Wochenumschau Regionalliga Nordost 2019-2020

Wochenumschau nach dem 4. Spieltag: Spitzenreiter Prieros vom Außenseiter hart bedrängt

Der 4. Spieltag in der Regionalliga Nordost bot mit insgesamt nur sieben Begegnungen - vier bei den Männern und drei bei den Frauen - ein eher dürftiges Programm. Allerdings ist der Hinweis nötig: Aufgrund des nordostdeutschen Regionalpokals am Sonntag war die ursprünglich für diesen Tag angesetzte Begegnung bei den Männern mit TSGL Schöneiche II gegen den Landespokalsieger von Sachsen-Anhalt, PSV 90 Dessau Volleys, der sich damit für den Regionalpokal qualifiziert hatte, auf den 19. Oktober 2019 verlegt worden. Bei den Frauen hingegen hatte der anhaltinische Landespokalsieger SV Braunsbedra sein Punktspiel bereits am Sonnabend beim Spitzenreiter Marzahner VC und am Sonntag gingen sie als Ausrichter des Regionalpokals erneut ans Netz.

Männer: Prieros und Magdeburg weiter ungeschlagen

Bei den Männern war dieser Spieltag vor allem in den beiden Sonntagspielen mit Neuling WSG Reform Magdeburg kontra Spitzenreiter SG Prieros/Königs Wusterhausen und dem am Tabellenende liegenden Aufsteiger MSV Zossen 07 gegen den USC Magdeburg an Dramatik nicht zu überbieten. Am Ende setzten sich beide Favoriten durch: Prieros mit 3:2 (26, -22, 23, -15, 12) und der USC Magdeburg mit 3:1 (25, 25, -24, 24). Für beide war es der vierte Sieg im vierten Saisonspiel, wobei sie mit jeweils elf Punkten und 12:4 Sätzen gleichauf liegen, so dass für die Platzierung der Quotient der Ballpunkte herangezogen werden muss - mit 1,09 zum Vorteil für Prieros gegenüber Magdeburg (1,05). Prieros geht nunmehr allerdings in eine ungewöhnlich lange Spielpause, ehe die Randberliner am 26. Oktober 2019 mit dem Auswärtsspiele gegen USV Halle Volleys die Saison fortsetzen.

Der Tabellenführer stand in Magdeburg unerwartet vor einer gewaltigen Herausforderung gegen den sieglosen Tabellenvorletzten, der sich nach Rückständen immer wieder herankämpfte und im vierten Satz dem Gegner mit 25:15 einen Denkzettel verpasste. Auch im Tiebreak ging es lange Zeit bis zum 6:6 ausgeglichen zu. Erst dann konnte sich Prieros mit 12:7 absetzen. Doch die Entscheidung war es nicht, denn die Magdeburger kämpften sich wieder bis auf 10:12 heran, wehrten beim Stand von 11:14 den ersten Satzball, verkürzten den Rückstand auf 12:14 und brachten Prieros noch einmal in Schwierigkeiten. Am Ende war es ein eher glücklicher 15:12-Satz- und damit Spielgewinn. Die WSG Reform bleibt Vorletzter, hat sich aber durch den Punktgewinn an den SV Lindow-Gransee II (beide 2 Punkte) herangekämpft.

Da der Verfolgern Dessau (8 Punkte) spielfrei war, hatte der mit Dessau punktgleiche Tabellendritte USC Magdeburg die Chance, Prieros auf die Pelle zu rücken. Dafür war allerdings ein Sieg beim bislang punktlosen Aufsteiger und Schlusslicht MSV Zossen 07 nötig.

Die Magdeburger Devise war also klar: die Siegesserie ausbauen. Aber klar war auch: Diese Aufgabe würde kein Selbstläufer sein. Die Zossener bestritten ihr erstes Regionalliga-Heimspiel und bauten auf größtmögliche Unterstützung der Fans. „Die Euphorie des Aufstiegs ist mit Sicherheit noch nicht verflogen", warnte deshalb Magdeburgs Trainer Marko Schulz und ergänzte: "Solche Spiele kann man auch mal schnell verlieren.“ Die Warnung hatte zudem einen plausiblen Hintergrund: Die Magdeburger reisten personell geschwächt an, weil gleich zwei etatmäßige Stammspieler nicht zur Verfügung standen. Mittelblocker Bennet Drebenstedt weilte genauso im Urlaub wie Kapitän und Zuspieler Tom Heidecke. Während das Fehlen des Mittelblockers durch Andreas Kusnezov aufgefangen werden sollte, wog die Abwesenheit Heideckes besonders schwer. "Wir verlieren damit unser Hirn und zahlreiche Ideen im Angriffsspiel“, so Trainer Schulz, "aber wir werden uns etwas einfallen lassen, um unsere Siegesserie ausbauen zu können."

Und sie mussten sich eine ganze Menge einfallen lassen. Denn der krasse Außenseiter bot seine beste Saisonleistung, scheiterte in den ersten beiden Sätzen erst in der Verlängerung mit jeweils 25:27 und wurde im ebenfalls verlängerten dritten Satz mit 26:24 belohnt. Wer glaubte, dass der USC Magdeburg den vierten Durchgang diktieren würde, um einem fünften Entscheidungssatz zu entgehen, sah sich getäuscht: 16-mal stand das Spiel bis zum 24:24 ausgeglichen, wobei bis dahin die Magdeburger immer einem 1-Punkt-Rückstand hinterliefen. Erst in der finalen Situation erkämpften sie das 24:26 und damit den 3:1-Spielgewinn. Für Zossen änderte sich die Lage am Tabellenende nicht: punktloser Letzter. Aber nach dieser Leistung sollte hier das letzte Wort noch längst nicht gesprochen sein.

USV Halle Volleys hält Tuchführung zum Spitzentrio

Der bislang erstaunlich gut platzierte Aufsteiger DJK Westen 23 Berlin - nach drei Spieltagen Tabellenvierter - musste beim USV Halle Volleys antreten. Der mit einem Sieg und einer Niederlage durchwachsen in die Saison gestartete Meisterschaftsfünfte der letzten Saison aus Halle war natürlich darauf bedacht, nicht den Anschluss nach vorn zu verlieren. Mit einem glatten 3:0 (22, 15, 22)-Heimerfolg schoben sich die Hallenser bis auf den vierten Rang vor und haben mit fünf Punkten Tuchfühlung zum Vorderfeld.

Mit der SG Rotation Prenzlauer Berg (7.) kontra SV Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen (8.) standen sich zwei Tabellennachbarn gegenüber, wobei die Prenzelberger aus bislang drei Spielen drei Punkte holten, während der Aufsteiger aus Schulzendorf bisher nur einmal antreten musste und dabei am ersten Spieltag zum 3:2-Heimsieg gegen DJK Westen 23 Berlin gekommen war. Bei dem einzigen Sieg blieb es auch, denn die Prenzelberger feierten mit dem 3:2 (-24, 20, -21, 16, 13) ihren zweiten Saisonsieg und stießen hinter den punktgleichen Hallensern auf den fünften Rang vor.

Frauen: Braunsbedra gegen Marzahn nicht im Schongang

Bei den Frauen stand die Spitzenpaarung Marzahner VC gegen SV Braunsbedra im Fokus. Der Tabellenführer aus Berlin, der bei seiner Regionalliga-Premiere bislang auf zwei Siege und eine Niederlage gekommen war, empfing den Ex-Drittligisten aus Sachsen-Anhalt, der mit einem Sieg und einer Niederlage dastand. Würden bei Braunsbedra eher die Regionalligapunkte im Vordergrund stehen als tags darauf der eher chancenlose Regionalpokal Nordost?

Tatsächlich konnte von "Schongang" mit Blick auf den Regionalpokal keine Rede sein. Allerdings traten die Gäste in Berlin nur mit acht Spielerinnen an. Am Ende hieß es 3:1 (21, 18, -14, 21) für Braunsbedra, so dass Marzahn die Tabellenspitze an den SC Potsdam II abgeben musste.

Franziska Brauns, Trainerin vom Marzahner VC, zum 1:3: "Leider mussten wir in das Spiel mit einigen Ausfällen und ohne mich als Trainer gehen. Dafür konnten wir erstmals zwei unserer Jugendspieler mitnehmen, die in der Regionalliga Erfahrung sammeln sollen. In den ersten Satz sind wir gut gegen das nur mit acht Spielerinnen knapp besetzte Team aus Braunsbedra gestartet. Obwohl der Kader von Braunsbedra durch eine Verletzung noch einmal minimiert wurde, kam ab Mitte des Satzes ein kleiner Bruch in unser Spiel, der sich auch im zweiten Satz fortgesetzt hat. In dieser Phase fehlte uns vor allem der Druck im Angriff sowie die notwendige Konzentration in Annahme und Abwehr. Im dritten Satz haben wir dann personell etwas umgestellt und mit 25:14 das Spiel gedreht. Auch im vierten Satz lagen wir immer vorn, konnten aber in der Endphase wieder nicht den nötigen Druck aufbauen, um die nötigen Punkte zum Satzgewinn zu holen. Somit mussten wir das Spiel mit 1:3 an die sehr routinierten und stark aufspielenden Frauen von Braunsbedra abgeben. Insgesamt hat sich in diesem Spiel wieder einmal gezeigt, dass unserem Team momentan noch die Konstanz in jeglicher Disziplin fehlt. Daran werden wir weiter arbeiten. Wir haben uns personell zur letzten Saison doch etwas verändert, und ich denke, einige Spielerinnen werden spätestens in der zweiten Saisonhälfte noch einen sportlichen Sprung machen. Trotz der fehlenden Konstanz haben wir in den letzten Spielen sehen können, dass wir uns auch jetzt schon gegen andere Teams durchsetzen können. Das stimmt mich positiv, dass wir uns in dieser Saison vom Abstiegskampf fernhalten. In diesem Team steckt eine Menge Potenzial. Das werden wir auch noch zum Vorschein bringen. Wir sind in der letzten Saison in der Berlinliga mit nur zwei Niederlagen Meister geworden und in die Regionalliga aufgestiegen. Ich denke, wir gehören hierher."

SC Potsdam II neuer Spitzenreiter

Der Verfolger SC Potsdam II nutzte die Gunst der Stunde im Heimspiel gegen den USC Magdeburg. Dabei hatte der Ex-Drittligist beim 3:0 (21, 17, 22) keine sonderliche Mühe und übernahm mit dem dritten Saisonsieg die Tabellenspitze (9 Punkte) vor Marzahn (7 Punkte) sowie Braunsbedra und dem spielfreien VC Blau-Weiß Brandenburg (je 6 Punkte). Nach der SG Einheit Zepernick (1. Spieltag), Marzahn (2. und 3. Spieltag) ist Potsdam das dritte Team, das die Spitzenposition übernommen hat. Das kann sich aber schon am fünften Spieltag wieder ändern. Dann treffen Braunsbedra und Potsdam sowie Marzahn und Zepernick direkt aufeinander.

Im dritten Spiel dieser Runde standen sich am Sonntag zwei Mannschaften gegenüber, die am Tabellenende stehen: Das punktlose Schlusslicht WSG Reform Magdeburg empfing den Tabellenvorletzten BBSC Berlin III und wollte unbedingt zu Hause punkten, damit der Kontakt zur davorliegenden Konkurrenz nicht völlig verloren geht. Das gelang ohne Satzverlust überzeugend mit 3:0 (14, 22, 19), so dass beide nunmehr punktgleichen Teams (3 Punkte) die Plätze tauschten und der BBSC Berlin die "rote Laterne" trägt. Aber was besagt das schon: Neben dem BBSC Berlin und Reform Magdeburg haben die davorliegenden Mannschaften des USC Magdeburg und des VC Bitterfeld-Wolfen ebenfalls nur drei Punkte auf dem Konto. Und am nächsten Spieltag empfängt der BBSC den USC Magdeburg...

Monat Oktober steht in einem besonderen Zeichen

Nicht unerwähnt soll eine besondere Initiative des Regionalspielausschusses (RSA) und des Regionalschiedsrichterausschusses (RSRA) bleiben, im Monat Oktober auf die Krebsvorsorge aufmerksam zu machen. Der Brustkrebsmonat Oktober gibt jährlich internationalen Anlass, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Daher hatten sich RSA und RSRA entschlossen, diese Initiative zu unterstützen und alle Vereine, Mannschaften, Funktionäre, Sponsoren, Zuschauer und Schiedsrichter aufgerufen, sich an diesem Projekt schon am nächsten Spieltag zu beteiligen. Das Erkennungszeichen ist bekanntlich die Farbe rosa. Denkbar sind rosa Schleifen, Schnürsenkel, Haarbänder, Kinesiotapes etc. Der 4. Spieltag hat gezeigt, dass der Appell, sich entsprechend mit rosa Gadgets zum Brustkrebsmonat Oktober zu bekennen, nicht verhallte.

Die Spiele im Überblick

Männer, 4. Spieltag am 5. und 6. Oktober 2019

SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen 3:2

USV Halle Volleys – DJK Westen 23 Berlin 3:0

WSG Reform Magdeburg – SV Prieros/Königs Wusterhausen 2:3

MSV Zossen 07 – USC Magdeburg 1:3

Frauen, 4. Spieltag am 5. und 6. Oktober 2019

Marzahner VC – SV Braunsbedra 1:3

SC Potsdam II – USC Magdeburg 3:0

WSG Reform Magdeburg – BBSC Berlin III 3:0

Nächster Spieltag

Männer, 5. Spieltag am 12. und 13. Oktober 2019

SV Lindow-Gransee II - MSV Zossen 07

DJK Westen 23 Berlin - SG Rotation Prenzlauer Berg

SV Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen - TSGL Schöneiche II

PSV 90 Dessau Volleys - VC Olympia Berlin II

WSG Reform Magdeburg - USV Halle Volleys

Frauen, 5. Spieltag am 12. und 13. Oktober 2019

BBSC Berlin III - USC Magdeburg

SG Einheit Zepernick - Marzahner VC

WSG Reform Magdeburg - SG Rotation Prenzlauer Berg III

SV Braunsbedra – SC Potsdam II

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 5. Spieltag voraussichtlich am 13. Oktober 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 3. Spieltag: Männer-Spitzenreiter Prieros vom Aufsteiger Zossen herausgefordert

Aktualisierte Fassung zum USC Magdeburg am Montag, 30. September 2019

Am 3. Spieltag der Regionalliga Nordost empfing bei den Männern der Spitzenreiter SV Prieros/Königs Wusterhausen den Aufsteiger MSV Zossen 07, der bei seinem Regionalligadebüt vor einer Woche auswärts gegen die Talente des VC Olympia Berlin II mit 1:3 verloren hatte und damit ans Tabellenende rückte. Prieros war hingegen mit zwei Siegen makellos in die neue Saison gestartet: Dem 3:1 zu Hause gegen den VC Olympia Berlin II folgte vor einer Woche ebenfalls ein 3:1 auswärts gegen den Aufsteiger DJK Westen 23 Berlin. Zwei klare Angelegenheiten also.

Männer: Prieros weiter in der Erfolgsspur

So gesehen sollte der Aufsteiger aus Zossen eigentlich keine unüberwindbare Hürde sein, auch wenn die Zossener vor Saisonbeginn allgemein als ein „leistungsstarker Neuling“ gepriesen wurden. Auf der Gegenseite hatte sich der Meisterschaftsvierte der letzten Saison zum Ziel gesetzt, mindestens diese Platzierung wieder zu erreichen. „Vielleicht“, so Diagonalangreifer Alexander Kuhrt, „springt am Ende sogar ein dritter Platz heraus. Auf jeden Fall wollen wir oben mitspielen. Von einer Meisterschaft oder einem Aufstieg redet bei uns allerdings keiner.“

Das Spiel gegen den Aufsteiger aus Zossen verlief indes anders, als sich das der Gastgeber gedacht hatte. Nach zwei Sätzen (25:20, 25:17) schien zwar alles in gewohnte Bahnen zu laufen, aber der dritte Durchgang war eine echte Herausforderung für den Favoriten, denn der Außenseiter hielt imponierend dagegen, was die folgenden Satzstände verdeutlichen: 17:17, 18:18, 21:20, 22:21, 23:22, 23:23, 24:23, 24:24. Erst im letzten Moment konnte Prieros mit dem 25:24 und 26:24 das Spiel für sich entscheiden. Das 3:0 war ein ganz hartes Stück Arbeit für Prieros. Ein Kompliment an Zossen, das mindestens einen Satzgewinn verdient hätte. Das klingt natürlich wie ein schwacher Trost, denn die "rote Laterne" des Schlusslichtes hängt weiterhin bei den punktlosen Zossenern. Doch ihr Auftritt vor allem im dritten Satz sollte ihnen Mut machen für den weiteren Verlauf ihrer Premierensaison, auch wenn die Aufgabe am vierten Spieltag in einer Woche zu Hause gegen den nächsten Mitfavoriten USC Magdeburg nicht eben leichter ist.

Alexander Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher beim SV Prieros, kommentierte das Geschehen so: "Zu allererst freut es mich, dass wir im Lokalderby gegen Zossen vor 89 Zuschauern mit 3:0 gewinnen konnten. Wir wollten zu jedem Zeitpunkt in diesem Spiel zeigen, dass wir auf nicht nur auf dem Papier ein Favorit sind. Dies gelang uns in den ersten beiden Sätzen auch sehr gut. Da wir im dritten Satz ein bisschen durchrotierten, konnten wir teilweise nicht mehr den nötigen Aufschlagdruck bringen. Zudem gab Zossen noch einmal alles und drückte uns ihr Spiel auf. Glücklicherweise konnten wir den Satz am Ende doch noch gewinnen."

Auf der Verliererseite wehrte Zossens Trainer Marian Slodszyk die Frage ab, ob seine Mannschaft letztendlich unter Wert geschlagen wurde. "Nein, natürlich wäre ein Satzgewinn möglich und vielleicht auch verdient gewesen. Wir sind Aufsteiger, und es zeigt sich, dass es deutliche Niveauunterschiede gibt zwischen der Regionalliga und der Brandenburgliga, aus der wir gekommen sind. Wir werden sehen, wie wir uns weiter entwickeln." Bemerkenswert war unbestritten aber nicht nur der dritte Satz. "Schon im ersten Satz ging es bis zum 18. Punkt ausgeglichen zu. Dann entschieden wie auch im dritten Satz einige unnötige Fehler das Spiel. Es war insgesamt ein schöner Kampf, der uns natürlich viel Mut macht", so Zossens Coach.

Verwirrspiel: SV oder SG - was ist richtig?

Noch ein erklärendes Wort zu Prieros: Der eigentliche Verein SV Prieros Dahme wurde 1999 gegründet und zählt inzwischen über 350 Mitglieder. Derzeit spielen die Volleyballer der ersten Männermannschaft in der Regionalliga Nordost, die zweite Männermannschaft in der Landesliga Süd und die dritte Männermannschaft in der Kreisliga. In den unterklassigen Ligen tritt der Verein als SV Prieros Dahme auf. In der Regionalliga ist Prieros erstmals zur Saison 2016/2017 aufgestiegen, aber auch gleich wieder abgestiegen. Nach einem Jahr Brandenburgliga kehrte Prieros zur Saison 2018/2019 wieder in die Regionalliga zurück. In all dieser Zeit (auch in der Brandenburgliga) firmierte die Mannschaft als Spielgemeinschaft (SG) Prieros/Netzhoppers Königs Wusterhausen – ein Hinweis darauf, sozusagen ein „Ableger“ des Erstbundesligisten Netzhoppers Königs Wusterhausen zu sein.

Inzwischen besteht jedoch diese Spielgemeinschaft unter der Obhut von Netzhoppers Königs Wusterhausen nicht mehr. In diese Rolle ist nunmehr der Regionalligaufsteiger SV Schulzendorf/Netzhoppers Königs Wusterhausen geschlüpft, der jedoch bei der Bezeichnung SV statt SG bleibt. Prieros müsste folglich in dieser Regionalligasaison als SV Prieros/Königs Wusterhausen antreten. So wird das Team auch auf der Homepage des Regionalbereichs Nordost und im Portal www.dvv-ligen.de betitelt. Allerdings: Auf den Trikots der Spieler des Regionalligisten steht immer noch SG PKW – was „übersetzt“ bedeutet: SG Prieros/Königs Wusterhausen. Ein verwirrendes Spiel: SV oder SG? Alexander Kuhrt erklärt den Sachverhalt so: „Eigentlich wäre SV richtig, doch schlicht und einfach gesagt: Wir haben uns aus Tradition dazu entschlossen, die Bezeichnung SG Prieros/Königs Wusterhausen beizubehalten und das auch auf unseren Trikots zu demonstrieren.“

Wie schlagen sich die Prieros-Verfolger?

Der PSV 90 Dessau Volleys als Tabellenzweiter ließ im Heimspiel gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg nichts anbrennen und schickte die Prenzelberger mit einer 0:3 (-18, -19, -18)-Niederlage nach Hause. Mit acht Punkten behauptete Dessau den zweiten Platz, punktgleich mit dem Tabellendritten USC Magdeburg, der vor heimischer Kulisse auf das Talenteteam des VC Olympia Berlin II traf.

Im Vorfeld der Begegnung war von Magdeburger Seite unisono zu hören, dass es kein leichter Auftritt gegen die VCO-Jungen der Jahrgänge 2004/2005 wird. Das habe sich schon beim Saisonvorbereitungsturnier in Potsdam gezeigt, als die Berliner nur knapp bezwungen wurden. „Dennoch könnte der frühe Zeitpunkt des Aufeinandertreffens günstig für uns sein“, meinte Magdeburgs Trainer Marko Schulz. Gerade am Anfang der Saison sind die Jungnationalspieler noch fehleranfällig und müssen sich erst an das Niveau der Regionalliga gewöhnen. Allerdings setzte der USC auf seine Heimstärke, unterstützt von den zahlreichen Fans. Personell war die Lage gut. Bis auf Andreas Kusnezow, der privat verhindert war, standen alle Akteure zur Verfügung, was die taktischen Möglichkeiten erweitert. Mit Interesse würde man auch die Auftritte der beiden Jugendspieler Bennet Drebenstedt und Sören Schipper beobachten. Unterm Strich: "Wir wollen nach dem 3:2-Sieg über den Titelverteidiger Schöneiche in der Erfolgsspur bleiben und unseren guten Saisonstart weiter veredeln", so Trainer Schulz.

Am Ende ging alles auf, aber der 3:1 (19, -16, 24, 23)-Sieg war wie vermutet kein Spaziergang. „Drei Punkte in einem erwartet schweren Spiel sind schon ein tolles Ergebnis. Allerdings bin ich mit der Spielweise in den Sätzen zwei bis vier nicht gänzlich zufrieden. Hier müssen wir einfach konsequenter agieren. Wir machen immer wieder den Gegner stark und haben dann natürlich Probleme“, meinte Trainer Schulz letztlich erleichtert. Hinter den drittplatzierten Magdeburgern nimmt der Aufsteiger DJK Westen 23 Berlin mit seinem 3:0 (20, 17, 18)-Heimsieg über den Mitaufsteiger WSG Reform Magdeburg den vierten Rang ein.

Nach Dramatik über fünf Sätze der Titelverteidiger vorn

Den Schlusspunkt unter diesen Spieltag setzte am späten Sonntagabend die erst um 17 Uhr angepfiffene Begegnung SV Lindow-Gransee II kontra Titelverteidiger TSGL Schöneiche II. Beide Teams hatten erst einen Punkt auf ihrem Konto: Lindow-Gransee aus zwei Spielen und Schöneiche aus einem Spiel. Die Reservistenteams ihrer höher spielenden Vereinsteams (Lindow-Gransee in der 2.Bundesliga Nord, Schöneiche in der Dritten Liga Nord) schenkten sich erwartungsgemäß nichts. Nach wechselnden Satzständen von 21:25, 25:18, 20:25 und 25:22 ging es in den Tiebreak. Als beim Stand von 8:3 für den Meister der letzten Saison die Seiten gewechselt wurden, war es nur noch eine Frage der Zeit, wie die Schöneicher den wichtigen Auswärtssieg unter Dach und Fach bringt. Mit 15:5 dominierten sie den Gegner und feierten einen 3:2-Erfolg.

Frauen: Brandenburg verpasst den nächsten Coup

Bei den Frauen gab es die Topbegegnung zwischen dem gastgebenden Titelverteidiger SG Rotation Prenzlauer Berg III und dem VC Blau-Weiß Brandenburg, dem Aufsteiger im wahrsten Sinne des Wortes. Denn während die Prenzelbergerinnen nach zwei Spielen schon mit einer Heimniederlage (0:3 gegen den Ex-Drittligisten SV Braunsbedra) dastehen, ist der Landesmeister aus Brandenburg makellos durch seine ersten beiden Saisonspiele gekommen: 3:1 zu Hause gegen Mitaufsteiger VC Bitterfeld-Wolfen und 3:1 auswärts gegen die WSG Reform Magdeburg. Würden den Brandenburgerinnen ausgerechnet in der „Höhle des Löwen“ der dritte Coup gelingen? Da der Tabellenzweite, die SG Einheit Zepernick, spielfrei war, hatten die die Tabelle anführenden Brandenburgerinnen sogar die Chance, im Falle eines erneuten Sieges ihr Punktekonto weiter auszubauen.

In dieser vom 12. Spieltag vorgezogenen Begegnung zwischen Prenzlauer Berg und Brandenburg, bei der die Prenzelbergerinnen zum dritten Mal in Serie Heimrecht hatten, verpassten die Brandenburgerinnen den dritten Coup in Folge. In einer umkämpften Partie setzte sich Prenzlauer Berg mit 3:1 (-22, 21, 24, 26) durch. Die beiden letzten Sätze sprechen in besonderer Weise für die jungen Prenzelbergerinnen, für ihren Mut und ihre Nervenstärke. Das bestätigte auch Nachwuchs-Bundestrainer Jens Tietböhl: "Die Mannschaft ist bei den engen Satzständen erstaunlich cool geblieben. Das hat sie gut gemacht. Es sind viele stabile Typen im Team."

Michael Kozik, Trainer der Brandenburgerinnen, lobte und kritisierte sein Team: "Die Mannschaft hat gut gekämpft. In drei Sätzen hatte sie Satzbälle - doch am Ende steht es 1:3. Leider führten ein paar ungewohnte Fehler in den Schlussphasen dazu, dass wir gegen einen erstaunlich stabilen Gegner gar keinen Punkt holen konnten. Aber es war spannend und auch schön anzuschauen, was beide Teams abgeliefert haben. Das Glück hatten diesmal die anderen."

Aufsteiger Marzahner VC neuer Tabellenführer

Brandenburg fiel durch diese Niederlage von der Tabellenspitze auf den dritten Platz zurück, mit sechs Punkten gleichauf mit dem neuen Tabellenzweiten, SC Potsdam II. Der Ex-Drittligist feierte im letzten Spiel des Sonntags beim BBSC Berlin III einen umkämpften 3:0 (29, 23, 21)-Erfolg.

Neuer Spitzenreiter ist - man höre und staune! - ebenfalls ein Aufsteiger: der Marzahner VC (7 Punkte), der beim USC Magdeburg mit 3:1 (-22, 20, 26, 25) die Oberhand behielt. Im ersten Heimspiel der Hinrunde wollten sich die Magdeburgerinnen gegen die aufgestiegenen Berlinerinnen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Doch gegen die Gäste aus Berlin gab es insgesamt zu viele Fehler in der Annahme und im Angriffsabschluss, so dass Marzahn nicht spielentscheidend in Bedrängnis gebracht werden konnte, auch wenn für die Magdeburgerinnen im dritten und vierten Satz mehr als das 24:26 und 25:27 drin waren. Im vierten Satz beeindruckten sie mit Selbstvertrauen, wobei sich im Mittelblock die Jugendspielerin Frida Höllger hervortat und auf der Diagonalposition Fabienne Recke überzeugte. In dieser Phase führte Magdeburg schon mit 17:11, aber erneut unterliefen zu viele Fehler, und im Angriff fehlte die Übersicht, so dass die Gäste Aufwind bekamen. Eine spannende Schlussphase (19:18, 24:23), aber leider kein glückliches Ende für den USC (25:27). Magdeburgs Trainerin Anja Bechmann: „Dafür, dass wir heute nur mit zehn Spielerinnen angetreten sind, war das Spiel okay. Nun müssen wir in den nächsten Spielen punkten, wenn wieder mehr etatmäßige Spielerinnen dabei sind.“

Hinter dem in der Tabelle führenden Trio mit Marzahn, Potsdam und Brandenburg hat sich der USV Halle Hurricanes (5 Punkte) platziert, der in der Vorwoche mit einem Sieg und einer Niederlage noch auf dem achten Tabellenrang lag. Im Sachsen-Anhalt-Derby schlugen die Hallenserinnen den gastgebenden Ex-Drittligisten SV Braunsbedra mit 3:1 (-24, 16, 21, 22). Dahinter folgen nun die SG Rotation Prenzlauer Berg III (5 Punkte) und die diesmal spielfreie SG Einheit Zepernick.

Am Tabellenende liegt weiterhin die WSG Reform Magdeburg, die in einem weiteren Sachsen-Anhalt-Derby beim Aufsteiger VC Bitterfeld-Wolfen eine 0:3 (-25, -23, -19)-Niederlage kassierte.

Am nächsten Wochenende Punktspiele und Regionalpokal Nordost

In einer Woche gibt es am 5. und 6. Oktober 2019 nicht nur den 4. Regionalliga-Spieltag, es steht am 6. Oktober auch der Regionalpokal Nordost auf dem Programm. Dabei spielen bei den Männern Gastgeber TSV Spandau 1860, TSGL Schöneiche (beide Dritte Liga Nord), PSV 90 Dessau Volleys (Regionalliga) und Cupverteidiger SV Lindow-Gransee (2. Bundesliga Nord) und sowie bei den Frauen Gastgeber SV Braunsbedra (Regionalliga), BBSC Berlin II, VSV Havel Oranienburg (beide Dritte Liga Nord) und Cupverteidiger BBSC Berlin I (2. Bundesliga Nord).

Die Spiele im Überblick

Männer, 3. Spieltag am 28. und 29. September 2019

DJK Westen 23 Berlin – WSG Reform Magdeburg 3:0

SV Prieros/Königs Wusterhausen – MSV Zossen 07 3:0

PSV 90 Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0

USC Magdeburg – VC Olympia Berlin II 3:1

SV Lindow-Gransee II – TSGL Schöneiche II 2:3

Frauen, 3. Spieltag am 28. und 29. September 2019

VC Bitterfeld-Wolfen – WSG Reform Magdeburg 3:0

USC Magdeburg – Marzahner VC 1:3

BBSC Berlin III – SC Potsdam II 0:3

SV Braunsbedra – USV Halle Hurricanes 1:3

Vorgezogenes Spiel vom 12. Spieltag am 29. September 2019

SG Rotation Prenzlauer Berg III – VC Blau-Weiß Brandenburg 3:1

Nächster Spieltag

Männer, 4. Spieltag am 5. und 6. Oktober 2019

SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen

USV Halle Volleys – DJK Westen 23 Berlin

WSG Reform Magdeburg – SV Prieros/Königs Wusterhausen

MSV Zossen 07 – USC Magdeburg

Frauen, 4. Spieltag am 5. und 6. Oktober 2019

Marzahner VC – SV Braunsbedra

SC Potsdam II – USC Magdeburg

WSG Reform Magdeburg – BBSC Berlin III

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 4. Spieltag voraussichtlich am 7. Oktober 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 2. Spieltag: Beide Titelverteidiger stolpern in die Saison

An diesem 2. Spieltag der Regionalliga Nordost griffen mit den Männern der TSGL Schöneiche II und den Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg III erstmals beide Meister der Vorsaison in das Meisterschaftsgeschehen ein. Schöneiche empfing den Meisterschaftsdritten der letzten Saison, den USC Magdeburg, der zum Saisonauftakt mit seinem 3:0-Heimsieg über die SG Rotation Prenzlauer Berg gleich die Tabellenspitze übernommen hatte. Die Prenzelbergerinnen wiederum gaben ihren Saisonstart vor heimischer Kulisse gleich im Doppelpack: Sie empfingen erst die SG Einheit Zepernick, die beim Auftakt vor einer Woche zu Hause beim 3:0 gegen die WSG Reform Magdeburg makellos geblieben war und sich damit zum ersten Spitzenreiter aufschwang. Einen Tag später traf Prenzlauer Berg im Nachholspiel des 1. Spieltages auf den Ex-Drittligisten SV Braunsbedra, der ebenfalls seinen Saisoneinstand gab. Braunsbedra hatte nach zwei Spielzeiten in der Dritten Liga Nord den freiwilligen Rückzug angetreten und ist in die Regionalliga zurückgekehrt. Mit einem Wort: Spannung pur schon am zweiten Spieltag!

Männer: Magdeburg siegt in Schöneiche nach 0:2-Rückstand noch 3:2

Tabellenführer kontra Titelverteidiger – eine verlockende Paarung, auch wenn nach nur einem Spieltag die Aussagekraft ziemlich begrenzt ist. Bei den Männern der TSGL Schöneiche II hatte sich Trainer René Jerratsch vor Saisonbeginn angesichts personeller Veränderungen im Meisterteam vorsichtig optimistisch gegeben. Vor allem sein wertvoller Kapitän Robert Brandt, der in die dritte Vereinsmannschaft wechselte, und der zweite Mittelblocker Jan Dombrowski standen nicht mehr zur Verfügung. Dafür rückten weitere Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen nach, die sich in der neuen Umgebung aber erst einmal einfinden müssen. Das lässt vermuten, dass Schöneiche in dieser Saison nicht so souverän das Zepter schwingt wie in der letzten Spielzeit, als von 22 Spielen lediglich zwei verloren gingen.

Bei den Magdeburgern um Kapitän Tom Heidecke war vor dem Anpfiff von einer „Bewährungsprobe“ die Rede. Das umso mehr, weil in den vergangenen zwei Spielzeiten gegen Schöneiche nichts zu holen war: vier Spiele, vier Niederlagen. Diesmal sollte der Bock umgestoßen werden. USC-Trainer Marko Schulz glaubte an eine Chance: „Für Schöneiche ist es das erste Spiel in dieser Saison. Sie wissen noch nicht genau, wo sie stehen. Das könnte ein Vorteil für uns sein.“ Auf jeden Fall wollten es seine Spieler besser machen als zuletzt im April, als es eine 0:3-Klatsche gegeben hatte. Die personelle Situation bei den Magdeburgern war top. Mittelblocker Christian Ihle, der am ersten Spieltag aus familiären Gründen fehlte, stand wieder auf der Platte, und auch Libero Philipp Grau, der für die stabile Annahme so enorm wichtig ist, kehrte ins Team zurück. „Wenn wir in Schöneiche was reißen wollen“, so der Magdeburger Coach vor dem Anpfiff, „müssen wir an unsere Leistungsgrenzen gehen und dürfen uns keine Schwächephasen erlauben.“

Nach zwei Sätzen sah es allerdings so aus, als würden die Männer aus der Elbestadt wiederum geschlagen vom Feld gehen. Sie hatten anfangs keinen Zugriff auf das Spiel, waren verunsichert und produzierten vor allem im zweiten Satz Fehler über Fehler, so dass Schöneiche nach zwei klaren Sätzen mit 2:0 führte. Doch dann kam alles ganz anders: Die Magdeburger drehten noch das Spiel und setzten sich mit 3:2 (21:25, 12:25, 25:22, 25:15, 15:12) durch, womit sie in der Erfolgsspur blieben. „Wir hatten uns vorgenommen, mutig zu spielen und Druck mit dem Aufschlag zu erzeugen. Beides ist uns in den ersten beiden Sätzen kaum gelungen. Da haben wir es Schöneiche zu leicht gemacht“, so Trainer Schulz nach dem Spiel. Im dritten Durchgang wurde druckvoller aufgeschlagen und vor allem der Kampf angenommen. Mit einer Serie von Aufschlägen, die durch gute Block- und Abwehrarbeit unterstützt wurde, ging der Satz mit 25:22 an die Gäste. Diesen Schwung nahmen sie auch in den vierten Satz mit. Nach einem offenen Schlagabtausch konnten sich die Magdeburger absetzen (10:7 und 12:9). Danach versuchte Schöneiches Trainer René Jerratsch, durch viele Wechsel den Magdeburger Rhythmus zu durchbrechen, was aber nicht gelang. Vor allem über die Mittelblockposition konnten Bennet Drebenstedt und Christian Ihle Punkte sammeln. Mit 25:15 wurde der Durchgang deutlich gewonnen. Der Entscheidungssatz begann mit Vorteilen für Schöneiche und einer 5:2-Führung. USC-Trainer Schulz appellierte in der ersten Auszeit an seine Männer: „Wir müssen einfach spielen, wir brauchen nicht zu zaubern. Spielt einfach das, was wir könnt.“ Das beherzigten sie dann auch. Bis zum Seitenwechsel wurde der Rückstand zumindest nicht größer (5:8), danach kämpfte sich Magdeburg heran. Begünstigt durch einige Fehler auf Seiten der Gastgeber übernahm Magdeburg mit 11:9 sogar die Führung. Vor allem Cedrik Moede gelang es in dieser Phase, mit wuchtigen Angriffen zu punkten. Zwar konnte Schöneiche noch einmal zum 12:12 ausgleichen, doch am Ende war es ein Ass von Christian Ihle, das den 15:12-Satzgewinn und damit den 3:2-Sieg perfekt machte.

„Ich bin natürlich zufrieden und stolz, dass wir dieses Spiel noch drehen konnten. Vor allem mit Blick auf den schmalen Kader, der uns in dieser Saison zur Verfügung steht, war das schon ein toller Kraftakt. Ab dem dritten Satz konnten wir das zeigen, was wir uns vorgenommen haben. Daran hat vor allem Christopher Kirst entscheidenden Anteil“, lobte der Magdeburger Coach.

SV Prieros/Königs Wusterhausen neuer Spitzenreiter

Trotz des Sieges musste der USC Magdeburg die Tabellenführung an den SV Prieros/Königs Wusterhausen abgeben. Die Randberliner schlugen auswärts den Aufsteiger DJK Westen 23 Berlin mit 3:1 (23, 25, -23, 17). Auf den zweiten Platz rückte der PSV 90 Dessau Volley vor, der sich im Sachsen-Anhalt-Derby beim USV Halle Volleys mit 3:0 (24, 17, 22) durchsetzte. Erst dahinter folgt der USC Magdeburg auf dem dritten Platz. Die SG Rotation Prenzlauer Berg feierte nach einem dramatischen Kampf mit 3:1 (-17, 24, 22, 24) zu Hause gegen SV Lindow-Gransee II den ersten Saisonsieg, während Lindow-Gransee die zweite Saisonniederlage kassierte. Der seine Regionalliga-Premiere gebende Aufsteiger MSV 07 Zossen hatte beim VC Olympia Berlin II mit 1:3 (-18, 23, 29, 12) das Nachsehen.

Frauen: Junge Prenzelbergerinnen scheitern an Braunsbedra

Bei den Frauen war man gespannt darauf, wie die SG Rotation Prenzlauer Berg III nach dem souveränen letzten Titelgewinn mit 19 Siegen (!) in 20 Spielen in die neue Saison gehen würde. Schließlich gab es beim Titelverteidiger einige Unwägbarkeiten. Deshalb war Co-Trainer Felix Taege zu Saisonbeginn alles andere als euphorisch: „Wir starten mit einer völlig neuen Mannschaft, die sich in Kooperation mit dem Bundesstützpunkt Berlin im Wesentlichen auf den Doppeljahrgang 2004/2005 stützt. Diese Talente sollen Spielpraxis bekommen und langfristig aufgebaut werden.“ Taege hat inzwischen aus persönlichen Gründen, wie er mitgeteilt hat, das Traineramt wieder aufgegeben, so dass die Mannschaft wieder von Max Filip betreut wird.

Beide Gegner, die SG Einheit Zepernick und tags darauf der SV Braunsbedra, dürften erste Prüfsteine für die junge Mannschaft gewesen sein. Der Spitzenreiter Zepernick zog auch gleich nach Sätzen mit 2:0 davon, so dass man um die vornehmlich vom VCO integrierten Talente in den Reihen von Prenzlauer Berg fürchten musste. Doch der Titelverteidiger fing sich und erkämpfte noch einen 3:2 (-19, -23, 14, 21, 9)-Auftaktsieg. Nachwuchs-Bundestrainer Jens Tietböhl, der natürlich die jungen VCO-Mädchen besonders im Blick hatte, kommentierte das Geschehen so: „Zepernick war gegenüber dem ersten Spieltag vor einer Woche nicht wiederzuerkennen. Es stand eine völlig andere Mannschaft auf dem Feld – geschwächt und leider nur mit sechs Spielerinnen. Dennoch war Prenzlauer Berg zunächst mächtig verunsichert und hatte sogar etwas Angst in diesem neuen Umfeld. Das erklärt auch den 0:2-Rückstand. So wurde der zweite Satz nach einer überlegenen 20:13- und 22:17-Führung noch abgeben. Typisch für eine solche Mannschaft: Hier spielte die Unerfahrenheit eine große Rolle. Ab dem dritten Satz spielten die Mädchen viel mutiger und waren besser auf den Gegner eingestellt. Und sie belohnte sich am Ende mit drei Satzgewinnen in Folge.“

Tages darauf trafen die Prenzelbergerinnen erneut zu Hause auf den SV Braunsbedra. Hier hatte im Vorfeld Braunsbedras Trainerin Kristin Rumi auf die Bremse getreten und darauf verwiesen, dass aufgrund des freiwilligen Rückzuges aus der Dritten Liga die Abgänge von neun Spielerinnen kompensiert werden müssen. Die Mannschaft habe ein völlig anderes Gesicht. Vom 15er-Kader der letzten Saison seien nur noch sechs Spielerinnen dabei, von denen drei beruflich so gebunden sind, dass ihr Einsatz oft vakant sei. „Ein Podestplatz am Saisonende wäre zwar wünschenswert, aber realistisch gesehen sind unsere Erwartungen andere. Wir müssen sehen, wie schnell die Integration der Neuzugänge gelingt“, hatte Trainerin Kristin Rumi geäußert. Dass Braunsbedra gegen den Titelverteidiger schließlich ein glatter 3:0 (22, 19, 14)-Auswärtssieg gelang, bestätigte die Erkenntnisse aus dem Spiel am Vortag: Die Prenzelbergerinnen sind einfach noch zu unerfahren, um kühlen Kopf zu bewahren. So gesehen werden sie Einiges aus beiden Spielen gelernt haben, mutmaßte denn auch Jens Tietböhl.

Aufsteiger aus Brandenburg mit dem zweiten Coup

Durch die 2:3-Niederlage gegen Prenzlauer Berg wurde Zepernick von der Tabellenspitze verdrängt. Neuer Tabellenführer ist der Aufsteiger VC Blau-Weiß Brandenburg, dem nach dem 3:1-Heimsieg vor einer Woche gegen den Mitaufsteiger VC Bitterfeld-Wolfen der zweite Coup gegen die WSG Reform Magdeburg gelang, die damit die „rote Laterne“ übernahm.

Die Frauen aus Brandenburg waren Ende März Landesmeister geworden und hatten sich nach drei Jahren Brandenburgliga verdient den Aufstieg in die nächsthöhere Liga gesichert. In Brandenburg sprach man danach vom „Abenteuer Regionalliga“, auf das der Verein und die Mannschaft lange hingearbeitet haben. Die 18-köpfige Mannschaft um das Trainerduo Michael Kozik und Lars Wolfram hat sich im Vergleich zur Vorsaison nur wenig verändert. Neu hinzu kamen mit Juliane Weinhold und Eileen Heidepriem vom Drittligisten USV Potsdam zwei erfahrene Spielerinnen, wobei man vor allem auf Heidepriems große Erfahrung und Durchschlagskraft setzt. Die Saisonvorbereitung war recht verheißungsvoll verlaufen. Bei zwei Turnieren in Halle (Saale) sowie beim stark besetzten Heimturnier konnten die Brandenburgerinnen mit jeweils Platz vier weitgehend überzeugen und sich gegen Regionalligisten behaupten. Das nährt auch die Hoffnung, dass man sich in der Regionalliga etablieren könne. In der heimischen Marienberghalle wurde jedenfalls das erste von zehn Heimspielen gewonnen – auch dank der gewohnt großen Unterstützung des Brandenburger Publikums. „Ein guter Anfang“, hatte der Coach Michael Kozik geäußert und als Saisonziel den „Klassenerhalt bei spielerischer Weiterentwicklung“ ausgegeben.

Nunmehr ging es erneut gegen ein Team aus Sachsen-Anhalt, wobei die WSG Reform Magdeburg letzte Saison Fünfter geworden, wonach es lange Zeit nicht ausgesehen hatte. Die Elbestädterinnen wollten sich nach dem 0:3 im Saisonauftaktspiel bei der SG Einheit Zepernick zu Hause von der besseren Seite zeigen. Das verhinderte der VC Blau-Weiß Brandenburg mit einem 3:1 (18, -24, 21, 23)-Auswärtserfolg. „Wir sind wohl in der Regionalliga gut angekommen“, freute sich Brandenburgs Trainer Michael Kozik. „In einer sehr kämpferischen Partie war nach einem klarem ersten Satz für uns lange nicht abzusehen, wer das Feld als Sieger verlässt. Ein Auf und Ab auf beiden Seiten sorgte für ein Spiel mit langen Ballwechseln und ständig wechselnden Führungen. Die Einstellung beider Teams konnte nicht besser sein, das spielerische Niveau dafür schon, wenn auch nicht immer. Am Ende gewann die Mannschaft, die ein paar Fehler weniger machte – und im letzten Satz auch ein wenig das das Glück auf ihrer Seite hatte. In meiner Mannschaft lieferte Eileen Heidepriem, die nach ihrem Wechsel zurück in die alte Heimat kam, ein großes Spiel ab.“

Übrigens ist Michael Kozik kein Unbekannter in der Volleyballszene, denn man erinnert sich daran, dass er in der Regionalligasaison 2004/2005 den damaligen VC 68 Eichwalde II – den Vorläufer des heutigen BBSC Berlin - auf den siebenten Platz führte, damals nach Punkten gleichauf mit der SG Rotation Prenzlauer Berg. Manchmal ist ein Blick in die Vergangenheit ganz lehr-und aufschlussreich. Denn in dieser stark besetzten Liga war 2005 der SC Potsdam Regionalmeister geworden, vor dem Köpenicker SC II, dem VC Olympia Berlin II, dem TSV Rudow 1888 und dem VfK Berlin-Südwest.

Geglückter Saisonauftakt des USC Magdeburg

Dem USC Magdeburg glückte im Sachsen-Anhalt-Derby gegen die USV Halle Hurricanes mit dem 3:0 (16, 22, 23)-Auswärtssieg ein Top-Saisoneinstieg. Die anfängliche Nervosität auf beiden Seiten legten die Magdeburger am ehesten ab. Schließlich wurde um jeden Punkt hart gekämpft. Dabei war auf Magdeburger Seite der erste Einsatz der beiden Jugendspielerinnen Jamie Katillus und Fabiane Recke ein großer Erfolg. Beide zeigten im Angriff ein variables Spiel und stützten damit die Abwehr. Zudem hatten die Hallenserinnen mit den Aufschlägen von Melanie Polter immer wieder Schwierigkeiten. Erst im dritten Satz spielten beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe. In diesem Durchgang zeigte sich das gute Zusammenspiel der USC-Frauen, wobei es auf einigen Positionen Veränderungen gab. Trainerin Anja Bechmann: „Dass die Mannschaft Potenzial hat, war mir klar. Ob sie jedoch trotz veränderter Personalpositionen ihr Potenzial abrufen kann, da war ich mir nicht sicher. Umso mehr freue ich mich, dass es ihnen gelungen ist.“

In der Partie VC Bitterfeld-Wolfen gegen BBSC Berlin III standen sich zwei Verlierer vom Saisonauftakt gegenüber. Da ging es schon darum, nicht gleich noch mehr an Boden einzubüßen. Das zumindest vermied das BBSC-Team, dem auswärts ein 3:1 (-19, 23, 24, 9)-Erfolg gelang. Auch der Drittliga-Absteiger SC Potsdam II wollte nach dem 2:3 zu Hause gegen die USV Halle Hurricanes einen zweiten Fehlstart gegen den Aufsteiger Marzahner VC, der vor eine Woche auswärts den BBSC Berlin III mit 3:1 überrascht hatte, vermeiden. Am Ende waren die Potsdamer nach dem 3:2 (21, -26, 22, -18, 9)-Sieg die Glücklicheren.

Die Spiele im Überblick

Männer, 2. Spieltag am 21. und 22. September 2019:
TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg 2:3
SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II 3:1
USV Halle Volleys – PSV 90 Dessau Volleys 0:3
DJK Westen 23 Berlin – SV Prieros/Königs Wusterhausen 1:3
VC Olympia Berlin II – MSV Zossen 07 3:1

Frauen, 2. Spieltag am 21. und 22. September 2019:
USV Halle Hurricanes – USC Magdeburg 0:3
SG Rotation Prenzlauer Berg III – SG Einheit Zepernick 3:2
WSG Reform Magdeburg - VC Blau-Weiß Brandenburg 1:3
VC Bitterfeld-Wolfen – BBSC Berlin III 1:3
Marzahner VC – SC Potsdam II 2:3

Nachholspiel vom 1. Spieltag am 22. September 2019:
SG Rotation Prenzlauer Berg III - SV Braunsbedra 0:3

Nächster Spieltag

Männer, 3. Spieltag am 28. und 29. September 2019:
DJK Westen 23 Berlin – WSG Reform Magdeburg
SV Prieros/Königs Wusterhausen – MSV Zossen 07
PSV 90 Dessau Volleys – SG Rotation Prenzlauer Berg
USC Magdeburg – VC Olympia Berlin II
SV Lindow-Gransee II – TSGL Schöneiche II

Frauen, 3. Spieltag am 28. und 29. September 2019:
VC Bitterfeld-Wolfen – WSG Reform Magdeburg
USC Magdeburg – Marzahner VC
SG Rotation Prenzlauer Berg III – VC Blau-Weiß Brandenburg
BBSC Berlin III – SC Potsdam II
SV Braunsbedra – USV Halle Hurricanes

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 3. Spieltag voraussichtlich am 30. September 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz Regionalpressewart

Wochenumschau nach dem 1. Spieltag: Ein Saisonauftakt mit einigen Überraschungen

Auf geht`s in die 29. Saison der Regionalliga Nordost!

Nach der mehrmonatigen Spielpause unterm Hallendach stand an diesem Wochenende der von den Hallenvolleyballern sehnlichst erwartete erste Spieltag an. Was aber besagt so ein Saisonauftakt schon? Zumindest bezieht er seinen Reiz aus einem psychologischen Aspekt. Denn keine Mannschaft will gleich mit einem Fehlstart ins neue Spieljahr gehen und vielmehr der Konkurrenz ein Signal setzen: Seht her - wir sind gleich voll da! So ist die Motivation bei allen Teams – ob nun favorisiert oder nicht - erfahrungsgemäß groß, dem Gegner möglichst ein Bein zu stellen.

Blickt man so gesehen auf diesen ersten Spieltag, so ist zu konstatieren: Nicht alle vermeintlichen Favoriten gaben sofort den richtigen Ton an, lagen sogar mit 0:2 zurück wie bei den Männern der PSV 90 Dessau Volleys zu Hause gegen den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg und des USV Halle Volleys beim SV Lindow-Gransee II, erkämpften aber noch den Sieg, und andere setzten ein erstes Achtungszeichen, auch wenn das nicht unbedingt zum Erfolg führte. Drei Teams mussten sich zum Auftakt allerdings mit der Zuschauerrolle begnügen: So war bei den Männern die eigentlich mit Spannung erwartete Heimbegegnung des als ziemlich leistungsstark eingeschätzten Aufsteigers MSV Zossen 07 gegen den Titelverteidiger TSGL Schöneiche II bereits im Vorfeld auf den 20. Oktober 2019 verlegt worden, und bei den Frauen hat im 11er-Feld ohnehin immer ein Team spielfrei – zum Saisonstart war es der USC Magdeburg. Aber auch Titelverteidiger SG Rotation Prenzlauer Berg III und Drittliga-Absteiger SV Braunsbedra waren spielfrei. Sie stehen sich erst am kommenden Sonntag in Berlin gegenüber. Schließlich ist noch auf technische Probleme hinzuweisen, denn durch einen zeitweiligen Serverausfall des SAMS-Systems hat es keine Ergebnismeldung von den Männerspielen Dessau gegen Reform Magdeburg und Lindow-Gransee gegen Halle gegeben.

Männer: USC Magdeburg erster Spitzenreiter ohne Satzverlust

Bei den Männern gab es mit der Begegnung der von vielen als Titelmitfavorit angesehenen SG Prieros/Königs Wusterhausen - letzte Saison Meisterschaftsvierter - zu Hause gegen die aufstrebenden Talente des VC Olympia Berlin II eine durchaus vielversprechende Partie. Nach der Papierform war der Gastgeber favorisiert. Alexander Kuhrt, Mannschafts-verantwortlicher der SG Prieros/Königs Wusterhausen, hatte vor dem Anpfiff auch von einem „Platz im oberen Tabellendrittel“ gesprochen, aber die Rolle der Titelfavoriten der TSGL Schöneiche II, dem USC Magdeburg und den Dessau Volleys zugesprochen. Diese Einschätzung versah er mit dem Hinweis, dass die Randberliner immerhin drei wichtige Abgänge kompensieren müssen. Beim Auftaktgegner VC Olympia Berlin II wiederum wollten die talentierten Jungen gleich zeigen, dass sie nicht bloß Punktelieferanten sein wollen und etwa klein beigeben. Das zeigten sie auch gleich im ersten Satz, als sie mit 25:18 den Gastgeber ziemlich eindeutig in die Schranken wiesen. Danach aber bestimmte Prieros das Geschehen und glich mit 25:21 zum 1:1-Satzstand aus. Doch die junge VCO-Truppe ließ sich davon nicht beeindrucken, steigerte sich imponierend und trotzte dem Favoriten einen Verlängerungssatz ab, der erst mit 29:27 an die Gastgeber ging. Offensichtlich aber war der Außenseiter mit seiner Kraft am Ende und verlor den vierten Satz eindeutig mit 14:25, so dass Prieros damit den 3:1 (-22, 21, 27, 14)-Heimsieg perfekt machte – nach einem harten Stück Arbeit, herausgefordert von den VCO-Talenten, die durchaus ein erstes Achtungszeichen gesetzt haben.

Der Meisterschaftsdritte USC Magdeburg traf in heimischer Halle auf die SG Rotation Prenzlauer Berg, die sich in der letzten Saison als Neuling erst in der Schlussphase mit dem achten Platz dem Abstieg entziehen konnte. Die Rollen waren also klar verteilt. Doch nach einem personellen Karussell in diesem Sommer, bei dem die Magdeburger eine komplette Stammmannschaft verloren, ist der neue Kader um den neuen Kapitän Tom Heidecke ein gänzlich anderer. Vor allem die „lange Bank“ mit vielen Auswechselspielern steht nicht mehr zur Verfügung. „Das schränkt unsere taktischen Optionen ein“, beklagt Trainer Marko Schulz. Allerdings habe die Mannschaft in der Vorbereitung schon ansprechende Leistungen gezeigt, was der Saisonstart bestätige sollte. „Wir müssen in dieser Saison wieder auf uns selbst schauen und versuchen, unser Spiel durchzuziehen“, gab der Coach vor dem Anpfiff als Marschroute aus. Mit anderen Worten: Drei Punkte zum Saisonstart gegen Prenzlauer Berg waren sozusagen Pflicht.

Doch die Partie begann unter einem schlechten Vorzeichen. Die Magdeburger konnten nur mit neun Spielern in die Partie gehen. Während des Einspielens verletzte sich auch Libero Philipp Grau. Das Trainerduo Dennis Raab und Marko Schulz stellte daraufhin kurzfristig um. Während Schulz vom zweiten Zuspieler zum K2-Libero wurde, konnte Grau den K1-Libero stellen. „Mit dieser Entscheidung ging es uns darum, dass Philipp erst einmal wieder an Sicherheit gewinnt. In der Aufschlagannahme ist er für uns eine Bank, die wir unbedingt brauchen“, so Trainer Schulz nach dem Spiel. Und die Entscheidung war letztlich richtig und wurde mit dem deutlichen 3:0 (18, 23, 19)-Heimerfolg belohnt. Damit übernahm der USC Magdeburg die Tabellenspitze.

Nach dem glanzlos gewonnenen ersten Satz (25:18) schien es, als hätten die Magdeburger ihren Rhythmus gefunden. Schnell waren die Spieler um Kapitän Tom Heidecke im zweiten Durchgang mit vier Punkten voraus (13:9). Doch es schlichen sich immer mehr kleinere Fehler ein. Mal ging eine Annahme weg, mal kam das Zuspiel nicht präzise und auch die Angriffe saßen nicht mehr so. „Hier haben wir nicht konstant genug gespielt und unseren Gegner selbst wieder stark gemacht“, bemängelte Trainer Schulz. Dennoch konnte der Satz noch mit 25:23 gewonnen werden. Mit diesem Vorsprung im Rücken drehten die Gastgeber richtig auf und konnten sich im dritten Durchgang schnell absetzen. Trotz einiger taktischer Wechsel gelang es den Berlinern nicht, entscheidend verkürzen zu können. Mit 25:19 wurde der Satz gewonnen und der erste Dreier in der Tabelle verbucht. „Es ist natürlich gut, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Der Saisonauftakt ist immer speziell, aber das haben wir recht souverän gemeistert. An der einen oder anderen Stelle müssen wir aber natürlich noch arbeiten“, so das Fazit des Trainers. Eine viel härtere Nuss wartet am nächsten Spieltag auf die Magdeburger mit dem schweren Auswärtsspiel gegen Titelverteidiger TSGL Schöneiche II.

Dessau und Halle machen 0:2-Satzrückstand noch wett

Und wie würde sich der PSV 90 Dessau Volleys im Sachsen-Anhalt-Derby zu Hause gegen den Aufsteiger WSG Reform Magdeburg aus der Affäre ziehen? Fast schien es, als würden die Dessauer total unter die Räder kommen – denn sie lagen nach Sätzen mit 0:2 zurück. Dessaus Trainer Ingo Häntschel räumte ein: „So hatte ich mir den Saisonstart nicht vorgestellt. Doch wir spielten zu verkrampft und waren schwach im Aufschlag, während die routinierten Magdeburger im Aufschlag und im Angriff viel Wirkung erzielten.“ Die Wende in diesem Match kam im dritten und schließlich mit dem 25:13 im vierten Satz, womit der 2:2-Satzgleichstand erzwungen wurde. Der Tiebreak wurde mit 15:7 gewonnen, so dass die Dessauer noch einen hart erkämpften 3:2-Heimsieg feierten. „Aber es war eine wirklich harte Nuss, die meine Mannschaft knacken musste. Ein Lob, dass sie das noch packte“, so der Coach.

Zu einem hart erkämpften 3:2 (-19, -21, 25, 24, 11)-Erfolg kam auch der USV Halle Volleys beim SV Lindow-Gransee II. Der Meisterschaftsfünfte der letzten Saison tat sich unheimlich schwer und lag schon mit 0:2 zurück. Erst mit einer Energieleistung mit 27:25, 26:24 und 15:11 im Tiebreak machten die Hallenser den Sieg perfekt. „Wenn du nach so einem Rückstand noch als Sieger vom Feld gehst, bist du natürlich zufrieden. Hätte mir das einer vor dem Spiel gesagt, wäre meine Einschätzung sicherlich eine andere gewesen“, so Halles Trainer Sebastian Tober, der am Ende die Leistungssteigerung seiner jungen Mannschaft mit teilweise erst 15-jährigen Spielern „imponierend“ fand.

Nicht uninteressant dürfte der Hinweis sein, das am zweiten Spieltag ein weiteres reizvolles Sachsen-Anhalt-Derby ansteht, wenn der USV Halle Volleys den PSV 90 Dessau Volleys empfängt – beide 3:2-Auftaktsieger also unter sich!

Mit dem Landesmeister aus Brandenburg, der SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen, und Berlins Vizemeister DJK Westen 23 Berlin standen sich zwei Aussteiger direkt gegenüber. Dieses Spiel ging über fünf Sätze, wobei Schulzendorf nach einer 2:1-Satzführung schon wie der Sieger aussah, aber noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen musste und erst im Tiebreak den 3:2 (-18, 15, 21, -22, 10)-Spielgewinn unter Dach und Fach bekam. Fabian Splett aus Schulzendorf kommentierte die Begegnung vor 120 Zuschauern, die bei der Regionalligapremiere für eine großartige Stimmung in der Halle sorgten, so: „Es war ein hart umkämpfter 3:2 Sieg. Wir brauchten den ersten Satz, um in die Partie zu finden. Taktische Diagonal - Zuspiel - Wechsel sorgte später dafür, dass der Block verstärkt wurde und wir oft drei Angreifer vorn hatten.“ Herausragend beim Sieger: Zuspieler Nils Kraege, der verdient zum MVP gewählt wurde. Was die Hoffnungen für die neue Saison anbelangt, so verwies Fabian Splett in erster Linie auf den „Klassenerhalt“, aber auch darauf, „viel Spaß zu haben und die Zeit zu genießen, viele Erfahrungen zu sammeln und als Team weiter zusammenzuwachsen“.

Frauen: Die „Hurricanes“ aus Halle stellen Potsdam ein Bein

Auch bei den Frauen findet die Toppartie zwischen dem freiwilligen Drittliga-Absteiger SV Braunsbedra und dem souveränen Meister der letzten Saison, SG Rotation Prenzlauer Berg III, erst nächste Woche (22. September 2019) statt, so dass beide Teams spielfrei waren. Damit rückte die zweite Topbegegnung des ersten Spieltages mit dem Drittliga-Absteiger SC Potsdam II kontra USV Halle Hurricanes besonders in den Fokus. Potsdams Trainer Björn Matthes sah im Abstieg eine Chance, dass sich das vorwiegend aus Spielerinnen der Sportschule Potsdam rekrutierende Team besser präsentieren und entwickeln könne als zuletzt mit einer Niederlage nach der anderen in der Dritten Liga. Ältere Spielerinnen seien ausgeschieden, jüngere nachgerückt, die sich so schnell wie möglich ins Team einfinden sollen, hofft Matthes. Beim Auftaktgegner USV Halle Hurricanes beklagte Trainer Axel Göbel sechs Abgänge und nannte das „eine enorme Verwerfung“ für den Meisterschaftsdritten der letzten Saison. Auch wenn der Kern erhalten geblieben sei, so läge noch viel Arbeit vor uns, ergänzte er. Aber man wolle „oben mitspielen“ und habe natürlich „Platz drei im Auge“.

Genau das demonstrierten die Hallenserinnen auf gegnerischem Parkett mit dem am Ende verdienten 3:2 (19, 17, -21,-23, 12)-Sieg. Nach der 2:0-Satzführung bäumten sich die jungen Potsdamerinnen auf und erkämpften den 2:2-Satzgleichstand. So musste die Entscheidung im Tiebreak fallen, der mit 15:12 knapp an die Hallenserinnen ging. Halles Trainer Axel Göbel war „happy“, wie er einräumte. „Die Mannschaft hat gut angefangen. Aber es hat sich dann doch gezeigt, dass wir erst am Saisonanfang stehen und noch viel Luft nach oben ist. Es war am Ende ein Sieg der Moral.“ Auf der Gegenseite konstatierte Potsdams Coach Björn Matthes: „Es war ein kurioser Auftakt. Ich wusste noch vor zwei Tagen nicht einmal, mit welchen Mädchen ich ins Spiel gehe. Schließlich kamen neun Spielerinnen zusammen. So gesehen bin ich nicht enttäuscht oder gar unzufrieden mit dem Spielverlauf. Erfreulich ist, dass sich die Mannschaft nach dem 0:2-Rückstand gesteigert hat. Im Tiebreak liefen wir immer einem Rückstand hinterher, kamen nach dem 10:14 noch bis auf 12:14 heran, aber mehr als das 12:15 war nicht drin.“

Wie würde sich die von einigen Trainer als Geheimfavorit angesehene SG Einheit Zepernick, letzte Saison Meisterschaftsvierter, gegen den Fünften, die WSG Reform Magdeburg, zu Hause aus der Affäre ziehen? Auch gleich mit einem Paukenschlag? Die Antwort war eindeutig: Mit 3:0 (18, 18, 23) übernahm Zepernick fehlerlos die Tabellenspitze. Übrigens ist Zepernick am zweiten Spieltag in einer Woche zu Gast beim Titelverteidiger SG Rotation Prenzlauer Berg III, der nach diesem Sonnabendspiel tags darauf Braunsbedra empfängt. Ein Härtetest für alle Seiten!

Mit einer herben Enttäuschung endete für den BBSC Berlin III der Saisonauftakt gegen den Aufsteiger Marzahner VC. Der nach oben gerückte Berliner Meister beherrschte den Gastgeber und ließ – abgesehen vom verlorenen zweiten Satz – keine Zweifel aufkommen, wer am Ende als Sieger das Parkett verlassen würde. Souverän mit 3:1 (16, 22, -10, 18) feierte Marzahn ein überzeugendes Regionalligadebüt. Das gelang auch Brandenburgs Landesmeister VC Blau-Weiß Brandenburg im Aufsteigerduell zu Hause gegen Sachsen-Anhalts Vizemeister VC Bitterfeld-Wolfen mit 3:1 (-23, 21, 12, 16). „Mit dem ersten Sieg ist eine gute Grundlage für die weitere Saison gelegt“, freute sich Brandenburgs Trainer Michael Kozik, der als Saisonziel „den Klassenerhalt bei spielerischer Weiterentwicklung“ angab. Zum Spiel gegen Bitterfeld-Wolfen fügte er noch hinzu: „Der Satzverlust im ersten Durchgang mit 23:25 nach einer 23:20 Führung war unnötig, aber wohl der Nervosität zum Saisonstart gegen einen sehr agilen Gegner geschuldet, der allerdings im Verlauf des Spiels mit seiner sehr jungen Mannschaft immer mehr Fehler machte. Wir selbst machten zu viele Aufschlagfehler. Und die notwendige Ruhe für das eigene Spiel ist erst im Wachsen.“

 

Die Spiele im Überblick

Männer, 1. Spieltag am 14. und 15. September 2019:
SG Prieros/Königs Wusterhausen – VC Olympia Berlin II 3:1,
PSV 90 Dessau Volleys – WSG Reform Magdeburg 3:2,
SV Lindow-Gransee II – USV Halle Volleys 2:3,
USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:0,
SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen – DJK Westen 23 Berlin 3:2.
Verlegt auf den 20. Oktober 2019: MSV Zossen 07 – TSGL Schöneiche II.

Frauen, 1. Spieltag am 14. und 15. September 2019:
BBSC Berlin III – Marzahner VC 1:3,
SG Einheit Zepernick – WSG Reform Magdeburg 3:0,
SC Potsdam II – USV Halle Hurricanes 2:3,
VC Blau-Weiß Brandenburg – VC Bitterfeld-Wolfen 3:1,
spielfrei: USC Magdeburg.

Nächster Spieltag

Männer, 2. Spieltag am 21. und 22. September 2019:
TSGL Schöneiche II – USC Magdeburg,
SG Rotation Prenzlauer Berg – SV Lindow-Gransee II,
USV Halle Volleys – PSV 90 Dessau Volleys,
WSG Reform Magdeburg – SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen,
DJK Westen 23 Berlin – SG Prieros/Königs Wusterhausen,
VC Olympia Berlin II – MSV Zossen 07.

Frauen, 2. Spieltag am 21. und 22. September 2019:
USV Halle Hurricanes – USC Magdeburg,
SG Rotation Prenzlauer Berg III – SG Einheit Zepernick,
WSG Reform Magdeburg - VC Blau-Weiß Brandenburg,
VC Bitterfeld-Wolfen – BBSC Berlin III,
Marzahner VC – SC Potsdam II,
spielfrei: SV Braunsbedra.
Nachholspiel vom 1. Spieltag am 22. September 2019:
SG Rotation Prenzlauer Berg III - SV Braunsbedra.

Die nächste Wochenumschau erscheint nach dem 2. Spieltag voraussichtlich am 22. September 2019. Vereine und Mannschaften können Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz
Regionalpressewart

Zwischen Hoffen und Bangen: Wie ist die Ausgangslage für die neue Saison?

Am Wochenende fällt der Startschuss für die 29. Saison der Regionalliga Nordost

Die lange Sommerpause für die Hallenvolleyballer ist nun endgültig vorbei. Die einen oder anderen haben in der zurückliegenden Zeit ihr Glück im Sand gesucht und sich beim Beachvolleyball in Form gehalten. Andere wiederum nutzten die spielfreie Zeit für die Familie und regenerierten intensiv, um für die neue Saison 2019/2020 fit zu sein. Die Spannbreite der Saison reicht zwischen Hoffen und Bangen. Hoffen für die einen auf einen guten Saisonverlauf und einen erfolgreichen Meisterschaftsabschluss, andere wiederum bangen ums Überleben, um am Ende nicht die vierthöchste deutschen Spielklasse (wieder) verlassen zu müssen.

Männer komplett mit 12 Teams,
Frauen mit 11 Mannschaften

Wie ist die Ausganglage für die Saison 2019/2020?
Die beiden Staffeln sind zahlenmäßig unterschiedlich besetzt. Bei den Männern greifen mit dem ersten Spieltag am 14./15. September 12 Mannschaften in das Geschehen ein. Das entspricht der schon vor Jahren vom Regionalspielausschuss (RSA) beschlossenen Quote von elf Teams plus der mit Sonderspielrecht spielenden Mannschaft des VC Olympia Berlin II. Das sieht konkret folgendermaßen aus:

Männerstaffel (in Klammern Platzierung der letzten Saison)
TSGL Schöneiche II (1.)
USC Magdeburg (3.)
SG Prieros/Königs Wusterhausen (4.)
USV Halle Volleys (5.)
PSV 90 Dessau Volleys (7.)
SG Rotation Prenzlauer Berg (8.)
SV Lindow-Gransee II (9.)
DJK Westen 23 Berlin (Aufsteiger/Vizemeister Berlin)
SG Schulzendorf/NH KW (Aufsteiger/Landesmeister Brandenburg)
WSG Reform Magdeburg (Aufsteiger/Landesmeister Sachsen-Anhalt)
VC Olympia Berlin II (Sonderspielrecht)
MSV Zossen 07 (Sieger der Relegation/3. Brandenburgliga)

Bei den Frauen gehen elf Mannschaften in die Saison. Hier ist das VCO-Talentezentrum aus Berlin nicht vertreten.

Frauenstaffel (in Klammern die Platzierung der letzten Saison)
SC Potsdam II (Absteiger Dritte Liga Nord)
SV Braunsbedra (freiwilliger Absteiger Dritte Liga Nord)
SG Rotation Prenzlauer Berg III (1.)
USV Halle Hurricanes (3.)
SG Einheit Zepernick (4.)
WSG Reform Magdeburg (5.)
BBSC Berlin III (6.)
USC Magdeburg (7.)
Marzahner VC (Aufsteiger/Landesmeister Berlin)
VC Blau-Weiß Brandenburg (Aufsteiger/Landesmeister Brandenburg)
VC Bitterfeld-Wolfen (Aufsteiger/Vizemeister Sachsen-Anhalt)

Auffallend ist die „bunte“ Zusammensetzung in beiden Staffeln:
Bei den Männern sind neben den sieben Vereinen aus der Vorsaison – angeführt vom Regionalmeister TSGL Schöneiche II – noch weitere fünf neue Teams dabei. Neben dem VC Olympia Berlin II sind es die vier neuen Gesichter mit den Aufsteigern DJK Westen 23 Berlin als Vizemeister aus Berlin sowie den Landesmeistern SG Schulzendorf/NH KW aus Brandenburg und WSG Reform Magdeburg aus Sachsen-Anhalt. Vierter im Bunde ist der MSV Zossen 07, der als Dritter der Brandenburgliga an der Aufstiegsrelegation teilnahm und sich gegen den Regionalligisten MTV Mariendorf durchsetzte.

Bei den Frauen sind noch sechs Regionalligisten aus der Vorsaison am Start, auch hier angeführt vom Regionalmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III. Unter den fünf „Neulingen“ sind zwei aus früheren Zeiten bekannte Regionalligisten, die zuletzt in der Dritten Liga Nord spielten: der SC Potsdam II als Absteiger und SV Braunsbedra, der sich freiwillig aus der Dritten Liga zurückzog. Als Aufsteiger nehmen die beiden Landesmeister Marzahner VC aus Berlin und VC Blau-Weiß Brandenburg die neue Saison in Angriff. Dritter Aufsteiger ist der VC Bitterfeld-Wolfen als Vizemeister von Sachsen-Anhalt.

Männer:
Titelverteidiger Schöneiche II mit umformierter Mannschaft

Prognosen für die neue Saison sind wie immer gewagt. Geht man von der zurückliegenden Saison aus, so dürften bei den Männern dem Titelverteidiger TSGL Schöneiche II und dem Meisterschaftsdritten USC Magdeburg die größten Titelchancen eingeräumt werden. Dritter Mitfavorit sollte die SG Prieros/Königs Wusterhausen sein. Von den Neulingen wird vor allem dem MSV Zossen 07 eine gute Rolle zugesprochen. Der Saisonauftaktknüller ist allerdings verschoben worden: Die am ersten Spieltag vorgesehene attraktive Begegnung zwischen Zossen und Schöneiche II ist auf den 20. Oktober verlegt worden. Dafür dürfte es eine andere aufschlussreiche erste Standortbestimmung mit der Partie der spielstarken SG Prieros/König Wusterhausen gegen die Talente des VC Olympia Berlin II geben. Mit der Begegnung SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen kontra DJK Westen 23 Berlin stehen sich beim Saisonstart gleich zwei Neulinge gegenüber.

Wir haben uns bei einigen Trainern umgehört und nachgefragt: Was gibt es personell Neues im Team? Welche Erwartungen bestimmen die Saison? Und wer sind die Meisterschaftsfavoriten?

René Jerratsch, Trainer des Titelverteidigers TSGL Schöneiche II:
„Im Moment ist einfach noch zu früh, um fundierte Aussagen zu treffen. Personelle Veränderungen gibt es bei uns einige. Mein sehr wertvoller Kapitän Robert Brandt zieht sich in die dritte Mannschaft zurück und wird dort die Geschicke des Teams leiten. Er möchte sich in Zukunft als Schiedsrichter (B) entwickeln und benötigt hierfür zeitliche Ressourcen. Der zweite Mittelblocker Jan Dombrowski hat uns aus privaten Gründen verlassen. Aber wir konnten zwei neue Spieler dazu gewinnen, was nicht so ganz einfach ist, wenn man noch eine erste Vereinsmannschaft hat, die in der Dritten Liga Nord spielt. Wir werden erst einmal schauen, wieder vollständig zu werden. Tatsächlich wird es auf Grund des neuen Nachwuchskonzeptes für uns neue Möglichkeiten geben, eigene Jugendspieler zu fördern. Das sehe ich zu vorderst als Möglichkeit an. Ole Irrmisch als Zuspieler und Pascal Haase als Libero, ohne die in der Vorsaison eine Meisterschaft aus meiner Sicht nicht möglich gewesen wäre, sind nur zwei der vielen weiteren eigenen Nachwuchsspieler, auf die das neue Spielrecht anwendbar wäre. Einen Titelfavorit kann ich im Moment nicht ausmachen. Es fehle an Informationen aus den jeweiligen Teams. Denn alle Mannschaften suchen nach Personal. Aber ich könnte mir durchaus Dessau, Schulzendorf und Prieros vorstellen, die oben mit dabei sind. Vielleicht greift der Prenzlauer Berg auch nochmal an.“

Marko Schulz, Trainer des USC Magdeburg:
„Die Erwartungen an die Saison werden natürlich durch die sehr gute Platzierung in der abgelaufen Spielzeit beeinflusst. Allerdings haben sich die Voraussetzungen grundlegend verändert. Wir mussten nahezu ein komplett neues Team aufbauen. Unser erster Sechser dürfte aber das Niveau haben, in den Top 5 mitzuspielen, aber das wird entscheidend davon abhängen, wie sich die nachgerückten Spieler in der Saison entwickeln. Wenn es uns gelingt, zügig eine homogene Truppe zu formen, damit wir auch taktische Varianten nutzen können, sollte das obere Mittelfeld möglich sein. Personell verlieren wir unseren kompletten U20-Kader. Die Spieler haben die Schule beendet und wollen nun unterschiedliche Wege bestreiten. Außenangreifer Fabian Lübke und Mittelblocker Lukas Murra wechselten in die Bundesliga zum VC Wolfen-Bitterfeld. Zuspieler Eric Schlese zieht es an eine amerikanische Universität. Libero Justin Spiegel wechselte aus beruflichen Gründen nach Berlin und wird sich da einer Mannschaft anschließen, und Diagonalangreifer Friedemann Steinwerth macht ein Jahr Pause und tourt durch Europa. Dass es zwei Spieler in die Bundesliga geschafft haben, zeigt auch die Qualität unserer Nachwuchsarbeit und bestätigt unsere Entscheidung, die Jungs mit in die Regionalliga zu nehmen. Überraschend trifft uns der Weggang des Kapitäns Lorenz Teege, der ebenfalls sein Glück beim Bundesligisten in Bitterfeld sucht. Was die Zugänge anbelangt, so werden wir aus der Jugend Bennet Drebenstedt und Sören Schipper mit in den Kader nehmen. Beide sollen an die Regionalliga herangeführt werden und im Laufe der Saison mehr Spielanteile bekommen. Aus unserer zweiten Mannschaft wird Leon Grün aufrücken. Er wird zunächst in der Oberliga spielen und bei uns trainieren, um an das Regionalliganiveau herangeführt zu werden. Und dann haben wir noch die eine oder andere personelle Option, wobei es hier vom Studienplatz abhängt. Die Frage nach den Titelfavoriten ist schwer zu beantworten. Ich denke, dass Dessau in diesem Jahr weiter vorn mitspielen wird und vermutlich den Aufstieg in die Dritte Liga anpeilt. Beim Titelverteidiger Schöneiche wird es darauf ankommen, wie und ob der Kaderkreis zusammenbleibt. Auch Prieros sollte man auf der Rechnung haben. Ich denke, das Titelrennen ist offen.“

Übrigens wurden die Magdeburger schon eine Woche vor dem scharfen Punktspielstart gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg beim erstmals durchgeführten Verbandspokal des VVSA herausgefordert. Mit dem dritten Platz unter sechs Teams, darunter die Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland und VC Bitterfeld Wolfen, wurde die Saisonvorbereitung des USC Magdeburg abgeschlossen. Mit fast vollem Kader konnte Trainer Marko Schulz in das Pokalturnier gehen. Hier warteten in der Vorrunde der Bundesligist VC Bitterfeld-Wolfen, bei dem mit Lukas Pockrandt, Lukas Murra, Fabian Lübke und Lorenz Teege gleich vier ehemalige Magdeburger spielen, und der Regionalligist USV Halle. Nach einer 0:2-Niederlage gegen Bitterfeld und einem 2:0-Sieg gegen Halle qualifizierten sich die Magdeburger als Gastgeber für das Halbfinale. Dort trafen sie auf den Regionalligisten Dessau Volleys, der überraschend zuvor den Zweitbundesligisten CV Mitteldeutschland bezwungen hatte. Nach dem 25:18 im ersten Satz gegen Dessau lobte Magdeburgs Coach sein Team: „So stelle ich mir unser Spiel vor.“ Als die Dessauer im zweiten Satz ihre Aufstellung änderten, verloren die Magdeburger immer mehr den Zugriff. Verantwortlich dafür war aber auch, dass die Eigenfehlerquote stieg. „Wir haben den Gegner mit unseren Fehlern stark gemacht und uns selbst aus dem Spiel genommen“, so Schulz nach dem 18:25. Im Entscheidungssatz behielten die Dessauer mit 15:9 die Oberhand und zogen damit ins Finale ein, wo sie abermals auf den Favoriten CV Mitteldeutschland trafen – und erneut mit 2:0 bezwangen. Mit dem Verbandspokal im Rücken gehen die Dessau Volleys nun gestärkt in die neue Regionalligasaison. Auftaktgegner ist zu Hause Aufsteiger WSG Reform Magdeburg.

Alexander Kuhrt, Mannschaftsverantwortlicher der SG Prieros/Königs Wusterhausen:
„Unser Saisonziel ist ein Platz im obere Tabellendrittel. Die Titelfavoriten sind meiner Meinung nach TSGL Schöneiche II, USC Magdeburg und Dessau Volleys. Was unsere personelle Situation anbelangt, so haben wir drei Abgänge: Robert Heimann wurde im Sommer Vater und möchte deshalb erstmal wieder einen Schritt zurückgehen. Er wechselt zurück in die Landesliga Süd zu seinem Ex-Verein VC Teltow/ Kleinmachnow. Christian Dentzer hat uns aufgrund beruflicher Veränderungen verlassen. Er wird fortan vermutlich wieder bei der BSG Pneumant Fürstenwalde in der Landesliga Süd spielen. Und Stefan Fröhlich will verletzungs- und familienbedingt kürzer treten und uns nur noch im Notfall zur Verfügung stehen. Bei den Zugängen sind zu nennen: Aron Leonhardt von der TSGL Schöneiche III, Jens Kölbel vom Ex-Regionalligisten MTV Mariendorf und Daniel Urban, der einst in der Netzhoppers Jugend gespielt und dann pausiert hat. Nach nunmehr fünf Jahren ohne Volleyball hat er wieder einen Bock darauf.“

Frauen:
Meister Prenzlauer Berg kontra Absteiger SC Potsdam II

Bei den Frauen dürfte in dieser Saison die einsame Regentschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg III womöglich durch die Rückkehrer SC Potsdam II und SV Braunsbedra gebremst werden. Dem Team des USV Halle Hurricanes ist durchaus zuzutrauen, dass es spielstärker als zuletzt in das Meisterschaftsgeschehen eingreift. Zwei Paukenschläge gibt es schon am ersten Spieltag: Braunsbedra fordert im Heimspiel Prenzlauer Berg heraus, und der Rückkehrer SC Potsdam II empfängt die Hallenserinnen. Auch bei den Frauen gibt es gleich zum Saisonstart ein Aufsteigerduell mit VC Blau-Weiß Brandenburg kontra VC Bitterfeld-Wolfen. Wie sehen einige Trainer die Situation vor dem Saisonstart?

Björn Matthes, Trainer des Absteigers SC Potsdam II:
„Wir werden uns als Team, das vorwiegend aus Spielerinnen der Sportschule Potsdam besteht, versuchen bestmöglich zu präsentieren. Für uns sind die Spiele im Erwachsenenspielbetrieb vor allem Ausbildungswettkämpfe. Dennoch möchten wir natürlich gewinnen. Die Chancen dafür sollten besser sein als letzte Saison in der Dritten Liga, vorausgesetzt natürlich, wir schaffen es, unsere Leistung abzurufen. Personell sieht es so aus, dass uns wie jedes Jahr bis auf eine Ausnahme die ältesten Spielerinnen verlassen haben. Dafür sind sehr junge talentierte Spielerinnen nachgerückt, die sich so schnell wie möglich ins Team einfinden müssen und dabei Spaß am Spielen entwickeln. Bei den Titelfavoriten kann ich nur Vermutungen anstellen. Zu ihnen sollte der SV Braunsbedra gehören. Zudem gibt es nach meiner Kenntnis viele Jugendteams, die sich auch bei den Jugendmeisterschaften wiedersehen werden und die auch über viele Talente verfügen. Ich denke, dass es eine sehr junge Liga sein und es am Ende ganz knapp zugehen wird.“

Felix Taege vom Regionalmeister SG Rotation Prenzlauer Berg III:
„Wir starten in die neue Saison mit einem völlig neuen Team. In Kooperation mit dem Bundesstützpunkt Berlin wird der neue Doppeljahrgang 2004/2005 langfristig aufgebaut. Ziel ist es, in der Regionalliga zu bestehen, Spielpraxis zu bekommen und sich individuell weiterzuentwickeln. Die Talente sollen auf eine große Volleyball-Laufbahn vorbereitet werden. Vom erfolgreichen Team der letzten Saison haben es alle Spielerinnen geschafft, sich für den nächsthöhere Level zu empfehlen. Viele sind jetzt U19- Nationalspielerinnen und starten in der 2. Bundesliga für den VC Olympia Berlin oder für die dort spielende erste Mannschaft von Rotation Prenzlauer Berg. Zu meinen Favoritentipps gehören der Absteiger SC Potsdam II und die SG Einheit Zepernick.“

Kristin Rumi, Trainerin des SV Braunsbedra:
„Aufgrund unseres freiwilligen Rückzuges aus der Dritten Liga sind wir sportlich gesehen ja keine Absteiger in der Regionalliga. Die finanzielle Mehrbelastung durch die Aufstockung der Dritten Liga bedeuteten für den Verein, dass erstens die Fahrtkosten (Schwerin, Hamburg und Kiel), zweitens die Schiedsrichtergebühren und drittens die Spieler-/Trainerhonorare steigen. Die Meldung für die Regionalliga ist nicht zuletzt durch Veränderungen aus beruflicher, privater und sportlicher Sicht einiger Spielerinnen bedingt. Als ehemaliger Drittligist dürften wir in der Regionalliga zumindest auf dem Papier die Favoritenrolle einnehmen. Durch das Ausscheiden aus der Dritten Liga müssen wir jedoch neun Spielerabgänge kompensieren, so dass die Mannschaft für die neue Saison ein völlig anderes Gesicht hat. Vom 15er-Kader der letzten Saison sind nur noch sechs Spielerinnen zurückgeblieben, von denen leider drei beruflich so gebunden sind, dass die Absicherung von Spieltag zu Spieltag unsicher ist. Die Suche nach potenziellen Spielerinnen gestaltet sich aufgrund der Nähe zu weiteren Regionalligisten in Halle und Leipzig schwierig. Bislang konnten wir aber fünf Spielerinnen hinzugewinnen, die sich der Herausforderung Regionalliga stellen wollen. Einige von ihnen verfügen über Bundesliga-Erfahrungen, standen in den letzten Jahren jedoch nur pro forma in der Halle. Jüngere Spielerinnen sammelten bislang nur Spielpraxis in unterklassigen Teams oder werden aus der Jugend herangezogen. Auch auf der Trainerposition ist die momentane Lösung mit einem Spielertrainer (noch) nicht ideal. Mit einem Wort: Der Wiederaufstieg oder ein Podestplatz wäre zwar wünschenswert, aber die Erwartungen sind andere. Wir freuen uns zunächst auf die Sachsen-Anhalt-Derbys, von denen es in der neuen Saison ja gleich vier gibt. Bei den Titelfavoriten gehe ich davon aus, dass Prenzlauer Berg und SC Potsdam wieder mit jungen Talenten bestückt sind, die gute körperliche Leistungsfähigkeiten mitbringen. Ebenso wie USV Halle und SG Einheit Zepernick können die Teams auf einen großen Pool von Jugendspielerinnen zurückgreifen. Der Mix aus jungen dynamischen Spielerinnen gepaart mit erfahrenen Spielerinnen funktioniert aus unserer Sicht recht gut. Braunsbedra bestand bekanntlich in den letzten Jahren aus Spielerinnen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Ob wir jedoch ebenso zu den Favoriten gehören, ist davon abhängig, wie schnell die Integration der Neuzugänge gelingt.“

Im Vorfeld der Regionalmeisterschaft vereinte der erstmalige VVSA-Verbandspokal beim gastgebenden Regionalligisten WSG Reform Magdeburg mit dem Landespokalsieger VC 97 Staßfurt sowie den Regionalligisten SV Braunsbedra, USV Halle Hurricanes und USC Magdeburg ein prominentes Fünfer-Feld. Verbandspokalsieger wurde der Regionalliga-Rückkehrer SV Braunsbedra, der sich damit für den Regionalpokal Nordost am 6. Oktober in eigener Halle qualifizierte. Braunsbedra dürfte mit diesem Erfolg gestärkt in die Regionalliga-Auftaktpartie zu Hause gegen den Titelverteidiger SG Rotation Prenzlauer Berg III gehen. Von den weiteren Teams aus Sachsen-Anhalt trifft der USV Halle Hurricanes zum Punktspielstart auswärts auf den Drittliga-Absteiger und Titelfavoriten SC Potsdam II und die WSG Reform Magdeburg auswärts auf die SG Einheit Zepernick. Der USC Magdeburg ist dagegen spielfrei und greift erst am 21. September ins Punktspielgeschehen ein. Gegner in der ersten Auswärtspartie ist dann der USV Halle Hurricanes.

Alex Göbel, Trainer des USV Halle Hurricanes:
„Vor der letzten Saison hatten wir fünf Änderungen im Personal, und zum Ende der abgelaufenen Saison haben uns sechs Spielerinnen verlassen. Das sind schon enorme Verwerfungen. Auch wenn der Kern erhalten geblieben ist, liegt noch viel Arbeit vor uns; viele Rädchen greifen noch nicht so ineinander, wie wir das möchten. Wir werden also hart arbeiten. Trotz der personellen Veränderungen wollen wir in der oberen Hälfte der Liga mitspielen. Platz drei, wie in den vergangenen beiden Jahren, haben wir natürlich im Auge. Die Mädels sind immer noch hungrig. Favoriten zu benennen, ist immer schwierig. Die Absteigerinnen aus Potsdam werden sicher eine gewichtige Rolle spielen wie auch die jungen Spielerinnen von Prenzlauer Berg und BBSC. Mein Favorit auf den ersten Platz ist aber Zepernick. Hier passt Erfahrung, Jugend, Struktur und Hunger am besten zusammen. Wir werden sehen.“

Der 1. Spieltag

Männer am 14. und 15. September 2019: SG Prieros/Königs Wusterhausen – VC Olympia Berlin II, PSV 90 Dessau Volleys – WSG Reform Magdeburg, SV Lindow-Gransee II – USV Halle Volleys, USC Magdeburg – SG Rotation Prenzlauer Berg, MSV Zossen 07 – TSGL Schöneiche II, SG Schulzendorf/NH Königs Wusterhausen – DJK Westen 23 Berlin.

Frauen am 14. und 15. September 2019: BBSC Berlin III – Marzahner VC, SG Einheit Zepernick – WSG Reform Magdeburg, SV Braunsbedra – SG Rotation Prenzlauer Berg III, SC Potsdam II – USV Halle Hurricanes, VC Blau-Weiß Brandenburg – VC Bitterfeld-Wolfen, spielfrei: USC Magdeburg.

Noch ein Hinweis: Die Wochenumschau nach dem 1. Spieltag erscheint voraussichtlich erst am 17. September 2019. Vereine und Mannschaften können wie bisher Infos an holz.volleyball@web.de schicken.

Jürgen Holz, Regionalpressewart