelhof-Mariendorf – TSV Spandau 1860 (19 Uhr). Nachholspiel vom 1. Spieltag am 19. Oktober 2016: TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg II (20 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart

03.10.2016

3. Spieltag: Die aufgestiegenen Männer aus der Altmark sorgen weiter für Furore

Aktualisierte Fassung - 5. Oktober, 18.30 Uhr

Drei Spiele – drei Siege – wer würde mit diesem Volltreffer in die 26. Regionalligasaison gehen? Anwärter darauf waren bei den Männern drei Teams. Zwei davon trafen an diesem Spieltag im Direktduell aufeinander, und zwar die beiden Aufsteiger SSV 80 Gardelegen und SV Energie Cottbus. Gardelegen hatte am 2. Spieltag die Tabellenführung von Cottbus übernommen. Also allerhand reizvolle Vorzeichen für dieses Duell in der Altmark. Dritter im Bunde der mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Teams war ebenso überraschend der Fast-Absteiger der letzten Saison, der KSC ASAHI Spremberg. Bei den Frauen gab es mit dem Tabellenführer USV Potsdam und dem TSV Tempelhof-Mariendorf nur zwei bislang ungeschlagene Teams. Allerdings konnten die Potsdamerinnen diese Serie nicht weiter ausbauen, da sie diesmal spielfrei waren, während Tempelhof-Mariendorf im Lokalderby den Marzahner VC empfing.

Bei den Männern kam es wie von vielen erwartet: Die von der bisherigen Gegnerschaft als enorm „spielstark“ eingeschätzten Gardelegener ließen sich nicht überrumpeln und bauten ihre führende Position mit dem dritten Sieg in Folge weiter aus. Am schlechtesten steht hingegen das Schlusslicht Berliner VV II da, das im Heimspiel gegen den VC Potsdam-Waldstadt die dritte Niederlage in Serie kassierte. Sieglos ist auch der diesmal spielfreie USV Potsdam, der aus zwei Spielen wenigstens einen Punkt mitnahm.

SSV 80 Gardelegen – SV Energie Cottbus 3:0 (23, 21, 18): Die aufgestiegenen Männer aus der Altmark bestritten ihr erstes Heimspiel vor imponierender Kulisse: Über 300 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung (Fotos oben) und „beflügelten die Mannschaft“, wie Gardelegens Trainer Gerhard Müller bestätigte. „Im ersten Satz“, so schilderte der Coach weiter, „war die Mannschaft offensichtlich unter dem Heimdruck aufgeregt und nervös, so dass uns viele Fehler unterliefen. Zudem bekamen wir den überragenden Cottbuser René Andörfer am Block nicht in den Griff. Erst als ich im zweiten Satz unsere beiden Mittelblocker austauschte und eine Umstellung in der Mannschaft vornahm, kamen wir im Diagonalangriff wirkungsvoller zur Geltung und stellten die Weichen auf Sieg.“ Gerhard Müller fügte noch hinzu, dass „mit drei Siegen in drei Spielen nicht zu rechnen“ war. „Aber die Mannschaft sieht sich als Aufsteiger auch nicht gleich wieder als Absteiger, sondern verfolgt das Ziel, unter die ersten Sechs zu kommen.“ Der Saisonstart war jedenfalls vielversprechend. Ein erster Härtetest könnte auf die Gardelegener am 7. Spieltag (5. November) zukommen, wenn es beim MTV 1862 Wittenberg zum Duell der beiden spielstarken Neulinge kommt. Bei Anderen gelesen: Volksstimme.de.

SG Rotation Prenzlauer Berg – KSC ASAHI Spremberg 3:0 (14, 28, 21): Die Spremberger vermochten bei der neuformierten Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg, die ihr allererstes Saisonspiel bestritt, nicht an die zurückliegenden Erfolge anzuknüpfen. Die von Romy Richter gecoachten Berliner boten „ein Topspiel“, wie Prenzlauer Bergs Manager Klaus Helmke befand. „Vor allem dank der großartigen kämpferischen Einstellung wurde kein Satz abgegeben, obwohl der zweite Satz lange auf der Kippe stand. Hätten wir diesen Satz verloren, hätten wir allerhand Probleme gehabt, um am Ende als Sieger vom Feld zu gehen.“ Helmke verwies dabei auf die mitunter konditionellen Probleme innerhalb der Mannschaft. „In dem neuformierten Team mit überwiegend Spielern aus unserer zweiten Mannschaft, die letzte Saison noch in der Berlinliga gespielt hat und dort Dritter wurde, stehen etliche Spieler, die 40 Jahre und älter sind. Im 16-köpfigen Aufgebot sind das immer sechs. Von daher erklären sich auch die konditionellen Schwächen. Aber kämpferisch sind alle voll auf der Höhe.“ Trotz der 0:3-Niederlage bleibt Spremberg Tabellendritter hinter Gardelegen (8 Punkte) und Cottbus (beide je 5 Punkte).

MTV 1862 Wittenberg – VfK Berlin-Südwest 2:3 (21, -22, 23, -19, -15): Der Regionalliga-Rückkehrer aus Wittenberg musste eine unerwartete Heimniederlage einstecken. „Der Gegner war stark“, lobte Wittenbergs Trainer Ulf Jonas den Sieger. „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem ich sagen kann, die umformierte Mannschaft hat sich gefunden. Es ist also noch nicht das Gelbe vom Ei, was wir da zeigen. Diesmal hatten wir noch das Handicap, dass zwei Stammspieler auf der Libero- und Außen-Annahme-Position ausfielen. Das wirkte sich auf unsere Annahme aus, und obendrein gab es weniger Wechseloptionen. Deshalb habe ich den Sechser auch weitgehend durchspielen lassen. Im umkämpften fünften Satz war dann bei uns die Luft raus, nicht zuletzt auch durch zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen. Aber unterm Strich hätte der Tiebreaksatz auch umgekehrt ausgehen können.“ Bei Anderen gelesen: Mitteldeutsche Zeitung.

CV Mitteldeutschland II – SG Prieros / NH KW 3:1 (21, -20, 24, 14): Nach dem 3:1-Heimsieg des Aufsteigers beim Regionalliga-Debüt gegen den BVV II bot Prieros den Regionalliga-erfahrenen Spergauern zumindest zwei Sätze lang die Stirn – beim 25:20-Satzgewinn im zweiten Durchgang und bei der knappen 24:26-Niederlage im dritten Satz. Am Ende kam Mitteldeutschland zum verdienten ersten Sieg, den Jonas Liebing so kommentierte: „Wir waren gegenüber dem Saisonauftaktspiel beim 1:3 in Spremberg deutlich besser. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass wir einige Besetzungsprobleme haben, die sich schlicht und einfach daraus ergeben, dass wir den einen oder anderen Spieler an unsere erste Mannschaft abgeben mussten, die als Erstliga-Absteiger nun in der 2. Bundesliga ihr Glück suchen muss. Daraus könnten sich in der Folgezeit noch weitere Probleme ergeben. Wir müssen also abwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln.“

Berliner VV II – VC Potsdam-Waldstadt 1:3 (-18, 22, -17, -13): Der BVV II hat mit der dritten Niederlage im dritten Spiel den Saisonauftakt gründlich vergeigt. Christopher Tadel, Mannschaftsverantwortlicher beim BVV II, machte denn auch nicht viele Worte: „Der neuformierten Mannschaft fehlt es an Leistungskonstanz. Das Manko wird auch nicht von heute auf morgen beseitigt werden. Im vierten Satz ging beim 13:25 bei uns gar nichts mehr. Es wird – wie schon in der letzten Spielzeit - eine schwierige Saison für uns. Aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren.“

TSV Tempelhof-Mariendorf

übernahm wieder die Spitze

Bei den Frauen verdrängte der TSV Tempelhof-Mariendorf den spielfreien Spitzenreiter USV Potsdam und baute seine Erfolgsserie mit drei Siegen in drei Spielen aus. Ärgster Verfolger der Berlinerinnen (8 Punkte) ist der SV Braunsbedra (7 Punkte), gefolgt vom USV Potsdam und dem Neuling VfK Berlin-Südwest (beide je 6 Punkte). Von den bislang vier sieglosen Teams punkteten die SG Rotation Prenzlauer Berg II beim Saisondebüt gegen SF Brandenburg 94 und der Neuling USC Magdeburg im Aufsteigerduell zu Hause gegen den TSV Spandau 1860. Weiterhin sieglos sind Schlusslicht SV Energie Cottbus und der Marzahner VC.

TSV Tempelhof-Mariendorf – Marzahner VC 3:1 (-20, 13, 23, 18): Das Lokalderby nahm einen zunächst unerwarteten Verlauf, denn der Meisterschaftsmitfavorit musste mit dem 20:25 gleich einen Verlust des ersten Satzes hinnehmen. „Vielleicht haben wir bei unserem ersten Heimspiel den Gegner, der nur mit sechs Spielerinnen in die Halle gekommen war, auch etwas unterschätzt“, räumte TSV-Trainer Gerald Kanig ein. „Allerdings ging Marzahn das Spiel recht locker an und wehrte sich mächtig. Der Knackpunkt war der dritte Satz, der bis zum 23:23 ausgeglichen war, dann aber von uns noch zum 25:23-Satzgewinn geführt wurde. Meine Mannschaft hat sich toll reingekniet und vor allem die Nerven behalten. Das gab den Ausschlag. Mit einem Wort: Kämpferisch stark, aber spielerisch schwächer.“

Berliner VV – SV Braunsbedra 1:3 (21, -18, -8, -18): Der neue Tabellendritte aus Braunsbedra wurde zunächst von den Gastgeberinnen überrascht. „Es war ein sensationell gutes Spiel“, freute sich BVV-Trainer Eberhard Harten. „Aber in der Folgezeit ging dann viel daneben, und unsere Annahme war schwach. Erst im vierten Satz hatten wir uns wieder gefangen und richtig Volleyball gespielt. Zum Satzgewinn reichte es aber nicht.“

SG Rotation Prenzlauer Berg II – SF Brandenburg 94 3:0 (18, 19, 11): Prenzlauer Bergs Trainer Klaus Helmke fasste das Geschehen so zusammen: „Es war uns anzumerken, dass es unser erstes Saisonspiel war. Wir kamen gegen den guten Gegner schwer rein und werden uns noch deutlich steigern müssen. Gegen einen noch stärkeren Gegner hätten wir alle Mühe gehabt, siegreich zu sein. Aber die Mannschaft muss sich auch erst noch finden, und da sind wir doch auf gutem Weg.“

USC Magdeburg – TSV Spandau 1860 3:2 (18, -22, 21, -19, 11): Das Duell zweier Aufsteiger ließ an Spannung nichts fehlen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, so Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann. „Nach dem souveränen ersten Satz entglitt uns im zweiten Durchgang das Spiel ein wenig. Aber ich hatte in dieser Situation vollstes Vertrauen in meine Mannschaft, das wir am Ende siegen werden. Nach dem 2:2-Satzausgleich zogen wir unser Spiel weiter durch und beherrschten den Gegner im Tiebreak mit einer 11:7-Führung klar. Der erste Sieg im ersten Heimspiel in der Regionalliga – wir sind happy.“

SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest 1:3 (-23, -19, 23, -23): Im einzigen Sonntagspiel konnten die sieglosen Cottbuserinnen trotz enger Satzstände auch die zweite Saisonniederlage nicht verhindern. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir nach zwei Spielen ohne Sieg und ohne Punkt dastehen“, sagte Claudia Petschick, Außen-Annahmespielerinnen im Cottbuser Team. „Wir haben uns zeitweilig steigern können und auch gut gekämpft, dann aber wieder zu viele Eigenfehler gemacht. So waren wir im Block ganz gut, aber im Angriff zu schwach, um die entscheidenden Punkte zu holen.“

Der reguläre 4. Spieltag findet am 15. Oktober 2016 statt. Dazwischen liegen am 8. und 9. Oktober insgesamt fünf nachzuholende oder vorgezogene Spiele.

Die nächsten Spiele: Männer: Sonnabend, 8. Oktober 2016 – Nachholspiele vom 1. Spieltag: SG Prieros / NH KW – SG Rotation Prenzlauer Berg (18 Uhr). Vorgezogenes Spiel vom 4. Spieltag: USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest (19 Uhr). Vorgezogenes Spiel vom 12. Spieltag: CV Mitteldeutschland II - VC Potsdam-Waldstadt (15 Uhr).

Frauen: Sonnabend, 8. Oktober 2016 – vorgezogene Spiele vom 4. Spieltag: USV Potsdam - VfK Berlin-Südwest (16 Uhr). Sonntag, 9. Oktober 2016: Berliner VV – SF Brandenburg 94 (12 Uhr).

Neue Spieltermine bei den Frauen

Nach einer aktuellen Information vom Regionalspielwart Uwe Näthler gibt es zwei neue Spieltermine bei den Frauen: Das Spiel Nr. 2003 TSV Spandau 1860 gegen SG Rotation Prenzlauer Berg II, das am 1. Spieltag (17. September) wegen eines Wasserschadens in der Spandauer Halle kurzfristig abgesagt werden musste, wird am Mittwoch, dem 19. Oktober 2016, um 20 Uhr in der Halle am Hohenzollernring nachgeholt. Vorverlegt wird das Spiel Nr. 2043 vom 9. Spieltag (19. November) SG Rotation Prenzlauer Berg II gegen TSV Tempelhof-Marienhof auf Dienstag, 8. November 2016, um 20 Uhr in der Sporthalle Sredzkistraße.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

24.09.2016

2. Spieltag: Der Männer-Aufsteiger aus Prieros mit den Fans im Rücken zum souveränen Auftaktsieg

Aktualisierte Fassung - Sonntag, 9.45 Uhr

Der 2. Spieltag mit jeweils fünf Spielen bei den Männern und Frauen wurde ungewöhnlicher Weise durchweg an einem Tag durchgeführt, was dem Umstand geschuldet war, dass tags darauf die Spiele um den nordostdeutschen Regionalpokal auf dem Programm standen. Kurioserweise ist dieser Spieltag in den offiziellen Ansetzungen als dritter Spieltag ausgewiesen, während der offiziell zweite Spieltag erst nächste Woche (1. Oktober 2016) stattfindet! Ungewöhnlich ist zweifellos auch, dass nach zwei Spielen sowohl die Männer als auch die Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg als einzige Teams noch ohne Saisonspiel sind!

Bei den Männern musste der Regionalliga-Rückkehrer SV Energie Cottbus seine Tabellenführung nach der Punkteinbuße durch den 3:2-Auswärtssieg gegen den VfK Berlin-Südwest abgeben. Der mit den Lausitzern punktgleiche Aufsteiger SSV 80 Gardelegen musste beim 3:2-Auswärtssieg gegen den in die Saison gestarteten VC Potsdam-Waldstadt ebenfalls einen Punkt abgeben und ist mit 6:2 Sätze gleichauf mit Cottbus, besitzt aber den besseren Quotienten bei den Ballpunkten. Mit diesem Duo gleichauf ist der Fast-Absteiger der letzten Saison, der KSC ASAHI Spremberg, der zu Hause gegen den ebenfalls erstmals in die Saison gegangenen CV Mitteldeutschland II mit 3:1 gewann und damit seinen zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel einfuhr. Neben Potsdam-Waldstadt und Mitteldeutschland II gaben noch weitere zwei Mannschaften ihren Saisoneinstand: Vizemeister MTV 1862 Wittenberg im Heimspiel gegen den USV Potsdam und der Aufsteiger SG Prieros, letzte Saison Landesmeister von Brandenburg, zu Hause gegen den Berliner VV II.

VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus 2:3 (-25, -21, 23, 17, -10): Der bisherige Spitzenreiter aus der Lausitz sah nach einer 2:0-Satzführung schon wie der sichere Sieger aus, geriet aber danach noch in Schwierigkeiten und musste den 2:2-Satzausgleich hinnehmen. Erst im Tiebreak fiel beim 15:10 die Entscheidung zugunsten von Cottbus. Axel Krause, stellvertretender Mannschaftsleiter beim VfK Berlin-Südwest: „Dass wir 0:2 hinten lagen, war eine Sache des Kopfes. Wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen. Erst im dritten und vierten Satz lief es bei uns wieder wie gewünscht. Im Tiebreak sind wir dann leider wieder in das alte Muster zurückgefallen und mussten prompt den Sieg abgeben.“

KSC ASAHI Spremberg – CV Mitteldeutschland II 3:1 (21, 17, -16, 16): Das gegenüber der Vorsaison wiedererstarkte Team aus Spremberg, das am ersten Spieltag gegen die Routiniers des USV Potsdam mit einer spielerisch und kämpferisch starken Leistung einen 3:2-Heimsieg noch aus dem Feuer gerissen hatte, vollbrachte nun den zweiten Streich. „Zwei Spiele - zwei Siege – mit so einem Start kann man durchaus zufrieden sein“, so Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke. „Allerdings boten wir eine mehr oder weniger solide Leistung. Im dritten Satz bestrafte sich die Mannschaft selbst mit ihrer zu laxen Einstellung. Das sollte ihr eine Lehre sein. Im vierten Satz waren wir dann wieder voll auf der Höhe.“

VC Potsdam-Waldstadt – SSV 80 Gardelegen 2:3 (-15, -20, 21, 22, -15): Der starke Neuling aus Gardelegen überrannte die Waldstädter zunächst und lag mit 2:0 vorn. So einen Saisoneinstieg hatte sich die Potsdamer Mannschaft um Trainer Gregor Steinke nicht vorgestellt. „Wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen, zumal wir in der Annahme recht schwach waren. Der Tiebreak war schließlich eine denkbar knappe Sache“, so der Coach, der auf eine gegenüber der Vorsaison weitgehend identische Mannschaft zurückgreifen kann, in der ein neuer Zuspieler und ein neuer Außenangreifer die zwei Abgänge auf diesen Positionen ersetzen. „Die Mannschaft hat viele gute Ansätze gezeigt, auf die sich aufbauen lässt“, so Steinke weiter. Er verschwieg aber auch nicht: „Streckenweise haben wir viel Mist geboten.“ Der neue Tabellenführer aus Gardelegen hat ein weiteres Signal gesetzt und dürfte in dieser Verfassung deutliche Akzente in der Regionalliga setzen.

MTV 1862 Wittenberg – USV Potsdam 3:1 (18, 21, -23, 25): Der Vizemeister der zurückliegenden Saison aus Wittenberg geht mit einem veränderten Team in diese Saison. Sechs Spieler, darunter auch etliche Leistungsträger, sind nicht mehr dabei, drei Spieler sind neu. „Wir sind also noch in der Findungsphase“, schilderte Wittenbergs langjähriger Trainer Ulf Jonas. „Von daher ist es schwer zu sagen, was am Ende herausspringt. Wir wollen erst einmal in Ruhe mitspielen und werden sehen, was herauskommt.“ Der USV Potsdam, der „mit einer durchwachsenen Truppe antrat“, so Jonas, dürfte zumindest an diesem Tag kein wirklicher Maßstab für die Wittenberger gewesen sein. „Nach den ersten beiden Gewinnsätzen haben wir selbst den Gegner stark gemacht und mit 23:25 verloren. Im vierten Durchgang sind wir lange Zeit dem Gegner hinter gelaufen, hatten ihn aber am Ende im Griff – nicht zuletzt deswegen, weil den Potsdamern die Puste ausgegangen ist und sie bei gerade mal sieben Spielern keine Wechseloptionen hatten.“

SG Prieros / NH KW – Berliner VV II 3:1 (21, 22, -20, 16): Der Neuling aus dem Randgebiet von Berlin-Brandenburg (Foto oben) hatte bei seinem Regionalligadebüt mit dem BVV II – letzte Saison Drittletzter – zumindest von der Papierform her eine durchaus lösbare Aufgabe und dabei auch noch seine Heimkulisse hinter sich. „Dennoch gab es bei uns viel Ungewissheit, wie unser Debüt in der Regionalliga ausfallen würde“, räumte Alexander Kuhrt, 26-jähriger Diagonalspieler bei Prieros, ein. „Am Ende war es ein Sieg des großes Kampfgeistes und großen Willens und nicht zuletzt auch ein Sieg dank der tollen Unterstützung unserer Fans.“ Der Aufsteiger hat gegenüber der Vorsaison zwei Abgänge und drei Neuzugänge zu verzeichnen, darunter auch auf der Liberoposition einen U-20-Jugendspieler. Trainer Björn Langner lobte die Einstellung seiner Mannschaft und verwies auf den vierten Satz: „Das 25:16 ist das Ergebnis einer überzeugenden Blockarbeit.“

Der USV Potsdam verdrängte den

Spitzenreiter TSV Tempelhof-Mariendorf

Bei den Frauen vollzog sich ein Wechsel an der Tabellenspitze. Der USV Potsdam, 3:0-Sieger beim SV Energie Cottbus, der seinen ersten Regionalligaauftritt hatte, verdrängte den TSV Tempelhof-Mariendorf, der beim SV Braunsbedra mit dem 3:2 einen Punkt abgeben musste. Seinen Saisoneinstand gab neben Cottbus vor heimischer Kulisse der Aufsteiger TSV Spandau 1860 gegen den Berliner VV.

SV Energie Cottbus – USV Potsdam 0:3 (-20, -19, -23): Die makellos in die Saison gestarteten Potsdamerinnen behielten auch im zweiten Spiel erwartungsgemäß gegen die gastgebenden Lausitzerinnen die Oberhand. Felix Reschke, Heimspielkoordinator in Cottbus: „Es gibt nichts daran zu deuteln: Der USV Potsdam war die eindeutig bessere Mannschaft. Wir konnten etwa bis zum 20. Punkt einigermaßen mithalten, danach wurden wir Opfer unserer Unerfahrenheit.“ Die Cottbuserinnen, die letzte Saison eigentlich abgestiegen wären, aber durch die Aufstiegsberechtigung ihrer zweiten Mannschaft als Vizemeister von Brandenburg nun weiterhin in der Regionalliga vertreten sind, haben sich gegenüber der Vorsaison durch drei erfahrene Spielerinnen verstärkt, was beim Saisoneinstand aber noch ohne erkennbare Wirkung geblieben ist.

SV Braunsbedra – TSV Tempelhof-Mariendorf 2:3 (-10, 22, -16, 20, -9): Im Blickpunkt der zweite Runde stand die Topbegegnung Dritter (Braunsbedra) gegen Vierter (Tempelhof-Mariendorf) der letzten Saison. Beide Mannschaften gelten auch diese Saison als Titelfavoriten. Zum Auftakt waren beide Teams gegen Aufsteiger erfolgreich gewesen: Tempelhof-Mariendorf mit 3:0 beim VfK Berlin-Südwest und Braunsbedra zu Hause mit 3:1 gegen USC Magdeburg. Am Ende zog Braunsbedra mit 2:3 den Kürzeren. Trainerin Britta Weiner war dennoch zufrieden über den Punktgewinn: „Beide Mannschaften boten eine Leistung auf hohem Level, wobei uns der Gegner körperlich überlegen war. Im fünften Satz konnten wir dem Druck der Berlinerinnen nicht mehr standhalten und mussten den Tiebreak mit 9:15 klar abgeben.“

TSV Spandau 1860 – Berliner VV 3:1 (-23, 20, 23, 22): Im Berliner Lokalderby wollte der Aufsteiger aus Spandau gegen den Fast-Absteiger der letzten Saison seinen Heimvorteil nicht aus der Hand geben – und feierte schließlich einen erfolgreichen Saisoneinstand, der am Ende auch völlig verdient war, obwohl der erste Satz abgegeben wurde. Spandaus 30-jährige Spielführerin Diana Soliman, die im Außenangriff spielt, meinte zum geglückten Einstand: „Am Anfang waren wir verständlicherweise aufgeregt und nervös, denn es war unser erstes Spiel in der Regionalliga. Da hatten wir anfangs auch einige Probleme in der Annahme. Aber mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich unsere Annahme. Dass wir die meist engen Sätze letztendlich für uns entschieden haben, liegt ein bisschen daran, dass wir um jeden Ball und um jeden Punkt unheimlich gekämpft haben.“

SF Brandenburg 94 – USC Magdeburg 3:1 (-18, 13, 16, 20): In der Begegnung zweier Verlierer des ersten Spieltages hatten die Brandenburgerinnen um ihren neuen Trainer Torsten Sykora klar die Nase vorn. „Gegenüber dem Saisonauftaktspiel vor einer Woche war das heute eine deutliche Leistungssteigerung“, freute sich der Coach. „Wir sind also auf gutem Weg mit einer Mannschaft, die gegenüber der vorigen Saison zwölf neue Spielerinnen umfasst, die samt und sonders aus der Brandenburgliga kommen. Da brauchen wir einige Zeit des Zusammenfindens. Aber die Mannschaft hat einen eigenen Charakter entwickelt und zeigt viel Kampfgeist.“

Marzahner VC – VfK Berlin-Südwest 0:3 (-18, -23, -17): In der vom 14. Spieltag vorgezogenen Begegnung setzten sich die Südwestlerinnen als Aufsteiger auch in dieser Höhe verdient durch, wie auch Ronny Winkel von Marzahner Seite bestätigte: „Der Aufsteiger spielte frisch auf und gewann völlig verdient. Wir haben nicht unsere gewohnte Leistung gezeigt. Zwar fehlen vier Stammspielerinnen verletzungsbedingt, aber das ist keine Begründung für unser schwaches Auftreten.“

Die nächsten Spiele: Männer: Sonnabend, 1. Oktober 2016: Berliner VV II – VC Potsdam-Waldstadt (19 Uhr), CV Mitteldeutschland II – SG Prieros / NH KW (15 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg – KSC ASAHI Spremberg (18 Uhr), MTV 1862 Wittenberg – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), SSV 80 Gardelegen – SV Energie Cottbus (18 Uhr).

Frauen: Sonnabend, 1. Oktober 2016: SG Rotation Prenzlauer Berg – SF Brandenburg 94 (15 Uhr), Berliner VV – SV Braunsbedra, USC Magdeburg – TSV Spandau 1860 (beide 16 Uhr), TSV Tempelhof-Mariendorf – Marzahner VC (19 Uhr). Sonntag, 2. Oktober 2016: SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest (15 Uhr).

Jürgen Holz, Regionalpressewart
(© Foto: SV Prieros e.V.)

18.09.2016

1. Spieltag: Männer-Aufsteiger SSV 80 Gardelegen mit bärenstarker Leistung

Aktualisierte Fassung - Sonntag, 19.40 Uhr

Der Start in die 26. Saison der Regionalliga Nordost ist zugleich ein Auftakt mit Neuerungen. Die erste: Beide Staffeln wurden auf Beschluss des Regionalspielausschusses (RSA) vom Mai 2015 auf elf Mannschaften erhöht, wobei die beiden Talenteteams des VC Olympia 93 Berlin II (bei den Frauen zuletzt Meister, bei den Männern Meisterschaftsdritter) nicht mehr für die viertklassige Liga, sondern für die Dritte Liga Nord gemeldet haben. Die Aufstockung hat zur Folge, dass am Ende der Saison 2016/2017 drei Mannschaften direkt absteigen und die drei Landesmeister aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt direkt aufsteigen. Damit entfallen die bisherigen Aufstiegsspiele.

Die zweite Neuerung: Die in der letzten Saison neueingeführte und von den Vereinen begrüßte Wertung „Wertvollster Spieler“ bzw. „Wertvollste Spielerin“ wird dahingehend verändert, dass die Spieler/Spielerinnen der Siegermannschaften zwei Punkte und die aus den Verlierermannschaften einen Punkt erhalten. Damit ist eine bessere sportliche Differenzierung möglich.

Es liegt auf der Hand, dass sich beide Staffeln im Gegensatz zur Vorsaison mit neuen Gesichtern präsentieren. Nicht mehr dabei sind der Männermeister der letzten Saison, der TSV Spandau 1860, und der Vizemeister der Frauen, der SC Potsdam II, die beide in die Dritte Liga Nord aufgestiegen sind. Die Regionalliga verlassen mussten die direkt abgestiegenen Männer der TSGL Schöneiche II. Bei den Frauen ist der eigentliche Absteiger SV Energie Cottbus weiterhin viertklassig. Der Grund: Die zweite Mannschaft des Vereins ist als Vizemeister von Brandenburg direkt aufgestiegen und spielt nun als erste Cottbuser Mannschaft in der Regionalliga. Und schließlich: Die Frauen der Blankenburger VF 1991, die die letzte Saison als Tabellensiebenter beendet hatten, zogen sich überraschend freiwillig aus dieser Spielklasse zurück.

Das Starterfeld für die Saison 2016/2017 sieht so aus:

Männer (11 Mannschaften)

MTV 1862 Wittenberg (letzte Saison 2.)

VC Potsdam-Waldstadt (4.)

SG Rotation Prenzlauer Berg (5.)

CV Mitteldeutschland II (6.)

USV Potsdam (7.)

VfK Berlin-Südwest (8.)

Berliner VV II (9.)

SV Prieros / NH Königs Wusterhausen (Landesmeister Brandenburg / Aufsteiger)

SSV 80 Gardelegen (Landesmeister Sachsen-Anhalt / Aufsteiger)

KSC ASAHI Spremberg (10. und Absteiger / Sieger der Relegation)

SV Energie Cottbus (Vizemeister Brandenburg / Zweiter der Relegation)

Frauen (11 Mannschaften)

SV Braunsbedra (3. letzte Saison)

TSV Tempelhof-Mariendorf (4.)

USV Potsdam (5.)

SG Rotation Prenzlauer Berg II (6.)

SF Brandenburg 94 (8.)

Marzahner VC (9.)

TSV Spandau 1860 (Landesmeister Berlin / Aufsteiger)

SV Energie Cottbus II (Vizemeister Brandenburg / Aufsteiger)

USC Magdeburg (Landesmeister Sachsen-Anhalt / Aufsteiger)

VfK Berlin-Südwest (Dritter Berlinliga / Sieger der Relegation)

Berliner VV (10. und Absteiger / Zweiter der Relegation)

Ein Blick auf diese Starterfelder verrät: Ein reichlich buntes Feld geht ins Spieljahr 2016/2017. Das erschwert natürlich Prognosen. Berücksichtigt man allerdings Tendenzen aus den Vorjahren, so dürften bei den Männern Teams wie Vizemeister MTV 1862 Wittenberg oder VC Potsdam-Waldstadt (4.) durchaus wieder vorn mitmischen. Bei der SG Rotation Prenzlauer Berg (5.) geht eine völlig neue Mannschaft unter Trainer Eric Wunderlich und Trainerin Romy Richter ans Netz, denn das bisherige Regionalligateam mit vielen Routiniers hat sich aufgelöst. Nunmehr tritt Prenzlauer Berg mit einer Mannschaft an, die zuletzt in der Landesliga gespielt hat. Bei CV Mitteldeutschland II (6.) bleibt abzuwarten, inwieweit der Abstieg der ersten CV-Mannschaft aus der 1. Bundesliga womöglich bis in die Regionalliga durchschlägt. Gespannt darf man wiederum sein, wie sich die Routiniers des USV Potsdam (7.) diesmal aus der Affäre ziehen, nachdem letzte Saison erst im Endspurt das Abstiegsgespenst verjagt wurde.

Bei den Frauen sollten der SV Braunsbedra (3.) ebenso wieder tonangebend sein wie der TSV Tempelhof-Mariendorf (4.) und der USV Potsdam (5.) – alle drei waren letzte Saison in unterschiedlicher Form auf die Dritte Liga Nord ambitioniert. Und was ist mit dem Serienmeister SG Rotation Prenzlauer Berg II, der zuletzt Sechster geworden war? Klaus Helmke, Prenzlauer Bergs Abteilungsleiter, Teammanager und Trainer in Personalunion: „In der Regionalliga spielt in dieser Saison im Grunde genommen die von mir letzte Saison in der Dritten Liga Nord betreute Mannschaft. Allerdings sind aus diesem Kreis neun Spielerinnen nicht mehr dabei, so dass es also ein völlig neu formiertes Team ist.“

Was brachte nun der Saisonstart? Bei den Männern begann die neue Saison mit lediglich drei Spielen, wobei die vermeintlichen Topteams allesamt diesmal noch nicht gefragt waren. Dafür gaben zwei Aufsteiger ihr Regionalligadebüt: der SSV 80 Gardelegen beim VfK Berlin Südwest und der Rückkehrer SV Energie Cottbus zu Hause gegen den Berliner VV. Und schließlich empfing der KSC ASAHI Spremberg, der sich erst in der Relegation vor dem Abstieg hat retten können, den USV Potsdam.

VfK Berlin-Südwest – SSV 80 Gardelegen 0:3 (-18, -19, -21): Der Neuling aus Gardelegen (Foto oben) bot ein Spiel von hohem Niveau und setzte gleich in seinem ersten Saisonspiel eine „kräftige Duftmarke“, wie Regionalspielwart Uwe Näthler als Augenzeuge der Partie befand. „Gardelegen bot eine bärenstarke Leistung, so dass der Aufsteiger in dieser Verfassung zu beachten sein wird.“ Auch auf Seiten des Verlierers war man voll des Lobes. Axel Krause, stellvertretender VfK-Mannschaftsleiter: „Diese Spielstärke hatten wir nicht erwartet. Gardelegen war im Block sehr gut und im Angriff stabil, so dass wir unser Spiel nicht durchbringen konnten.“ Die Südwestler, die letzte Saison als Meisterschaftsachter mit Ach und Krach dem Abstieg entgingen, haben sich mit vier neuen Spielern verstärkt und einen Abgang zu verzeichnen. „Insgesamt müssten wir besser dastehen als letzte Saison, aber das müssen wir auch auf dem Feld zeigen“, so Axel Krause.

SV Energie Cottbus – Berliner VV II 3:0 (24, 18, 15): Der Regionalliga-Rückkehrer unter seinem bewährten Trainer Javor Takev hatte keine Startprobleme gegen die junge Mannschaft des Berliner VV II. Gegenüber der Vizemeisterschaft vorige Saison in der Brandenburgliga ist die Mannschaft mit zwei Abgängen und einem Neuzugang weitgehend unverändert. „Im umkämpften ersten Satz lagen wir zeitweilig schon drei, vier Punkte zurück, aber dann kamen wir ins Spiel zurück und setzten uns mit 26:24 durch. Damit waren die Weichen gestellt“, so Felix Reschke, Heimspielkoordinator der Cottbuser.

KSC ASAHI Spremberg – USV Potsdam 3:2 (-20, 16, 21, -28, 15): Eine unwahrscheinlich dramatische Partie, die selbst im Tiebreaksatz noch in die Verlängerung ging. „Ein Kompliment an die Mannschaft, dass sie dieses Spiel gegen die Potsdamer Routiniers noch zum Sieg geführt hat“, meinte Sprembergs Co-Trainer Andreas Funke. Dabei gab es vor dem Anpfiff viel Ungewissheit, wie sich die neuformierte Mannschaft mit sechs früheren und sechs neuen Spielern schlagen würde. „Eines ist klar: So eine prekäre Situation wie letzte Saison, wo wir eigentlich schon abgestiegen waren, soll sich nicht wiederholen. Diesmal peilen wir einen Mittelfeldplatz an“, gab Andreas Funke die Richtung an und kommentierte das Spielgeschehen so: „Wir begannen zunächst recht nervös und fanden erst im zweiten und dritten Satz zu unserer eigentlichen Stärke. Der vierte Satz schien beim Stand von 21:16 schon gelaufen, doch die Potsdamer gaben nicht auf und wurden belohnt. Dieser Satzgewinn motivierte die Gäste unheimlich. Im Tiebreak standen die Zeichen auf Sieg für die Potsdamer beim 14:13-Vorteil. Aber wir wehrten den Satzball ab. Es spricht für die neue Qualität in unserem Team, dass es in dieser Situation die Siegchance ergriff.“

TSV Tempelhof-Mariendorf

erster Tabellenführer

Bei den Frauen stand ein komplettes Programm mit fünf Begegnungen auf dem Programm. Spielfrei war in dem 11er-Feld zum Auftakt der SV Energie Cottbus. Allerdings musste die Begegnung des Aufsteigers TSV Spandau 1860 gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg II wegen eines Wasserschadens in der Halle kurzfristig abgesagt werden. Somit gab von den Neulingen nur der frühere Berlinliga-Dritte und Relegationssieger VfK Berlin-Südwest gegen den Meisterschaftsmitfavoriten TSV Tempelhof-Mariendorf seine Visitenkarte als Rückkehrer in die Regionalliga ab.

VfK Berlin-Südwest – TSV Tempelhof-Mariendorf 0:3 (-15, -11, -12): Der Gastgeber verkaufte sich bei seiner Rückkehr in die Regionalliga nach einjähriger Abstinenz offensichtlich unter Wert. „Gegen Tempelhof-Mariendorf haben wir uns zwar keine Siegchancen ausgerechnet“, räumte VfK-Trainer Thoralf Riederer ein, „aber ein wenig enttäuscht sind wir über unsere mäßigen Satzergebnisse.“ Große personelle Veränderungen, so der Coach, habe es in seinem 15-köpfigen Team nicht gegeben, „doch es zeigt sich, dass es der Mannschaft wie schon beim Abstieg 2015 nach wie vor an der nötigen Erfahrung fehlt“. Mit dem souveränen Sieg übernahm Tempelhof-Mariendorf gleich zum Auftakt die Tabellenführung. Der Titelaspirant um seinen bewährten Trainer Gerald Kanig hat sage und schreibe einen Kader von 21 (!) Spielerinnen gemeldet.

SF Brandenburg 94 – USV Potsdam 0:3 (-11, - 23, -14): Das Brandenburg-Derby hatte einen eindeutigen Sieger. Brandenburgs neuer Trainer Torsten Sykora: „Meiner Mannschaft fehlt die Erfahrung. Vom einstigen Team sind nur noch fünf Spielerinnen übriggeblieben, dazu sind 12 Spielerinnen vom USV Potsdam II gekommen. Die Mannschaft braucht also Zeit, um sich zu finden. Aber ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, wie auch der zweite Satz mit 23:25 gezeigt hat. Am Ende springt vielleicht ein Mittelfeldplatz heraus.“

Marzahner VC – Berliner VV 2:3 (19, -20, 20, -21, 11): Der greifbar nahe Auftaktsieg glitt den Marzahnerinnen unter ihrem neuen Trainer Ralph Barnstorf trotz einer 2:1-Satzführung noch aus den Händen. Ronny Winkel kommentierte das so: „Es war das erwartet schwere Spiel. Der BVV hat gut gespielt, und wir haben versucht, genauso gut dagegenzuhalten. Das ist uns weitgehend gelungen. Mit dem Punktgewinn sind wir zufrieden. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen.“ Beim MVC, so Winkel, sei im 12-köpfigen Team ein Großteil schon in der Vorsaison dabei gewesen. Es habe lediglich zwei Neuzugänge gegeben.

SV Braunsbedra - USC Magdeburg 3:0 (23, -19, 19, 15): Im einzigen Sonntagspiel setzte sich im Sachsen-Anhalt-Duell der Meisterschaftsdritte der Vorsaison zu Hause gegen den Aufsteiger aus Magdeburg sicher durch. Dennoch war Susanna Kallus, Co-Trainerin beim SV Braunsbedra, der sich mit drei Spielerinnen auf den Positionen Block, Diagonal und Angriff deutlich verstärkt hat, nicht restlos zufrieden: "Wir haben recht nervös angefangen und den ersten Satz nur knapp gewonnen und den zweiten Satz sogar verloren. Erst danach haben wir das gezeigt, was wir im Training geübt haben. Ob die Leistung der Magdeburgerinnen gut oder schlecht einzuschätzen ist, kann ich nicht genau sagen. Auf jeden Fall spürte man auch bei ihnen eine gewisse Nervosität angesichts der Regionalliga-Premiere."

Die nächsten Spiele: Männer: Sonnabend, 24. September: SG Pieros / NH KW – Berliner VV II, MTV 1862 Wittenberg – USV Potsdam (beide 18 Uhr). VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus, KSC ASAHI Spremberg – CV Mitteldeutschland II, VC Potsdam-Waldstadt – SSV 80 Gardelegen (alle 19 Uhr).

Frauen: Sonnabend, 24. September: TSV Spandau 1860 – Berliner VV (15 Uhr), SV Energie Cottbus – USV Potsdam (17 Uhr), SV Braunsbedra – TSV Tempelhof-Mariendorf (18 Uhr), SF Brandenburg 94 – USC Magdeburg (19 Uhr).

Hinweis: Regionalpokal am 25. September

Bei den Männern spielen beim Gastgeber und Landespokalgewinner Berliner VV (Dritte Liga Nord) die Landespokalsieger aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt, TSGL Schöneiche und CV Mitteldeutschland, sowie der Pokalverteidiger SV Lindow-Gransee (alle 2. Bundesliga). Halbfinale:Schöneiche – Mitteldeutschland und BVV – Lindow-Gransee.

Bei den Frauen treffen beim Gastgeber und Landespokalsieger von Sachsen-Anhalt, SV Braunsbedra (Regionalliga), die Landespokalgewinner aus Berlin und Brandenburg, Köpenicker SC II (2. Bundesliga) und USV Potsdam (Regionalliga), sowie der Pokalverteidiger VSV Gün-Weiß 78 Erkner (Dritte Liga Nord) aufeinander. Halbfinale: KSC II – Erkner, Braunsbedra – Potsdam.

Die nordostdeutschen Pokalgewinner nehmen am 9. Oktober an der Qualifikation zur 1. Hauptrunde des DVV-Pokals jeweils gegen die beiden Pokalgewinner des Regionalbereichs Nordwest teil, die Gastgeber sind.

Jürgen Holz, Regionalpressewart