Ligageschehen Regionalliga Nordost 2017-2018

22.04.2018

Wochenumschau nach dem 22. und letzten Spieltag: Fünfter Titelstreich von den Prenzelbergerinnen am Finaltag perfekt gemacht

Die normale Punkterunde der 27. Nordostdeutschen ging mit dem 22. Spieltag am letzten Wochenende zu Ende. Nun stehen nur noch die Aufstiegsspiele der Männer und Frauen zur Dritten Liga Nord sowie Relegationsspiele zur Regionalliga an, um einen endgültigen Schlussstrich unter diese Saison zu ziehen. Allerdings ist der Hinweis nötig, dass es nach den gültigen Regularien noch bis zum offiziellen Meldeschluss am 2. Mai 2018 Änderungen in den Staffelbesetzungen bei den Männern und Frauen geben kann.

Fünfter Frauentitel an Prenzlauer Berg,

Zepernick rettete sich aus eigener Kraft

Bei den Frauen waren drei Fragen noch offen: Wer wird Meister und damit Nachfolger des TSV Tempelhof-Mariendorf? Würde sich die SG Einheit Zepernick aus eigener Kraft retten? Wer sind neben dem TSV Wedding die beiden weiteren Direktabsteiger?

Zur Meisterfrage: Die SG Rotation Prenzlauer Berg II hatte als Spitzenreiter gegenüber dem punkt- und sieggleichen Verfolger USV Potsdam die besseren Karten hinsichtlich des Titelgewinns in der Hand – vorausgesetzt, die Prenzelbergerinnen leisteten sich nicht noch einen Ausrutscher. Doch das war im letzten Heimspiel gegen den Drittletzten VfK Berlin-Südwest eher unwahrscheinlich, zumal das Trainerduo Klaus und Heike Helmke ihre Mannschaft auf Sieg eingeschworen hatten. Mit dem 3:0 (20, 15, 25)-Heimerfolg wurde schließlich der insgesamt fünfte Frauen-Titelgewinn (2009, 2013, 2014, 2015, 2018) perfekt gemacht. Auch der Verfolger USV Potsdam schloss die Saison mit einem 3:0 (14, 20, 20) auf heimischem Parkett ab, so dass beide Teams auf 56 Punkte und jeweils 19 Siege verweisen konnten. In diesem Fall entscheidet der Satzquotient über die Platzierung: Prenzlauer Berg war hier mit 8,28 (58:7 Sätze) eindeutig besser als Potsdam mit 4,54 (59:13 Sätze). Gratulation an die zweite Frauenmannschaft aus Prenzlauer Berg!

Prenzlauer Berg II ist als Meister zugleich Aufsteiger in die Dritte Liga Nord.

Die ebenfalls auf den Aufstieg in die Dritte Liga Nord ambitionierten Potsdamerinnen müssen hingegen in zwei Aufstiegsspiele gegen den Nord-Vertreter SV Warnemünde. Das Hinspiel findet am 27. April in Potsdam, das Rückspiel am 29. April in der OSPA-Arena in Rostock statt. Im Falle eines Gleichstandes gibt es unmittelbar im Anschluss an das Rückspiel einen Entscheidungssatz (Golden Set).

In der Frage nach den beiden weiteren Direktabsteigern neben dem Tabellenletzten TSV Wedding konzentrierte sich der Kreis der bedrohten Mannschaften vor dem Finale auf ein Trio: SF Brandenburg 94 (17 Punkte/6 Siege), VfK Berlin-Südwest (19 Punkte/6 Siege) und Aufsteiger SG Einheit Zepernick (20 Punkte/6 Siege). Zepernick hatte die besten Karten, rettete sich aus eigener Kraft mit einem 3:1 (27, 16, -17, 17)-Heimerfolg über die VSG Altglienicke und schloss damit die Saison als Viertletzter ab. Berlin-Südwest verlor – wie schon eingangs erwähnt – gegen Prenzlauer Berg II, und auch Brandenburg scheiterte beim TSV Wedding mit 2:3 (-13, 23, 19, -14, 10, 13), wobei der eine Punktgewinn nichts nutzte. Für das Schlusslicht Wedding war der Abschied aus der Regionalliga mit dem vierten Saisonsieg verknüpft.

Der VfK Berlin-Südwest kann als Drittletzter aber hoffen, in der Regionalliga zu verbleiben: Denn als bestplatzierter Direktabsteiger spielen die Südwest-Frauen in einer Relegation am 28. April in Magdeburg gegen den Berlin-Brandenburger SC III, VSB offensiv Eisenhüttenstadt und Gastgeber USC Magdeburg um evtl. maximal zwei freie Regionalligaplätze, vorausgesetzt der Vizemeister USV Potsdam schafft den Aufstieg in die Dritte Liga Nord. Scheitern die Potsdamerinnen, so wäre nur ein Platz in der Frauenstaffel der Regionalliga Nordost für die Saison 2018/2019 frei.

Männermeister SC Potsdam

verabschiedete sich mit 2:3-Pleite

Bei den Männern hatte sich schon am 21. Spieltag der SC Potsdam zum Meister gekrönt. Aber es gab am Finaltag noch einen Wermutstropfen: Der frisch gekürte Meister und Aufsteiger in die Dritte Liga Nord verabschiedete sich aus der Regionalliga mit einer 2:3 (15, -27, 23, -19, -9)-Auswärtsniederlage gegen den Ex-Drittligisten Berliner Volleyballverein Vorwärts, der am Ende als Tabellenachter doch unter den Erwartungen geblieben war.

Imponierend dagegen das junge Talenteteam des VC Olympia Berlin II als Vizemeister, das sich beim gastgebenden MTV Mariendorf mit einem 3:1 (20, -22, 22, 22)-Sieg aus der Regionalliga verabschiedete, denn nächste Saison wurde für die Dritte Liga Nord gemeldet. Imponierend auch das Aufsteigerteam aus Sachsen-Anhalt, die Dessau Volleys als Meisterschaftsdritter, das zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest mit 3:0 (23, 21, 23) die Oberhand behielt. Die Südwestler, die gehofft hatten, noch in die Phalanx des Spitzentrios eindringen zu können, fielen durch die Niederlage vom vierten auf den fünften Rang zurück. Allerdings ändert dieser Platzverlust nichts an den Ambitionen des VfK Berlin-Südwest, in die Dritte Liga Nord aufsteigen zu wollen. Gegner in den beiden Aufstiegsspielen ist der Nord-Vertreter Eimsbütteler TV II (Hinspiel am 27. April in Hamburg, Rückspiel am 29. April in Berlin).

Die mit den Südwestlern punktgleiche Mannschaft der TSGL Schöneiche II war zwar auch nicht erfolgreich und verlor beim Abstiegskandidaten CV Mitteldeutschland II mit 2:3 (17, -26, 23, -21, -14), doch der eine Punktgewinn trug den aufgestiegenen Randberlinern immerhin einen vierten Tabellenrang ein. Beim siegreichen Gegner aus Mitteldeutschland hatte der umkämpfte Heimsieg die Folge, dass die „rote Laterne“ am letzten Spieltag überraschend an den MTV Mariendorf abgegeben wurde. Damit ist Mariendorf Direktabsteiger, während der CV Mitteldeutschland II als besser platzierter Absteiger in der Relegation am 29. April mit SV Lindow-Gransee II und Gastgeber USV Halle um evtl. zwei freie Regionalligaplätze spielt – vorausgesetzt, dem VfK Berlin-Südwest gelingt der Sprung in die Dritte Liga Nord.

Das Saisonfazit im Überblick

Männer

Absteiger aus Dritte Liga Nord (DLN): TSV Spandau 1860. Aufsteiger in DLN: Meister SC Potsdam und eventuell VfK Berlin-Südwest (Aufstiegsspiele gegen Eimsbütteler TV II). Direktabsteiger aus Regionalliga (RL): MTV Mariendorf und CV Mitteldeutschland II. Direktaufsteiger in RL: Berliner Meister SG Rotation Prenzlauer Berg und Brandenburgs Meister SG Prieros/Königs Wusterhausen (beide letztjährige Regionalligaabsteiger); aus Sachsen-Anhalt kein direkter Aufsteiger. Relegation um mögliche zwei freie RL-Plätze (bei DLN-Aufstieg von Berlin-Südwest): CV Mitteldeutschland II (bestplatzierter RL-Absteiger), SV Lindow-Gransee II und Gastgeber USV Halle; aus Berlin kein Bewerber. Der VC Olympia Berlin II spielt in der Saison 2018/2019 nicht in der Regionalliga, sondern in der Dritten Liga Nord. Somit umfasst das Männerfeld 11 Mannschaften.

Frauen

Aufsteiger in DLN: Meister SG Rotation Prenzlauer Berg II und eventuell Vizemeister SC Potsdam (Aufstiegsspiele gegen SV Warnemünde). Direktabsteiger aus RL: TSV Wedding, SF Brandenburg 94 und VfK Berlin-Südwest. Direktaufsteiger in RL: Berliner Meister SG Rotation Prenzlauer Berg IV, Brandenburgs Meister VSV Grün-Weiß 78 Erkner und Sachsen-Anhalts Meister WSG Reform Magdeburg. Relegation um mögliche zwei freie RL-Plätze (bei DLN-Aufstieg von USV Potsdam): VfK Berlin-Südwest (bestplatzierter RL-Absteiger), Berlin-Brandenburger SC III, VSB offensiv Eisenhüttenstadt und Gastgeber USC Magdeburg. In der Saison 2018/2019 umfasst das Frauenfeld 11 Mannschaften.

Die Spiele im Überblick

Männer, 22. Spieltag am 22. April 2018: Dessau Volleys – VfK Berlin-Südwest 3:0, MTV Mariendorf – VC Olympia Berlin II 1:3, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II 3:2, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SC Potsdam 3:2, USV Potsdam – SV Energie Cottbus 1:3.

Frauen, 22. Spieltag am 21. April 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II – VfK Berlin-Südwest 3:0, TSV Wedding – SF Brandenburg 94 3:2, SG Einheit Zepernick – VSG Altglienicke 3:1, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1860 3:1, USV Potsdam – SV Energie Cottbus 3:0.

Die Wochenumschau für die Saison 2017/2018 ist damit beendet. Die nächste Wochenumschau erscheint erst wieder mit dem 1. Spieltag der Saison 2018/2019. Über die Aufstiegsspiele zur Dritten Liga Nord und den Relegationsspielen sowie die RSA-Jahrestagung und über die Vorbereitungen zur neuen Saison informieren wir aktuell auf dieser Homepage unter News. Vereine und Mannschaften können auch weiterhin Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

08.04.2018

Wochenumschau nach 21. Spieltag: SC Potsdams Männer vorzeitig Meister - Prenzlauer Bergs Frauen greifen nach dem Titel

Aktualisierte Fassung: Dienstag, 10. April 2018 um 20 Uhr: zur aktuellen Situation bei den Männern des USV Potsdam und zur Aufstiegs-Relegation der Frauen

Die triste Jahreszeit, so scheint es, ist vorbei. Die Sonne lacht wieder. Unter dem Hallendach ist davon natürlich nur wenig zu spüren. Aber ungeachtet dessen sucht die zur Neige gehende 27. Saison der Nordostdeutschen Regionalliga – um im Bilde zu bleiben - ihre „Sonnenkönige“ respektive „Sonnenköniginnen“. Bei den Männern ist die Entscheidung darüber schon vor dem Zieleinlauf am 22. April gefallen, bei den Frauen fällt sie erst am Schlusstag in zwei Wochen am 21. April.

Potsdams Männer machen

mit 3:0-Heimsieg alles klar

Die Männer des aufstiegsbereiten SC Potsdam krönten sich am 21. Spieltag mit dem vorzeitigen Titelgewinn zu den „Sonnenkönigen“ der Regionalliga. Der Spitzenreiter war mit einem 2-Punkte-Vorsprung auf den VC Olympia Berlin II und die Dessau Volleys in die vorletzte Punkterunde gegangen. Die beiden Mitkonkurrenten waren diesmal spielfrei und bestreiten ihren letzten Saisonauftritt am Finaltag am 22. April. Doch die Potsdamer stempelten alle möglichen Rechnereien zur Bedeutungslosigkeit. Mit einem sicheren 3:0 (17, 14, 11)-Heimsieg gegen den Absteiger CV Mitteldeutschland II machten sie alles klar. Gratulation nach Potsdam!

Nunmehr können sich die Potsdamer um Trainer Gregor Steinke am letzten Spieltag sogar eine 0:3-Niederlage beim Berliner Volleyballverein Vorwärts leisten – der Meistertitel ist ihnen angesichts des 5-Punkte-Vorsprungs nicht mehr zu nehmen. Es ist übrigens der zweite Regionalmeistertitel für den SC Potsdam – nach 21 Jahren. Damals, 1997, waren Potsdams Frauen zu Titelehren gekommen.

Auch der VfK Berlin-Südwest

strebt die Dritte Liga an

Hinter dem Spitzentrio mit Potsdam, VCO II und Dessau rückte mehr und mehr der Tabellenvierte VfK Berlin-Südwest ins Blickfeld. Die Südwestler streben den Aufstieg in die Dritte Liga Nord über den Umweg der Relegation gegen den Nord-Vertreter Eimsbütteler TV II (Hinspiel am 27. April in Hamburg, Rückspiel am 29. April in Berlin) an. Offen ist im Augenblick, mit welcher Platzierung die Südwestler die Saison abschließen. Sie haben es sogar in der Hand, noch Vizemeister zu werden. Die erste Chance dafür vergaben sie durch eine 2:3 (21, -19, -22, 22, -11)-Niederlage in Magdeburg. Die zweite Gelegenheit bot sich am 21. Spieltag zu Hause gegen den USV Potsdam. Aber auch die wurde durch eine 1:3 (-12, -21, 25, -16)-Niederlage gegen den USV Potsdam vertan. Die letzte Chance haben die Südwestler (35 Punkte) nunmehr am Finaltag im Direktduell in Dessau (36). Allerdings sind zwei Einschränkungen nötig: Selbst bei einem Sieg in Dessau springt bestenfalls der dritte Platz raus, weil kaum erwarten ist, dass der VCO II als gegenwärtiger Zweitplatzierter auswärts beim Absteiger Mariendorf verliert.

Und da ist auch noch die mit den Südwestlern inzwischen punktgleiche Mannschaft der TSGL Schöneiche II, die zuletzt gegen den USC Magdeburg mit 3:0 (19, 20, 26) gewann und am Finaltag beim Schlusslicht CV Mitteldeutschland II antreten muss. Indes: An der Teilnahme des VfK Berlin-Südwest an den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga Nord ändert sich so oder so nichts, da Dessau als womöglich besser platzierte Mannschaft von vornherein darauf verzichtet hatte.

Turbulenzen beim USV Potsdam:

Saisonfinale und Abschied?

Noch ein Wort zum USV Potsdam: Nach dem 3:1-Sieg mit sieben Spielern im letzten Auswärtsspiel gegen den VfK Berlin-Südwest war auf der Homepage des Vereins zu lesen: Viel wichtiger als die sportlichen Resultate sind jedoch die Entwicklungen, die sich derzeit außerhalb des Feldes abspielen. Denn allem Anschein nach wird es in der Mannschaft tiefgreifende Veränderungen geben, nachdem zwischenzeitig auch Worte wie „Rückzug“ und „Abmeldung“ nun plötzlich kein Tabu mehr waren. So wird das Heimspiel in zwei Wochen gegen den SV Energie Cottbus für den USV in dieser Konstellation zum Abschiedsspiel, denn schon jetzt ist nichts mehr, wie es einmal war.

Der CV Mitteldeutschland II (7 Punkte) und der MTV Mariendorf (9 Punkte) sind bekanntlich die beiden Direktabsteiger, wobei noch nicht definitiv klar ist, wer am Ende Letzter und wer Vorletzter wird.

Übrigens legt die Geschäftsstelle des CV Mitteldeutschland wert auf die Feststellung, dass fälschlicherweise an dieser Stelle berichtet wurde, dass sich die vom Abstieg bedrohte zweite Mannschaft des Vereins auflösen würde. Im Falle eines Abstiegs würde die zweite Mannschaft in der kommenden Saison in der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt spielen, so die Aussage der Geschäftsstellenleiterin.

Prenzlauer Bergs Vereinsvorstand:

„Grünes Licht“ für Zweitligaaufstieg

Bei den Frauen waren vor dem 21. Spieltag wichtige Entscheidungen gefallen, die Auswirkungen bis in die Regionalliga haben. Die in der Dritten Liga Nord spielende erste Mannschaft von Prenzlauer Berg wird in die 2. Bundesliga Nord aufsteigen. Als drittplatziertes Team hinter dem Meister TSV Tempelhof-Mariendorf, der auf den Aufstieg verzichtete, und dem Berlin-Brandenburger SC II, der nicht aufsteigen kann, weil die erste BBSC-Mannschaft schon in dieser Spielklasse vertreten ist, geht das Aufstiegsrecht an Prenzlauer Berg. „Auch der Vorstand hat grünes Licht für den Aufstieg gegeben. Dabei war ausschlaggebend, dass durch einen neuen Sponsor die finanzielle Seite positiv geklärt war und uns auch die für die zweite Bundesliga notwendige Spielhalle im Berliner Sportforum zur Verfügung steht“, so Abteilungsleiter Klaus Helmke. Auch die Volleyball-Bundesliga (VBL) hatte hinsichtlich der nötigen Lizensierung positiv entschieden.

Der Rattenschwanz dieser Entscheidungen: Prenzlauer Bergs zweite Frauenmannschaft kann somit direkt in die Dritte Liga Nord wechseln, wenn die Mannschaft Regionalmeister wird. Als Vizemeister müsste sie in eine Relegation gegen den Nord-Vertreter SV Warnemünde (Hinspiel am 27. April in Berlin, Rückspiel am 29. April in Rostock). Das gilt in gleicher Weise für den USV Potsdam: Direktaufstieg als Meister oder Aufstiegsrelegation als Vizemeister zu den vorgenannten Terminen (Hinspiel in Potsdam). Und schließlich rückt Berlins Frauenmeister Prenzlauer Berg IV als Direktaufsteiger in die Regionalliga.

Prenzlauer Bergs Trainer warnt:

„Jetzt nicht leichtsinnig werden“

Doch wem gebührt die Krone als „Sonnenköniginnen“? Die Prenzelbergerinnen sind auf dem besten Wege dorthin. Es wäre der sechste Regionalmeistertitel in der Vereinsgeschichte nach 2009, 2013, 2014 und 2015 bei den Frauen sowie 2013 bei den Männern. Allerdings wäre der Meisterschaftsausgang dennoch überraschend, weil der USV Potsdam spätestens mit seinem 3:1-Auswärtssieg über Prenzlauer Berg in der Rückrunde Mitte Januar als Meister erwartet worden war und die Prenzelbergerinnen zu diesem Zeitpunkt selbst die Meisterschaft abgeschrieben hatten. Doch die Potsdamerinnen leisteten sich im Landesderby am 20. Spieltag mit dem 3:2 gegen SF Brandenburg 94 einen fatalen Ausrutscher. Durch den unerwarteten Punktverlust übernahm Prenzlauer Berg bei Punkt- und Sieggleichheit aufgrund des besseren Satzquotienten die Tabellenspitze.

Die Chance, mit zwei Siegen im Auswärtsspiel gegen SF Brandenburg 94 und am letzten Spieltag zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest den schon abgeschriebenen Meistertitel zu ergattern, ist für Prenzlauer Berg riesengroß. Doch Klaus Helmke, Trainer und Manager in Personalunion, warnte: „Natürlich wollen wir uns die kaum noch für möglich gehaltene Titelchance nicht nehmen lassen. Wir wollen mit zwei 3:0- oder 3:1-Siegen alles klar machen. Doch wir dürfen jetzt nicht leichtinnig werden. Wir dürfen das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen und etwa denken: Gegen Brandenburg, den Tabellenvorletzten, wird schon alles seinen gewohnten Gang gehen. Die Brandenburgerinnen kämpfen mit aller Energie um den Klassenerhalt. Sie wollen nicht absteigen und zumindest Drittletzter werden, um über den Umweg der Relegation in der Regionalliga verbleiben zu können. Wir müssen höchst konzentriert spielen. Zwar wird uns eine Stammspielerin verletzungsbedingt fehlen, aber ich werde meine Mannschaft auf dieses Spiel einschwören und sie voll auf den Sieg fokussieren. Das gilt in gleicher Weise für das letzte Saisonspiel im Lokalderby in eigener Halle gegen den VfK Berlin-Südwest.“

Brandenburg hatte zwei Wochen zuvor das Nachholspiel vom 19. Spieltag zu Hause gegen den SV Energie Cottbus mit 3:0 (11, 17, 19) gewonnen und damit als Tabellenvorletzter den Rückstand auf die beiden vom Abstieg mitbedrohten Teams SG Einheit Zepernick und VfK Berlin-Südwest zwei Spieltage vor Schluss auf zwei Punkte verkürzen können. Das war Warnung genug. Doch gegen den haushohen Favoriten Prenzlauer Berg glückte den Brandenburgerinnen nicht wie gegen Potsdam ein Punkte-Coup. Mit 0:3 (-19,-13, -14) wurde klar verloren. Da auch der USV Potsdam erwartungsgemäß beim VfK Berlin-Südwest mit 3:0 (19, 12, 19) siegte, bleibt es bei der punkt- und sieggleichen Lage (53 Punkte/18 Siege) des führenden Duos und dem Vorteil des weitaus besseren Satzquotienten der Berlinerinnen. Die Prenzelbergerinnen sind also nur noch einen Schritt vom Regionalmeistertitel entfernt, dürfen sich aber keinen Punktverlust im Schlussspiel gegen die Südwestlerinnen leisten.

Wer sind neben Wedding die

beiden weiteren Direktabsteiger?

Die Frage vor dem Saisonfinale ist: Wer sind neben dem Neuling TSV Wedding die beiden weiteren Direktabsteiger? Der Berliner Volleyballverein Vorwärts hatte sich schon vor zwei Wochen mit einem 3:0 (20, 21, 23)-Erfolg im Nachholspiel vom 16. Spieltag beim TSV Wedding endgültig aus der Abstiegszone gespielt, und er punktete auch am 21. Spieltag beim 3:1 (11, -20, 23, 22) auswärts gegen den SV Energie Cottbus, so dass die Mannschaft mit 27 Punkten sogar bis auf den vierten Tabellenrang vorrückte. Auch der Aufsteiger VSG Altglienicke (23 Punkte) sicherte sich am 21. Spieltag mit einem 3:1 (16, 24, -21, 19)-Heimerfolg über Wedding endgültig den Klassenerhalt.

Somit reduziert sich der Kreis der abstiegsbedrohten Mannschaften vor dem Finale auf ein Trio: SF Brandenburg 94 (17 Punkte/6 Siege), VfK Berlin-Südwest (19 Punkte/6 Siege) und Aufsteiger SG Einheit Zepernick (20 Punkte/6 Siege), der mit dem 2:3 (-11, 20, 19, -24, -3) beim USV Halle einen wichtigen Punkt mitnehmen konnte. Damit geht es am letzten Spieltag für den VfK Berlin-Südwest (auswärts gegen Prenzlauer Berg II), Zepernick (zu Hause gegen Altglienicke) und Brandenburg (auswärts gegen Wedding) um alles oder Nichts, denn nur einer aus diesem Trio bleibt drin! Und wer wird Drittletzter?

Der Drittletzte kann nämlich noch hoffen, in der Regionalliga zu verbleiben: Als bestplatzierter Direktabsteiger spielt er in einer Relegation am 28. April in Magdeburg um freie Plätze gegen VSB offensiv Eisenhüttenstadt und USC Magdeburg sowie gegen eine Mannschaft aus Berlin. Der ursprünglich für die Relegation gemeldete Vizemeister und vorjährige Regionalligaabsteiger Marzahner VC hat inzwischen seinen Verzicht erklärt. Das gilt auch für den ebenfalls schon feststehenden Meisterschaftsdritten TSV Tempelhof-Mariendorf II. Nunmehr kommen für die Relegation der Berlin-Brandenburger SC III als Tabellenvierter und die Füchse Berlin als Tabellenfünfter in Betracht. Beide haben ihre Relegationsteilnahme bestätigt. Bei einem noch ausstehenden Spiel in der Berlin-Liga liegt der BBSC III nur einen Punkt vor den Füchsen, so dass momentan noch nicht entschieden ist, wem das Relegationsrecht zufällt.

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel am 24. März 2018: USC Magdeburg – VfK Berlin-Südwest 3:2.

Männer, 21. Spieltag am 7. April 2018: TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg 3:0, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam 1:3, SC Potsdam – CV Mitteldeutschland II 3:0. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3.

Frauen, Nachholspiel am 24. März 2018 (vom 19. Spieltag): SF Brandenburg 94 – SV Energie Cottbus 3:0. Nachholspiel (vom 16. Spieltag): TSV Wedding - Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3.

Frauen, 21. Spieltag am 7. April 2018: USV Halle – SG Einheit Zepernick 3:2, SF Brandenburg 94 – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam 0:3. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3, VSG Altglienicke – TSV Wedding 3:1.

Der letzte Spieltag

Männer, 22. Spieltag am 22. April 2018: Dessau Volleys – VfK Berlin-Südwest, MTV Mariendorf – VC Olympia Berlin II, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SC Potsdam, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Frauen, 22. Spieltag am 21. April 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II – VfK Berlin-Südwest, TSV Wedding – SF Brandenburg 94, SG Einheit Zepernick – VSG Altglienicke, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1860, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 22. und letzten Spieltag am Montag, 23. April 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 20. Spieltag: Beide Spitzenreiter und Titelaspiranten aus Potsdam gaben einen Punkt ab - Potsdams Frauen nun Zweiter

Bei den Männern war am 20. und damit drittletzten Spieltag die Frage, ob der Spitzenreiter SC Potsdam beim aufstrebenden Drittletzten USC Magdeburg ins Stolpern geraten würde, was dem punktgleichen Verfolger VC Olympia Berlin II bei einem Auswärtssieg in seinem vorletzten Saisonspiel gegen den USV Potsdam zur Tabellenführung verholfen hätte. Andererseits hätten sich die Potsdamer mit einem Sieg und einem 3-Punkte-Gewinn vorzeitig zum Meister küren können. Denn bevor sie ins ungleiche Duell David kontra Goliath aufs Magdeburger Parkett mussten, hielten sie einen Trumpf in der Hand, weil am Vortag der USV Potsdam im Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin II überraschend mit 3:0 (17, 18, 17) die Oberhand behalten hatte und Potsdams Vorsprung damit vorübergehend auf drei Punkte angewachsen war. Da die Siegquote für Potsdam sprach, wäre alles entschieden gewesen.

Doch dass es in Magdeburg kein Spaziergang werden würde, hatte Magdeburgs Trainer Marko Schulz schon vorher angekündigt. „Wir wollen als David den Goliath ärgern“, so der Coach, der darauf setzte, dass sein Team „die eigenen Stärken konsequent ausspielt, die Taktik aus den zuletzt siegreichen Begegnungen umsetzt und eine disziplinierte Spielweise“ an den Tag legt. Dann sei „auch für uns als Außenseiter der eine oder andere Punkt drin“.

Beinahe wäre dieser Plan auch aufgegangen. Nach vier Sätzen stand es 2:2, so dass die Entscheidung im Tiebreak fallen musste. Hier waren die Potsdamer die Glücklicheren, so dass sie als 3:2 (21, -21, 20, -20, 10)-Gewinner vom Feld gingen. Damit wurde die endgültige Titelentscheidung vertagt. Potsdam (38 Punkte) führt vor dem VCO II und den diesmal spielfreien Dessau Volleys (je 36). Beide Verfolger haben jeweils noch ein Saisonspiel zu absolvieren und können mit Siegen Potsdam nach Punkten noch verdrängen. Doch der SC Potsdam, der noch gegen den CV Mitteldeutschland II und den Berliner Volleyballverein Vorwärts antreten muss, hat es nach wie vor in der Hand, aus eigener Kraft erstmals Regionalmeister zu werden.

VfK Berlin-Südwest behauptete

seinen Platz hinterm Spitzentrio

Da die zwei Direktabsteiger (Mitteldeutschland II und Mariendorf) feststehen, hatten die übrigen Begegnungen dieses Spieltages genau besehen lediglich statistischen Wert – oder eben ideellen Wert, weil keiner gern Letzter werden möchte. Schlusslicht CV Mitteldeutschland II verlor zu Hause das Nachholspiel vom 11. Spieltag gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 1:3 (23, -22, -22, -23), und auch der Tabellenvorletzte MTV Mariendorf hatte im vorletzten Saisonspiel zu Hause gegen die TSGL Schöneiche II beim 0:3 (-17, -19, -20) keine Chance. Das Schlussduo trennt nach wie vor zwei Punkte. Und schließlich war da noch die Begegnung der beiden unmittelbaren Tabellennachbarn SV Energie Cottbus (Fünfter) kontra VfK Berlin-Südwest (Vierter). Die Südwestler feierten einen 3:2 (13, 13, -20, -22, 9)-Auswärtssieg, wahrten mit einem 2-Punkte-Rückstand den Anschluss zum Spitzentrio, während Cottbus auf den sechsten Rang zurückfiel. Aber das ist hier wie da im Grunde genommen kaum der Rede wert.

USV Potsdam gab Punkt ab und

ist nun Zweiter hinter Prenzlauer Berg

Bei den Frauen war das Spitzenduo USV Potsdam und SG Rotation Prenzlauer Berg II nur einen Punkt voneinander getrennt. Würden sich die auf den Titel und Aufstieg ambitionierten Potsdamerinnen noch kurz vor dem Ziel abfangen lassen? Beide die Saison dominierenden Teams standen von der Papierform her vor lösbare Aufgaben: der USV Potsdam im Landesderby zu Hause gegen den Tabellenvorletzten SF Brandenburg 94 und Prenzlauer Berg im Heimspiel gegen die vom Abstieg bedrohte VSG Altglienicke. Doch während die Prenzelbergerinnen zu einem souveränen 3:0 (13, 22, 13)-Erfolg kamen, hatten die Potsdamerinnen gegen den krassen Außenseiter alle Mühe, nach einer 2:0-Satzführung und dem 2:2-Satzgleichstand noch zum 3:2 (24, 18, -24, -23, 12)-Sieg zu kommen. Die Folge: Prenzlauer Berg übernahm die Tabellenspitze vor Potsdam. Beide Teams sind zwei Spiele vor Saisonende mit 50 Punkten gleichauf und weisen mit 17 Siegen auch die gleiche Quote auf. Die Titelentscheidung ist also offen.

Das gilt auch für den Abstiegskampf, wobei Schlusslicht TSV Wedding (11 Punkte) und Brandenburg (14) trotz des beachtenswerten Punktgewinns gegen den Spitzenreiter nur noch geringe Chancen haben, dem Abstieg zu entgehen. Wedding verlor zu Hause gegen den souveränen Tabellendritten USV Halle mit 1:3 (-23, -14, 19, -21). Da ist die Lage für den VfK Berlin-Südwest (Drittletzter) und die SG Einheit Zepernick (Viertletzter), die beide ein Punkt trennte, schon anders. Beide verloren am 20. Spieltag: Zepernick mit 0:3 (-21, -25, -27) zu Hause gegen den TSV Spandau 1860 und Südwest mit 2:3 (-22, -21, 26, 14, -11) auswärts gegen den SV Energie Cottbus. Damit sind die beiden potenziellen dritten Abstiegskandidaten bei noch zwei ausstehenden Spielen punktgleich. Doch eine Entscheidung über den dritten Direktabsteiger gibt es noch nicht, wie das untere Tabellenbild verdeutlicht:

7. VSG Altglienicke (20 Punkte/18 Spiele/7 Siege)

8. VfK Berlin-Südwest (19 Punkte/18 Spiele/6 Siege)

9. SG Einheit Zepernick (19 Punkte/18 Spiele/6 Siege)

10. SF Brandenburg 94 (14 Punkte/17 Spiele/5 Siege)

11. TSV Wedding (11 Punkte/17 Spiele/3 Siege)

Wie ist zur Stunde der Stand

bei den Aufstiegsabsichten?

Vor diesem 20. Spieltag, dem am 7. April die 21. Runde und am 21./22. April das Finale mit der 22. Runde folgen, hatte es einen wichtigen Termin gegeben: Denn am 15. März war Meldeschluss für die Aufstiegsabsicht in die Regionalliga. Das betraf natürlich die unterklassigen Vereine aus den drei Landesligen Berlinliga, Brandenburgliga und Landesoberliga Sachsen-Anhalt und damit die Direktaufsteiger (Landesmeister oder Zweit- oder Drittplatzierte) sowie die Vereine, die an einer Relegation (28./29. April) um mögliche freie Aufstiegsplätze bei den Männern und Frauen teilnehmen wollen, was bis Platz 5 für jeweils eine Mannschaft aus jedem Landesverband gilt.

Bei den Männern will nach Lage der Dinge der designierte Regionalmeister SC Potsdam in die Dritte Liga Nord aufsteigen. Von dort kommt der vorige Saison aufgestiegene TSV Spandau 1860 zurück, der bereits angekündigt hat, in der Regionalliga zu spielen. Die zwei Direktabsteiger aus der Regionalliga sind der CV Mitteldeutschland II als Tabellenletzter und der MTV Mariendorf als Tabellenvorletzter. Da je eine Mannschaft aus den drei Landesverbänden aufstiegsberechtigt ist, wäre das 11er-Feld plus gegebenenfalls VC Olympia Berlin II komplett. Dennoch wird vorsorglich eine Relegation gespielt, weil sich tatsächlich bereits ein freier Platz ergeben hat.

Aus Berlin wäre der Landesmeister SG Rotation Prenzlauer Berg, letzte Saison Absteiger aus der Regionalliga, Direktaufsteiger. Prenzlauer Berg hat auch für den Wiederaufstieg gemeldet. Der am Aufstieg interessierte Vizemeister Berliner Volleyballverein Vorwärts II - ebenfalls Regionalligaabsteiger der vorigen Saison - kann nicht aufsteigen, weil dort schon die erste Mannschaft des BVV spielt. Von den übrigen in Betracht kommenden Teams aus der Berlinliga gibt es kein Aufstiegsinteresse und somit auch keinen Bewerber für die Relegation.

Aus Brandenburg gibt es zwei Aufstiegsanwärter: der Landesmeister SG Prieros/Königs Wusterhausen (letztjähriger Regionalligaabsteiger), der Direktaufsteiger wäre, und der Meisterschaftsdritte SV Lindow-Gransee II als Relegationsteilnehmer. Aus Sachsen-Anhalt liegt nur eine Zusage vom USV Halle vor, der einen Spieltag vor Schluss Meisterschaftsfünfter ist, somit kein Direktaufsteiger (Platz 1 bis 3) wäre und in die Relegation ginge. Der vorzeitige Landesmeister und Ex-Regionalligist SV Fortuna Ballenstedt will nicht in die Regionalliga, ebenso haben die WSG Reform Magdeburg und der Burger VC 99 einen Aufstieg abgesagt.

Das Fazit: Mit den Landesmeistern SG Rotation Prenzlauer Berg und SG Prieros/KW gibt es nur zwei statt drei Direktaufsteiger. Damit ist ein freier Platz in der Regionalliga zu vergeben, um den am 29. April in Sachsen-Anhalt der MTV Mariendorf als bestplatzierter Regionalligaabsteiger sowie der SV Lindow-Gransee II und der USV Halle spielen würden.

Bei den Frauen ist es so, dass der an diesem 20. Spieltag auf den zweiten Platz abgerutschte USV Potsdam für die Dritte Liga Nord gemeldet hat. Wie die Sachlage beim neuen Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II ist, ist weitgehend offen und hängt von vielen Unwägbarkeiten ab. Fakt ist, dass es aus der Dritten Liga keinen Absteiger in die Regionalliga Nordost gibt. Angesichts von drei Direktabsteigern und drei Direktaufsteigern gäbe es in dem 11er-Feld (ohne VCO Berlin II) einen freien Platz, der in einer Relegation ausgespielt würde. Daran können der bestplatzierte Direktabsteiger aus der Regionalliga, der noch nicht ermittelt ist, sowie je ein Vertreter pro Landesverband bis zum Platz 5 teilnehmen.

Aus Berlin gibt es vier Aufstiegsbewerber: der designierte Landesmeister SG Rotation Prenzlauer Berg IV, der vorjährige Regionalligaabsteiger Marzahner VC und der Berlin-Brandenburger SC III, die auf den Plätzen hinter Prenzlauer Berg folgen, sowie der Tabellenfünfte Füchse Berlin, der chancenlos wäre. De facto kann Meister Prenzlauer Berg IV aber nicht aufsteigen, weil die zweite Mannschaft des Vereins in der Regionalliga spielt. Die wiederum könnte als möglicher Regionalmeister nur in die Dritte Liga aufsteigen, wenn dort der ersten Mannschaft des Vereins der Sprung in die 2. Bundesliga Nord gelänge. Nach Informationen der Volleyball-Bundesliga (VBL) hat Prenzlauer Berg (derzeit Dritter der Dritten Liga) eine Vorlizensierung für die 2. Bundesliga beantragt. Das tat übrigens auch der BBSC II als momentaner Zweiter der Dritten Liga. Würde Prenzlauer Berg IV als Landesmeister tatsächlich in die Regionalliga aufsteigen, ginge der Marzahner VC in die Relegation. Kann Prenzlauer Berg IV nicht nach oben, käme Marzahn als Direktaufsteiger zum Zuge und der Berlin-Brandenburger SC III ginge in die Relegation.

Aus Brandenburg gibt es ein Aufstiegsinteresse vom ehemaligen Drittligisten VSV Grün-Weiß 78 Erkner, der als Landesmeister Direktaufsteiger wäre, und vom Meisterschaftsvierten VSB offensiv Eisenhüttenstadt. Aus Sachsen-Anhalt sind der vorzeitige Landesmeister WSG Reform Magdeburg als Direktaufsteiger sowie der letztjährige Regionalligaabsteiger und derzeitige Meisterschaftszweite USC Magdeburg und der VC Bitterfeld-Wolfen als Meisterschaftsdritter am Regionalligaaufstieg interessiert.

Das Fazit: Der Aufsteiger aus Berlin ist noch offen (Prenzlauer Berg IV oder Marzahn). Die beiden andern Aufsteiger wären der VSV Grün-Weiß 78 Erkner und die WSG Reform Magdeburg. In der Relegation am 28. April in Magdeburg würden um einen freien Platz entweder der Marzahner VC oder der Berlin-Brandenburger SC III sowie der VSB offensiv Eisenhüttenstadt, der USC Magdeburg und der Neunte der Regionalliga antreten.

Da der endgültige Meldetermin der 2. Mai ist, bleibt die Lage hinsichtlich des Weges von Prenzlauer Berg vorerst ungewiss und kann sogar dazu führen, dass der Termin der Relegation auf einen Zeitpunkt nach dem 2. Mai verschoben werden muss. Ein langes Geduldsspiel wartet also für alle betroffenen Mannschaften!

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel am 17. März 2018 (vom 11. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3.

Männer, 20. Spieltag am 17. März 2018: USV Potsdam – VC Olympia Berlin II 3:0, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II 0:3. Am 18. März 2018: SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest 2:3, USC Magdeburg – SC Potsdam 2:3.

Frauen, 20. Spieltag am 17. März 2018: USV Potsdam – SF Brandenburg 94 3:2, SG Rotation Prenzlauer Berg II – VSG Altglienicke 3:0, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860 0:3. Am 18. März 2018: SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest 3:2, TSV Wedding- USV Halle 1:3.

Die restlichen Spiele dieser

Saison auf einen Blick

Männer, Nachholspiel am 24. März 2018: USC Magdeburg – VfK Berlin-Südwest.

Männer, 21. Spieltag am 7. April 2018: TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam, SC Potsdam – CV Mitteldeutschland II. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Männer, 22. Spieltag am 22. April 2018: Dessau Volleys – VfK Berlin-Südwest, MTV Mariendorf – VC Olympia Berlin II, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SC Potsdam, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Frauen, Nachholspiel am 24. März 2018 (vom 19. Spieltag): SF Brandenburg 94 – SV Energie Cottbus.

Aktueller Nachtrag: Nachholspiel am 24. März 2018 (vom 16. Spieltag): TSV Wedding - Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Frauen, 21. Spieltag am 7. April 2018: USV Halle – SG Einheit Zepernick, SF Brandenburg 94 – SG Rotation Prenzlauer Berg II, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverband Vorwärts, VSG Altglienicke – TSV Wedding.

Frauen, 22. Spieltag am 21. April 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – VfK Berlin-Südwest, TSV Wedding – SF Brandenburg 94, SG Einheit Zepernick – VSG Altglienicke, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1860, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 21. Spieltag am Montag, 9. April 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

11.03.2018

Wochenumschau nach dem 19. Spieltag: SC Potsdam auf dem Weg zu Titel und Aufstieg - Dessaus Männern geht die Puste aus

Noch vor diesem 19. Spieltag – dem offiziell viertletzten dieser Saison – hatte es bei den Männern einen Wechsel an der Tabellenspitze gegeben, von dem man allerdings ausgehen konnte, dass er nicht von langer Dauer sein würde. Die hinter dem Spitzenreiter Dessau Volleys liegenden Talente des VC Olympia Berlin II hatten vor einer Woche im Nachholspiel vom 4. Spieltag zu Hause den zweiten Abstiegskandidaten CV Mitteldeutschland II mit 3:0 (16, 17, 18) bezwungen und waren auf den ersten Rang vorgerückt – mit 36 Punkten, gleicher Siegquote (12) und gleicher Anzahl von Spielen (18) gleichauf mit den Dessauern.

Da das VCO-Team aber an diesem 19. Spieltag pausierte, hätten die Dessauer mit einem Sieg in ihrem vorletzten Saisonspiel auswärts gegen die TSGL Schöneiche II den VCO wieder verdrängen können. Doch ganz offensichtlich ist dem lange Zeit in dieser Saison so imponierend aufspielenden Aufsteiger im Endspurt die Puste ausgegangen. Nach dem 0:3 am 18. Spieltag zu Hause gegen den SC Potsdam gab es nunmehr bei den Randberlinern eine weitere Niederlage, wobei der Sieg für Schöneiche mit 3:0 (18, 21, 20) unterm Strich klar ausfiel. Für die Dessauer sind damit endgültig die Titelträume geplatzt, wobei schon vor dem Anpfiff klar war: Aus eigener Kraft hätten die Schützlingen von Trainer Ingo Häntschel ohnehin nicht mehr das „Wunder“ vollbringen und Regionalmeister 2018 werden können – angesichts von nur noch einem Punktspiel am letzten Spieltag (22. April) zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest.

SC Potsdam strebt Titelgewinn

und Aufstieg in Dritte Liga Nord an

Da hat die auf der Lauer liegende Konkurrenz bessere Karten: der neue Tabellenzweite VC Olympia Berlin II, der noch zwei Spiele (am 17. März beim USV Potsdam und am 22. April beim MTV Mariendorf) zu absolvieren hat, aber vor allem der SC Potsdam, der am 19. Spieltag den als Absteiger feststehenden MTV Mariendorf empfing und mit dem Gegner nicht viel Federlesen machte. Die Potsdamer übernahmen mit ihrem 3:0 (20, 20, 15)-Heimsieg die Tabellenspitze, gefolgt vom VC Olympia Berlin II und Dessau. Dieses Trio liegt mit jeweils 36 Punkten gleichauf, aber Potsdam hat eine höhere Siegquote (13) gegenüber dem VCO und Dessau (je 12) und kann in seinen drei noch ausstehenden Punktspielen uneinholbar enteilen. Die restlichen Gegner der Potsdamer sind der USC Magdeburg (auswärts am 18. März), der Absteiger CV Mitteldeutschland II (Heimspiel am 7. April) und der Berliner Volleyballverein Vorwärts (auswärts am 22. April). Von der Papierform her lösbare Aufgaben.

Potsdams Trainer Gregor Steinke macht keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft den Meistertitel und den Aufstieg in die Dritte Liga Nord anstrebt. Die Mannschaft habe personell eine gute Tiefe und verkrafte von daher auch gelegentliche Ausfälle gut. In den letzten Spielen – insbesondere beim 3:0 gegen Dessau – habe ihm vor allem die Einstellung seiner Spieler gefallen. Es habe einer für den anderen gekämpft. Nur so seien die Siege möglich gewesen. „Wir wollen aufsteigen, wenn sich alles positiv entwickelt“, sagt der langjährige Coach. „Innerhalb der Mannschaft gibt es eine überwiegend positive Tendenz gegenüber dem Aufstieg. Auch die älteren Spieler wollen mitziehen und es noch einmal wissen. Sie entwickeln einen großen sportlichen Ehrgeiz für die höhere Spielklasse. Wohl wissend, dass es in der Dritten Liga weniger Siege als in der Regionalliga geben wird. Diese Einstellung gefällt mir“, so Gregor Steinke weiter. Natürlich werde man sich für die Dritte Liga noch mit ein, zwei Spielern verstärken müssen. Hierzu würden bis Ende März die nötigen Gespräche geführt. Bekanntlich ist am 31. März Meldeschluss für die Aufstiegsabsichten in die Dritte Liga Nord!

USC Magdeburg und Berliner

Volleyballverein Vorwärts gerettet

In den übrigen Männer-Begegnungen dieses Spieltages traf der Ex-Drittligist USC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Duell auf das Schlusslicht CV Mitteldeutschland II, das am Vortag in einem Nachholspiel vom 15. Spieltag zu Hause gegen den SV Energie Cottbus mit 2:3 (19, -16, -22, 20, -13) den Kürzeren zog und trotz des Punktgewinns ebenso wie der MTV Mariendorf nicht mehr vor dem Abstieg zu retten ist.

Die Magdeburger wollten als Drittletzter im letzten Landesderby vor heimischer Kulisse gegen Mitteldeutschland punkten, um aus eigener Kraft die Spielklasse zu halten. Denn noch vor diesem Spieltag sah es ganz nach einem Zwangsabsteiger aus, wovon der Drittletzte betroffen wäre. Das wäre dann der Fall gewesen, wenn es keinen Aufsteiger in die Dritte Liga gegeben hätte, aber andererseits von dort der TSV Spandau 1860 in die Regionalliga zurückkehren muss. Nun aber ist inzwischen die Aufstiegsabsicht des designierten Regionalmeisters SC Potsdam bekannt geworden, womit es bei zwei Direktabsteigern bleibt. Bekanntlich ist der KSC ASAHI Spremberg, der vor Saisonbeginn kurzfristig seine Mannschaft zurückgezogen hatte, erster Direktabsteiger. Ihm folgen nun Mariendorf und Mitteldeutschland.

Aber diese Konstellation spielte in Magdeburg vor dem Landesderby verständlicherweise keine Rolle, weshalb man sich auf sich selbst besann. Magdeburgs Trainer Marko Schulz ließ es im Vorfeld der Begegnung gegen Mitteldeutschland II denn auch an deutlichen Worten nicht fehlen: „Die Jungs müssen ein Engagement an den Tag legen, welches zeigt, wie sehr sie den Klassenerhalt wollen. Ansonsten kann uns das Schlusslicht gefährlich werden.“ Der Coach erinnerte aber warnend daran, dass sich seine Mannschaft bereits im Hinspiel über fünf Sätze gequält und beim 2:3 lediglich einen Zähler geholt hat. Beeinflussen konnte der Coach allerdings die Revanche am Sonntag selbst nicht, denn er war zu einer Schiedsrichtermaßnahme der Volleyball-Bundesliga berufen worden. Somit wurde das Team um Kapitän Lorenz Teege vereinsintern gecoacht. Offensichtlich hatten die Magdeburger die mahnenden Worte ihres Trainers verinnerlicht, denn am Ende gab es ein großes Aufatmen bei den Magdeburgern, die dieses Duell mit 3:1 (13, 25, -21, 19) verdient für sich entschieden.

Nach dem Schlusspfiff warteten die Elbestädter in der heimischen Halle auf das Ergebnis des auf dem viertletzten Rang liegenden Berliner Volleyballverein Vorwärts, der vorige Saison ebenso wie Magdeburg noch in der Dritten Liga Nord spielte, beim VfK Berlin-Südwest. Der BVV hatte einen 3-Punkte-Vosprung vor den Magdeburgern. Würde der BVV mit einem Sieg im Lokalderby bei den Südwestlern diesen Vorsprung halten können? Das Vorhaben misslang. Mit 3:1 (23, 20, -16, 15) hatten die Südwestler das bessere Ende für sich, so dass der BVV und Magdeburg jetzt punkt- und sieggleich sind.

Beide Teams scheinen (vorerst) gerettet. Das kann sich aber insofern ändern, wenn der SC Potsdam noch einen Rückzieher von seiner Aufstiegsabsicht macht. Dann gäbe es tatsächlich einen Zwangsabsteiger durch den Drittletzten. Von daher sind die restlichen drei Spiele der beiden Teams nicht uninteressant: BVV gegen Mitteldeutschland II (17. März auswärts), gegen SV Energie Cottbus (8. April auswärts) und SC Potsdam (22. April zu Hause); Magdeburg gegen SC Potsdam (18. März zu Hause), gegen VfK Berlin-Südwest (24. März zu Hause) und TSGL Schöneiche II (7. April auswärts).

Frauen: USV Potsdam kommt

dem ersten Meistertitel immer näher

Bei den Frauen hält das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze zwischen dem auf den Titel und den Aufstieg ambitionierten USV Potsdam und der einen Punkt dahinter liegenden SG Rotation Prenzlauer Berg II an. Beide Titelaspiranten leisteten sich auch am 19. Spieltag keinen Fehltritt. Potsdam schlug auswärts den Neuling VSG Altglienicke erwartungsgemäß mit 3:0 (23, 11, 20) und steht mit der imponierenden Bilanz von 16 Siegen in 17 Saisonspielen da. Prenzlauer Berg hatte die ungleich schwerere Auswärtsaufgabe gegen den drittplatzierten USV Halle, löste sie aber mit 3:0 (12, 19, 13) souverän und verfügt ebenfalls über 16 Saisonsiege! Die Hallenserinnen hatten vor einer Woche in einem Nachholspiel beim VfK Berlin-Südwest mit einem 3:0 (15, 19, 15)-Erfolg ihren sicheren dritten Tabellenrang bestätigt, und daran ändert auch die 0:3-Niederlage gegen Prenzlauer Berg nichts.

In den übrigen zwei Partien dieser 19. Runde ging es um wertvolle Punkte im Abstiegskampf. Dabei dürfte der TSV Spandau 1860 mit seinem 3:2 (-21, -17, 19, 15, 8)-Heimsieg über Schlusslicht TSV Wedding einen großen Schritt zum rettenden Ufer getan haben. Das gilt auch für den Berliner Volleyballverein Vorwärts, der sich nach dramatischem Kampf mit einem 3:1 (24, -23, 21, 25)-Auswärtssieg gegen den VfK Berlin-Südwest vom drittletzten Rang auf Platz sechs vorschob und auf der Gegenseite die Abstiegskrise der auf den drittletzten Abstiegsplatz zurückgefallenen Südwestlerinnen verschärfte.

Aber entschieden ist damit im Abstiegskampf noch nichts: Neben den beiden am stärksten vom Abstieg bedrohten Mannschaft Wedding (11 Punkte) und Brandenburg (13) ist zur Stunde der dritte Direktabsteiger weiterhin offen. Der Kandidatenkreis ist groß und reicht von Spandau, BVV (je 21 Punkte) bis Altglienicke (20), Zepernick (19) und Berlin-Südwest (18). Da diese Mannschaften eine unterschiedliche Anzahl von Spielen absolviert hat, ist mit Prognosen vorsichtig umzugehen.

Untenstehend sind in einem Überblick alle Spiele der Männer und Frauen bis zum Saisonende aufgeführt, so dass sich jeder selbst ein Bild über die (theoretischen) Chancen der Mannschaften in beiden Staffeln hinsichtlich des Titel- und Abstiegskampfes machen kann.

Wie ist die Abstiegslage

bei den Männern und Frauen?

Kommen wir noch einmal auf die Abstiegslage zu sprechen: Bekanntlich hat der Regionalspielausschuss (RSA) vor Jahren eine Erhöhung der Staffelstärke bei den Männern und Frauen auf 11 Mannschaften plus gegebenenfalls VC Olympia Berlin II beschlossen. Die Männer spielen in dieser Saison durch die kurzfristige Absage von Spremberg, der damit erster Absteiger ist, lediglich mit 10 Teams plus VCO II. Wenn also der SC Potsdam aufsteigt und andererseits der TSV Spandau 1860 in die Regionalliga zurückkehrt, bleibt es bei 10 plus 1. Zwei Direktabsteiger (Mariendorf, Mitteldeutschland II), aber drei Direktaufsteiger aus den Landesligen ergäben 11 Teams plus gegebenenfalls VCO II. Ein weiterer Zwangsabsteiger (der bestplatzierte Absteiger) käme unter dieser Konstellation nicht in Betracht.

Dennoch hat der RSA vorsorglich eine Relegation vorgesehen, falls es - aus welchen Gründen auch immer - einen freien Platz gibt. Hier würden der zweitbeste Absteiger MTV Mariendorf, der seine Teilnahme bereits signalisiert hat, sowie je ein unterklassiger Bewerber aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt spielen. Die Relegation der Männer findet am 29. April (Ausrichter Berlin) statt.

Bei den Frauen ist die Situation so: Hier gibt es ein 11er-Feld ohne den VCO II. Wenn nun der USV Potsdam in die Dritte Liga aufsteigt, aber von dort keine Mannschaft in die Regionalliga Nordost muss, wonach es derzeit aussieht, wäre angesichts von drei Direktabsteiger aus der Regionalliga und drei Direktaufsteiger aus den Landesligen ein Platz offen. Der wird in einer Relegation mit dem Drittletzten (oder nächstplatzierten Absteiger) mit weiteren unterklassigen Bewerbern aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt am 28. April (Ausrichter Sachsen-Anhalt) ausgespielt.

Noch ein Wort zu den Aufstiegsambitionen in die Regionalliga für die Saison 2018/2019: Hier zeichnete sich bei den Männern und Frauen ein eher durchwachsenes, bisweilen sogar verwirrendes Bild bei den drei Landesverbänden ab. Man wird also den Ausgang der Landesmeisterschaften in der Berlin-Liga, der Brandenburgliga und der Landesoberliga Sachsen-Anhalt abwarten müssen, um einen definitiven Kreis für den direkten Aufstieg (Landesmeister bzw. bei Verzicht der Zweit- oder Drittplatzierte) und für die Relegation (ein Vertreter je Landesverband bis Platz 5) benennen zu können.

Die Spiele im Überblick

Männer, Nachholspiel am 3. März 2018 (vom 4. Spieltag): VC Olympia Berlin II – CV Mitteldeutschland II 3:0.

Männer, Nachholspiele am 10. März 2018 (vom 15. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus 2:3. Am 11. März 2018 (vom 10. Spieltag): USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II 3:1.

Männer, 19. Spieltag am 10. März 2018: SC Potsdam – MTV Mariendorf 3:0, TSGL Schöneiche II – Dessau Volleys 3:0. Am 11. März 2018: VfK Berlin-Südwest – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:1.

Frauen, Nachholspiel am 3. März 2018 (vom 16. Spieltag): VfK Berlin-Südwest – USV Halle 0:3.

Frauen, 19. Spieltag am 10. März 2018: TSV Spandau 1860 – TSV Wedding 3:2, USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3. Am 11. März 2018: VfK Berlin-Südwest – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3, VSG Altglienicke – USV Potsdam 0:3.

Die restlichen Spiele dieser

Saison auf einen Blick

Männer, Nachholspiel am 17. März 2018 (vom 11. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Männer, 20. Spieltag am 17. März 2018: USV Potsdam – VC Olympia Berlin II, MTV Mariendorf – TSGL Schöneiche II. Am 18. März 2018: SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest, USC Magdeburg – SC Potsdam.

Männer, Nachholspiel am 24. März 2018: USC Magdeburg – VfK Berlin-Südwest.

Männer, 21. Spieltag am 7. April 2018: TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam, SC Potsdam – CV Mitteldeutschland II. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Männer, 22. Spieltag am 22. April 2018: Dessau Volleys – VfK Berlin-Südwest, MTV Mariendorf – VC Olympia Berlin II, CV Mitteldeutschland II – TSGL Schöneiche II, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SC Potsdam, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Frauen, 20. Spieltag am 17. März 2018: USV Potsdam – SF Brandenburg 94, SG Rotation Prenzlauer Berg II – VSG Altglienicke, SG Einheit Zepernick – TSV Spandau 1860. Am 18. März 2018: SV Energie Cottbus – VfK Berlin-Südwest, TSV Wedding- USV Halle.

Frauen, Nachholspiel am 24. März 2018 (vom 19. Spieltag): SF Brandenburg 94 – SV Energie Cottbus.

Frauen, 21. Spieltag am 7. April 2018: USV Halle – SG Einheit Zepernick, SF Brandenburg 94 – SG Rotation Prenzlauer Berg II, VfK Berlin-Südwest – USV Potsdam. Am 8. April 2018: SV Energie Cottbus – Berliner Volleyballverband Vorwärts, VSG Altglienicke – TSV Wedding.

Frauen, 22. Spieltag am 21. April 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg – VfK Berlin-Südwest, TSV Wedding – SF Brandenburg 94, SG Einheit Zepernick – VSG Altglienicke, Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Spandau 1860, USV Potsdam – SV Energie Cottbus.

Hinweis: Das bisher noch nicht terminierte Nachholspiel der Frauen vom 16. Spieltag TSV Wedding - Berliner Volleyballverein Vorwärts muss nach Aussage von Staffelleiter Dr. Albrecht Pfefferkorn bis spätesten 14. April stattgefunden haben.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 20. Spieltag am Montag, 19. März 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

26.02.2018

Wochenumschau nach dem 18. Spieltag: Kostet der Fehltritt den Dessauer Männern den Titel?

Aktualisierte Fassung zum USC Magdeburg - Montag, 26. Februar 2018 um 9 Uhr

Nun wird es richtig turbulent in beiden Staffeln der Regionalliga Nordost. Denn nach diesem 18. Spieltag ist bei den Männern an der Tabellenspitze eine Situation eingetreten, die vor einigen Wochen noch für ziemlich unwahrscheinlich gehalten wurde. Seit dem 9. Spieltag Mitte November des vorigen Jahres lagen die erst zu Saisonbeginn aufgestiegenen Dessau Volleys fast durchweg an der Spitze – mit einer Ausnahme: Am 12. Spieltag waren sie vom inzwischen ärgsten Verfolger SC Potsdam verdrängt worden. Auch die überraschende 2:3-Heimniederlage vor drei Wochen gegen den abstiegsgefährdeten USC Magdeburg warf sie nicht aus der Bahn. Es schien, als würden sie unbeirrt ihre Kreise Richtung ersten Regionalmeistertitel in ihrer Vereinsgeschichte ziehen.

Dessau kann aus eigener

Kraft nicht mehr Meister werden

Doch nun ist eine neue Lage entstanden: Zwar sind die Dessauer noch immer Spitzenreiter, aber der Fehltritt am 18. Spieltag mit 0:3 (-15, -23, -20) zu Hause gegen den SC Potsdam könnte den Dessauern womöglich den Titel gekostet haben. Aus dem 6-Punkte-Vorsprung auf Potsdam, der bei einem Sieg auf neun Punkte angewachsen wäre, sind es nur noch drei Zähler. Was im Klartext heißt: Da die Dessauer nur noch zwei Spiele zu bestreiten haben, die Potsdamer aber noch vier (!), kann Dessau aus eigener Kraft nicht mehr Titelträger werden – wohl aber der SC Potsdam, der letzte Saison noch als VC Potsdam-Waldstadt spielte. Und auf der Lauer liegt der mit Potsdam punktgleiche Tabellendritte VC Olympia Berlin II.

Ein Blick auf die noch anstehende Gegnerschaft der beiden heißesten Titelanwärter: Dessau gegen TSGL Schöneiche II (auswärts am 10. März) und gegen VfK Berlin-Südwest (zu Hause zum Saisonfinale am 22. April); Potsdam gegen MTV Mariendorf (Heimspiel am 10. März), gegen USC Magdeburg (auswärts am 18. März), gegen CV Mitteldeutschland II (Heimspiel am 7. April) und am Schlusstag gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts (auswärts am 22. April). Die vier Potsdamer Gegner sind also durchweg Mannschaften, die auf den letzten vier Tabellenpositionen liegen, von denen zwei (Mariendorf und Mitteldeutschland II) so gut wie abgestiegen sind und zwei (Magdeburg und BVV) den möglichen dritten Absteiger unter sich ausmachen. Ein Potsdamer Durchmarsch käme nicht überraschend – doch man hat bekanntlich schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen…

Nach dem 0:3 gegen den SC Potsdam konstatierte Dessaus Trainer Ingo Häntschel: „Wir sind leider sehr gehandicapt in das Spitzenspiel gegangen, da wir unseren Zuspieler, den in der MVP-Wertung führenden Felix Urban ersetzen mussten. Dies gelang jedoch nicht, so dass Potsdam zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg aufspielen konnte.“ Die einzelnen Sätze beschrieb der Coach so: „Im ersten Satz profitierten die Gäste von einer schwachen Annahme unseres Teams und gingen nach 25:15 souverän mit 1:0 in Führung. Die Ungenauigkeiten in unserem Spiel wurden im zweiten Satz ausgemerzt. Wir führten zumeist mit zwei, drei Punkten, so dass der Satzausgleich in Reichweite lag. Doch eigene Angriffsfehler zum Satzende und gute Aktionen der Potsdamer führten zum knappen 25:23 für Potsdam. Wir schafften es auch im dritten Satz nicht, die Unzulänglichkeiten aus unserem Spiel zu bannen und verspielten mit dem 20:25-Satzverlust und der 0:3-Heimniederlage eine gute Ausgangsposition im Rennen um die Meisterschaft.“

„Rote Laterne“ an Mitteldeutschland II,

Mariendorf bereits erster Absteiger

Die übrigen drei Männer-Begegnungen des 18. Spieltages waren Abstiegsduelle. Da Schlusslicht MTV Mariendorf zu Hause den bisherigen Tabellenvorletzten CV Mitteldeutschland II mit 3:1 (-25, 26, 27, 20) schlug, wechselten sie die Tabellenplätze: Mitteldeutschland hat mit sechs Punkte aus 14 Spielen die „rote Laterne“ übernommen und kann theoretisch bei noch sechs ausstehenden Spielen dem Abstieg entgehen. Aber an ein solches „Wunder“ glauben selbst die kühnsten Optimisten aus Mitteldeutschland nicht. Mariendorf (9 Punkte aus 17 Spielen) ist Vorletzter. Selbst wenn der Aufsteiger aus Berlin seine restlichen drei Saisonspiele gewinnen würde, käme er bestenfalls auf 18 Punkte – und damit würde er den auf einem (möglichen) Abstiegsrang neun liegenden USC Magdeburg (19 Punkte) nicht mehr erreichen. Mit anderen Worten: Mariendorf steht als einer der Absteiger fest.

Der Ex-Drittligist aus Magdeburg hätte im Heimspiel gegen den mitgefährdeten und punktgleichen Berliner Volleyballverein Vorwärts mit einem Sieg dem Klassenerhalt ein Schritt näher kommen können. Das gelang den Elbestädter jedoch nicht einmal ansatzweise, wohl aber dem auf einem Nichtabstiegsplatz liegenden BVV. Mit dem 3:1 (24, -23, 20, 23)-Auswärtssieg baute der ebenfalls aus der Dritten Liga abgestiegene BVV seinen Vorsprung auf drei Punkte gegenüber Magdeburg aus.

Nach der Partie äußerte sich Magdeburgs Trainer Marko Schulz enttäuscht: „Wir haben heute lange nicht das gespielt, was wir können. Der nötige Biss und die Bereitschaft die technischen und taktischen Vorgaben zu halten fehlte zeitweise gänzlich. Noch ist das letzte Wort im Abstiegskampf nicht gesprochen. Allerdings wird es nun auch nicht minder leichter, Siege einzuspielen."

Für Magdeburg und den BVV stehen noch vier Spiele auf dem Programm. Da ist theoretisch und praktisch noch manches möglich. Ihre nächsten "Schicksalsspiele" am 19. Spieltag: Magdeburg kontra Mitteldeutschland II und BVV kontra Berlin-Südwest.

Der USV Potsdam – vor einer Woche 3:1-Sieger im Lokalderby gegen den SC Potsdam – nahm die Heimhürde gegen die TSGL Schöneiche II mit 3:0 (20, 20, 21) erstaunlich souverän und rückte damit auf den sechsten Tabellenplatz (27 Punkte) vor – nach Punkten gleichauf mit dem davor liegenden SV Energie Cottbus. Schöneiche (26 Punkte) rutschte um einen Rang auf Platz sieben ab. Rein rechnerisch ist dieses Trio auch noch nicht aus dem Schneider, um nicht noch vom Abstieg betroffen zu sein.

Bei den Frauen ist die

halbe Staffel abstiegsgefährdet

An der Spitze der Staffel der Frauen gibt es seit Monaten ein gewohntes Bild: Der USV Potsdam (45 Punkte) führt das Feld vor der SG Rotation Prenzlauer Berg II (44) und dem USV Halle (34) an. Auch die Hallenserinnen vermochten den Potsdamerinnen auf dem Weg zum Meistertitel kein Bein zu stellen, obwohl sie dicht dran waren. Denn die Saalestädterinnen machten einen 0:2-Satzrückstand wett, scheiterten jedoch im Tiebreak klar. Am Ende hieß es 3:2 (18, 13, -22, -27, 10) für Potsdam, die damit allerdings einen Punktverlust hinnehmen mussten. Da sich der Verfolger Prenzlauer Berg II zu Hause gegen den TSV Spandau 1860 mit 3:0 (11, 21, 14) durchsetzte, schmolz der Rückstand auf Potsdam wieder auf einen Zähler. Ist da noch eine Wende im schon für fast entschieden geglaubten Meisterschaftskampf drin? Für Halle bestehen angesichts des 10-Punkte-Rückstandes trotz noch vier ausstehender Spiele kaum noch Chancen auf die Meisterschaft, aber der dritte Platz ist so gut wie sicher – ein toller Erfolg für den Aufsteiger, der am 19. und damit nächsten Spieltag Prenzlauer Berg II empfängt!

Und wer werden die drei Direktabsteiger sein? Schlusslicht ist und bleibt der diesmal spielfreie TSV Wedding (10 Punkte), der als Absteiger feststehen dürfte. Das auf dem vorletzten Platz liegenden Team von SF Brandenburg 94 (13 Punkte) meldete sich im Abstiegskampf mit einem wertvollen 3:2 (13, -19, -18, 21, 10)-Auswärtssieg gegen den mitbedrohten VfK Berlin-Südwest zurück. Die Brandenburgerinnen verkürzten damit zwar den Rückstand auf den Berliner Volleyballverein Vorwärts und den VfK Berlin-Südwest (je 18 Punkte) auf fünf Punkte, doch besteht wirklich eine Rettungschance?

Vermutlich kommt der dritte Direktabsteiger aus dem Kreis BVV, Berlin-Südwest sowie TSV Spandau 1860 und SG Einheit Zepernick (je 19 Punkte), selbst die VSG Altglienicke (20 Punkte) ist als Tabellensechster noch nicht aus dem Abstiegsrennen. Zepernick schlug an diesem Spieltag den BVV zu Hause mit 3:0 (18, 26, 21), und Altglienicke setzte sich auswärts gegen den SV Energie Cottbus ebenfalls mit 3:0 (15, 23, 15) durch – für beide Siegermannschaften wertvolle Punkte, um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen.

Die Spiele im Überblick

Männer, 18. Spieltag am 24. Februar 2018: USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts 1:3, MTV Mariendorf – CV Mitteldeutschland II 3:1. Am 25. Februar 2018: USV Potsdam – TSGL Schöneiche II 3:0, Dessau Volleys – SC Potsdam 0:3.

Frauen, 18. Spieltag am 24. Februar 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, SG Rotation Prenzlauer Berg II – TSV Spandau 1860 3:0. Am 25. Februar 2018: VfK Berlin-Südwest – SF Brandenburg 94 2:3, SV Energie Cottbus – VSG Altglienicke 0:3, USV Potsdam – USV Halle 3:2.

Die nächsten Spiele

Männer, Nachholspiel am 3. März 2018 (vom 4. Spieltag): VC Olympia Berlin II – CV Mitteldeutschland II.

Männer, Nachholspiele am 10. März 2018 (vom 15. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – SV Energie Cottbus. Am 11. März 2018 (vom 10. Spieltag): USC Magdeburg – CV Mitteldeutschland II.

Männer, 19. Spieltag am 10. März 2018: SC Potsdam – MTV Mariendorf, TSGL Schöneiche II – Dessau Volleys. Am 11. März 2018: VfK Berlin-Südwest – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Frauen, Nachholspiel am 3. März 2018 (vom 16. Spieltag): VfK Berlin-Südwest – USV Halle.

Frauen, 19. Spieltag am 10. März 2018: TSV Spandau 1860 – TSV Wedding, USV Halle – SG Rotation Prenzlauer Berg II. Am 11. März 2018: VfK Berlin-Südwest – Berliner Volleyballverein Vorwärts, VSG Altglienicke – USV Potsdam.

Hinweis: Für das nachzuholende Spiel der Frauen vom 16. Spieltag TSV Wedding - Berliner Volleyballverein Vorwärts gibt es noch keinen Termin. Vermutlich findet das Spiel erst Mitte April und damit kurz vor dem Meisterschaftsfinale statt.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 19. Spieltag am Montag, 12. März 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

19.02.2018

Wochenumschau nach dem 17. Spieltag: Dessau Volleys und USV Potsdam marschieren dem Meistertitel entgegen

Nun geht die 27. Saison in der Regionalliga Nordost mit dem zurückliegenden 17. Spieltag Schritt für Schritt in ihre heiße Phase. Wer holt die Meistertitel und beerbt die in die Dritte Liga Nord aufgestiegenen Vorjahrsmeister SSV 80 Gardelegen (Männer) und TSV Tempelhof-Mariendorf (Frauen)? Wer werden die drei Direktabsteiger sein? Steigen die beiden mutmaßlichen Meister Dessau Volleys bei den Männern und USV Potsdam bei den Frauen entgegen früherer Ankündigungen doch in die Dritte Liga auf? Viele Fragen, die noch ohne definitive Antwort sind. Doch spätestens zum Saisonfinale am 21. April (Frauen) beziehungsweise 22. April (Männer) dürften die Würfel gefallen sein – allerspätestens am 1. Mai mit dem Meldeschluss für die Regionalligasaison 2018/2019.

Dessau Volleys unaufhaltsam

zum ersten Regionalmeistertitel

Nach dem zurückliegenden 17. Spieltag stehen nur noch fünf Punkterunden auf dem Programm, wobei aufgrund unterschiedlicher Anzahl an Spielen nicht alle Teams noch tatsächlich fünfmal ans Netz müssen. Bei den Männern zeigte sich der Tabellenführer Dessau Volleys von der zuletzt überraschenden 2:3-Heimniederlage gegen den USC Magdeburg gut erholt, wobei mit dem Fast-Absteiger CV Mitteldeutschland II auswärts auch keine übermäßig hohe Hürde zu überwinden war. Mit 3:1 (-17, 11, 20, 15) wurden die allgemeinen Erwartungen dann auch erfüllt. Nun sieht es ganz danach aus, dass die erst in dieser Saison in die Regionalliga aufgestiegenen Dessauer unaufhaltsam auf dem Weg zu ihrem ersten Regionalmeistertitel sind.

SC Potsdam lässt Federn,

VCO "lachender Dritter"?

Viel brisanter war da die Aufgabe für den unmittelbaren Verfolger SC Potsdam, der drei Punkte hinter Dessau liegt. Das Team um Trainer Gregor Steinke empfing im Lokalderby den USV Potsdam. Eine Partie, die seit jeher mächtig umkämpft war, weil sich der Sieger als „Stadtmeister“ fühlte. Einmal mehr gab es ein über vier Sätze packendes Match vor rund 200 Zuschauern, das der Außenseiter USV Potsdam mit 3:1 (21, -22, 22 25) für sich entschied und damit dem Stadtrivalen die vierte Saisonniederlage bereitete. Dabei gab es auf beiden Seiten personelle Probleme: Der SC Potsdam spielte ohne etatmäßigen Libero, und der USV Potsdam hatte auf der Annahme-Außenposition keine Wechseloption. Hier war der Einsatz von Christian Burkhardt nach einer Knieverletzung und ohne Training lange Zeit fraglich, dennoch bildete er zusammen mit Andreas Scheuerpflug den Außenangriff. Doch der USV-Sechser agierte aus einer sehr stabilen Annahme, so dass auch die Mittelblocker zu zahlreichen und sehenswerten Angriffspunkten kamen. „Alles in allem ist der Sieg verdient. Einen großen Anteil hatten daran unsere Fans, die die Mannschaft unermüdlich unterstützten", so Thomas Schulze auf Seiten des Gewinners.

Richard Dalbock, Trainer, Kapitän und Zuspieler in Personalunion beim USV, freute sich zwar ebenfalls über den 3-Punkte-Erfolg im Lokalderby, so dass mit insgesamt 24 Punkten der siebente Tabellenplatz verteidigt werden konnte, doch blieb er realistisch: „Nächste Woche ist viel wichtiger.“ Damit meinte er das Heimspiel am nächsten Wochenende gegen den direkten Tabellennachbarn TSGL Schöneiche II (26 Punkte). Die Randberliner hatten zuletzt auf heimischem Parkett gegen den von einer Niederlage in die andere stürzenden SV Energie Cottbus mit 3:2 (-22, 18, 20, -17, 12) gewonnen. Gelänge hier erneut ein Sieg, würde der USV Potsdam dem Klassenerhalt ein ganz entscheidendes Stück näher kommen.

Die 1:3-Niederlage für den bisherigen Tabellenzweiten SC Potsdam hatte zur Folge, dass die Mannschaft hinter dem VC Olympia Berlin II auf den dritten Rang zurückfiel. Am nächsten und 18. Spieltag kommt es am 25. Februar zur Spitzenpaarung Dessau Volleys (36 Punkte) kontra SC Potsdam (30). Bei einem Dessauer Sieg dürfte die Meisterschaft fast entschieden sein.

Oder wird der VC Olympia Berlin II (33 Punkte) womöglich der „lachende Dritte“? Das Talenteteam feierte zuletzt drei Siege in Serie und stieß damit vom fünften auf den zweiten Platz vor. In zwei vorgezogenen Spielen vom 18. und 19. Spieltag vor einer Woche gab es für den VCO II zu Hause einen 3:0 (17, 17, 22)-Sieg über den SV Energie Cottbus und einen Tag später einen 3:2 18, 16, -17, -11, 7)-Auswärtssieg gegen den VfK Berlin-Südwest. Und am letzten Wochenende folgte der dritte Streich mit dem 3:1 (20, -22, 26, 14) beim weiterhin abstiegsgefährdeten Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Magdeburgs Aufholjagd

hält unvermindert an

In der Abstiegszone hält die Dramatik an. Nach Lage der Dinge dürfte die Entscheidung über den dritten Absteiger zwischen den beiden punktgleichen Teams Berliner VV und USC Magdeburg (je 19 Punkte aus 15 Spielen) – bei noch fünf ausstehenden Spielen. Abgeschlagen sind der Tabellenvorletzte CV Mitteldeutschland II und der Aufsteiger MTV Mariendorf (je 6 Punkte), wobei Mitteldeutschland in noch sieben anstehenden Spielen ein „Wunder“ vollbringen kann, was für Mariendorf bei noch vier Spielen nur theoretisch Gültigkeit hätte. Die Mariendorfer dürften im Nachholspiel vom 18. Spieltag zu Hause gegen den USC Magdeburg mit dem 2:3 (-16, 24, -24, 19, -15) ihre wohl letzte Chance vertan haben.

Ganz anders die Magdeburger, die ihre Aufholjagd unvermindert fortsetzten und auf eine Topbilanz von 10 Punkten aus den letzten vier Spielen verweisen können. Zwar rangieren die Magdeburger weiterhin auf Rang neun, haben aber noch alle Möglichkeiten, aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu erreichen. Magdeburgs Trainer Marko Schulz meinte nach dem Spiel: „Das Positive ist, dass wir dieses Spiel noch gewonnen haben. In der Hinrunde hätten wir es sicher verloren. Dennoch schmerzt es natürlich, dass wir einen Punkt verschenkt haben. Dieser wird hoffentlich nicht entscheidend werden.“ Am nächsten Wochenende erwarten die Magdeburger den punktgleichen Tabellennachbarn Berliner VV!

USV Potsdam erwartungsgemäß

wieder an der Tabellenspitze

Bei den Frauen war diesmal die vorübergehend an die Tabellenspitze vorgedrungene SG Rotation Prenzlauer Berg II spielfrei und wurde erwartungsgemäß wieder vom USV Potsdam, der beim TSV Spandau 1860 nach 51 Spielminuten mit 3:0 (13, 8, 9) souverän die Oberhand behielt, verdrängt. USV-Trainer Falko Nowak: „Leider war der Spandauer Kader ausfallbedingt sehr dezimiert, so dass man auf viele Nachwuchsspielerinnen zurückgreifen musste, was sich deutlich bemerkbar machte. Im ersten Satz zwangen uns die Spandauerinnen, die taktische Abstimmung zwischen Blockverhalten und Abwehr neu zu koordinieren. Als wir diese erfolgreich umsetzten, konnten wir uns auch deutlich absetzen. Die anderen zwei Sätze waren durch gute Aufschlagserien unsererseits geprägt.“

In der Tabelle führt der USV Potsdam (43 Punkte) vor Prenzlauer Berg II (41) und dem USV Halle (33). Am nächsten Wochenende kommt es zum Topduell Potsdam kontra Halle. „Wir freuen uns alle auf dieses Spitzenspiel. Denn das Hinspiel war bereits ein äußerst hart und eng umkämpftes Spiel“, so USV-Trainer Falko Nowak, der nach der siegreichen Begegnung gegen Spandau seine Spielerinnen offensichtlich schon auf das wichtige nächste Match einstimmte (siehe Foto oben).

Aber aufgepasst! Die Hallenserinnen sind gegenwärtig in einer Erfolgsspur: fünf Siege in Folge! Das bekam zuletzt auch der SV Energie Cottbus zu spüren, der in Halle mit 0:3 (-24, -15, -22) das Nachsehen hatte. Halles Trainer Axel Göbel: „3:0 gewonnen, Platz drei gefestigt – das ist die wichtigste Aussage nach diesem Spiel gegen eine nur mit sieben Spielerinnen angereiste Cottbuser Mannschaft, die wiederholt unserem Aufschlagdruck nicht standhalten konnte. Den klaren Heimerfolg hatten wir von der Papierform her so nicht erwartet. Aber vor allem in den engen Phasen konnten wir uns steigern. Klar ist aber auch, dass wir gegen den USV Potsdam eine deutliche Steigerung benötigen. Wir werden die Woche nochmal hart arbeiten.“

Für Wedding und Brandenburg

werden die Hoffnungen geringer

In der unteren Tabellenregion haben der Tabellenvorletzte SF Brandenburg 94 (11 Punkte) und Schlusslicht TSV Wedding (10 Punkte) weiter an Boden eingebüßt. Brandenburg verlor beim mitgefährdeten Berliner Volleyballverein Vorwärts (18 Punkte) mit 1:3 (-22, 19, -19, -15) und Neuling SG Einheit Zepernick (16 Punkte) schlug Mitaufsteiger Wedding mit 3:0 (20, 14, 18). Für Wedding und Brandenburg besteht kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits sechs und mehr Punkte. Zepernick ist trotz des Sieges zwar weiterhin Drittletzter und damit Direktabsteiger, aber der Rückstand auf den Nicht-Abstiegsplatz, den der Neuling VSG Altglienicke (17 Punkte) einnimmt, beträgt nur noch einen Punkt! Und davor liegt der VfK Berlin-Südwest (17), der sich mit dem 3:2 (22, -20, -13, 24, 12)-Auswärtssieg gegen Altglienicke ein kleines bisschen Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte. Aber von Rettung kann auch hier keine Rede sein. Nächste Woche kommt das nächste Abstiegsduell: Zepernick gegen BVV...

Die Spiele im Überblick

Männer, vorgezogene Spiele am 10. Februar 2018 (vom 19. Spieltag): VC Olympia Berlin II – SV Energie Cottbus 3:0. Am 11. Februar 2018 (vom 18. Spieltag): VfK Berlin-Südwest – VC Olympia Berlin II 2:3.

Männer, 17. Spieltag am 17. Februar 2018: CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys 1:3, SC Potsdam – USV Potsdam 1:3. Am 18. Februar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VC Olympia Berlin II 1:3, TSGL Schöneiche II – SV Energie Cottbus 3:2. Nachholspiel am 17. Februar 2018 (vom 8. Spieltag): MTV Mariendorf – USC Magdeburg 2:3.

Frauen, 17. Spieltag am 17. Februar 2018: SG Einheit Zepernick – TSV Wedding 3:0, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam 0:3, USV Halle – SV Energie Cottbus 3:0. Am 18. Februar 2018: VSG Altglienicke – VfK Berlin-Südwest 2:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SF Bandenburg 94 3:1.

Die nächsten Spiele

Männer, 18. Spieltag am 24. Februar 2018: USC Magdeburg – Berliner Volleyballverein Vorwärts, MTV Mariendorf – CV Mitteldeutschland II. Am 25. Februar 2018: USV Potsdam – TSGL Schöneiche II, Dessau Volleys – SC Potsdam.

Frauen, 18. Spieltag am 24. Februar 2018: SG Einheit Zepernick – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SG Rotation Prenzlauer Berg II – TSV Spandau 1860. Am 25. Februar 2018: VfK Berlin-Südwest – SF Brandenburg 94, SV Energie Cottbus – VSG Altglienicke, USV Potsdam – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 18. Spieltag am Montag, 26. Februar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

04.02.2018

Wochenumschau nach dem 16. Spieltag: Magdeburger Männer punkten im Abstiegskampf weiter spektakulär

Aktualisierte Fassung zu Magdeburg - Sonntag, 4. Februar 2018 um 22.50 Uhr

Ins Blickfeld des 16. Spieltages rückte bei den Männern neben dem Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten SV Energie Cottbus (26 Punkte) und dem Tabellenzweiten SC Potsdam (27 Punkte) besonders der Abstiegskampf. Hier hatte sich zuletzt der Ex-Drittligist USC Magdeburg zurückgemeldet, nachdem es lange Zeit so schien, als würde an der Elbe der verbissene Kampf gegen das Abstiegsgespenst keine zählbaren Erfolge einbringen. Aber an den beiden zurückliegenden Spieltagen fuhren die Elbestädter mit zwei 3:0-Erfolgen in Cottbus und zu Hause gegen den USV Potsdam wertvolle sechs Punkte ein, womit sie als Drittletzter bis auf zwei Zähler an einen sicheren Nichtabstiegsplatz heranrückten. Bemerkenswert daran: Die Magdeburger haben augenblicklich personelle Sorgen, aber gerade in dieser schwierigen und misslichen Phase, so scheint es, raufen sie sich zusammen.

Nach 0:2-Satzrückstand

das Blatt noch gewendet

Nun mussten die Magdeburger an diesem Wochenende gleich zweimal auswärts antreten: erst im Sachsen-Anhalt-Derby beim souveränen Spitzenreiter Dessau Volleys und einen Tag später im Nachholspiel vom 12. Spieltag bei den Talenten des VC Olympia Berlin II. Zwei schwere Aufgaben für den krassen Außenseiter! Zudem blieb wenig Regerationszeit für das nach wie vor von krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen geplagte Team, das beide Spiele nur mit einem neunköpfigen Kader bestritt. Würden die Magdeburger dieser Ausgangslage trotzen und mit dem Mut der Verzweiflung das Unmögliche wahr machen und den einen oder anderen Punkt mitnehmen? Einen Lichtblick gab es unter Woche durch die Rückkehr des Mittelangreifers Lukas Murra.

„Der bisherige Saisonverlauf war mit einigen tückischen Fallen gespickt, nichtsdestotrotz harmoniert das Team momentan sehr gut“, verbreitete Magdeburgs Trainer Marko Schulz im Vorfeld der beiden schweren Auswärtsspiele (Zweck-)Optimismus und fokussierte sein Team auf die taktische Marschroute: „Wir müssen wie in den beiden letzten Spielen an unser Leistungsmaximum gehen und großen Einsatz zeigen, um uns mit Punkten zu belohnen.“ Und sie wurden belohnt!

In Dessau gab es nach dem Schlusspfiff lange Gesichter – jedoch auf Seiten der Gastgeber. Denn die Magdeburger gingen trotz eines 0:2-Satzrückstandes als von ihren Fans gefeierter 3:2 (-21, -20, 22, 22, 13)-Sieger vom Feld. „Keine Frage: Eine 2:0-Führung in unserer Situation darf man nicht mehr aus der Hand geben“, ärgerte sich Dessaus Trainer Ingo Häntschel. „Die Jungs haben sich nach dem 2:0 offensichtlich zu sicher gefühlt und im ausgeglichenen dritten Satz bis zum Schluss daran geglaubt, dass sie der Sieger sein würden. Aber die Magdeburger haben toll gekämpft und nicht aufgesteckt. Im entscheidenden Tiebreaksatz führten wir schnell 4:0, zogen aber unser Spiel nicht konsequent durch, so dass sich Magdeburg schließlich mit 14:11 einen entscheidenden Vorteil erspielen konnte.“ Ein bisschen unglücklich, so Ingo Häntschel weiter, sei es in der Schlussphase des fünften Satzes beim Stand von 14:13 zugegangen, weil der Matchball von umstrittenen Entscheidungen begleitet war. „Aber um es klar zu sagen: Wir haben das Spiel verloren, weil wir einen 2:0-Vorteil aus der Hand gegeben haben.“

Auf der Gewinnerseite konstatierte man erfreut: Nachdem man in den ersten beiden Sätzen kaum einen Zugriff auf das Spielgeschehen hatte und man selbst wenig Aufschlagdruck machte, änderte sich das im dritten Satz. Hier gelang es den Magdeburgern einmal mehr, die risikoreichen Aufschläge auf dem gegnerischen Parkett unterzubringen. Das Angriffsspiel der Dessauer wurde besser gelesen, und die eigene Blockarbeit stabilisiert. Mit dem Satzgewinn stieg das nötige Selbstbewusstsein, um gegen den Tabellenführer im vierten Durchgang standzuhalten. Der entscheidende fünfte Satz glich bis zum Abpfiff einem offenen Schlagabtausch, den die Magdeburger mit dem glücklicheren Ausgang beendeten.

Mit acht Punkten aus zuletzt drei Spielen fuhren die Magdeburger sichtlich gestärkt und mit viel Selbstvertrauen tags darauf zum VC Olympia Berlin II. Doch in dieser Partie waren die Vorzeichen gegenüber dem Vortagsspiel genau umgekehrt: Magdeburg führte nach Sätzen mit 2:1 und verlor am Ende mit 2:3 (23, -21, 22, -17, -9). Von Anfang an machte das Team um Kapitän Lorenz Teege druckvolle Aufschläge und sicherte sich den ersten und dritten Durchgang. Doch später ließ diese Durchschlagskraft nach, und auch die Quote an Eigenfehlern nahm zu. Damit war die Luft raus. Am Ende gab es wenigstens noch einen Punktgewinn.

Trainer Marko Schulz resümierte nach den beiden Spielen: „Gegen Dessau haben wir alles auf das Parkett gebracht. Mit mutigen Aktionen und einem immensen Zusammenhalt konnten wir eine 2:0-Satzführung noch drehen. Gegen die Berliner hat am Ende einfach die Kraft nicht mehr gereicht. Mit zehn Sätzen in den Knochen hatten wir nichts mehr entgegenzusetzen.“

Magdeburg, BVV oder

USV Potsdam – wer rettet sich?

Unterm Strich neun Punkte aus vier Spielen – eine spektakuläre Ausbeute für die von vielen schon abgeschriebenen Magdeburger, die als Drittletzter dennoch auf einem möglichen Abstiegsplatz liegen. Der unmittelbar vor ihnen platzierte Berliner Volleyballverein Vorwärts behielt beim Schlusslicht MTV Mariendorf mit 3:0 (19, 18, 25) die Oberhand und ist als Tabellenachter nach wie vor um zwei Zähler im Vorteil. Aber es ist eine enge Kiste! Der davor auf Rang sieben liegende und im Abstiegskampf mitgefährdete USV Potsdam verteidigte seine Position mit einem 3:1 (21, -22, 14, 19)-Heimsieg über den Tabellenvorletzten CV Mitteldeutschland II, hat aber ein Spiel mehr ausgetragen als Magdeburg und der BVV.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es scheint so, dass neben den Fastabsteigern Mariendorf (5 Punkte) und Mitteldeutschland II (8) der mögliche dritte Absteiger zwischen Magdeburg (17 Punkte), BVV (19) und Potsdam (21) ermittelt wird. Es wird also noch hoch hergehen bis zum Saisonfinale am 22. April!

Der SC Potsdam setzt

seine Siegesserie fort

Durch die sechste Saisonniederlage der Dessauer (33 Punkte) im 16. Spiel hat sich ihr Vorsprung gegenüber dem ärgsten Verfolger SC Potsdam (30 Punkte) von fünf auf drei Punkte verringert. Die Potsdamer schlugen in einem weiteren Spitzenspiel den gastgebenden Tabellendritten SV Energie Cottbus mit 3:1 (-25, 19, 21, 18) und feierten damit ihren elften Saisonsieg nach 14 Spielen. Während die Lausitzer (26 Punkte) auf den vierten Rang zurückfielen, wurden sie vom VfK Berlin-Südwest (28 Punkte) überflügelt. Die Südwestler kamen zu Hause gegen die unverändert auf Rang sechs liegende TSGL Schöneiche II (24 Punkte) zum 3:2 (-16, 22, -21, 22, 12)-Sieg, wobei sie in den beiden letzten Sätzen noch die drohende Niederlage abwendeten.

Vorübergehender Wechsel

an der Tabellenspitze der Frauen

Bei den Frauen war in dieser 16. Punkterunde der Spitzenreiter USV Potsdam (40 Punkte) spielfrei, so dass für den Verfolger SG Rotation Prenzlauer Berg II die Gunst der Stunde schlug. Durch einen mühelosen 3:0 (9, 12, 17)-Heimsieg gegen die als Drittletzter abstiegsgefährdete SG Einheit Zepernick übernahmen die Prenzelbergerinnen vorübergehend wieder die Tabellenspitze (41 Punkte) - mit einem Punkt Vorsprung auf die Potsdamerinnen, die allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben. Drittplatzierter ist der diesmal ebenfalls spielfreie USV Halle (30 Punkte). Beide Verfolger haben wie auch der Tabellenvierte SV Energie Cottbus (24 Punkte) ein Spiel mehr als Potsdam absolviert. Die Cottbuserinnen wahrten ihre Position mit einem 3:1 (12, -23, 12, 19) im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Spandau 1860 (19 Punkte).

In der dritten Begegnung dieses Spieltages war Abstiegskampf angesagt: der Tabellenzehnte SF Brandenburg 94 kontra Tabellenachter VSG Altglienicke. Für den Aufsteiger Altglienicke dürfte der 3:0 (17, 13, 23)-Auswärtssieg ein kleiner Befreiungsschlag gewesen ein. Denn mit nunmehr 16 Punkten liegt eine 3-Punkte-Differenz zum ersten Abstiegsplatz, den Zepernick (13 Punkte) einnimmt. Für die Brandenburgerinnen (11 Punkte) dürfte der Kampf um den Klassenverbleib als Tabellenvorletzter aber wieder schwieriger geworden sein.

Das Spiel TSV Wedding gegen Berliner Volleyballverein Vorwärts musste ausfallen, weil der Hallenwart plötzlich verstorben war und tot in der Halle aufgefunden wurde.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 16. Spieltag am 3. Februar 2018: MTV Mariendorf – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3, Dessau Volleys – USC Magdeburg 2:3, VfK Berlin-Südwest – TSGL Schöneiche II 3:2, SV Energie Cottbus – SC Potsdam 1:3, USV Potsdam – CV Mitteldeutschland II 3:1. Nachholspiel am 4. Februar 2018 (vom 12. Spieltag): VC Olympia Berlin II – USC Magdeburg 3:2.

Frauen, 16. Spieltag am 3. Februar 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II - SG Einheit Zepernick 3:0, SF Brandenburg 94 – VSG Altglienicke 0:3, SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860 3:1, VfK Berlin-Südwest – USV Halle verlegt auf den 3. März, TSV Wedding – Berliner Volleyballverein Vorwärts ausgefallen.

Die nächsten Spiele

Männer, vorgezogene Spiele am 10. Februar 2018 (vom 19. Spieltag): VC Olympia Berlin II – SV Energie Cottbus. Am 11. Februar 2018 (vom 18. Spieltag): VfK Berlin-Südwest – VC Olympia Berlin II.

Männer, 17. Spieltag am 17. Februar 2018: CV Mitteldeutschland II – Dessau Volleys, SC Potsdam – USV Potsdam. Am 18. Februar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VC Olympia Berlin II, TSGL Schöneiche II – SV Energie Cottbus. Nachholspiel am 17. Februar 2018 (vom 8. Spieltag): MTV Mariendorf – USC Magdeburg.

Frauen, 17. Spieltag am 17. Februar 2018: SG Einheit Zepernick – TSV Wedding, TSV Spandau 1860 – USV Potsdam, USV Halle – SV Energie Cottbus. Am 18. Februar 2018: VSG Altglienicke – VfK Berlin-Südwest, Berliner Volleyballverein Vorwärts – SF Bandenburg 94.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 17. Spieltag am Montag, 19. Februar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

28.01.2018

Wochenumschau nach dem 15. Spieltag: Die Männer des USC Magdeburg mit Aufholjagd im Abstiegskampf

Bei den Männern nutzte am 15. Spieltag der Spitzenreiter Dessau Volleys seine Chance nicht, mit zwei weiteren Siegen dem Feld ein Stück zu enteilen. War das Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger MTV Mariendorf noch eine weitgehend geringe Hürde, die mit 3:1 (27, -23, 16, 18) glatt übersprungen wurde, so war das 24 Stunden später schon ganz anders. Mit der vom 21. Spieltag vorgezogenen Begegnung beim VC Olympia Berlin II hatten die Dessauer eine harte Nuss zu knacken, wobei sich das Talenteteam aus Berlin von der am Vortag bei der TSGL Schöneiche II mit 0:3 (-21, -23, -21) erlittenen Niederlage gut erholt zeigte. Mit 3:0 (17, 16, 18) wurden die Dessauer klar beherrscht.

Nunmehr beträgt der Vorsprung von Dessau gegenüber dem ärgsten Verfolger SC Potsdam fünf Punkte - allerdings bei zwei mehr ausgetragenen Spielen. Geschuldet ist das dem Umstand, dass die Potsdamer zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest eine doch unerwartete 1:3 (-20, 17, -25, -19)-Niederlage kassierten. Der hinter Dessau (32 Punkte) und Potsdam (27 Punkte) auf Platz drei liegende SV Energie Cottbus (26 Punkte) war diesmal spielfrei, denn die Auswärtsbegegnung gegen CV Mitteldeutschland II war auf den 10. März verlegt worden. Der VfK Berlin-Südwest (26 Punkte) festigte mit seinem Auswärtssieg seinen vierten Platz, gefolgt von den VCO-Jungen und Schöneiche (je 23 Punkte). Dahinter folgt genau besehen das weite Abstiegsfeld.

Dramatik im Abstiegskampf:

Magdeburg macht Boden gut

Im Abstiegskampf der Männer nimmt allerdings die Dramatik zu. Zwar dürften die Hoffnungen auf den Klassenverbleib beim Tabellenletzten, dem Aufsteiger MTV Mariendorf (5 Punkte), und beim Tabellenvorletzten CV Mitteldeutschland II (6 Punkte) doch ziemlich gering sein, wobei die Mitteldeutschen mit zwei Spielen im Rückstand sind. Doch um den dritten Abstiegsplatz wird es noch heiß hergehen. Bekanntlich wären nach dem kurzfristigen Ausscheiden des KSC ASAHI Spremberg am Saisonende nur noch zwei weitere Mannschaften abgestiegen, doch angesichts der wahrscheinlichen Rückkehr des TSV Spandau 1860 als Tabellenletzter aus der Dritten Liga Nord könnte sich die Quote der Absteiger wieder auf drei erhöhen.

Drittletzter ist gegenwärtig der Ex-Drittligist USC Magdeburg, der im neuen Jahr zur Aufholjagd zu blasen scheint. Nach dem spektakulären 3:0 vor einer Woche beim SV Energie Cottbus gelang den Magdeburgern nunmehr mit dem 3:0 (26, 24, 22) zu Hause gegen den USV Potsdam der zweite Sieg in Folge und damit der vierte Saisonerfolg. Mit 14 Punkte aus 12 Spielen sind sie den auf den Nichtabstiegsplätzen liegenden Teams des Berliner Volleyballvereins Vorwärts (16 Punkte aus 13 Spielen) und des USV Potsdam (18 Punkte aus 14 Spielen) näher gerückt, so dass sie tatsächlich noch das Abstiegsgespenst verjagen könnten. Verständlich also die Freude im Magdeburger Team (siehe Foto oben) nach den zwei Siegen in Folge.

Die Magdeburger um Kapitän Lorenz Teege wollten im ersten Heimspiel dieses Jahres gegen Potsdam eine offene Rechnung begleichen. Denn im Hinrundenspiel Ende Oktober hatten sie sich nach einer desolaten Leistung in Potsdam deutlich in drei Sätzen geschlagen geben müssen. Mit der Energie aus dem zuletzt gewonnenen Spiel gegen Cottbus sollte es diesmal anders werden. Doch das war kein leichtes Vorhaben, zumal der Kader aufgrund von Krankheit stark dezimiert war. Zu den bisherigen Ausfällen war noch eine Verletzung von Mittelblocker Lukas Murra hinzugekommen, weshalb Ronny Raue aus der zweiten USC-Mannschaft einspringen musste. „Wir dürfen uns nicht das gegnerische Spiel aufzwingen lassen, sondern unserer eigenen Spieltaktik nachgehen. Dabei werden vor allem der druckvolle Aufschlag und ein solides Aufbauspiel die Entscheidung bringen“, hatte Magdeburgs Trainer Marko Schulz nach dem letzten Training seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. Seine Worte fanden im Gegensatz zu manch anderen Spielen zuvor Gehör, wie das umkämpfte 3:0 verdeutlicht. Es spricht jedenfalls für die Elbestädter und ihren Kampfgeist, die engen Sätze mit 28:26, 26:24 und 25:22 für sich entschieden zu haben.

Personelles Missgeschick

wurde bravourös weggesteckt

Im ersten Durchgang punkteten die Magdeburger bei fast jeder Gelegenheit und führten schnell mit 10:5, konnten den Druck aber nicht dauerhaft aufrechterhalten. Einfache Fehler sorgten für Aufwind bei den Gästen, so dass der Vorsprung schmolz (10:9). Beim Stand von 13:10 plötzlich eine Schockstarre beim Gastgeber: Mittelblocker Ronny Raue, der wegen Personalnot aus der zweiten Mannschaft einspringen musste, wurde vom Feld getragen (Diagnose Bänderdehnung). Da Trainer Marko Schulz keine weitere Mitte mehr im Kader hatte, musste Jugendspieler Fabian Lübke die Position besetzen. Keine leichte Aufgabe, aber das Team rückte weiter zusammen und kompensierte den Ausfall. Nach einem offenen Schlagabtausch und vielen Führungswechseln konnten die Magdeburger dann aber den fünften Satzball für sich entscheiden (28:26).

Im zweiten Satz gab es dann eine Umstellung mit Lorenz Teege auf der Mittelposition, Tom Heidecke im Außenangriff und Eric Schlese im Zuspiel. Dieser erneute Umbau brachte die Elbestädter anfangs zwar etwas aus dem Konzept (3:5), aber nach nur wenigen Minuten funktionierte das Team wieder - und zwar so gut, dass man sich beim 24:22 den ersten Satzball erspielte. Dieser konnte jedoch von den Potsdamern abgewehrt werden. Erst im vierten Anlauf gelang es dann, den Ball auf dem gegnerischen Parkett zum 26:24 unterzubringen. Mit zwei gewonnen Sätzen im Rücken gestaltete sich aber auch der dritte Durchgang lange Zeit offen. Erst zur „crunch-time“ konnten die Elbestädter einen 2-Punkte-Vorsprung (23:21) verbuchen. Danach gelang es Jonas Röske, der zum „Wertvollsten Spieler“ gekürt wurde, im ersten Anlauf den Sack zum 25:22 zuzumachen.

„Wir haben heute einmal mehr gezeigt, was wir können, und wertvolle Punkte im Abstiegskampf geholt. Dass die Mannschaft auch die Verletzung von Ronny Raue so gut verarbeitet hat, zeugt von einer starken Mentalität“, freute sich Trainer Marko Schulz, der noch mit lachender Miene hinzufügte: „Die Jungs haben mir mit dem Sieg heute ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht. Danke!“ Am nächsten Wochenende sind die Magdeburger gleich zweimal auswärts herausgefordert: erst im Sachsen-Anhalt-Derby gegen Tabellenführer Dessau Volleys, danach gegen den VC Olympia Berlin II.

Frauen: Was tut sich beim

Aufsteiger USV Halle?

Bei den Frauen zieht der neue Spitzenreiter USV Potsdam unbeirrt seine Kreise und lässt sich nicht von seiner Marschroute Meistertitel und Aufstieg in die Dritte Liga Nord abbringen. Die Potsdamerinnen waren beim Aufsteiger SG Einheit Zepernick trotz eines mit 23:25 verlorenen ersten Satzes am Ende mit 3:1 (-23, 16, 18, 18) erfolgreich. Aber auch die zwei Punkte hinter Potsdam liegenden Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg II lassen nicht locker und setzten sich beim Tabellenletzten TSV Wedding erwartungsgemäß mit 3:0 (17, 24, 12) durch, wobei der zweite Satz beinahe noch an den Außenseiter gegangen wäre. Nun sind es für die beiden Spitzenteams nur noch sechs Spieltage, in denen die Potsdamerinnen alles perfekt machen oder die Prenzelbergerinnen doch noch an die Spitze rücken können, wenn sich Potsdam einen Ausrutscher erlauben sollte.

Nach Lage der Dinge steht zu vermuten, dass der stark auftrumpfende Aufsteiger USV Halle, der an dritter Position liegt, womöglich das Zünglein an der Waage sein könnte, um dem einen oder anderen noch die Show zu stehlen. Bekanntlich empfängt der USV Potsdam die Hallenserinnen am 18. Spieltag (25. Februar), und Prenzlauer Berg muss am 19. Spieltag (10. März) in Halle antreten. Für die Frauen von der Saale, die zuletzt zu Hause den Tabellenvorletzten SF Brandenburg 94 mit 3:1 (-24, 23, 17, 21) bezwangen, würde sich allerdings angesichts ihres Rückstandes von acht Punkten auf Prenzlauer Berg und zehn Punkten auf Potsdam an ihrer Tabellenposition nichts ändern, selbst wenn ihnen tatsächlich das Husarenstück im Doppelpack gelänge.

Wer indes einen Blick hinter die Kulissen des USV Halle wirft, kommt zu bemerkenswerten Erkenntnissen: Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Landesoberliga von Sachsen-Anhalt gelang der Mannschaft im vergangenen Frühjahr der Aufstieg in die Regionalliga - erstmals seit 2008 für ein Volleyballteam des Vereins. Nebenbei bemerkt sind die Hallenserinnen derzeit das einziges Frauenteam aus Sachsen-Anhalt in der nordostdeutschen Regionalliga! Gegen die meist etablierten Vereine aus den Landesverbänden Berlin und Brandenburg ging der USV mit einem relativ jungen Kader, der hauptsächlich in der Spielzeit 2016/2017 zusammengestellt wurde, in die Premierensaison. Während in den vergangenen Jahren oftmals Nachwuchsspielerinnen beim Übergang in den Erwachsenenbereich den Verein verließen, konnten diesmal die gut ausgebildeten Talente aus dem „eigenen Stall“ gehalten werden. Die Aussicht auf eine sportlich attraktive Liga spielte dabei durchaus eine Rolle.

Prognosen über die Chancen in der neuen Spielklasse waren vor dem Saisonstart schwierig, wie USV-Trainer Axel Göbel bestätigte. Als Aufsteiger stand natürlich in erster Linie der Klassenerhalt obenan. Doch schon in den ersten Punktspielen wurde deutlich, dass man in dieser vierthöchsten deutschen Spielklasse im oberen Bereich mithalten kann. Nach einem Traumstart mit fünf Siegen in Serie war frühzeitig klar, dass die Mannschaft mit dem Abstieg nichts zu tun haben würde, was sich im weiteren Verlauf der Hinrunde trotz zwischenzeitlicher Niederlagen eindrucksvoll bestätigte.

Inzwischen nimmt der USV Halle hinter den beiden dominierenden Teams des USV Potsdam und der SG Rotation Prenzlauer Berg II einen respektablen und ungefährdeten dritten Platz ein – mit zehn Siegen aus 14 Spielen! Das Team geht hochmotiviert, mit viel Tempo und Dynamik in die Spiele und zeigt zunehmende Stabilität auch über längere Spielphasen. Dass man von ernsthaften Verletzungen verschont blieb und der komplette 14er Kader auch für die Rückrunde zur Verfügung steht, ist dabei von Vorteil. Das junge Team ist demzufolge ohne Abstiegsstress und mit gutem Spirit entspannt im neuen Jahr in die Rückrunde gegangen und hat dabei keines der bisherigen drei Begegnungen verloren. So gesehen ist nicht ausgeschlossen, dass die Hallenserinnen den beiden Topteams ein Bein stellen und damit der Meisterschaft noch die eine andere oder andere Richtung geben könnten.

Die wertvollste Erfahrung im Aufstiegsjahr ist: Der USV Halle hat sich aus dem Stand heraus im Spitzenfeld der Regionalliga etabliert und kann sich auf die Weiterentwicklung des Nachwuchskaders in Training und Wettkampf konzentrieren. Eine variable Besetzung auf allen Positionen, die Feinabstimmung der Abläufe sowie zunehmende Spielharmonie und wachsender Teamgeist lassen dabei durchaus noch Leistungssteigerungen erwarten. Das, so weiß man beim USV Halle, ist gut für das eigene Image in der Sportstadt Halle und für die überregionale Außenwirkung. Man darf also gespannt sein, wie sich die Dinge bei den Saalestädterinnen perspektivisch weiter entwickeln.

Licht und Schatten

wechseln sich munter ab

Im übrigen Feld wechseln sich Licht und Schatten munter ab. So verlor zuletzt der auf dem fünften Rang positionierte TSV Spandau 1860 zu Hause gegen den Tabellensiebenten VfK Berlin-Südwest mit 2:3 (-20, 18, -15, 12, -12) und büßte damit die Chance ein, den auf Rang vier liegenden spielfreien SV Energie Cottbus zu überflügeln. Im Abstiegskampf ist es wie bei den Männern spannend. Schlusslicht TSV Wedding (1:3 gegen Prenzlauer Berg II) konnte ebenso nicht punkten wie der Tabellenvorletzte Brandenburg (1:3 in Halle). Das wiederum gelang dem Drittletzten, dem Berliner Volleyballverein Vorwärts, der im Sonntagsspiel seinen Heimvorteil gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete VSG Altglienicke mit einem umkämpften 3:0 (20, 24, 24)-Sieg nutzte. Der BVV (15 Punkte) verbesserte sich damit um zwei Plätze auf den siebenten Rang, gleichauf mit dem davor liegenden VfK Berlin-Südwest, während Altglienicke (8./13 Punkte) wieder in den Abstiegsstrudel gerissen wurde. Aber dahinter geht es weiterhin eng zu. Am stärksten bedroht sind Zepernick (9./13 Punkte), Brandenburg (10./11 Punkte) und Wedding (11./10 Punkte). Aus diesem Sextett von Platz 6 bis 11 werden drei Direktabsteiger gesucht. Es bleibt also beim Slogan „Rette sich wer kann!“

Der Spieltag im Überblick

Männer, 15. Spieltag am 27. Januar 2018: SC Potsdam – VfK Berlin-Südwest 1:3, TSGL Schöneiche II –VC Olympia Berlin II 3:0, MTV Mariendorf – Dessau Volleys 1:3, USC Magdeburg – USV Potsdam 3:0. Vorgezogenes Spiel (vom 21. Spieltag) am 28. Januar 2018: VC Olympia Berlin II – Dessau Volleys 3:0.

Frauen, 15. Spieltag am 27. Januar 2018: TSV Spandau 1860 – VfK Berlin-Südwest 2:3, USV Halle – SF Brandenburg 94 3:1, SG Einheit Zepernick – USV Potsdam 1:3. Am 28. Januar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSG Altglienicke 3:0, TSV Wedding – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 16. Spieltag am 3. Februar 2018: MTV Mariendorf – Berliner Volleyballverein Vorwärts, Dessau Volleys – USC Magdeburg, VfK Berlin-Südwest – TSGL Schöneiche II, SV Energie Cottbus – SC Potsdam, USV Potsdam – CV Mitteldeutschland II. Nachholspiel am 4. Februar 2018 (vom 12. Spieltag): VC Olympia Berlin II – USC Magdeburg.

Männer, vorgezogene Spiele am 10. Februar 2018 (vom 19. Spieltag): VC Olympia Berlin II – SV Energie Cottbus. Am 11. Februar 2018 (vom 18. Spieltag): VfK Berlin-Südwest – VC Olympia Berlin II.

Frauen, 16. Spieltag am 3. Februar 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II - SG Einheit Zepernick, SF Brandenburg 94 – VSG Altglienicke, VfK Berlin-Südwest – USV Halle, SV Energie Cottbus – TSV Spandau 1860. Am 4. Februar 2018: TSV Wedding – Berliner Volleyballverein Vorwärts.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 16. Spieltag am Montag, 5. Februar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

22.01.2018

Wochenumschau nach dem 13. und 14. Spieltag: Potsdam bringt Prenzlauer Berg mit 1:3 die erste Niederlage bei und übernimmt die Spitze - Ist damit eine Titel-Vorentscheidung bei den Frauen gefallen?

Diese Wochenumschau fasst ungewöhnlicher Weise gleich zwei Spieltage zusammen, nämlich die 13. Runde vor einer Woche und den 14. Spieltag am zurückliegenden Wochenende. Das Gravierendste passierte bei den Frauen vor einer Woche - mit dem doch überraschenden 3:1 (-20, 19, 18, 21)-Auswärtssieg des Verfolgers USV Potsdam über den haushohen Favoriten und ungeschlagenen Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II (siehe Foto oben: Potsdam vorn beim Angriff).

Vor diesem 13. Spieltag hatte die Differenz zwischen diesen beiden die Regionalliga bestimmenden Frauenteams lediglich einen Punkt betragen. Mit dem elften Saisonsieg übernahm Potsdam die Tabellenspitze mit einem 2-Punkte-Vorsprung gegenüber den Prenzelbergerinnen, die bis dato in elf Saisonspielen ungeschlagenen geblieben waren und lediglich vier Sätze hatten abgeben müssen – darunter zwei Satzverluste beim 3:2-Hinrundensieg in Potsdam.

Ist damit eine Titel-Vorentscheidung zugunsten des USV Potsdam gefallen?

Fakt ist jedenfalls, dass die auf den Regionalmeistertitel ambitionierten Prenzelbergerinnen, die einen Spieltag danach in der 14. Runde zu Hause gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 3:0 (23, 18, 23) erfolgreich waren, während Potsdam ebenfalls zu Hause gegen den abstiegsbedrohten Aufsteiger TSV Wedding ebenfalls mit 3:0 (20, 18, 10) gewann, in den noch ausstehenden sieben Spielen nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden können. Anders ausgedrückt: Der USV Potsdam hat sich zum Titelanwärter Nr. 1 aufgeschwungen.

Doch auf dem Weg zum Saisonfinale am 22. April kann noch alles Mögliche oder auch Unmögliche passieren. Der Knackpunkt könnte für beide Mannschaften der spielstarke drittplatzierte USV Halle werden: Potsdam empfängt Halle am 18. Spieltag (25. Februar), und Prenzlauer Berg muss am 19. Spieltag (10. März) in Halle antreten. Die Hallenserinnen sind mit 27 Punkten und einem Rückstand von zehn Punkten auf den Spitzenreiter Tabellendritter. Sie hatten in den letzten beiden Punkterunden jeweils auswärts erst den BVV mit 3:0 (19, 23, 23) und danach den Aufsteiger VSG Altglienicke mit 3:1 (5, 12, -18, 18) geschlagen.

Wie sehen die Trainer

des Spitzenduos die Situation?

Zur augenblicklichen Lage befragten wir die Trainer des Spitzenduos: Falko Nowak vom USV Potsdam, der seit November 2017 das Traineramt von Thomas Schulze übernommen hat, sowie das Trainerduo Heike und Klaus Helmke von der SG Rotation Prenzlauer Berg II.

Zunächst noch ein Kommentar zum Spitzenspiel vor einer Woche. Wie fällt Ihr Urteil aus?

Nowak: Dieses Spitzenspiel war wie erwartet hoch spannend, fordernd und emotionsgeladen bis zur letzten Sekunde. Prenzlauer Berg und wir konnten personell aus dem Vollen schöpfen. Im ersten Satz hatten wir erhebliche Probleme, unsere Annahme zu stabileren. Das gelang uns jedoch ab Satz zwei immer besser. Somit konnten wir die Anfangsschwierigkeiten schnell hinter uns lassen und fanden gut ins Spiel. Auf beiden Seiten gab es gute Aktionen. Auch körperlich war dieses Spiel sichtlich anstrengend. Schließlich konnten wir mit gut platzierten Aufschlägen, einem hervorragenden Block sowie guter Abwehr und einem erstklassigen Kampfgeist Prenzlauer Berg bezwingen und nun verdient auf die Tabellenspitze vorrücken.

Helmke: Das Spiel fand auf hohem Niveau statt. Potsdam war in den entscheidenden Phasen besser und aggressiver - zielgerichtet auf die Dritte Liga.

Ist damit eine Titel-Vorentscheidung zugunsten von Potsdam gefallen?

Nowak: Es ist noch nichts entschieden. Die Saison ist noch lang. Sicherlich sind wir mit dem Sieg gegen Prenzlauer Berg II einen großen und wichtigen Schritt im Kampf um den Titel vorangekommen. Nach meiner Bewertung fangen erst jetzt die schwierigen Spiele für uns an, denn nun heißt es für uns, den „Platz an der Sonne“ zu verteidigen. Wir müssen weiterhin hart trainieren, um für jedes Spiel in top Verfassung zu sein.

Helmke: Die Meisterschaft ist entschieden.

Hat unter der jetzigen Konstellation Ihre Mannschaft schon das Saisonziel erreicht?

Nowak: Ganz eindeutig JA!

Helmke: Unsere Zielstellung war und ist es, unter den ersten Drei anzukommen. Das ist noch nicht erreicht.

Bleibt es bei der schon vor Saisonbeginn geäußerten Position, dass ein Aufstieg in die Dritte Liga Nord nicht infrage kommt?

Nowak: Im alten Jahr hätte ich noch mit „Ja“ geantwortete, doch die Dinge ändern sich gern einmal! Vor dem Jahreswechsel wurde diesbezüglich eine Mannschaftsitzung einberufen, um die zweite Hälfte der Saison zu besprechen. Dort haben wir die bisherige Saison rückblickend bewertet und für uns den Aufstieg in die Dritte Liga als neues Saisonziel deklariert. Natürlich sind dazu noch einige Hürden, wie zum Beispiel die Sponsorenfrage, zu nehmen. Erst wenn diese überwunden sind, können wir Konkretes sagen.

Helmke: Unverändert ja.

Was fällt aus Trainersicht für Ihre Mannschaft besonders positiv ins Gewicht, wenn Sie einen Vergleich zur Vorsaison ziehen?

Nowak: Da ich meine Mannschaft erst Anfang November letzten Jahres übernahm, kann ich kein Urteil zur Vorsaison fällen. Was ich aber sagen kann: Diese USV-Frauen sind sehr selbstständig, bestens organisiert, agieren hoch motiviert und lassen nie den Kopf hängen. Ich bin immer wieder verblüfft, wie man sich gegenseitig unterstützt und hilft. Dazu kommt, dass sie alle sehr lernwillig sind und als Einheit auftreten. Als Trainer kann ich mir kein besseres Mannschaftsgefüge vorstellen. Vielen Dank auf diesem Wege an alle!

Helmke: Es gibt ein positives Zusammenspiel zwischen den routinierten und den sehr jungen Spielerinnen.

Was diese beiden Spieltage ansonsten boten, ist schnell erzählt. Bleiben wir zunächst bei den Frauen. Hinter dem Spitzentrio wechselten der SV Energie Cottbus und der TSV Spandau 1860 die Plätze. Während die Cottbuserinnen zwei Siege einfuhren – mit 3:2 (18, -21, -22, 13, 9) beim Tabellenvorletzten TSV Wedding und mit 3:0 (27, 12, 12) zu Hause gegen die SG Einheit Zepernick -, kassierten die Spandauerinnen zwei Niederlagen in Folge: erst eine 0:3 (-20, -17, -21)-Heimpleite gegen Zepernick und dann eine 0:3 (-19, -16, -22)-Schlappe bei SF Brandenburg 94. Damit gaben die Brandenburgerinnen (11 Punkte) als Tabellen-10. die „rote Laterne“ an das Schlusslicht Wedding (10 Punkte) ab. Aber die weiteren abstiegsbedrohten Teams liegen dicht an dicht: 9. BVV (12 Punkte), 8. Zepernick, 7. VfK Berlin-Südwest, 6. Altglienicke (alle je 13 Punkte). Aus diesem Kreis werden drei Direktabsteiger gesucht!

Wie hart umkämpft die rettenden Plätzte sind, machte am 13. Spieltag das direkte Duell zweier Abstiegskandidaten mit Zepernick und Berlin-Südwest deutlich. Die Südwestlerinnen erkämpften auf gegnerischem Parkett nach turbulenten Satzständen mit 3:2 (-23, 20, -27, 29, 10) immerhin zwei Punkte!

Führendes Trio bei den Männern weiterhin

dicht an dicht – mit wechselnden Plätzen

Bei den Männern war man gespannt darauf, wie sich das dicht an dicht liegende Spitzentrio aus der Affäre ziehen würde. Vor diesen beiden Spieltagen führte der SC Potsdam (25 Punkte) die Tabelle vor Dessau Volleys (24) und SV Energie Cottbus (23) an. Wie würde die Reaktion der zuletzt von der Spitze verdrängten Dessauer ausfallen, die in den beiden zurückliegenden Runden zweimal Heimvorteil hatten: zunächst vor einer Woche gegen den USV Potsdam und zuletzt gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts? Würde der in der Vorwoche spielfreie SC Potsdam auch gegen den starken Nachwuchs des VC Olympia Berlin II seine Erfolgsserie fortsetzen oder ausgebremst werden? Könnte Cottbus womöglich die Gunst der Stunde nutzen und gegen die abstiegsgefährdeten Mannschaften des MTV Mariendorf (auswärts) und USC Magdeburg (zu Hause) jeweils dreifach punkten und damit sozusagen das Feld von hinten aufrollen?

Nach diesen beiden Spieltagen gab es einen erneuten Wechsel an der Spitze: Dessau (29 Punkte) führt vor Potsdam (27), Cottbus (26) und dem VfK Berlin-Südwest (23). Die Dessauer schlugen zu Hause den USV Potsdam mit 3:0 (26, 19, 23), musste sich danach aber auf heimischem Parkett beim 3:2 (18, -23, -27, 18, 12) gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts mit zwei Punkten begnügen, wobei sie nach drei Sätzen schon auf der Verliererseite waren. Aber auch der SC Potsdam musste in seinem einzigen Spiel an den beiden zurückliegenden Punkterunden beim 3:2 (20, -21, 25, -16, 14) auswärts gegen den VC Olympia Berlin II einen Punkt abgeben.

Noch schlimmer traf es die Cottbuser. Dem 3:1 (13, 20, -20, 17) beim Tabellenletzten MTV Mariendorf folgte eine Spielrunde später eine unerwartete 0:3 (-19, -19, -24)-Heimniederlage gegen den USC Magdeburg. Javor Takev, der Cottbuser Trainer, der gegenwärtig eine „Auszeit“ nimmt, schilderte das so: „Ich war heute seit geraumer Zeit wieder mal dabei, diesmal allerdings als Zuschauer. Ich habe ein Spiel gesehen, das mit dem USC Magdeburg einen auch in dieser Höhe verdienten Sieger hatte. Die Gäste agierten über mehr als zwei Sätze absolut souverän und nahezu fehlerfrei. Cottbus steckte den kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall von Renè Andörfer und das Fehlen einer der wichtigsten Stützen unseres Spiels, des Kapitäns und Mittelblockers Sebastian Brauer, leider nicht unbeeindruckt weg. Unser Spiel war gezeichnet von großer Nervosität und Verunsicherung. Selbst im dritten Satz, als wir nach Umstellungen das Spiel zumindest vom Ergebnis in den Griff bekamen und zeitweilig bis zu vier Punkten vorn lagen, wurden wir von den nie aufgebenden Magdeburgern noch abgefangen und hatten letztlich mit 0:3 das Nachsehen. Ich sehe das jedoch als Dämpfer zur rechten Zeit. Wir müssen Einiges tun, um weiter im Konzert der Großen dabei zu sein.“

Magdeburg war sogar nur mit acht Spielern nach Cottbus angereist, so dass Trainer Marko Schulz nur wenige personelle Möglichkeiten hatte, die Gastgeber aus der Reserve zu locken. Dennoch holte das Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung drei Punkte. „Wir sollten öfter gegen Cottbus spielen“, scherzte Marko Schulz, der allerding zwischenzeitlich sein Team lautstark wachrütteln musste. Sein knappes Resümee: „Die Jungs haben ihre Chancen genutzt und sich endlich mal wieder für die Trainingsarbeit belohnt.“

Es sind doch wieder drei

Absteiger möglich

An der Spitze liegt das führende Trio nach wie vor dicht an dicht – nur eben mit wechselnden Plätzen: Dessau (29 Punkte) ganz vorn, gefolgt von Potsdam (27) und Cottbus (26). In der unteren Tabellenhälfte hat Magdeburg mit seinem dritten Saisonsieg als Drittletzter weiter an Boden gut gemacht und wieder neuen Mut im Abstiegskampf geschöpft. Mit 11 Punkten ist Magdeburg dichter an den Berliner Volleyballverein Vorwärts und den USV Potsdam (beide je 16 Punkte) herangerückt. Der BVV verlor zu Hause gegen die TSGL Schöneiche II mit 1:3 (24, -19, -18, -13) und danach – wie schon oben erwähnt – gegen Dessau mit 2:3. Der abstiegsgefährdete CV Mitteldeutschland II – mit sechs Punkten vor Schlusslicht MTV Mariendorf (5 Punkte) Vorletzter – kommt weiterhin nicht aus der Krise und scheiterte beim VfK Berlin-Südwest mit 0:3 (-16, -10, -23). Das gilt auch für Mariendorf, das beim USV Potsdam mit 1:3 (23, -16, -23, -20) den Kürzeren zog.

Durch den 3-Punkt-Gewinn der Magdeburger ist die Lage für Mitteldeutschland II und Mariendorf angesichts eines Rückstandes von fünf bzw. sechs Punkten schon ziemlich hoffnungslos. Zudem müssen alle Abstiegskandidaten davon ausgehen, dass es vermutlich doch drei Absteiger geben wird (statt zwei durch den Erstabsteiger KSC Spremberg, der sein Team kurzfristig zurückgezogen hatte). Denn nach Lage der Dinge wird der TSV Spandau 1860 als Tabellenletzter aus der Dritten Liga Nord in die Regionalliga Nordost zurückkehren. Dann gäbe es doch noch einen zusätzlichen dritten Absteiger.

Die Spieltage im Überblick

Männer, 13. Spieltag am 13. Januar 2018: MTV Mariendorf – SV Energie Cottbus 1:3. Am 14. Januar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSGL Schöneiche II 1:3, Dessau Volleys – USV Potsdam 3:0.

Männer, 14. Spieltag am 20. Januar 2018: Dessau Volleys – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:2, VC Olympia Berlin II – SC Potsdam 2:3, VfK Berlin-Südwest – CV Mitteldeutschland II 3:0. Am 21. Januar 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg 0:3, USV Potsdam – MTV Mariendorf 3:1.

Frauen, 13. Spieltag am 13. Januar 2018: SG Einheit Zepernick – VfK Berlin-Südwest 2:3, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam 1:3. Am 14. Januar 2018: TSV Spandau 1860 – VSG Altglienicke 0:3, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Halle 0:3, TSV Wedding – SV Energie Cottbus 2:3.

Frauen, 14. Spieltag am 20. Januar 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, SF Brandenburg 94 – TSV Spandau 1860 3:0. Am 21. Januar 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick 3:0, USV Potsdam – TSV Wedding 3:0, VSG Altglienicke – USV Halle 1:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 15. Spieltag am 27. Januar 2018: SC Potsdam – VfK Berlin-Südwest, TSGL Schöneiche II –VC Olympia Berlin II, MTV Mariendorf – Dessau Volleys, USC Magdeburg – USV Potsdam.
Vorgezogenes Spiel (vom 21. Spieltag) am 28. Januar 2018:
VC Olympia Berlin II – Dessau Volleys.

Frauen, 15. Spieltag am 27. Januar 2018: TSV Spandau 1860 – VfK Berlin-Südwest, USV Halle – SF Brandenburg 94, SG Einheit Zepernick – USV Potsdam. Am 28. Januar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VSG Altglienicke, TSV Wedding – SG Rotation Prenzlauer Berg II.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 15. Spieltag am Montag, 29. Januar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 12. Spieltag: Beim Rückrundenstart stürmen die Männer des SC Potsdam an die Spitze

Aktualisierte Fassung mit weiteren Trainerstimmen – Stand: Montag, 8. Januar 2018 um 18 Uhr

Nach einer vierwöchigen Pause wurde am ersten Januar-Wochenende mit dem 12. Spieltag die Rückrunde der Saison 2017/2018 gestartet, was für manche favorisierten Teams nicht ohne Probleme war. So wurde bei den Männern der Spitzenreiter Dessau Volleys gestürzt, und der SC Potsdam stürmte an die Tabellenspitze. Doch dazu später.

Punktabzüge für die Männer

von CV Mitteldeutschland II

Noch vor Jahresultimo hatte es eine im Abstiegskampf nicht unerhebliche Entscheidung bei den Männern gegeben: Das Team von CV Mitteldeutschland II akzeptierte die aufgrund eines Regelverstoßes am 9. Spieltag im Heimspiel gegen MTV Mariendorf ausgesprochene Entscheidung des Regionalspielwarts Uwe Näthler und legte keinen Einspruch ein. Somit ist die Entscheidung mit der Spielwertung von 0:3 (0, 0, 0) – statt 3:0 (12, 24, 19) – rechtskräftig. Damit änderte sich vor dem Rückrundenstart auch die Platzierung am Tabellenende: Der USC Magdeburg rückte auf den neunten Platz (8 Punkte) vor, dahinter folgen als Zehnter Mitteldeutschland II (6 Punkte) und als Schlusslicht der MTV Mariendorf (5 Punkte). Da beim Start ins neue Jahr aus diesem abstiegsbedrohten Kreis sowohl Magdeburg als auch Mitteldeutschland II spielfrei waren und Mariendorf auswärts gegen den VfK Berlin-Südwest mit 0:3 (-14, -21, -20) den Kürzeren zog, änderte sich an dieser Tabellensituation nichts.

2:3-Verlierer Dessau am Ende

mit einem Punkt unzufrieden

Im Fokus des Rückrundenstarts standen bei den Männern zwei Begegnungen, die man von dem Tabellenbild her durchaus als Spitzenpaarungen bezeichnen konnte. Denn es trafen der SV Energie Cottbus (Tabellendritter/21 Punkte) und der Spitzenreiter Dessau Volleys (23 Punkte) sowie die TSGL Schöneiche II (Tabellensechster/17 Punkte) und der SC Potsdam (Tabellenzweiter/22 Punkte) aufeinander. Gerade hinsichtlich der Paarung Cottbus kontra Dessau drängte sich die Frage auf: Würde sich Dessau einen Ausrutscher leisten und damit Potsdam oder Cottbus unfreiwillig die Chance bieten, an die Tabellenspitze zu stürmen? Die Dessauer waren übrigens noch vor Weihnachten in der 3. Runde des VVSA-Pokals gescheitert. Im Halbfinale hatten sie unerwartet gegen den USC Magdeburg mit 1:3 verloren. Die Magdeburger unterlagen schließlich im Finale dem Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland mit 0:3.

Die Lausitzer, die in der Hinrunde am 3. Spieltag zu einem 3:0-Sieg in Dessau gelangt waren, taten sich lange Zeit schwer. Nach einer 2:0-Satzführung schienen sie auf dem Weg zum sicheren Heimerfolg. Doch dann kippte die Begegnung, und die Dessauer glichen zum 2:2-Satzstand aus. Erst das knappe 15:13 im Tiebreak sicherte Cottbus den umkämpften 3:2 (20, 20, -12, -16, 13)-Erfolg.

Der 34-jährige Cottbuser Zuspieler Mario Zimmer schilderte die Situation so: „Es war ein typisches Jahresauftaktspiel. Wir hatten drei Wochen mit dem Training pausiert und erst in der ersten Woche des neuen Jahres das Training wieder aufgenommen. Nach unseren ersten beiden Satzgewinnen wurden die Leistungen des Gegners immer stabiler, während bei uns der Spielfaden riss. So mussten wir in den Tiebreak. Hier wechselten wir bei eigener 8:6-Führung die Seiten. Aber es blieb bis zum Schluss eng. 15:13 im fünften Satz – das hätte genauso gut umgekehrt ausgehen können. Entscheiden war, dass wir in diesem Entscheidungssatz wieder zur spielerischen Konzentration zurückgefunden haben. Ein für die Zuschauer langes und spannendes Spiel, aber eben kein besonders schönes Spiel.“

Auf der Gegenseite kommentierte der Dessauer Trainer Ingo Häntschel das Geschehen so: „In den ersten beiden Sätzen entwickelte sich ein Spiel auf sehr hohem Niveau. Leichte Vorteile auf unserer Seite mit zwei, drei Punkten führend, konterte Cottbus vor allem durch ihre sehr guten Außen- bzw. Diagonalangreifer René Andörfer und David Roy. Im letzten Drittel der ersten beiden Sätze kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und gewannen die Sätze auch. Im dritten und vierten Satz konnten wir die kleinen Schwächephasen ausmerzen und die Sätze überraschend deutlich mit 25:12 und 25:16 gewinnen. Dabei entwickelten wir sehr viel Druck mit unserem Aufschlag und hatten somit leichtere Bedingungen beim Block und in der Feldabwehr. Im Tiebreak startete Cottbus besser (8:6 zum Seitenwechsel). Beim 9:9 waren wir ran und hatten beim Stand von 13:12 die Chance auf den Sieg. Da wir unsere letzten Angriffe jedoch nicht gut ausspielten, konnte letztendlich Cottbus jubeln. Aufgrund der schwierigen personellen Bedingungen - wir waren zu acht in Cottbus - hätte ich vor dem Spiel einen Punkt gern angenommen. Nach dem Spielverlauf und der Endphase haben wir jedoch einen Punkt liegengelassen. Dabei lasse ich nicht außer Acht, dass Cottbus ein würdiger Sieger dieses sehr guten Spiels ist.“

Verdiente Niederlage des

Gastgebers TSGL Schöneiche II

Die zwei Punkte für die siegreichen Cottbuser waren schließlich zu wenig, um in der Tabelle einen Schritt nach vorn zu tun. Das blieb dem Tabellenzweiten SC Potsdam vorbehalten, der mit einem topsicheren 3:0 (17, 15, 19) gegen Gastgeber TSGL Schöneiche II an die Tabellenspitze stürmte. Potsdam (25 Punkte) führt nunmehr das Feld vor Dessau (24), Cottbus (23) und VfK Berlin-Südwest (20) an. Schon in der Hinrunde hatten sich am 3. Spieltag die Potsdamer zu Hause gegen Schöneiche II durchgesetzt. Damals ging das Spiel über fünf Sätze. Davon war man diesmal weit entfernt.

„Das Ergebnis ist für Potsdam vollkommen verdient, auch in dieser Deutlichkeit“, meinte denn auch Schöneiches Kapitän Robert Brandt ohne Umschweife. „Potsdam bestimmte fast immer – sieht man vom Anfang des dritten Satzes ab – das Geschehen und spielte äußerst effektiv, clever und mit vollem Einsatz. Auch mit drei sehr jungen Spielern auf dem Feld eine klasse Leistung. Hut ab! Bei uns hatte die lange Trainingspause ihre Spuren hinterlassen. Dazu kam eine schlechte Annahme, die uns es unmöglich machte, ein ordentliches Spiel aufzubauen. Wir waren heute leider nicht in der Lage, unser Potenzial abzurufen gegen eine Potsdamer Mannschaft, die einfach fast gar keine Fehler machte. Für uns heißt es jetzt: Hart zu trainieren und es nächste Woche gegen den BVV besser zu machen. Unser Ziel bleibt unverändert, einen guten Platz im Mittelfeld weiter sichern.“

USV Potsdam sammelt weiter

Punkte für den Klassenerhalt

Punkte gegen den Abstieg sammeln – das war die Devise des USV Potsdam, der letzte Saison lange Zeit im Abstiegskampf verstrickt war. Als Tabellenachter (12 Punkte) stehen sie nun etwas komfortabler da und hatten vor diesem Spieltag bereits ein 6-Punkte-Polster gegenüber einem Abstiegsrang. Das sollte gegen den Tabellennachbarn Berliner Volleyballverein Vorwärts (7./15 Punkte) weiter ausgebaut werden, was mit dem 3:0 (20, 18, 19) auch gelang. Der Lohn: Beide Teams wechselten die Plätze. Potsdam ist nun Siebenter vor dem punktgleichen BVV (je 15). Thomas Schulze vom USV-Team war denn auch zufrieden: „Es war ein ungefährdeter 3:0-Erfolg. Der BVV konnte lediglich im dritten Satz mithalten. Wir haben mit diesen drei Punkten den Anschluss an das Mittelfeld endgültig hergestellt und werden in den kommenden Spielen versuchen, uns weiter nach oben zu arbeiten.“ Lobend hob er Mittelblocker Robert Müller, der für eine stabile Annahme sorgte und als wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde, und auch Richard Dalbock hervor, der im Zuspiel überzeugte.

Frauen: Im Gleichschritt an der Spitze

und Platzwechsel im Tabellenkeller

Bei den Frauen war das Spitzenduo mit dem Halbserienmeister SG Rotation Prenzlauer Berg II (29 Punkte) auswärts gegen den SV Energie Cottbus (5./16 Punkte) und der USV Potsdam (2./28 Punkte) zu Hause gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts (7./12 Punkte) eindeutig favorisiert, wobei die Prenzelbergerinnen mit den Lausitzerinnen nach der Papierform auf den schwereren Gegner trafen. Cottbus hatte sich eine Woche vor Weihnachten im Nachholspiel vom 1. Spieltag mit einem mühsamen 3:2 (21, -19, -16, 21, 14)-Auswärtssieg gegen den BVV punktemäßig dichter an das führende Quartett herangeschoben. Prenzlauer Berg war also gewarnt.

Tatsächlich mussten die Prenzelbergerinnen gleich den ersten Satz mit 13:25 abgeben – es war der erst vierte Satzverlust in dieser Saison! Doch danach drehte Prenzlauer Berg in gewohnter Manier auf und gelangte zum sicheren 3:1 (-13, 8, 11, 16)-Auswärtssieg.

Auch der unmittelbare Verfolger USV Potsdam musste auf eigenem Parkett gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts einen Satz abgeben, ließ sich aber unterm Strich beim 3:1 (16, -24, 21, 15) nicht außer Tritt bringen. USV-Trainer Thomas Schulze bemängelte schließlich: „Wir haben gegen den BVV einen Satz verschenkt. Vor allem ein mangelhaftes Aufschlagspiel sorgte im zweiten Abschnitt für den 24:26-Satzverlust, denn neun Aufschlagfehler konnte die Mannschaft um Kapitänin Martina Gast nicht kompensieren. Danach erarbeitete sich das Team den dritten Satz, im vierten Abschnitt war dann der Widerstand des BVV gebrochen.“

Nach der gegenwärtigen Tabellensituation an der Spitze mit dem Fast-Gleichschritt von Prenzlauer Berg II (32 Punkte) und Potsdam (31), die also nach wie vor nur ein Punkt trennt, könnte am nächsten 13. Spieltag mit der Begegnung Prenzlauer Berg kontra Potsdam vermutlich eine Titel-Vorentscheidung fallen. In der Hinrunde hatten die Potsdamerinnen nach einer 2:1-Satzführung denkbar knapp mit 2:3 (-26, 18, 25, -21, -9) verloren. Es kann also durchaus noch recht spannend werden.

Halles Trainer lobt: „Konstant

und konsequent durchgespielt

Zwei Teams, die mit 18 Zählern punktgleich hinter dem führenden Duo auf der Lauer lagen, trafen gleich zu Jahresbeginn direkt aufeinander: USV Halle (4.) kontra TSV Spandau 1860 (3.). Die Hallenserinnen setzten sich zu Hause mit 3:0 (20, 10, 13) sicher durch und schoben sich mit 21 Punkten vor Spandau (18) auf den dritten Tabellenplatz vor. Die Kluft zum Führungsduo ist mit mindestens 10 Punkten aber gewaltig!

Halles Trainer Axel Göbel fasste seine Eindrücke vom Spiel Dritter gegen Vierter folgendermaßen zusammen: „Überschreiben möchte ich den Abend: konstant und konsequent durchgespielt. Nach nur zwei Trainingseinheiten im neuen Jahr war nicht so ganz klar, wo wir stehen. Der erste Satz war umkämpft. Beide Teams nahmen gut an und wehrten gut ab, nur im Angriff wollte keiner so richtig eine Lösung finden. Erst zum Ende des Satzes wurden unsere Angriffsaktionen genauer und bescherten uns den ersten Satzgewinn im neuen Jahr. Die Sätze zwei und drei sind schnell erzählt: Bei Spandau ging so ziemlich nichts mehr. Die im ersten Satz noch so stabile gegnerische Annahme bekam nur noch wenige Bälle nach vorn, dazu fielen einfachste Bälle zu Boden, und im Angriff wurden sehr viele Geschenke verteilt. Mit der Sicherheit des ersten gewonnen Satzes spielten wir mit viel Spaß und vor allem mit ordentlichem Tempo. Die Annahme und die Abwehr funktionierten durchweg. Das gab noch mehr Mut. So konnten wir mit engagiertem Angriffsspiel und druckvollen Aufschlägen einen zu jeder Zeit ungefährdetem 3:0-Sieg einfahren. Nach dem Spiel verstand ich meinen Trainerkollegen, der mir vor dem Spiel schon sein Leid über seine große Verletztenliste geklagt hatte. Wir dürfen an den kommenden beiden Wochenenden wieder in Berlin spielen: zuerst beim BVV, gegen den wir im Hinspiel nichts zu bestellen hatten, und dann in Altglienicke. Wir sind motiviert und voller Tatendrang. Der dritte Tabellenplatz sollte unser Selbstvertrauen ordentlich festigen.“

Brandenburgerinnen geben

ein Lebenszeichen von sich

Im Abstiegskampf gab Schlusslicht SF Brandenburg 94 ein Lebenszeichen von sich. Aufsteiger SG Einheit Zepernick wurde mit 3:0 (25, 17, 20) geschlagen. Der dritte Saisonsieg änderte allerdings an der Tabellenposition nichts. Doch mit nunmehr acht Punkten sind die Brandenburgerinnen dichter an die unmittelbaren Abstiegskandidaten herangerückt. Neuer Tabellenvorletzter ist der Neuling TSV Wedding (9 Punkte), der gegen den bisherigen Vorletzten VfK Berlin-Südwest keinen Punkt gewann, obwohl die Partie durchaus dramatisch verlief. Aber am Ende setzten sich die Südwestlerinnen mit 3:0 (22, 26, 22) durch und rückten auf den achten Rang (11 Punkte).

Neuer Drittletzter ist die diesmal spielfreie VSG Altglienicke (10 Punkte). Eine enge Kiste also im Kampf gegen den Abstieg, der am Ende drei Teams trifft. Da zwischen dem Drittletzten und dem Tabellensechsten SG Einheit Zepernick lediglich eine 2-Punkte-Differenz besteht, ist nach augenblicklicher Lage die halbe Frauen-Staffel vom Abstieg bedroht!

Der Spieltag im Überblick

Männer, 12. Spieltag am 6. Januar 2018: VfK Berlin-Südwest – MTV Mariendorf 3:0. Am 7. Januar 2017: USV Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, SV Energie Cottbus – Dessau Volleys 3:2, TSGL Schöneiche II – SC Potsdam 0:3.

Frauen, Nachholspiel am 17. Dezember 2017 (vom 1. Spieltag): Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus 2:3. 12. Spieltag am 6. Januar 2018: SF Brandenburg 94 – SG Einheit Zepernick 3:0, VfK Berlin-Südwest – TSV Wedding 3:0, USV Halle – TSV Spandau 1860 3:0. Am 7. Januar 2018: USV Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:1, SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg II 1:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 13. Spieltag am 13. Januar 2018: MTV Mariendorf – SV Energie Cottbus. Am 14. Januar 2018: Berliner Volleyballverein Vorwärts – TGL Schöneiche, Dessau Volleys – USV Potsdam.

Männer, 14. Spieltag am 20. Januar 2018: Dessau Volleys – Berliner Volleyballverein Vorwärts, VC Olympia Berlin II – SC Potsdam, VfK Berlin-Südwest – CV Mitteldeutschland II. Am 21. Januar 2018: SV Energie Cottbus – USC Magdeburg, USV Potsdam – MTV Mariendorf.

Frauen, 13. Spieltag am 13. Januar 2018: SG Einheit Zepernick – VfK Berlin-Südwest, SG Rotation Prenzlauer Berg – USV Potsdam. Am 14. Januar 2018: TSV Spandau 1860 – VSG Altglienicke, Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Halle, TSV Wedding – SV Energie Cottbus.

Frauen, 14. Spieltag am 20. Januar 2018: SG Rotation Prenzlauer Berg II – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SF Brandenburg 94 – TSV Spandau 1860. Am 21. Januar 2018: SV Energie Cottbus – SG Einheit Zepernick, USV Potsdam – TSV Wedding, VSG Altglienicke – USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint mit einer Zusammenfassung vom 13. und 14. Spieltag am Dienstag, 23. Januar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

10.12.2017

Wochenumschau nach dem 11. Spieltag: Prenzelbergerinnen erwartungsgemäß inoffizieller Halbzeitmeister

Mit dem 11. Spieltag ist die erste Halbserie der Regionalliga Nordost beendet. Zugleich ist damit das Spieljahr 2017 so gut wie abgeschlossen. Die 27. Nordostdeutsche Regionalligasaison wird nach einer vierwöchigen Pause am 6./7. Januar 2018 mit dem 12. Spieltag fortgesetzt. Das Saisonfinale steht dann am 21. April 2018 für die Frauen und am 22. April 2018 für die Männer an. Bis dahin ist es aber noch ein Stück des Weges, bis die beiden Regionalmeister und die Direktabsteiger – zwei bei den Männern und drei bei den Frauen – feststehen.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert: Auf Beschluss des Regionalspielausschusses (RSA) umfassen beide Staffeln jeweils 11 Mannschaften plus gegebenenfalls die Talenteteams des VC Olympia Berlin II. Bei den Frauen ist die 11er Quote ohne VCO-Teilnahme erfüllt, so dass es hier drei direkte Ab- und dementsprechend drei direkte Aufsteiger gibt. Bei den Männern sind hingegen nur 10 Mannschaften plus VCO Berlin II in die Saison 2017/2018 gegangen, weil der KSC ASAHI Spremberg seine Mannschaft kurzfristig zurückgezogen hat. Somit gibt es hier zwar drei Direktaufsteiger, aber eben nur zwei direkte Absteiger, sofern nicht aus der Dritten Liga Nord Mannschaften aus dem Nordost-Regionalbereich absteigen.

Mit dem zurückliegenden 11. Spieltag ist nunmehr das zumeist verschobene Tabellenbild in beiden Staffeln einigermaßen im Lot, weil die meisten Mannschaften 10 Spiele ausgetragen haben. Mit der Ausnahme: Bei den Frauen haben der SV Energie Cottbus und der Berliner Volleyballverein Vorwärts zur Stunde lediglich neun Spiele absolviert. Hier gibt es ein Nachholspiel vom 1. Spieltag mit BVV gegen Cottbus am 17. Dezember 2017. Danach gibt es auch in der Frauenstaffel einen absoluten Gleichstand nach Spielen.

Männer: Mit Dessau und SC Potsdam

ein unerwartetes Duo an der Spitze

Das Fazit der ersten Halbserie bei den Männern: Mit dem Aufsteiger Dessau Volleys (23 Punkte), der sich schon vor einer Woche die inoffizielle Halbzeitmeisterschaft gesichert hatte (der gewohnheitsmäßige Begriff „Herbstmeister“ verbietet sich, weil inzwischen der kalendarische Winteranfang Einzug gehalten hat) und dem SC Potsdam (22 Punkte), letzte Saison noch als VC Potsdam-Waldstadt spielend, liegen zwei Mannschaften an der Tabellenspitze und damit auf Titelkurs, die man vor Saisonbeginn dort nicht unbedingt erwartet hatte. Nach Lage der Dinge peilen beide Teams jedoch nicht unbedingt den Aufstieg in die Dritte Liga Nord an. Zum Fazit gehört auch die negative Überraschung, dass der Ex-Drittligist USC Magdeburg als Tabellenvorletzter um den Klassenerhalt ringt. Es wäre ein Desaster, wenn die Magdeburger tatsächlich Schritt für Schritt von der 2. Bundesliga Nord bis in die Landesoberliga von Sachsen-Anhalt abstürzen würden.

Die bislang so beeindruckend aufspielenden Dessauer waren an diesem letzten Spieltag im alten Jahr spielfrei. Dafür mussten die beiden unmittelbaren Verfolger aufs Parkett: der Tabellenzweite SV Energie Cottbus und der Tabellendritte SC Potsdam, die mit jeweils 19 Punkten gleichauf lagen. Für sie ging es also darum, den Dessauern dicht auf den Fersen zu bleiben. Die Cottbuser trafen im Auswärtsspiel auf den VfK Berlin-Südwest. Beide Mannschaften waren 3:2-Gewinner des vorherigen Spieltages. Die Lausitzer knüpften an den schwer erkämpften 5-Satz-Heimsieg vor einer Woche gegen die Jungen des VC Olympia Berlin II an. Auch diesmal mussten sie über fünf Sätze gehen, ehe nach einem 1:2-Satzrückstand der umkämpfte 3:2 (20, -21, -22, 22, 19)-Erfolg feststand. Die im Mittelfeld liegenden Südwestler waren dem Spielgewinn greifbar nahe, denn im wiederholt verlängerten Tiebreak hatte sie am Ende unglücklich mit 19:21 (!) das Nachsehen. Immerhin wurden sie mit einem Punkt belohnt.

Potsdam als Tabellenzweiter

im ungebremsten Höhenflug

Für die Cottbuser hatte der Punktverlust die Folge, dass sie vom zweiten auf den dritten Rang zurückfielen und dem SC Potsdam den Vortritt lassen mussten. Die zuletzt erfolgreichen Potsdamer (3:0 gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten MTV Mariendorf) ließen zu Hause gegen Magdeburg nichts anbrennen, schlugen die Elbestädter erwartungsgemäß mit 3:1 (23, 22, -29, 12) und sicherten sich damit weitere drei Punkte. Dabei wollten sich die Magdeburger, die vor eine Woche im Sachsen-Anhalt-Derby gegen CV Mitteldeutschland II ihren ersten Auswärtspunkt erkämpft hatten, in Potsdam so teuer wie möglich verkaufen. Sie hatten eigens in einem Testspiel unter der Woche gegen den unterklassigen Burger VC 99 an ihren Schwächen gearbeitet und alle Hoffnungen darauf gesetzt, dafür wenigsten mit einem weiteren Auswärtspunkt belohnt zu werden. Doch mehr als der spektakuläre Gewinn des dritten Satzes mit 31:29 sprang für die Schützlinge um Trainer Marko Schulz nicht heraus.

„Der zweite Platz zum Ende der ersten Halbserie übertrifft unsere Erwartungen“, räumte Potsdams 30-jähriger Außen-Annahme-Spieler Jakob Violet ein. „Zwar ist die Mannschaft gegenüber der Vorsaison weitgehend zusammengeblieben, sie ist auch reifer und abgeklärter geworden, doch acht Siege in zehn Spielen – das ist einigermaßen überraschend.“ Violet verwies aber darauf, dass es im Team um Trainer Gregor Steinke doch einige Verunsicherungen gegeben hatte. „Unser etatmäßiger Zuspieler stand uns von Anbeginn nicht zur Verfügung. So musste praktisch über Nacht der erst 16-jährige Kai Wieser in diese wichtige Rolle hineinwachsen. Dass er inzwischen viermal zum wertvollsten Spieler gewählt wurde, zuletzt auch gegen Magdeburg, verdeutlicht, wie stark er seine neue Rolle in unserer Mannschaft angenommen hat und ausübt.“ Noch einen Vorteil hebt Jakob Violet hervor: „Wir haben auch gegen Magdeburg mehrfach in der Endphase mit zwei Punkten zurückgelegen. Doch im Gegensatz zu früher haben wir uns gerade im Endkampfverhalten steigern und solche Sätze noch gewinnen können.“

Im dritten Männer-Spiel vor dem Jahreskehraus ging es in der vom 20. Spieltag vorgezogenen Begegnung zwischen dem Berliner Volleyballverein Vorwärts (Viertletzter mit 12 Punkten) und CV Mitteldeutschland II (Drittletzter mit 9 Punkten) um wertvolle Punkte für den Klassenerhalt. Der BVV nutzte seinen Heimvorteil perfekt und fertigte die Anhaltiner mit 3:0 (16, 15, 21) deutlich ab und rückte auf den siebenten Rang vor.

Somit überwintern in der Abstiegszone Aufsteiger MTV Mariendorf als Schlusslicht (2 Punkte), Magdeburg als Vorletzter (8 Punkte) und Mitteldeutschland als Drittletzter (9 Punkte). Wenn die Mitteldeutschen wegen eines Regelverstoßes sogar noch drei Punkte aus dem eigentlich gewonnenen Spiel gegen Mariendorf abgesprochen bekommen, wird deren Lage noch schwieriger. Man muss kein Prophet sein: Aus diesem Trio dürften die zwei potenziellen Direktabsteiger kommen.

Frauen: Prenzlauer Berg hat

allen Grund zum Feiern

Im Gegensatz zu den Männern stand bei den Frauen an diesem letzten Spieltag vor der Jahreswende ein volles Programm mit fünf Partien an. Dabei gab es keine Zweifel daran, dass sich der Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II in seinem zehnten Saisonspiel auswärts gegen den Neuling VSG Altglienicke die nötigen Punkte zum Halbzeitmeistertitel holen würde. Mit einem 3:0 (23, 14, 13)-Auswärtssieg machten die Prenzelbergerinnen die Halbzeitmeisterschaft perfekt. Gratulation an das Team um die Trainer Klaus und Heike Helmke!

„Nun werden wir am kommenden Dienstag in einem Berliner Bowlingcenter die Halbserie sportlich ausklingen lassen und den Herbstmeistertitel gebührend feiern“, so Klaus Helmke. Für Prenzlauer Berg war es der zehnte Sieg im zehnten Saisonspiel. Beinahe drohte jedoch die Topbilanz mit 30:3 Sätzen geschwächt zu werden. Denn der erste Satz wurde mit Ach und Krach mit 25:23 gewonnen. „Dafür gibt es eine einfache Erklärung“, so Klaus Helmke. „Zum einen haben wir zwei starke Spielerinnen an unsere erste Mannschaft, die in der Dritten Liga Nord im Spitzenfeld liegt, abgegeben. Zum anderen und das ganz besonders: Unsere beiden auf der Liberoposition spielenden Frauen standen uns krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. So musste ich gegen Altglienicke die schon 31-jährige Jennifer Schermacher sozusagen reaktivieren. Sie brauchte natürlich ein bisschen Zeit, um sich als Libera ins Spiel reinzufinden. Folglich lief unser Spiel nicht wie gewohnt von Anbeginn reibungslos, so dass wir etliche Punkte abgaben und beinahe noch in Bedrängnis geraten wären. Aber am Ende hat es zum 25:23-Satzgewinn gereicht. Der Rest war nur noch Formsache. Nun wird gefeiert!“

Neben Prenzlauer Berg ist auch der nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter liegende USV Potsdam (28 Punkte) auf Titelkurs. Potsdam war eindeutiger Favorit gegen das gastgebende Schlusslicht SF Brandenburg 94 und wurde dieser Rolle beim 3:0 (12, 16, 15) auch gerecht. Mit diesem Sieg bereits am Sonnabend rückten die Potsdamerinnen zumindest über Nacht an die Tabellenspitze, ehe sie tags darauf wieder von Prenzlauer Berg verdrängt wurden.

Die Aufstiegsfrage völlig offen,

dafür halbe Staffel abstiegsbedroht

Die hinter dem Spitzenduo liegenden Verfolgern TSV Spandau 1860 und USV Halle trafen auf Neulinge: Spandau zu Hause auf die SG Einheit Zepernick und Halle auf den TSV Wedding. Die Rollenverteilung schien also klar. Doch während sich die Hallenserinnen beim 3:1 (-23, 20, 13, 12) gegen Wedding erwartungsgemäß drei Punkte sicherten, ließen die Spandauerinnen beim 0:3 (-21, -23, -19) gegen Zepernick (siehe Foto oben) Federn. Nunmehr sind Spandau als Tabellendritter und Halle als Tabellenvierter mit jeweils 18 Punkten gleichauf, haben aber schon 10 bzw. 11 Punkte Rückstand zum führenden Duo. Was das für die mögliche Aufstiegsanwartschaft in die Dritte Liga Nord bedeutet, lässt sich zur Stunde nicht absehen. Prenzlauer Berg, Potsdam und auch Halle wollen aus unterschiedlichen Gründen nicht nach oben. Ob Spandau das Risiko eingeht, ist ungewiss.

Seinen fünften Tabellenplatz festigte der SV Energie Cottbus (14 Punkte). Allerdings mussten die Lausitzerinnen mit dem 3:2 (22, -25, -17, 25, 6) beim Tabellenvorletzten VfK Berlin-Südwest einen Punkt abgeben. Für die Südwestlerinnen, denen offensichtlich im Tiebreak (6:15) die Luft ausgegangen war, am Ende aber ein wertvoller Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

In dem 11er-Feld haben Brandenburg (11./5 Punkte), Berlin-Südwest (10./8 Punkte) und Wedding (9./9 Punkte) die schlechtesten Karten, um am Saisonende nicht zu den drei Direktabsteigern zu gehören. Nur geringfügig besser stehen Altglienicke (8./10 Punkte), der BVV (7./11 Punkte) und Zepernick (6./12 Punkte) da. Kurzum: Die Hälfte der Frauenstaffel ist abstiegsbedroht. Das ist Zündstoff für die zweite Halbserie!

Der Spieltag im Überblick

Männer 11. Spieltag am 9. Dezember 2017: VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus 2:3, SC Potsdam – USC Magdeburg 3:1. Vorgezogenes Spiel am 9. Dezember 2017 (vom 20. Spieltag): Berliner Volleyballverein Vorwärts – CV Mitteldeutschland II 3:0.

Frauen, 11. Spieltag am 9. Dezember 2017: VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus 2:3, SF Brandenburg 94 – USV Potsdam 0:3, USV Halle – TSV Wedding 3:1, TSV Spandau 1860 – SG Einheit Zepernick 0:3. Am 10. Dezember 2017: VSG Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg II 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer, 12. Spieltag am 6. Januar 2018: VfK Berlin-Südwest – MTV Mariendorf. Am 7. Januar 2017: USV Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SV Energie Cottbus – Dessau Volleys, TSGL Schöneiche II – SC Potsdam.

Frauen, Nachholspiel am 17. Dezember 2017 (vom 1. Spieltag): Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus. 12. Spieltag am 6. Januar 2018: SF Brandenburg 94 – SG Einheit Zepernick, VfK Berlin-Südwest – TSV Wedding, USV Halle – TSV Spandau 1860. Am 7. Januar 2018: USV Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts, SV Energie Cottbus – SG Rotation Prenzlauer Berg II.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem Start in die zweite Halbserie mit dem 12. Spieltag voraussichtlich am Montag, 8. Januar 2018. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

04.12.2017

Wochenumschau nach dem 10. Spieltag: Aufsteiger Dessau Volleys bei den Männern inoffizieller Halbzeitmeister

Korrigierte Fassung zu Dessau Volleys - Stand Dienstag, 5. Dezember 2017 um 20.30 Uhr

Was für ein Paukenschlag am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost bei den Männern: Die Dessau Volleys, die drei direkte Aufstiege (Landesliga, Landesoberliga, Regionalliga) hinter sich haben und die vor einer Woche an die Tabellenspitze gestürmt sind, sind nicht aufzuhalten. Mit dem 3:1 (15, 19, -27, 23)-Heimsieg über den Ex-Spitzenreiter TSGL Schöneiche II behaupteten die Dessauer nicht nur die Tabellenführung, sondern sind damit auch inoffizieller Halbzeitmeister! Gratulation an die tollen jungen Burschen in Dessau!

Ihr Trainer Ingo Häntschel ist auch ziemlich überrascht: „Als Neuling nun Halbzeitmeister – das übertrifft alle Erwartungen und war keinesfalls vorauszusehen. Aber die Mannschaft hat sich in dieser ersten Spielserie in der für sie neuen Spielklasse toll entwickelt. Aber ich sage auch: Es ist erst die erste Hälfte der Saison gespielt und ein schöner Zwischenstand. Es steht uns noch ein schwerer Weg bevor.“ Klar scheint zumindest nach dem aktuellen Erkenntnisstand: Einen vierten Aufstieg in Folge schließen die Dessauer aus. Die Mannschaft, deren ursprüngliches Ziel der Klassenerhalt war und ist, soll sich in der vierthöchsten deutschen Spielklasse festigen und möglichst etablieren. Danach, so hört man aus Dessau, werde man weiter sehen.

Im Spitzenspiel auf heimischem Parkett gegen Schöneiches zweite Mannschaft haben die Volleys nach den Worten ihres Trainer „nahtlos an die Leistung vor einer Woche beim 3:0 auswärts gegen den SC Potsdam angeknüpft, gekämpft und gut gespielt und vor allem gegen die Schöneicher Angriffe sehr gut geblockt. In den ersten beiden Sätzen waren wir dem Gegner in allen Elementen überlegen.“ Beim 27:29-Verlust des dritten Satzes hatte Dessau schon 24:21 geführt, aber es dann bei den Matchbällen übertrieben, wie Ingo Häntschel ergänzte. Das sei ein bisschen wie Harakiri gewesen, so dass es statt 3:0 „nur“ 2:1 stand. Im vierten Satz habe sich die Mannschaft wieder auf ihr konstantes spielerisches Vermögen besonnen, ist aber in der Endphase noch ein wenig ins Schlingern geraten. Doch mit dem knappen 25:23-Satzgewinn wurde der achte Saisonsieg perfekt gemacht. Der Coach lobte insbesondere die Abwehrleistung seiner Mannschaft und hob dabei besonders den erfahrenen 30-jährigen Libero Tommy Dunke hervor.

Mit nunmehr 23 Punkten aus zehn Spielen und acht Siegen können die Dessauer auch am nächsten 11. und damit letzten Spieltag in diesem Jahr, an dem sie selbst spielfrei sind, von den drei punktgleichen Verfolgern SV Energie Cottbus und SC Potsdam (jeweils 19 Punkte aus 9 Spielen/7 Siege) sowie vom VC Olympia Berlin II (19 Punkte aus 10 Spielen/6 Siege) nicht mehr überflügelt werden.

Cottbuser behaupteten sich mit 3:2

gegen die bärenstarken VCO-Jungen

Mit der Begegnung des SV Energie Cottbus gegen den VC Olympia Berlin II gab es ein weiteres Spitzenspiel zwischen dem bis dato Tabellenzweiten (VCO/18 Punkte) und Tabellendritten (Cottbus/17 Punkte), das mit einem 3:2 (-22, 14, -24, 10, 18)-Heimerfolg der Lausitzer endete. Damit rückte Cottbus auf den zweiten Rang vor, die VCO-Talente fielen auf den vierten Rang zurück.

Der Cottbuser Trainer Javor Takev kommentierte das Geschehen so: „Der VCO ist in dieser Saison eine bärenstarke Truppe, die schon sehr zeitig auf sehr hohem Niveau spielt. Wir haben das zu spüren bekommen. Nach den letzten Ergebnissen der Berliner war ich zunächst einigermaßen zufrieden, wie gut wir im ersten Satz mitgehalten haben. Kleine Unkonzentriertheiten unsererseits erst zum Satzende nutzten die Berliner gnadenlos aus und entschieden den Satz mit 25:22 für sich. Wie deutlich wir die Sätze 2 und 4 gestaltet haben, hat mich dann doch überrascht, zumal wir wegen Verletzungen und familiärer Verpflichtungen auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten mussten. Zwei Spieler nahmen zudem angeschlagen auf der Reservebank Platz. Insofern sollten wir nicht dem knapp verlorenen dritten Satz und damit den drei Punkten nachtrauern, sondern uns über die zwei gewonnen Punkte freuen. Dass es im fünften Satz mit 20:18 und sechs Matchbällen für uns noch so dramatisch und spannend wurde, mochte zwar für die Zuschauer schön sein. Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten den zwischenzeitlichen 6:3-Vorsprung sicher ins Ziel gebracht. Tragisch für die Berliner: Ihr Diagonalangreifer knallte uns den Ball bei 18:19 zwar sehenswert aus dem Rückraum ins Feld, übertrat dabei aber hauchdünn die Angriffslinie. Da hatten wir Glück. Doch wie ich schon eingangs sagte: Von diesen Jungs werden wir noch eine Menge hören, da bin ich mir sicher.“

Magdeburgs erster Auswärtspunkt

gegen CV Mitteldeutschland II

Im Sachsen-Anhalt-Derby standen sich in der vom 19. Spieltag vorgezogenen Partie mit CV Mitteldeutschland II und dem USC Magdeburg in der Jahrhunderthalle in Spergau zwei punktgleiche Abstiegskandidaten (je 7 Punkte) gegenüber. Die Magdeburger wollten als Vorletzter gegen den Drittletzten endlich wieder Punkte holen. Magdeburgs Trainer Marko Schulz setzte dabei auf das Prinzip Hoffnung: „Nachdem wir uns zuletzt gegen den Berliner VV mehr schlecht als recht verkauft haben, wird es nun neben dem Umsetzen der taktischen Vorgaben und der Vermeidung von Eigenfehlern vor allem darum gehen, dass die Jungs den Willen und die Motivation aufbringen, zu gewinnen. Das fehlte zuletzt gegen den BVV über zweieinhalb Sätze.“ Aber die Mitteldeutschen sind vor allem zu Hause nicht zu unterschätzen. Mit 3:2 (-25, -22, 25, 22, 11) feierten sie schließlich auch einen Heimerfolg. Die Magdeburger mussten sich nach einer 2:0-Satzführung mit einem Punkt begnügen. Es war der erste Auswärtspunkt für den Drittliga-Absteiger in dieser Saison!

Aus der 0:3-Pleite zuletzt beim Berliner VV zog das Magdeburger Team nicht nur im Training, sondern auch am Spieltag selbst Konsequenzen. So reisten die Elbestädter früher an und gönnten sich nach zweistündiger Fahrt einen Spaziergang, um locker und entspannt in die Partie zu starten. Diese Methode schien Erfolg zubringen, denn in den ersten beiden Durchgängen wurde der Gastgeber ordentlich geärgert. Dabei zeichnete sich insbesondere Kapitän Lorenz Teege aus, der es nicht nur spielerisch, sondern auch emotional verstand, sein Team zu führen. Auch Friedemann Steinwerth fand in beiden Sätzen zur gewohnten Stärke und platzierte ein ums andere Mal den Ball auf dem gegnerischen Parkett. Große Stärke bis hierhin war das eigene Aufschlagspiel, mit dem es immer wieder gelang, die Gastgeber unter Druck zu setzen, so dass die Sätze mit 27:25 und 25:22 an die Magdeburger gingen. Auch im dritten Durchgang schien das Konzept lange aufzugehen. Zur Satzmitte lagen die Magdeburger sogar mit fünf Punkten in Führung (15:10). Den Spielgewinn bereits vor Augen, schlichen sich dann aber immer mehr Eigenfehler ein, so dass der komfortable Vorsprung schmolz. Zum Satzende hin entwickelte sich ein wahrer Krimi, den die Gastgeber mit 27:25 für sich entscheiden konnten. Einen ähnlichen Verlauf gab es auch im vierten Satz, der lange Zeit hart umkämpft war und nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 25:22 an den Gastgeber ging. Mit dem 2:2-Satzgleichstanbd nach fast zwei Stunden Spieldauer musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Hier setzte Trainer Marko Schulz auf ein anderes Spielkonzept. Leider nur mit mäßigem Erfolg, denn seine Mannschaft konnte dem andauernden Druck des Gegners nicht standhalten. Mit 15:11 sicherten sich die Mitteldeutschen den 3:2-Erfolg. „Einerseits ist der erste Auswärtspunkt natürlich ein Grund zur Freude, allerdings schmerzt es doch, dass wir drei sichere Punkte verschenkt haben“, so Magdeburgs Coach. „Erfreulich ist, dass wir uns deutlich gegenüber dem letzten Auswärtsspiel steigern konnten. Wenn wir das am nächsten Spiel beim SC Potsdam auch schaffen, ist da vielleicht auch etwas Zählbares drin.“

Am Tabellenende wechselten beide Mannschaften die Plätze. Aber die Lage ist für Mitteldeutschland II als Drittletzter (9 Punkte) und Magdeburg als Vorletzter (8 Punkte) weiterhin bedrohlich. Schlusslicht bleibt der Neuling MTV Mariendorf (2 Punkte), der zu Hause gegen den SC Potsdam mit 1:3 (-16, 19, -21, -22) den Kürzeren zog.

Vor diesem Schlusstrio liegt unverändert der Berliner Volleyballverein Vorwärts (12 Punkte), der zu Hause gegen den VfK Berlin-Südwest knapp mit 2:3 (22, 23, -21, -19, -12) scheiterte, aber wenigstens mit einem Punkt belohnt wurde.

Mitteldeutschland droht

Spielverlust gegen Mariendorf

Ein Nachtrag zum Spiel vor einer Woche CV Mitteldeutschland II gegen MTV Mariendorf, das der Gastgeber mit 3:0 gewonnen hatte, ist noch nötig. Durch die Heimmannschaft wurde das Spiel eigenmächtig, ohne Information und ohne Zustimmung der spielleitenden Stellen (Staffelleiter bzw. Spielleiter) aus der angesetzten (zugelassenen) „Jahrhunderthalle Spergau“ in die Sporthalle der Johann-Gottfried-Borlach-Sekundarschule in Bad Dürrenberg verlegt. Diese Spielhalle ist dem Staffelleiter bzw. Spielleiter betreffs der Hallenbeschaffenheit und der Hallenmaße gemäß der internationalen Volleyballregeln nicht bekannt und gilt demnach als „nicht zugelassen“ für den Spielbetrieb der Regionalliga Nordost. Eine Meldung bzw. Antrag auf Zulassung gemäß 2.2.7 RSO Nordost durch den gastgebenden Verein erfolgte nicht. Der MTV Mariendorf hatte vor dem Spiel seine Nichtzustimmung für diese Spielhalle erklärt. Dem CV Mitteldeutschland II droht aufgrund des Regelverstoßes ein „Spielverlust“ mit der Wertung 0 Punkte, 0:3 Sätze und 0:75 Bälle. Die Entscheidung des Regionalspielwarts Uwe Näthler ist noch nicht rechtskräftig, weil dagegen innerhalb einer Frist von 14 Tagen Einspruch eingelegt werden kann.

Prenzelbergerinnen dicht vor

dem Halbzeitmeistertitel

Ganz so weit wie die Dessau Volleys bei den Männern sind die Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg II noch nicht. Sie haben nach neun Spielen aber schon eine Hand am Halbzeitmeistertitel. Nach dem 3:0 (15, 22, 19)-Heimsieg über den leistungsstarken Aufsteiger USV Halle liegen die Prenzelbergerinnen mit 26 Punkten einen Punkt vor dem Verfolger USV Potsdam, der Neuling VSG Altglienicke mit 3:0 (15, 18, 15) abfertigte. Tabellendritter ist der TSV Spandau 1860, der ebenfalls gegen einen Aufsteiger, nämlich TSV Wedding, mit 3:0 (14, 24, 23) die Oberhand behielt. Nach Lage der Dinge ist nicht davon auszugehen, dass Prenzlauer Berg im letzten Spiel dieses Jahres auswärts gegen VSG Altglienicke Punkte abgibt.

Prenzlauer Berg ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen und weist einen imponierenden Satzstand von 27:3 auf. Die einzigen Satzverluste stammen aus den beiden siegreichen Auswärtsspielen gegen den BVV (3:1) und den USV Potsdam (3:2). Dabei war sich Trainer Klaus Helmke vor der Begegnung gegen den starken USV Halle nicht so sicher, ob es einen 3:0-„Durchmarsch“ geben würde. „Die Hallenserinnen haben sehr gut gespielt. Sie waren der bislang stärkste Gegner, auf den wir in dieser Saison getroffen sind. Halle ist nach meinem Dafürhalten sogar noch stärker als Potsdam. Wir haben uns auch speziell auf dieses Spiel vorbereitet und ein zusätzliches Training absolviert. Doch mit einer sehr konzentrierten Leistung haben wir dem Gegner kaum eine Chance gelassen.“

Angesichts der sportlichen Dominanz der Prenzelbergerinnen stellt sich nach dem vierten 3:0 in Folge die Frage: Was motiviert diese Mannschaft, die praktisch um die „goldene Ananas“ spielt? Denn nach Aussage von Klaus Helmke bleibt es bei der unverrückbaren Position, dass die zweite Mannschaft nicht in die Dritte Liga aufsteigen wird, selbst wenn die dort spielende erste Mannschaft am Ende der Saison den Sprung in die 2. Bundesliga Nord wagt. „Die Motivation“, so sagt Helmke, „schöpft die Mannschaft aus dem Ziel, Regionalmeister zu werden. Diesen Titel haben wir in der letzten Saison als Vizemeister hinter dem TSV Tempelhof-Mariendorf verspielt, dem wir in beiden Spielen mit 2:3 unterlegen waren. Das soll uns diese Saison nicht wieder passieren. Aber wir nehmen unsere Tabellenführung nicht auf die leichte Schulter. Ich denke, dass die Rückrundenspiele zu Hause gegen den USV Potsdam am 13. Spieltag am 13. Januar und beim USV Halle am 19. Spieltag am 10. März die Entscheidung bringen.“

Was zeichnet die Mannschaft neben der Motivation, wieder mal Meister zu werden, aus? In der Regionalliga war Prenzlauer Berg zuletzt in den Jahren 2013 bis 2015 zu Titelehren gekommen. „Wir haben einen 19 Spielerinnen umfassenden Kader und eine gute Mischung aus Alt und Jung. Drei Spielerinnen sind 17 Jahre und jünger. Trotz der unterschiedlichen Altersstruktur treiben sich die Spielerinnen gegenseitig immer wieder an. Und es ist dabei eine Freude anzusehen, wie sie im Training und beim Spiel mit viel Spaß bei der Sache sind. Das ist vielleicht unser größter Trumpf“, so Klaus Helmke weiter.

Für Brandenburg wird die

Lage immer bedrohlicher

Die Mannschaft von SF Brandenburg 94, die zuletzt zu Hause beim 3:1 gegen den VfK Berlin-Südwest den ersten Saisonsieg einfuhr und vorübergehend die „rote Laterne“ an die Südwestlerinnen abgab, konnte beim SV Energie Cottbus den Bock nicht erneut umstoßen, obwohl die Lausitzerinnen beim 3:1 (21, -24, 23, 22) alle Hände voll zu tun hatten, als Siegerinnen vom Parkett zu gehen. Brandenburg rückte damit wieder ans Tabellenende (5 Punkte) und musste den VfK Berlin-Südwest (7 Punkte) vorbei ziehen lassen, der beim Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 3:1 (-22, 15, 15, 21) den zweiten Saisonerfolg landete.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 10. Spieltag am 2. Dezember 2017: MTV Mariendorf – SC Potsdam 1:3, SV Energie Cottbus – VC Olympia Berlin II 3:2. Vorgezogenes Spiel (vom 19. Spieltag): VC Mitteldeutschland II – USC Magdeburg 3:2. Am 3. Dezember 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VfK Berlin-Südwest 2:3, Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II 3:1.

Frauen, 10. Spieltag am 2. Dezember 2017: SG Rotation Prenzlauer Berg II – USV Halle 3:0, SV Energie Cottbus – SF Brandenburg 94 3:1. Am 3. Dezember 2017: Berliner Volleyballverband Vorwärts – VfK Berlin-Südwest 1:3, TSV Wedding – TSV Spandau 1860 0:3, USV Potsdam – VSG Altglienicke 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer 11. Spieltag am 9. Dezember 2017: VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus, SC Potsdam – USC Magdeburg. Vorgezogenes Spiel am 9. Dezember 2017 (vom 20. Spieltag): Berliner Volleyballverein Vorwärts – CV Mitteldeutschland II.

Frauen, 11. Spieltag am 9. Dezember 2017: VfK Berlin-Südwest – SV Energie Cottbus, SF Brandenburg 94 – USV Potsdam, USV Halle – TSV Wedding, TSV Spandau 1860 – SG Einheit Zepernick. Am 10. Dezember 2017: SG Altglienicke – SG Rotation Prenzlauer Berg II. Nachholspiel am 17. Dezember 2017 (vom 1. Spieltag): Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 11. Spieltag voraussichtlich am Montag, 11. Dezember 2017. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

26.11.2017

Wochenumschau nach dem 9. Spieltag: Mit den Dessau Volleys wieder ein neuer Spitzenreiter

In der zweiwöchigen Pause zwischen dem 8. und 9. Spieltag der Regionalliga Nordost lag ein Reservespieltag mit insgesamt fünf Begegnungen – vier bei den Männern und eine bei den Frauen. Bei den Männern sorgte der SC Potsdam für eine Überraschung mit seinem 3:1 (23, 14, -19, 18)-Heimsieg über den Spitzenreiter SV Energie Cottbus. Da zum gleichen Zeitpunkt die TSGL Schöneiche II erwartungsgemäß das Heimspiel gegen das Schlusslicht MTV Mariendorf souverän mit 3:0 (16, 21, 17) für sich entscheiden konnte, rückte das Feld im oberen Tabellendrittel wieder enger zusammen: Cottbus vor Dessau und Schöneiche (alle 17 Punkte), gefolgt vom SC Potsdam (16 Punkte) und dem VC Olympia Berlin II (15 Punkte), der am Reservespieltag gleich zweimal aufs Parkett müsste und beide Partien gewann: erst das Heimspiel gegen den USV Potsdam mit 3:1 (-19, 22, 26, 18), dann tags darauf das Auswärtsspiel gegen CV Mitteldeutschland II mit 3:0 (-19,-21, -22). Hinter diesem Quintett lag der VfK Berlin-Südwest (14 Punkte) auf der Lauer.

Männer des SC Potsdam

erlitten einen Dämpfer

Angesichts der Tabellenlage war am 9. Spieltag die Begegnung zwischen dem aufstrebenden SC Potsdam und den Dessau Volleys von besonderem Interesse. Beide Teams lagen nur einen Punkt voneinander getrennt und wiesen die gleiche Quote mit sechs Siegen auf. Beide hatten also die Chance, den spielfreien Spitzenreiter SV Energie Cottbus zu überflügeln. Allerdings besaß auch die TSGL Schöneiche II diese Möglichkeit im Falle eines Heimsieges über den USV Potsdam.

Der große Gewinner dieses turbulenten 9. Spieltages waren eindeutig die Dessau Volleys, die großen Verlierer hingegen der SC Potsdam und Schöneiche II. Die junge Dessauer Mannschaft, die zuletzt zweimal in Folge aufgestiegen war und nun erstmals in der vierthöchsten deutschen Spielklasse spielt, brachte als Neuling tatsächlich das Kunststück fertig, in gegnerischer Halle den Regionalliga-erprobten Potsdamern den Durchmarsch an die Tabellenspitze zu verderben. Mit 3:0 (16, 12, 23) fiel der Dessauer Sieg zudem reichlich souverän aus. Der Lohn: Die Dessau Volleys übernahmen mit 20 Punkten erstmals die Tabellenführung. Nach SV Energie Cottbus, VfK Berlin-Südwest und TSGL Schöneiche II sind sie die vierte Mannschaft, die sich in dieser Saison an der Tabellenspitze etablieren konnte. Der SC Potsdam rutschte durch diese Heimniederlage vom vierten auf den sechsten Rang ab.

Aber auch die TSGL Schöneiche II vermochte im Heimspiel gegen den USV Potsdam die Gunst der Stunde nicht zu nutzen und scheiterte mit 0:3 (-16, -12, -23) und ist nunmehr Tabellenvierter. Überflügelt wurde das Feld hinter den Dessau Volleys noch vom VC Olympia Berlin II. Das Talenteteam feierte mit dem 3:0 (21, 26, 18)-Heimerfolg den vierten Sieg in Folge und rückte mit 18 Zählern hinter Dessau (20 Punkte) auf den zweiten Rang vor. Ein solches Tabellenbild hatte es noch nicht gegeben. Hinter diesem neuen Spitzenduo folgten Cottbus, Schöneiche (beide 17 Punkte), der SC Potsdam (16 Punkte) sowie der enttäuschende VfK Berlin-Südwest (14 Punkte), der insgeheim die Dritte Liga Nord anpeilt, und der USV Potsdam (12 Punkte), der sich ein Stückchen aus der Abstiegsgefahr gespielt hat.

Beim Blick auf den 10. Spieltag (2./3. Dezember 2017) wird deutlich, dass sich diese Tabellenkonstellation wieder ändern kann, denn es treffen der SV Energie Cottbus und der VC Olympia Berlin II sowie die Dessau Volleys und die TSGL Schöneiche II aufeinander.

Befreiungsschlag des BVV und

maßlose Enttäuschung bei Magdeburg

In der Abstiegszone standen sich mit dem CV Mitteldeutschland II (4 Punkte) und dem Aufsteiger MTV Mariendorf (2 Punkte) die beiden am Tabellenende liegenden Teams gegenüber. Beide hatten ihre Spiele am Reservespieltag verloren, so dass sich ihre abstiegsbedrohte Situation um keinen Deut verbesserte. Und auch in der Begegnung des Berliner Volleyballvereins Vorwärts (8 Punkte) gegen den USC Magdeburg (7 Punkte) gab es ein Duell zweier vom Abstieg bedrohter Mannschaften.

Dabei gelang vor allem dem BVV ein Befreiungsschlag mit 3:0 (14, 19, 23) gegen Magdeburg. Dabei wollten die Gäste um Trainer Marko Schulz an den letzten Sieg gegen MTV Mariendorf anknüpfen. Denn wenn man die Spielklasse halten will, muss beim BVV gepunktet werden, lautete die Devise. In den vergangenen Wochen wurde der Fokus nochmals auf das Spielsystem gelegt. Dabei ging es darum, die Chancen aus der eigenen Block-Feldabwehr stärker zu nutzen, als dies im ersten Saisondrittel der Fall war. Dafür testeten die Magdeburger gegen zwei Teams aus der Landesoberliga, um die Vorgaben auch im Wettkampf umzusetzen. „In den beiden Trainingswochen nach dem letzten Spiel, sind wir immer wieder die taktischen Vorgaben durchgegangen und haben an der Minimierung der Eigenfehler gearbeitet. Ich hoffe, dass sich die Jungs beim BVV endlich auf ihrer Stärken besinnen“, meinte Magdeburgs Coach.

Doch genau diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Das Fazit: Ohne Leistung keine Punkte. Beim direkten Tabellennachbarn waren lediglich 56 eigene kleine Punkte drin – mit einer schwachen Leistung und wenig „Good will“ fielen die Magdeburger auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Die druckvollen gegnerischen Angriffe konnten angesichts mangelnder Block-Feldabwehr nicht entschärft werden. Auch die taktischen Vorgaben wurden nur ansatzweise befolgt. Der USC war weit entfernt von der konsequenten Spielweise, die gegen Mariendorf zum Erfolg geführt hatte. Trainer Marko Schulz: „Verlieren ist nicht schlimm. Am meisten stört mich aber die Mentalität, der fehlende Wille, sich in das Spiel hinein zu kämpfen.“

Der CV Mitteldeutschland II ließ hingegen im Heimspiel gegen den sieglosen Tabellenletzten MTV Mariendorf nichts anbrennen und setzten sich mit 3:0 (12, 24, 19) durch. Es war der dritte Sieg im achten Saisonspiel. Während Mariendorf (2 Punkte) abgeschlagenes Schlusslicht ist, positionieren sich davor der USC Magdeburg und CV Mitteldeutschland II (je 7 Punkte).

Aufsteiger USV Halle vom

USV Potsdam ausgebremst

Bei den Frauen war man gespannt, ob der Aufsteiger, der viertplatzierte USV Halle, der am Reservespieltag zu Hause gegen den abstiegsgefährdeten Berliner Volleyballverein Vorwärts überraschend mit 0:3 (-21, -23, -21) verloren hatte, wieder in die Erfolgsspur zurückfinden würde. Allerdings war das ein schweres Unterfangen, denn auf heimischem Parkett wurde immerhin der Tabellenzweite USV Potsdam empfangen. Und der erlaubte sich in dieser dramatischen Partie beim 3:1 (25, -24, 23, 23) keinen Ausrutscher, so dass beim 1-Punkt-Rückstand auf den Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II bleibt.

Die Prenzelbergerinnen marschieren weiter ungebremst durch die Saison. Beim drittplatzierten TSV Spandau 1860 gelang mit dem 3:0 (10, 15, 19) im achten Spiel der achte Sieg. Auch das Satzverhältnis von 24:3 unterstreicht die Dominanz der Prenzelbergerinnen. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Mannschaft um die Trainer Klaus und Heike Helmke praktisch um die „goldene Ananas“ spielt. Denn ein Aufstieg in die Dritte Liga Nord wird so gut wie ausgeschlossen, selbst wenn die gegenwärtig in der Dritten Liga spielende erste Mannschaft nächste Saison in die 2. Bundesliga Nord wechseln würde. Reicht als Motivation der Meistertitel, der letzte Saison an den TSV Tempelhof-Mariendorf verspielt wurde?

Konnte der Berliner Volleyballverein Vorwärts (8 Punkte), der sich mit seinem Überraschungssieg am Reservespieltag in Halle ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft hatte, im Heimspiel gegen den Aufsteiger SG Einheit Zepernick (9 Punkte) erneut punkten? Mit dem sicheren 3:0 (15, 14, 20)-Heimsieg (siehe Foto oben) gelang hinter Prenzlauer Berg (23 Punkte), Potsdam (22 Punkte), Spandau und Halle (je 15 Punkte) sogar der Sprung auf den fünften Tabellenrang (11 Punkte). Dahinter folgen der Aufsteiger VSG Altglienicke (10 Punkte) und der SV Energie Cottbus (8 Punkte), der dank des 3:1 (-23, 20, 21, 20)-Auswärtssieges über Altglienicke soweit vorgerückt ist.

Abstiegskampf pur – so ließ sich die Begegnung von Schlusslicht SF Brandenburg 94 (2 Punkte) gegen den Tabellenvorletzten VfK Berlin-Südwest (4 Punkte) am treffendsten beschreiben. Beide hatten bislang nur einen einzigen Sieg mit 3:2 errungen. Am Ende feierten die Brandenburgerinnen mit 3:1 (22, -17, 17, 15) den erhofften zweiten Saisonsieg. Damit gab Brandenburg (5 Punkte) die „rote Laterne“ an die Südwestlerinnen (4 Punkte) ab. Aber beide Teams sind noch weit entfernt vom Klassenverbleib, zumal die Konkurrenz davor (Zepernick, Wedding und Cottbus) auf mehr Siege und einen 4-Punkte-Vorsprung verweisen kann. Am Ende müssen bekanntlich drei Mannschaften direkt absteigen.

Die Spieltage im Überblick

Reservespieltag: Männer, vorgezogene Spiele am 18. November 2017 (vom 13. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – VC Olympia Berlin II 0:3. Am 19. November 2017 (vom 11. Spieltag): VC Olympia Berlin II – USV Potsdam 3:1, TSGL Schöneiche II – MTV Mariendorf 3:0. Nachholspiel am 18. November 2017 (vom 7. Spieltag): SC Potsdam - SV Energie Cottbus 3:1.

Reservespieltag: Frauen, Nachholspiel am 19. November 2017 (vom 4. Spieltag): USV Halle – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3.

Männer, 9. Spieltag am 25. November 2017: VC Olympia Berlin II – VfK Berlin-Südwest 3:0, SC Potsdam – Dessau Volleys 0:3, CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf 3:0. Am 26. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USC Magdeburg 3:0, TSGL Schöneiche II – USV Potsdam 0:3.

Frauen, 9. Spieltag am 25. November 2017: SF Brandenburg 94 – VfK Berlin-Südwest 3:1, VSG Altglienicke – SV Energie Cottbus 1:3, USV Halle – USV Potsdam 1:3, TSV Spandau 1860 - SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3. Am 26. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Einheit Zepernick 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer, 10. Spieltag am 2. Dezember 2017: MTV Mariendorf – SC Potsdam, CV Mitteldeutschland II - USC Magdeburg (vorgezogen vom 19. Spieltag), SV Energie Cottbus – VC Olympia Berlin.Am 3. Dezember 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – VfK Berlin-Südwest, Dessau Volleys – TSGL Schöneiche II.

Frauen, 10. Spieltag am 2. Dezember 2017: SG Rotation Prenzlauer Berg II – USV Halle, SV Energie Cottbus – SF Brandenburg 94. Am 3. Dezember 2017: Berliner Volleyballverband Vorwärts – VfK Berlin-Südwest, TSV Wedding – TSV Spandau 1860, USV Potsdam – VSG Altglienicke.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 10. Spieltag voraussichtlich am Montag, 4. Dezember 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

12.11.2017

Wochenumschau nach dem 8. Spieltag: Schöneiches Männer konnten Cottbus kein Bein stellen

Aktualisierte Fassung - Montag, 13. November 2017 um 19 Uhr mit Ergänzungen zum Spitzenspiel Cottbus gegen Schöneiche

Der 8. Spieltag der Regionalliga Nordost bot bei den Männern gleich vier brisante Duelle. Da gab es zum einen im einzigen Sonntagspiel die Spitzenpaarung mit dem Tabellenführer SV Energie Cottbus und dem Tabellendritten TSGL Schöneiche II. Beide Teams lagen seit dem Spieltag vor einer Woche mit 14 Punkten gleichauf, hatten aber unterschiedliche Siegquoten: Cottbus 5 und Schöneiche 4. Da trafen zum anderen in der vom 17. Spieltag vorgezogenen Partie die „Kellerkinder“ USC Magdeburg (Vorletzter mit 4 Punkten) und MTV Mariendorf (Letzter mit 2 Punkten) aufeinander. Da standen sich im Sachsen-Anhalt-Derby der CV Mitteldeutschland II als Drittletzter (4 Punkte) und der gastgebende Aufsteiger Dessau Volleys als Drittplatzierter gegenüber. Und nicht zuletzt war da das stets prestigeträchtige Stadtderby USV Potsdam kontra SC Potsdam.

Cottbuser Coach sprach vorm

Anpfiff von „gemischten Gefühlen“

Der Cottbuser Trainer Javor Takev vermied es im Vorfeld der Partie, von einem Spitzenspiel zu sprechen. „Da muss ich erst alle Teams gesehen haben, um das richtig beurteilen zu können. Auf jeden Fall sehe ich dem Spiel gegen Schöneiche mit ziemlich gemischten Gefühlen entgegen. Bei uns fallen zwei Spieler wegen Verletzung auf jeden Fall aus, und eine ganze Reihe von Spielern ist angeschlagen. Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen, um den starken Schöneichern Paroli bieten zu können.“

In dieser – zumindest von der Platzierung her – Spitzenpaarung setzten die Cottbuser auf den Heimvorteil, schließlich waren sie zu Hause noch ungeschlagen. Diese Serie hielt auch gegen Schöneiche beim sicheren 3:0 (19, 23, 18) und dem insgesamt sechsten Sieg im siebenten Saisonspiel. Damit wurde die Tabellenspitze (14 Punkte) – gleichauf mit dem Aufsteiger Dessau Volleys – behauptet.

Schöneiches Trainer René Jerratsch räumte hinterher ein, dass seine Mannschaft "schon zu Beginn der Partie nicht recht in ihr Spiel fand. Cottbus nutzte die Unaufmerksamkeit aus und erspielte sich einen souveränen Vorsprung, der bis zum Ende des Durchgangs nicht mehr eingeholt werden konnte, so dass der erste Satz mit 19:25 verloren wurde. Im zweiten Satz glückte unser Start deutlich besser. Mit guten Angriffen konnten wir uns ein kleines Polster von sechs Punkten erarbeiten. Schon den Satzgewinn vor Augen, schlichen sich aber kleine Fehler ein, so dass der Vorsprung schrumpfte. Bei 23:23 glichen die Cottbusser aus und gewannen den zweiten Durchgang mit 25:23. Im dritten Satz hatten wir uns nicht vom Ausgang des zweiten Durchgangs erholt und lagen gleich 2:6 in Rückstand. Der Gastgeber spielte sein Spiel mit Druck und ließ uns keine Chance, das eigene Spiel aufzubauen. Vor allem der Cottbusser Block stand wie eine Wand, an der nur wenige Bälle vorbei kamen. Zu wenig, um den 18:25-Satzvwerlust zu verhindern. Das 0:3 ist eine bittere Niederlage. Nichtdestotrotz sehen wir dem kommenden Spiel in eigener Halle gegen Mariendorf positiv entgegen."

Trotz Niederlage: In Schöneiche

tut sich Bemerkenswertes

Auch wenn die Schöneicher dem Favoriten kein Bein stellen konnten - die dritte Niederlage im siebenten Spielt ändert nichts an der gegenwärtigen positiven Einschätzung des Aufsteigers, der zwar auf den vierten Rang (14 Punkte) zurückgefallen ist, aber gleichauf mit dem VfK Berlin-Südwest liegt. Die TSGL Schöneiche spielt mit ihrer zweiten Mannschaft, die zu Saisonbeginn als Landesmeister von Brandenburg in die Regionalliga aufgestiegen ist, eine anerkennenswerte Rolle in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Fast möchte man die Worte ihres Trainers René Jerratsch, der das Saisonziel mit „Klassenerhalt“ definiert hat, als Tiefstapelei abtun. Doch der Coach verbreitet auch viel Lob: „Die zweite Mannschaft hat einen sehr gelungenen Saisonstart hingelegt. Die vorherigen beiden Niederlagen waren vor allem dadurch bedingt, dass wichtige Spieler gefehlt haben. Aber damit können die Jungs umgehen. Sie kennen sich alle seit ihrer Jugend, sind eingespielt und lassen sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, auch wenn da und dort mal etwas nicht gelingt. Diese Stärke zeigt sich mittlerweile immer öfter. Es macht Spaß, mit den Jungs zu trainieren und zu spielen.“

Schon vor der Saison habe er seinen Männern eingeschärft, „dass es durchaus sehr schwer werden wird. Die Liga ist stark geworden und die Erinnerungen aus der vorletzten Saison ist noch in den Köpfen. Zudem haben wir eine echt lange Spielsaison. Das wird alle Reserven kosten. Deshalb wurde das Team schon in der letzten Saison erheblich verjüngt und mit ihr der Aufstieg in die Regionalliga erspielt.“ Jerratsch möchte auch weniger über Schwächen des Teams sprechen: „Eine nennenswerte Schwäche kann ich kaum definieren.“, Stattdessen hebt er den Teamgeist hervor: „Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zeit in der Halle und im Wettkampf. Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zeit auch neben dem Feld. Das Team ist zu einer echten Mannschaft erstarkt.“

Neben dem schon genannten Saisonziel „Klassenerhalt“ führt René Jerratsch noch zwei weitere bemerkenswerte Ziele an, die die Volleyballarbeit in Schöneiche prägen: die Unterstützung für die erste Mannschaft im Training und Wettkampf sowie die weitere Ausbildung der Jugendspieler und deren Einsatz, womit sein Blick über die Regionalliga hinausgeht. „Wir brauchen frische, junge und hoch motivierte Spieler, die auch in der Lage sind, in unserer ebenfalls sehr jungen ersten Mannschaft in der Dritten Liga auszuhelfen. Hinzu kommt im Laufe dieser Saison generell ein erhöhter Einsatz von Jugendspielern, weshalb die Nachwuchsausbildung im Verein vorangetrieben wird. Jeder Jugendspieler, der den Geist, die Athletik und den Willen hat, sich einzubringen, wird seine Chance bekommen. Nur diese Art und Weise ermöglicht es uns, auch in den kommenden Jahren nach vorn zu blicken.“ Die Mannschaft kenne diese Herangehensweise, den jungen Spielern gleiche Chancen einzuräumen. Dabei sei toll, ergänzt Jerratsch, „wie die Männer die Jüngeren aufnehmen und ihnen helfen, sportlich weiter voranzukommen“.

Das Fazit: Am Berliner Stadtrand tut sich Einiges, so dass man gespannt sein darf, welche Früchte die Schöneicher am Saisonende mit ihrer ersten und zweiten Mannschaft ernten. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung dürfte die Niederlage in Cottbus die Spieler nicht so leicht umwerfen. Und das ist durchaus ein Lichtblick für die Regionalliga Nordost!

Dessau bleibt in der Verfolgerrolle

und Magdeburg schöpft neuen Mut

Das Heimspiel des Verfolgers Dessau Volleys gegen das abstiegsbedrohte Team von CV Mitteldeutschland II wurde erwartungsgemäß zu einer klaren Angelegenheit der Dessauer, die sich mit 3:0 (15, 23, 17) behaupteten und damit sogar vorübergehend die Tabellenspitze (17 Punkte) vor den Cottbusern übernommen hatten, was sich einen Tag später aber wieder änderte. Die erst zu Saisonbeginn aufgestiegenen Dessauer bleiben damit in der Verfolgerrolle. Für die Mitteldeutschen allerdings wird die Situation mit der vierten Saisonniederlage und dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz (4 Punkte) immer kritischer.

Einige Kilometer weiter stand eine weitere Mannschaft aus Sachsen-Anhalt im Blickpunkt – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Bei der vom 17. Spieltag vorgezogenen Partie der beiden Abstiegskandidaten USC Magdeburg und MTV Mariendorf stand viel auf dem Spiel. Im Vorfeld der Begegnung war man auf Magdeburger Seite nach der Leistungssteigerung vor einer Woche beim 1:3 gegen die Dessau Volleys vorsichtig optimistisch. „Aber das allein reicht noch nicht. Die Jungs spielen zeitweise auf hohem Niveau, aber das reicht nicht, um die Liga zu halten. Wir müssen auch Spiele gewinnen“, forderte Magdeburgs Trainer Marko Schulz. „Um die Partie für uns zu entscheiden, muss sich die Mannschaft konsequent an ihr Spielsystem halten und die taktischen Vorgaben befolgen. Nur mit diszipliniertem Auftreten und mutigem Agieren kann das realisiert werden. Die Jungs gehen manchmal mit dem Kopf durch die Wand und vergessen dabei, was wir vorher besprochen haben. Mit mehr Konzentration und der Vermeidung von Eigenfehlern ist gegen Mariendorf mehr drin als eben nur eine Leistungssteigerung.“

Würden die kritischen Worte des Magdeburger Trainers auf fruchtbaren Boden fallen? Die Botschaft jedenfalls war erhört worden: Die Magdeburger feierten mit dem 3:1 (-20, 16, 16, 12) den erlösenden zweiten Saisonsieg und rückten damit auf den drittletzten Rang vor. Hinterher war von einem „hohen Pflichtsieg“ die Rede. Für den Verlust des ersten Satzes mit 20:25 hatte der Coach eine simple Erklärung: „Im ersten Satz waren wir einfach dem Druck, gewinnen zu müssen, nicht gewachsen.“ Doch danach sei ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, wie Anja Bechmann, die Presseverantwortliche beim USC Magdeburg, das Geschehen beschrieb. Die Spieler um Kapitän Lorenz Teege schworen sich noch einmal ein und veränderten die Taktik ein wenig. Insbesondere im Aufschlag wurde nun wesentlich druckvoller agiert, allen voran Lukas Pockrandt. Und in der Folgezeit waren es die Spielelemente Block und Aufschlag, die den Erfolg brachten.

Erleichtert resümierte Trainer Marko Schulz nach dem Spiel: „Erstmals hatten wir es heute mit einer Situation zu tun, in der wir gewinnen müssen. Das war im ersten Satz deutlich zu sehen. Den Pflichtsieg haben die Jungs nach dem ersten Durchgang souverän eingefahren.“ Nun folgt eine Reihe von drei Auswärtsspielen in Serie: gegen die beiden im Abstiegskampf mitgefährdeten Teams des Berliner Volleyballvereins Vorwärts und des CV Mitteldeutschland II sowie gegen den SC Potsdam.

Für den Neuling aus Mariendorf als Schlusslicht (2 Punkte) dürfte der Kampf um den Klassenerhalt fast zu einem Kampf gegen Windmühlen werden. Mit anderen Worten: ziemlich aussichtslos. Denn nach den Regularien müssten die Mariendorfer am Ende mindestens auf dem neunten Platz einkommen, um nicht zu den beiden Direktabsteigern zu gehören. Durch den Rückzug von Spremberg gibt es bekanntlich nur zwei Absteiger. Den Nichtabstiegsplatz nimmt gegenwärtig der USC Magdeburg ein. Und dazwischen liegen fünf Punkte! Und: Mariendorfs nächster Gegner am Wochenende ist auswärts Schöneiche...

Stadtderby in Potsdam

mit toller Stimmung

Das vierte brisante Duell dieses 8. Spieltages war schließlich das Stadtderby USV Potsdam kontra SC Potsdam (vormals VC Potsdam-Waldstadt). Thomas Schulze, Trainer des USV Potsdam, fasste das Spiel (siehe Foto oben) nach dem 1:3 (-27, -25, 22, -20) kurz und knapp so zusammen: „Ein gutes Derby, teilweise spektakuläre Aktionen auf beiden Seiten, tolle Stimmung unter den rund 300 Fans in der Sporthalle in der Heinrich-Mann-Allee. Doch leider am Ende nicht mit dem von uns erwünschten Resultat. Unsere Außenangreifer erwischten nicht ihren besten Tag, so dass der SC Potsdam aus einer stabilen Feldabwehr heraus immer wieder zu Punkten kam. Alles in allem sind wir mit der spielerischen Leistung aber zufrieden. Darauf kann man aufbauen. Ein Lob an den besten Mann der Gäste; den erst 16-jährige Zuspieler Kai Wieser.“

Auf beiden Seiten bot man das Maximalkontingent von 12 Spielern auf. Ein Hinweis, dass keiner die Sache auf die leichte Schulter nahm. Und es ging von Anbeginn auch dramatisch zu, wie die ersten beiden spektakulären Satzgewinne des SC Potsdam mit 29:27 und 27:25 zeigen. Dabei führte im ersten Satz der Gastgeber zwischenzeitlich mit 12:6 und schließlich mit 24:22. Im zweiten Satz sahen die Gäste beim 23:19 und 24:20 schon wie der sichere Sieger aus, doch erzwang der Gastgeber den 24:24-Ausgleich. Am Ende waren es nur Nuancen, die den Ausschlag für den 27:25-Satzerfolg der Ex-Waldstädter gaben. Im dritten Abschnitt ersetzte Spielertrainer Thomas Schulze Richard Dalbock im Zuspiel. Über 4:4, 12:9, 15:11 und 18:15 wirkte die Mannschaft nun stabiler und hatte nach einer 24:20-Führung keine Probleme, den Satz mit 25:22 nach Hause zu holen und den Anschluss zum 1:2-Satzstand herzustellen. Würde es nun noch eine Wende geben? Am Anfang des vierten Satzes ging es ausgeglichen (6:6) zu, doch dann setzte sich der SC Potsdam mit viel Aufschlagdruck auf 12:9 ab. Der Knackpunkt war beim 16:19-Stand, als Gäste-Mittelblocker Steffen Schäperkötter mit einem Slam-Dunk regelwidrig zum 20:16 abschloss. Leider erkannte der erste Schiedsrichter seinen Fehler erst nach der Partie. Zwar kam der USV noch einmal auf 20:22 heran, doch ein Aufschlag- und zwei Angriffsfehler entschieden die Partie für den SC Potsdam.

Am nächsten Sonntag gastiert der USV Potsdam beim VC Olympia Berlin II, der am 8. Spieltag sein Heimspiel gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 3:1 (20, -22, 2, 17) gewinnen konnte. Dort kommt es zum Familienduell zwischen USV-Zuspieler Piet Karohs und seinem Sohn Max, der in der Kaderschmiede in Berlin aktiv ist.

Bei den Frauen büßen zwei

Verfolger an Boden ein

Bei den Frauen pausierte Spitzenreiter Prenzlauer Berg, was der Konkurrenz eigentlich ermöglichte, den Punkteabstand zu den Prenzelbergerinnen wieder zu verringern. Diese Gelegenheit ließ sich der unmittelbare Verfolger USV Potsdam mit einem 3:0 (17, 13, 13)-Heimerfolg gegen den Tabellenvierten TSV Spandau 1860 nicht entgehen. Somit sind die Potsdamerinnen mit einem Punkt Rückstand wieder auf Tuchfühlung zu Prenzlauer Berg, während Spandau leer ausging und seine gute Position nicht weiter verbessern konnte.

Einen Tag später wollte es der Neuling USV Halle beim abstiegsbedrohten SV Energie Cottbus den Potsdamerinnen gleichtun. Doch das Vorhaben misslang gründlich. Mit 3:1 (-18, 25, 21, 15) behaupteten sich die Lausitzerinnen und machten damit Boden im Abstiegskampf gut. Die Hallenserinnen haben als Tabellendritter nunmehr schon einen Rückstand von vier Punkten auf Potsdam.

Unter besonderen Vorzeichen stand die Begegnung des Tabellenvorletzten SF Brandenburg 94 gegen den Tabellenletzten Berliner Volleyballverein Vorwärts. Beide Teams lagen mit lediglich zwei Punkten ganz hinten. Wer indes auf den Heimvorteil der Brandenburgerinnen gesetzt hatte, wurde eines Besseren belehrt. Den verspielten die Gastgeberinnen beim 0:3 (-19, -15, -24). Nun steht die „rote Laterne“ in Brandenburg, während sich der BVV auf den achten Tabellenplatz verbesserte. Aber das dürfte auch nur ein kurzes Atemholen sein. Denn die Abstiegsgefahr ist noch längst nicht gebannt. Das gilt auch für den auf den vorletzten Platz zurückgefallenen VfK Berlin-Südwest, der gegen den Neuling VSG Altglienicke ebenfalls zu Hause den Kürzeren zog, aber beim 2:3 (-21, 21, -20, 19, -11) wenigsten einen Punkt einkassierte. Das Schluss-Quartett liegt eng beieinander: 8. Cottbus 8 Punkte, 9. BVV 5 Punkte, 10. Berlin-Südwest 4 Punkte, 11. Brandenburg 2 Punkte

Im Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger hatte der TSV Wedding in eigener Halle gegen SG Einheit Zepernick mit 2:3 (-23, 21, -18, 21, -7) das Nachsehen. Beide Neulinge liegen mit jeweils 9 Punkten am Ende des Mittelfeldes und genießen „noch“ ein 4-Punkte-Polster auf einen Abstiegsrang.

Die reguläre Saison wird nunmehr erst in zwei Wochen mit dem 9. Spieltag am 25./26. November 2017 fortgesetzt. Dazwischen liegt ein Reservespieltag mit fünf Spielen, darunter bei den Männern drei vorgezogene Begegnungen, wobei der VC Olympia Berlin II gleich im Doppelpack gefordert ist, und ein Nachholspiel mit SC Potsdam gegen Spitzenreiter Cottbus.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 8. Spieltag am 11. November 2017: VC Olympia Berlin II – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:1, Dessau Volleys – CV Mitteldeutschland II 3:0, USV Potsdam – SC Potsdam 1:3. Am 12. November 2017: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II 3:0. Vorgezogenes Spiel vom 17. Spieltag am 11. November 2017: USC Magdeburg – MTV Mariendorf 3:1.

Frauen, 8. Spieltag am 11. November 2017: VfK Berlin-Südwest – VSG Altglienicke 2:3, SF Brandenburg 94 – Berliner Volleyballverein Vorwärts 0:3, USV Potsdam – TSV Spandau 1860 3:0. Am 12. November 2017: TSV Wedding – SG Einheit Zepernick 2:3, SV Energie Cottbus – USV Halle 3:1.

Die nächsten Spiele

Männer, vorgezogene Spiele am 18. November 2017 (vom 13. Spieltag): CV Mitteldeutschland II – VC Olympia Berlin II (15 Uhr). Am 19. November 2017 (vom 11. Spieltag): VC Olympia Berlin II – USV Potsdam (15 Uhr), TSGL Schöneiche II – MTV Mariendorf (14 Uhr). Nachholspiel am 18. November 2017 (vom 7. Spieltag): SC Potsdam - SV Energie Cottbus (19 Uhr).

Frauen, Nachholspiel am 19. November 2017 (vom 4. Spieltag): USV Halle – Berliner Volleyballverein Vorwärts (12 Uhr).

Männer, 9. Spieltag am 25. November 2017: VC Olympia Berlin II – VfK Berlin-Südwest (15 Uhr), SC Potsdam – Dessau Volleys (19 Uhr), CV Mitteldeutschland II – MTV Mariendorf (15 Uhr). Am 26. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USC Magdeburg (15 Uhr), TSGL Schöneiche II – USV Potsdam (14 Uhr).

Frauen, 9. Spieltag am 25. November 2017: SF Brandenburg 94 – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), VSG Altglienicke - SV Energie Cottbus, USV Halle – USV Potsdam (16 Uhr), TSV Spandau 1860 – SG Rotation Prenzlauer Berg II (15 Uhr). Am 26. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Einheit Zepernick (12 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 9- Spieltag voraussichtlich am Montag, 27. November 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

05.11.2017

Wochenumschau nach dem 7. Spieltag: Wann biegen Magdeburgs Männer endlich in die Erfolgskurve ein?

Aktualisierte Fassung - Montag, 6. November 2017 um 10 Uhr mit Ergänzungen zu den Dessau Volleys

Würde es am 7. Spieltag der Regionalliga Nordost bei den Männern eine Fortsetzung des munteren Wechselspiels an der Tabellenspitze geben? Bekanntlich folgten nach der TSGL Schöneiche II als Spitzenreiter der SV Energie Cottbus (4. Spieltag) und der VfK Berlin-Südwest (5. Spieltag) sowie zuletzt wieder Cottbus (6. Spieltag). Da die Cottbuser an diesem Wochenende pausierten, bot sich für die Konkurrenz dahinter die Gelegenheit, mit den Lausitzern nach Punkten gleichzuziehen. Von allen hatte es der unmittelbare Verfolger VfK Berlin-Südwest, der mit Cottbus mit 14 Zählern punktgleich war, sogar in der Hand, mit einem Auswärtssieg gegen die TSGL Schöneiche II wieder an Cottbus vorbeizuziehen. Die Südwestler hatten vor einer Woche zu Hause gegen den SC Potsdam knapp mit 2:3 verloren und damit den „Platz an der Sonne“ abgeben müssen. Aber die zuletzt pausierenden Schöneicher, die drei Punkte hinter dem Spitzenduo lagen, waren natürlich bestrebt, den Kontakt zu den führenden Mannschaften nicht abreißen zu lassen.

VfK-Trainer Sören Damerius hatte nach der 2:3-Niederlage vor eine Woche gegen Potsdam beklagt, dass es seine Mannschaft nach einem starken Start nicht geschafft habe, ihre Leistung über drei Sätze aufrechtzuerhalten. Der Coach kündigte schließlich an: „Das Team will an dieser Schwäche arbeiten und sich weiterentwickeln, so dass so etwas nicht wieder vorkommt." War das gegen die Schöneicher schon zu sehen? Die Antwort dürfte nach dem 1:3 (-25, -20, 23, -17) unbefriedigend ausfallen (Szene aus dem Spiel siehe oben). Nunmehr sind bei unterschiedlicher Spielanzahl und Siegquote die ersten vier Teams mit jeweils 14 Punkten gleichauf: Cottbus (6 Spiele, 5 Siege) vor Dessau (7 Spiele, 5 Siege), Schöneiche II (6 Spiele, 4 Siege) und Berlin-Südwest (7 Spiele, 4 Siege). Nicht uninteressant ist in diesem Zusammenhang, dass am nächsten Spieltag Cottbus und Schöneiche II aufeinandertreffen. Die Dessau Volleys empfangen CV Mitteldeutschland II, während die Südwestler spielfrei sind. Turbulenzen ohne Ende?

Magdeburgs Auftritt gegen Dessau

macht Mut, bringt aber keine Punkte

Unter ganz besonderen Vorzeichen stand das Sachsen-Anhalt-Derby USC Magdeburg kontra Dessau Volleys. Die im Abstiegskampf verwickelten Magdeburger wollten gerade auf heimischem Parkett endlich den zweiten Saisonsieg feiern und im Kampf um den Klassenerhalt punkten. Die aufgestiegenen Dessauer wollten ihre Top-Platzierung als Tabellendritter ausbauen.

Die Geschichte der Dessau Volleys ist zwar noch recht jung, weist aber bereits jetzt schon Einiges vor. Mit drei Aufstiegen in Folge gelang dem Team der gewünschte Effekt, nämlich die Sportstadt Dessau-Roßlau zurück aufs Tapet zu bringen. Bislang hatten die Dessauer als Regionalliga-Neuling vier Siege und 11 Punkte erspielt und sich damit auf die Medaillenränge positioniert. Die Magdeburger hingegen hatten es bisher lediglich auf einen Sieg in fünf Spielen gebracht und sind als Drittletzter Abstiegskandidat. Die Dessauer waren also eine ziemlich harte Nuss für die Elbestädter.

Spätestens an dieser Stelle muss ein Wort darüber verloren werden, dass die Magdeburger so etwas wie die „Wundertüte“ im deutschen Volleyball sind. Das Team hat nämlich einen ungewöhnlichen Wandel hinter sich - von der unaufhaltsamen Aufstiegs- zur ungebremsten Abstiegsmannschaft. Nach dem imponierenden Durchmarsch Magdeburgs jeweils als Meister von der Landesoberliga Sachsen-Anhalt bis in die 2. Bundesliga Nord in den Jahren 2013 bis 2015 folgte postwendend ein Abstieg nach dem anderen - aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse über die Dritte Liga Nord bis in die Regionalliga Nordost. Droht nun das nächste böse Erwachen mit dem dritten Abstieg in Folge zurück in die Landesoberliga Sachsen-Anhalt? Das wäre einfach unglaublich!

Die Preisfrage also: Wann kriegen die Magdeburger endlich die Kurve? Gegen die Dessauer jedenfalls nicht! Die Dessauer setzten sich auf gegnerischem Parkett mit 3:1 (23, 23, -17, 31) durch, so dass das Abstiegsgespenst weiter in Magdeburg umgeht. Geplatzt sind mit dem 1:3 Magdeburgs Hoffnung, vor eigenem Publikum nicht nur befreiter aufzuspielen, sondern vor allem zu punkten. Dabei fehlte auch ein Quäntchen Glück. Denn die ersten beiden knappen Satzverluste nach einem Spiel lange Zeit auf Augenhöhe wurden vor allem durch die letzten Aktionen in der Crunch-Time entschieden. Hier erwiesen sich die Gäste nervenstark. Nach den zwei 23:25-Satzverlusten wollten es die hochmotivierten Magdeburger im dritten Satz wissen und wurden auch mit 25:17 belohnt. Doch die Wende danach blieb aus. Zwar starteten sie auch im vierten Durchgang souverän, aber ein Annahmetief beendete die Hoffnungen und sicherte im Gegenzug den Dessauern beim 11:6 einen vorentscheidenden Vorsprung, der lange Zeit nicht aufgeholt werden konnten. Erst zum Satzende gab es einen offenen Schlagabtausch (29:29, 30:30, 31:31), den wiederum die Gäste mit 33:31 knapp für sich entschieden.

Magdeburgs Mannschaftsleiter Hendrik Oelze, der in früheren Jahren die Erfolgsmannschaft trainiert hatte, konstatierte nach der fünften Niederlage im sechsten Saisonspiel, die das Team auf den vorletzten Tabellenplatz zurückfallen ließ: „Es war ein spannender Abend, der aber leider für uns nicht von Erfolg gekrönt war. Die Jungs haben es verpasst, in den entscheidenden Situationen die Chancen, die ausreichend da waren, zu nutzen. Insbesondere wurden aus dem K II zu wenig Punkte gemacht. Besonders weh tat dabei der Verlust des vierten Satzes, als wir einen 17:21-Rückstand in einen 23:21-Vorteil umwandelten, in der Folge aber diesen Durchgang, der zum 2:2-Gleichstand hätte führen können, noch mit 31:33 verspielten. Dabei wurde mindestens ein Aus-Ball des Gegners durch die Schiedsrichterin übersehen.“

Hinsichtlich der Ursachen für den permanenten Negativlauf in der Regionalliga fällt immer wieder das Stichwort „Jugend“. „Die erneute Niederlage“, so Oelze, „ist ganz sicher auch der Jugend geschuldet.“ Auch Trainer Marko Schulz führt die „Unzulänglichkeiten, sich an die taktischen Vorgaben zu halten“, auf die „Unerfahrenheit der Jugend“ zurück. Dieses Manko verhindere den konkreten Erfolg. Einig sind sich aber beide darin: „Der Auftritt gegen Dessau macht gerade nach dem desolaten 0:3 vor einer Woche beim USV Potsdam Mut und sollte den Spielern Auftrieb geben. Aber unterm Strich bringt uns das keine Punkte. Das Motto für die Jungs heißt also nach wie vor: Arbeiten, arbeiten, arbeiten und die Trainingsmöglichkeiten zu nutzen.“ Der Coach fügte zum „Spiel der verpassten Chancen“ schließlich noch kritisch hinzu: „Letztlich ist dies ein Spiegelbild unserer zum Teil nachlässigen Trainingsleistung.“ Nun gelte es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und auf den kommenden Gegner, den Aufsteiger und Tabellenletzten MTV Mariendorf, zu fokussieren, der sich am nächsten Sonnabend in Magdeburg vorstellt.

Dessau Volleys weiter im

Aufwind, aber ohne Träumerei

Dessaus Trainer Ingo Häntschel kommentierte das Spiel gegen Magdeburg so: "Wir mussten krankheits- und berufsbedingt etwas improvisieren und trafen auf eine sehr couragiert spielende und technisch gut ausgebildete junge Magdeburger Mannschaft. In den ersten beiden Sätzen hatten wir Vorteile im Block und entschieden zumeist die längeren Ballwechsel mit jeweils 25:23 für uns. Eine weitere Umstellung auf unserer Außenangriffsposition ging daneben und Magdeburg nutzte das aus. Im vierten Satz ging es Kopf an Kopf bis zum Satzende. Unser 16-jähriger Diagonalspieler Marvin Müller beendete das Spiel mit einem Angriff zum 33:31. Unsere drei Punkte waren hart erkämpft, aber auch glücklich. Mit dem Magdeburger Team sollte man noch rechnen in dieser Saison."

Den bisherigen Saisonverlauf des imponierenden Aufsteigers beurteilte der Coach, der die Mannschaft erst seit dieser Saison betreut, so: "Wir können mit den bisher erreichten 14 Punkten aus sieben Spielen sowie fünf Siegen sehr gut leben. Wir haben kein Überfliegerteam, aber es ist bisher unsere Stärke, in engen Spielsituationen gute Lösungen zu finden. Eine weitere Stärke ist das unglaublich gute Binnenklima im Team. Die Jungs haben große Lust, gemeinsam erfolgreich Volleyball zu spielen und scheuen sich nicht davor, wenn nötig, konstruktiv zu kritisieren. In der Mannschaft hat sich in den letzten beiden Jahren seit der Landesliga personell nicht sehr viel verändert. Neu im Team ist lediglich Mittelblocker Tom Rennert vom VC Bitterfeld-Wolfen II. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Vor allem für die Jugendspieler, die von unserem Jugendtrainer Hartmut Urban sehr gut ausgebildet wurden, ist das Regionalliganiveau für ihre Weiterentwicklung ungemein wertvoll."

Hinsichtlich des Saisonziels sagt Ingo Häntschel: "Das Team ist in den letzten beiden Jahren von der Landesliga über die Landesoberliga in die Regionalliga aufgestiegen. Die Entwicklung war also recht rasant. Ein weiterer Aufstieg ist unrealistische Träumerei. Wir haben das klare Ziel: Klassenerhalt. Der gute Saisonstart lässt uns ruhiger arbeiten, aber es bedarf noch vieler weiterer Punkte, um in der nächsten Saison sicher in der Regionalliga dabei zu sein. Um dies zu realisieren, setzen wir uns Teilziele in Spielblöcken, in denen wir eine bestimmte Punkteausbeute erzielen wollen."

Weitere Abstiegskandidaten

auf dem Prüfstand

In den übrigen Begegnungen der Männer standen Abstiegskandidaten auf dem Prüfstand: Der Tabellenletzte und Aufsteiger MTV Mariendorf trat auswärts gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Berliner Volleyballverein Vorwärts an, und der Tabellenvorletzte CV Mitteldeutschland II empfing den USV Potsdam, der nach schwachem Saisonstart zuletzt dreimal in Folge siegreich war. Die Potsdamer Erfolgsserie wurde vom Team aus Mitteldeutschland in einem 5-Satz-Spiel mit 3:2 (23, -17, 14, -25, 9) gestoppt. Mit dem 2-Punkte-Gewinn rückten die Mitteldeutschen – mit Magdeburg gleichauf (je 4 Punkte) – auf den drittletzten Tabellenrang vor. Schlusslicht bleibt unverändert der Aufsteiger MTV Mariendorf (2 Punkte), der beim Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 1:3 (23, -19, 16, -15) das Nachsehen hatte. Mit diesem Heimerfolg löste sich der BVV (8 Punkte) aus der unmittelbaren Abstiegszone und rückte ins Mittelfeld vor.

Prenzlauer Bergs Zweite ist

und bleibt das Maß der Dinge

Bei den Frauen enteilt Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II dem Feld. Mit dem 3:0 (12, 17, 14) auswärts gegen Aufsteiger SG Einheit Zepernick vergrößerte sich der Vorsprung gegenüber dem spielfreien Verfolger USV Potsdam auf vier Zähler. Prenzlauer Berg ist und bleibt das Maß der Dinge in der Regionalliga. Hinter dem Vizemeister der letzten Saison und dem Meisterschaftsdritten aus Potsdam festigten in Heimspielen der imponierende Aufsteiger USV Halle mit einem 3:1 (16, -28, 23, 21)-Sieg gegen den in Abstiegsnöte steckenden VfK Berlin-Südwest und der TSV Spandau 1860 mit einem 3:1 (21, -21, 13, 18) gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Energie Cottbus ihre guten Tabellenpositionen und rückten mit jeweils 15 Punkten bis auf einen Zähler an den Tabellenzweiten USV Potsdam heran. Hinter diesem Spitzenquartett klafft aber schon eine deutliche Lücke von sieben Punkte und mehr.

Aus dem unteren Tabellendrittel standen zwei weitere Abstiegskandidaten auf dem Prüfstand: Schlusslicht SF Brandenburg 94 auswärts gegen Aufsteiger VSG Altglienicke und der Tabellenvorletzte Berliner Volleyballverein Vorwärts zu Hause gegen den Neuling TSV Wedding. Der BVV stand mit bislang einem Punkt aus vier Spielen da, Brandenburg mit null Punkten aus fünf Begegnungen. Höchste Zeit also für beide Teams, das Punktekonto ein wenig aufzubessern. Beide Spiele gingen über fünf Sätze und wurden von den Gästen gewonnen. Brandenburg feierte gegen Altglienicke nach einem 1:2-Satzrückstand mit 3:2 (17, -23, -21, 22, 12) den ersten Saisonsieg, und Wedding schlug nach einem 0:2-Satzrückstand den BVV mit 3:2 (-15, -21, 21, 24, 9). Nunmehr ist der BVV neues Schlusslicht hinter Brandenburg (beide je 2 Punkte), Cottbus und Berlin-Südwest (je 3 Punkte).

Am nächsten Spieltag kommt es im Tabellenvorderfeld zum aufschlussreichen Duell USV Potsdam gegen TSV Spandau 1860. Da Spitzenreiter Prenzlauer Berg II spielfrei ist, können die Verfolger wieder dichter an die Prenzelbergerinnen heranrücken. In der Abstiegszone stehen sich die Kellerkinder SF Brandenburg 94 und Berliner Volleyballverein Vorwärts gegenüber. Der Verlierer dürfte für den weiteren Saisonverlauf die schlechtesten Karten haben, um nicht zu den drei Direktabsteigern zu gehören.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 7. Spieltag am 4. November 2017: USC Magdeburg – Dessau Volleys 1:3, CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam 3:2. Am 5. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – MTV Mariendorf 3:1, TSGL Schöneiche II – VfK Berlin-Südwest 3:1.

Frauen, 7. Spieltag am 4. November 2017: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3, USV Halle – VfK Berlin-Südwest 3:1, TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus 3:1. Am 5. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Wedding 2:3, VSG Altglienicke – SF Brandenburg 94 2:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 8. Spieltag am 11. November 2017: VC Olympia Berlin II – Berliner Volleyballverein Vorwärts (15 Uhr), Dessau Volleys – CV Mitteldeutschland II (15 Uhr), USV Potsdam – SC Potsdam (19 Uhr). Am 12. November 2017: SV Energie Cottbus – TSGL Schöneiche II (16 Uhr). Vorgezogenes Spiel vom 17. Spieltag am 11. November 2017: USC Magdeburg – MTV Mariendorf (18 Uhr).

Frauen, 8. Spieltag am 11. November 2017: VfK Berlin-Südwest – VSG Altglienicke (16 Uhr), SF Brandenburg 94 – Berliner Volleyballverein Vorwärts (18 Uhr), USV Potsdam – TSV Spandau 1860 (16 Uhr). Am 12. November 2017: TSV Wedding – SG Einheit Zepernick (15 Uhr), SV Energie Cottbus – USV Halle (15 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 8. Spieltag voraussichtlich am Montag, 13. November 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

28.10.2017

Wochenumschau nach dem 6. Spieltag: Männer des SC Potsdam die „Mannschaft der Stunde“

Aktualisierte Fassung - Mittwoch, 1. November 2017, um 10 Uhr

Auch der 6. Spieltag der Regionalliga Nordost war bei den Männern wieder nicht ohne Turbulenzen um den Spitzenreiter. Nachdem vor einer Woche der Tabellenführer SV Energie Cottbus und davor die TSGL Schöneiche II gestürzt worden waren, kam diesmal der neue Spitzenreiter VfK Berlin-Südwest nicht ungeschoren davon. Denn die Südwestler büßten durch ihre 2:3 (17, 13, -24, -14, -12)-Heimniederlage gegen den aufstrebenden SC Potsdam ebenfalls ihren „Platz an der Sonne“ ein, den wieder Cottbus einnimmt. Allerdings liegen beide Teams mit 14 Punkten gleichauf und sind nur durch einen Sieg getrennt: Cottbus 5, Südwest 4. Dahinter folgen mit einem 3-Punkt-Abstand die beiden Aufsteiger Dessau Volleys und TSGL Schöneiche II.

Bei einem Blick auf den kommenden 7. Spieltag, an dem Spitzenreiter Cottbus spielfrei ist, lässt sich ablesen, dass es auch weiterhin turbulent zugehen wird. Denn am nächsten Sonntag treffen der am 4. Spieltag gestürzte Tabellenführer Schöneiche II, der diesmal wieder spielfrei war, und der VfK Berlin-Südwest aufeinander.

Männer: Unter fünf Sätzen

machen es die Potsdamer nicht

Der SC Potsdam – in der vorigen Saison als Vizemeister noch als VC Potsdam-Waldstadt spielend – ist so etwas wie die „Mannschaft der Stunde“. Das 3:2 bei den Südwestlern war im fünften Saisonspiel das fünfte Match, das für die Potsdamer über fünf Sätze ging. Unter einem Fünf-Satz-Spiel machen sie es wohl nicht. Dabei wurden die letzten vier Begegnungen gegen Berlin-Südwest (auswärts) sowie gegen VC Olympia Berlin II, Schöneiche II und Berliner Volleyballverein Vorwärts allesamt zu Hause mit 3:2 gewonnen. Lediglich am ersten Spieltag erlitten die Potsdamer eine 2:3-Niederlage auswärts gegen CV Mitteldeutschland II.

Potsdams Trainer Gregor Steinke, der seit sieben Jahren die Mannschaft trainiert, relativierte die Fünf-Satz-Auftritte seiner Männer ein wenig: „Wenn ich mal von dem 3:2 zuletzt beim VfK Südwest absehe, so waren die anderen Siege eher unserer fehlenden Konstanz zuzuschreiben gewesen. Denn eigentlich hätten diese Spiele nicht über fünf Sätze gehen, sondern längst schon vorher für uns entschieden sein müssen.“ Und der Unterschied zum VfK-Spiel? „Hier wurden wir voll über fünf Sätze herausgefordert. Mehr als zwei Sätze lang dominierten uns die Gastgeber, die auch mit 2:0 in Führung gegangen waren. Der Gegner war selbstbewusst. Es funktionierte bei ihm so gut wie alles, von der Annahme bis zum Angriff. Bei uns war das genau umgekehrt. Auch im dritten Satz lagen wir schon 13:19 und 20:24 zurück. Aber wir wehrten vier Matchbälle ab und gewannen noch mit 26:24. Das war der eigentliche Knackpunkt des Spiels. Danach waren wir mit einer stabilen Annahme und erfolgreichen Angriffen wieder voll da und hatten im vierten Durchgang beim 25:14 den Gegner wieder in der Hand. Zwar wackelte der Tiebreak für einen kurzen Augenblick, als mit 5:8 die Seiten gewechselt wurden, aber am Ende war unser 15:12 verdient. Aber es war im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen ein hartes Stück Arbeit.“

Gefragt, worin die Stärken seiner Mannschaft in dieser Saison bestehen, gab Gregor Steinke zur Antwort: „Für die Mannschaft, deren Großteil schon lange zusammenspielt, spricht ihre Erfahrung und Routine, natürlich auch eine gewisse Portion Nervenstärke und vor allem der Umstand, dass sie zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen auf dem Feld trifft.“ Gegenüber der Vorsaison, so ergänzt der Coach, seien nur zwei Spieler neu hinzugekommen, darunter der Zuspieler Kai Wieser aus Königs Wusterhausen, der in gut zwei Wochen gerade mal seinen 16. Geburtstag begeht.

Spricht man Potsdams Coach auf die Saisonziele seines Teams an, so äußert er sich eher vage: „Wir wollen uns im oberen Tabellendrittel platzieren. Dort wird es in dieser Saison ziemlich eng zugehen, denn es gibt keine Überfliegermannschaft wie letzte Saison mit Gardelegen. Ich denke, dass vier, fünf Teams für den Titelkampf infrage kommen. Und zu diesem Kreis möchten wir gehören.“ Wäre am Ende der Saison der Aufstieg in die Dritte Liga Nord womöglich ein Thema? Gregor Steinke schüttelt mit dem Kopf: „Das ist nicht unser vordergründiges Ziel, auf das wir hinsteuern. Man muss ja auch sehen, dass wir erst in der Sommerpause eine Spielrechtsübertragung zwischen dem VC Potsdam-Waldstadt und dem SC Potsdam vorgenommen haben. Wir sind mit dem Männerteam also neu in dem Verein, der mit seiner ersten Frauenmannschaft in der 1. Bundesliga und mit dem zweiten Frauenteam in der Dritten Liga Nord spielt. Aber wenn es schließlich mit dem Aufstieg der Männer in die Dritte Liga konkret wird, könnte das durchaus ein Thema für beide Seiten, für die Mannschaft und den Verein, sein.“

Auf Seiten des Verlierers fiel der Kommentar von VfK-Trainer Sören Damerius knapp aus: "Nach einem starken Start schafften wir es nicht, unsere Leistung über drei Sätze aufrecht zu erhalten und gaben die Sätze leider weg. Das Team will an dieser Schwäche arbeiten und sich weiter entwickeln, so dass so etwas nicht wieder vorkommt." Die nächste Gelegenheit dazu kommt schon am Wochenende in Schöneiche.

Gesiegt, aber harsche Kritik an das Team

des Spitzenreiters aus Cottbus

Der SV Energie Cottbus übernahm mit einem 3:1 (-21, 8, 14, 18)-Heimsieg über den in der Krise steckenden CV Mitteldeutschland II wieder die Tabellenführung. „Vom Papier her eine klare Angelegenheit“, meinte der Cottbuser Trainer Javor Takev, der gegenwärtig etwas kürzer tritt und von Marcus Benthien vertreten wird. „Zudem waren die Mitteldeutschen nur mit nur sechs Spielern plus Libero angereist und damit ohne Wechseloption. Sie erwiesen sich letztlich auch als dankbarer Gegner. Allerdings muss man auch selbstkritisch einräumen: Was wir dem Gegner und den Zuschauern beim 21:25 im ersten Satz angeboten haben, grenzt – wie es etwas überspitzt von Marcus Benthien formuliert wurde - an Frechheit. Wir haben im ersten Satz gegen den harmlosen Gegner so ziemlich alles getan, um mit einem 0:1 in Satzrückstand zu geraten. Das war eine beschämende Leistung, wie die anschließenden Satzergebnisse mit 25:8, 25:14 und 25:18 zeigen. Insgesamt ein unspektakuläres und von vielen Fehlern geprägtes Spiel auf beiden Seiten. Ausgenommen von diesem Urteil ist das Schiedsgericht: unaufgeregt, souverän und fehlerfrei. Respekt!“

Für den nach vier Saisonspielen weiterhin sieglosen CV Mitteldeutschland II dürfte diese dritte Niederlage die Krise im Abstiegskampf verschärft haben, zumal offensichtlich auch personelle Probleme die Auftritte des Tabellenvorletzten überschatten. Auch die Lage für den auf dem letzten Platz liegenden Aufsteiger MTV Mariendorf (beide je 2 Punkte) ist nach dem 1:3 (-18, 23, -18, -17) beim Neuling Dessau Volleys alles andere als rosig. Drittletzter ist unverändert der Ex-Drittligist USC Magdeburg, der beim offensichtlich wiedererstarkten USV Potsdam mit 0:3 (-15, -22, -21) den Kürzeren zog. Am nächsten Spieltag bekommt es Magdeburg zu Hause mit den Dessauern und Mitteldeutschland mit dem USV Potsdam zu tun.

Frauen: In Brandenburg spricht

(noch) keiner von einer Krise

Bei den Frauen zeigt sich das gewohnte Bild: Keiner kann das Spitzenduo mit der SG Rotation Prenzlauer Berg II (17 Punkte) und dem USV Potsdam (16 Punkte) stoppen. Die Prenzelbergerinnen schlugen zu Hause den Neuling TSV Wedding mit 3:0 (18, 20, 14), und die Potsdamerinnen taten es ihnen zu Hause gegen Aufsteiger SG Einheit Zepernick (siehe Foto oben) mit einem 3:0 (13, 20, 11) gleich. Der drittplatzierte USV Halle und der TSV Spandau 1860 (beide je 12 Punkte) bleiben aber hartnäckig in der Verfolgerrolle: die Hallenserinnen mit einem 3:1 (-24, 18, 27, 19)-Erfolg bei SF Brandenburg 94 und die Spandauerinnen mit 3:0 (14, 22, 26) beim VfK Berlin-Südwest. Mit diesen Erfolgen vergrößerte sich der Vorsprung gegenüber der übrigen Konkurrenz schon auf fünf Punkte.

Am Tabellenende sind nach wie vor als Vorletzter der Berliner Volleyballverein Vorwärts und die SF Brandenburg 94 als Tabellenletzter platziert. Der BVV kam beim 2:3 (-19, 21, -22, 20, -8) gegen Gastgeber VSG Altglienicke wenigstens zum ersten Punktgewinn in dieser Saison, während die Brandenburgerinnen mit dem 1:3 (24, -18, -27, -19) zu Hause gegen den USV Halle weiter sieg- und punktlos bleiben.

Brandenburgs Teammanager Bernd Stasik meinte nach dem Spiel gegen Halle: „Mit etwas Glück war ein Punkt drin, vielleicht sogar mehr. Der Spielverlauf zeigte, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist.“ Die aktuelle Situation bei den Brandenburgerinnen, die letzte Saison als Neunter fast abgestiegen wären und erst über die Relegation als Sieger den Regionalligaplatz behaupten konnten, beschrieb der Teammanager so: „Auch nach nunmehr fünf Niederlagen zum Saisonauftakt spricht bei der Frauenmannschaft des SFB 94 niemand von einer Krise. Allen Beteiligten war zum Saisonstart klar, dass es sehr schwer werden würde, nach dem kompletten Umbruch im Kader ein Team in den Wettbewerb der Regionalliga zu schicken, das sofort auf dem erforderlichen Niveau spielt. Aus der Vorsaison blieben lediglich vier Spielerinnen übrig. Neue und motivierte junge Spielerinnen kamen dazu. Aber mit derzeit nur zehn Frauen im Team um Trainer Torsten Sykora ist es zunächst wichtig, Stabilität und Struktur zu entwickeln. Die Stärke der Mannschaft liegt in der Moral und Geschlossenheit. Für die Hinrunde kommt es darauf an, die vorhandenen Potenziale zu nutzen, um über Achtungserfolge noch mehr Selbstvertrauen zu erarbeiten. Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt, der durchaus möglich ist, wenn das Team von Ausfällen verschont bleibt. Verstärkung des Teams wäre zudem möglich, scheiterte aber bisher an mangelhafter Unterstützung der Vereinsführung.“

Das Spiel gegen Altglienicke auf

Augenhöhe macht dem BVV Mut

Beim ebenfalls krisengeschüttelten BVV äußerte sich Trainer Jörg Papenheim nach dem 2:3 gegen Altglienicke und dem ersten Punktgewinn nach vier Spielen so: „Wir haben es leider versäumt, den Gegner unter Druck zu halten und schafften es nicht, den dritten Satz zu gewinnen, obwohl wir über weite Strecken in Führung lagen. Im vierten Satz spielten wir mutig und kontrollierten den Gegner. Gute Aufschläge des Gegners und individuelle Fehler sorgten aber für einen 0:6-Fehlstart, den wir beim 8:9 und schließlich mit 25:20 wettmachten. Doch im Tiebreak unterliefen uns wieder zu viele Fehlern, so dass wir nach gutem Spiel des Gegners den Satz mit 8:15 und somit das Spiel abgaben. Das Fazit: Wir haben zwar einen Punkt gewonnen, aber zwei Punkte verloren. Die zu hohe Zahl an Eigenfehlern kosteten die Satzgewinne. Dennoch darf man nicht übersehen, dass wir bisher ausschließlich gegen Mannschaften der oberen Tabellenhälfte gespielt haben. Gegen diese Gegner müssen wir anerkennen, dass wir mannschaftlich noch nicht so weit sind. Die wichtigen Spiele folgen in den nächsten Wochen. Jedenfalls wissen wir, woran wir arbeiten müssen." Das Spiel auf Augenhöhe mit Altglienicke könnte der BVV-Mannschaft Mut gemacht haben. Unterm Strich wird es aber noch ein hartes Stück Arbeit für das BVV-Team sein, um die Abstiegsgefahr zu bannen.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 6. Spieltag am 28. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – SC Potsdam 2:3, SV Energie Cottbus – CV Mitteldeutschland II 3:1. Am 29. Oktober 2017: Dessau Volleys – MTV Mariendorf 3:1, USV Potsdam – USC Magdeburg 3:0.

Frauen, 6. Spieltag am 28. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – TSV Spandau 1860 0:3, SF Brandenburg 94 – USV Halle 1:3, SG Rotation Prenzlauer Berg II – TSV Wedding 3:0. Am 29. Oktober 2017: VSG Altglienicke – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:2, USV Potsdam – SG Einheit Zepernick 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer, 7. Spieltag am 4. November 2017: USC Magdeburg – Dessau Volleys (18 Uhr), CV Mitteldeutschland II – USV Potsdam (15 Uhr). Am 5. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – MTV Mariendorf (15 Uhr), TSGL Schöneiche II – VfK Berlin-Südwest (14 Uhr).

Frauen, 7. Spieltag am 4. November 2017: SG Einheit Zepernick – SG Rotation Prenzlauer Berg II (15 Uhr), USV Halle – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), TSV Spandau 1860 – SV Energie Cottbus (15 Uhr). Am 5. November 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – TSV Wedding (12 Uhr), VSG Altglienicke – SF Brandenburg 94 (14 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 7. Spieltag voraussichtlich am Montag, 6. November 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

22.10.2017

Wochenumschau nach dem 5. Spieltag: Viele Turbulenzen - VfK Berlin-Südwest bei den Männern neuer Spitzenreiter

Der 5. Spieltag der Regionalliga Nordost war insofern ungewöhnlich, weil es von den insgesamt zehn Spielen (je fünf bei den Männern und Frauen) sechs Sonnabend- und vier Sonntagspiele gab: das Verhältnis bei den Männern 4:1, bei den Frauen 2:3. In diesem Zusammenhang soll daran erinnert werden, dass der Regionalschiedsrichterausschuss in Auswertung der vergangenen Saison angesichts der Schiedsrichterkalamität die Vereine dringend ersucht hatte, stärker als in der Vergangenheit auf den Sonntagspieltag auszuweichen. Das würde zwangsläufig dazu führen, ein Stück weit aus der Enge der Schiedsrichteransetzungen an den Sonnabenden herauszukommen. Der 5. Spieltag ist also ein positiv herauszuhebendes Beispiel. Was aber brachte dieser turbulente Spieltag aus sportlicher Sicht?

Männer: Cottbus wurde in Magdeburg aus

allen selbstgefälligen Träumen gerissen

Die vor einer Woche auf den zweiten Platz verdrängten Männer des Aufsteigers TSGL Schöneiche II konnten diesmal tatenlos den Turbulenzen des 5. Spieltages zusehen. Dabei sorgte ausgerechnet der bislang sieglose Drittliga-Absteiger USC Magdeburg für eine Überraschung. Der Tabellenletzte verdarb dem vor einer Woche an die Tabellenspitze gerückten SV Energie Cottbus die nicht unbegründete Hoffnung, die Tabellenführung weiter auszubauen. Denn es kam ganz anders: Die Elbestädter schlugen Cottbus mit 3:1 (23, -18, 17, 20) und gaben damit die „rote Laterne“ ab. Während es für die auf Platz zwei abgerutschten Cottbuser die erste Niederlage im fünften Saisonspiel war, könnten die Magdeburger ein erstes Signal gegen die drohende Krise gesetzt haben. Zuletzt schien es, als würden sie wie im freien Fall von der 2. Bundesliga Nord über die Dritte Liga Nord und die Regionalliga Nordost bis in die Landesoberliga von Sachsen-Anhalt durchgereicht werden. Folgt der nächste Befreiungsschlag in einer Woche beim USV Potsdam, der nur um einen Punkt besser ist?

Wie aber stellt sich für den Cottbuser Trainer Javor Takev nach dem 1:3 in Magdeburg die Situation dar? „Betrachtet man unsere Tabellensituation nach fünf Spielen, so muss man realistisch einschätzen, dass wir mit unseren Gegnern bislang viel Glück hatten. Gleich im ersten Spiel standen wir einem noch desorientiert wirkenden Drittligaabsteiger BVV gegenüber. Die Situation beim USV Potsdam ist hinlänglich bekannt, so dass auch diese Begegnung kaum als Herausforderung angesehen werden konnte. Nach dem 3:0 beim Aufsteiger Dessau Volleys glaubten wohl alle - und ehrlich gesagt war auch ich nicht ganz frei davon -, dass gegen den Aufsteiger Mariendorf und nun gegen Magdeburg kaum etwas anbrennen dürfte. Wie irrig diese Annahme war, haben uns die Mariendorfer gezeigt. In dem zweieinhalbstündigen Krimi wurden wir beim 3:2 bis an den Rand einer Niederlage gedrängt. Das 26:24 im Tiebreak konnte nur als glücklich für uns verbucht werden. Nun erwischte es uns voll beim Schlusslicht USC Magdeburg. Anfangs bestätigten sich die Spielberichte über die Magdeburger in den vergangenen Wochen. Magdeburg präsentierte sich mit einer jugendlichen Mannschaft, die technisch und athletisch einen hervorragenden Eindruck vermittelte, zu Beginn des Spiels jedoch mit vielen einfachen Fehlern schnell zurücklag. Es dauerte allerdings nicht lange, bis Magdeburg das Spiel an sich und uns aus allen selbstgefälligen Träumen riss. Beide Außenangreifer des Gegners machten uns das Leben zunehmend schwer und auf das unwiderstehliche Aufschlagspiel fanden wir über das gesamte Spiel kaum eine Antwort. Ein verdienter Sieg der Magdeburger! Nun werden die kommenden Wochen zeigen, wohin unsere Reise geht. Warum Magdeburg wie auch Mariendorf bislang sieglos am Tabellenende zu finden sind, erschließt sich mir nicht.“

Javor Takev: „Unsere personelle

Situation ist durchaus komfortabel“

Javor Takev ging schließlich noch auf sein Team und die Aussichten in dieser Saison detailliert ein: „Wir haben eine erfahrene Mannschaft, die bei entsprechendem Engagement mit allen Mannschaften der Regionalliga mithalten kann. Aber wir müssen uns zunächst selbst im Klaren werden, was wir wollen. Die Tabellensituation nehme ich derzeit nicht ernst. Die Saison ist noch jung. Da kann noch viel passieren, sowohl nach oben als auch nach unten. Unbestritten ist unsere personelle Situation durchaus komfortabel. Den zwei Abgängen stehen fünf Zugänge gegenüber. Kurz vor Saisonbeginn kehrten drei ehemalige Spieler zurück ins Team. Neben David Roy und Andreas Petschick, die nach dem Regionalliga-Rückzug der Spremberger nach einer neuen Aufgabe suchten, meldete sich auch Raphael Brand zurück, der sich vor drei Jahren bei einem Regionalligaspiel schwer verletzte und seither beharrlich an seinem Comeback arbeitete. Dazu kam nach einem langatmigen Transferverfahren der tunesische Student Aziz Ben Youness. Der wieselflinke sympathische Bursche trainierte schon seit Mitte der vergangenen Saison bei uns und erhielt die Spielberechtigung praktisch zum ersten Spieltag. Schließlich ist da noch der zweitligaerfahrene Marcus Benthien, der wegen seiner Verpflichtung als Trainer der Cottbuser Frauenmannschaft allerdings nur sporadisch dabei sein kann. Somit können wir auf einen 15köpfigen Kader zurückgreifen.“

Insgesamt, so der Cottbuser Coach weiter, „ist das eine Ausgangsposition, die so manchen Trainer neidisch werden lassen dürfte, wäre da nicht das fortgeschrittene Alter unserer Spieler. Lediglich zwei Spieler haben noch nicht die 30 überschritten, so dass wir mit einem Altersschnitt von fast 34 für Volleyballverhältnisse schon als leicht angegraut zu bezeichnen wären. Hinzu kommen die familiären und beruflichen Verpflichtungen der vielen Familienväter. Insofern verbietet sich eine euphorische Planung für die Zukunft von allein. Ich persönlich hätte am Ende nichts gegen einen Platz unter den ersten drei.“

VfK Berlin-Südwest und beide

Potsdamer Teams im Aufwind

Von der unerwarteten Cottbuser Niederlage profitierte der bisherige Tabellendritte VfK Berlin-Südwest, der mit einem souveränen 3:1 (21, 13, -21, 13)-Auswärtssieg gegen den CV Mitteldeutschland II seinen vierten Sieg landete und mit 13 Punkten neuer Spitzenreiter ist, gefolgt von Cottbus und Schöneiche II (je 11 Punkte). Für die Mitteldeutschen hat diese zweite Niederlage im dritten Spiel die Folge, dass sie auf den vorletzten Tabellenrang abdrifteten. Und die Aussichten sind ziemlich trübe, denn am nächsten Spieltag folgt die schwere Auswärtshürde gegen den nach Lage der Dinge geläuterten SV Energie Cottbus.

Der Aufwärtstrend hält auch beim SC Potsdam an. Nach zwei Heimsiegen in Folge (3:2 gegen Schöneiche II und 3:0 gegen den Berliner VV) gelang der dritte Sieg in Serie abermals zu Hause mit 3:2 (23, 19, -25, -21, 10) gegen den VC Olympia Berlin II. Dabei drohte der Heimerfolg nach einer 2:0-Satzführung noch in Gefahr zu geraten. Doch nach dem 2:2-Satzgleichstand wurde beim 15:10 im Tiebreak alles klar gemacht. Nun darf man gespannt sein, wie sich die auf dem Rang vier liegenden Potsdamer (8 Punkte) in einer Woche beim Spitzenreiter VfK Berlin-Südwest aus der Affäre ziehen.

Auch Potsdams Ortsnachbar USV Potsdam ist im Aufwind. Nach dem 3:2-Heimerfolg vor einer Woche gegen den Neuling Dessau Volleys folgte mit dem 3:1 (23, 16, -24, 19) beim Aufsteiger MTV Mariendorf der zweite Saisonsieg in Folge. Bitter für die unglücklich spielenden Mariendorfer: Sie sind nunmehr neuer Tabellenletzter – mit zwei Punkten gleichauf mit CV Mitteldeutschland II! Doch vielleicht können die Mariendorfer das Blatt am nächsten Spieltag beim Mitaufsteiger Dessau Volleys wenden. Zweifellos eine schwierige Aufgabe, denn die Dessauer spielten als Aufsteiger bislang eine gute Rolle und etablierten sich mit dem 3:0 (19, 23, 12) im einzigen Sonntagsspiel der Männern beim Ex-Drittligisten Berliner Volleyballverein Vorwärts mit acht Punkten weiterhin im Mittelfeld.

Frauen: Fernduell Prenzlauer Berg

kontra Potsdam hält unvermindert an

Bei den Frauen hält das Fernduell zwischen Spitzenreiter SG Rotation Prenzlauer Berg II und dem einen Punkt zurückliegenden Verfolger USV Potsdam unvermindert an. Beide gewannen ihre Auswärtsspiele ohne Wenn und Aber: die Prenzelbergerinnen gegen das punkt- und sieglose Schlusslicht Berliner Volleyballverein Vorwärts mit 3:1 (9, 20, -19, 16) und Potsdam gegen den Aufsteiger TSV Wedding ebenfalls mit 3:1 (23, 18, -17, 13). Also alles wie gehabt!

Hinter dem Spitzenduo Prenzlauer Berg (14 Punkte) und Potsdam (13 Punkte) festigte der USV Halle (9 Punkte) seine dritte Tabellenposition mit einem 3:1 (20, -17, 20, 19)-Heimsieg über den Mitaufsteiger VSG Altglienicke. Halle ist dabei punktgleich mit dem TSV Spandau 1860, der die abstiegsbedrohten Sportfreunde Brandenburg 94 auf heimischem Parkett mit 3:0 (17, 12, 20) sicher besiegte. Somit liegen Brandenburg und der BVV weiterhin punkt- und sieglos am Tabellenende und dürften nach Lage der Dinge zu den ersten Abstiegsanwärtern zu zählen sein, wenn nicht bald eine Wende herbeigeführt wird.

Halles Trainer Axel Göbel ist

stolz auf sein Aufsteigerteam

Axel Göbel, Trainer des Aufsteigers USV Halle, kommentierte den Sieg über Altglienicke so: „Mein Co-Trainer und ich platzen an diesem Wochenende ein bisschen vor Stolz. Denn nach dem überzeugenden Punktspiel war die Mannschaft tags darauf im VVSA-Pokal unterwegs und hat die nächste Runde erreicht. Wir sind mit der Leistung unserer Frauen zu 100 Prozent zufrieden. Vor dem Hintergrund des ersten Heimspiels als Aufsteiger und der damit verbundenen Nervosität hat die Mannschaft gegen Altglienicke sehr gut gespielt. Wir haben ständig versucht, Lösungen zu finden, waren sehr oft hellwach und haben wieder mal mit unglaublich positiver Energie um den Erfolg gekämpft. Angetrieben von einer vollen Spielhalle starteten wir allerdings unglaublich nervös. Gleich neun Aufschlagfehler leisteten wir uns im ersten Satz. Doch durch gute eigene Angriffe und leichte Fehler des Gegners ging der erste Satz trotz der vielen Aufschlagfehler mit 25:20 an uns. Etwas zufriedener haben wir den zweiten Satz gestaltet. Altglienicke hatte das Personal gewechselt und spielte jetzt deutlich aggressiver. Unsere Annahme wurde ungenauer, und der Angriff hat die Ideen des ersten Satzes vermissen lassen. So mussten wir den Gast mit 17:25 ziehen lassen. In den beiden folgenden Sätzen waren wir wieder konzentrierter. Durch Druck im Aufschlag und ein ordentliches Abwehrspiel wurden viele Spielsituationen geschaffen, die wir zunehmend zu Nutzen verstanden. Alle Angreifer sammelten fleißig Punkte, allen voran die überragende Diagonalspielerin Sarah Schuhmann.“

Und wie sieht der Hallenser Trainer den bisherigen Saisonverlauf für sein Team? „Wir haben drei Spiele in der für uns neuen Regionalliga gespielt und stehen ungeschlagen mit neun Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Viel besser geht es vom Ergebnis her nicht. Sportlich gesehen werden unsere Spielerinnen immer besser. Die Anpassung an das Spieltempo und die Qualität der Gegner läuft gut. Ich hoffe, dass sich die Aufregung vor den Spielen demnächst noch legen wird und die sportliche Euphoriewelle noch lange anhält. Als Saisonziel habe ich Platz vier ausgegeben. Wir haben einen jungen, hungrigen Kader, da muss ein wirkliches Arbeitsziel her. Wir sind als Vizemeister von Sachsen-Anhalt aufgestiegen, um in der Regionalliga zu bleiben. Die Quantität wie auch die Qualität der Spielerinnen ist dafür vorhanden. Zudem profitiert die Mannschaft von unserer guten Jugendabteilung. Zurzeit stehen drei Spielerinnen aus dem 2000er-Jahrgang und zwei aus dem 99er-Jahrgang im Team.

Unsere Stärken sind der Hunger auf Erfolg und die Lust auf gute Spiele. Alle wollen zeigen, dass sie in die Regionalliga gehören, für die wir auch lange genug Anlauf genommen haben. Unsere Schwächen, über die man eigentlich nicht öffentlich spricht, sind die mangelnde Erfahrung, die Aufregung vor den Spielen, weil alle Abläufe vor der Partie völlig neu sind. Und es fehlt noch an der Durchschlagskraft. An diesem Punkt werden wir fleißig arbeiten. Der Rest kommt von Spiel zu Spiel.“

Spandaus Trainer Torsten Tilgner: Hinter

dem Spitzenduo kann jeder jeden schlagen

Die im Vorderfeld platzierten Frauen des TSV Spandau 1860 waren ein wenig verunsichert vor der Heimpartie gegen SF Brandenburg 94. „Für uns war es schwer einzuordnen, wie die Brandenburgerinnen leistungsmäßig einzuschätzen sind“, so Spandaus Trainer Torsten Tilgner. Letztlich gab es einen überlegenen Spandauer Sieg mit 3:0, womit der vierte Tabellenplatz weiter ausgebaut werden konnte. „Die Brandenburgerinnen hatten in den ersten beiden Sätzen große Probleme in der Annahme und konnten dementsprechend nicht ihr Spiel aufziehen und bei eigenem Aufschlag auch nur vereinzelt den notwendigen Druck aufbauen. Wir hatten nur im dritten Satz zwischenzeitlich durch einen Spannungsabfall nach den ersten beiden Sätzen und individuellen Fehlern ein wenig geschwächelt, aber den Satz dann doch noch klar gewonnen. Trotz aller Bemühungen hat es für Brandenburg nicht zum Satzgewinn gereicht. Wir haben uns in dem sehr fairen Spiel als das bessere Team verdient durchgesetzt.“

Mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf meint Spandaus Coach, dessen Team letzte Saison Achter geworden war: „Von unseren bisherigen vier Spielen konnten wir drei klar gewinnen. Nur gegen den starken Aufsteiger aus Halle wurde 0:3 verloren, wobei es einen sehr engen Satzverlauf gegeben hat. Allerdings konnten wir in diesem Spiel nicht unser Leistungsvermögen abrufen. Wohin unsere Reise gehen wird, wird man jedoch erst nach den kommenden Spielen abschätzen können. Denn zwei der drei gegen uns unterlegenen Gegner stehen derzeit am Ende der Tabelle. Aber in der aktuellen Situation zeichnet sich ab, dass mit Prenzlauer Berg II und USV Potsdam zwei Teams an der Spitze stehen, die leistungsmäßig vor den anderen stehen. Dahinter kann praktisch jeder jeden schlagen, auch wenn bisher einzelne Teams noch nicht ihren Rhythmus gefunden haben.“

Was seine Mannschaft anbelangt, so hob Torsten Tilgner hervor: „Sie ist recht ausgeglichen besetzt, wodurch sich das Umsetzen der Spielidee und das Erreichen von Ergebnissen auf mehreren Schultern verteilt. Die Mannschaft wirkt homogener als in der letzten Saison, obwohl die individuelle Qualität dort mindestens gleichwertig war. Nach der letzten Saison haben immerhin sieben Spielerinnen aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen unser Team verlassen müssen, so dass hier viel Arbeit zu leisten war, um das Team neu zusammenzustellen und die nötigen Abstimmungen untereinander vorzunehmen. Dieser Prozess wird sich noch weiter hinziehen, auch wenn die bisherigen Resultate schon ganz ordentlich aussehen.“ Schließlich verweist Spandaus Trainer auf ein Problem: „Das Team könnte über einen größeren Kader verfügen, um immer ausreichend Spielerinnen für die Spieltage zur Verfügung zu haben. Jedoch ist es praktisch äußerst schwierig, überhaupt neue Spielerinnen zu gewinnen, noch dazu in der Randlage der Stadt. Von den sechs neu hinzugekommenen Spielerinnen stehen mittlerweile nur noch vier zur Verfügung. Gegenüber der Vorsaison, in der wir zu 95 Prozent nur mit sechs, sieben Frauen beim Training in der Halle standen und in der es auch viele Ausfälle gab, kann inzwischen der Trainingsbetrieb bisher deutlich besser organisiert und durchgeführt werden. Dies spiegelt sich auch in den bisherigen Ergebnissen wider. Wir wollen uns in dieser Saison etwas besser in der Tabelle positionieren und die notwendigen Punkte erspielen, um nichts mit dem Abstieg oder der Relegation zu tun zu haben. In der letzten Saison wurden leider zu viele Spiele gegen gleichwertige Teams verloren, so dass es am Ende sehr eng wurde.“

Im Duell Aufsteiger SG Einheit Zepernick kontra SV Energie Cottbus (siehe Foto oben) ging es für den bislang gut mithaltenden Neuling darum, sich weiter im Mittelfeld zu positionieren, während Cottbus nicht weiter in die Abstiegszone abrutschen wollte. Zepernick setzte sich schließlich sicher mit 3:0 (20, 18, 19) durch und liegt als Tabellenfünfter (7 Punkte) im gesicherten Mittelfeld, während die Cottbuserinnen ihre Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt als Drittletzter (3 Punkte) nicht weiter verbessern konnten.

Der Spieltag im Überblick

Männer, 5. Spieltag am 21. Oktober 2017: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus 3:1, MTV Mariendorf – USV Potsdam 1:3, SC Potsdam – VC Olympia Berlin II 3:2, CV Mitteldeutschland II – VfK Berlin-Südwest 1:3. Am 22. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – Dessau Volleys 0:3

Frauen, 5. Spieltag am 21. Oktober 2017: SG Einheit Zepernick – SV Energie Cottbus 3:0, USV Halle – VSG Altglienicke 3:1. Am 22. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Rotation Prenzlauer Berg II 1:3, TSV Wedding – USV Potsdam 1:3, TSV Spandau 1860 – SF Brandenburg 94 3:0.

Die nächsten Spiele

Männer, 6. Spieltag am 28. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – SC Potsdam (16 Uhr), SV Energie Cottbus – CV Mitteldeutschland II (19 Uhr). Am 29. Oktober 2017: Dessau Volleys – MTV Mariendorf (11 Uhr), USV Potsdam – USC Magdeburg (15 Uhr).

Frauen, 6. Spieltag am 28. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – TSV Spandau 1860 (19 Uhr), SF Brandenburg 94 – USV Halle (18 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg II –TSV Wedding (15 Uhr). Am 29. Oktober 2017: VSG Altglienicke – Berliner Volleyballverein Vorwärts (14 Uhr), USV Potsdam – SG Einheit Zepernick (12 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 6. Spieltag voraussichtlich am Montag, 30. Oktober 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 4. Spieltag: Prenzlauer Bergs Frauen alleiniger Tabellenführer – Cottbuser Männer verdrängen Schöneiche von der Spitze

Der 4. Spieltag der Regionalliga Nordost war turbulent und höchst dramatisch. Davon zeugen fünf Fünf-Satz-Spiele (drei bei den Männern, zwei bei den Frauen) bei insgesamt acht Begegnungen. Bei den Frauen ragte das Spitzenspiel zwischen den beiden punktgleichen Mannschaften SG Rotation Prenzlauer Berg II und Gastgeber USV Potsdam heraus. Beide trennte lediglich ein Satz: Prenzlauer Berg 9:0, Potsdam 9:1. In der vorigen Saison war das Duell der beiden Titelfavoriten unentschieden ausgegangen. Die Prenzelbergerinnen hatten das Hinspiel in Potsdam mit 3:0 (14, 16, 21) für sich entschieden, und im Rückspiel waren die Potsdamerinnen in Berlin ebenfalls mit 3:0 (14, 22, 17) erfolgreich. Zieht man die kleinen Punkte aus den damaligen beiden Begegnungen heran, so hatte es einen minimalen Vorteil für Prenzlauer Berg von 128:126 Ballpunkten gegeben. Ausgeglichener hätte es also gar nicht zugehen können. Am Ende wurde Prenzlauer Berg Vizemeister und Potsdam Meisterschaftsdritter.

Spitzenspiel über weite Strecken, aber

Kritik am überforderten 1. Schiedsrichter

Angesichts dieser Vorzeichen gab es für die Neuauflage dieses traditionellen Duells keinen nennenswerten Vorteil für den einen oder anderen. Offen war aber die Frage, ob es wie im Vorjahr dem Gästeteam gelingen würde, das Parkett als Sieger zu verlassen. Tatsächlich konnten auch diesmal die Gastgeberinnen ihren Heimvorteil nicht nutzen. Die Potsdamerinnen hatten mit 2:3 (-26, 18, 25, -21, -9) das Nachsehen, obwohl sie nach Sätzen bereits mit 2:1 führten und dicht vor dem Erfolg standen. Aber es kam anders. Denn mit 25:21 im vierten Durchgang und 15:9 im Tiebreak riss Prenzlauer Berg den Sieg noch aus dem Feuer.

Auf Seiten des Siegers kommentierte Manager und Trainer Klaus Helmke das Duell so: "Das Spiel stellte beide Seiten vor große Probleme, weil sich die beiden ersten Zuspielerinnen Vivien Rechlin auf unserer Seite und Martina Gast bei Potsdam verletzten und darunter die Harmonie des gesamten Spiels litt. Die einzelnen Satzergebnisse widerspiegeln den Spielverlauf. Im fünften Satz setzten wir uns beim 15:9 mit der größeren Routine durch."

Helmke fügte schließlich noch hinzu: "Es muss unbedingt noch gesagt werden, dass beide Trainer - sowohl der des Verlierers als auch der des Siegers - nicht verstanden, warum man bei einem derartigen Spitzenspiel einen überforderten 1. Schiedsrichter einsetzte. Er unterdrückte den Spielverlauf und den Spielfluss durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen, und zwar auf beiden Seiten! Durch den anwesenden Schiedsrichterbeobachter wurde diese Ansicht beider Trainer geteilt."

Nach dem Verletzungspech dem

Gegner nicht mehr Paroli bieten können

Potsdams Trainer Thomas Schulze schilderte das Geschehen so: „In den ersten beiden Sätzen war es das erwartete Spitzenspiel, wobei wir im ersten Satz eine 3-Punkte-Führung durch eine wacklige Annahme mit 26:28 noch verspielten. Im zweiten Satz verletzte sich die Zuspielerin von Prenzlauer Berg am Fuß und musste bei einer 21:17-Führung für uns rausgenommen werden. Das schwächte den Gegner, so dass unser 1:1-Satzausgleich mit 25:18 unter diesen Umständen eigentlich nur eine Formsache war. Im dritten Satz verflachte das Niveau deutlich und der USV siegte glücklich mit 25:23. Im vierten Satz erwischte uns das Verletzungspech, als die Kapitänin und Zuspielerin Martina Gast unter Krämpfen litt ebenso wie Diagonalspielerin Verena Poppe-Kohlsdorf, so dass beide ausgewechselt werden mussten. Fortan spielte der USV nur mit vier Mittelblockerinnen und ohne Zuspielerin und konnte in der Folge dem Gegner nichts mehr entgegensetzen.“

Prenzlauer Berg ist nunmehr alleiniger Spitzenreiter (11 Punkte) vor Potsdam (10), der wenigsten noch mit einem Punkt belohnt wurde. Am nächsten Spieltag greifen beide Spitzenteams am Sonntag (22. Oktober) mit Auswärtsspielen ins Geschehen ein: Prenzlauer Berg II gegen Schlusslicht Berliner Volleyballverein Vorwärts und Potsdam gegen den Aufsteiger TSV Wedding.

Wedding und Altglienicke

nutzten Gunst der Stunde nicht

Der TSV Wedding verspielte seine komfortable Ausgangsposition als mit dem USV Halle punktgleicher Verfolger durch eine glatte 0:3 (-20, -19, -22)-Auswärtsniederlage gegen den bis dato sieg- und punktlosen Tabellenvorletzten SV Energie Cottbus, der sich damit um einen Platz verbesserte.

Auch dem Aufsteiger VSG Altglienicke hatte sich im einzigen Sonntagspiel die Chance geboten, bei einem Sieg auf den dritten Rang vorzurücken. Doch Altglienicke vermochte die Gunst der Stunde nicht zu nutzen und scheiterte gegen den Tabellennachbarn TSV Spandau 1860 mit 1:3 (-26, 18, 25, -21, -9). Dadurch rückte Spandau auf den vierten Tabellenplatz hinter Prenzlauer Berg II (11 Punkte), Potsdam (10) und dem spielfreien USV Halle vor, gefolgt vom TSV Wedding. Dieses Trio liegt mit 6 Punkten gleichauf.

Der VfK Berlin-Südwest, der letzte Saison Meisterschaftsfünfter war, aber in den bisherigen drei Spielen lediglich auf einen Punkt gekommen war, hatte mit der SG Einheit Zepernick (3 Punkte) einen Neuling zu Gast, der als Tabellensiebenter direkt vor den Südwestlerinnen stand. Auch hier ging es über fünf Sätze, wobei sich die Südwestlerinnen nach einem 0:2-Rückstand beim 3:2 (-22, -27, 11, 18, 15)-Heimsieg zwei wichtige Punkte sicherten. Weiterhin sieg- und punktlos stehen nunmehr nur die SF Brandenburg 94 und der Berliner Volleyballverein Vorwärts da, die diesmal beide spielfrei waren.

BVV-Frauen müssen für

peinliche Fehler büßen

Noch ein Wort zum Spiel TSV Spandau 1860 gegen den BVV vom 2. Spieltag: Ursprünglich war Spandau als 3:0 (15, 23, 13)-Gewinner geführt worden, doch im Nachgang musste diese Partie durch den Frauen-Staffelleiter Dr. Albrecht Pfefferkorn beim Satzstand auf 75:0 für Spandau korrigiert werden. Der Grund: Die BVV-Frauen, die in dieser Saison auf ihren langjährigen Trainer und „Kümmerer“ Eberhard Harten verzichten und alles in Eigenregie übernehmen wollen, waren der irrigen Meinung, dass ein Staffelleitereintrag in den Spielerpässen für die Saison 2017/2018 nicht nötig sei. Dr. Albrecht Pfefferkorn zu den Folgen: „Zwei Tage vor dem ersten Spieltag kamen zwei neu ausgestellte Pässe von der Berliner Passstelle, die ich umgehend freigegeben und zurückgesendet habe. Die Mannschaftsmeldeliste lag mir vor, so dass ich diese nur um die zwei neuen Spielerinnen ergänzt habe – in der Annahme, dass die Spielgenehmigung für die anderen Pässen schon längst erledigt sei. Ein Irrtum, der bei der Vielzahl der Mannschaften und etwa 250 Pässen, die mir vor jeder Saison zugeschickt werden, durchaus unterlaufen kann. Tatsächlich aber waren die Pässe vom BVV gar nicht beim Staffelleiter eingereicht worden, was die Schiedsrichter am besagten Spieltag festgestellt und auch in 12-facher Kopie ins Protokoll eingetragen haben. Zehn von den säumigen Spielerinnen haben dann auch gespielt, zuzüglich die zwei mit dem Staffelleitereintrag. Von diesen beiden Spielerinnen lagen die Pässe aber zum Spiel nicht vor. Das alles zog nach der Bundesspielordnung 17.1.3 (10 Mal) und 17.1.8 (2 Mal) eine Strafe von insgesamt 540 Euro nebst Spielwertung mit 0:3 und 0:75 Sätzen nach sich.“ Man kann nur hoffen, dass sich solche peinlichen Fehler bei den BVV-Frauen nicht wiederholen.

Schöneiches zweite Saisonniederlage

und Befreiungsschlag beim USV Potsdam

Bei den Männern war es dem Aufsteiger TSGL Schöneiche II im Heimspiel gegen den ehemaligen Drittligisten Berliner Volleyballverein Vorwärts nicht geglückt, seine führende Position mit dem vierten Saisonsieg auszubauen. Nach dem 2:3 beim SC Potsdam kassierten die Schöneicher im Sonntagspiel trotz einer 2:0-Satzführung mit 2:3 (26, 24, -22, -24, -10) im fünften Saisonspiel die zweite Niederlage in Folge! Das nutzte der Verfolger SV Energie Cottbus beim spektakulären 3:2 (25, -29, 19, -27, 24) im Heimspiel gegen den Neuling MTV Mariendorf, um die Tabellenspitze von Schöneiche zu übernehmen, wobei beide Teams nach Punkte (11) gleichauf liegen. Wie sehr sich der couragiert auftretende Tabellenvorletzte Mariendorf gegen die Niederlage stemmte, verdeutlichen der 2:2-Satzgleichstand nach einem dramatischen 29:27-Satzgewinn und schließlich der Tiebreak, der mehrfach in die Verlängerung ging und am Ende in Cottbus einen glücklichen Gewinner mit 26:24 (!) sah.

Der Verfolger VfK Berlin-Südwest bleibt nach dem 3:0 (22, 17, 17) zu Hause gegen den Drittliga-Absteiger USC Magdeburg als Drittplatzierter (10 Punkte) weiter auf Tuchfühlung zum Spitzenduo. Magdeburg übernahm durch diese erneute Niederlage die „rote Laterne“ vom USV Potsdam, der im Heimspiel gegen den Aufsteiger Dessau Volleys mit 3:2 (22, -19, 20, -22, 12) den ersten Saisonsieg landete. USV-Trainer Thomas Schulze sprach denn auch vom „ersehnten Befreiungsschlag“. Allerdings wurde ein Punkt verschenkt, so der Coach: "Wir fanden bei eigenem Aufschlag oftmals im Block kaum Mittel gegen die Gäste, was letztendlich zum Tiebreak führte. Dennoch sind wir froh, den ersten Sieg eingefahren zu haben. Maßgeblichen Anteil daran hatte wieder einmal Andreas Scheuerpflug, der im Juli seinen 50. Geburtstag feierte.“

Der Spieltag im Überblick

Männer, 4. Spieltag am 14. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – USC Magdeburg 3:0, USV Potsdam – Dessau Volleys 3:2, SV Energie Cottbus – MTV Mariendorf 3:2. Am 15. Oktober 2017: TSGL Schöneiche II – Berliner Volleyballverein Vorwärts 2:3.

Frauen, 4. Spieltag am 14. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – SG Einheit Zepernick 3:2, USV Potsdam – SG Rotation Prenzlauer Berg II 2:3, SV Energie Cottbus – TSV Wedding 3:0 Am 15. Oktober 2017: VSG Altglienicke – TSV Spandau 1860 1:3.

Die nächsten Spiele

Männer, 5. Spieltag am 21. Oktober 2017: USC Magdeburg – SV Energie Cottbus (18 Uhr), MTV Mariendorf – USV Potsdam 16 Uhr), SC Potsdam – VC Olympia Berlin II (19 Uhr), CV Mitteldeutschland II – VfK Berlin-Südwest (15 Uhr). Am 22. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – Dessau Volleys (15 Uhr).

Frauen, 5. Spieltag am 21. Oktober 2017: SG Einheit Zepernick – SV Energie Cottbus (15 Uhr), USV Halle – VSG Altglienicke (18.30). Am 22. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SG Rotation Prenzlauer Berg II (12 Uhr), TSV Wedding – USV Potsdam (15 Uhr), TSV Spandau 1860 – SF Brandenburg 94 (12 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 5. Spieltag voraussichtlich am Montag, 23. Oktober 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

01.10.2017

Wochenumschau nach dem 3. Spieltag: Spitzenreiter Schöneiche verteidigt Tabellenführung trotz 2:3-Niederlage in Potsdam

Der 3. Spieltag in der Regionalliga Nordost musste bei den Männern einige Antworten liefern: Hält die ungeschlagene Serie des Aufsteigers TSGL Schöneiche im Auswärtsspiel gegen den SC Potsdam - letzte Saison noch unter VC Potsdam-Waldstadt spielend – unvermindert an? Können die beiden Ex-Drittligisten USC Magdeburg und Berliner Volleyballverein Vorwärts in ihren Heimspielen endlich punkten und damit ihren negativen Trend beim Saisonstart stoppen? Magdeburg hatte das Talenteteam vom VC Olympia Berlin II zu Gast, und Schlusslicht BVV traf auf den ebenfalls sieglosen USV Potsdam.

Die Antworten fielen, wie kann es auch anders sein, unterschiedlich aus: Tatsächlich wurde die Erfolgsserie des Aufsteigers TSGL Schöneiche II nach drei Siegen in Folge gestoppt. Der Gastgeber SC Potsdam feierte beim 3:2 (17, 16, -16, -23, 7) über Schöneiche im dritten Saisonspiel seinen zweiten Sieg. Schöneiche reichte jedoch der eine Punkt, um weiter die Tabellenführung (10 Punkte) zu behaupten. Aber dahinter liegt der SV Energie Cottbus (9 Punkte) ganz dicht auf der Lauer. Die Cottbuser feierten mit dem 3:0 (-19, -17, -23) beim Neuling Dessau Volleys ihren dritten 3:0-Sieg in Folge. Angesichts dieser Tabellenkonstellation ist ein Blick auf den nächsten Spieltag in zwei Wochen interessant: Dann nämlich empfängt Schöneiche den Berliner VV, der beim 3:1 zu Hause über den USV Potsdam erstmals in dieser Saison erfolgreich war und damit vom letzten auf den siebenten Rang vorrückte, und Cottbus trifft zu Hause auf den Aufsteiger Mariendorf, der nach dem 0:3 (-18, -18, -17) gegen den neuen Tabellendritten VfK Berlin-Südwest (7 Punkte) ebenfalls mitten im Abstiegskampf steckt.

Robert Brandt, Mannschaftskapitän bei Schöneiche, räumt mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf ein: „Dass wir da oben stehen, ist doch unerwartet, zumal wir einiges Verletzungspech haben. Unser Saisonziel ist und bleibt unverändert der Klassenerhalt. Wir sind eine eingespielte Mannschaft, die zu 95 Prozent mit der aus der Vorsaison identisch ist. Als vorteilhaft zahlt sich natürlich aus, dass Maik Haberer vom Berliner VV wieder zu uns zurückgekehrt ist. Wir sind individuell sicherlich nicht die stärkste Mannschaft, aber dafür als Team stark.“

Für die erste Saisonniederlage beim 2:3 gegen den SC Potsdam hatte der 27-jährige Mittelblocker, der vor zwei Jahren aus der unterklassigen dritten Schöneicher Mannschaft in die zweite aufgerückt war, eine plausible Erklärung: „Uns fehlten mit dem ersten Zuspieler Johannes Meixner, mit Außenangreifer Bastian Grothe und Libero Felix Schmidt weitere drei starke Spieler, so dass wir gerade mal zu acht antraten. In den ersten beiden Sätzen sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen, wobei wir es den Potsdamern auch recht leicht gemacht haben, so dass sie sozusagen ihren Stiefel runterspielen konnten. Im dritten Durchgang baute Bert Körber, unser Vereinschef, der diesmal unseren verhinderten Trainer René Jerratsch vertrat, die Mannschaft um. Danach kamen wir immer besser in Fahrt, während auf der Gegenseite die Potsdamer die Sache wohl nicht mehr so ernst nahmen. Im Tiebreak waren wir dann wieder von der Rolle und lagen schnell aussichtslos mit 1:8 zurück. Am Ende war Potsdam mit 15:7 klar besser.“ Die erste Niederlage ein Ausrutscher? Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge beim Neuling Schöneiche weiter entwickeln.

Einen noch besseren Saisonstart als Schöneiche legte der Tabellenzweite SV Energie Cottbus hin: in drei Spielen drei Siege ohne Satzverlust! Der Cottbuser Trainer Javor Takev sieht den Saisoneinstieg seiner Mannschaft so: „Das ist natürlich optimal und vorteilhaft im Kampf gegen den Abstieg. Vom Ex-Drittligisten Berliner VV als unseren Auftaktgegner, den wir 3:0 bezwungen haben, war ich ziemlich enttäuscht. Und beim 3:0 gegen den umformierten USV Potsdam hat es so richtig Spaß gemacht. Für meine Mannschaft spricht offensichtlich die große Erfahrung. Nur zwei Spieler sind unter 30 Jahre. Viele eingespielte Dinge klappen, wobei wir keinen riskanten Volleyball spielen. Allerdings läuft trotz der Erfolgsquote auch nicht immer alles so perfekt. Gegen Potsdam habe ich im dritten Satz bei eigener 18:13-Führung zwei, drei andere Spieler eingesetzt, prompt waren wir weniger erfolgreich, so dass ich mich gleich wieder korrigierte. Unterm Strich dürfte es ein realistisches Saisonziel für uns sein, am Ende einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu belegen. Doch man hat ja schon letzte Saison gesehen, wie eng es da zugeht.“

Zum sicheren 3:0-Auswärtssieg gegen den Neuling Dessau meinte der Cottbuser Coach: „Wir sind mit Respekt nach Dessau gefahren. Diese Mannschaft ist athletisch, spielerisch und technisch auch wirklich sehr gut. Im Spiel gegen uns waren die Dessauer vor Heimpublikum aber enorm nervös, was meiner erfahrenen Mannschaft natürlich zugutekam. In den gesamten drei Sätzen sind wir nur ein einziges Mal in Rückstand geraten. Aber von Dessau wird man noch hören.“

Die Frage, wie es beim erfolglosen Ex-Drittligisten USC Magdeburg weitergeht, fand eine zunächst einmal halbwegs positive Antwort: Das denkbar knappe 2:3 (23, -27, -20, 22, -15) zu Hause gegen die Talente des VC Olympia Berlin II bescherte den Elbestädtern zumindest den ersten Punktgewinn und könnte ein erstes Signal für eine mögliche Wende sein. Aber schon am nächsten Spieltag wartet auf sie die hohe Auswärtshürde VfK Berlin-Südwest, immerhin der Meisterschaftsdritte der letzten Saison und als neuer Tabellendritter Schöneiche und Cottbus mit sieben Zählern dicht auf der Spur.

Erst am Sonntag gab es das direkte Aufeinandertreffen der beiden Schlusslichter Berliner Volleyballverein Vorwärts und USV Potsdam und damit die Antwort auf die Frage: Wer von beiden übernimmt die „Rote Laterne“? Die Antwort: der USV Potsdam. Der BVV setzte sich mit 3:1 (18, -22, 21, 24) durch und verbesserte sich um vier Plätze. Die ans Tabellenende gerückten Potsdamer sind in dem 11er-Feld die einzigen ohne Punktgewinn. Bei aller Siegesfreude beim BVV wird man dort nicht übersehen haben, dass der nächste Gegner auswärts ausgerechnet der Spitzenreiter Schöneiche ist. Nach der Papierform ist der Ex-Drittligist BVV gegen den Neuling nur Außenseiter. Aber entschieden wird auf dem Platz, wie eine Binsenweisheit lautet.

Ein erstaunliches Tabellenbild:

drei Neulinge hinter dem Spitzenduo

Bei den Frauen baute das favorisierte Spitzenduo SG Rotation Prenzlauer Berg II und USV Potsdam seine führende Position aus. Die Prenzelbergerinnen setzten sich zu Hause gegen die junge Mannschaft des SV Energie Cottbus erwartungsgemäß sicher mit 3:0 (16, 16, 23) durch, so dass die Lausitzerinnen punktloser Tabellenvorletzter sind. Die Potsdamerinnen zogen im Sonntagspiel beim ebenso ungefährdeten 3:0 (18, 21, 13) gegen den sieglosen Gastgeber Berliner Volleyballverein Vorwärts nach, der damit die „Rote Laterne“ übernahm. Beide Spitzenteam trennt lediglich ein Satz: Prenzlauer Berg 9:0, Potsdam 9:1. Die erste Nagelprobe dieser Saison steht diesen beiden Mannschaften am 4. Spieltag bevor, wenn es in Potsdam zum Direktduell kommt!

Auf den dritten Tabellenrang war der Aufsteiger USV Halle (6 Punkte) mit seinem umkämpften 3:0 (23, 24, 20)-Auswärtssieg gegen den TSV Spandau 1860 vorgerückt. Diese Platzierung hätte sich einen Tag später ändern können. Denn im zweiten Sonntagspiel hatte der Aufsteiger TSV Wedding die Chance, neuer Tabellendritter zu werden. Doch im Heimspiel gegen den VfK Berlin-Südwest musste nach einer 2:0-Satzführung am Ende beim 3:2 (21, 15, -13, -19, 14) noch ein Punkt abgegeben werden. Zu wenig, um noch weiter vorzustoßen, für die punktlosen Südwestlerinnen wiederum der erste Saisonerfolg.

Das Tabellenbild ist nach diesem Spieltag einigermaßen erstaunlich: Hinter Prenzlauer Berg und Potsdam (je 9 Punkte) liegen mit Halle, Wedding (je 7 Punkte) und Altglienicke (5 Punkte) gleich drei der vier Aufsteiger! Und schon am nächsten Spieltag könnten Wedding auswärts gegen Cottbus und Altglienicke zu Hause gegen den diesmal spielfreien TSV Spandau 1860 ihre Punktausbeute durchaus weiter erhöhen. Aber das ist eben auch nur eine theoretische Rechnung…

Es gehört wenig prophetische Gabe dazu, vorauszusagen, dass den Frauen von SF Brandenburg 94, die mit 0:3 (-15, -22, -22) beim Aufsteiger SG Einheit Zepernick auch im dritten Saisonspiel ohne Punktgewinn blieben und Drittletzter sind, eine mehr als schwierige Spielzeit bevorsteht. Mit Brandenburg, Cottbus und dem BVV geht ein punktloses Trio in die erste Saisonpause, wobei für Brandenburg und den BVV die Pause sogar noch in die Verlängerung bis zum 5. Spieltag geht. Das kann gut sein, um die Mannschaften neu zu motivieren.

Punktspielsaison ruht wegen

des Regionalpokals Nordost

Die 27. Regionalligasaison wird mit 4. Spieltag erst am 14./15. Oktober 2017 fortgesetzt, weil in einer Woche am 7. Oktober 2017 bei den Frauen und am 8. Oktober 2017 bei den Männern der Nordostdeutsche Regionalpokal 2017 ausgespielt wird.

In den Frauen-Halbfinals treffen die beiden Drittligisten VSV Havel Oranienburg (Pokalsieger Brandenburg) und der SV Braunsbedra (Pokalsieger Sachsen-Anhalt) sowie der ab dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord spielende Berlin-Brandenburger SC I (Pokalsieger Berlin) und der Cupverteidiger BBSC II (vormals Köpenicker SC Berlin II) aufeinander. Gastgeber ist Oranienburg.

In den Männer-Halbfinals stehen sich im Zweitbundesligisten-Duell der Cupverteidiger CV Mitteldeutschland und der VC Bitterfeld-Wolfen (Pokalsieger Sachsen-Anhalt) sowie der Regionalligist Berliner Volleyballverein Vorwärts (Pokalsieger Berlin) und der Zweitbundesligist SV Lindow-Gransee (Pokalsieger Brandenburg) gegenüber. Gastgeber ist Bitterfeld-Wolfen.

Männer, 3. Spieltag am 30. September 2017: USC Magdeburg – VC Olympia Berlin II 2:3, MTV Mariendorf – VfK Berlin-Südwest 0:3, Dessau Volleys – SV Energie Cottbus 0:3, SC Potsdam – TSGL Schöneiche II 3:2. Am 1. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Potsdam 3:1.

Frauen, 3. Spieltag am 30. September 2017: SG Einheit Zepernick – SF Brandenburg 94 3:0, SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Energie Cottbus 3:0, TSV Spandau 1860 – USV Halle 0:3. Am 1. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Potsdam 0:3, TSV Wedding – VfK Berlin-Südwest 3:2.

Die nächsten Spiele: Männer, 4. Spieltag am 14. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – USC Magdeburg (19 Uhr), USV Potsdam –Dessau Volleys (16 Uhr), SV Energie Cottbus – MTV Mariendorf (18.30). Am 15. Oktober 2017: TSGL Schöneiche II – Berliner Volleyballverein Vorwärts (14.00).

Die nächsten Spiele: Frauen, 4. Spieltag am 14. Oktober 2017: VfK Berlin-Südwest – SG Einheit Zepernick (16 Uhr), USV Potsdam – SG Rotation Prenzlauer Berg II (19 Uhr), SV Energie Cottbus – TSV Wedding (15.30). Am 15. Oktober 2017: VSG Altglienicke – TSV Spandau 1860 (14 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 4. Spieltag voraussichtlich am Dienstag, 17. Oktober 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

25.09.2017

Wochenumschau nach dem 2. Spieltag: Aufsteiger Schöneiche neuer Spitzenreiter - Ex-Drittligist Berliner VV weiter sieglos

In der 27. Regionalligasaison sind gerade Mal zwei Spieltage absolviert. Da verbieten sich natürlich irgendwelche Prognosen. Aber diese zwei Spieltage haben zumindest gezeigt, dass sich bei den Männern die Aufsteiger TSGL Schöneiche II und Dessau Volleys nicht so leicht geschlagen geben und fleißig Punkte sammeln. Bemerkenswert vor allem: Schöneiche übernahm mit bereits drei Saisonsiegen die Tabellenspitze!

Die Männer aus Schöneiche, die am ersten Spieltag auf gegnerischem Parkett den Drittliga-Absteiger USC Magdeburg glatt mit 3:0 abgefertigt hatten, blieben auch im ersten Heimspiel der Saison in der Erfolgsspur. Dabei war der Gegner immerhin das Regionalliga-erfahrene Team CV Mitteldeutschland II, das beim Saisonstart knapper 3:2-Gewinner über den SC Potsdam (vormals VC Potsdam-Waldstadt) war. Schöneiche setzte sich nach einer 2:0-Satzführung am Ende mit 3:1 (26, 16, -25, 12) durch. Der etwas glückliche 28:26-Gewinn des ersten Satzes beflügelte den Gastgeber offensichtlich, während bei den Gästen aus Sachsen-Anhalt der Satzverlust Spuren hinterließ, so dass sie prompt im zweiten Durchgang mit 16:25 deklassierend untergingen.

Die Randberliner mussten am Sonntag erneut ans Netz – diesmal gegen den Gastgeber VC Olympia Berlin II, der am Vortag alle Mühe hatte, um dem schon mit 2:0 führenden Neuling MTV Mariendorf, der seinen Saisoneinstand gab, noch mit 3:2 (-17, -27, 20, 21, 9) den Sieg wegzuschnappen. Umso bemerkenswerter ist der Auswärtsauftritt der zweiten Mannschaft des Zweitbundesligisten aus Schöneiche. Denn trotz des 19:25-Verlustes des ersten Satzes ließen die Schöneicher nicht locker und feierten einen umkämpften 3:1 (-19, 22, 24, 20)-Erfolg. Mit dem Blick auf den kommenden 3. Spieltag ist nicht auszuschließen, dass Schöneiche auswärts gegen den SC Potsdam den vierten Coup in dieser jungen Saison landet.

Auch der Aufsteiger Dessau Volleys feierte einen gelungenen Saisoneinstand mit zwei 3:2-Erfolgen. Nach dem doch unerwarteten 5-Satz-Sieg beim Auftakt zu Hause gegen die Talente vom VC Olympia Berlin II wiederholten die Dessauer dieses Kunststück im Auswärtsspiel gegen den VfK Berlin-Südwest, der letzte Saison immerhin Meisterschaftsdritter war und mit zu den Titelanwärtern zählt. Die Dessauer hatten beim 3:2 (24, -14, 23, -17, 13) gegen die Südwestler schon mit 2:1 geführt, drohten aber nach dem 17:25 im vierten Durchgang und dem 2:2-Satzausgleich noch den greifbar nahen Sieg aus der Hand zu geben. Aber im dramatischen Tiebreaksatz behielten sie am Ende knapp mit 15:13 die Oberhand.

Dessaus Trainer Ingo Häntschel relativierte die ersten Erfolge seines Teams. „Natürlich bin ich über die vier Punkte zufrieden, aber das sollte man nicht überbewerten. Es spricht natürlich für die Mannschaft, dass sie zwei Fünf-Satz-Spiele zu einem erfolgreichen Ende geführt hat, zumal sie gegen den VCO schon 0:2 hinten lag. Gegen die Südwestler aus Berlin sind wir – abgesehen vom ersten Satz – in allen Durchgängen dem Gegner immer hinterhergelaufen. Im dritten Satz lagen wir schon 1:5 zurück und wollten unbedingt bis zum zehnten Punkt das Spiel ausgeglichen gestalten, was mit dem 10:10 auch gelang“, so der 44-jährige Coach, der die Dessauer Mannschaft erst seit dieser Saison betreut. Die Mannschaft sei, so der Trainer weiter, gegenüber der Vorsaison fast unverändert. „Neu hinzugekommen sind der Mittelblocker Tom Rennert von der zweiten Mannschaft von Chemie Bitterfeld-Wolfen und Diagonalangreifer Fabian Kempf. Vor allem Tom Rennert hat zuletzt eine unglaubliche Leistung gebracht.“ Die Stärken seines Teams brachte der Trainer auf einen kurzen Nenner: „Die hohe Emotionalität der jungen Spieler.“ Das habe in vielen engen Situationen den Ausschlag für den Erfolg gegeben.

Ganz im Gegensatz zu den Dessauern steht der Drittliga-Absteiger Berliner Volleyballverein Vorwärts da. Die in dieser Regionalligasaison mit einer veränderten und ziemlich unerfahrenen Mannschaft spielenden Berliner legten einen glatten Fehlstart mit zwei 0:3-Niederlagen hin. Nach dem 0:3 vor einer Woche zu Hause gegen den SV Energie Cottbus folgte nun beim SC Potsdam (vormals VC Potsdam-Waldstadt) eine erneute 0:3 (-23, -18, -22)-Schlappe. Gegen Cottbus hatten die Berliner zwei Sätze lang mit jeweils 21:25 gut mitgehalten, doch zu mehr reichte es nicht. Auch gegen die Potsdamer waren sie zwei Sätze lang nicht chancenlos. Der Prozess des Sich-Zusammenfindens der Mannschaft wird also noch eine ganze Weile andauern.

Was aber sprach in diesem Duell zweier Verlierer des Saisonauftakts für die Potsdamer, die mit einem kaum veränderten Team in die Saison gegangen sind, sich aber im Zuspiel mit Kai Georg Wieser vom Bundesligisten Netzhoppers Königs Wusterhausen verstärkt haben? Trainer Gregor Steinke: „Wir haben gegen den BVV im K2 besser gespielt als in der Vorwoche. Aber gesagt werden muss auch: Die vielen Schwächen des BVV waren unser Gewinner. Es war also kein Sieg wegen besonderer Stärken auf unserer Seite.“ Als nächsten Gegner empfangen die Potsdamer am 3. Spieltag den Spitzenreiter Schöneiche. „Da sehe ich uns keineswegs chancenlos“, so Potsdams Coach.

In der Begegnung SV Energie Cottbus gegen den USV Potsdam trafen zwei altbekannte Regionalligisten aufeinander. Dabei war Cottbus letzte Saison Vierter geworden und Potsdam als Siebenter lange Zeit im Abstiegskampf verstrickt. Die Lausitzer behaupteten sich mit 3:0 (23, 18, 22), wobei auch hier zwei Sätze ziemlich umkämpft waren. Nun wartet am nächsten Spieltag auf den Tabellenzweiten die Auswärtshürde mit dem gut gestarteten Neuling Dessau. Für das Potsdamer USV-Team ist die nach den Satzständen knappe Niederlage bitter. Sie stehen zusammen mit dem BVV und Magdeburg sieglos unten in der Tabelle. Aber wie gesagt: Zwei Spieltage haben überhaupt noch keine wirkliche Aussagekraft! Schon am 3. Spieltag (1. Oktober 2017) können die beiden sieglosen Teams des BVV und aus Potsdam punkten, denn beide treffen im Direktduell aufeinander. Für die Magdeburger wird die Situation im Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin II schon schwieriger.

Prenzlauer Berg und

Potsdam wie erwartet vorneweg

Bei den Frauen ist es keine Überraschung, dass schon nach zwei Spieltagen der Vizemeister SG Rotation Prenzlauer Berg II und der Meisterschaftsdritte USV Potsdam vorneweg marschieren. Beide hielten sich mit 3:0-Auswärtssiegen schadlos. Die Prenzelbergerinnen beherrschten beim 3:0 (12, 21, 14) den gastgebenden VfK Berlin-Südwest in ebenso souveräner Manier wie schon beim Saisonstart zu Hause mit 3:0 die SF Brandenburg 94. Unwillkürlich fühlt man sich angesichts dieses Saisoneinstiegs trotz umformierter Mannschaft an die Vorsaison erinnert, als die Prenzelbergerinnen das Spieljahr nach 20 Partien mit 17 Siegen mit 3:0 oder 3:1 beendet hatten – auf so viele Siege war nicht einmal der Meister TSV Tempelhof-Mariendorf gekommen, der es auf 16 Siege gebracht hatte.

Auch der USV Potsdam ließ nach dem 3:1-Heimerfolg in der Vorwoche gegen die Südwestlerinnen nunmehr beim in die Saison startenden SV Energie Cottbus mit 3:0 (12, 11, 7) nichts anbrennen. „Auf den ersten Blick war es schon ein wenig deprimierend“, kommentierte Felix Reschke die Niederlage der Cottbuserinnen. „Natürlich darf man nicht übersehen, dass Potsdam zu den Titelanwärtern gehört und aus unserer Mannschaft der vorigen Saison nur noch fünf Spielerinnen dabei sind. Abgesehen von drei Spielerinnen sind alle übrigen unter 18 Jahre. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis sich die Mannschaft an die Regionalliga gewöhnt hat.“

Das Spitzenduo dürfte die Führung angesichts der lösbare Aufgaben am nächsten Spieltag weiter ausbauen: Prenzlauer Berg im Heimspiel gegen Cottbus und Potsdam beim Auswärtsspiel gegen den BVV. Beide Gegner stehen sieglos am Tabellenende.

Verblüffender ist beim Blick auf die Tabelle dagegen, dass sich hinter dem führenden Duo zwei Berliner Neulinge positioniert haben: die VSG Altglienicke und der TSV Wedding. Der TSV Wedding, der beim Saisonbeginn unglücklich zu Hause mit 2:3 gegen Altglienicke verloren hatten, erkämpfte beim zweiten Saisonspiel gegen den Gastgeber SF Brandenburg 94 einen 3:1 (18, -22, 18, 23)-Sieg und kann damit auf vier Punkte verweisen. Punktemäßig noch besser steht Altglienicke da. Das VSG-Team feierte nach dem 3:2 vor einer Woche in einem weiteren Aufsteigerduell am Sonntag gegen die SG Einheit Zepernick mit 3:0 (19, 14, 18) einen überzeugenden zweiten Saisonerfolg.

Wie sehen die beiden Aufsteiger ihre momentane Situation? Weddings Coach Erik Lachmann, der die Mannschaft schon seit fünf Jahren trainiert: „Wir sind sehr zufrieden. Wir haben mit einer stabilen Annahme, gutem Aufschlag und starker Abwehr gepunktet. Unser Anspruch reduziert sich nicht auf den Klassenerhalt, sondern wir peilen einen Mittelfeldplatz an. Unser größtes Problem ist die unbefriedigende Hallensituation. Denn wir können unsere eigentliche Spielstätte nicht nutzen. Und zum Training müssen wir in eine kleinere Halle umziehen. Das alles ist für uns als Regionalliga-Neuling erschwerend und gewöhnungsbedürftig.“ Den Frauen vom TSV Wedding ist trotz dieser Umstände zuzutrauen, dass sie am nächsten Spieltag ihre gute Serie im Heimspiel gegen den VfK Berlin-Südwest fortzusetzen.

Beim Newcomer Altglienicke beschreibt Trainer Sebastian Ossig, der mit seinem Team in die dritte Spielzeit gegangen ist, die Situation so: „Dass wir so gut dastehen, ist nicht völlig überraschend. Wir haben gegen zwei Mitaufsteiger gespielt, die schwereren Gegner kommen also erst noch. Aber wir haben nach einer sehr guten Saisonvorbereitung bislang relativ stabil gespielt. Der Druck im Aufschlag war dabei unser bestimmendes Element.“ Die Mannschaft habe sich bis auf zwei Neuzugänge kaum verändert, so der Trainer weiter. Die beiden neuen Spielerinnen im 15-köpfigen Kader sind die Außenangreiferinnen Nadine Schmietendorf und Laura Lietzke aus der Drittliga-Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg.

Bliebe schließlich noch die Begegnung vom 2. Spieltag zwischen den beiden Tabellennachbarn der letzten Saison: TSV Spandau 1860 (8.) und Berliner Volleyballverein Vorwärts (7.), die beide ihr erstes Saisonspiel bestritten. Die Spandauerinnen setzten sich mit 3:0 (15, 23, 13) souverän durch, so dass der BVV gleich zum Start ans Tabellenende rückte. Droht damit schon der Abstiegskampf pur für den BVV bei den Frauen und Männern?

Männer, 2. Spieltag am 23. September 2017: VfK Berlin-Südwest – Dessau Volleys 2:3, VC Olympia Berlin II – MTV Mariendorf 3:2, TSGL Schöneiche II – CV Mitteldeutschland II 3:1, SC Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, SV Energie Cottbus – USV Potsdam 3:0. Am 24. September 2017 vorgezogenes Spiel vom 6. Spieltag: VC Olympia Berlin II – TSGL Schöneiche II 1:3.

Frauen, 2. Spieltag am 23. September 2017: VfK Berlin-Südwest – SG Rotation Prenzlauer Berg II 0:3, SF Brandenburg 94 – TSV Wedding 1:3, TSV Spandau 1860 – Berliner Volleyballverein Vorwärts 3:0, SV Energie Cottbus – USV Potsdam 0:3. Am 24. September 2017: VSG Altglienicke – SG Einheit Zepernick 3:0.

Nächster Spieltag: Männer, 3. Spieltag am 30. September 2017: USC Magdeburg – VC Olympia Berlin II (18 Uhr), MTV Mariendorf – VfK Berlin-Südwest (18 Uhr), Dessau Volleys – SV Energie Cottbus 15 Uhr), SC Potsdam – TSGL Schöneiche II (19 Uhr). Am 1. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Potsdam (15 Uhr).

Frauen, 3. Spieltag am 30. September 2017: SG Einheit Zepernick – SF Brandenburg 94 (15 Uhr), SG Rotation Prenzlauer Berg II – SV Energie Cottbus (15 Uhr), TSV Spandau 1860 – USV Halle (18 Uhr). Am 1. Oktober 2017: Berliner Volleyballverein Vorwärts – USV Potsdam 12 Uhr), TSV Wedding – VfK Berlin-Südwest (15 Uhr).

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 3. Spieltag spätestens am Dienstag, 3. Oktober 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

18.09.2017

Wochenumschau nach dem 1. Spieltag: Bei den Männern leisteten sich beide Drittliga-Absteiger einen Fehlstart in die neue Saison

Nun ist die 27. Saison der Regionalliga Nordost endlich losgegangen. Für alle Mannschaften ist gerade der 1. Spieltag von besonderer Bedeutung. Denn keiner möchte mit einem Fehlstart in die neue Saison 2017/2018 gehen. Doch genau das leisteten sich bei den Männern mit dem USC Magdeburg und dem Berliner Volleyballverein Vorwärts ausgerechnet gleich beide Drittliga-Absteiger.

Bei den Magdeburgern hatte Mannschaftsleiter Hendrik Oelze schon im Vorfeld des Saisonauftakts vorgebeugt und auf die völlig neue Situation beim einstigen Zweitbundesligisten verwiesen. „Wir müssen realistisch bleiben und alles tun, dass wir nicht noch weiter absteigen. Denn es geht vornehmlich darum, dass sich die neu zusammengesetzte und recht junge Mannschaft konsolidiert“, hatte er geäußert, was mancher für eine Untertreibung hielt. Doch tatsächlich scheint es so, dass das durch viele Jugendspieler aus der diesjährigen deutschen Meistermannschaft der Unter-18-Jährigen verjüngte Team unter dem 35-jährigen Spielertrainer Marko Schulz noch viel Arbeit vor sich hat, um in der viertklassigen Regionalliga Fuß zu fassen.

Nach der 0:3 (-19, -20, -23)-Heimniederlage gegen den Aufsteiger TSGL Schöneiche II meint denn auch Hendrik Oelze: „Es war schon ein wenig enttäuschend, was wir geboten haben. Das macht deutlich, dass wir von Anbeginn den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen müssen. Im dritten Satz schien es, als würden wir den Satz gewinnen. Aber es kam anders. Insgesamt hat sich die Mannschaft unter Wert verkauft. Aber ich denke, dass wir noch Luft nach oben haben und sich die jungen wie auch die gestandenen Spieler noch richtig zusammenraufen werden.“ Die Trainingseindrücke der letzten Wochen waren offensichtlich weitaus besser als die jetzige Saisoneinstiegsleistung. Die Magdeburger haben nun erst einmal eine Verschnaufpause, denn am 2. Spieltag sind sie spielfrei.

Auch der Ex-Drittligist Berliner Volleyballverein Vorwärts musste im ersten Heimspiel der Saison gegen den Meisterschaftsvierten der letzten Saison, den SV Energie Cottbus, eine 0:3 (-19, -21, -21)-Niederlage einstecken. „Der Auftakt stand unter keinem guten Stern“, erläuterte BVV-Teammanager Jan Sandig. „Uns fehlte der verletzte Kapitän und Annahme-Außenangreifer Leonhard Pitts an allen Ecken und Enden. Ohne ihn mangelt es unserem Angriff deutlich an Durchschlagskraft, und auch in der Annahme und Feldabwehr zeigte unsere neue junge Mannschaft nicht das, wozu sie fähig ist. Man sah den Unterschied zwischen den erfahrenen Cottbuser Spielern und unseren Jungen, die sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurden und teilweise auf Positionen spielten, die ungewohnt für sie sind. Die neuformierte Mannschaft muss sich also erst noch finden. Das ist ein Prozess.“

Man darf gespannt sein, wie sich das den Wiederaufstieg anpeilende BVV-Team unter dem neuen Trainer Robert Hinz am 2. Spieltag auswärts gegen den SC Potsdam – letzte Saison noch als VC Potsdam-Waldstadt spielend und immerhin Vizemeister – aus der Affäre zieht. Die Potsdamer kassierten zum Saisonbeginn eine ziemlich knappe 2:3 (-23, 14, 10, -25, -13)-Auswärtsniederlage gegen CV Mitteldeutschland II, nahmen aber immerhin einen Punkt mit nach Hause. Es dürfte also nicht so einfach werden für den BVV, die zweite Saisonschlappe zu verhindern. Aber natürlich sind das alles Papierrechnungen. Entschieden wird bekanntlich auf dem Feld!

Das mit einiger Spannung erwartete traditionelle Derby zwischen dem Fastabsteiger der vorigen Saison USV Potsdam und dem als spielstark eingeschätzten Meisterschaftsdritten VfK Berlin-Südwest endete bereits nach drei Sätzen und ging mit 3:0 (18, 19, 30) an die Südwestler. „Wir haben ausgesprochen schlecht gespielt. So gesehen gab es die erwartete Niederlage“, kommentierte Potsdams Trainer Thomas Schulze, der zusammen mit Richard Dalbock, der noch ohne Trainerlizenz ist, die umformierte USV-Mannschaft betreut. „Die Südwestler waren gut eingestellt und haben eine Mannschaft, die garantiert im oberen Tabellendrittel mitspielen wird. Wir haben mehr als zwei Sätze gebraucht, um einigermaßen ins Spiel zu kommen. Der dritte Satz endete mit einer etwas unglücklichen 30:32-Niederlage. Man hat gesehen, dass die Debütanten in unserem Team noch etwas Zeit brauchen. Wir müssen also Geduld aufbringen.“ Doch vielleicht platzt schon am nächsten Spieltag der Knoten, wenn die Potsdamer beim SV Energie Cottbus antreten müssen, der mit einem komfortablen 3:0-Auswärtssieg gegen den BVV in die Saison gestartet ist.

Die Ankündigung, dass man durchaus Vielversprechendes vom Aufsteiger Dessau Volleys erwarten kann, fand insofern eine erste Bestätigung, als das aus drei Dessauer Vereinen formierte Volleys-Team aus Sachsen-Anhalt den Talenten des VC Olympia Berlin II einen 3:2 (-20, -23, 22, 17, 9)-Heimsieg abtrotzten – und das in bemerkenswerter Weise nach einem 0:2-Satzrückstand. Auf die Dessauer wartet nun am 2. Spieltag mit dem VfK Berlin-Südwest eine schwere Auswärtshürde.

Erwartungsgemäß: die Prenzelbergerinnen

und Potsdamerinnen mit Siegen

Bei den Frauen begann die neue Saison so, wie die alte aufgehört hatte: mit einem fehlerlosen 3:0 (20, 15, 20)-Heimerfolg des Vizemeisters und Titelaspiranten SG Rotation Prenzlauer Berg II gegen den alten Rivalen SF Brandenburg 94. Die Brandenburgerinnen, die letzte Saison als Neunter beinahe abgestiegen wären und sich erst als Sieger der Relegationsrunde den Platz in der Regionalliga zurückeroberten, wurden vor allem im zweiten Durchgang sozusagen an die Wand gespielt.

Der USV Potsdam – letzte Saison Meisterschaftsdritter und neben Prenzlauer Berg einer der Titelfavoriten allerdings ohne Aufstiegsambitionen – empfing zum Saisonstart den VfK Berlin-Südwest (letzte Saison Fünfter). Die vorübergehend von Thomas Schulze trainierten Gastgeberinnen hatten wenig Mühe und schickten die Südwestlerinnen mit 3:1 (11, -18, 12, 21) geschlagen nach Hause. „Im ersten Satz haben wir schon sage und schreibe 13:1 geführt, dann aber das Spiel doch etwas schleifen lassen. Prompt wurde der VfK immer stärker, knöpfte uns den zweiten Satz ab und spielte phasenweise auf Augenhöhe mit uns“, so Thomas Schulze. „Der Gegner profitierte dabei von unseren vielen Eigenfehlern und Schwächen im Aufschlag. Als die Mannschaft wieder die Zügel an sich zog, wurde der sichere Sieg perfekt gemacht. Ich bin überzeugt, dass sich die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf noch deutlich steigern wird.“ Während Potsdam am nächsten Wochenende zum diesmal spielfreien SV Energie Cottbus reist, empfängt der VfK Berlin-Südwest die Frauen aus Prenzlauer Berg. Geht das Fernduell Prenzlauer Berg kontra Potsdam ungeschmälert weiter?

Gleich beide Berliner Neulinge trafen zum Saisonauftakt direkt aufeinander: TSV Wedding kontra VSG Altglienicke. Die Volkssport-Gemeinschaft aus Altglienicke hatte in der Relegationsrunde als Zweiter hinter SF Brandenburg 94 durchaus verblüfft. In der Meisterschaftsrunde der Berlinliga hatte Altglienicke dem TSV Wedding als Vizemeister den Vortritt lassen müssen. Nun also eine Neuauflage des Berliner Duells eine Spielklasse höher. „Die Spiele gegen Wedding waren eigentlich immer eng, bis auf das letzte, das wir mit 0:3 verloren hatten. Insofern wussten wir um die Schwere der Aufgabe und waren natürlich auch gewarnt“, meinte André Hentschel, Teambetreuer von Altglienicke. Eng ging es auch diesmal wieder zu, wobei Gastgeber Wedding mit 2:3 (-21, 17, -17, 16, -11) den Kürzeren zog. „Eigentlich hatten wir nach unserer Top-Vorbereitung auf drei Punkte gehofft“, so Hentschel weiter, „aber die Sache war diesmal nicht so einfach, so dass wir auch mit den zwei Punkten zufrieden sind.“

Mit der Begegnung SG Einheit Zepernick gegen USV Halle gab es ein weiteres Aufsteigerduell. Dabei setzten sich die favorisierten Hallenserinnen mit 3:1 (24, 21, -23, 22) durch, wobei die Satzstände die Dramatik des Geschehens widerspiegeln. Es war also alles andere als ein „Spaziergang“ des Vizemeisters aus Sachsen-Anhalt gegen den Meisterschaftsdritten aus der Brandenburgliga. Die Serie der Aufsteigerduelle wird übrigens am nächsten Spieltag mit der Begegnung Altglienicke gegen Zepernick fortgesetzt.

Männer, 1. Spieltag: Berliner Volleyballverein Vorwärts – SV Energie Cottbus 0:3, USC Magdeburg – TSGL Schöneiche II 0:3, Dessau Volleys – VC Olympia Berlin II 3:2, USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest 0:3, CV Mitteldeutschland II – SC Potsdam 3:2.

Männer, 2. Spieltag am 23. September 2017: VfK Berlin-Südwest – Dessau Volleys (19 Uhr), VC Olympia Berlin II – MTV Mariendorf (15 Uhr), TSGL Schöneiche II – CV Mitteldeutschland II 19 Uhr), SC Potsdam – Berliner Volleyballverein Vorwärts (19 Uhr), SV Energie Cottbus – USV Potsdam 18.30 Uhr). Am Sonntag, 24. September 2017, vorgezogenes Spiel vom 6. Spieltag: VC Olympia Berlin II - TSGL Schöneiche II (15 Uhr).

Frauen, 1. Spieltag: SG Einheit Zepernick – USV Halle 1:3, TSV Wedding – VSG Altglienicke 2:3, SG Rotation Prenzlauer Berg II – SF Brandenburg 94 3:0, USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest 3:1.

Frauen, 2. Spieltag am 23. September 2017: VfK Berlin-Südwest – SG Rotation Prenzlauer Berg II (16 Uhr), SF Brandenburg 94 – TSV Wedding (18 Uhr), TSV Spandau 1860 – Berliner Volleyballverein Vorwärts (19 Uhr), SV Energie Cottbus – USV Potsdam (15.30 Uhr). Am 24. September 2017: VSG Altglienicke – SG Einheit Zepernick (14 Uhr). Spielfrei: USV Halle.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 2. Spieltag spätestens am Dienstag, 26. September 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

14.09.2017

Wochenumschau vor dem Anpfiff zur 27. Regionalligasaison: Wer beerbt Tempelhof-Mariendorf und Gardelegen?

Vor dem Startschuss zur 27. Regionalligasaison an diesem Wochenende ein kurzer Blick zurück: Vor mehr als vier Monaten war der Schlusspfiff der Saison 2016/2017 ertönt. Denn Ende April waren die letzten Relegationsspiele bei den Frauen und Männern ausgetragen worden. Dabei spielten die Männer um die „goldene Ananas“, weil es schließlich und endlich hier keine freien Plätze für die Regionalligasaison 2017/2018 gab. Bei den Frauen war die Lage mit gleich zwei freien Plätzen gänzlich anders. Die besetzten der eigentliche Regionalliga-Direktabsteiger SF Brandenburg 94 als Sieger der Relegation und der Relegationszweite VSG Altglienicke, der die Saison als Dritter der Berlinliga beendet hatte. Somit nehmen bei den Frauen am 1. Spieltag am 16./17. September folgende elf Mannschaften die Saison auf:

SG Rotation Prenzlauer Berg II (letzte Saison 2.)

USV Potsdam (3.)

VfK Berlin-Südwest (5.)

SV Energie Cottbus (6.)

Berliner VV (7.)

TSV Spandau 1860 (8.)

TSV Wedding (Aufsteiger/Vizemeister Berlinliga)

SG Einheit Zepernick (Aufsteiger/Dritter Brandenburgliga)

USV Halle Volleys (Aufsteiger/Vizemeister Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

SF Brandenburg 94 (9./1. in Relegation)

VSG Altglienicke (2. in Relegation)

Kommt es zum Zweikampf

Potsdam kontra Prenzlauer Berg?

Wer aber beerbt den Meister der Vorsaison, den TSV Tempelhof-Mariendorf, der in die Dritte Liga Nord aufgestiegen ist? Von der Papierform her kommen eigentlich nur zwei Teams in Betracht: die SG Rotation Prenzlauer Berg II als vorjähriger Vizemeister und der Meisterschaftsdritte USV Potsdam. „Wir wollen noch einmal durchstarten“, sagt Klaus Helmke, der Trainer und Manager der Prenzelbergerinnen, fügt aber zugleich hinzu: „Wir wollen keine Luftschlösser bauen.“ Helmke verweist auf die „neue Konstellation im Team“. Fünf bewährte Spielerinnen, die über Jahre hinweg das Niveau maßgeblich mitbestimmten, haben das Team verlassen. „Aufgerückt sind für sie sechs Spielerinnen aus unserer Mannschaft, die letzte Saison in der Berlinliga Meister geworden war. Das sind meist 16- oder 17-Jährige, die natürlich noch einige Zeit benötigen, um sich in der Regionalliga behaupten zu können. Sie brauchen Wettkampferfahrung in dieser höheren Spielklasse. Man wird also drei oder vier Spieltage abwarten müssen, bis sich gezeigt hat, ob sich diese Kooperation mit der jüngeren Mannschaft unseres Vereins tatsächlich positiv bewährt.“ Deshalb verweisen beide Trainer, Klaus Helmke und seine Frau Heike, unisono darauf: „Wir sehen uns nicht als Titelfavoriten. Wir wollen mit der neu formierten Mannschaft eine vernünftige sportliche Leistung anbieten und rundum Spaß haben.“

Die Topfavoritenrolle schiebt Prenzlauer Berg dem USV Potsdam – zuletzt Meisterschaftsdritter – zu. Viele Vorzeichen weisen auch darauf hin, dass die Potsdamerinnen ein wichtiges Wort mitsprechen werden und wollen. Dabei steht ihnen ein neuer Trainer zur Seite. Der langjährige Coach Thomas Schulze hatte schon vor dem letzten Saisonende seinen Rückzug angekündigt. Deshalb standen die Potsdamerinnen in der Sommerpause in erster Linie vor der Herausforderung, einen neuen Coach zu finden. Diese Bemühungen waren erfolgreich. Allerdings kann der neue Mann, der ehemalige USV-Männercoach Falko Nowak, das Team erst ab November übernehmen, wenn der 31-jährige Bundeswehrsoldat von seinem Auslandseinsatz in Afghanistan zurückgekehrt ist. Bis dahin wird Thomas Schulze, der übrigens im Sommer die Potsdamer Mittelblockerin Alexandra Schramm heiratete, die Mannschaft vorübergehend trainieren.

Neben der Trainer-Personalie gab es noch etliche weitere personelle Veränderungen: Mit Anne Borrmann, Gina Schilke (beide SF Brandenburg 94), Ivette Pollack und Isabelle Manoury (beide TSV Tempelhof-Mariendorf) kann das Team vier Neuzugänge vermelden. Währenddessen haben neben der ehemaligen Kapitänin Franzi Hörnlein auch Karen Amlang und Julia Löchel die Mannschaft verlassen, während mit Ulrike Engel die dienstälteste Spielerin des Teams (seit 2005) in der kommenden Saison eine Babypause einlegen wird. „Nachdem zwei Leistungsträger das Team verlassen haben, wird die Mannschaft Zeit brauchen, um sich zu finden. Aber sie will oben mitspielen. Den dritten Platz der Vorsaison zu bestätigen, das wäre ein Erfolg“, so der Noch-Coach Thomas Schulze zu den Saisonaussichten. Und er fügt noch eine klare Aussage an: „Der Aufstieg in die Dritte Liga ist aus organisatorischen und finanziellen Gründen ausgeschlossen.“

Man wird also abwarten müssen, wie sich die Dinge entwickeln. Wenn Potsdam den Aufstieg ausschließt und Prenzlauer Bergs zweite Mannschaft nicht aufsteigen kann, weil in der Dritten Liga bereits die erste Mannschaft des Vereins spielt, so könnten womöglich die Frauen des VfK Berlin-Südwest der „lachende Dritte“ sein. Aber wie gesagt: Abwarten!

Von den Neulingen darf man am meisten gespannt sein auf den USV Halle und auf die VSG Altglienicke, die in der Relegationsrunde als Zweiter eine gute Figur abgab. „Vor einem Jahr hatten wir den Aufstieg in die Regionalliga verpasst, diesmal schafften wir als Relegationszweiter den Sprung nach oben. Ich denke, dass wir in der Regionalliga nicht zum Kandidatenkreis der drei direkten Absteiger zählen werden“, meinte zuversichtlich André Hentschel, Teambetreuer bei der Volkssport-Gemeinschaft.

Drittliga-Absteiger Magdeburg

setzt auf Konsolidierung

Bei den Männern hatte es zum Saisonkehraus und sogar noch Wochen danach einige Turbulenzen gegeben. In der vorsorglich vom Regionalspielwart Uwe Näthler angesetzten Relegation hatte sich ungeschlagen der Burger VC 99 (Vizemeister von Sachsen-Anhalt) durchgesetzt, gefolgt von der SG Rotation Prenzlauer Berg (als Regionalliga-Neunter eigentlich Direktabsteiger), der VSG Einheit Rüdersdorf (Dritter der Berlinliga) und dem VC Blau-Weiß Brandenburg (Dritter der Brandenburgliga) – doch alles umsonst. Es gab bis zum alles entscheidenden Zeitpunkt am 2. Mai gar keinen freien Platz. Denn bekanntlich waren aus der Dritten Liga Nord der USC Magdeburg und der Berliner VV abgestiegen, was zu vier Regionalliga-Absteigern führte.

Da der überlegene Regionalmeister SSV 80 Gardelegen sein Drittliga-Aufstiegsrecht wahrnahm, schien es unter dieser Konstellation lange Zeit so, als würde in der neuen Saison mit 12 Männermannschaften (einschließlich VC Olympia Berlin II mit Sonderspielrecht) gespielt werden, wobei anstelle des VC Potsdam-Waldstadt nach einem ordnungsgemäßen Spielrechtsübergang der SC Potsdam in der Regionalliga vertreten ist. Tatsächlich nehmen zum 1. Spieltag am 16./17. September aber nur elf Mannschaften die neue Saison in Angriff. Der Grund: Fünf Wochen (!) vor dem Saisonstart gab der KSC ASAHI Spremberg, zuletzt Meisterschaftsfünfter, seinen Rückzug aus der Regionalliga bekannt. Das ist mehr als dumm gelaufen, zumal die Spremberger schon vor dem letzten Spieltag wussten, dass sie aufgrund von Spielerabgängen keine ausreichend spielfähige Mannschaft für die nächste Saison zusammenbekommen würden. Da die Bundesspielordnung (BSO) vorschreibt, dass generell ein frei gewordener Platz nach dem 31. Mai durch keine andere Mannschaft neu besetzt wird, muss Sprembergs Platz zwangsläufig frei bleiben. Der Rückzug am 16. August war viel zu spät, um den Platz noch anderweitig besetzen zu können. Hätte Spremberg die Regularien eingehalten, hätte der Zwangsabsteiger SV Prieros in der Regionalliga verbleiben können! Folgendes 11er-Feld der Männer startet in die Saison 2017/2018:

USC Magdeburg (Absteiger DL Nord)

Berliner VV (Absteiger DL Nord)

SC Potsdam (vormals VC Potsdam-Waldstadt/2.)

VfK Berlin-Südwest (3.)

SV Energie Cottbus (4.)

CV Mitteldeutschland II (6.)

USV Potsdam (7.)

MTV Mariendorf (Aufsteiger/Zweiter Berlinliga)

TSGL Schöneiche II (Aufsteiger/Meister Brandenburgliga)

Dessau Volleys (Aufsteiger/Meister Landesoberliga Sachsen-Anhalt)

VC Olympia Berlin II (mit Sonderspielrecht)

Angesichts dieser Staffelbesetzung hätte man auf einen ebenso spannenden wie dramatischen Zweikampf an der Spitze spekulieren können: Magdeburg kontra BVV. Aber die Saisonvorzeichen sehen inzwischen anders aus. Der USC Magdeburg war nach seinem Titelgewinn 2014 als Neuling in der Regionalliga Nordost unaufhaltsam nach oben geklettert bis in die 2. Bundesliga Nord, musste dann aber bei dem Abstieg Schritt für Schritt bis zurück in die Regionalliga die bitteren Realitäten anerkennen. Zwar blicken die Magdeburger zuversichtlich in die Zukunft, aber Hendrik Oelze, der in früheren Jahren das Team trainiert hatte und nunmehr als Mannschaftsleiter fungiert, sagt unumwunden: „Wir müssen realistisch bleiben und alles tun, dass wir nicht noch weiter absteigen. Denn es geht vornehmlich darum, dass sich die neu zusammengesetzte und recht junge Mannschaft konsolidiert.“

Bereits seit Ende Juli ist das neue Team um den 35-jährigen Spielertrainer Marko Schulz, der auch als Libero aktiv ist, wieder auf dem Parkett. Neben wöchentlich drei Trainingseinheiten absolvierte das Team auch einige Einheiten „außer der Reihe“, darunter bei einem dreitägigen Trainingslager. Hier wurde neben den zahlreichen Balleinheiten insbesondere am Teamgefühl gearbeitet, denn sowohl im sportlichen als auch im menschlichen Bereich müssen die Elbestädter weiter zusammenrücken. Und natürlich galt es, taktische Vorgaben umzusetzen und positionsspezifische Neuerungen einzuüben. So wird beispielsweise Tom Heidecke, einst Außen-Annahme-Spieler, das Team als Zuspieler unterstützen. Insgesamt ist der USC-Kader für die neue Saison verjüngt. Neben Cedrik Moede, Eric Schlese und Lukas Pockrandt, die bereits Drittligaluft schnupperten, haben weitere Nachwuchsspieler das Team komplettiert. Friedemann Steinwerth, Fabian Lübke, Lukas Murra und Philipp Gürke, die Anfang April mit dem USC Magdeburg einen historischen Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft der unter 18-jährigen einfuhren, werden nun auch im Erwachsenenbereich gefördert. „Diese Jugendspieler sollen kontinuierlich in den semiprofessionellen Bereich integriert werden und auf lange Sicht das Fundament der ersten USC-Mannschaft bilden“, so Hendrik Oelze. Trainer Marko Schulz fasste seine Eindrücke von der Saisonvorbereitung so zusammen: „Ich war sehr zufrieden mit der Trainingseinstellung der gesamten Mannschaft. Die Jungs - die Alten wie die Jungen - investierten unheimlich viel, um sich zu verbessern. So muss es aber weitergehen. Wenn sich die Leistungskurve weiter so entwickelt wie in den vergangenen vier Wochen, können wir optimistisch auf die neue Saison blicken.“

Fällt damit die Rolle des „Kronprinzen“ dem Berliner VV zu, dem der Meistertitel und damit die Drittliga-Rückkehr am ehesten zuzutrauen ist? BVV-Teammanager Jan Sandig drückt sich nicht um die Antwort: „Wir wollen um Meistertitel und Aufstieg mitspielen.“ Die Mannschaft selbst hat ein verändertes Gesicht, wie Jan Sandig weiter erklärt: „Der Kern der Mannschaft aus der letzten Saison ist zusammengeblieben. Hinzu gekommen sind Spieler aus der zweiten Mannschaft, die bekanntlich letzte Saison aus der Regionalliga abgestiegen sind. Sie bringen also auch Regionalligaerfahrung mit. Vor allem aber haben wir uns durch den erfahrenen Zuspieler und einstigen Bundesligaspieler Stefan Adler aus Sachsen verstärken können.“ Auch beim Trainer gab es eine Veränderung: Robert Hinz, der letzte Saison selbst noch Spieler im Drittligateam des BVV war und Trainererfahrung aus seiner Zeit beim Köpenicker SC mitbringt, hat nunmehr das Amt übernommen. Mit einem Wort: Ganz gute Voraussetzungen beim Berliner VV für den angepeilten Wiederaufstieg.

Noch ein Wort zu einem Traditionsverein der Regionalliga, dem USV Potsdam, der letzte Saison knapp dem Abstieg entgangen war. Soweit will man es diesmal nicht wieder kommen lassen. Das Team konnte sich mit frischem Blut des Brandenburgischen Landesmeisters der Saison 2014/2015 aus Luckenwalde verstärken und verjüngen. Richard Dalbock, der in den letzten beiden Spielzeiten als Zuspieler in der 2. Bundesliga Nord bei der TSGL Schöneiche aktiv war, wird zukünftig das Training des Regionalligisten leiten. Mit ihm wechselten Robert Müller (VC Blau-Weiß Brandenburg), Marcel Baron (SV Prieros) und Patrick Reimann (MTV 1862 Wittenberg) an die Havel. Auf Letzteren muss das Team jedoch in den nächsten Monaten verletzungsbedingt noch verzichten. Aus Dresden ist mit Felix Taubert ein weiterer Spieler mit Potenzial nach Potsdam gekommen. Die „alten Haudegen“ werden das Team weiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Das schwere Unterfangen, ohne Generationskonflikte einen langsamen Umbruch bei den Männern des USV Potsdam einzuleiten, scheint also wahr zu werden. Verabschiedet hat sich die Mannschaft derweil von Lukas Wieland und Björn Bullert, die künftig in der Landesliga für den SC Potsdam aufschlagen werden. Nicolas Handrick verließ das Team nach nur einem halben Jahr mit unbekanntem Ziel. „Die Saisonvorbereitung verlief schleppend“, so Thomas Schulze. „Unser Ziel kann eigentlich nur der Klassenerhalt sein. Vieles hängt sicher auch vom Start ab. Am Sonntag kommt mit dem VfK Berlin-Südwest der Dritte der Vorsaison und somit gleich der dickste Brocken nach Potsdam.“ Übrigens: Die schon letzte Saison auf den Aufstieg ambitionierten Südwestler könnten in dieser Saison - wie womöglich die VfK-Frauen - durchaus "lachender Dritter" werden...

1. Spieltag: Männer, 16. September 2017: CV Mitteldeutschland II – SC Potsdam (15 Uhr), USC Magdeburg – TSGL Schöneiche II (18 Uhr). 17. September 2017: Dessau Volleys – VC Olympia Berlin II (11 Uhr), USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest (12 Uhr), Berliner VV – SV Energie Cottbus (16 Uhr). Spielfrei ist der MTV Mariendorf.

1. Spieltag: Frauen, 16. September 2017: SG Einheit Zepernick – USV Halle Volleys (15 Uhr). 17. September 2017: TSV Wedding – VSG Altglienicke, SG Rotation Prenzlauer Berg II – SF Brandenburg 94, USV Potsdam – VfK Berlin-Südwest (alle 15 Uhr).

Die nächste Wochenumschau mit Neuigkeiten vom 1. Spieltag erscheint spätestens am Dienstag, 19. September 2017. Vereine und Mannschaften können wie gewohnt Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Nachtrag zum KSC ASAHI Spremberg

In einer E-Mail vom 17. September 2017 an den Regionalspielwart Uwe Näthler legt Andreas Funke vom KSC ASAHI Spremberg Wert auf folgende Feststellung:

"Das wir vor dem letzten Spieltag schon gewusst haben sollen, dass wir keine spielfähige Mannschaft haben werden, ist schlichtweg falsch. Ansonsten hätten wir uns ja die gesamte Planung im Vorfeld sparen können. Es ist richtig, dass wir mit einem Abgang rechnen konnten, nicht aber, dass wir keine spielfähige Mannschaft mehr zusammen bekommen. Auch haben wir alle Regularien eingehalten und unsere Strafe bezahlt."

Jürgen Holz, Regionalpressewart